Flüchtlinge protestieren gegen Rückführung in die Türkei

Epoch Times, Samstag, 2. April 2016 21:46
Die Abschiebungen sollen nach dem Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei am Montag beginnen. Die Stimmung sei explosiv, hieß es bei der Küstenwache. In der Türkei wiederum gibt es Widerstände gegen die Aufnahme der Flüchtlinge.
Die Flüchtlinge in Griechenland protestieren gegen die geplante Rückführung in die Türkei. Hunderte Flüchtlinge, die aus dem «Hotspot» von Chios ausgebrochen waren, forderten, dass Fähren sie zum griechischen Festland und nicht in die Türkei bringen.
Die Flüchtlinge in Griechenland protestieren gegen die geplante Rückführung in die Türkei. Hunderte Flüchtlinge, die aus dem «Hotspot» von Chios ausgebrochen waren, forderten, dass Fähren sie zum griechischen Festland und nicht in die Türkei bringen.

Foto: dpa/dpa

Die geplante Rückführung von Flüchtlingen aus Griechenland in die Türkei stößt in beiden Ländern auf wachsende Widerstände. Migranten auf den Ägäis-Inseln Lesbos und Chios protestierten gegen die Pläne und sprachen von „Deportationen“.

Die Abschiebungen sollen nach dem Flüchtlingspakt der EU mit der Türkei am Montag beginnen. Die Stimmung sei explosiv, hieß es bei der Küstenwache. In der Türkei wiederum gibt es Widerstände gegen die Aufnahme der Flüchtlinge.

Der Plan der griechischen Küstenwache und der EU-Grenzschutzagentur Frontex sieht vor, dass von Montag bis Mittwoch zunächst rund 750 Asylsuchende, die illegal auf die Ägäis-Inseln gekommen sind, in die Türkei zurückgebracht werden. Im Gegenzug werden in Deutschland und anderen EU-Ländern die ersten Syrer erwartet, die auf Grundlage des Flüchtlingspakts legal in der Europäischen Union aufgenommen werden sollen.

In Hannover sollen am Montag bis zu 40 Syrer mit zwei Linienmaschinen eintreffen, vor allem Familien mit Kindern. Sie werden zunächst in das niedersächsische Erstaufnahmelager Friedland gebracht, bevor sie später auf die Bundesländer verteilt werden. Neben Deutschland wollen nach Angaben aus Regierungskreisen Anfang der Woche auch die Niederlande, Frankreich, Finnland und voraussichtlich Portugal syrische Flüchtlinge aus der Türkei aufnehmen. Insgesamt ist die Aufnahme von bis zu 72 000 Syrern auf diesem Wege in der EU geplant.

Die Behörden in Griechenland stellen sich auf erhebliche Widerstände unter den Flüchtlingen ein, die zwangsweise zurückgebracht werden sollen. „Für jeden Migranten, der ausgewiesen wird, werden wir einen Polizisten als Aufpasser einsetzen“, sagte ein Offizier der Küstenwache der Deutschen Presse-Agentur. „Unsere Angst ist, wie man diese Menschen aus den Lagern rausholt.“ Laut Bundesinnenministerium werden bis Montag 30 Bundespolizisten und acht Mitarbeiter des Bundesamtes fürMigration und Flüchtlinge in Griechenland erwartet.

Hunderte Flüchtlinge, die am Freitag aus dem „Hotspot“ von Chios ausgebrochen waren, harrten im Hafen der Inselhauptstadt aus. „Athen, Athen“ und „Freiheit, Freiheit“ skandierten sie. Die Menschen fordern, dass Fähren sie zum griechischen Festland und nicht in die Türkei bringen. Zwei Fähren wurden deshalb umgeleitet, sie legten außerplanmäßig im Hafen von Mestá im Westen der Insel an, wie der griechische Rundfunk berichtete.

In den „Hotspots“ werden Flüchtlinge seit Inkrafttreten des Flüchtlingspakts mit der Türkei festgehalten, um in die Türkei abgeschoben werden zu können. Das griechische Parlament machte am Freitagabend im Eilverfahren den Weg für die Rückführungen frei. Menschenrechtsorganisationen sehen die Vereinbarung der EU mit Ankara äußerst kritisch. Laut Amnesty International soll die Türkei in den vergangenen Wochen massenhaft Flüchtlinge aus Syrien in das Bürgerkriegsland abgeschoben haben.

In der westtürkischen Hafenstadt Dikili protestierten Hunderte Demonstranten gegen die Aufnahme von Migranten aus Griechenland. Wo die Menschen dort unterkommen sollen, scheint bislang noch ungeklärt. Ein Augenzeuge sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Standort für die geplante Flüchtlingsunterkunft in Dikili sei derzeit noch ein mit Gras bewachsenes Feld.

In Deutschland ist die Zahl der Neuankömmlinge nach Abriegelung der Balkanroute hingegen massiv zurückgegangen. Bundesweit wurden im März nur noch rund 20 000 neue Flüchtlinge registriert. Das geht aus dem sogenannten „Easy“-System von Bund und Ländern hervor, wie die Deutsche Presse-Agentur aus gut informierten Kreisen erfuhr. Im Februar waren es noch 61 428 gewesen, im Januar 91 671.

Österreich kündigte trotzdem an, Soldaten an der Grenze einzusetzen. Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) sagte der „Welt“: „Da die EU-Außengrenzen derzeit noch nicht effektiv geschützt werden, wird Österreich in Kürze strikte Grenzkontrollen hochziehen. Das bedeutet massive Grenzkontrollen am Brenner, auch mit Soldaten.“

(dpa)

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Dieser 21-Jährige schlitzte einem Taxifahrer die Kehle auf

Berlin-Neukölln

Khaled Al G. (21) soll im Dezember 2015 auf einen Taxifahrer eingestochen haben

 

Landgericht, Saal 606. Der junge Mann auf der Anklagebank heißt Khaled Al G. (21). Geboren in Kuweit. Staatsangehörigkeit Syrer. Reist September 2014 aus dem Libanon in Deutschland ein, der Asylantrag wird rechtskräftig abgelehnt.

Er versucht es danach in Schweden und Norwegen, auch Skandinavien lehnt seine Asylanträge ab. Kommt Oktober 2015 illegal zurück nach Deutschland. Wird im Bundesland Brandenburg untergebracht. Zieht illegal weiter nach Berlin, in die „Straße der Araber“ (Neuköllner Sonnenallee). Arbeitet illegal als Bäcker. Schickt 100 Euro im Monat an Geschwister in die alte Heimat. Freundet sich mit einen Marokkaner (26) an, der italienisch spricht, sich als Brasilianer ausgibt – und mit ihm bewaffnete Raubüberfälle begeht.

Sie folgten einem Mann am Alex und überfielen ihn

Der 12. Dezember 2015, Alexanderplatz in Mitte. Dr. Bernd H. (74) kommt 0.45 Uhr von der S-Bahn, läuft zum Hackeschen Markt, wo er wohnt. Ein großer Mann mit weißen Haaren, edlem Mantel, schwarzem Hut und einem schweren Diplomatenkoffer.

„Wir sind dem alten Herrn vom Alex aus gefolgt“, sagt der Angeklagte, „folgten ihm in den Hauseingang. Ich würgte ihn von hinten, ein Messer in der Hand. Mein Kumpel hielt ihm sein Messer vor den Bauch.“ Beute: 10 Euro und ein iPhone5. Der Angeklagte, enttäuscht: „In dem Koffer waren nur Papiere.“

Sie lotsten den Taxifahrer nach Neukölln

Nächste Nacht, wieder treiben sie sich am Alexanderplatz herum. Der Angeklagte: „Mein Kumpel sagte, Samstagnacht haben Taxifahrer immer sehr viel Geld dabei, lass uns ein Taxi nehmen.“ Es ist 3.30 Uhr. Sie geben sich als Berlin-Gäste aus. Lotsen den Fahrer (35) in eine dunkle Ecke in Neukölln. Statt die vereinbarten 35 Euro Fahrpreis zu bezahlen, reißt der Angeklagte die Fahrertür auf, Messer in der Hand. Ein Stich in den Hals unterhalb vom Kehlkopf, zwei Zentimeter tief.

Der Taxifahrer musste notoperiert werden

Der Taxifahrer taumelt aus dem Auto. Die Räuber fliehen mit dem Taxi, stellen es später an einer Britzer Tankstelle ab. Beute: ein LG-Mobiltelefon. Der Angeklagte: „Ich hatte nicht erwartet, dass das Messer so scharf ist.“ Der Taxifahrer als Zeuge im Prozess: „Ich hatte Todesangst, meine Frau war schwanger!“ Passanten rufen die Feuerwehr. Der Taxifahrer hat Blut in die Lunge eingeatmet, Notoperation, zwei Tage Koma.

Der Angeklagte sagt: „Ich wollte ihm nur Angst machen, er lief weg, sein Kleingeld fiel runter, ich ließ es liegen.“

Der Angeklagte suchte Gottes Vergebung

Der 26. Dezember, 2. Weihnachtsfeiertag in Deutschland. Khaled Al G. geht zu Neuköllner Al-Nur-Moschee. „Ich bin nicht religiös“, sagt er, „ich habe nur gebetet, damit Gott mir vergibt.“

Dann geht er zum nächsten Polizeirevier: „Nehmen Sie mich fest“, sagt er auf arabisch. Ihn habe das Gewissen geplagt. In der Bäckerei sei er ein paar Tage vor den Überfällen rausgeflogen, weil sein Kumpel ihn zum Kiffen verleitet habe: „Kein Geld, keine Zigaretten, kein Job. Ich hatte vier Tage nichts gegessen, weil mein Bruder Abdallah eine Schultasche brauchte.“

Er erlebte den Überfall wie im Traum

Wodka und sieben Flaschen Bier will er getrunken haben vor der letzten Tat – für Haschisch und Alkohol hatte sein Geld angeblich noch gereicht. „Ich habe alles wie im Traum erlebt“, sagt er, „ich fühle mich schuldig.“ Weil ihm mindestens fünf Jahre Haft drohen (bewaffneter Raubüberfall, räuberischer Angriff auf einen Kraftfahrer), ist seine Abschiebung aus Deutschland ausgesetzt – Ziel erreicht. Urteil am 4. April. Seinem Kumpel aus Marokko ist abgetaucht und wird mit Haftbefehl gesucht.

Putin besorgt über Gewalteskalation in Bergkarabach

Epoch Times, Samstag, 2. April 2016 15:52
Der russische Präsident Wladimir Putin sei angesichts des schweren militärischen Zwischenfalls in der zwischen Armenien und Aserbaidschan umstrittenen Region Bergkarabach zutiefst besorgt.
Wladimir Putin
Wladimir Putin

Foto: über dts Nachrichtenagentur

Der russische Präsident Wladimir Putin sei angesichts des schweren militärischen Zwischenfalls in der zwischen Armenien und Aserbaidschanumstrittenen Region Bergkarabach zutiefst besorgt. Das sagte ein Sprecher des Kreml. Putin fordere die Konfliktparteien zur Besonnenheit auf.

In der Region Bergkarabach gab es am Samstag neue Kämpfe zwischen Armeniern und Soldaten Aserbaidschans. Verlässliche Angaben über Tote und Verletzte gibt es bislang nicht. „Die Armenischen Streitkräfte haben den Waffenstillstand entlang der Grenze 127 Mal innerhalb der vergangenen 24 Stunden verletzt“, teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mit. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, die Eskalation provoziert zu haben.

Nach armenischen Angaben waren aserbaidschanische Armeeeinheiten mit Panzern, Artillerie und Lufteinheiten gegen eigene Kräfte in der Region vorgegangen. Man habe eine Gegenoffensive eingeleitet und dabei einen Hubschrauber abgeschossen. Beide Seiten berichteten von Verlusten und anhaltenden Gefechten. Erst am Freitag war US-Außenminister Kerry mit beiden Staatsoberhäuptern in Washington zusammengetroffen und hatte sich für eine friedliche Lösung des Konfliktes ausgesprochen. Die hauptsächlich von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan.

(dts Nachrichtenagentur)

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400 Anzeigen gegen Merkel: Darunter Hochverrat und Schleuserei

Strafrechtexperten zu Merkels Flüchtlingspolitik

Epoch Times, Samstag, 2. April 2016 16:24
Einer der Vorwürfe: Angela Merkel hätte Hochverrat begangen, weil die Flüchtlingspolitik die verfassungsmäßige Ordnung gefährde. Solche Klagen hätten keine Aussicht auf Erfolg, so Strafrechtsexperten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Foto: Sean Gallup / Getty Images

Wie die Bundesanwaltschaft gegenüber „Focus Online“ mitteilte, seien knapp 400 Strafanzeige gegen Angela Merkel eingegangen, die in den Zuständigkeitsbereich des Generalbundesanwalts fallen. Sein Aufgabenbereich trifft schwerwiegende Staatsschutzstrafsachen, die die innere oder äußere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland in besonderem Maße berühren.
Strafanzeigen würden pflichtgemäß geprüft,  so die Sprecherin des Generalbundesanwalts Frauke Köhler gegenüber dem Medium.
Obwohl sich die Bundesanwaltschaft nicht zu dem Inhalt der Vorwürfe äußerte, gibt es Beispiele von Anzeigen gegen Angela Merkel im Internet, die der Kanzlerin unter anderem Hochverrat vorwerfen.
Paragraph 81 des Strafgesetzbuchs legt fest: „Wer es unternimmt, mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt 
1. den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu beeinträchtigen oder
2. die auf dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland beruhende verfassungsmäßige Ordnung zu ändern, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft.“
So begründet zum Beispiel Rechtsanwalt Heumann in Bezug auf die Entscheidung der Bundeskanzlerin in Ungarn Festsitzende ins Land zu lassen: Die „verfassungsmäßige Ordnung“ könne durch „den historisch beispiellosen, massenhaften Zustrom kulturfremder Flüchtlinge aus der Dritten Welt ‚verändert‘, wenn nicht sogar vollständig untergraben und aufgehoben werden.“ Angela Merkel hätte die Deutschen „unter Lebensbedingungen stellt, die geeignet sind, ihre körperliche Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen“.
Auch Rene Schneider, Direktor des Instituts für Völkerrecht, Anzeige wegen Verfassungshochverrats erstattet. Das Institut hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Kriegs- und Staatsverbrecher, die sich 1999 an dem NATO-Überfall auf die souveräne Bundesrepublik Jugoslawien beteiligt haben, vor Gericht zu bringen.
Schneider schrieb am 24. Oktober an den Generalbundesanwalt: “Die Beschuldigten haben ihre Amtspflichten nicht nur durch Unterlassen verletzt, sondern sie haben auch aktiv und aggressiv eine ebenso widernatürliche wie widerrechtliche ‚Willkommenskultur‘ erfunden“ und damit „selbsternannte ‚Flüchtlinge‘ (…) zur illegalen Einreise nach Deutschland“ gelockt.
Dazu meint Strafrechtsprofessor Holm Putzke von der Universität Passau gegenüber „FOCUS Online“ so: „Kurz gesagt: Derartige Anzeigen sind substanzlos und werden keinen Erfolg haben.“ Weder die Voraussetzungen von § 81 StGB noch von § 105 StGB (Nötigung von Verfassungsorganen) seien nach den ihm vorliegenden Informationen gegeben.
Laut Gesetz lege “Hochverrat” nämlich nur dann vor, wenn der Täter „mit Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt handelt“.
Bei den Staatsschutz Vorschriften sei Gewalt nicht identisch mit dem Gewaltbegriff, der in Straftatbeständen zu finden ist, die Individualrechtsgüter schützen. Bei Staatsschutzdelikten liege die Schwelle deutlich höher.

„Aufgrund ihrer besonderen Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit darf von Verfassungsorganen erwartet werden, dass sie auch bei turbulenten politischen Auseinandersetzungen Drucksituationen Stand halten.“ Er vermöge außerdem nicht zu erkennen, dass durch bisherige Migrationsbewegungen „der Bestand der Bundesrepublik beeinträchtigt wäre“.

Vorwurf der Schleuserei durch Merkels Regierung sei laut Putzke gegeben

Noch kurz zuvor noch hatte Putzke mit einer strafrechtlichen Betrachtung von Merkels Flüchtlingspolitik Aufsehen erregt. Es ging um den Vorwurf ob sich die Kanzlerin mit ihrer Flüchtlingspolitik als Schleuserin betätige.
Dabei kam er zu dem Schluss: „Solange Ausländer sich strafbar machen, wenn sie unerlaubt in die Bundesrepublik Deutschland einreisen, ist die Strafbarkeit auch bei all jenen gegeben, die dazu Hilfe leisten.“
Dazu gehöre auch die deutsche Bundeskanzlerin, „die mit ihrem Verhalten jedenfalls ab dem 5. September 2015 die unerlaubte Einreise aktiv gefördert hat und es aktuell unterlässt, die zu unterbinden“. (dk)

Baltikum: Royal Navy soll NATO gegen Russland unterstützen

Die HMS Montrose der Royal Navy beim Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt. Bild: US Army

Die HMS Montrose der Royal Navy beim Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt. Bild: US Army

London will der NATO-Flotte fünf Kriegsschiffe für das Baltikum bereitstellen um diese zu verstärken. Ziel sei es, der „russischen Aggression“ zu kontern. London spricht hierbei sogar schon von „Feinden“ bezüglich der Russen.
Von Marco Maier
Das Vereinigte Königreich will mit fünf Kriegsschiffen und 530 Marinesoldaten zur Stärkung der NATO-Flotte in der Ostsee beitragen. „Die Stärkung unseres NATO-Einsatzes sendet eine starke Nachricht an unsere Feinde, dass wir bereit sind jeder Bedrohung zu antwortung und unsere Alliierten zu verteidigen. Das Jahr 2016 wird mit unseren Schiffen die wir als Teil der maritimen Gruppen dorthin senden, einen partiellen Fokus auf die baltische Region sehen“, so zitiert die britische Zeitung „The Independent“ den britischen Verteidigungsminister Michael Fallon. Zuvor berichtete die Zeitung „The Telegraph“, dass die NATO die Stationierung tausender Soldaten entlang der Grenze zu Russland plant.

Es zeigt sich damit, dass vor allem die angloamerikanische Achse und die osteuropäischen NATO-Länder weiterhin an einer militärischen Eskalationsstrategie gegenüber Russland arbeiten. In Moskau selbst äußert man Bedenken über die weitere militärische Aufrüstung der NATO direkt an der russischen Westgrenze, wie Sputnik berichtet.

Alleine schon die Wortwahl des britischen Verteidigungsministers, der von „Feinden“ sprach und damit offensichtlich die Russen meinte, zeigt woher der aktuelle Wind weht. Mit diesem Bedrohungsszenario, welches der tatsächlichen Sicherheitslage gewiss nicht gerecht wird, sollen weitere Keile in die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen getrieben werden – und das obwohl Wladimir Putin und russische Regierungsvertreter stets darum bemüht sind, die Beziehungen wieder zu normalisieren und zu verbessern.

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Eskalation bei Fahrscheinkontrolle

Düsseldorf. Offenbar waren zwei junge Syrer nicht damit einverstanden, im ICE von einer Frau nach dem Fahrschein gefragt zu werden. Nachdem die Kontrolleurin einen Sicherheitsmann hinzuzog, wurde der von einem der Männer geschlagen.

Bild: NRW.direkt

Auf der Fahrt vom Düsseldorfer Flughafen zum Hauptbahnhof kam es zu einem Übergriff auf einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Der Vorfall ereignete sich bereits am Montag, wurde aber von der Bundespolizei erst am Freitag mitgeteilt.

Ersten Ermittlungen zufolge weigerten sich zwei mit dem Zug reisende Syrer im Alter von 18 und 19 Jahren bei der Fahrkartenkontrolle, einen Fahrschein vorzulegen. „Sie nahmen dem Anschein nach Anstoß an dem Umstand, von einer Frau kontrolliert zu werden und zeigten ein für viele Reisende erkennbares frauenfeindliches Verhalten“, so die Bundespolizei. Als die Zugbegleiterin einen ebenfalls anwesenden Mitarbeiter der DB-Sicherheit hinzuzog, wurde dieser durch den 19-Jährigen „umgehend körperlich attackiert“. Die Schläge konnten jedoch abgewehrt und der Mann fixiert werden.

Eine alarmierte Streife der Bundespolizei übernahm die beiden Männer im Düsseldorfer Hauptbahnhof. Auf das Polizeirevier konnten sie jedoch nur „unter Anwendung körperlichen Zwangs“ gebracht werden. Die Polizisten schrieben Anzeigen wegen des Erschleichens von Leistungen, Körperverletzung sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Danach konnten die jungen Männer die Wache wieder verlassen.

http://nrw-direkt.net/

Moskau: Türkei liefert Waffen via Hilfsorganisationen an den IS

IS-Terroristen. Bild: Alalam

IS-Terroristen. Bild: Alalam

in Contra-Spezial, Naher Osten 2. April 2016 3 Comments

In einem Brief an den US-Sicherheitsrat konkretisierte Moskau die Anschuldigungen gegenüber der Türkei, dass diese Waffen an den „Islamischen Staat“ liefert. Überbringer des Kriegsgeräts seien türkische Hilfsorganisationen, die mit dem türkischen Geheimdienst zusammenarbeiten würden.
Von Marco Maier
In einem Brief vom 18. März wirft Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin der Türkei vor, mittels Hilfsorganisationen Waffen an den „Islamischen Staat“ zu liefern. „Die Türkei ist Hauptlieferant von Waffen und Kampftechnik an die IS-Schläger. Dabei nutzt Ankara Nichtregierungsorganisationen. Die dahin gehenden Arbeiten werden vom türkischen Aufklärungsdienst gesteuert. Der Transport erfolgt hauptsächlich mit Lastkraftwagen, darunter in humanitären Konvois“, so Tschurkin an die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats.

Darin werden die drei türkischen Hilfsorganisationen Besar und Ilyilikder sowie die Stiftung für Freiheit und Menschenrechte beschuldigt, im Auftrag des Geheimdiensts „diversen Nachschub“ an Dschihadistengruppen in Syrien geliefert zu haben. Bestätigt wurden geheime Waffenlieferungen nach Syrien bereits durch türkische Journalisten, die dafür wegen „Geheimnisverrats“ inhaftiert wurden.
Tschurkin selbst nannte dabei einige Fonds und Organisationen, die aus Quellen in Ländern Europas und des Nahen Ostens sowie mit Spenden juristischer und natürlicher Personen finanziert werden, wie die Agentur Sputnik berichtet. „Allein 2015 erhielten die Terroristen via Türkei 2,5 Tonnen Ammoniumnitrat im Wert von 788.700 Dollar, 456.000 Tonnen Kaliumnitrat (468.700 Dollar), 75 Tonnen Aluminiumpulver (469.500 Dollar) sowie einige andere Stoffe“, hieß es in dem Schreiben weiter.
Dschihadistische Milizen, neben dem „Islamischen Staat“ auch die Al-Nusra-Front und andere Gruppierungen, gelten nicht nur als vehemente Feinde der – von Ankara ebenfalls verhassten – syrischen Regierung, sondern auch der Kurden in Syrien, welche vom türkischen Militär regelmäßig beschossen werden. Zudem gilt – der islamisch-konservative – Präsident Erdogan als Verfechter einer „islamistischen Lösung“ für den Nahen Osten, in dem laizistische Regimes keinen Platz haben sollen.
Die Taktik, sich ziviler Hilfsorganisationen zu bedienen, um irgendwelche militärischen Gruppen heimlich zu beliefern oder auch um diese auszuspionieren, praktizieren beispielsweise die USA schon seit Jahrzehnten. Vor allem US-amerikanische NGOs sind deshalb in vielen Ländern unerwünscht.

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Grenzen doch nicht dicht? Migranten-Busse an slowenisch-italienischer Grenze gesichtet

Österreisch-italienischer Grenzübergang am Brennerpass: vorläufig noch offene Tür für Migrantenbusse.
Foto: Wikipedia org. – Passfahrer – CC BY-SA 3.0
1. April 2016 – 14:00

Die von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und Kanzler Werner Faymann (SPÖ) in den letzten Monaten so gerne zitierte „geschlossene Westbalkan-Route“ scheint nicht ganz so undurchlässig zu sein, wie uns das die Regierung weismachen will. Laut slowenischen Medienberichten – hier ein Artikel, allerdings auf Slowenisch – wurden erst am Ostermontag im slowenisch-italienischen Grenzort Bregana sechs Reisebusse voll mit Migranten auf dem Weg Richtung Italien beobachtet. Da sie wohl kaum ihre Kollegen in Lampedusa besuchen wollten, werden sie entweder in Italien um Asyl ansuchen oder – was wesentlich wahrscheinlicher ist – über Tirol (via Brenner) nach Österreich oder Deutschland weiterfahren.

Kontrollen im Hinterland, nicht aber an Grenze

Auf die Frage, wie „dicht“ unsere Grenzen denn nun tatsächlich sind, antwortete die Polizeidirektion Tirol eindeutig: „Wir führen in Tirol, so wie in anderen Bundesländern, lediglich sogenannte Ausgleichsmaßnahmen durch, das heißt individuelle Fahrzeug- und Personenkontrollen im Hinterland.“ Effektive Grenzkontrollen wie in Nickelsdorf oder zuletzt Spielfeld gibt es also hier nicht, ein Bustransfer zwischen Italien und Österreich/Deutschland ist also jederzeit problemlos möglich – es sei denn, die Fahrzeuge geraten in eine der genannten Hinterlandkontrollen, was aber eher unwahrscheinlich ist.

Fünf offene Tiroler Grenzübergänge

Offene Grenzübergänge zwischen Italien und Österreich, die man ganz bequem mit PKW oder Bus überqueren kann, gibt es fünf, nämlich den Brenner, das Timmelsjoch, den Staller Sattel, den Reschenpass und Arnbach. Wie man angesichts dieses Zustandes – wie derzeit angekündigt – Migranten aus sicheren EU- oder Drittländern bereits an der Grenze zurückweisen will, erscheint nicht ganz klar.