„Tornado im Ozean“: Forscher untersuchen mysteriöse Ostsee-Strudel (Videos)

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Sie tauchen unvermittelt auf, um einige Stunden später wieder zu verschwinden, erstrecken sich über wenige Kilometer und zirkulieren überraschend schnell um ihre eigene Achse. Erst vor wenigen Jahren wurden diese Wirbel zufällig entdeckt. Jetzt nimmt eine spektakuläre Messkampagne in der Ostsee die Verfolgung auf.

Kaum mehr als zehn dieser Meereswirbel wurden bislang auf frischer Tat ertappt. Dabei schaufeln sie vermutlich beträchtliche Mengen an Nährstoffen und Mikroorganismen an die Oberfläche. Könnte es sein, dass die Wirbel durch ihren Rühreffekt enorm zur Plankton-Produktion auf unserem Planeten beitragen – und damit zur globalen Sauerstoffproduktion?

Viel versprechen sich die Wissenschaftler von der großangelegten Messaktion, der bislang größten ihrer Art.
Forschungsflugzeuge fliegen das Meer ab und suchen das Wasser mit Wärmebildkameras ab. Ist ein Kandidat gefunden, schwärmt eine Flotte von Schiffen, Schnellbooten und Tauchrobotern aus und rastert den „Tornado im Ozean“ mit diversen Sensoren ab.

Über allem soll ein Zeppelin thronen, der Luftaufnahmen macht und die Messkampagne von oben koordiniert. Damit hoffen die Experten zentrale Fragen zu beantworten: Welche Rolle spielen die Wirbel für die globale Meereszirkulation? In welchem Maße tragen sie dazu bei, dass Nährstoffe an die Oberfläche gelangen und womöglich Algenblüten initiieren? Und locken die Wirbel sogar Fische an? (Monsterwelle und Kaventsmann: Wie entstehen Wasserwände, die Schiffe verschlingen? (Video))

Forschungsexpedition mit Nervenkitzel

Für Expeditionsleiter Burkard Baschek vom Helmholtz-Zentrum Geesthacht (Schleswig-Holstein) ist die neue Forschung mit dem Zeppelin auch ein Nervenkitzel. Denn die Wissenschaftler müssen die kreisrunden Strömungen vom Luftschiff aus erst einmal orten.

Dabei helfen zwei große Spezialkameras an Bord, die Temperaturen und Farbe des Wassers analysieren können. Von oben werden dann auch die Forschungsschiffe koordiniert. Allein vom Boot aus lassen sich die Unterwasser-Strömungen kaum erkennen.

Mysterium Meereswirbel

Das Aufspüren der Wasserwirbel per Zeppelin war Bascheks Idee. Im Unterschied zu den großen Meeresströmen wie zum Beispiel dem Golfstrom sind Meereswirbel nahezu unerforscht. Bisher nehmen Forscher lediglich an, dass sie im großen Uhrwerk des Ozeans eine immense Rolle spielen – sei es für Algen als Grundlage der Nahrungskette im Meer oder mit Blick auf das Klima.

„Auch im Meer gibt es Hoch- und Tiefdruckgebiete mit Temperaturunterschieden“, erläutert Baschek. Strömungen glichen Druckunterschiede im Wasser aus. Für ihn sind die Wirbel ein fehlender Baustein für das Verständnis der gesamten Energiekaskade im Ozean – dem Zusammenspiel von Sonne, Wind und Wasser.

Untersucht haben die Helmholtz-Forscher die Wirbel auch aus der Luft mit einem Zeppelin, wie das folgende Video zeigt:

Nachrichten der letzten beiden Forschungsflüge

Ein Wirbel – gemessen von der Entstehung bis zum Zerfall. Erstmalig konnte der gesamte Prozess eines Wirbels von rund 400 Metern Durchmesser von der Entstehung bis zu seinem Zerfall über sechs Stunden verfolgt und vermessen werden.

„Sehr schön auch, dass wir uns am Anfang des Messung etwa 50 Minuten mit dem Zeppelin wirklich direkt über dem Wirbel aufhalten konnten“, berichtet Expeditionsleiter Prof. Dr. Burkard Baschek begeistert. „Die dabei gewonnen Datensignale der Chlorophyll-Konzentrationen waren sehr deutlich erkennbar.“ Zwischenzeitlich sei sogar die Vermessung eines weiteren „Eddys“ (Wirbel) möglich gewesen.

Link zu Expedition:

http://www.uhrwerk-ozean.de/

Video:

Literatur:

Die Lüge der Klimakatastrophe: …und wie der Staat uns damit ausbeutet. Manipulierte Angst als Mittel zur Macht von Hartmut Bachmann

Handbuch der Klimalügen von Harry G Olson

Der Grüne Blackout: Warum die Energiewende nicht funktionieren kann von Alexander Wendt

Die launische Sonne: Widerlegt Klimatheorien von Nigel Calder

Quellen: PublicDomain/wether.com/deutschlandfunk.de am 10.07.2016

http://www.pravda-tv.com/

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