Krisenvorsorge: Warum Essen nicht nur zu Hause gelagert werden sollte

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Immer mehr Verbraucher haben die Notwendigkeit erkannt, Lebensmittel in Eigenregie zu produzieren. Vieles von dem, was im Supermarkt verkauft wird, würden selbst Tiere nicht essen, wenn sie die Wahl hätten.

Die Hersteller schwindeln auf ihren Etiketten seit Jahren, ohne dass es ernsthafte Konsequenzen für sie gibt. Das Bundesverbraucherministerium hat sogar ein Portal ins Leben gerufen, wo Verbraucher fragwürdige Produkte melden können.

Doch immer mehr Menschen wollen aus diesem Irrsinn aussteigen. Sie gehören zur Gruppe der Selbstmacher und Prepper, die ihre Zukunft in die eigene Hand nehmen. In einem unserer Artikel haben wir bereits erklärt, wie man selbst zum eigenenLebensmittellieferanten wird.

Wie aber sieht es in einer Krisenzeit aus, in der Lebensmittelknappheit herrscht und Menschen hungern? Wer Obst und Gemüse im Garten anbaut sowie einen Lebensmittelvorrat im Keller errichtet hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Ziel, welches hungernde Mitmenschen herausfordert.

Wenn die Zukunft über Nacht ungewiss wird: aktuelle Beispiele

Noch immer werden Menschen, die sich über diese und andere Szenarien Gedanken machen, als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Dabei wurde dieses Jahr mehrfach deutlich, wie schnell – quasi über Nacht – Krisensituationen entstehen können.
Der jüngste Fall: Ein angeblicher Putschversuch in der Türkei, bei dem der Hintergrund noch nicht deutlich ist. In den Weiten des Internets wird gemunkelt, dass der türkische Präsident Erdogan den Putsch selbst geplant hätte, um seine Machtposition zu stärken.

Im Deutschlandfunk berichtet ein Bürger des Landes, dass er schnell Lebensmittel eingekauft hätte, um sich für alle Fälle vorzubereiten. Doch es war bereits zu spät: Die Supermärkte waren leergefegt oder geschlossen. Der Fall zeigt, wie wichtig auch und gerade heutzutage ein Lebensmittelvorrat ist (Krisenvorsorge: Mehr Effizienz mit mehrstufiger Vorratshaltung).

Ob es in der Türkei nun zu einem echten Putsch kam oder nicht, spielt für Verbraucher keine große Rolle, denn die Konsequenz ist dieselbe: Lebensmittel werden zu einer Rarität. In Venezuela herrscht aus einem völlig anderen Grund Lebensmittelknappheit: Obwohl das Land reich ist und riesige Ölreserven hat, herrscht eine immense Versorgungskrise, die die Menschen dort zwingt, im Nachbarland Kolumbien einzukaufen.

Ironischerweise ist der Ölpreis für das Problem in dem Land verantwortlich: Der niedrige Preis für das schwarze Gold sorgt dafür, dass Venezuela keine ausreichenden Devisen mehr besitzt, um Importwaren einzuführen.

Eckstein, Eckstein, alles muss versteckt sein

Der Krisenzustand in Venezuela macht deutlich, wie verzweifelt Menschen sein können, wenn ihnen alltägliche Dinge fehlen. In einem solchen Ernstfall gehen sie über ihre zivilisatorisch-menschlichen Grenzen hinaus, um sich Lebensmittel und andere Produkte zu sichern. Es ist nicht auszuschließen, dass sie ein Haus plündern, wenn sie wissen, dass sich dort die gewünschten Waren befinden.

Als Prepper sollte man deshalb niemals alles auf eine Karte setzen. Der heimische Lebensmittelvorrat sollte einer von mehreren sein. Die Vorräte sind grob in drei Aufbewahrungsorte einzuteilen:

  1. im Haus (Keller, Abstellraum, Verstecke)
  2. im Garten (vergraben, Schuppen, Garage)
  3. in unmittelbarer Nähe (Wald, Park)

Das Vergraben der Lebensmittel hat den Vorteil, dass sie dort kaum jemand finden wird – weder im Garten noch im Wald. Die Lebensmittel verstaut man im Idealfall in größeren Plastikcontainern, die solide genug sind, um die schwere, über ihnen liegende Erde auszuhalten (Survival: Sicher durch die Krise (Video)).

Langzeitlebensmittel erhöhen die Überlebenschancen

Lebensmittelvorräte schaffen ist schön und gut – doch welche Produkte sind lange haltbar? Ein Blick auf das Ablaufdatum vieler Artikel zeigt schnell, dass ein Großteil nicht länger als zwei Jahre hält – in der Theorie zumindest. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Dosenbrot – welches übrigens seit den 1940er-Jahren hergestellt wird – bis zu 20 Jahre haltbar ist.

Generell ist also das Vergraben und Lagern von Langzeitlebensmitteln zu empfehlen, wie siehier erhältlich sind. Das angesprochene Dosenbrot gibt es als Pumpernickel sowie Roggen-Vollkornbrot. Damit das Überleben nicht zu einer allzu monoton Übung wird, raten wir aber, möglichst variationsreich einzukaufen (Survival: Grundregel Nummer 1 – Keine Umstellung der Ernährung in Krisenzeiten).

Zusätzlich zu Dosenbrot empfehlen wir das Einlagern von Keksen, die als Snack für zwischendurch dienen können. Ebenfalls wichtig sind Trinkwasserkonserven für Notfälle. Die Wasserversorgung sollte man selbst garantieren können, indem man das kühle Nass in der Natur findet und mit Filtern wie dem Katadyn Combi filtert.

Mit Brot und Keksen alleine wird kaum jemand langfristig überleben wollen. Deshalb hat die Industrie verschiedene Pulver entwickelt, die bis zu fünf Jahre lang haltbar sind: Vollei, Vollmilch, Butter sowie Kartoffelpüree sind darin enthalten.

Abseits der genannten Survival-Produkte gibt es auch im Handel erhältliche Nahrungsmittel, die sehr lange haltbar sind: Früchte und Gemüse in Dosen versorgen die Überlebenden mit ausreichenden Vitaminen; mit Wasser aufbereiteter Couscous liefert eine sättigende Nahrung, die zahlreiche Ballaststoffe, Calcium und Vitamin B enthält; getrocknete Pasta verdirbt nicht und lässt sich in kochendem Wasser genauso wie Couscous schnell zubereiten.

Hier finden Sie ein breites Spektrum an gesunden Langzeitnahrungsmitteln, die Sie an vielen Stellen unauffällig lagern bzw. verstecken können.

Literatur:

Überleben in Krisen- und Katastrophenfällen: Ein Handbuch für jedermann. Das Survival-Wissen der Spezialeinheiten von Lars Konarek

Das grosse Buch der Überlebenstechniken von Gerhard Buzek

Was Oma und Opa noch wussten: So haben unsere Großeltern Krisenzeiten überlebtvon Udo Ulfkotte

Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten von Herbert Rhein

Quellen: PublicDomain/krisenvorsorge.com am 20.07.2016

http://www.pravda-tv.com/

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6 Kommentare zu “Krisenvorsorge: Warum Essen nicht nur zu Hause gelagert werden sollte

  1. Plastikbehälter sind ein schlechtes Aufbewahrungsmittel. Eisen-/Blechkiste oder gebrannte Tonbehältnisse eignen sich hundertmal besser wegen der Frischhaltung. Wenn jemand noch einen Seemann der alten Zunft kennt, bekommt er sehr gute Tipps. Beispiel Sauerkraut, Dörrfleisch, Salz. Auch viele Wiesenpflanzen wie Sauerampfer, Löwenzahn und Brennnessel sind nicht nur gut haltbar, sondern kann man auch als Wundauflage oder zur allgemeinen Gesundung/Verhütung nutzen. Einfach mal über das Internet schlau machen. Übrigens bin ich auch Selbstversorger mit eigenem Garten und Vieh.

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  4. Wichtig ist vor allem, dass man auch dazu in der Lage ist seine Vorräte zu verteidigen.

    Wenn jemand in Dein Haus eindringt, Dir eine Schusswaffe an den Kopf hält, und Dich anbrüllt mit den Worten:

    „Wo sein Deine Essen, Du mir sagen, schnell!“,

    dann werden die meisten Deutschen gerne bereit sein auch ihre innigsten und geheimsten Verstecke zu offenbaren, einfach damit sie diesen gefährlichen Moment überleben.

    Man merke sich: Die Täter besitzen sehr oft Schusswaffen.

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