Alexander Kissler – Keine Toleranz den Intoleranten

Keine Toleranz den Intoleranten

Warum Political Correctness der falsche Weg ist!

Wir dürfen unsere Freiheit jetzt nicht aufgeben!

Der Terror mitten in Europa greift immer weiter um sich. Die jüngsten skrupellosen Anschläge in Paris belegen, dass wir dabei sind, mit unserer falsch verstandenen Toleranz, den faulen Kompromissen, der Selbstzensur und der bedingungslosen Political Correctness unsere Freiheiten zu verlieren.

Wir verschließen in unseren Analysen und Kommentaren den Blick vor der Tatsache, dass die brutalsten Terrorangriffe und immer mehr antisemitisch motivierte Straftaten von Muslimen begangen werden. Wir lassen uns diktieren, wie die Berichterstattung darüber aussehen darf.

Zudem schreiben wir uns selbst vor, wie der Alltag zu gestalten ist. Schweinefleisch verschwindet aus Schulküchen, die Moschee von der Seifenpackung – die Selbstzensur des Westens treibt absurde Blüten.

Im Angesicht der aktuellen Terrorwelle, der allgegenwärtigen Angst und des selbst gewählten Sprechverbotes muss der Westen seine eigene Geschichte, die bei Aristoteles beginnt und bei Voltaire nicht endet, neu entdecken. Er muss den Mut aufbringen, seine Prinzipien entschlossen zu verteidigen.

Muss man wirklich Verständnis dafür haben, dass besonders Fromme besonders reizbar sind? Wollen wir wirklich die Freiheit opfern für die Illusion, dadurch die Freiheitsfeinde zu besänftigen? Alexander Kisslers neues Buch ist ein entschiedener Aufruf, die Meinungs- und Religionsfreiheit selbstbewusst zu stärken.

»Der Westen hat sich zur Vereinigung der Menschen entwickelt, denen alles egal ist, solange niemand sie beim Lebensgenuss und dessen Verdauung stört. Toleranz aber ist ohne Haltung nicht zu haben.« Alexander Kissler

http://www.kopp-verlag.de/

Zensur im Weißen Haus: Hollande durfte nicht „islamistischer Terrorismus“ sagen

(Admin: „Man“ zensiert sich gegenseitig. Es ist einfach nur lächerlich, was diese Leute uns hier auftischen: political correctness geht nun mal über Wahrheit.)

Epoch Times, Sonntag, 3. April 2016 13:47
„Islamistischer Terrorismus“ – diesen Ausdruck benutzt die US-Regierung nicht. Deshalb löschte sie ihn aus einer Aussage des französischen Präsidenten Hollande. Als Journalisten dies bemerkten, entschuldigte man sich für einen „technischen Fehler“.
Frankreichs Präsident sprach von der Wurzel des "islamistischen Terrorismus". Die US-Regierung zensierte ihn daraufhin.

Frankreichs Präsident sprach von der Wurzel des „islamistischen Terrorismus“. Die US-Regierung zensierte ihn daraufhin.

Foto: Screenshot Youtube / White House Gov.

Die Obama-Regierung ist unter Beschuss, weil sie eine Aussage von Frankreichs Präsidenten Holland zensiert hat – in einem offiziellen Video-Mitschnitt des Weißen Hauses. Dies berichtet die Daily Mail.

Als Hollande den Satz sagt: „Aber wir sind uns auch darüber im Klaren, dass die Wurzeln des Terrorismus, des islamistischen Terrorismus, in Syrien und Irak liegen …“ bricht auf einmal die Stimme der Dolmetscherin ab, die wieder einsetzt, wenn es unverfänglich wird. Die Worte „islamistischer Terrorismus“ waren dabei ausgelassen. Die Phrase wird von der Obama-Regierung tunlichst gemieden, die stattdessen „gewalttätiger Extremismus“ sagt, wie Daily Mail anmerkte.

Vom offiziellen Video der US-Regierung existieren nun zwei verschiedene Versionen auf Youtube, weil der Eingriff nach seiner Enttarnung ausgebessert wurde, mit Hinweis auf einen technischen Fehler.

Hier jeweils bei Minute 4.40

Zensiert:

Korrekt:

Der Satz fiel am Donnerstag bei einem Meeting. Am späten Freitag abend erschien die „Verbesserung“. Im englischen Transkript, dass an Journalisten herausgegeben wurde, war die Übersetzung komplett.

Screenshot der Daily Mail:

Die gelbe Stelle wurde übersprungen.

Rockefeller zündelt für den Bürgerkrieg – Der BRD Schwindel

Avatar von blackhawkoneERWACHE!

WICHTIGE umfassende Info! Unbedingt anschauen!

Quote start —

Wer inzwischen immer noch glaubt, Rockefeller & Co. hätten friedliche Absichten, hat wohl drei Blaue Pillen zu viel geschluckt. Die legen all ihr Geld in erneuerbaren Energien an! Und zufällig wird bald Norwegen die Benzin- und Dieselfahrzeuge bis 2025 verbieten. Versteht ihr was da läuft?

Quote end —

Quelle:Rockefeller zündelt für den Bürgerkrieg – Der BRD Schwindel

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Universität verhindert Eröffnungsrede von Evolutionsbiologe wegen Gender-Kritik

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Der Naturwissenschaftler und ehemalige Vizepräsident des Verbandes Deutscher Biologen, Professor Ulrich Kutschera, sollte ursprünglich am 23. März an der Philipps-Universität in Marburg in einer Vortragsreihe zum Thema Evolution sprechen. Das Präsidium der durch öffentliche Träger finanzierten Hochschule habe jedoch dem Organisator der Vortragsreihe empfohlen, den renommierten Wissenschaftler, der als vehementer Gender-Mainstreaming-Kritiker gilt, auszuladen und den Eröffnungsvortrag zum Studium generale einem anderen Referenten zu übertragen.

Die Anhänger der Gender-Ideologie bzw. des Gender-Mainstreaming unterscheiden zwischen dem biologischen Geschlecht (sex) und dem sogenannten »sozialen« Geschlecht (gender) des Menschen. Sie vertreten die Ansicht, dass das Geschlecht eines Menschen vor allem kulturell geprägt sei. Relevant hierbei sei nicht, welches Geschlecht die Person biologisch habe, sondern nur, als was sich die Person momentan fühle.

Nach der Gender-Ideologie gibt es demnach nicht nur Mann und Frau, sondern auch noch viele – bis zu 5000 – andere Geschlechter, die beliebig wählbar und demnach auch wechselbar sein sollen.

Gender-Forschung ist »Unfug«, »Werk einer feministischen Sekte« und eine »quasi-religiöse Strömung«

Der 61-jährige Naturwissenschaftler hatte Mitte 2014 ineinem Interview mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg die Gender-Forschung als »Unfug«, als »Werk einer feministischen Sekte« und »quasi-religiöse Strömung« bezeichnet, die sich wie ein »Krebsgeschwür« immer weiter ausbreite und sämtliche Fachbereiche erobere (GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will).

Kutschera machte wiederholt geltend, dass Gender-Forschung nichts mit Naturwissenschaft zu tun habe, und stellte in dem erwähnten Interview dar: »Unsere Theorien basieren auf Fakten, während in der Sozialkunde vor sich hin theoretisiert wird.« Anhänger der Gender-Bewegung sind für den Biologen Pseudowissenschaftler, die er auf derselben Stufe ansiedle wie Wünschelrutengänger. Dazu zähle er auch die Anhänger des Kreationismus.

Neben erzürnten Zeit Online-Artikeln zog Kutschera den Missmut des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) seiner Universität Kassel auf sich. Dort ist er als Inhaber des Lehrstuhls für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie tätig. Die AStA reichte eine Beschwerde bei der zuständigen Hochschulleitung ein. Der Studierendenausschuss wertet Kutscheras Äußerungen als »abwertend und plakativ«. Zudem verleugne er die »Geschlechteridentität und reproduziere gesellschaftliche Rollenzuschreibungen«. Das Universitätspräsidium wurdeaufgefordert, hierzu schriftlich Stellung zu beziehen.

»Armutszeugnis für den naturwissenschaftlichen Bildungsstand in Deutschland«

Die »Kritisch Uni Kasse (KUK)l« veröffentlichte Ende Februar ein »Statement zu den sexistischen und rassistischen Äußerungen Ulrich Kutscheras«, auf das der Biologe mit einer Veröffentlichung auf der Seite der Richard Dawkins Foundation antwortete.

Zusammenfassend kommt der Wissenschaftler zu dem Schluss, dass die »KUK-Gender-Ideologen (m/w) die im ›Gender-Paradoxon‹ dargelegten biologischen Sachverhalte nicht verstanden haben und an der Sache vorbeiargumentieren. Da man nur etwas infrage stellen kann, was man auch verstanden hat, ist dieses unkritische Pamphlet ein Armutszeugnis für den naturwissenschaftlichen Bildungsstand in Deutschland. Meine pseudowissenschaftlich-kreationistisch argumentierenden Kritiker unterstellen mir ihr reaktionär-konservatives, vordarwinsches Weltbild (Darwins Irrtum: Vorsintflutliche Funde beweisen – Dinosaurier und Menschen lebten gemeinsam (Video)), was ich mit Nachdruck zurückweise – Wissen heißt, den Glauben überwunden zu haben.«

Der Evolutionsbiologe legte seit seiner fundamentalen Gender-Kritik auf einem anderen ideologisch verminten Gebiet nach und äußerte sich in ebenso klaren Worten zur ungeregelten Immigration. Kutschera bezeichnete diese als eine Masseneinwanderung – und zitierte hierbei eine amerikanische Journalistin, die den Begriff »Invasion – von muslimischen Kämpfern« verwendete. Zudem erschien im Februar sein Buch mit dem Titel Das Gender-Paradoxon, in dem der streitbare Evolutionsbiologe seine Kritik zusammenfasst.

Initiative zur Ausladung ging von Frauenbeauftragten aus

Wie die Geschäftsstelle des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung Mitte des Monats mitteilte, habe die Veröffentlichung seines Buches den Ausschlag gegeben, den renommierten Wissenschaftler auszuladen, so die Darstellung derPräsidentin der Hochschule, Professor Katharina Krause.

In einer schriftlichen Stellungnahme des Präsidiums der Universität begründet Krause den Schritt mit der Befürchtung, »dass der ursprünglich geplante Auftaktvortrag nicht der Intention des Studiums generale gerecht wird, Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung in einer für die Öffentlichkeit verständlichen Form zu vermitteln«.

Denn Kutschera sei in jüngerer Zeit vor allem wegen seiner polarisierenden Äußerungen gegen die Gender-Forschung aufgefallen. Die Initiative, ihn nicht sprechen zu lassen, soll laut dem christlichen Magazin Idea von der Frauenbeauftragten der Universität Silke Lorch-Göllner ausgegangen sein (Missliebige Literatur wird zensiert: Wieder „Bücherverbrennung“ in Deutschland). Für sie sei es nicht akzeptabel, dass ein so umstrittener Forscher bei einer Vorzeigeveranstaltung spreche.

Kutschera: Absage – keine Ausladung

Zwischenzeitlich machte Professor Kutschera in einer Stellungnahme klar, dass es sich nicht um eine Ausladung, wie von der Universitätsleitung behauptet, handle, sondern um eine Absage seinerseits. Laut dem Magazin ScienceFiles gehe aus der Stellungnahme von Kutschera eindeutig hervor, dass die »Informationen der Präsidentin« der Universität Marburg falsch seien.

Es seien entweder bewusste Falschaussagen oder das Ergebnis eines gesichtswahrenden Versuchs, bei dem man es mit der Wahrheit nicht so genau genommen habe, so die Mutmaßung.

Die Klarstellung von Professor U. Kutschera, Stanford/Kalifornien, USA im Wortlaut:

»Freiwillige Absage – gegenstandslose Ausladung.

Am 18. März hatte mir der einladende Kollege und Organisator der Marburger Evo-Vortragsreihe, Herr Professor Rensing, mitgeteilt, dass es Proteste aus der Gender-Zunft und von gewissen AStA-Vertretern geben wird – man plane Protestaktionen gegen den Bio-Bösewicht aus Kassel.

Als Grund wurde unter anderem mein verhasstes Fachbuch Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen (2016) angeführt. Da ich mich als international ausgewiesener Life Scientist und Lehrbuchautor nicht von politisierenden Sozialkonstruktivisten, die keine Ahnung von den Prinzipien physiologisch-evolutionsbiologischer Forschung haben, öffentlich beleidigen lasse, habe ich am 19. März meinen Marburger Einführungsvortrag abgesagt – die nachgeschobeneAusladung ist eine Farce.

Diskussionen mit moneyistisch indoktrinierten Gender-Religioten sind genauso sinnlos wie Gespräche mit Junge-Erde-Kreationisten (Verbreitung der Flache-Erde-Theorie als Strategie der Diskreditierung kritischer Meinungsäußerung (Videos)).

Für beide Sektierergruppen gibt es keine objektiven Fakten, alles sei nur sozial konstruiert, die Evolution sei auch nur ein Mythos usw. Biologen und auch Naturforscher werden als irregeleitete Ideologen abqualifiziert. Gender-Kreationisten vertreten somit ein irrationales, vordarwinsches, konservativ-reaktionäres Weltbild, das heißt, das Dogma vomerschaffenen Grundtypen-Unisexmenschen-Urvater John Money, der als pädophiler Kinderschänder in die Geschichte eingegangen ist, lässt grüßen.

Ich stehe hinter jeder Zeile, die ich im Gender-Paradoxon geschrieben habe, und betrachte die Marburger Ausladung als weiteren Beweis für meine These, dass der Moneyismus eine dogmatisch-pseudowissenschaftliche Sektenideologie ist, die von jedem vernunftbegabten Menschen zurückgewiesen werden sollte.

Professor U. Kutschera, Visiting Scientist, Stanford, California 94305, USA«

Wie weit die ideologische Unterwanderung der Wissenschaft durch die feministische Gender-Ideologie bereits fortgeschritten ist, zeigt sich in erschreckender Weise einmal mehr im Umgang der Universität Marburg mit dem unbequemeren Evolutionswissenschaftler Kutschera (Gender-Schulbücher abgeschafft: Venedigs Bürgermeister macht Schluss mit dem Gender-Wahnsinn).

Anstatt Diskussionsfähigkeit zu beweisen, greifen diese Ideologen zum Mittel der Diskriminierung und Ausgrenzung und dem Versuch, ein Redeverbot zu verhängen.

Literatur:

GenderGaga: Wie eine absurde Ideologie unseren Alltag erobern will von Birgit Kelle

Generation Ego: Die Werte der Jugend im 21. Jahrhundert von Bernhard Heinzlmaier

Dann mach doch die Bluse zu: Ein Aufschrei gegen den Gleichheitswahn von Birgit Kelle

Die Diktatur der Dummen: Wie unsere Gesellschaft verblödet, weil die Klügeren immer nachgeben von Brigitte Witzer

Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de am 30.03.2016

http://www.pravda-tv.com/

DELBRÜCK: 14-Jähriger wird im Delbrücker Hallenbad sexuell missbraucht

Die beiden Tatverdächtigen wurden von der Polizei festgenommen. - © dpa

DIE BEIDEN TATVERDÄCHTIGEN WURDEN VON DER POLIZEI FESTGENOMMEN. | © DPA

Polizei nimmt 20-jährigen und 25-jährigen Zuwanderer aus Afghanistan fest

Delbrück. Am Freitagnachmittag wurde ein Jugendlicher im Delbrücker Hallenbad von zwei Männern zu sexuellen Handlungen genötigt. Der 14-jährige Junge und ein 11-jähriger Freund wurden während des normalen Schwimmbetriebs im Schwimmbecken von zwei Erwachsenen zunächst nur angesprochen und beobachtet.

Als die zwei Jungen gegen 16.45 Uhr die Duschen und Umkleidekabinen aufsuchten, folgten ihnen die beiden Männer dorthin. Während der 11-Jährige sich verstecken konnte, wurde der 14-jährige Junge in den Umkleidekabinen festgehalten. Dort sei es gegen seinen Willen zu sexuellen Handlungen durch beide Männer gekommen.

Nach den Taten vertrauten sich die beiden Jungen dem Schwimmmeister an und alarmierten selbständig die Polizei. Beide Tatverdächtige, bei denen es sich um einen 25-jährigen und einen 20-jährigen Zuwanderer aus Afghanistan handelt, konnten am Hallenbad von der Polizei festgenommen werden. Sie wurden am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Paderborn dem Haftrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft gegen die beiden Beschuldigten anordnete.

http://www.nw.de

Scharia in Deutschland – Sabatina James

Scharia in Deutschland

Angriff auf unsere Demokratie

Islamunterricht an deutschen Schulen. Öffentliche Aufrufe zum Mord an Andersgläubigen. Forderungen, auch in Deutschland, die Scharia einzuführen. Stellen radikale Islamisten immer mehr eine Bedrohung für unsere demokratische Ordnung dar? Sabatina James, Aktivistin und Publizistin, warnt vor den fatalen Folgen unserer falsch verstandenen Toleranz. Sie fordert uns auf, die vom Islam ausgehende Bedrohung unserer Freiheit und Demokratie ernst zu nehmen. Es ist Zeit, dass wir die Diskussion nicht Rechtsextremisten überlassen, sondern erkennen, wie sehr unsere Werte in Gefahr sind.

http://info.kopp-verlag.de/

»Islam-Mode« ‒ Islamisierung mit Hilfe von Dolce & Gabbana sowie H&M

(Admin: Wann werden die Frösche im Wasserglas merken, daß sie gegart werden? – Dann, wenn es zu spät ist für uns alle. Und was eigentlich hat Verhüllung mit Mode!! zu tun?)

Birgit Stöger

Nicht erst seit den letzten islamischen Anschlägen in Paris und Brüssel wird über das im öffentlichen Raum immer klarer werdende Ausmaß der Islamisierung der westlichen Gesellschaften diskutiert.

Wer sich in europäischen Städten bewegt, wird in immer penetranterer Art und Weise mit dem Kampfsymbol des Islams ‒ dem muslimischen Kopftuch – konfrontiert. Auch wenn die darunter verhüllte Muslima halsabwärts Modebewusstsein demonstriert ‒ die Ansage an die westliche Werteordnung ist durch das Tragen des muslimischen Kopftuchs platziert. Hüllt sich die muslimische Weiblichkeit in einen Niqab oder gar eine Burka, verfängt das höchst konstruiert wirkende Argument der modischen Bandbreite mancher Multikulti-Ideologen längst nicht mehr.

»Es gab auch amerikanische Neger, die für die Sklaverei waren«

Die Krone Zeitung, Österreichs auflagenstärkste Boulevardzeitung, nennt die erneut aufgeflammte Diskussion in Frankreich über die »Islam-Mode« eine »hysterische Debatte«.

Die französische Ministerpräsidentin für Familie, Kinder und Frauenrechte, die Sozialistin Laurence Rossignol, nannte es »unverantwortlich«, dass große Modefirmen wie Marks & Spencer, Mango sowie Uniqlo neuerdings Kollektionen für die »muslimische Frau« aufgelegt haben und das muslimische Kopftuch oder den muslimischen Ganzkörperbadeanzug mit ihrem Label versehen auf den Markt werfen.

Hochpreisige Modeschöpfer wie Dolce & Gabbana entwerfen Niqabs ‒ den muslimischen Kopf- und Brustschleier ‒ und Abayas ‒ ein sackartiges Übergewand, das in Saudi-Arabien für Frauen in der Öffentlichkeit als Mindeststandard der Verhüllung zwingend vorgeschrieben ist. »Sie entziehen sich ihrer sozialen Verantwortung und werben in gewisser Weise für ein Einsperren des weiblichen Körpers«, so Rossignol in einem Interview, das sofort nach der Veröffentlichung für massive Aufregung sorgte.

»Seit nicht Komplizen dieser Diktatur, die Frauen dazu zwingt, sich zu verstecken!«

Die Ministerin antwortete auf die immer wieder verwendete Entgegnung, einige muslimische Frauen trügen die Kleidung aus freien Stücken und ganz bewusst: »Es gab auch amerikanische Neger, die für die Sklaverei waren.« Rossignol wurde stehenden Fußes umgehend für die politisch inkorrekte Verwendung des Wortes »Neger« gerügt. Viel schwerer indes wiegt ihre Kritik an der zunehmenden Islamisierungstendenz der französischen Gesellschaft.

Der Präsident der französischen »Beobachtungsstelle für Islamfeindlichkeit« ‒ einer staatlichen Institution, die im Rahmen des »Kampfs gegen Rechts« in Deutschland sicherlich nicht mehr lange auf seine Realisierung warten muss ‒ warf Rossignol eine »Stigmatisierung« muslimischer Frauen vor. Zudem helfe die Ministerin den Anwerbern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Am Donnerstag hatten dann annähernd 20 000 Menschen eine Online-Petition für den Rücktritt der 58-jährigen Politikerin unterschrieben.

Rückendeckung aus der Welt des Glamours erhielt die gescholtene Politikerin von Pierre Berge, langjähriger Lebenspartner des Modeschöpfers Yves Saint Laurent und Mitbegründer des gleichnamigen Modehauses, das sich seit den 1960er-Jahren auf die Fahnen geschrieben hatte, Mode für die »emanzipierte Frau« zu kreieren. Berge findet die islamisch angehauchten Angebote der westlichen Bekleidungsfirmen »skandalös«: »Ich dachte immer, dass ein Modeschöpfer dazu da sei, Frauen schöner zu machen, ihnen Freiheit zu geben und nicht Komplizen dieser Diktatur zu sein, die Frauen dazu zwingt, sich zu verstecken.« Berge appelliert an die Modeschaffenden: »Verzichtet auf Geld, habt Überzeugungen!« Die bekannte französische Modeschöpferin Agnès Troublé warnte davor, solche Bekleidung zu »verharmlosen«.

Islamic Fashion : »Ein Fest religiöser Freiheit«

Weniger kritisch, medial sogar äußerst islamaffin, wird dem stark wachsenden »Islamic Fashion«-Bereich in Deutschland begegnet. Erst vor Kurzem produzierte die Modekette H&M aus Schweden ebenfalls eine Kollektion für die in Deutschland ansässige islamtreue Konsumentin der billig produzierten Bekleidungsmode. In dem »Werbeclip«, der laut Modeketten-O-Ton »alle Regeln bricht«, wirbt das Textilhandelsunternehmen mit einem Kopftuch tragenden Model. Im britischen Guardian wie auch im deutschen Spiegel wird die Werbemaßnahme mit dem britischen Kopftuchmodel Mariah Idrissi als »ein Fest religiöser Freiheit« gefeiert, auch wenn die hübsche Muslima in Interviews genau dies durch ihre Aussagen negiert. Die 23-jährige Britin mit Eltern aus Pakistan und Marokko ist strenggläubig und überzeugt: »Es ist eine Pflicht – für Männer wie Frauen –, sich zu bedecken«, und zeigt in ganzer Bandbreite, was sich für eine anständige Frau ziemt und was nicht.

Im Spiegel-Interview klärte die Muslima darüber auf, dass die Bedeckung des weiblichen Körpers viel weiter reiche als das, was für islamische Männer vorgeschrieben sei, die nur bestimmte Teile ihres Körpers bedecken sollten: »Der gesamte Körper muss bedeckt sein, bis auf Gesicht und Hände. Auch der Nacken darf nicht zu sehen sein. Bei den Füßen geht die Meinung auseinander, da kommt es auf die persönliche Einstellung an. Ich zeige sie nicht«, so die in einer westlichen, offenen Gesellschaft aufgewachsene junge Frau. Muslimische Frauen sollten sich auch von den Laufstegen dieser Welt fernhalten. Es sei denn, es handele sich um »reine Frauenveranstaltungen«.

Modemarkt für fundamentalistische Christinnen vernachlässigbar klein

Dass Modeketten wie H&M mit islamkonformem Modeangebot auch in Deutschland auf die starke Nachfrage aufgrund des immensen Zustroms von Menschen aus dem islamischen Kulturkreis reagieren, ist vom wirtschaftsliberalen Standpunkt aus nachvollziehbar. H&M beantwortet sein Angebot damit, dass der Konzern noch nie »religiös oder politisch Stellung« bezogen hätte. Vielmehr gehe es »um den Bruch mit vermeintlichen Moderegeln«.

Die Frage der feministischen Zeitschrift Emma, ob sich H&M auch eine schriftgläubige Christin engagiert hätte, die die »Geschlechtertrennung und die komplette Verhüllung von Frauen aus religiösen Gründen fordert«, und sich der Spiegel mit dem gleichen Eifer erkundigt hätte, wird von den Kampffeministinnen aus dem Hause Alice Schwarzer rundweg verneint. Klar sei, dass der Modemarkt für fundamentalistische Christinnen von H&M und Co. vernachlässigbar klein sei, hingegen der Markt für fundamentalistische Muslimas ein Millionengeschäft.

Kampfansage an die westliche Werteordnung

Das muslimische Kopftuch gilt heute weltweit als ein Symbol für die Geschlechter-Apartheid. Das Argument, von Islamverbänden als auch von islambegeisterten Politikern wie dem Grünen Volker Beck vorgetragen, das muslimische Kopftuch sei ein »religiöser Imperativ«, also eine religiöse und keine politische Forderung, verfängt nicht, da sieben von zehn in Deutschland lebenden Frauen aus dem muslimischen Kulturkreis laut einer großen Studie im Auftrag des Innenministeriums noch nie ein Kopftuch getragen haben. Selbst unter den sich selbst als »tief religiös« bezeichnenden Muslimas trägt jede zweite kein Kopftuch und der Rest nur manchmal.

Das vermehrte Tragen des islamischen Kopftuchs in Europa seit den 1980er-Jahren war von Anfang an eine klare religiös motivierte politische Kampfansage des Islams gegen die westliche Werteordnung. Die aufkommende »Islamic Fashion« degradiert, ganz im Sinne des Islams, durch das – nun modische – Verhüllen von Frauen diese zum sexuellen Objekt. Und jede unverhüllte Frau zum Freiwild, was die Silvesternacht 2015/16 mehr als deutlich aufzeigte.

Dieser falsch verstandenen Toleranz unter dem modischen Mäntelchen der »religiösen Vielfalt« kann durch klare Ansagen und ein konsequentes Konsumverhalten noch begegnet werden. Hier sollte sich jede Konsumentin, und insbesondere die angeblich so große Anzahl der säkularen und liberalen Muslimas in unserer Gesellschaft, angesprochen fühlen.

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IWF drängt Deutschland zu Schulden-Verzicht in Griechenland

Abgehörtes Telefonat

Der IWF droht Deutschland mit dem Rückzug aus dem Bail-Out für Griechenland. Athen ist empört und vermutet dahin einen Erpressungsversuch: Deutschland soll endlich zu einen Verzicht auf seine Forderungen gegen Griechenland gebracht werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem griechischen Premier Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem griechischen Premier Alexis Tsipras. (Foto: dpa)

 

 

Wikileaks hat die Mitschrift einer Telefonkonferenz von drei hochrangigen IWF-Mitarbeitern veröffentlicht. Der IWF berät dort, wie man Angela Merkel dazu drängen kann, einen Schuldenerlass für Griechenland zuzustimmen. Griechenland zeigt sich verärgert, dass Deutschland „erpresst“ werden soll.

Bei dem auf der Wikileaks-Internetseite am Samstagmorgen veröffentlichten Dokument handelt es sich nach Angaben der Enthüllungsplattform um die Abschrift einer Telefonkonferenz vom 19. März zwischen dem Dänen Poul Thomsen, dem IWF-Chef für Europa, der rumänischen IWF-Griechenland-Unterhändlerin Delia Velculescu und der bulgarischen IWF-Haushaltsexpertin Iva Petrova.

Das Telefonprotokoll zeigt das Misstrauen des IWF gegenüber Athen und der EU: Thomsen beschwert sich darüber, dass die Verhandlungen mit dem Mittelmeerland nur schleppend vorankommen und die Wirtschaftsprognosen des IWF und der EU für Griechenland voneinander abweichen.

Der IWF plädiert dafür, dass die europäischen Gläubiger Griechenland einen Teil seiner Schulden erlassen, die eigenen Kredite will der IWF aber zur Gänze zurückgezahlt haben. Nur wenn es zu dieser Einigung komme, will der IWF dem geplanten dritten Kreditpaket zustimmen. Vor allem Deutschland ist gegen diese Einigung.

Mit der Drohung, dem Kreditpaket nicht zuzustimmen, so die Überlegung, könne Druck auf die EU-Geldgeber und dabei vor allem auf Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgeübt werden, zu einer Einigung noch im April zu kommen.

Thomsen soll wörtlich gesagt haben: „Im Kern sagen wir zu dem Zeitpunkt ,Schauen sie, Frau Merkel, sie stehen vor einer Frage, sie müssen darüber nachdenken, was mehr kostet: weiter vorangehen ohne den IWF würde den Bundestag sagen lassen, der IWF ist nicht an Bord? – oder sie wählen den Schuldenerlass und damit das, was Griechenland nach unserer Meinung braucht, und behalten uns an Bord.’ Richtig? Genau um diesen Punkt geht es.“

Griechische Offizielle reagierte verärgert auf die Enthüllung. Es sei der Beweis, dass der IWF Deutschland mit dem Thema Schuldenerlass „erpressen“ würde, schreibt die FT.

Thomsen sagt weiterhin, dass Merkel durch die Flüchtlingskrise – und den damit verbundenen Druck und Kosten für Deutschland – eher bereit sein könnte, die Linie des IWF mitzutragen. Die Frage sei Schuldenschnitt und Zusammenarbeit mit dem IWF, oder kein Schuldenschnitt, aber dafür kein IWF mehr in der Troika und höhere Kosten für alle Verhandler. Vor diese Wahl müsse man Merkel stellen.

Thomsen wird außerdem mit der Aussage wiedergegeben, in der Vergangenheit habe sich gezeigt, dass die Griechen nur dann zu einer Entscheidung kämen, wenn sie nahezu zahlungsunfähig seien. Die Frage sei, wie es zu einer Entscheidung komme. Velculescu sagt dem Protokoll zufolge, sie stimme Thomsen zu, dass es eines „Ereignisses“ für eine Entscheidung bedürfe. Sie wisse aber nicht, welches Ereignis das sein werde.

Die Gespräche zwischen Griechenland und der Kreditgebern – EU-Kommission, Europäische Zentralbank (EZB), Europäischer Stabilitätsmechanismus (ESM), der Unterstützungsfonds der Eurozone, und IWF – sollen am Montag nach zweiwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen werden. Der IWF hat dem letzten Kreditprogramm für das hochverschuldete Griechenland noch nicht zugestimmt.

Unter dem Druck seiner internationalen Gläubiger hatte Athen zugestimmt, im Gegenzug für neue Kredite in Höhe von 84 Milliarden Euro Privatisierungen und einschneidende Kürzungen bei den Sozialsystemen, unter anderem bei den Renten, vorzunehmen.

Die griechische Regierung verlangte am Samstag „Erklärungen“ vom IWF. Regierungschef Alexis Tsipras kündigte einen Brief an die IWF-Chefin Christine Lagarde und die EU-Staats- und Regierungschefs an. Eine Regierungssprecherin sagte am Samstag im staatlichen Fernsehen, man wolle vom IWF wissen, ob es dessen offizielle Position sei, kurz vor dem EU-Referendum in Großbritannien Bedingungen für eine Pleite Griechenlands herbeiführen zu wollen. Die FT zitiert einen hochrangigen griechischen Beamten: „Wir werden nicht erlauben, dass irgendjemand Griechenland oder Deutschland erpresst.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

„Ankara wird seine Syrienpolitik anpassen und eine Normalisierung mit Russland suchen“

Von: https://deutsch.rt.com

„Ankara wird seine Syrienpolitik anpassen und eine Normalisierung mit Russland suchen“

Der türkischstämmige Politikwissenschaftler und Doktorand am Otto-Suhr-Institut Şafak Baş befasst sich bereits seit Jahren mit den politischen und wirtschaftlichen Kräfteverhältnissen im Nahen Osten. Er kommentiert regelmäßig für internationale Formate die türkische sowie iranische Innenpolitik. Im Interview mit RT Deutsch-Redakteur Ali Özkök spricht er über Perspektiven in Anbetracht der veränderten Lage in Syrien, mit Schwerpunkt auf der Rolle von Russland und der Türkei.

RT Deutsch: Sehr geehrter Herr Baş, in Syrien zeichnet sich ab, dass Präsident Assad im Amt bleiben wird und die sunnitischen Rebellen ihr ursprüngliches Ziel der „Revolution“, die zu einem Regierungswechsel führt, nicht erreichen werden. Dies bedeutet jedoch auch, dass die Türkei und andere Länder, die sich auf die Seite der Rebellen gestellt haben, ihr Ziel nicht erreichen werden. Wie werden sie in Bezug auf Syrien weiter vorgehen?

Şafak Baş: Es ist unabstreitbar, dass der syrische Bürgerkrieg einen internationalen Charakter hat. Insbesondere die Regionalmächte Iran, Türkei und Saudi-Arabien sind tief in den syrischen Bürgerkrieg verwickelt. Das Eingreifen Russlands und die amerikanische Haltung jedoch haben den Unterstützern der Rebellen gezeigt, dass ein Umsturz nicht erwünscht ist. Vielmehr geht es meines Erachtens um Schadensbegrenzung und Eindämmung radikal-islamistischer Gruppen in Syrien. Ich denke, dass Ankara seine Politik dementsprechend anpassen wird. Dies wird sicherlich nicht von heute auf morgen passieren, aber es ist absehbar, dass die Regierung hinsichtlich Syrien eine ähnliche Haltung wie die der westlichen Partner einnehmen wird. Auch der Umstand, dass Ankara wieder verstärkt die Nähe Teherans sucht, ist ein Indiz dafür, dass die Regierung realisiert hat, dass in Syrien vieles entgegen ihren Wünschen und Interessen läuft. Dennoch wird Ankara weiterhin seine zentralen Interessen verfolgen (Eindämmung der PYD und Unterstützung der Turkmenen).

Bei Saudi-Arabien spielt der Faktor Iran eine große Rolle. Ideologische Beweggründe sowie die saudische Perzeption Irans als Feindbild sind hier die treibenden Kräfte. Diese Perzeptionen wiederum sind tief im machtpolitischen Establishment verankert und nur schwer umkehrbar. Die saudische Außenpolitik in Syrien und im Jemen zeigt dies überdeutlich.

RT Deutsch: Die „Kurdenfrage“ wird weiter ein Faktor bleiben, der zu Instabilität in der Region beitragen kann. Die Türkei sieht sich von der PKK und den YPG-Milizen in Syrien bedroht, die mit Ankara verbündete Führung der KRG befindet sich in anhaltenden Spannungen mit der irakischen Zentralregierung, im Iran soll es jüngst zu einem Angriff der kurdischen PDKI auf den iranischen Militärstützpunkt Majid Xan in der Stadt Bokan gekommen sein. Wie wahrscheinlich ist es, dass daraus ein Flächenbrand entsteht?

Şafak Baş: Ich sehe keine akute Gefahr für einen Flächenbrand, der durch kurdische Separatismusbewegungen entstehen könnte. Die PKK führt bereits seit 30 Jahren einen Krieg gegen die Türkei. Öcalan zählt zu den bedeutendsten Persönlichkeiten unter den Kurden und dennoch hat die PKK nie Interesse daran gehabt, die kurdischen Minderheiten im Iran, Irak oder Syrien gegen die jeweiligen Regime zu mobilisieren. Vielmehr hat man versucht, „Schwesterparteien“ (PJAK im Iran und PYD in Syrien) zu etablieren und ähnliche Bewegungen loszustoßen bzw. Präsenz zu zeigen. Ein gemeinsames Vorgehen der betroffenen Staaten gegen die PKK und ihre „Schwesterparteien“ hat in der Vergangenheit stets zu einer Eindämmung der PKK geführt und ist daher nicht im Interesse der Gruppe.

Zudem ist es wichtig, zu erwähnen, dass die PYD sich Ankara gegenüber zurückhält. Man ist eher darauf bedacht, die durch den syrischen Bürgerkrieg eroberten Gebiete zu halten und stellenweise auszuweiten. Selbstverständlich ist der Übergang zwischen PKK und PYD fließend, aber die Rollenverteilung ist klar festgelegt.

Die PDKI hat kürzlich den bewaffneten Kampf gegen die Islamische Republik Iran wiederaufgenommen. Ideologisch gesehen unterscheidet sie sich jedoch teilweise von der PKK. Auch ist es in der Vergangenheit zu Kämpfen zwischen den beiden Gruppen gekommen. Eine Verbrüderung zwischen der PKK und der PDKI halte ich momentan für unrealistisch.

RT Deutsch: Wie dominant wird der konfessionelle Faktor in der Region werden, wie stark wird es auf eine Konfrontation zwischen „sunnitischer“ und „schiitischer“ Außenpolitik hinauslaufen?

Şafak Baş: Dies hängt vor allem von Iran und Saudi-Arabien ab. Daran knüpfen die Ereignisse im Irak und in Syrien. Beide Staaten sind sich darüber im Klaren, dass der konfessionelle Faktor die Region in den Abgrund stürzen kann. Dennoch ist es ein probates Mittel, um Einfluss auszuüben. Beide Seiten gefallen sich in der Rolle der Protektoren der Sunniten bzw. Schiiten in der Region. Auf Dauer schädigt dies jedoch die langfristigen Interessen Riads und Teherans, da es im Interesse beider Staaten ist, ein Mindestmaß an Stabilität in der unmittelbaren Nachbarschaft zu haben. Außenpolitische Abenteuer können kontraproduktive Ergebnisse herbeiführen. Eine konfessionsgebundene Außenpolitik basiert auf ideologisch-religiösen Weltbildern, die oftmals Rationalität und Pragmatismus vermissen lassen. Rationalität und Pragmatismus in der Außenpolitik sind jedoch unabdingbar. Insbesondere der Iran ist sich darüber im Klaren und wird mit Hilfe anderer Staaten versuchen, diplomatische Kanäle zu den Saudis einzurichten um die Lage zu entschärfen. Die Reaktion Riads scheint mir eher das Problem zu sein. Druck aus Washington jedoch könnte hierbei hilfreich sein.

RT Deutsch: Der türkische Premierminister Davutoğlu hat deutlich artikuliert, dass Ankara die „osmanischen Städte“ Aleppo, Mosul und Kirkuk als eigene natürliche Einflusszonen betrachtet. Welche Konsequenzen wird das in der Zukunft haben?

Şafak Baş: Die genannten Städte zählten historisch stets zum Einflussbereich des Osmanischen Reiches. Dass sich Premierminister Davutoğlu dem historischen Erbe der Osmanen verbunden zeigt, ist keine weltbewegende Neuigkeit. Leider hat mitunter seine Außenpolitik dazu geführt, dass alle drei Städte sich nicht mehr länger im Einflussbereich Ankaras befinden. Die Fakten auf dem Feld sprechen gegen die Wahrnehmung Davutoğlus. Ich halte daher Davutoğlus Behauptungen eher innenpolitisch motiviert und ohne außenpolitische Aussagekraft.

RT Deutsch: Der Präsident der Kurdischen Autonomieregion Masud Barzani hat ein Referendum über einen eigenständigen Kurdenstaat in Aussicht gestellt und „das Ende von Sykes-Picot“ verkündet. Ist dies eine realistische Option?

Şafak Baş: Es ist sicherlich eine Option, aber für den Moment eine eher unrealistische. Die Kurdische Autonomieregion wäre ohne die militärische Hilfe des Westens und der Türkei vom IS überrannt worden. Auch die finanzielle Situation ist durch den Disput mit der Zentralregierung in Bagdad über die Verteilung der Erdölerlöse sehr angespannt. Innenpolitischer Stillstand ist ein weiteres ernsthaftes Problem, dass die KRG hemmt und schwächt. Ich halte es mit Hinblick auf die oben genannten Probleme daher für unangebracht, über ein Referendum zu sprechen.

RT Deutsch: Russland hat sich mit seinem Eingreifen in Syrien als bedeutsamer Player im Nahen Osten etabliert. Wohin wird sich der Einfluss Moskaus ihrer Meinung nach in der Region künftig entwickeln?

Şafak Baş: Moskau hat gezeigt, dass es in der Lage ist, erfolgreich in einen Konflikt einzugreifen und diesen entlang seiner Interessen zu gestalten. Rein rational betrachtet war die Intervention in Syrien eine Machtdemonstration und strategische Meisterleistung Russlands. Ethisch ist dies eher problematisch zu bewerten, da laut zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen viele Zivilisten ihr Leben verloren haben und die Flüchtlingskrise weiter verschärft wurde. Nichtsdestotrotz wird Russland auch künftig eine wichtige Rolle im Nahen- und Mittleren Osten einnehmen.

RT Deutsch: Zum Abschluss: Glauben sie, dass es trotz einer zunehmenden türkisch-ukrainischen Annäherung noch Platz für Pragmatismus zwischen Moskau und Ankara gibt? Zahlreiche westliche Analysten glauben ja, dass es im Schwarzen Meer und im Südkaukasus – eine mit Blick auf den Bergkarabach-Konflikt eskalierende Konstellation – zu einer von der Türkei angeführten anti-russischen Blockverhärtung kommen könnte.

Şafak Baş: Ich denke nicht, dass Russland Interesse an einer weiteren Eskalation mit Ankara hat. Selbiges gilt für die Türkei. Die Beziehungen beider Länder sind in der Tat angespannt und werden sowohl von Putin wie von Erdoğan personalisiert. Dennoch gibt es Bemühungen, die Beziehungen wieder auf eine vernünftige Ebene zu bringen. Die Türkei hat hierbei bereits um die Vermittlung Teherans in dieser Sache gebeten. Der russische Teilabzug aus Syrien ist ebenfalls ein Faktor der für eine künftige Entspannung spricht. Hinzu kommen wirtschaftliche Interessen, die über kurz oder lang eine Annäherung unumgänglich machen. Weder das Konfliktpotential im Südkaukasus noch der anhaltende Bergkarabach-Konflikt sind aus Sicht Moskaus und Ankaras bedeutend genug, um Blockverhärtungen zu Stande kommen zu lassen.

Destabilisierung droht – Neuer Krieg im Kaukasus wird zur Gefahr für Russland

Zwischen Armenien und Aserbaidschan ist es zu neuen gewalttätigen Auseinandersetzungen um Bergkarabach gekommen. Die Entwicklung ist für Russland gefährlich, weil in der Region zahlreiche Öl- und Erdgas-Pipelines verlaufen. Wer hinter der überraschenden Eskalation steckt, ist unklar. Die US-Neocons halten Aserbaidschan für ähnlich wichtig für die Zukunft Russlands wie die Ukraine.

Junge Armenier melden sich am Samstag freiwillig zum Armee-Einsatz, um die Region Bergkarabach zu verteidigen. (Foto: dpa)

Junge Armenier melden sich am Samstag freiwillig zum Armee-Einsatz, um die Region Bergkarabach zu verteidigen. (Foto: dpa)

Nach dem Ausbruch neuer Kämpfe in der von Armenien kontrollierten Region Bergkarabach haben der russische Präsident Wladimir Putin und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die Konfliktparteien zur Zurückhaltung aufgerufen. Es gehe darum, weitere Opfer zu vermeiden, zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax am Samstag Aussagen eines Sprechers von Putin. Putin habe die Konfliktparteien aufgefordert, die Kampfhandlungen sofort einzustellen, schreibt die TASS. Steinmeier erklärte, in dem Konflikt könne es keine militärische Lösung geben. „Ich rufe die Seiten auf, die Kampfhandlungen unverzüglich einzustellen und den Waffenstillstand in vollem Umfang zu respektieren“, sagte der Bundesaußenminister.

Bergkarabach gehört zu Aserbaidschan, wird aber von Armenien kontrolliert. Nach den Kämpfen meldeten beide Seiten zahlreiche Opfer und beschuldigten sich gegenseitig, den Waffenstillstand gebrochen zu haben. Der Feind habe die Armee von Bergkarabach mit Panzern und Artillerie angegriffen, sei aber zurückgeschlagen worden, erklärte das armenische Verteidigungsministerium. Wer wirklich hinter der Eskalation steckt, ist unklar. Aserbaidschan hat ein enges Verhältnis zu der benachbarten Türkei. Der Vordenker der US-Neocons, Zbigniew Brzezinski, schreibt in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“, dass Aserbaidschan eine ähnlich wichtige geopolitische Rolle spielt wie die Ukraine. Mit dem Schicksal Aserbaidschans sei, so Brzezinski, auch das Schicksal Russlands verbunden.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion brach in den 90er-Jahren ein Krieg um Bergkarabach aus, der 1994 mit 30.000 Toten und einem Waffenstillstand endete. Dennoch kommt es dort immer wieder zu gewaltsamen Zusammenstößen, zuletzt im vergangenen Monat. Aserbaidschan droht regelmäßig, Bergkarabach mit Gewalt zurückzuerobern. Die jüngste Gewalt nährt Befürchtungen, der Konflikt in der von Öl- und Erdgas-Pipelines durchzogenen Region könnte sich ausweiten.

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