Osnabrücker Bischof: Muslime und Minarette gehören zu Deutschland

(Admin: Man schafft sich selber ab!! Ob die gar nichts mehr merken – oder es gehört zum großen Spiel dazu. Letzteres halte ich für wahrscheinlicher.)

Osnabrücker Bischof: Muslime und Minarette gehören zu Deutschland

Freigeschaltet am 21.05.2016 um 07:15 durch Thorsten Schmitt

Franz-Josef Bode

Franz-Josef Bode
Lizenz: Bischöfliche Pressestelle Hildesheim
Die Originaldatei ist hier zu finden.
In der Islam-Debatte hat der Osnabrücker Bischof Bode Muslime und auch Minarette als Teil Deutschlands definiert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Bode: „Dass Muslime zu uns gehören, als Menschen, die hier leben, ist völlig klar.“ Wenn hierzulande Moscheen gebaut würden, sei das Minarett ein Teil davon.

„Wenn es um den Bau einer Moschee mit einem Minarett geht, dann kann das dazugehören, das ist wie bei einer Kirche mit dem Kirchturm“, sagte Bode. Nach Ansicht des Osnabrücker Bischofs wird die Integration der Muslime die deutsche Gesellschaft zum Guten verändern: „Die Familien- und Kinderfreundlichkeit aller wird wachsen müssen.“ Man dürfe den Islam in der politischen Debatte nicht dämonisieren wie es etwa die rechtspopulistische AfD mache. Bode betonte, es gebe keinen Grund, den Islam zu fürchten: „Ich fürchte nur einen Islam, der in einer fundamentalistischen Weise den Koran auslegt und andere Religionen für sich vereinnahmen will.“ Die säkulare Gesellschaft in Deutschland müsse mehr über den Islam lernen: „Mit dem Islam als Religion und Kultur müssen wir uns näher befassen, um ihn tiefer zu verstehen.“

Bischof Bode fordert mehr Frauen in Leitungspositionen der Kirche

Der Osnabrücker Bischof Bode hat mehr Leitungspositionen für Frauen in der Kirche gefordert. In einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Bode: „Frauen müssen mehr Leitungsverantwortung in der Kirche haben.“ Dafür setze er sich als Vorsitzender der Frauenkommission in der Bischofskonferenz ein. Das Bistum Osnabrück sei vor 14 Jahren das erste mit einer Frau als Leiterin des Seelsorgeamtes gewesen. Es sollten mehr Frauen etwa an der Spitze kirchlicher Verwaltungen und katholischer Bildungseinrichtungen stehen. „Wir brauchen dafür mehr Förderung und Mentoren-Programme für Frauen“, forderte Bode. Er begrüßte, dass Papst Franziskus die Debatte über Frauen als Diakone angestoßen hatte. Dass Frauen künftig auch zum Priester geweiht werden könnten, sieht Bode skeptisch. Dadurch könne der Priestermangel nicht gelindert werden: „Dass der Priesternachwuchs unter Frauen erheblich höher wäre, glaube ich nicht.“ Bischof Bode verteidigte den Zölibat, der als ein Grund für den Priestermangel gilt: „Ich halte den Zölibat immer noch für angemessen. Er ist eine gute Möglichkeit, sich mit all seinen Kräften auf eine Sache einzulassen.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (ots)

 

 Der alltägliche Wahnsinn aus Frankfurt/M.
Aus einem Netzbrief:

 

Heute, schon in aller Frühe, haben die US-Kriegsverbrecher

wieder ganz massiv gechemtrailt. Dicke Streifen kreuz und quer.

Wenig später war der Himmel total verdunstet.

Vielleicht haben Sie es sehen können.

Und die unten beschriebenen Geschehnisse wollte ich Ihnen schon

vor Tagen schreiben:

 

Schon seit Monaten, vermehrt seit Wochen, sind in F.-Bockenheim,

vor allem auf der Leipziger Straße, massenweise die Sozialkassen

plündernde Schein-Asylanten (Wirtschafts-„Flüchtlinge“) präsent.

Auch die Super-Märkte sind voll. Voll sind auch ihre Einkaufswagen,

Es sind hellbraune, dunkelbraune, schwarzbraune jüngere Männer

(viele Islam-bärtige) und einige Kopftuch-Trägerinnen.

 

(Dieser Zustand ist auch in der Innenstadt zu sehen!)

 

Erschreckend ist, dass immer mehr dieser braunhäutigen Typen,

mit meist jungen und blonden Frauen zu sehen sind !!!

Beobachten konnte ich auch, daß (es waren blonde) Frauen den

Einkauf im Supermarkt bezahlen.

(Ich muss es sagen: In mir ballt sich Zorn und auch Haß.)

 

Auch konnte ich beobachten, dass volle Einkaufswagen, meist von

Moslem-Paaren mit vielen Kindern, an der Kasse entweder von der

Kassen-Frau einen ausgefüllten Quittungsbeleg bekamen oder sie

haben den Kassenbon eingesteckt. Beide Einkaufsbelege werden

dem Sozialamt vorgelegt.

 

Hinzu kommt, dass fast alle diese Sozial-Schmarotzer teure Klamotten

anhaben und meist auch neue Schuhe tragen. (Alles auf unsere

Kosten.)

 

Wie schon mal gesagt:

Und ich muß meine zwölf Jahre alten, ausgelatschten Laufschuhe

tragen, weil ich mir neue nicht so ohne weiteres leisten kann.

Das Summen verstummt – Lebensräume der Insekten verschwinden

(Admin: „Stirbt die Biene, stirbt der Mensch!“ Oder: „,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben“, sagte einst Albert Einstein

titelbild

Wissenschaftler warnen vor einem neuartigen Insektensterben in Deutschland. „Da fliegt nichts mehr“, sagt Josef Tumbrinck vom Naturschutzbund (Nabu).

In Nordrhein-Westfalen sei in den letzten 15 Jahren ein starker Insektenschwund beobachtet worden. Der Nabu fordert, bundesweit möglichst rasch ein dauerhaftes Insektenmonitoring aufzubauen, um einen Überblick über die Entwicklungen zu bekommen.

„Genauso wie man den Kölner Dom nicht zerstört, sollte man auch Artenverluste nicht einfach so hinnehmen“, betonte der Göttinger Agrarökologe Teja Tscharntke. Für ihn sind vor allem Eingriffe des Menschen in den Lebensraum der Tiere wie Landwirtschaft und Überdüngung schuld an dem Rückgang. „Es geht um den Erhalt der Vielfalt“, sagte er. Auch der Einsatz von Insektiziden wie Neonicotinoide hätte einen negativen Einfluss auf die Insekten.

Der Ökologe Prof. Johannes Gepp nennt als weitere Ursachen Monokulturen in der Forstwirtschaft sowie die Begradigung von Flüssen. Auch neue Nutzungsmethoden bei Wiesen spielen eine Rolle: Da Bauern heute gemähtes Heu in Folie verpacken, sterben eingeschlossene Insekten.

Ökologischer Landbau könnte eine Lösung sein

ndbaus. Dieser sollte besonders in Schutzgebieten und Pufferzonen gefördert werden, denn auf diesen Flächen dürfen keine Pestizide eingesetzt werden. Außerdem müssten Insektizide überprüft werden: Sie dürften erst zugelassen werden, wenn sicher sei, dass sie keine schädlichen Auswirkungen auf das Ökosystem haben (Weltweit nur noch zwei intakte Wälder übrig – Europas letzter Urwald bedroht (Videos)).

Insekten haben als Bestäuber von Pflanzen eine große Bedeutung. Der Leipziger Umweltforscher Josef Settele beobachtet jedoch, dass der Bestand vieler wilder Bestäuber wie Wildbienen oder Schwebfliegen stark zurückgeht. Gleichzeitig seien Insekten auch wichtige Regulatoren für Schädlinge und Nahrung für andere Tiere wie Vögel, betonte er.

Immer mehr Beweise: Neonicotinoide verursachen chronische Effekte

Der flächendeckende, vorbeugende Einsatz von Neonicotinoiden schadet Honigbienen und wildlebenden Insekten. So lautet das Ergebnis einer europaweiten Metastudie.

„Es gibt klare Beweise, dass bereits geringste Mengen Neonicotinoide solche chronischen Effekte auf Nützlinge haben können“, sagt der Berner Professor Peter Neumann. Die Studie „Academies Review insecticide harm“ der Organisation „European Academies Science Advisory Council“(EASAC) zeigt, dass sich der vorbeugende Neonicotionoid-Einsatz unter anderem in einem frühen Tod von Königinnen und einer geringeren Fortpflanzungsrate bei Wildbienen auswirkt. Der Studie zufolge sind nicht nur Honigbienen, sondern auch Motten und Schmetterlinge betroffen, die ebenfalls Pflanzen bestäuben. Auch auf insektenfressende Vögel hätten die Pestizide Auswirkungen (Tierwelt: Motten haben gelernt – Stadt-Motten vermeiden künstliche Lichtquellen).

Flächenfraß in Deutschland, Österreich und Schweiz

In Deutschland gehen durch immer neue Siedlungs- und Verkehrsflächen jeden Tag 69 Hektar an Lebensräumen verloren. In der Schweiz werden pro Tag 8 Hektar Boden versiegelt, die Siedlungsfläche hat sich dort in den letzten 25 Jahren um 24 Prozent ausgedehnt. Seit 1850 wurden 70 Prozent der Auen zerstört, im gleichen Zeitraum gingen 82 Prozent der Moore verloren. In Österreich werden jeden Tag 10 bis 12 Hektar in Bau- und Verkehrsflächen umgewandelt. 90 Prozent der Grünlandbiotope, 83 Prozent der Moore und 57 Prozent der Waldbiotope sind dort gefährdet.

Link zum Beitrag in der 3sat Mediathek.

Literatur:

Ändere die Welt!: Warum wir die kannibalische Weltordnung stürzen müssen von Jean Ziegler

Der große Landraub: Bauern des Südens wehren sich gegen Agrarinvestoren von Thomas Kruchem

Das geheime Leben der Bäume: Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt von Peter Wohlleben

Holzwunder: Die Rückkehr der Bäume in unser Leben von Erwin Thoma

Quellen: PublicDomain/3sat.de am 20.05.2016

http://www.pravda-tv.com/

Emnid: Große Koalition verliert weiter in der Wählergunst

(Admin: Ich frage mich, wer die immer noch wählt. Meinetwegen könnte es eine Null-Runde werden. Und – wir wissen, daß es keine echte Wahl gibt).

Epoch Times, Sonntag, 22. Mai 2016 13:02
Die Union büßt zur Vor­wo­che einen Pro­zent­punkt ein und kommt auf 32 Pro­zent, die SPD fällt auf 22 Pro­zent (minus 1).
Horst Seehofer (CSU), Sigmar Gabriel (SPD), Angela Merkel (CDU) und Andrea Nahles (von L nach R) am 14. April 2016 in Berlin
Horst Seehofer (CSU), Sigmar Gabriel (SPD), Angela Merkel (CDU) und Andrea Nahles (von L nach R) am 14. April 2016 in Berlin

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Die Große Ko­ali­ti­on ver­liert laut Emnid weiter in der Wäh­ler­gunst. Im Sonn­tags­trend, den das Mei­nungs­for­schungs­in­sti­tut wö­chent­lich für „Bild am Sonntag“ er­hebt, er­rei­chen CDU/CSU und SPD zu­sam­men nur noch 54 Pro­zent. Die Union büßt zur Vor­wo­che einen Pro­zent­punkt ein und kommt auf 32 Pro­zent, die SPD fällt auf 22 Pro­zent (minus 1).

Auch die Grü­nen müs­sen einen Zäh­ler ab­ge­ben, ste­hen jetzt bei 12 Pro­zent. Dritt­stärks­te Par­tei ist laut Um­fra­ge die AfD mit 13 Pro­zent. Die Linke liegt wie in der Vor­wo­che bei 9 Pro­zent, die FDP kann einen Prozent­punkt auf jetzt 6 Pro­zent zu­le­gen. Auf die sons­ti­gen Par­tei­en ent­fal­len 6 Pro­zent (plus 2).

Für den Sonn­tags­trend hat Emnid zwischen dem 13.05. und 18.05. ins­ge­samt 1.485 nach Angaben des Instituts „re­prä­sen­ta­tiv“ aus­gewähl­te Per­so­nen be­fragt. Frage: „Wel­che Par­tei wür­den Sie wäh­len, wenn am nächs­ten Sonn­tag Bun­des­tags­wah­len wären?“

(dts)

Drei Tote und elf Verletzte bei Amoklauf in Österreich

Sonntag, 22.05.2016, 14:09

Ein 27-jähriger Mann hat auf einem Konzertgelände in Österreich bei einem Amoklauf zwei Menschen erschossen und elf weitere Besucher verletzt. Anschließend tötete er sich selbst, berichtete die Polizei. Die Tat geschah am frühen Morgen.

Zwei Männer im Alter von 33 und 48 Jahren wurden von dem Amokläufer in Nenzing getötet. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Unter den elf Verletzten sind neun Österreicher, eine 49-jährige Schweizerin sowie ein 44 Jahre alter Mann aus Liechtenstein. Ein Verletzter schwebte am Sonntag noch in Lebensgefahr.

Auf dem Festgeländes eines Motorradclubs in Nenzing feierten zu der Zeit etwa 150 Personen. Gegen 3 Uhr morgens ist dann ein 27-jähriger Mann ausgerastet. Er habe scheinbar wahllos in die Menge geschossen, berichtet „ORF„.

Der Tat war vermutlich ein Streit des Mannes mit einer Frau vorausgegangen. Nach dem Streit hatte der Mann die Waffe aus seinem Auto geholt und auf die Besucher des von dem Motorradclub veranstalteten Konzerts geschossen. Die Freundin blieb dabei unverletzt.

Täter schoss mit „Langwaffe“

Im Anschluss ging Täter zurück zum Parkplatz, wo er sich selbst erschoss. Als die Notärzte am Unglücksort eintrafen, gab es bereits Wiederbelebungsversuche, berichtet „ORF“. Die Ärzte mussten demnach Steckschüsse, Streifschüsse oder Durchschüsse versorgen.

Wie die Polizei weiter berichtete, handelt es sich bei der Tatwaffe um eine „Langwaffe“. Wie viele Schüsse der Mann abgegeben hat, werde derzeit noch ermittelt. Derzeit läuft am Tatort noch die Spurensicherung.

Besucher flüchteten auf Autobahn

Auf dem Gelände spielten sich dramatische Szenen ab. Wie „Vorarlberg Online“ berichtete, flüchteten mehrere Besucher in die umliegenden Wälder und auf die Autobahn. Die Polizei suchte das Gelände ab, zeitweise mussten Autobahnabschnitte und Waldwege gesperrt werden. Konzertbesucher, die unter Schock standen, wurden von Kriseninterventionsteams betreut. Ein Hubschrauber kreiste zeitweise über dem Gelände. Zahlreiche Rettungs- und Notarztwagen waren im Einsatz.

Zum Zeitpunkt der Tat sei das Gelände nur schwach von einigen Scheinwerfern und Lagerfeuern erhellt gewesen. Anwohner hielten die Schüsse für ein Feuerwerk, wie der Lokalpolitiker berichtete. „Es sind wohl 30 bis 40 Schüsse gefallen, aber genau weiß ich das nicht“, sagte er. Er nehme an, dass es sich um eine zumindest halbautomatische Waffe gehandelt hat.

Das Konzert auf dem Gelände des Motorradclubs wird nach Angaben der Polizei jährlich veranstaltet.

http://www.focus.de/

Österreich: Hofer dankt Wählern – derzeit 50,2 Prozent für den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten

22. Mai 2016

Österreich: Hofer dankt Wählern – derzeit 50,2 Prozent für den FPÖ-Präsidentschaftskandidaten

Wien. „Danke an alle Österreicherinnen und Österreicher!“, verkündet FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer soeben via Facebook. Er weiß, daß das Kopf-an-Kopf-Rennen erst morgen nach Auszählung der Briefwahlstimmen entschieden sein wird. Nichtsdestoweniger sind Hofer und die FPÖ hoch zufrieden über das Ergebnis.

„Die aktuellste Hochrechnung (ARGE Wahlen, inkl. Prognose der Briefwahlstimmen) sieht Norbert Hofer bei 50,2 Prozent und Alexander Van der Bellen bei 49,8 Prozent“, so die österreichische „Kleine Zeitung“.

Bild: Norbert Hofer bei der heutigen Stimmabgabe in Pinkafeld, Burgenland.

http://zuerst.de/

Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther: „Die Scheu des Hirns vorm Nachdenken“

Freigeschaltet am 21.05.2016 um 07:09 durch Thorsten Schmitt
Bild: pixelio.de/Dieter Schütz

Bild: pixelio.de/Dieter Schütz
Datenspeicher hier, GPS-Navi dort: Die digitale Technik macht unser Leben effizienter und bequemer. Das Gehirn schätzt die kleinen Helferlein, sagt der Göttinger Hirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther. „Das kommt seinem Bestreben entgegen, Energie zu sparen. Aber: Bereiche, die nicht regelmäßig genutzt werden, verkümmern. Richtig eingesetzt können digitale Medien uns aber ermöglichen, die Welt kreativ zu gestalten.“

Bis zum Aufkommen bildgebender Verfahren bei der Messung von Hirnaktivität galt das Gehirn als Organ, das sich ab einem relativ frühen Punkt in der individuellen Entwicklung nicht mehr wandelt. Was denkt man heute über die Plastizität unseres Hirns?

Prof. Gerald Hüther: Man hat zwar schon in den 80er-Jahren geahnt, dass zeitlebens Vernetzungen im Gehirn umgebaut werden, konnte dies aber nur bei Tierversuchen belegen. Seitdem wir mit der Kernspintomographie funktionelle Aktivitätsmuster darstellen können, wird deutlich, dass es bis ins hohe Alter im Gehirn zu Umbauprozessen kommt. Wer beispielsweise spät das Jonglieren erlernt, hat nach einem halben Jahr im Hirn eine Vernetzung ausgebildet, die vorher nicht da war.

Unser Gehirn ist ein Energiefresser, der aber auch über einen Energiesparmodus verfügt. Welche Folgen für die Selbstorganisation unseres Denkorgans hat es, dass erstmals digitale Helferlein zur Verfügung stehen, die uns Denkprozesse abnehmen?

Prof. Hüther: Es ist offenbar ein grundsätzliches Organisationsprinzip lebender Systeme, ihre Beziehungen so zu ordnen, dass so wenig Energie wie möglich verbraucht wird. Das gilt gleichermaßen für Gemeinschaften wie für Organismen und Organe. Unser Gehirn verbraucht schon im Ruhezustand 20 Prozent der vom Körper bereitgestellten Energie. Der Wert schnellt nach oben, wenn etwas Neues erlernt wird. Mancher kann sich noch an die Erschöpfung nach den ersten Fahrstunden erinnern. Die damals notwendige Denk- und Konzentrationsleistung verbrauchte enorm viel Energie. Durch die Herausbildung von Automatismen wird dieser Aufwand verringert. So sind wir oft mit Autopilot unterwegs: beim Beurteilen anderer Menschen, beim Lesen der Zeitung, bei Alltagsaufgaben. Die Hürden sind hoch, damit das Gehirn den Energiesparmodus verlässt, der oft „innerer Schweinehund“ genannt wird. Nachdenken ist nicht die Lieblingsbeschäftigung unseres Gehirns. Kein Wunder, dass Menschen technische Geräte erfinden mit dem Ziel, eigene Anstrengungen zu verringern. Dank der digitalen Medien sind wir nun in der Lage, uns Denk- und Erinnerungsleistungen zu erleichtern. So ersparen uns satellitengestützte Navigationssysteme das Lesen von Landkarten und die Orientierung im Raum. Das ist zwar alles erlernbar, aber das wird kaum noch einer machen, wenn ein Knopfdruck reicht, um es zu umgehen. Mit dem Ergebnis, dass die erforderlichen neuronalen Vernetzungen im Hirn nicht ausgebildet werden oder – so bereits verhanden – verkümmern. Früher konnten sich auch die meisten Menschen relativ mühelos um die zehn Telefonnummern merken. Das gelingt heute kaum noch jemandem, weil die persönlichen Telefonnummern irgendwo eingespeichert sind. Die Frage ist aber, wie weit man den digitalen Geräten sein Erinnerungsvermögen überlassen kann, ohne dabei seine Identität zu verlieren. Wer sich an seine eigenen Lebensereignisse nicht erinnern kann, ohne dazu auf einem Laptop nachgucken zu müssen, ist gefährdet.

Können Jugendliche ihre Potenziale noch voll ausschöpfen, die mehr mit virtuellen Online-Wesen kommunizieren als mit realen Menschen?

Prof. Hüther: Tatsächlich brauchten wir als soziale Wesen die anderen, sonst können wir uns nicht entwickeln. Fast alles, was wir als Erwachsene können, haben wir von anderen gelernt. Deshalb sind soziale Beziehungserfahrungen so entscheidend für die Ausbildung der entsprechenden neuronalen Verschaltungsmuster. Habe ich mit ganz einfach denkenden Menschen zu tun, etwa in einer Neonazi-Gruppe, entwickeln sich auch nur einfache Verschaltungsmuster in meinem Gehirn, mit denen ich versuchen muss, die Welt zu begreifen. Das mag energiesparend sein, kann aber dazu führen, dass man sich in dieser Welt nur noch mit Gewalt zurechtfindet. Komplexe Beziehungserfahrungen kann man aber nur in Begegnungen mit Menschen machen, die nicht alle gleich, sondern möglichst unterschiedlich sind. Dabei ist nicht Häufigkeit der Kontakte entscheidend, sondern Intensität des Austausches – und das geht über digitale Medien nicht.

Also ist die Kommunikation über sogenannte soziale Medien, in denen der Widerpart oft nur Objekt ist, keine vollwertige Kommunikation?

Prof. Hüther: Damit sich zwei Menschen als Subjekte begegnen können, reicht es nicht, dass sie Worte austauschen. Zu einer Begegnung gehört, dass man Gestik und Mimik sehen kann. Wer lediglich auf Worte reduziert kommuniziert, kann auch nur noch einfachere Beziehungen pflegen. Wir haben eine entsprechende Entwicklung derzeit in Japan. Dort wird mit großer Sorge verfolgt, dass viele junge Menschen nicht mehr in der Lage sind, realen Sex miteinander zu haben. Die kennen Sex nur als virtuelles Erlebnis der Selbstbefriedigung vor dem Bildschirm. Reale Partner, die Geruch aufweisen, die sich bewegen, die sich nicht abschalten lassen, sind diesen Menschen zu komplex. Ihnen fehlen die Vernetzungen, die sie nur ausgebildet hätten in der Erfahrung körperlicher Begegnungen mit einem Partner.

Um bei der Affektregulation in Japan zu bleiben: Vor einigen Jahren ging eine Meldung über den Ticker, nach der ein Paar sein eigenes Kind verhungern ließ, weil es lieber ein virtuelles großzog. Verlieren wir die Fähigkeiten zur Lösung zwischenmenschlicher Probleme?

Prof. Hüther: Diese Beispiele zeigen nicht, wo wir mal als Menschheit landen werden. Aber sie zeigen, was alles menschenmöglich ist. So sind in Korea junge Männer vor ihren Bildschirmen verdurstet, weil sie so in ihren Spielen gefangen waren, dass sie das Trinken vergaßen.

Wird eine Generation, die mit GPS-Handys und selbstfahrenden Autos groß wird, die Fähigkeit, sich zu orientieren, gar nicht erst entwickeln?

Prof. Hüther: Nur in dem Ausmaß, in dem sie es brauchen. Wozu sollen sie die Fähigkeit entwickeln, sich im Wald zu orientieren, wenn sie ohnehin nie im Wald sind? Also fehlen ihnen diese Strukturen, die ihnen die Fähigkeit erst verleihen würden.

Der Mensch hat etwa so viele Gene wie ein Fadenwurm. Man greift also zu kurz, wenn man die Komplexität unseres Denkens auf Gene zurückführen will. Fallen wir auf Fadenwurm-Niveau zurück, wenn wir uns lieber auf digitale Helfer verlassen, statt selbst mit Begeisterung zu denken?

Prof. Hüther: Tatsächlich ist fast alles, was wir können, nicht durch evolutionäre biologische Entwicklung zustande gekommen, sondern ist Kultur. So gut wie alles ist kulturell geformt und muss deshalb von menschlichen Gemeinschaften überliefert werden. Geschieht dies nicht, ist es weg. Je mehr Tätigkeiten wir uns von Robotern und Maschinen abnehmen lassen, desto weniger entwickelt unser Gehirn die dazu erforderlichen Nervenzellverschaltungen, die uns zu diesen Tätigkeiten befähigen. Um nicht in eine Generalkritik an den digitalen Medien zu fallen, gilt es zu fragen: Welche Chance bietet der Einsatz digitaler Medien? Bereits die Entwicklung von Maschinen, die uns kräftezehrende Arbeit abnahmen, war von Ängsten begleitet, erinnert man sich etwa an die Weberaufstände. Digitale Maschinen können uns nun geistige Arbeit abnehmen. Allerdings auch nur solche, die wenig anspruchsvoll ist, denn sie muss in Algorithmen verschlüsselbar sein. Also Routinearbeit, die nicht das berührt, was den Menschen eigentlich auszeichnet. Wir besitzen Kreativität und Intentionalität. Beides fehlt den Maschinen. Wir sind diejenigen, die etwas wollen können. Und wir sind diejenigen, die sich etwas ausdenken können, um unser Wollen umzusetzen. Wenn uns also die Maschinen die eintönige Arbeit abnehmen, werden wir auf das zurückgeworfen, was uns auszeichnet. Und so könnten wir endlich begreifen, was uns als Menschen eigentlich ausmacht. Und das ist nicht die Befähigung zum Schachweltmeister oder zum Gedächtnisakrobaten in TV-Shows, sondern das ist unsere Gabe, unsere geistigen Kräfte auf ein Ziel auszurichten. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Menschen können wir nur im Zusammenspiel mit anderen entwickeln, also in Co-Kreativität.

Können die Individuen Co-Kreativität entwickeln, die sich an den Energiesparmodus vor dem Fernseher und dem Computer gewöhnt haben?

Prof. Hüther: Da das Gehirn zeitlebens formbar ist, kann man vieles reaktivieren, was anfangs verpasst wurde. Aber damit man es wollen kann, muss man es erst begreifen. Hier liegt der Schlüssel. Die digitalen Medien mit all den Defiziten, die sie auf den Ebenen der sozialen und individuellen Kompetenz produzieren, führen inzwischen automatisch dazu, dass wir uns fragen müssen, was uns als Menschen eigentlich ausmacht. Erst dieses Begreifen setzt uns in den Stand, es zu bewahren und an unsere Kinder weiterzugeben. Die Einführung der digitalen Medien zwingt uns also in einen Erkenntnisprozess, der dazu führen wird, dass auch unsere Bildungssysteme sich auf zwei Dinge fokussieren: Erstens den Kindern zu helfen, die Lust am Lernen, also die Intentionalität am Entdecken und Gestalten, niemals zu verlieren. Und zweitens, dass sie von Anfang an lernen, in co-kreativen Prozessen ihre Welt zu gestalten. Das ist ein wesentlich optimistischerer Ausblick als die Forderung, auf digitale Medien zu verzichten. Ein Verzicht würde uns ja dann auch die-sen Erkenntnisgewinn vorenthalten. Menschen, die bis zu diesem Punkt gekommen sind, wissen dann auch, wie sie digitale Medien einsetzen können, nämlich als Werkzeuge, um ihre Welt zu gestalten. Bisher werden diese Medien von Jugendlichen aber vornehmlich als Instrumente zur Affektregulierung eingesetzt. Weil ihnen langweilig ist, weil sie Frust haben, weil sie einsam sind, weil sie ihre sexuellen Bedürfnisse befriedigen wollen. Das Ergebnis dieser missbräuchlichen Nutzung dieser Medien ist, dass sie ihre eigenen Fähigkeiten zur Regulation ihrer Affekte nicht ausbilden können. In diesem naiven, unwissenden Umgang mit diesen Medien steckt die Gefahr. Wir Menschen sollten wissen, was wir da eigentlich tun.

Quelle: Das Interview führte Joachim Zießler – Landeszeitung Lüneburg (ots)

http://www.extremnews.com/

Ö-Wahl: EU-Präsident Juncker warnt vor „Rechtspopulist“ Hofer

Epoch Times, Sonntag, 22. Mai 2016 11:58
EU-Präsident Juncker hat Österreichs Wähler nochmals vor dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer gewarnt: Mit ihm sei weder Debatte noch Dialog möglich.
Betont, dass er die FPÖ "nicht mag": EU-Kommissionspräsident Juncker.
Betont, dass er die FPÖ „nicht mag“: EU-Kommissionspräsident Juncker.Foto: JOHN THYS/AFP/Getty Images

Mit Blick auf einen möglichen Sieg der FPÖ sehe er sich gezwungen zu sagen, „dass ich sie nicht mag“, so EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Zeitung „Le Monde“. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten berichteten.

„Mit Rechtspopulisten kein Dialog möglich“
„Die Österreicher hören das nicht gern, aber das ist mir egal. Mit den Rechtspopulisten ist weder eine Debatte noch ein Dialog möglich“, so Juncker. Heute ist Stichwahl zum Bundespräsidenten in Österreich. Der FPÖ-Mann Norbert Hofer oder der Grüne Alexander van der Bellen stehen zur Wahl.

Juncker und sein Kollege Martin Schulz hatten schon vor Wochen ähnliche Warnungen an die Österreicher ausgesprochen.

„Wenn die extremistische Rechte die Wahlen in Österreich und in Europagewinnt, wird dies Europas Charakter ändern. Die große Mehrheit der Menschen in Europa will diesen Wandel nicht“, hatte Martin Schulz in einer italienischen Talkshow erklärt.

In der ersten Runde hatte Hofer 35 Prozent der Stimmen erhalten, Van der Bellen 21,3 Prozent. Die drittplatzierte Irmgard Griss sprach sich für Van der Bellen aus, weshalb ein Kopf-an-Kopf-Rennen zu erwarten ist.

(rf)