Torben Grombery
Der Chef der Sozialdemokraten in Deutschland, Sigmar Gabriel, hat die AfD erneut scharf angegriffen. Jedoch die noch in der Findungsphase befindliche Partei durch Verbalattacken auszugrenzen reicht längst nicht mehr aus, wie aktuelle Erhebungen belegen. Das »Pack«schickt die Sozen in die Umfragehölle.

Der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler sowie Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel (56), hat die noch junge Partei Alternative für Deutschland (AfD) wieder einmal hart angegriffen. Der in Ludwigshafen erscheinenden Tageszeitung Rheinpfalz teilte der oberste Sozialdemokrat kürzlich mit, dass die AfD eine »offen rassistische« Gesinnung zeige und »eine völkische Gesellschaft«, die auf »Ausgrenzung« beruhe, anstrebe.
Starker Tobak! Nicht nur unseren Lesern älteren Semesters sind derartige Begriffe noch bestens geläufig – allerdings in einem anderen Zusammenhang.
Mit folgendem Satz, natürlich mit Verweis auf die Weimarer Zeit und die Nazi-Herrschaft, machte der SPD-Funktionär dann seine verkehrte Welt perfekt:
»Das erinnert fatal an das politische Vokabular der zwanziger und dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts.«
Anschließend äußerte Gabriel zugleich Verständnis für jeden, der sich über »die Politiker« ärgere. Die meisten dieser Unzufriedenen seien keine Rechtsradikalen. »Sie müssen bei uns offene Ohren finden und auch Antworten auf ihre Fragen«, mahnte Gabriel. Die Pointe imArtikel der FAZ über diese Äußerungen folgt sogleich:
»Eine der Ursachen für die Radikalisierung der Politik sieht der SPD-Vorsitzende in der Art und Weise, wie Demokraten derzeit miteinander und übereinander redeten.«
Die Politiker der AfD können damit wie beschrieben nicht gemeint sein – denn diese zählen entsprechend nicht so richtig zu den Demokraten. In dem Artikel wird dann über den Satz des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) in Bezug auf die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung fabuliert (»Herrschaft des Unrechts«).
Eine kurze Recherche in Suchmaschinen im Internet erlaubt auch einen anderen Schluss. Gibt man beispielsweise das unsägliche Schimpfwort »Pack« dort ein, wird man unweigerlich wieder zu unserem Vizekanzler geleitet.
Denn dessen legendärer Satz über das »Pack, das eingesperrt werden muss« steht nach wie vor im Fokus der Menschen, die mit dem Flüchtlingschaos der Bundesregierung nicht einverstanden sind und entmündigt wurden.
Der abschließend bescheinigte, bundesweite Zustimmungsverlust für die AfD ist ebenso nicht existent.
Laut einer aktuellen Insa–Umfrage für das ostdeutsche Bundesland Mecklenburg-Vorpommern, das Anfang September diesen Jahres wieder die Wahl hat, verliert die SPD im Vergleich zu ihrem Ergebnis zur letzten Wahl im Jahre 2011 satte 14 Prozent (!) an Zustimmung. Sie landet entsprechend noch bei 22 Prozent. Die AfD hingegen, die bei der letzten Wahl noch gar nicht existent war, käme in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Stand auf 16 Prozent. Und bis September sind noch einige Tage…
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