Italien: Schwere Ausschreitungen bei Demo am Brenner-Pass

Auf der italienischen Seite des Brenner-Passes haben sich am Samstagnachmittag mehrere hundert Demonstranten Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Sie wollten die Grenze zu Österreich überqueren, wurden jedoch von der Polizei an den Vorhaben gehindert.

Ausschreitungen am Brenner am Samstag. (Foto: dpa)

Ausschreitungen am Brenner am Samstag. (Foto: dpa)

Ein verletzter italienischer Polizist. (Foto: dpa)

Ein verletzter italienischer Polizist. (Foto: dpa)

Die jugendlichen Anarchisten forderten eine „Abschaffung der Grenzen“ und versuchten auf die österreichische Seite der Grenze zu gelangen, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP beobachtete. Am Grenzübertritt wurden sie von der Polizei gehindert.

Zeitweise besetzten die jungen Demonstranten die Bahnstation am Brennerpass. Sie warfen Steine und Rauchbomben in Richtung der Polizisten, von denen nach Informationen der Agentur AGI zwei verletzt wurden. Ein Polizeiwagen wurde in Brand gesetzt, mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Die österreichische Regierung hatte Ende April mitgeteilt, dass sie die Schließung des Brenner-Passes vorbereite, um in einer „Extremsituation“ nicht von Flüchtlingen „überrannt“ zu werden. Innenminister Wolfgang Sobotka sagte, Österreich werde „die Vorrichtungen für einen Zaun errichten“, den Zaun aber nicht „einhängen“. So solle „kein Bild des Abschottens“ entstehen. Den Brenner passieren täglich 2500 Lastwagen und 15.000 Autos. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnte Österreich am Samstag davor, durch eine Schließung des Brenner-Passes schweren Schaden für ganz Europa anzurichten.

Im vergangenen Jahr zogen hunderttausende Flüchtlinge vom Balkan durch Österreich, die meisten von ihnen nach Deutschland. Rund 90.000 Flüchtlinge stellten in Österreich Asylanträge. Die Regierung in Wien hat für 2016 eine Obergrenze von 37.500 möglichen Asylanträgen festgelegt, rund die Hälfte davon ist ausgeschöpft.

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Deutsche Selbstschussanlagen für türkisch-syrische Grenze

europas grenzschutz beginnt in der tuerkei Flag_of_Turkey qpressAnne Karre: Nachdem die EU die ersten Milliarden Euro Richtung Ankara überwiesen hat, scheint inzwischen ausreichend Kleingeld vorhanden zu sein, um die Grenzsicherung gegenüber Syrien in dem geforderten Umfang realisieren zu können. Neben dem auf Hochtouren laufenden Mauerbau, gehört natürlich auch ein gewisses Maß an technischer Ausrüstung zu einem neuzeitlichen und modernenMenschen-Sperrwerk dazu. Vor allem aber die zu installierenden Selbstschussanlagen sollten nicht nur TÜV-geprüft sein, sondern ihre humane Wirkweise sollte UN-konform sein.

Dass die restriktive EU-Flüchtlingspolitik nur in ähnlicher Weise umzusetzen ist, mit dem Outsourcen der Drecksarbeit, sollte allen denkenden Beteiligten hierzulande schon vorher klar gewesen sein. Gottlob hat man in der Türkei, mit Erdogan einen treuen Despoten und Verbündeten, der vor keiner Gewalttat zurückschreckt, um die gesteckten Ziele auch gesichert zu erreichen. Diesbezüglich müssen wir auch weiterhin unsere Kritik intensiv auf Baschar al Assad richten, der es einfach nicht fertigbringt, mit den vom Westen finanzierten und ausgerüsteten Bürgerkriegsteilnehmern aus aller Welt in seinem Land fertig zu werden.

Assads Krieg gegen die eigene Bevölkerung (aus inzwischen 40 Ländern), ist äußerst inhuman, gehört immer wieder an die Pranger gestellt und erfordert leider auch noch entsprechende Waffenlieferungen an diverse in Syrien tätigen Gruppierungen. Das alles wäre völlig unnötig, würde sich Assad endlich dem Willen der USA beugen. So erhöht es nur die Gefahr, dass Hillary Clinton nochmals Giftgas an die Rebellen liefern muss, damit wenigstens während ihrer Amtszeit (ab 2017) von Assad nunmehr die bereits von Obama aufgestellten roten Linien überschritten werden können. Danach ist dann auch ein offizielles Einschreiten der USA in Syrien möglich … zur Durchsetzung unserer Interessen.

Nachdem wir jetzt definitiv den an dieser Misere schuldigen Unhold ausmachen konnten, kümmern wir uns weiter um die zu installierenden Selbstschussanlagen an der türkisch syrischen Grenze. An dieser Stelle machte man folgenden Aufriss: Türkei baut Selbstschussanlagen an Grenze zu Syrien[LOCUS]. Bedauerlicherweise fehlen in dem Artikel sämtliche technischen Spezifikationen zu den in Rede stehenden Anlagen. Es ist lediglich die Rede davon, dass die Türkei intelligente Wachtürme bauen wird, die automatisch warnen und schießen können.  Das hört sich zwar sehr fortschrittlich an, man fühlt sich aber unweigerlich an die guten alten deutsch-deutschen Zeiten erinnert.

Aber bei dieser Erinnerung darf es natürlich nicht bleiben, sondern wir müssen unbedingt darauf insistieren, dass deutsche Technik an dieser Stelle zum Einsatz kommt. Einerseits ist derQualitätstod aus Deutschland berühmt, berüchtigt und weltweit sehr begehrt. Andererseits darf davon ausgegangen werden, dass auch Deutschland den größten Teil dieser Grenzsicherung, über den EU-Umweg, zu bezahlen hat. Da ist es das Mindeste, dass deutsche Qualitätsprodukte verbaut werden. Letztlich auch damit unsere Wirtschaft an dieser Grenzschutzmaßnahme partizipieren kann. Selten ungeschickt, dass die EU, als Zahler der Maßnahme, hier weitergehende Regelungen in diese Richtung verabsäumt zu haben scheint. Wir stellen fest, die Liste der Unterlassungen seitens der EU wird immer länger oder aber, man hat das in geheimen Zusatzverträgen bereits geregelt. Ist Letzteres der Fall, wäre es eine Schande, denn Deutschland kann durchaus zu seinen über Jahrzehnte erprobten Qualitätsprodukten stehen.

isis-islamic-state-flag-quad-IS-ISney-World-join us and saudi think tank phantasie1250pxDenkt man an die frühere Verbindung der DDR zu Syrien, quasi als Bruderstaaten, wird den syrischen Flüchtlingen mit Sicherheit auch viel wohler sein, wenn sie von guten deutschen Selbstschussanlagen an der Grenze zur Türkei niedergestreckt werden, als von irgendwelchen billigen No-Name Tötungsapparaturen. Unbestätigten Gerüchten zufolge wird dieser Grenzwall derzeit nur in Gebieten errichtet in denen böse Kurden hausen. In IS-kontrollierten Gebieten ist dies erstens nicht erforderlich und es wäre auch eine unnötige Einschränkung ihres Nachschubs und der Bewegungsfreiheit dieser Rebellen, die ihren friedlichen Feierabend, auch ein kampfloses Wochenende oder den kompletten Fronturlaub gerne in der Türkei genießen. Niemand hat die Absicht eine Mauer in oder durch War-ISney Land zu errichten.

Alles in allem muss man einmal mehr feststellen, dass auf EU-Ebene nur noch schludrig gearbeitet wird und bei der Beseitigung des Flüchtlingsproblems nur halbherzig agiert wird. Von Doppelmoral wollen wir besser gar nicht erst reden. Es wird höchste Zeit, dass auch die EU endlich zu ihren diktatorischen Ambitionen steht, denn dann könnte sie diese Selbstschussanlagen an der türkisch-syrische Grenze nicht nur vorbehaltlos bezahlen sondern auch noch öffentlich lobpreisen und mit den Kritikern so verfahren wie Erdogan es in der Türkei macht.

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EUROPA Erdogan: EU schränkt Freiheit und Demokratie ein

(Admin: Das sagt der RICHTIGE!!)

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Februar 2013 in Ankara. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan im Februar 2013 in Ankara. (Foto: dpa)

Im Konflikt um eine Änderung der türkischen Anti-Terror-Gesetzgebung hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den von Anschlägen getroffenen EU-Staaten vorgeworfen, selbst Demokratie und Freiheiten einzuschränken. „Diejenigen, die uns kritisieren, haben die Demokratie und die Freiheiten zur Seite gelegt, als die Bomben auf ihrem Boden anfingen zu explodieren“, sagte Erdogan am Samstag in einer Rede im südöstlichen Malatya.

Am Freitag hatte Erdogan bereits erklärt, die Anti-Terror-Gesetzgebung der Türkei werde nicht nach den Vorstellungen der EU geändert. Dies ist eine der zentralen Forderungen der Europäischen Union bei der Abschaffung der Visumspflicht. Insgesamt muss die Türkei für die Visafreiheit 72 Kriterien erfüllen.

Die EU-Kommission will bei den Grundrechten hart bleiben und ist besorgt über die Entwcklung: Zwar müsse abgewartet werden, wie sich die Lage weiter entwickelt. Doch der Rückzug Davutoglus und die heutige Rhetorik des türkischen Präsidenten seien nicht ermutigend, so die Einschätzung aus EU-Kreisen nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten.

Die weitreichenden Anti-Terror-Bestimmungen in der Türkei entsprechen nach Auffassung der EU-Staaten nicht den europäischen rechtsstaatlichen Normen. Türkische Sicherheitskräfte liefern sich seit Monaten heftige Gefechte mit kurdischen Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Offiziell gibt die Türkei an, gegen den IS zu kämpfen. Es besteht jedoch wenig Zweifel, dass die Türkei auch Geschäftsverbindungen mit dem IS unterhält. Am Freitag wurden zwei kritische Journalisten in der Türkei zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Ihre Zeitung hatte aufgedeckt, dass die türkische Regierung mit dem IS kooperiert.

Die Visafreiheit war eine der Hauptforderungen Ankaras, damit der im März zwischen der EU und Ankara ausgehandelte Flüchtlingspakt zustande kam. Danach nimmt die Türkei alle auf irregulärem Weg auf die griechischen Inseln gelangten Migranten zurück. Im Gegenzug nimmt die EU für jeden abgeschobenen Syrer einen anderen syrischen Flüchtling aus der Türkei auf.

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London hat ersten muslimischen Bürgermeister

7. Mai 2016 | 15.31 Uhr

Sadiq Khan

London hat mit Sadiq Khan ersten muslimischen Bürgermeister

Sadiq Khan ist Londons neuer BürgermeisterFOTO: afp
London. London hat erstmals einen muslimischen Bürgermeister: Der Labour-Kandidat Sadiq Khan, Sohn eines Einwanderers aus Pakistan, wurde nach seinem klaren Sieg über den konservativen Kandidaten Zac Goldsmith offiziell ins Amt eingeführt.

Die feierliche Vereidigung Khans fand am Samstag in der Southwark Cathedral in der britischen Hauptstadt statt. Zuvor hatte Khan in seiner Dankesrede in der Nacht Bezug auf den mit harten Bandagen geführten Wahlkampf genommen, in dem die Konservativen ihm Sympathien für islamische Extremisten unterstellt hatten. „London hat für die Hoffnung und gegen die Furcht, für die Einheit und gegen die Spaltung gestimmt“, sagte der 45-Jährige. Das mache ihn stolz.

„Furcht macht uns nicht sicherer, sie macht uns nur schwächer“, sagte er. Khan versprach, ein „Bürgermeister für alle Londoner“ zu sein. Bei Khans Siegesrede waren auch die Kandidaten der anderen Parteien auf der Bühne. Der Kandidat der rechtsgerichteten Partei Britain First, Paul Golding, drehte ihm demonstrativ den Rücken zu.

„Ich hätte es nicht im Traum für möglich gehalten, dass jemand wie ich zum Bürgermeister von London gewählt werden könnte“, sagte Khan. Er bedankte sich bei allen Wählern, die „das Unmögliche heute möglich gemacht haben“.

In der Southwark Cathedral wurde Khan ins neue Amt eingeführt FOTO: afp
Vater eines eingewanderten Busfahrers

Khan hat eine klassische Aufsteigerbiographie: Geboren wurde er 1970 als Sohn eines aus Pakistan zugewanderten Busfahrers. Zusammen mit sieben Geschwistern wuchs Khan in einer Sozialwohnung auf. Nach dem Studium arbeitete er drei Jahre als Rechtsanwalt für eine britische Menschenrechtsgruppe. 2005 zog er ins britische Unterhaus ein. Drei Jahre später wurde er Verkehrsminister – und war damit der erste Muslim in einer britischen Regierung.
Khan tritt nun die Nachfolge des populären Konservativen Boris Johnson an, dem Ambitionen auf das Amt des Premierministers nachgesagt werden. Khans Gegner im Wahlkampf war der Konservative Goldsmith: ein Multimillionär, der einer reichen Investorenfamilie entstammt. Dem Endergebnis zufolge erhielt Khan rund 1,31 Millionen Stimmen, auf Goldsmith entfielen rund 995.000 Stimmen.

Vorwurf der Spaltung

Im Wahlkampf kämpften die Widersacher mit harten Bandagen. Goldsmith hatte den Favoriten Khan mit Wörtern wie „radikal“ und „gefährlich“ beschrieben. Er warf seinem Rivalen vor, islamistischen Extremisten „Plattformen, Sauerstoff und sogar Schutz“ zu geben. Dieser Vorwurf wurde von Premierminister David Cameron und anderen ranghohen Konservativen wiederholt.

Khan beschreibt sich selbst als „britischen Muslim, der den Kampf gegen die Extremisten aufnimmt“. Er warf dem 41-jährigen Goldsmith, einem wohlhabenden Umweltschutzaktivisten, vor, die Wählerschaft in einer der multikulturellsten Städte der Welt spalten zu wollen.

(crwo/afp/ap)

Monokulturelle Staaten ausradieren

Birgit Stöger

Die Vision einer Welt ohne Nationen, die Idee eines nationenlosen Europas – diese Vorstellung wurde lange im Bereich der Verschwörungstheorien angesiedelt. Die letzten Jahre indes zeigen immer deutlicher auf, dass sowohl nationale Regierungen als auch die Europäische Union auf die Abschaffung von Nationalstaaten hinarbeiten.

Es scheint eines der priorisierten Ziele der mehrheitlich linkspolitisch gerichteten Verantwortlichen zu sein, die nationale Souveränität ihrer Länder zu schwächen und den Nationalstaat zu untergraben.

Die Zerschlagung von bislang verbindenden gesellschaftlichen Elementen durchMasseneinwanderung kulturfremder Menschen ist nur eine Methode, derer sich politische Eliten, auf nationaler Ebene, insbesondere jedoch EU-Funktionäre, bedienen.

Den Prozess der multikulturellen Diversität vorantreiben

Einer dieser einflussreichen und emsigen Propagandisten auf dem Feld der nationalen Einebnung ist der hochdotierte EU-Politiker und ehemalige niederländische Außenminister Frans Timmermans.

Der Sozialdemokrat, seit Ende 2014 Erster Vizepräsident der EU-Kommission und EU-Kommissar für »Bessere Rechtssetzung, interinstitutionelle Beziehungen, Rechtsstaatlichkeit und Grundrechtecharta« beschäftigt sich in unterschiedlichen Ausschüssen und Kolloquien mit dem weiten Feld des Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit, sowie explizit mit den Möglichkeiten zur Verhütung und Bekämpfung von antisemitisch und antimuslimisch motiviertem Hass in Europa.

Über den Hebel von Antidiskriminierungsgesetzen gewinnen auf EU-Ebene getroffene Maßnahmen seit Jahren immensen Einfluss auf nationale Gesetzgebungen oder haben diese bereits ersetzt.

In klaren und unmissverständlichen Worten forderte der hochdotierte sozialdemokratische EU-Politiker vor einigen Wochen in seiner Rede zum »Grundrechte-Kolloquium der EU« (EU Fundamental Rights Colloqium) die Mitglieder des EU-Parlaments auf, ihre Anstrengungen zu verstärken, monokulturelle Staaten auszuradieren und den Prozess der Umsetzung der multikulturellen Diversität bei jeder einzelnen Nation weltweit zu beschleunigen.

Wer sich der kulturellen Vielfalt entgegenstellt, stellt den Frieden infrage

Die Zukunft der Menschheit, so Timmermans in seiner Rede, beruhe nicht länger auf einzelnen Nationen und Kulturen, sondern auf einem Vermischen von Kulturen und Identitäten. Das sei die Herausforderung und die Zukunft der Menschheit.

Die heutigen Konservativen, die ihre eigenen Traditionen hochhalten und eine friedliche Zukunft für ihre eigenen Gemeinschaften wollen, würden sich laut Timmermans immer wieder auf eine Vergangenheit berufen, die so nie existiert habe.

Aus diesem Grund könnten diese nicht die Zukunft diktieren. Europäische Kultur und europäisches Erbe seien lediglich soziale Konstrukte. Wer dies bestreite, würde Engstirnigkeit demonstrieren. Europa sei immer schon ein Kontinent von Migranten gewesen und europäische Werte bedeuteten, dass man multikulturelle Diversität zu akzeptieren habe. Wer sich dieser Diversität, dieser kulturellen Vielfalt entgegenstelle, stelle den Frieden in Europa infrage.

http://info.kopp-verlag.de/

USA bringen Regimewechsel nach Venezuela

(Admin: Immer wieder wird von Autoren geschrieben, die USA oder andere Länder brächten irgendetwas zustande. Das ist nicht die Wahrheit. Hinter den USA stehen die Mächte, die das wirkliche Sagen haben. Die USA als sogenannter Staat hat überhaupt keine Macht, auch nicht der Kongress oder Senat oder der Präsident. Es sind die Globalisten oder Eliten und was es sonst noch für Namen gibt, die durch ihr Finanzsystem und das Netzwerk aus Industrie- und Banken-kartellen weltweit den „Ton angeben“.)

ttielbild

Laut Präsident Obama wird die einzige Supermacht der Welt, die Eine Macht, das exzeptionelle Land vom kleinen Venezuela in Südamerika bedroht!

In einer Regierungsverordnung im letzten Jahr, die heuer verlängert wurde, erklärte Präsident Obama Venezuela zu einer „ungewöhnlichen und außerordentlichen Bedrohung für die nationale Sicherheit und Außenpolitik der Vereinigten Staaten“ und rief einen „nationalen Notstand“ aus, um die „venezolanische Bedrohung“ abzuwehren (Kollateralschäden der US-Strategie zur Weltherrschaft (Videos)).

Diese fabrizierte „außerordentliche Bedrohung” dient dem Obamaregime als Rechtfertigung für den Sturz von Präsident Maduro in Venezuela. Es ist eine Washingtoner Tradition, gewählte lateinamerikanische Regierungen zu stürzen, die die Interessen ihrer Völker zu vertreten versuchen, und nicht die Interessen der Konzerne und Banken der Vereinigten Staaten von Amerika.

Vor Jahrzehnten gab der General der US-Marine Smedley Butler zu, „ein Gangster für den Kapitalismus“ gewesen zu sein, der den Willen von New Yorker Banken und der United Fruits Company mit Waffengewalt gegen lateinamerikanische Länder durchsetzte.

In seinem Buch Confessions of an Economic Hit Man schreibt John Perkins über die Ermordung des Präsidenten Panamas Omar Torrijos und des Präsidenten Ecuadors Jaime Roldos im Jahr 1981, die beide den Interessen von Konzernen aus den Vereinigten Staaten von Amerika in die Quere kamen (Aus für Monsanto: Venezuela verbietet endgültig genetisch verändertes Saatgut).

Nachdem er von den Medien der Vereinigten Staaten von Amerika geziemend dämonisiert worden war, wurde 2009 der Präsident von Honduras Manuel Zelaya, der der Ansicht war, dass Honduras den Honduranern und nicht der United Fruits Company gehören sollte, durch einen Militärputsch gestürzt, nachdem Obama und Hillary Clinton grünes Licht gegeben hatten. Der vom Volk gewählte Präsident wurde durch Roberto Micheletti ersetzt, ein Werkzeug der US-Konzerne, ausgewählt von Washington.

Washington hat einen Wirtschaftskrieg gegen Venezuela geführt, um die Unterstützung der Öffentlichkeit für Präsident Maduro zu untergraben. Die Medien werden von der Elite kontrolliert und schieben Maduro die Schuld an den Problemen zu, die von Washington verursacht worden sind (Das Innere der drei Medien-Kraken Lateinamerikas).

Washington hat erfolgreich seine Agenten im Zuge der Wiedererlangung der Kontrolle über Venezuelas Nationalversammlung durch die Elite untergebracht. Es ist möglich, dass verwirrte Venezolaner sich selbst ins eigene Knie schießen werden, indem sie die Elite an die Macht bringen, die sie traditionsgemäß immer schon unterdrückt hat (In Venezuela droht ein Staatsstreich).

Washington versuchte, den Iran mittels der von Washington finanzierten „Grünen Revolution” zu destabilisieren, aber das funktionierte nicht. Sowohl Russland als auch China öffnen sich selbst für Destabilisierung, indem sie von Washington bezahlte Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) im Land lassen, sich an Wirtschaftsinstitutionen des Westens beteiligen und Investitionen aus dem Ausland gestatten (Nichtregierungsorganisation: NGO eigentlich ein NoGo?).

Washington hatte Erfolg mit der Umschlingung von Russland und China durch wirtschaftliche Institutionen des Westens und Denkweisen, die die Unabhängigkeit der beiden Länder gefährden (Venezuelas Armee trainiert Verteidigung gegen US-Invasion – Beistand aus Russland).

Bedenkt man den zwanghaften Charakter Washingtons, so sollte der russische Präsident auf der Hut sein, dass er nicht umgebracht wird. In dem neokonservativen Streben nach der Beherrschung der Welt durch die Vereinigten Staaten von Amerika gibt es keine Mittel, die nicht erlaubt sind (Die „natürliche“ Präsenz der US-Streitkräfte in Lateinamerika).

Quellen: PublicDomain/antikrieg.com am 02.05.2016

http://www.pravda-tv.com/

CDU fordert Bestrafung von Greenpeace wegen TTIP-Enthüllung

(Admin: lmmer wieder entlarven sie sich selbst und zeigten, auf welcher Seite bzw. in wessen Diensten sie stehen. Die Entrechtung der eigenen Bevölkerung ist schon sehr weit fortgeschritten und die Schafe wollen immer noch nicht aufwachen. Was muß denn noch passieren?)

Die CDU will Greenpeace wegen des Leaks der geheimen TTIP-Papiere rechtlich belangen. Die Forderung entspricht einem aktuellen politischen Trend nach Bestrafung von Whistleblowern. In Luxemburg müssen sich drei Männer für die LuxLeaks verantworten, mit denen das Unwesen der Steuer-Oasen in Europa aufgedeckt wurde.

Greenpeace hat einen Auszug des geheimen TTIP-Verhandlungstextes auf den Reichstag projiziert. (Foto: dpa)

Greenpeace hat einen Auszug des geheimen TTIP-Verhandlungstextes auf den Reichstag projiziert. (Foto: dpa)
Nach der Veröffentlichung vertraulicher Unterlagen zum Freihandelsabkommen TTIP hat der CDU-Politiker Michael Fuchs rechtliche Konsequenzen für die Umweltorganisation Greenpeace gefordert. „Gegen Rechtsverstöße von Greenpeace bei der laufenden Aktion muss sich der Rechtsstaat mit allen Mitteln wehren“, sagte der Vizechef der Bundestags-Unionsfraktion der Bild-Zeitung.

Greenpeace hatte am Montag vor dem Brandenburger Tor einen Lese-Container mit bislang geheimen TTIP-Dokumenten aufgestellt. Die Aktion von Greenpeace zeige die „Verlogenheit der Empörungsdebatte zu TTIP“, kritisierte Fuchs. Die Umweltorganisation sei selbst „völlig intransparent“.

Enthüllungen von Greenpeace über TTIP Anfang dieser Woche hatten neue Zweifel an dem Vorhaben geschürt. Greenpeace stellte geheime Verhandlungsdokumente auch ins Internet und erklärte mit Verweis auf die Papiere, die USA wollten europäische Schutzstandards auflösen.

Die Forderung nach Bestrafung von Greenpeace entspricht einem allgemeinen politischen Trend: Unliebsame Informationen sollen auch geschützt bleiben, Whistleblowern drohen Strafen. So ist es auch bei den sogenannten LuxLeaks.

In Luxemburg stehen seit einigen Tagen drei Männer vor Gericht, die maßgeblich an den Enthüllungen des „LuxLeaks“-Skandals über dubiose Steuervergünstigungen beteiligt waren. Verantworten müssen sich zwei ehemalige Mitarbeiter der Unternehmensberatung PwC und ein französischer Journalist wegen des Diebstahls vertraulicher Dokumente. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu zehn Jahre Haft.

Der PwC-Angestellte Antoine Deltour soll die brisanten Dokumente aus seiner Firma entwendet haben, kurz bevor er diese 2010 verließ. Später soll er sie an den Journalisten Edouard Perrin weitergegeben haben, der als Erster im Mai 2012 im Fernsehsender France 2 über den Fall berichtet hatte. Perrin soll den PwC-Angestellten Raphaël Halet später dazu gebracht haben, ihm weiteres Material zu besorgen.

Die Berichte Perrins erregten 2012 nur begrenztes Aufsehen, erst die „LuxLeaks“-Enthüllungen des internationalen Recherchenetzwerks ICIJ zwei Jahre später sorgten europaweit für Wirbel. Das Recherchenetzwerk hatte Ende 2014 aufgedeckt, dass rund 340 Unternehmen mit Luxemburg für sie teils extrem vorteilhafte Steuerabsprachen getroffen hatten.

Diese erlaubten ihnen, ihre Steuern in dem Großherzogtum auf teils ein Prozent zu drücken und damit in anderen Ländern Steuern in Millionenhöhe zu sparen. Zu den Konzernen gehörten Apple, Ikea und Pepsi. Infolge der Enthüllungen leitete die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager Prüfverfahren zum Steuergebaren mehrerer Firmen ein. Sie soll als Zeugin in dem Prozess aussagen.

Die Vorwürfe gegen die drei angeklagten Franzosen reichen von Diebstahl und Verletzung von Geschäftsgeheimnissen bis zur Verletzung des Berufsgeheimnisses. Der 31-jährige Hauptangeklagte Deltour sagte am Dienstag vor dem Gericht in Luxemburg, er „erkenne die Substanz“ der Tatsachen an. Seine beiden Mitangeklagten Halet und Perrin stritten die Vorwürfe dagegen ab.

Deltour wurde vor dem Gericht von dutzenden Unterstützern empfangen, die applaudierten und „Danke Antoine“ riefen. Sein 40-jähriger Mitangeklagter Halet sagte der Nachrichtenagentur AFP vor Beginn des Prozesses, der bis zum 4. Mai laufen dürfte: „Ich bin sehr ruhig, ich habe im Interesse der Allgemeinheit gehandelt.“

Durch die „LuxLeaks“-Affäre war auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker unter Druck geraten, der in seiner fast zwei Jahrzehnte währenden Amtszeit als Regierungschef und Finanzminister des Großherzogtums maßgeblich für die durch die Enthüllungen ans Licht geratenen Steuernachlässe für internationale Großunternehmen mitverantwortlich war.

Die Hilfsorganisation Oxfam erklärte zum Prozessauftakt, die Angeklagten sollten „gefeiert, nicht verfolgt“ werden. Der Grünen-Politiker Sven Giegold sagte dem Bayerischen Rundfunk, die drei Franzosen „verdienen keine Anklage, sondern einen Orden“. „Durch diese Information ist der größte Steuerskandal in der Geschichte der Europäischen Union öffentlich geworden“, sagte Giegold.

Das internationale Recherchenetzwerk ICIJ sorgte unlängst mit der Veröffentlichung der „Panama Papers“ über dubiose Briefkastenfirmen erneut weltweit für Aufsehen.

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Livestream Demonstration Berlin: Merkel muss weg

(Admin: Die entsprechenden Videos wurden schnellstens gelöscht. Nur das von rt (Ruptly TV) mit englischer Beschreibung funktioniert – noch!

Und wie immer sind die Gegner der Politik Nazis. Ich kann´s nicht mehr hören. Die Antifa-Leute machen ohrenbetäubendes Getöse, sie werden dafür bezahlt – aber: wissen die wirklich, was sie tun?)

07.05.2016
Live – Tausende Demonstranten in Berlin fordern: „Merkel muss weg“. Ebenfalls gibt es Tausende Gegendemonstranten. Der Tag in Berlin könnte heiß werden. Auch die Antifa hat sich angekündigt. RuptyTV und Webcams zeigen das Geschehen mit einer Live-Übertragung.

Der Protest gegen Bundeskanzlerin Merkel und die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung sowie die Islamisierung Deutschlands geht in eine neue Runde. Eine Demonstration von 5000 Teilnehmern zieht heute durch Berlin unter dem Motto „Merkel muss weg“. Die Teilnehmer werden von der Politik als Rechtspopulisten qualifziert.

Aber auch die Gegenseite ist präsent. Linke und bürgerliche angebliche Nazigegner wollen sich den „Rechten“ entgegenstellen. Außerdem mobilisiert die evangelische Kirche – das dürfte ein Novum sein – zu einer eigenen Demonstration für Weltoffenheit und Toleranz. Es dürfte das erste Mal sein, dass Linke und andere Gruppen sich so offen für eine Bundeskanzlerin einsetzen.

Am Sonnabend wird Berlin als Bundeshauptstadt und Regierungssitz offenbar auch zu einem symbolischen Ort für die Konflikte in den Debatten um Flüchtlinge und den Islam.

Die Polizei rechnet  mit gewalttätigen Auseinandersetzungen. Ausgangspunkt der Demonstrationen ist der Berliner Hauptbahnhof. Tausende Polizisten sollen für Ruhe und Ordnung sorgen. Es dürfte aber auf jeden Fall ein heißer Tag in Berlin werden. Die Demos beginnen ab 15:00 Uhr und sorgen in der Hauptstadt für ein Verkehrschaos. Von mittags bis in die Abendstunden sollten Autofahrer die betroffenen Bereiche südlich des Hauptbahnhofs bis zur Straße des 17. Juni und Unter den Linden, sowie westlich der Willy-Brandt-Straße bis zur Friedrichstraße im Osten, möglichst meiden, empfiehlt die Polizei.

Es wird befürchtet, dass sich bis in den späten Abend hinziehen. Aufgrund des schönen Wetters könnte die Teilnehmerzahl auf beiden Seiten auch größer sein als anfangs angenommen.

Live-Ticker HIER

Die Liveübertragung startet gegen 15:00 Uhr.

Feed „Aktuelle Kamera“:

https://youtu.be/8flpiaRHziA

Feed RuptlyTV:

http://www.mmnews.de/

USA planen mit TTIP Frontal-Angriff auf Gerichte in Europa

Das Drängen der Amerikaner auf den TTIP-Abschluss hat handfeste Gründe: US-Banken fürchten, von europäischen Gerichten wegen der Schulden-Krise belangt zu werden. Sie haben vielen europäischen Kommunen und Unternehmen dubiose Spekulationsgeschäfte angedreht. Nun klagen viele Europäer – und die Amerikaner setzen zum Frontalangriff auf das europäische Rechtssystem an. In Italien hat der amerikanische Botschafter – wohl unabsichtlich – die Katze aus dem Sack gelassen.

US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel auf Schloss Herrenhausen bei Hannover, April 2016. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel auf Schloss Herrenhausen bei Hannover, April 2016. (Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Viele Beobachter fragen sich in Europa, warum die US-Verhandler beim TTIP solchen Zeitdruck entwickeln. Denn wenn es sich um ein gutes und faires Abkommen handelt, das noch dazu Maßstäbe für den Welthandel setzen will, sollte es auf einige Monate mehr oder weniger nicht ankommen.

Doch offenbar wissen die Amerikaner, dass es zu ernsten Problemen mit den EU-Staaten schon in nächster Zeit kommen könnte. Der Grund ist die Schuldenkrise. In den vergangenen Jahren haben amerikanische Banken europäischen Kommunen und Unternehmen im großen Stil Finanzprodukte verkauft und Kredite gewährt – mit dem Hinweis, dass man das Kleingedruckte nicht genau zu lesen brauche. Die klammen europäischen Kommunen und die naiven Unternehmen haben das Geld gerne genommen, um ihren Wählern Geschenke zu machen oder ihre Marktanteile zu sichern. Doch nun kommt an vielen Stellen das böse Erwachen.

Daher ist es im Zuge des Katers nach dem Crash zu einer regelrechten Klagewelle gekommen. Ein Beispiel: Erst vor wenigen Jahren hatte die Stadt Pforzheim JP Morgan verklagt. Die Bank hatte den Kämmerern ein undurchsichtiges Produkt angedreht. 2011 urteilte der BGH, dass die Beratungsanforderung bei komplexen Produkten besonders hoch sei. Ein Mittelständler hatte gegen ein Bank geklagt, die ihm eine hochspekulative Zinswette verkauft hatte. Der BGH gab dem Unternehmen Recht und kam zu dem Urteil: „Bei einem so hochkomplex strukturierten und riskanten Produkt wie dem CMS-Spread-Ladder-Swap-Vertrag sind hinsichtlich der Risikodarstellung des Anlageprodukts hohe Anforderungen an die beratende Bank zu stellen.“

Die Stadt Pforzheim berief sich auf das Urteil – und forderte von JP Morgan 57 Millionen Euro. Der Oberbürgermeister sagte der Stuttgarter Zeitungdamals: „Dieser Ansatz – Verletzung der Beratungspflichten oder nicht – ist vollumfänglich auf uns anwendbar. Hinzu kommt, dass wir eine Kommune sind und für Kommunen gilt ein Spekulationsverbot. In dem Verfahren jetzt ging es ja um ein Unternehmen, das, wenn Sie sich das BGH-Urteil ansehen, ganz anders zu behandeln ist. Deshalb sind wir nun sehr guten Mutes, dass wir obsiegen werden.“ Und weiter: „Da halte ich es mit Margret Thatcher, der früheren britischen Premierministerin, die den Satz prägte: ,I want my money back.‘ Die 57 Millionen Euro fordern wir von JP Morgan.“

So wie der OB von Pforzheim denken viele europäische Politiker. Dies bereitet den amerikanischen Banken großes Unbehagen. Denn sie fürchten tausende Prozesse vor europäischen Gerichten. Nimmt man den BGH als Maßstab, dürften die europäischen Gerichte geneigt sein, hohe Maßstäbe an die Beratungspflichten anzulegen und damit den US-Banken erheblichen Ärger bescheren.

Mit dem TTIP wäre es möglich, den ordentlichen nationalstaatlichen Rechtsweg zu umgehen. Im Völkerrecht gilt der Grundsatz, dass ein Urteil nur akzeptiert wird, wenn es gemäß „due process of law“ erfolgt ist. Dies bedeutet, dass es eine verfassungsmäßige Garantie geben müsse, dass ein Gesetz nicht „unvernünftig, beliebig oder willkürlich“ sein dürfe. So versteht sich das angelsächsische „common law“. Der Interpretation sind hier keine Grenzen gesetzt – weshalb es im internationalen Recht auch die Schiedsgerichte gibt: Sie sollen den Streitparteien die Grundsatz-Debatten ersparen und gleich zum Wesentlichen führen – zu einer Einigung auf eine Summe, die zu bezahlen ist.

Die Amerikaner fühlen sich im Zuge der Prozesse wegen der Finanzprodukte allerdings vor europäischen Gerichten unsicher wie auf Hoher See. Sie fürchten, dass nun zahllose europäische Institutionen auf die Idee kommen könnten, wie der OB von Pforzheim zu sagen: „I want my money back.“

Der italienische Botschafter in Italien hat dieses Unbehagen – wohl etwas unbedacht – artikuliert und damit die Katze aus dem Sack gelassen. Seine grundsätzlichen Bemerkungen erklären, warum die Amerikaner es mit dem TTIP so eilig haben.

Der Fall hat eine einfache Vorgeschichte: Ein italienischer Staatsanwalt hatte die US-Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch angeklagt, weil sie die Kreditwürdigkeit Italiens in Misskredit gebracht hätten. Das Verfahren gegen Moody’s war nie eröffnet worden. Der Prozess gegen Fitch wurde nach Mailand abgegeben und dort eingestellt, wie die Ratingagentur mitteilte. Nun ermittelt derselbe Staatsanwalt in Trani in Apulien ermittelt gegen die Deutsche Bank und fünf ehemalige Vorstände wegen angeblicher Marktmanipulation. Unter ihnen sind auch die früheren Vorstandschefs Josef Ackermann und Anshu Jain. Die Deutsche Bank hatte im ersten Halbjahr 2011 sieben Milliarden Euro an italienischen Staatsanleihen verkauft, fast 90 Prozent ihres Gesamtbestandes. Staatsanwalt Michele Ruggiero hält das für anrüchig, nachdem die Analysten der Bank Anfang 2011 ihre Kunden noch beruhigt hätten, dass die Staatschulden Italiens keinen Grund zur Besorgnis gäben, wie es in Ermittlerkreisen heißt.

Im Trani wird außerdem immer noch gegen den früheren Italien-Analysten von Fitch, David Riley, und gegen fünf S&P-Manager verhandelt. Die Schuldenkrise hatte letztlich zum Sturz der Regierung von Silvio Berlusconi beigetragen.

Die Aussage von John Phillips, dem US-Botschafter in Italien, macht klar, dass die Amerikaner mit erheblichen Schwierigkeiten rechnen. Phillips wählte genau die Argumentation, die die Grundlage für Freihandelsabkommen vom Stile des TTIP sind. Phillips kritisierte das Vorgehen der Justiz gegen die Ratingagenturen scharf und sagte laut Reuters im April vor Studenten in Mailand: Das Justizsystem des Landes schrecke Investoren ab. In den USA wäre es schwer vorstellbar, dass ein solcher Prozess außerhalb der Finanzzentren geführt würde, wo die Staatsanwälte Erfahrung mit dem Wertpapierrecht hätten. Er kritisierte, dass Manager in Italien auf Grundlage eines Haftbefehls aus einer Kleinstadt ohne Bezug zu S&P festgehalten würden. Ruggiero war auf die Beschwerde von Verbraucherschützern hin tätig geworden, die bei den Behörden in Rom und Mailand vorher abgewiesen worden waren.

Mit dem TTIP wäre ein Gericht in Trani überhaupt nie zum Zug gekommen. Der Streit wäre vermutlich nicht einmal zwischen Italien und den betreffenden US-Banken oder Ratingagenturen ausgetragen worden, sondern vor einem Schiedsgericht gelandet, auf das die geschädigten Konsumenten keine Einfluss haben und vor dem es ihnen kaum möglich wäre, ihr Recht zu erstreiten. Denn die US-Banken und Finanzinstitutionen sind, wie die Aussage von Phillips erkennen lässt, der Meinung, dass kleine Gerichte überhaupt keine Ahnung vom internationalen Wertpapierrecht haben – und daher das Prinzip des „due process of law“ nicht gewährleistet sei. Eigentlich gilt dieser Ansatz in erster Linie für Staaten mit unterentwickelten oder korrupten Rechtssystemen. Doch die Komplexität der Finanzprodukte ist so groß, dass man ein ordentliches Gericht in Europa durchaus als überfordert bezeichnen kann.

Phillips‘ Drohung, dass Investoren vom unzulänglichen Rechtssystem in Italien abgeschreckt würden, führt ins Herz des TTIP: Die Amerikaner wollen sicherstellen, dass nach ihren Regeln gespielt wird. Auch vor Gericht – und überall auf der Welt, und vor allem für Machenschaften, die in der Vergangenheit liegen. Dass das Römische Recht, auf dem viele europäische Rechtssysteme basieren, aus Italien kommt, tut nichts zur Sache.

Denn anders als vermutet, machen die Amerikaner beim TTIP nicht Druck wegen zukünftiger Tricksereien, sondern wegen solcher, die im Zuge der Finanzkrise bereits tausendfach verübt wurden. Sie wollen also nicht in erster Linie gegen die EU-Staaten klagen können. Sie wollen verhindern, dass die US-Banken von EU-Bürgern, Kommunen oder Unternehmen vor ordentlichen Gerichten wegen fragwürdiger Kredit- und Wett-Geschäfte verklagt werden. In der immer noch unvermindert schwelenden Schulden-Krise sind Trani und Pforzheim für die Amerikaner eine echte Bedrohung – auch wenn die TTIP-Verhandler zunächst vermutlich lange auf der Landkarte suchen müssen, wo sich diese verdammten Orte überhaupt befinden.

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