Französische Intellektuelle sagen radikalem Islam den Kampf an

Paris: Bewohner gedenken Opfer muslimischen Terrors Foto: dpa

Paris: Bewohner gedenken Opfer muslimischen Terrors Foto: dpa

PARIS. Französische Intellektuelle haben dazu aufgerufen, stärkeren Widerstand gegen den radikalen Islam zu leisten. In einem Appell verurteilen sie die Einschüchterungsstrategie, wie sie von zahlreichen islamischen Vereinen betrieben werde. Zu den Erstunterzeichnern gehören unter anderem die frühere Ministerin für Frauenrechte, Yvette Roudy, Mitarbeiter der Satirezeitschrift Charlie Hebdo, der algerische Schriftsteller Boualem Sansal sowie der Astrophysiker Hubert Reeves, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Anlaß für den Aufruf sind Gerichtsprozesse gegen die kanadische Essayistin Djemila Benhabib. Die Autorin kritisierte eine private moslemische Grundschule, die mit Steuermitteln finanziert wird und das Tragen des Kopftuchs verpflichtet. Jetzt geht die Schule juristisch gegen sie vor.

In der Petition werden auch die bangladeschische Schriftstellerin Taslima Nasreen, der dänische Karikaturist Kurt Westergaard, der ermordete niederländische Filmemacher Theo van Gogh undCharlie Hebdo angeführt. Zudem solidarisieren sich die französischen Intellektuellen mit der Bürgerrechtlerin Maryam Namazie, die sich als Sprecherin des „Councils of Ex-Muslims“ gegen Scharia-Gerichte in England und das Regime in Teheran engagiert. (ls)

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