Die Juristin Kirsten Heisig kämpfte bis zu ihrem Tod 2010 gegen die Jugendgewalt im von türkischen und arabischen Einwanderern geprägten Berliner Bezirk Neukölln. Heisig wurde bundesweit als Haupt-Initiatorin des „Neuköllner Modells zur besseren und schnelleren Verfolgung von jugendlichen Straftätern“ bekannt.

Kirsten Heisig (li) 26. Februar 2010 bei der Verleihung des Bürgerinnenpreis liberta (Bild:Liberale; Bürgerinnenpreis „liberta“; Rechte: CC BY NC ND 2.0-Lizenz, Original: siehe Link)
Beschämende linkspolitische Einwendungen Ihr Buch »Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter« erschien nur vier Wochen nach ihrem angeblichen Suizid posthum und stand mehrere Monate auf den Bestsellerlisten.
Das Wirken Kirsten Heisig soll nun gewürdigt werden. Nach einem beschämend langem Hin-und Her hat sich die Bezirksverwaltung unter der Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD), deren Fraktion den Antrag im November des letzten Jahres stellte, nun entschieden, in der Kirchhofstraße/Ecke Emser Straße am 11. März ein Platz nach Heisig zu benennen.
Für den Antrag stimmten der SPD stimmte nur noch die CDU. Grüne und Linke enthielten sich, die Piraten lehnten den Antrag ab. Die linkspolitische Kritik: Heisig habe sich zu einseitig auf migrantische Jugendliche konzentriert und zu wenig für die Prävention getan.
»Neuköllner Modell«
Heisigs »Neuköllner Modell«, 2007 maßgeblich von Heisig – je nach politischer Ausrichtung „Richterin Gnadenlos“ oder „Richterin Courage“ genannt – wurde vor knapp sechs Jahren eingeführt und ist in die Berliner Rechtssprechung eingegangen. Heisig schlug bereits 2007 Alarm, indem sie aufzeigte, dass Jugendliche immergewalttätigere Straftaten begehen, jedoch auf diese keine angemessenen Konsequenzen erfolgen würden. Heisig wies darauf hin, dass es sich bei den Intensivtätern zu 80 Prozent um Jugendliche aus Zuwandererfamilien handelt.
Die Jugendrichterin setzte vor allem auf vereinfachte Jugendstrafverfahren, in denen sich junge Täter bei kleineren Delikten möglichst schnell nach der Tat vor Gericht verantworten müssen Die Gerichtsverhandlung soll spätestens innerhalb von drei bis fünf Wochen nach der Tat stattfinden, was in erster Linie erzieherisch auf die Straftäter einwirken soll. Als wichtige Voraussetzung für ein Absinken der immens hohen Jugendgewalt unter muslimischen Immigranten sah Heisig in einer engen Zusammenarbeit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht.
»Wenn wir nicht rasch und konsequent handelt, wenn wir unsere Rechts- und Werteordung nicht entschlossen durchsetzen, werden wir den Kampf gegen die Jugendgewalt verlieren«, so Heisigs Appell in ihrem Besteller » Das Ende der Geduld: Konsequent gegen jugendliche Gewalttäter«, das nur vier Wochen nach ihrem angeblichen Suizid posthum veröffentlicht wurde.
Suizid versus vertuschter Mord
Die Umstände des Todes von Kirsten Heisig erregten besonderes öffentliches Interesse, da die Staatsanwaltschaft eine äußerst restriktive Informationspolitik verfolgte. Die fragwürdigen Umstände ließen seither den Verdacht nicht verstummen, dass es sich bei Heisigs Tod um einen vertuschten Mord handelte.
Im November 2010 erstritt sich der Kopp-Online Journalist Gerhard Wisnewski , der den Fall Heisig ausführlich dokumentierte, vor dem letztinstanzlichen Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Aufhebung der strikten Nachrichtensperre der Staatsanwaltschaft. Der Generalstaatsanwalt wurde dazu verpflichtet, dem Antragsteller Auskunft über die Todesursache und den Todeszeitpunkt von Frau Heisig, den Fundort und die Auffindesituation der Leiche, darüber, welche Fakten eine Fremdverursachung des Todes ausschließen und welche objektiven Anhaltspunkte für ein planvolles Vorgehen von Frau Heisig in Bezug auf ihren eigenen Tod sprechen, zu erteilen. Kirsten Heisig, Mutter zweier Töchter, starb am 28. Juni 2010 im Alter von 48 Jahren. (BS)
Zum „Suizid“ von Kerstin Heisig ein Video mit Gerhard Wisnewski:
Sie hat aufgeregt, polarisiert und gespalten. Sie wirbelte Staub auf und ließ keinen kalt: die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig. Jugendliche Straftäter bestrafte sie schnell und hart. Sie war am Ende ihrer Geduld, so der Titel des Buches, an dem sie schrieb. Darin sprach sie aus, was andere nur dachten – und wollte verändern, wo andere nur verwalteten. Doch plötzlich verschwand sie spurlos. Fünf Tage später, am 3. Juli 2010, wurde die 48-jährige Heisig tot in einem Wald in Berlin-Heiligensee aufgefunden.
»Selbstmord — Fremdverschulden ausgeschlossen«, erklärten sofort die Behörden; »erhängt« behaupteten die Medien.
Doch als Kopp-Autor Gerhard Wisnewski zu recherchieren begann, erlebte er eine faustdicke Überraschung: Nirgends waren Beweise für einen Selbstmord von Kirsten Heisig zu finden.
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