Sturm, Regen und ein Tornado: Schwere Unwetter in Deutschland (Videos)

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Einige Regionen Baden-Württembergs und Bayerns sind von heftigen Unwettern und Überschwemmungen getroffen worden. Drei Menschen kamen ums Leben. In mehreren Orten wurden Häuser schwer beschädigt und sind teils einsturzgefährdet. Autos wurden von den Wassermassen mitgerissen.

Heftige Unwetter und Überschwemmungen haben vor allem in Baden-Württemberg und in Bayern schwere Schäden angerichtet. Der Krisenstab im baden-württembergischen Innenministerium bestätigte den Tod von drei Menschen.

Unter den Opfern sei ein Feuerwehrmann, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Stuttgart. Der Mann war in Schwäbisch Gmünd bei dem Versuch ums Leben gekommen, einen anderen Menschen zu retten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Auch die Person, die gerettet werden sollte, starb.

In Weißbach im Hohenlohekreis sei zudem ein 60 Jahre alter Mann in einer überschwemmten Tiefgarage gestorben. Außerdem gebe es mehrere Verletzte, sagte der Sprecher weiter.

Fahrbahndecken vom Wasser unterspült

Besonders betroffen von Hochwasser nach starken Regenfällen waren demnach die östlichen Teile Baden-Württembergs – neben dem Hohenlohekreis unter anderem die Kreise Biberach, Heidenheim, Heilbronn, der Ostalbkreis, der Alb-Donau-Kreis, der Neckar-Odenwald-Kreis sowie die Stadt Ulm. In Baltringen im Kreis Biberach mussten 80 Einwohner wegen Hochwassergefahr ihre Häuser verlassen, hieß es im Lagezentrum.

Die Polizei in Ulm teilte mit, es seien „immense Schäden“ entstanden. Die Feuerwehren und Rettungsleitstellen seien im Dauereinsatz. Dutzende Keller seien vollgelaufen und müssten ausgepumpt werden. Das Wasser stehe an einigen Stellen 1,70 Meter hoch. Stellenweise seien auch Fahrbahndecken von dem Wasser weggespült worden. Einsatzkräfte hätten zudem mit Folgen von Schlammlawinen, Erdrutschen und weggespülten Bäumen zu kämpfen, so die Polizei. Die Autobahn 7 sei wegen großer Hagelkörner auf der Fahrbahn vier Stunden lang gesperrt.

Braunsbach schwer getroffen

Schwer getroffen wurde der Ort Braunsbach im Kreis Schwäbisch Hall. Das zuständige Polizeipräsidium Aalen sprach von erheblichen Schäden an Häusern, nachdem der örtliche Fluss über die Ufer getreten war. Ein Haus wurde durch die Wassermassen zerstört, wie der Erste Landesbeamte des Kreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, am frühen Morgen sagte (Titelbild: Überschwemmungen in Braunsbach: Autos wurden mitgerissen).

Rund 150 Kräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rotem Kreuz suchten einsturzgefährdete Häuser ab, um sie zu evakuieren. Teilweise weigerten sich Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. Bislang sei nicht bekannt, dass Menschen in dem Ort ernsthaft zu Schaden gekommen seien. Strom, Wasser und Abwasser funktionierten in dem Ort nicht mehr. Der Ort ist großräumig abgesperrt. Er hat etwa 900 Einwohner. Nach Angaben der Polizei gingen am Abend etwa 600 Notrufe ein (Staat gegen Klimaleugner: Nach 10 Jahren stellt sich Al Gores Propagandafilm als reine Schwarzmalerei heraus (Video)).

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Die Stadt Künzelsau schreibt auf Facebook, dass wegen des Unwetters heute die Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Insgesamt wurden in Baden-Württemberg rund 7000 Helfer zu mehr als 2200 Einsätzen gerufen. Die Mitarbeiter von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rotem Kreuz, Lebensrettungs-Gesellschaft und Polizei seien im Dauereinsatz, teilte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium in Stuttgart am Morgen mit. Der erste Landesbeamte des Landkreises Schwäbisch Hall, Michael Knaus, sagte am frühen Morgen, in den vergangenen Stunden sei so viel Regen pro Quadratmeter gefallen wie sonst in mehreren Monaten.

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(Schwere Unwetter rollten in der Nacht zum Montag über den Westen Mittelfrankens. Oft blitzte es wie hier bei Gunzenhausen)

Häuser bei Ansbach in Bayern einsturzgefährdet

Auch in Bayern – in der Region Ansbach und Teilen des Landkreises Neustadt/Aisch – richteten Unwetter massive Schäden an. In der bayrischen Region Ansbach seien nach einem Gewittersturm auf der Frankenhöhe Straßen überflutet und Autos mitgerissen worden. Auch viele Keller in der Region liefen voll, wie ein Sprecher der Integrierten Rettungsleitstelle Ansbach mitteilte. Menschen wurden nach vorläufigen Erkenntnissen nicht verletzt.

Besonders schwer betroffen waren den Angaben zufolge mehrere Ortsteile von Flachslanden nördlich von Ansbach. Dort seien nach Überschwemmungen einige Häuser einsturzgefährdet. Einsatzkräfte und Feuerwehr versuchten, die Gebäude zu sichern, wie die Leitstelle mitteilte. Auch mehrere Autos seien von den Fluten der über die Ufer getretenen Fränkischen Rezat mitgerissen worden.

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Die Bahnstrecke zwischen Würzburg und Ansbach wurde am Morgen vorübergehend gesperrt. Die Gleise seien vom Regen unterspült worden, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Wann die Schäden beseitigt sein würden, sei noch nicht absehbar. Der Fernverkehr werde vorerst über Fürth umgeleitet und der Nahverkehr mit Bussen ersetzt.

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(Vom Hagel besonders betroffen war Wiesbaden)

Schwere Unwetter am Wochenende

Im westlichen Rheinland-Pfalz wurden 35 Menschen, darunter 30 Kinder, nach einem Blitzeinschlag während eines Fußballspiels in Krankenhäuser gebracht. Drei Erwachsene erlitten bei dem Unglück in Hoppstädten schwere Verletzungen.

Wie ein Polizeisprecher sagte, wurde der Schiedsrichter des E-Jugend-Spiels direkt vom Blitz getroffen. Zeugen begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen, ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Krankenhaus. Zwei andere Erwachsene wurden ebenfalls schwer verletzt (Klimawandel führt nicht zu mehr Überschwemmungen und Dürren: Daten widersprechen Panikmache über globale Erwärmung).

Anwesende sagen, der Himmel sei wolkenlos gewesen

Über die genaue Wetterlage zum Zeitpunkt des Unglücks gab es am Sonntag unterschiedliche Angaben. Die Polizei berief sich auf Anwesende, der Blitz sei „bei wolkenlosem Himmel“ eingeschlagen. Volker Emrich, Vorsitzender eines anderen nicht beteiligten Sportvereins in Hoppstädten, sagte, über dem Sportplatz habe es keine Wolken am Himmel gegeben. Er sei aus einem Nachbarort gekommen. Dort habe es geregnet.

Ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sagte, das Wetter sei allem Anschein nach über Hoppstädten nicht so gut gewesen. „Zumindest muss man aufziehende Wolken beobachtet haben.“ Strahlenden Sonnenschein habe es jedenfalls nicht gegeben.

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Tief „Elvira“ brachte schwülwarme „Waschküchenluft“ von Südwesten her ins Land, erklärte der Deutsche Wetterdienst.

Bereits in der Nacht zu Samstag war es zu schweren Gewittern gekommen, mancherorts fielen Starkregen und Hagel. Dieser lag in einigen Ortschaften bis zu 30 Zentimeter hoch. Unwetter führten in mehreren Bundesländern auch zu Behinderungen im Straßenverkehr und vollgelaufenen Kellern.

Tornado in der Eifel

Ein Gewitter hat am Freitagmittag bei Aachen vermutlich einen Tornado hervorgebracht. Diese Aufnahme entstand in Hürtgenwald-Raffelsbrand in der Eifel. Der Wolkenrüsssel senkt sich herab, dabei ist am unteren Ende eine leichte Rotation zu erkennen (Dutzende Tornados jährlich in Deutschland – doch sie sind schwer zu erkennen (Videos)).

Video:

Bericht bei tornadoliste.de:

27.05.2016 / Stärke (nicht bekannt) / Bestätigt

Raffelsbrand (Nordrhein-Westfalen): Zeitpunkt: 10:53 bis 11:05 Uhr MESZ. Tornado weithin sichtbar. Der Bodenkontakt befindet sich in einem Waldgebiet, das mit einem zwei Meter hohen Zaun abgegrenzt ist. Daher ist über Schäden derzeit nichts bekannt.

Radarbild zum betreffenden Zeitpunkt:

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Quelle: http://www.pravda-tv.com/

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