12.03.2016 • 08:00 Uhr deutsch.rt

„Es gibt keine föderalen Gesetze über die Nutzung von Militärdrohnen auf Anforderung der zivilen Dienste. Daher haben diese Einsätze keine Gesetzte verletzt“, heißt es im Pentagon-Bericht.
Normalerweise setzt das US-Militär die Drohnen vom Typ „MQ-1 Predator“ und „MQ-9 Reaper“ in Konfliktgebieten ein, um Präzisionsangriffe auszuführen und gegnerische Ziele zu überwachen.

Wie die Zeitung „USA Today” schreibt, würden solche Einsätze der US-Streitkräfte im Inland gegen das 1878 verabschiedete Posse-Comitatus-Gesetz verstoßen, demzufolge der eigenmächtige Einsatz von Armee-Einheiten mit einer Geldbuße oder einer Freiheitsstrafe geahndet wird, außer wenn die Verfassung oder der Kongress einer Ausnahme zugestimmt haben.
Zuletzt wurde das Gesetz 1994 aktualisiert. Es soll Aktivitäten verhindern, die für einen Polizeistaat charakteristisch sind. Das Kabinett George W. Bush forderte nach dem Hurrikan „Katrina“ einige Novellen in diesem Gesetz und bekam dafür die Zustimmung der republikanischen Mehrheit im Kongress.
Viele Menschenrechtler und politische Gegner von Bush Junior sahen in der Erweiterung der Befugnisse des US-Militärs im Inland ein „Schlupfloch“ für einen Truppeneinsatz zur Verhängung eines Ausnahmezustands, zur Machtergreifung oder zur Unterdrückung von Massenunruhen. Nach der Wahl im Jahr 2006, als die Demokraten die Mehrheit im US-Kongress erkämpften, wurde die Novelle der Administration Bush Junior rückgängig gemacht.
Das FBI ändert die Spielregeln
Inzwischen hat das FBI allerdings die Regeln geändert. Das Ziel ist es, von militärischen Einrichtungen wie der NSA Informationen zu bekommen, darunter auch Gespräche und Metadaten von US-Bürgern. Um welche Novellen es dabei genau geht, ist ungewiss, weil diese Informationen geheim gehalten werden.
Die Abänderungen dürften den Teil 702 des Gesetzes über die Auslandsaufklärung betreffen, wodurch das FBI sich den Zugang zur NSA-Datenbank verschaffte. Dort sind die durch das „PRISM“-Programm beschafften Informationen wie E-Mails, Text-Dateien und Telefongespräche ausländischer Bürger gespeichert.
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