Boliviens Staatschef: Amerikanische Militärbasen und Anti-Drogenbehörde auflösen!

23. April 2016
Boliviens Staatschef: Amerikanische Militärbasen und Anti-Drogenbehörde auflösen!

La Paz. Der bolivianische Staatschef Evo Morales, der nicht als Freund der USA bekannt ist, hat einmal mehr Klartext gesprochen und aus seiner Abneigung gegen Washington kein Hehl gemacht. Jetzt zitiert die Nachrichtenagentur ABI Morales mit der Feststellung: „Dort, wo es DEA [die US-Drogenbekämpfungsbehörde; d. Red.] und US-Militärbasen gibt, wachsen Drogenhandel, Kriminalität, es gedeihen Regierungen, die alles privatisieren, es gibt Korruption in der Justiz, illegalen Luxus, korrupte Eliten, das Bankengeheimnis und sogar das Coca-Blatt wird kriminalisiert.“

Daher sollte die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA aufgelöst und US-Militärstützpunkte geschlossen werden, forderte Morales, der vormals Leiter der Cocalero-Bewegung war, eines Verbandes der Cocastrauch-Bauern. Der traditionelle Konsum von Coca sei in Bolivien ein legitimer Teil der Anden-Kultur. Morales trat bereits in der Vergangenheit auf internationalen Veranstaltungen immer wieder für die Legalisierung von Coca auf.

Morales wies zudem auf einen Anstieg des weltweiten Drogenkonsums um 40 Prozent hin. Er warf Washington eine „heuchlerische Politik“ vor: die USA nutzten den Anti-Drogenkampf als Vorwand für Militärinterventionen in anderen, an Naturressourcen reichen Ländern. (mü)

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