Rechts-schwenk-Marsch! Kanzlerin Merkel: „Angriff auf die Außengrenzen der EU“

24. Juni 2016 von Niki Vogt

24. Juni 2016 (von Niki Vogt) Mutti Merkel, ihr freundliches Gesicht für jeden, der nach Europa hereinströmte und „wir schaffen das“ war gestern. Ihre Überzeugung, geschlossene Grenzen würden nichts gegen den Flüchtlingsstrom ausrichten können, scheint irgendwie abhanden gekommen zu sein. Es wurde ja auch schwierig, da mit Schließung der Balkanroute plötzlich der Flüchtlingsnachschub an diesen Übergängen wie abgeschnitten war. Die Veranstaltung des CDU-Wirtschaftsrates erlebte eine ganz andere Kanzlerin.Genau besehen ist es schon eine Weile her, daß wir ihr letztes Selfie mit Kulturbereicherer in den Medien sehen durften, ihre letzte „wir-schaffen-das“-Durchhalteparole hören. Sie beschimpfte zwar Österreich und Ungarn für die Grenzschließung, konnte sich aber heimlich den Schweiß von der Stirn wischen, daß die Lage in Deutschland nicht weiter so steil eskalierte. Ihr unglaublich schlauer Schachzug mit der Türkei, mit dem sie wahrscheinlich hoffte, für Geld ganz elegant das Flüchtlingsproblem sozusagen unter’m Tisch wegzumauscheln, ging grandios in die Hose. Wie es dabei den echten Flüchtlingen ergehen würde, war auf einmal nicht mehr so wichtig.

Vor dem CDU-Wirtschaftsrat schlägt sie zum ersten Mal ganz andere Töne an. Sie spricht von einem „Angriff auf etwas Konstituitives in unserer Europäischen Union […] auf unsere Außengrenzen“. Eine solche Wortwahl bedeutet nichts anderes, als den Bündnis- und Verteidigungsfall und ist weder ein Verplapperer noch zufällig gewählt. Das paßt nicht zu Merkel. Allerdings federt sie diesen martialischen Vorstoß ab und kehrt schnell zu ihren weichgespülten Muttifloskeln zurück. Es folgt keinerlei Forderung nach Grenzschließung sondern watteweiche Formulierungen vom besseren Schutz der Schengen-Außengrenzen. Man dürfe die EU-Außengrenzen nicht „Schleppern und Schmugglern überlassen“ und dürfe keine Menschenleben auf’s Spiel setzen. Das kann auch heißen, daß die Kanzlerin die Flüchtlingsströme von staatlichen Sicherheitskräften hereinbegleiten lassen möchte.

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Als sie auf die Migrationsströme aus Afrika zu sprechen kommt, wird jedoch klar, daß selbst ihr bewußt geworden ist, daß das Ausmaß dieser Zuwanderungswelle das Thema „Europa“ innerhalb weniger Monate vollkommen und historisch erledigen kann. Hier geht es nicht um eine Million pro Jahr, hier geht es um Zig-Millionen binnen kürzester Frist. Sie nennt als Beispiel das Land Niger, und daß dessen Bevölkerungszahl sich alle 20 Jahre verdoppelt.

Der Schutz der EU-Außengrenzen vor der massenhaften Zuwanderung aus Afrika ist eine neue Qualität. Hier spricht Angela Merkel auch nicht mehr von Flüchtlingen. Die Verteidigung der Außengrenzen auf dem Wasser sei schwierig, führt sie aus. Wieder eine typisch Merkelsche Täuschung. Die Österreicher forderten unlängst, man müsse dieselben Methoden anwenden wie die Australier, die kein Boot an seiner Küste anlanden lassen, ja sogar mit Waffengewalt von ihren Stränden fernhalten. Mit Erfolg.

Die Zahlen insgesamt in Afrika sind apokalyptisch. Von knapp über 200 Millionen im Jahr 1950 stieg die Bevölkerung im Jahr 2000 auf knapp unter einer Milliarde, die im letzten Jahr überschritten worden ist. Das bedeutet, daß innerhalb von etwa 60 Jahren sich die Bevölkerung Afrikas verfünffacht hat. Die UN erwartet eine weitere Vervierfachung auf 4,4 Milliarden bis zum Jahr 2100.

Diese Prognose geht allerdings davon aus, daß die Verhältnisse sich nicht grundlegend ändern, was unwahrscheinlich ist. Sollten sich die Lebensbedingungen deutlich verschlechtern, weil das Land die Menge Menschen nicht mehr ernähren kann und gewalttätige Verteilungskämpfe um die begrenzten Ressourcen ausbrechen, wird das die Bevölkerungsexplosion eindämmen. Es bedeutet aber auch, daß ein großer Teil vor der Gewalt und der Not davonlaufen wird – nach Europa. Europa ist jedoch schon dicht besiedelt mit 300 Millionen Europäern. Eine Zuwanderung von „nur“ 200 Millionen bedeutet eine unglaubliche Katastrophe, einen grausamen Krieg zwischen Zuwanderern und Europäern um das blanke Leben, hunderte Millionen Tote und den physischen Untergang Europas.

Hier das Video:

File:Humanitarian Aid in Congo november 2008.jpeg

Bild: Wikipedia, http://www.flickr.com/photos/julien_harneis/2991763256

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