Ukraine dreht an der Eskalationsschraube: Tote bei Grenzzwischenfällen auf der Krim

12. August 2016
Ukraine dreht an der Eskalationsschraube: Tote bei Grenzzwischenfällen auf der Krim

INTERNATIONAL
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB bestätigt Gefechte an der russisch-ukrainischen Grenze zur Halbinsel Krim, die sich bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet hatten. Demnach spürten russische Grenzschützer des FSB unweit der Grenzstadt Armjansk eine Gruppe von 20 schwerbewaffneten Kämpfern auf. Dabei kam es zu einem heftigen Feuergefecht. Während des Gefechts löste sich die Gruppe der Angreifer in mehrere kleinere Gruppen auf.

Eine Gruppe zog sich auf dem Wasserweg in die Ukraine zurück, wobei sie offensichtlich Feuerschutz durch ukrainische Schützenpanzer erhielt. Eine andere Gruppe floh nach FSB-Angben ins Landesinnere der Halbinsel Krim.

Russische Behörden verschwiegen die Gefechte bis jetzt, um die Fahndung und Ermittlungen nicht zu gefährden. Jetzt trat der russische Inlandsgeheimdienst FSB mit Informationen an die Öffentlichkeit. Dabei wurden die Gefechte bestätigt sowie Fahndungserfolge gemeldet. Mehrere Mitglieder der Angreifertruppe seien auf Territorium der Halbinsel Krim aufgespürt und verhaftet worden. Dabei handelt es sich nach FSB-Angaben ausschließlich um ukrainische Staatsbürger und Mitarbeiter der Armee-Aufklärung. Die Angreifer sollen Anschläge auf Infrastruktur, Standorte der russischen Armee sowie Urlaubsorte geplant haben.

Laut FSB wurden am 8. August zwei weitere ukrainische Gruppen an der russisch-ukrainischen Grenze der Krim entdeckt. Nach schweren Gefechten wurde ein weiterer Soldat der russischen Armee getötet, nachdem bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag ein Angehöriger des FSB ums Leben gekommen sei.

Kremlchef Putin beschuldigte Kiew in einer ersten Reaktion, sich „statt für den Frieden für Terror entschieden“ zu haben. Kiew spiele ein gefährliches Spiel. Angesichts des Angriffsversuchs auf der Krim sei es sinnlos, mit der Führung in Kiew Gespräche über eine Friedensregelung für den abtrünnigen Osten der Ukraine zu führen, sagte Putin.

Das ukrainische Verteidigungsministerium wies unterdessen jede Beteiligung zurück. Im Osten der Ukraine sind derzeit ukrainische Regierungssoldaten in Kämpfe mit prorussischen Rebellen verwickelt. (mü)

http://zuerst.de/

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