Freitag, 08.01.2016, 17:51

Polizisten im Kölner Hauptbahnhof dpa/Oliver Berg
Taschen- und Gepäckdiebstahl an Bahnhöfen wird oft von Zuwanderern aus Nordafrika verübt. Die Bundespolizei veröffentlichte Zahlen, nach denen Algerier und Marokkaner die meisten Delikte verüben. Trotz der Flüchtlingswelle ist der Anteil von Syrern an Taschendiebstählen gering.
BeimTaschen- und Gepäckdiebstahlhat die Bundespolizei auf den Bahnhöfen und Anlagen derDeutschen Bahneinen hohen Anteil nordafrikanischer Tatverdächtiger festgestellt. Nach Informationen der„Welt am Sonntag“wurden im vergangenen Jahr 1399 Tatverdächtige aus den nordafrikanischen Staaten polizeilich registriert. Das entspricht rund 46 Prozent aller in diesem Deliktsbereich festgestellten Tatverdächtigen, teilte die Bundespolizei auf Anfrage mit.
Den ersten Platz in dieser Polizeistatistik belegen laut „Welt am Sonntag“Algeriermit 765 Verdächtigen, gefolgt von den Marokkanern (473). Auf dem dritten Platz stehen Deutsche (430). Syrer verübten demnach vergleichsweise wenige Taten, nur 80 Verdächtige in diesem Kriminalitätsbereich, gefolgt von Tunesiern (81), Libyern (44) und Ägyptern (36).
Flüchtlingswelle aus Syrien zeigt wenig Effekt
Auffällig ist demnach, dass die Zahl der Tatverdächtigen aus den fünf nordafrikanischen StaatenÄgypten, Algerien, Libyen,Marokkound Tunesienum gut 90 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Januar bis Ende November 2015) zunahm.
Bei den Syrern gibt es laut „Welt am Sonntag“ einen vergleichsweise geringen Anstieg um gut 33 Prozent – zumal man berücksichtigen muss, dass sehr viel mehr Migranten aus dem Bürgerkriegsland als frühernach Deutschland gekommen sind. Die Zahl der deutschen Tatverdächtigen erhöhte sich um 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen Rückgang verzeichnete die Bundespolizei nur bei Taschendieben aus Bosnien – um 13,6 Prozent.
Im Video: Das ist die perfide Diebstahl-Masche der „Antänzer“
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Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.
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