Kreativität & Autonomie – Prof. Dr. Manfred Spitzer

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Götz Wittneben im Gespräch mit dem Gehirnforscher Prof. Manfred Spitzer. Unsere Gesellschaft liebt es kompliziert und teuer, wenn es um die Lösung von Problemen geht. Dabei bedarf es in der Regel nur ganz einfacher Grundbedingungen, um komplexe Prozesse wie Kreativität zu unterstützen. Der ärztliche Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Ulm und Gehirnforscher Manfred Spitzer hält in diesem Gespräch ein Plädoyer für Naturerlebnis und Räume für’s Selber-Machen. Spitzer zeigt anhand von Studien auf, dass sich Stress und Kreativität umgekehrt proportional zueinander verhalten, also je höher der Stress, desto geringer die Kreativität. Lebendiges Grün in Form von Pflanzen allein, sei es nun der Blick ins Grüne oder der Anblick von Zimmerpflanzen, vermindert bei Menschen den Stress deutlich und erhöht nicht nur die Fähigkeit zur Kreativität, sondern fördert beispielsweise auch den Heilungsprozess bei Menschen.

Als ausgewiesener Gegner der digitalen Euphorie – eines seiner jüngsten Bücher trägt den Titel „Cyberkrank“ – rät Spitzer Eltern: „Die Kinder müssen raus! Nicht nur ritualisiert am Sonntag, sondern so oft wie es geht!“ Die Natur in ihrer Komplexität biete für jedes Kind genügend Anreize auf den unterschiedlichsten Niveaus der Entwicklung, hier seien Dinge im wahrsten Sinne des Wortes zu „be-greifen“. Um sein Leben als Erwachsener wirklich selbstverantwortlich und autonom gestalten zu können, bedürfe es vieler tausend Situationen, in der ein Kind etwas wirklich ‚selbst‘ (griechisch: „autós“) gemacht hat. An diese Erfahrung kann es als Erwachsener immer wieder anknüpfen und seine Gaben und Fähigkeiten stetig weiter entwickeln. Darüber hinaus hält Spitzer Unterrichtsfächer wie Sport, Musik, Theater und Kunst/Werken für die wichtigsten Fächer zur Entwicklung von Kreativität und Autonomie – ausgerechnet aber diese werden in den heutigen Schulen weiter reduziert

Linke Gewalt wird notorisch verharmlost – die politisch motivierte Kriminalität ist höher als bei den Rechten

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Die Verharmlosung politisch links motivierter Gewalttaten erfolgt in der öffentlichen Debatte zumeist auf zwei Ebenen. Zum einen wird in vielen Berichten und Kommentaren vornehmlich auf Straftaten hingewiesen, die auf der rechten Seite deutlich höher als auf der linken ausfallen.Der Hinweis, dass bei den rechten Straftaten sogenannte Propagandadelikte mehr als die Hälfte der Straftaten ausmachen, während es auf der linken Seite keinen Straftatbestand des Propagandadelikts gibt [das Verbreiten von Propagandamitteln und das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen], unterbleibt zumeist. Linke Demonstranten können zum Beispiel ungestraft Bilder der Massenmörder Lenin, Stalin und Mao zeigen und diese auch noch lobpreisen.

Zum anderen wird immer argumentiert, linke Gewalttaten seien harmloser als rechte. Kürzlich behauptete der BKA-Präsident Holger Münch auf einer Tagung zum Vergleich von Extremismen, die Zahl der Körperverletzungen sei unter rechten Gewalttaten höher als unter linken. Dem habe ich vor Ort widersprochen, ohne dass es zu einer Korrektur kam. Weit verbreitet in den…

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Karin Furtmeier, Regina Sadika Schuster – Pflanzenkraft für die 7 Chakren

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Pflanzenkraft für die 7 ChakrenDas erste Praxisbuch: mit Pflanzenkraft mehr Energie!

Heilung und Selbsterkenntnis mit dem Wissen der Natur: Dieses Praxisbuch vermittelt die einzigartige Kombination aus ganzheitlicher Pflanzenheilkunde und der Chakrenlehre in der Tradition des Yoga. Die Anwendungen – von Tinkturen, Tees und Räucherungen bis zu Meditationen, Atem- und Yogaübungen – bringen Körper und Seele in Balance, entspannen und stabilisieren.

  •  Sieben Energiezentren (Chakren) des Körpers und ihre Bedeutung
  •  Zu jedem Chakra: die speziell darauf wirkenden Pflanzen im Porträt, natürliche Heilmittel und Anwendungen im Detail
  •  Herstellungstipps für die Anwendungen und die wichtigsten Chakra-Pflanzen im Überblick
  •  Häufige Beschwerden und die Pflanzen, die heilend wirken


Beispiel:
Auf das Wurzel-Chakra wirken z.B. Anwendungen aus Rosmarin, Kastanie oder Steinklee. Das Sakral-Chakra wird mit Rezepturen aus Frauenmantel, Liebstöckel und Ringelblume wieder ins Gleichgewicht gebracht.

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Ermächtigungsgesetz in der Türkei – und die Kanzlerin schweigt

Peter Orzechowski

Historische Daten haben oft ihre eigene Dynamik. Am 23. Mai 1949 tritt das Grundgesetz in Kraft und gibt der Bundesrepublik Deutschland eine der demokratischsten Verfassungen der Welt. 67 Jahre später, am gleichen Tag, trifft sich die deutsche Kanzlerin mit einem Staatsoberhaupt, das sich soeben per Ermächtigungsgesetz zum Diktator geputscht hat – 83 Jahre, nachdem ein deutscher Reichskanzler auf ähnliche Weise die absolute Macht in Deutschland an sich gerissen hatte.

 

Wo bleibt der Aufschrei der medialen Nazi-Jäger, die hinter jeder pro-deutschen Bemerkung nationalsozialistische Verschwörung sehen, über die soeben vollzogene nationalistische Diktatur in der Türkei? Warum schlägt niemand Alarm, wenn in einem Land, das zur NATO gehört und in die EU will, das Parlament einem Ermächtigungsgesetz zustimmt, das eindeutige Parallelen zu seinem deutschen Vorbild von 1933 aufweist?

Das türkische Parlament hat vor wenigen Tagen mit der erforderlichen Zweidrittelmehrheit für die Aufhebung der Immunität von mehr als einem Viertel der Abgeordneten gestimmt. Gegen sie werden Verfahren wegen Korruption und anderer angeblicher Vergehen eingeleitet. Was bedeutet das? Werden diese 138 Abgeordneten verurteilt, dann müssen sie ihren Sitz im Parlament räumen. Es blieben noch 412 Mandatsträger übrig. Davon wären dann 290 der AKP zugehörig. Bisher lag die Zweidrittelmehrheit bei 367, dann läge sie bei 275. Die AKP könnte also die Verfassung nach Belieben ändern und Erdoğans Machtbefugnisse diktatorisch ausbauen.

Im Übrigen sieht die türkische Verfassung vor, dass in den Wahlkreisen ausgeschiedener Abgeordneter Nachwahlen stattfinden müssen. Die AKP würde etliche dieser 138 Mandate – davon 50 kurdische – mit großer Wahrscheinlichkeit gewinnen, da bis dahin vermutlich auch die kurdische Partei HDP verboten werden würde.

So war es ja auch beim deutschen Vorbild: Zwei Monate nach dem Ermächtigungsgesetz (24. März 1933) wurde die SPD verboten. Andere Parteien kamen dem Verbot zuvor und lösten sich unter dem Druck der Nationalsozialisten selbst auf. Im Juli 1933 gab es in Deutschland nur noch eine Partei, die NSDAP.

Ausgerechnet am Tag des Grundgesetzes hat die Kanzlerin also die historische Parallele verdrängt, die sich jedem Deutschen aufzwingt, der das Schulsystem in Ost oder West durchlaufen hatte. Mehr noch: Sie hat Erdoğans Putsch durch ihr einstündiges Gespräch mit ihm am Rande des UN-Gipfels in Istanbul quasi legitimiert.

Wir erinnern uns alle aus dem Schulunterricht: Die Abgeordneten der NSDAP und insgesamt sieben weiterer Parteien hatten am 23. März 1933 das »Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich« mit 444 Stimmen angenommen. 26 Abgeordnete der SPD waren bereits verhaftet oder geflohen und konnten nicht an der Abstimmung teilnehmen.

Bitte hier weiterlesen:

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Fall Niklas: Behördlicher Eiertanz um ehtnischen Hintergrund des Täters

Epoch Times, Dienstag, 24. Mai 2016 20:08
Die Herkunft des mutmaßlichen Täters wurde als „in Italien geboren“ umschrieben. Damit sollte offenbar der ethnische Hintergrund des Totschlägers verborgen werden.
Foto: Screenshot/Youtube
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Der 17-Jährige war in der Nacht zum 7. Mai nach einem Streit mit einer Jugendgruppe und anschließender Prügelattacke gestorben. Der polizeibekannte mutmaßliche Täter Walid S. (20), sitzt derzeit in Untersuchungshaft, berichtet der „Kölner Express“ nach DPA-Angaben.

Walid S. schlug den Jugendlichen mit einem Schlag an die Schläfe zu Boden. Dessen Freunde versuchten gerade sich um den Jungen zu kümmern, als der Täter noch einmal hinzukam und dem regungslos am Boden liegenden mit voller Wucht gegen den Kopf trat. Nach zwei weiteren Tatbeteiligten wird noch gesucht.

Die Herkunft des mutmaßlichen Täters wurde als „in Italien geboren“ umschrieben. Damit sollte offenbar der ethnische Hintergrund des Totschlägers verborgen werden.

Nachdem erst nur von Männern und einer Gruppe junger Männer gesprochen wurde, kam ein zögerlicher Hinweis auf Italien, doch offenbar nur, um die eigentliche Herkunft des Täters weiterhin zu verschweigen, obwohl der Name „Walid“ kein typisch italienischer ist und sich deutlich von Namen wie Giuseppe, Alfredo oder Marco unterscheidet.

Später, und nur auf vorsichtige Nachfrage von Journalisten, wurde der schwammige Zusatz „es gebe einen zusätzlichen Immigrationshintergrund“ preisgegeben. Doch die Gesichter der Beamten sprechen Bände.

Polizei und Presse gaben sich betont zurückhaltend, nicht auszumalen, wie groß die Schlagzeilen gewesen wären, wenn es sich beim Täter um einen rechts verorteten Täter gehandelt hätte, der einen Flüchtling angegriffen hätte.

Letztendlich wurde bekannt, dass Walid S. einen marokkanischen Hintergrund hat, wie die „Bild“ schreibt. Ein solches Katz-und-Maus-Spiel deckt und ermutigt letztendlich entsprechende Täterkreise und ist geradezu integrationsfeindlich. Dadurch werden sogar jene gut integrierten Ausländer diffamiert, die hier in der Gesellschaft gut und erfolgreich angekommen sind.

Dekan Dr. Wolfgang Picken leitete den bewegenden Gottesdienst am vergangenen Samstag, als der zu Tode geschlagene 17-jährige Niklas P. von Hunderten Menschen begleitet in einem weißen Sarg zu Grabe getragen wurde.

Am Dienstag zeigte sich Picken überrascht, dass es keine Stellungnahme der rot-grünen Landesregierung um Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) gegeben hatte. „Meine Sorge ist es, dass das Ganze politisch unter den Tisch fällt“, so der Dekan, der die Verantwortung für die innere Sicherheit nicht bei der Stadt Bonn, sondern bei der Landespolitik sieht.

Dekan Picken sagte: „Wenn wir Konsequenzen wollen, brauchen wir den politischen Willen und auch die finanziellen Mittel aus Düsseldorf, beispielsweise für Präventionsmaßnahmen in Schulen.“

Wie der „Bonner Generalanzeiger“ heute schreibt, zeigten sich Eltern der nahe dem Tatort gelegenen Paul-Klee-Grundschule und des Clara-Fey-Gymnasiums verwundert darüber, „dass mit ihren Kindern bislang kaum bis gar nicht über den Tod von Niklas P. gesprochen worden sei. Beide Schulen lägen in Tatortnähe. Die Kinder kämen daher häufig an der Gedenkstätte für Niklas P. vorbei und seien besonders von der Situation betroffen“, so das Blatt.

Die Schulleiterin der Grundschule, Petra Römer, gab an, dass der Tod von Niklas P. sehr wohl ein Thema im Schulalltag sei und die Kinder im Rahmen einer wöchentlichen Kinderkonferenz darüber sprechen könnten. Die Schule wolle die Kinder aber „lieber stark machen“ anstatt „ihre Ängste zu schüren“, so Römer.

Joachim Meurer vom Gymnasium erzählte, dass das Thema bei der Schulpflegschaftssitzung ausführlich diskutiert worden sei und in den Fächern Religion, Politik und Sozialwissenschaften von den Lehrern aufgegriffen wurde.

Erinnerungen an Jonny K.

Zur Trauerfeier am Samstag kam auch Tina K., die Schwester von Jonny K. 2012 kam der 17-Jährige mit sechs jungen Männern mit Migrationshintergrund am Berliner Alexanderplatz in Streit und wurde von einem türkischen Ex-Boxer zu Boden geschlagen und dort weiter gegen den Kopf getreten. Der Jugendliche starb später an den Verletzungen.

„Als ich an die vielen Parallelen der beiden Fälle dachte, an das Leid der Familie, war plötzlich alles wieder da“, sagte Tina K. der „Bild„. Tina K. engagiert sich seit dem Tod ihres kleinen Bruders gegen Gewalt („I Am Jonny„). Doch in solchen Momenten verzweifelt sie: „Wenn Du die leeren Augen der Mutter siehst, dann denkst Du, alles, was Du getan hast, war nutzlos“, sagte die junge Frau.

Die katholische Gemeinde Bad Godesberg wird die Route des Fronleichnam-Umzugs am 26. Mai ändern und am Tatort vorbeiführen. (sm)

http://www.epochtimes.de/

Wundersame Stimmenvermehrung: Hinweise auf Wahl-Manipulationen zugunsten Van der Bellens verdichten sich

Ob "Hilfe beim Kreuzerlmachen" in Altersheimen oder ein zweites Kreuzerl zum Ungültigmachen einer Stimme: Wahlzettel können manipuliert werden. Foto: flickr.com - Dennis Skley - CC BY-ND 2.0

Ob „Hilfe beim Kreuzerlmachen“ in Altersheimen oder ein zweites Kreuzerl zum Ungültigmachen einer Stimme: Wahlzettel können manipuliert werden.
Foto: flickr.com – Dennis Skley – CC BY-ND 2.0
24. Mai 2016 – 16:54

Die Indizien, dass es beim überraschenden Wahl-Sieg Alexander Van der Bellens am Sonntag Manipulationen gegeben haben könnte, mehren sich. So zeigt etwa die Aufstellung des „Sondersprengels“ einer „fliegenden Wahlkommission“ 3.518 Wahlberechtigte, aber 21.060 abgegebene Stimmen, davon 14.533 für den Grün-Kandidaten. Wie es zu einer Steigerung der abgegebenen Stimmen von knapp 600 Prozent gegenüber den Wahlberechtigten kommen kann, wird in der Tabelle der Stadt Linz nicht erklärt. Angeblich sollen diesem Sprengel, in dem bettlägrige Menschen, zu denen eine mobile Wahlkommission kommt, zusammengefasst werden, auch alle anderen Briefwahlstimmen der Stadt zugeschlagen werden.

146,9 Prozent Wahlbeteiligung in Waidhofen an der Ybbs

In Waidhofen an der Ybbs im Mostviertel wiederum finden sich in der Wahl-Auswertung des Innenministeriums (BMI) glatt 146,9 Prozent Wahlbeteiligung.Gegenüber der Kronen Zeitung betonte man seitens des BMI, es handle sich um einen „Eingabefehler“, der ehestmöglich korrigiert werde.

Ungültige Stimmen vermehrten sich um unglaubliche 78 Prozent

Eine ungewöhnliche Vermehrung zeigt sich auch bei den ungültigen Stimmen: Obwohl die Wahlzettel, bei denen es statt fünf Kandidaten, wie im ersten Wahl-Durchgang, diesmal nur zwei leicht zu unterscheidende Kandidaten gegeben hatte, steigerte sich die Zahl der ungültigen um enorme 78 Prozent. In Zahlen heißt das, von 92.655 im ersten auf 165.212 im zweiten Durchgang. Die Differenz, nämlich 72.557, hätte schon zur Hälfte gereicht, um Hofer gewinnen zu lassen – er verlor mit 31.026 Stimmen, die sein Gegner erst am Montag aus den Briefwahlkarten erhielt. Hier wird als Erklärung angeboten, dass viele Briefwähler ihre Stimme zu früh abgeschickt hätten, weil dies er nach der amtlichen Verlautbarung des Endergebnisses aus dem ersten Durchgang zulässig war.

Noch nie so viele Briefwähler – und erst die verhalfen VdB zum Sieg

Wobei wir beim nächsten „Phänomen“ sind: Noch nie gab es bei einer Wahl in Österreich dermaßen viele Briefwähler, nämlich exakt 746.110, von denen sich nach der Auszählung – ganz gegen den sonstigen Trend – 61,7 Prozent für Van der Bellen entschieden hatten, was dem Grünen, der Sonntagabend noch mit mehr als 144.000 Stimmen hinten lag, letztlich noch ganz knapp den Sieg brachte. Alles unter 60 Prozent hätte nämlich seinen Gegner Hofer in die Hofburg gebracht – eine zumindest irritierende Optik.

Zahlen-Differenzen zwischen Innenministerium und ORF

FPÖ-Parteichef HC Strache hatte bereits am Sonntagnachmittag eine seltsame Differenz zwischen den von BMI und den vom ORF verlautbarten Wahlergebnissen beklagt. Generalsekretär Herbert Kickl hatte angesichts der vielen Briefwähler „besondere Vorsicht“ eingemahnt, da „bei der Breifwahl immer wieder Ungereimtheiten auftreten“. Tatsächlich kann es selbst aufmerksamen Wahlbeobachtern entgehen, wenn bei der Auszählung auf gültigen Zetteln schnell ein zweites Kreuzerl dazugemacht wird – und schon ist die Stimme ungültig.

Unruhe in sozialen Medien – FPÖ behält sich Wahlanfechtung vor

Auch in den sozialen Medien mehren sich die Hinweise auf potentielle Manipulationen. Knapp 70 Prozent derkrone.at-Leser beantworteten dementsprechend die Frage, ob Gerüchte über Wahl-Manipulationen übertrieben seien, mit Nein.

Ob man die Wahl anfechten werde, wollten Strache und Hofer noch prüfen, wie sie am Dienstagnachmittag verlauteten. Generell betrachte man die FPÖ aber als „so stark wie nie zuvor“. Was angesichts des Wahlergebnisses keineswegs übertrieben erscheint – eine Partei, die FPÖ, hat nahezu 50 Prozent, während sich vier die anderen im Parlament vertretenen Parteien die restlichen fünfzig Prozent aufteilen müssen.

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Völkerwanderung: Die Gemeinden werden in den Ruin getrieben

Sommerurlaub in der Schweiz

Bildquelle: alpenjoy.de

Bundesbern bereitet sich auf neue Wellen der Masseneinwanderung vor. Via Asylrecht sollen künftig Liegenschaften zwecks Migranten-Unterbringung enteignet werden können. Was damit den Gemeinden blüht, kommt im Gespräch mit der Sozialvorsteherin im aargauischen Aarburg zum Ausdruck.

Gespräch mit Martina Bircher, Sozialvorsteherin in Aarburg AG

«Schweizerzeit»: Frau Bircher, Ihrer Gemeinde, Aarburg, wurden viele Eritreer als Flüchtlinge oder vorläufig Aufgenommene zugeteilt. Schweiz-weit leben offenbar 91 Prozent aller Eritreer von Sozialhilfe. Wie sieht das in Ihrer Gemeinde aus?

Martina Bircher: In Aarburg wohnen 160 Migranten aus Eritrea. Sie besitzen alle eine Aufenthaltsbewilligung und haben damit innerhalb des Kantons Aargau freie Wohnungswahl. Von den 160 sind rund sechzig Kinder oder Jugendliche. Die Eritreer leben zu knapp neunzig Prozent von Sozialhilfe. Etwa zehn gehen einer Arbeit nach. Daneben gibt es auch noch Menschen aus Afghanistan, Sri Lanka, Irak usw., welche ebenfalls über die Asylschiene bei uns wohnhaft sind.

Kosten

Wer bezahlt die Sozialhilfe?

Rund ein Drittel der Kosten hat – für die seit mehr als fünf oder sieben Jahren in Aarburg wohnhaften Ex-Asylbewerber – die Gemeinde zu tragen. Zwei Drittel leisten derzeit Bund und Kanton für diejenigen, die erst seit Kurzem hier sind. Aus meiner Sicht zeichnen sich zum heutigen Budget Mehrkosten von bis zu 3 Millionen Franken ab. Kommen – durch Geburten oder Familiennachzug – noch weitere Kinder dazu, dürften sich die Kosten markant erhöhen.

Ohne Finanzausgleich wäre Aarburg heute zahlungsunfähig. Wir erreichen jährliche Steuereinnahmen von 17 Millionen. Davon beansprucht die Soziale Wohlfahrt fast zwölf Millionen. Auch die von oben angeordnete Betreuungs-Bürokratie wächst kontinuierlich. Diese Kostenentwicklung können wir nicht beeinflussen. Die laufenden Zuzüge von (vorläufig) anerkannten Flüchtlingen lassen sämtliche Sparprogramme der Gemeinde zu Makulatur verkommen.

Integration

Entfaltet Aarburg auch Integrations-Anstrengungen?

Wir veranstalten Deutsch-Kurse noch und noch. Und müssen «Kulturvermittler» einsetzen, die Einwanderern das Schweizer Alltagsleben verständlich machen – beginnend damit, dass hierzulande die Notdurft nicht im Freien verrichtet wird. Ganz elementare Dinge sind mühsam, Schritt für Schritt durchzusetzen.

Wir sind mit einer Kostenbeteiligung von 50 Prozent am Bundesprogramm «Projet urbain» beteiligt, das Fr. 670000.– kostet. Betreuer motivieren Migranten zur Kontaktpflege, zur Gartenpflege. Sprach-Treffs werden organisiert, ein Café für Begegnungen eingerichtet, Quartier-Arbeit, gipfelnd in einem Quartier-Fest. Es gibt Muki-Kurse (für Mutter und Kind), nicht zum Turnen, vielmehr als Deutsch-Kurse. Spiel- und Zeichenkurse werden erteilt. Die Caritas bemüht sich zusätzlich um «angewandte Willkommenskultur» mit Veranstaltungen wie «Grüezi Eritrea» usw.

Was all dies bewirkt, ist schwer zu beurteilen. Viele Migranten bekunden grosse Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache. Selbst fünfjähriger Kursbesuch endet oft erfolglos. Wer selber Integrationswillen entfaltet, lernt die deutsche Sprache durchaus. Angesichts der vielen Analphabeten sind viele Anstrengungen aber wirkungslos. Kursbesuch kann oft nur durchgesetzt werden, wenn Nicht-Teilnahme spürbare Leistungskürzungen auslöst.

Ein Teil der Migranten ist integrationsbereit. Diesen gelingt meist auch der Eintritt in ein geregeltes Berufsleben. Viele aber finden aufgrund ihrer schlechten Qualifikationen keine Arbeitsstelle. Und ein weiterer Teil richtet sich mit der Sozialhilfe ein – wohl für Jahrzehnte. Diese sehen nicht ein, weshalb sie sich um Integration bemühen sollten. Sie wissen, was ihnen zusteht. Und davon leben sie gut.

Bezüglich Kriminalität ist anzuerkennen, dass Delikte, wie sie vor Jahren während des Arabischen Frühlings häufig vorgekommen sind, seltener verübt werden. Aber Kleinkriminalität – Gelegenheitsdiebstahl, Drogenmissbrauch und Drogenhandel – findet statt.

Und die häusliche Gewalt nimmt bedenklich zu – oft aus dem Familiennachzug resultierend: Wenn nachgeholten Frauen aufgeht, dass sie hier in der Schweiz mehr Rechte haben als in ihrem Herkunftsland, reagieren ihre Männer mit Gewalt.

Man muss sich einfach bewusst sein: Asylbewerber kommen oft ohne jede Bildung, ohne jedes Verständnis für die westliche Kultur hierher. Mit Ausnahme von Syrern. Unter ihnen finden sich Lehrer, Ärzte, Personen aus anspruchsvollen Berufen. Ansonsten ist bei den Asylbewerbern das Bildungsniveau generell tief. In ihrem Herkunftsland besassen sie wenig. Sie lebten von der Hand in den Mund. Hier werden ihnen monatlich tausend Franken ausgehändigt – wie im Märchen. Eigene Anstrengungen zu entwickeln, scheint oft überflüssig. Das Leben zu leben, das ihnen die hiesige Sozialhilfe ermöglicht, genügt ihnen.

Leistungen von Kanton und Bund

Was tut der Kanton für die Integration?

Da gibt es z.B. das kantonale Integrationsprogramm (KIP). Es verbreitet Informationen via Homepage oder Flyern in dreizehn Sprachen. Der Aktivismus der Integrationsfunktionäre ist bemerkenswert. Erfolgsmessung findet aber keine statt. In Zeiten der Masseneinwanderung ist nichts von Dauer.

Die Skos entfaltet wirksamere Aktivitäten: So den Gastro-Kurs (ein Jahr Schule mit Praktika), eine Schnellbleiche als Voraussetzung für eine Anlehre im Gastgewerbe. Es kommen für solche Kurse – Jahreskosten pro Teilnehmer: Fr. 26000.– – aber nur wenige infrage. Über sechzig Prozent sind damit überfordert. Zumeist scheitert die Teilnahme an mangelnden Sprachkenntnissen.

Und was tut der Bund?

Der Bund bezahlt eine Integrationspauschale von 6000 Franken – angesichts der tatsächlichen Kosten eine lächerliche Summe. Der Bund hat keine Ahnung, was für Probleme Gemeinden – auch solche mit beschränkten Finanzmitteln – zu bewältigen haben, denen er Massenzuweisungen zumutet. Ich schätze, dass pro Person Integrationskosten von rund Fr. 100000.– anfallen – bei fehlender Erfolgsgarantie notabene.

Viele Gemeinden haben auch «Vernetzerinnen» angestellt. Diese organisieren die «Willkommenskultur». Dazu finden Willkommensbesuche statt. Pro Besuch fallen Gesamtkosten von rund tausend Franken an. Solche «Betreuung» geschieht keineswegs auf freiwilliger Basis. Oft melden sich dafür Migrantinnen früherer Jahre, denen der nicht kleinlich bemessene Nebenverdienst willkommen ist. Nach der Wirkung ihres Tuns fragt niemand.

Eigentlich bräuchte jeder einzelne Asylbewerber einen persönlichen Götti, wenn man weiterkommen wollte. Das ist unbezahlbar – und angesichts der Massenzuwanderung unmöglich. Wir haben uns darauf einzustellen: Wer kommt und passiv bleibt, bezieht für durchschnittlich vierzig Jahre von der Gemeinde Sozialhilfe. Dann muss die AHV übernehmen – meist zusammen mit Ergänzungsleistungen. AHV-Prämien bezahlen die Sozialhilfe-Empfänger nie. Diese werden der Sozialhilfe belastet. Wenn Zehntausende so in die AHV rutschen, wird der totale Zusammenbruch der Schweizer Altersvorsorge unausweichlich.

Familiennachzug

Wer als Flüchtling anerkannt wird oder vorläufig Aufnahme zugesichert erhält, kann Familiennachzug beantragen. Wie wirkt sich diese Regelung auf Aarburg aus?

Vorläufig Aufgenommene können nach fünf Jahren Anwesenheit Familiennachzug verlangen, anerkannte Flüchtlinge sofort nach Erhalt ihrer Bewilligung. Die Wirkung ist spürbar: Wurde zuvor einer einzigen Person Sozialhilfe geleistet, dann hat die Sozialhilfe als Folge des Familiennachzugs einfach für fünf bis sieben Personen aufzukommen. Die Leistungen werden zusätzlich verteuert, sobald per Familiennachzug schulpflichtige Kinder in die Schweiz kommen. Die Kostenexplosion ist durch nichts aufzuhalten.

Wird eigentlich überprüft, ob all die, die via Familiennachzug in die Schweiz kommen, tatsächlich zur Familie dessen gehören, der den Familiennachzug verlangt hat?

Gemäss geltendem Recht heisst Familiennachzug: Ehepartner und Kinder des hier Aufgenommenen dürfen kommen. Die Verwandtschaft muss mindestens glaubhaft gemacht werden. DNA-Analysen können nur bei begründetem Zweifel angeordnet werden.

Wird jemand in Bezug auf Familiennachzug als Betrüger erwischt, erhält er zwar einen Eintrag in sein Strafregister als «Urkundenfälscher». Da keine Ausweisung damit verbunden ist, ist dies irrelevant. Wer in der Schweiz ankommt, kann hier bleiben. Vor dieser Tatsache werden juristische Abklärungen und akribische Schuldeintragungen schlicht lächerlich.

Verfahrensbeschleunigung

Im Rahmen des neuen Asylgesetzes sollen die Asylverfahren beschleunigt werden. Wie beurteilen Sie die Ankündigung dieser Absicht?

Wer darin einen Fortschritt erblickt, weiss nicht, was tatsächlich vor sich geht: Asylbewerber, die in die Schweiz drängen, wollen in der Schweiz bleiben. Das ist ihr grosses und einziges Ziel. Sie wissen von ihren Schleppern: Wer einmal in der Schweiz ist, kann hier auch bleiben; selbst wenn ihm Asyl versagt wird, bleibt ihm «vorläufige Aufnahme» meist gesichert.

Wird jetzt das Verfahren, das Rückweisungen quasi grundsätzlich ausschliesst, noch beschleunigt, dann wird bloss der Schlepper-Tarif steigen: Der Schlepper kann jetzt propagieren, dass jeder von ihm in die Schweiz Eingeschleuste bereits nach drei Monaten völlig kostenlos eine eigene Wohnung beziehen kann. In Deutschland muss er darauf mehrere Jahre warten.

Ein solches «Beschleunigungs-Verfahren» in Betracht ziehen kann nur, wer der Einwanderungswelle mit völliger Blindheit gegenübersteht. Ein Verfahren zu beschleunigen, das Rückweisungen quasi ausschliesst, ist das Unsinnigste, was angesichts der gegenwärtig nach Europa drängenden Wirtschaftsmigranten ins Auge gefasst werden kann.

Schulkosten

Was für Aufgaben und Kosten erwachsen der Gemeinde Aarburg aus der Einschulung eritreischer Kinder?

Zusätzliche Sprachkurse, Nachhilfe-Kurse, weit mehr Schulsozialarbeit, weit mehr Familienbetreuung, kleinere Klassen, auf dass Unterricht überhaupt noch erteilt werden kann: Das sind die kostspieligen Folgen!

Und auch hier gilt: Je beschleunigter die Abklärungs-Verfahren durchgeführt werden, desto früher kommen auch Kinder in die Gemeinden. In den Aufnahmezentren lernen sie bereits deutsch; je kürzer der Aufenthalt dort ausfällt, desto grössere Belastungen erwachsen den Gemeinden.

Missbräuche

Haben Sie Hinweise, wonach Eritreer hier erhaltene Sozialhilfe teilweise weiterschicken an Angehörige im Herkunftsland?

Solche Hinweise gibt es tatsächlich. Ich kümmere mich persönlich intensiv um alle von Eritreern ausgehenden Probleme. Deshalb habe ich mit Eritreern oft persönlichen Kontakt.

Da erfährt man im vertraulichen Gespräch einiges. Allerdings hüten sich die Eritreer, Bemerkungen, die sie im persönlichen Gespräch anbringen, auch vor offiziellen Stellen – beispielsweise bei polizeilicher Befragung – zu äussern und protokollieren zu lassen.

Unter Umständen erfährt man von Eritreern ganz offen, dass sie Angehörigen in ihrem Herkunftsland Geld schicken, damit bald ein weiteres Mitglied der Familie die Schlepperkosten für die Übersiedlung in die Schweiz aufbringen kann. Es steht für mich ausser Zweifel, dass per Schweizer Sozialhilfe die Einwanderung in die Schweiz markant gefördert wird.

Kennen Sie Eritreer, die in Eritrea, wo sie angeblich «an Leib und Leben bedroht» sind, ihre Ferien verbringen?

Auch dafür gibt es Hinweise. In Aarburg leben eritreische Regime-Gegner und Regime-Freunde. Die Gegner weisen uns gerne darauf hin, dass dem Regime genehme Landsleute, die plötzlich für längere Zeit abwesend sind, in Eritrea Angehörige besuchen. Selbstverständlich benutzen sie nicht einen Direktflug. Sie fliegen z.B. nach Kairo und kaufen erst dort das Ticket nach Eritrea. Allesamt kamen sie aber wohlbehalten zurück. Ich habe Fotos von hier lebenden Eritreern gesehen, die sich zusammen mit Verwandten in Eritrea haben ablichten lassen.

Enteignungen

Das revidierte Asyl-Gesetz soll dem Bund das Recht einräumen, Liegenschaften zwecks Unterbringung von Asylsuchenden zu enteignen. Was halten Sie von dieser Neuerung?

Sie liegt in der Logik der derzeitigen Vorgänge. Ich habe die Zahlen in der Abstimmungsvorlage studiert. Der Bund richtet Aufnahmezentren ein für 24000 Ankömmlinge. Notfalls könnten darin, sagt Bundesbern, 29000 untergebracht werden. Letztes Jahr kamen 40000. In den ersten drei Monaten dieses Jahres kamen rund 80 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Mit andern Worten: Die Aufnahme-Kapazitäten des Bundes reichen bei Weitem nicht aus. Es wird in bedeutendem Ausmass zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten brauchen. Dazu benötigt der Bund das Enteignungsgesetz. Solange Bundesbern Willkommenskultur pflegt, steigt der Bedarf an Aufnahme-Räumlichkeiten massiv. Es wird zwangsläufig und in bedeutendem Umfang zu Enteignungen kommen.

Frau Sommaruga persönlich behauptet aber, in Bern denke niemand an Enteignungen.

Die Momentaufnahme der Justizministerin in Ehren! Die tatsächliche Entwicklung zeigt auf, dass es ohne die Beschlagnahmung von Liegenschaften gar nicht geht. Wer davor die Augen verschliesst, argumentiert nicht redlich.

Enteignung heisst im Klartext: Für hiesige Einwohner gibt es keinen günstigen Wohnraum mehr. Der wird vollumfänglich für die Folgen der zugelassenen Masseneinwanderung gebraucht werden. Daraus werden den Gemeinden markante Mehrkosten an Sozialhilfe entstehen zugunsten hiesiger Familien, die sich teure Wohnungen schlicht nicht leisten können. Der Teufelskreis zu Lasten der Sozialhilfe wird sich weiter beschleunigen.

Dass sich Bundesbern ausdrücklich ein gesetzliches Enteignungsrecht zuschanzen will und die dafür zuständige Bundesrätin behauptet, niemand in Bern denke an Enteignung, ruft der Frage: Wozu dient ein Gesetz, das angeblich niemand braucht und niemand brauchen will? Wenn das Gesetz durchgesetzt wird, dann wird es auch genutzt werden!

Was kommt auf uns zu?

Wie beurteilen Sie die Zukunft?Eines ist klar: Die Sozialkosten werden in der Schweiz weiter explodieren. Die Gemeinden werden mit Sozialaufgaben derart eingedeckt, dass sie ihre Unabhängigkeit, vor allem ihre finanzielle Unabhängigkeit verlieren werden. Alle übrigen Gemeindeaufgaben – Strassenbau, Volksschule, Kultur, Breitensport, Infrastruktur – werden enorm leiden unter den den Gemeinden aufgebürdeten, regelrecht explodierenden Sozialkosten.Wir müssen damit rechnen, dass es vermehrt zu Parallelgesellschaften kommen wird. Die Eritreer wollen unter Eritreern, die Afghanen unter Afghanen leben. Das wird niemand verhindern können.

In der Schweiz setzen wir den sozialen Frieden aufs Spiel. Wenn Leute, die auf billigen Wohnraum und auf wenig anspruchsvolle Arbeitsplätze angewiesen sind, durch von Bern privilegierte Migranten verdrängt werden, sind ernste Spannungen vorprogrammiert, deren Entladung wahrscheinlich wird.

Die AHV wird aus den Fugen geraten. Es ist nicht möglich, Zehntausende hier anzusiedeln, deren AHV-Prämien der Sozialhilfe überwälzt werden, die, ohne je gearbeitet zu haben, schliesslich aber volle AHV-Leistung erwarten und beanspruchen. Solches wird nicht glimpflich an der Schweiz vorübergehen.

Meines Erachtens sollten wir den Weg gehen, den Österreich jetzt vorzeigt: Konsequente Kontrolle an den Grenzen. Kontrolle, welche die Rückweisung nicht an Leib und Leben Bedrohter zur Folge hat.

Es gibt bekanntlich eine Flüchtlingskonvention, die Genfer Flüchtlingskonvention, welche die Schweiz immer ernstgenommen hat. Sie hält fest, dass Flüchtling ist, wer persönlich an Leib und Leben gefährdet oder bedroht ist. Das muss der Massstab unseres Handelns sein. Wer nur um wirtschaftlicher Vorteile willen, auf Sozialhilfe pochend in die Schweiz drängt, für den ist in der Schweiz kein Platz! Diese Politik muss durchgesetzt werden. Sonst wird die Schweiz in eine Krise unabsehbaren Ausmasses schlittern.

Frau Bircher, herzlichen Dank für dieses Gespräch.

Das Interview führte Ulrich Schlüer