Admin am 21.02.1016

Bildquelle: kindnessblog.com
Ja, richtig gelesen. Schreibmaschinenkünstler, genauer gesagt, Maler. Wie das geht? Das ist tatsächlich ein Phänomen.
Paul Schmidt ist gelähmt, genauer gesagt, leidet er an einer cerebral bedingten Spastik (Zerebralparese) schon von Kindheit an und war immer auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen.
Das bedeutet, es ihm nicht möglich, seinen Körper so zu bewegen, wie er es will, sondern der Körper macht was er will. Der Steuermechanismus im Gehirn ist nicht voll funktionsfähig.
Das hinderte Paul Smith jedoch keineswegs daran, seine künstlerische Begabung voll zu entfalten und zwar in einer Richtung, die sonst niemand kennt und beherrscht.

Bildquelle: kindnessblog.com
Ein Auszug aus Wikipedia:
„Paul Smith (* 21. September 1921 in Philadelphia; † 25. Juni 2007 in Roseburg) war ein US-amerikanischer Künstler. Er gilt als Pionier der ASCII-Art, da er hunderte Bilder auf seiner Schreibmaschine anfertigte, und somit Typewriter Art schuf.
Leben
Smith wurde mit zerebral bedingter Spastik geboren und war deshalb als Kind stets auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Trotz dieser Muskelkrankheit, durch die ihm präzise Bewegungen mit den Händen nicht möglich waren, erlernte er das Schachspiel, wobei er Helfer die Züge ausführen ließ. Durch das Schachspiel gelangte Smith später in höhere soziale Kreise. Er galt als guter Spieler, es sind jedoch keine Partien überliefert.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden an Smiths Wohnort Menschen mit Beeinträchtigungen wie Spastik nicht in öffentliche Schulen aufgenommen, weshalb auch Smith von der Schule ausgeschlossen blieb. Obwohl er so weder lesen noch schreiben konnte, begann er, eine Schreibmaschine zu verwenden, mit der er Bilder anfertigte. Der Mechanismus der Schreibmaschine produzierte dabei immer das gewünschte Symbol, egal wie lange eine Taste gedrückt wurde oder wie wenig die Muskeln von Smith kontrolliert werden konnten. Beim Gebrauch farbiger Tinte fiel Smith auf, dass er diese mit seinen Fingern verwischen konnte; diese Technik wandte er danach ebenfalls für Bilder an. Durch die Einschränkungen der Schreibmaschine musste Smith bereits im Voraus detailliert das Ergebnis der Bilder planen, da er Fehler nicht korrigieren konnte.
Smith fertigte verschiedenste Motive an, unter anderem Porträts bekannter Persönlichkeiten, eine Mona Lisa, Landschaftsbilder, Alltagsräume und Gegenstände. Oftmals verschenkte er die Originalbilder und behielt meistens, jedoch nicht jedes Mal, eine Kopie.
Bis in die 1940er Jahre lebte Smith mit seiner Familie in Philadelphia, anschließend zog die Familie mit ihm nach Hollywood in Florida. Dort lebte er bis zum Tod seiner Eltern. Ab 1967 lebte er im Rose Haven Nursing Center in Roseburg, wo er 2007 verstarb.“

Paul Smith an seiner Schreibmaschine
Paul bringt einige Zeichenkombinationen in die Tastatur und es entstehen Landschaften, Gesichter, Tiere. Man kann es kaum glauben, daß es so etwas überhaupt geben kann. Und wie es funktioniert, das wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.
Ich bin durch einen Zufall auf diesen bemerkenswerten Menschen gestoßen und möchte Euch hier einige seiner Werke vorstellen:

Bildquelle: http://m3.paperblog.com/

Bildquelle: hoax-slayer.com

Bildquelle: no-way.dailymegabyte.com
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Bildquelle: http://i.huffpost.com/

Bildquelle: hoax-slayer.com
Zu guter Letzt ein Video (über 19 Millionen mal angesehen), das Paul bei der Arbeit zeigt:








