Warum bewaffnen sich immer mehr Menschen?

(Soll diese Frage ernst gemeint sein, oder ist sie doch eher eine rhetorische. Ich setze mal in Gedanken ein Ausführungszeichen dahinter, denn für mich ist das sonnenklar. Wer will sich schon auf offener Straße angreifen lassen, welche Frau will sich vergewaltigen lassen, und das gleich mehrmals wie jüngst in Magdeburg passiert, wobei es das  zweite Mal  bei einem  ein Versuch blieb, weil sich die junge Frau wehren konnte.

Wir wissen nicht, was noch passiert, wir sehen Bilder, lesen Berichte über Straftaten, die geleugnet werden, wir sehen Massen von jungen Einwanderern, die hier etwas wollen! und fordern.

Und das auf unsere Kosten und zu unseren Lasten. Ist da nicht verständlich, wenn viele Menschen sich schützen wollen?)

31. Oktober 2015 – 21:45

Die Bevölkerung bewaffnet sich immer mehr, weil sie sich vom Staat nicht mehr beschützt fühlen. Foto: Dennis Skley/ Flickr (CC BY-ND 2.0)

Die Bevölkerung bewaffnet sich immer mehr, weil sie sich vom Staat nicht mehr beschützt fühlen.
Foto: Dennis Skley/ Flickr (CC BY-ND 2.0)

Der Staat steht derzeit unter enormem Druck, weil seine Ressourcen nicht ausreichen, um seine Gesetze an den eigenen Grenzen durchzusetzen. Nach dem Bertelsmann Transformation Index gelten als gescheiterte Staaten diejenigen, „in denen das staatliche Gewaltmonopol und grundlegende Verwaltungsstrukturen so stark eingeschränkt sind, dass die Regierung kaum handlungsfähig ist.“

Fehlende staatliche Schutzfunktion

Wenn Tausende ohne jede Rechtsgrundlage völlig frei und unkontrolliert durch das Land ziehen, fühlen sich viele Bewohner bedroht. Die gefühlte Bedrohung hat dabei zwei Ursachen: Einerseits durch die Immigranten selbst, andererseits zum überwiegenden Teil jedoch wegen der fehlenden staatlichen Schutzfunktion. Wenn die Exekutivorgane derart überfordert werden, dass der normale Polizeidienst nicht mehr aufrechterhalten werden kann, wächst in der Bevölkerung das Bedürfnis, sich selbst schützen zu müssen. Das gesteigerte Sicherheitsbedürfnis zeigt sich im vermehrten Kauf von Waffen.

Wie schwer ist es, einen Waffenpass zu bekommen?

Im Waffengesetz, WaffG BGBl I Nr. 12/1997, sind sämtliche Rahmenbedingungen aufgeführt. Leider erschwert der Gesetzgeber durch seine Behörden den Erwerb waffenrechtlicher Dokumente. Die Waffenbehörden sind immer mehr dazu übergegangen, statt der im Gesetz vorgeschriebenen ,Glaubhaftmachung‘ einen ,Nachweis‘ des Bedürfnisses zu verlangen, der naturgemäß dem Waffenpasswerber erst dann gelingen kann, wenn er bereits Opfer einer Straftat geworden ist, sagt der Generalsekretär der IWÖ (Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht Österreich), Dr. Georg Zakrajsek.

Kriminelle sind die Gewinner

Wir befinden uns in einer Spirale des gegenseitigen Misstrauens. Je mehr der Staat durch sein politisches Unterlassen seine eigene Rechtsordnung untergräbt (Durchgriffsrechte, Schlepperei, Schengen-Aussetzung etc.), desto mehr wächst das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Je weniger die Menschen den Sicherheitsorganen vertrauen und sich selbst bewaffnen, desto schärfer werden die gesetzlichen Einschränkungen. Der Staat als territorialer Herrschaftsverband will keine wehrhafte Bevölkerung, da er damit zugibt, sein Gewaltmonopol nicht mehr ausreichend ausüben zu können. Die einzigen Gewinner in dieser Situation sind jene, die sich ohnehin nicht an die Rechtsordnung gebunden fühlen, also Kriminelle.

Schrotflinten ausverkauft

Laut der Tageszeitung Österreich decken sich die Österreicher vermehrt mit Waffen ein. 70.000 Waffen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres seien bereits verkauft worden. Häufigster Grund für die Aufrüstung: Angst vor Flüchtlingen und vor Dämmerungseinbrechern. Fast 900.000 Waffen würden in den Haushalten lagern.

Thomas Ortner, der Sprecher der Waffenhändler in Oberösterreich, bestätigt gegenüber Österreich: „Derzeit sind praktisch alle Schrotflinten ausverkauft, weil man für sie keine Waffenbesitzkarte braucht. Führerscheinkurse für Pistolen finden normalerweise alle fünf Wochen statt, derzeit jede Woche.“ Mit mehr als 157.000 Waffen und fast 44.000 Besitzern liegt das Bundesland auf Platz drei der österreichischen Waffen-„Hitparade“. Einsamer Spitzenreiter in diesem Ranking ist Niederösterreich mit fast 250.000 registrierten Waffen, die sich auf mehr als 66.000 Menschen verteilen. Auch in Tirol und Salzburg explodiert der private Waffenkauf. Bei den Bezirkshauptmannschaften stehen die Leute Schlange für die notwendigen Papiere.

https://www.unzensuriert.at/content/0019123-Warum-bewaffnen-sich-immer-mehr-Menschen

Ex-Geheimdienstchef: Tausende IS-Kämpfer nach Europa geschleust

(Admin: Das sind dann die, wie im letzten Beitrag erwähnt, die nicht untergetaucht sind, sondern deren Aufenthalt nicht ermittelt werden kann; sie leben an einem unbekannten Aufenthaltsort. Das System ist doch allzu sehr durchschaubar. Empörend, für wie blöd man uns hält. Und – das Ganze ist nicht eine Überforderung der Polit-Schranzen, sondern so gewollt, so geplant und wird so ausgeführt, weil es entsprechende Order gibt, die man ja ausführen muß, sonst ist man schnell mal seinen Posten los, an dem man ja mit alle seinem Gewicht klebt.

Siehe auch:

https://marbec14.wordpress.com/2015/11/01/unbekannter-aufenthaltsort-statt-untergetaucht/)

IS-Kämpfer im Migrantenstrom

Epoch Times, Samstag, 31. Oktober 2015 19:04
Der österreichische Ex-Geheimdienstchef Dr. Gert Polli erklärt im Interview mit compact, dass syrische IS-Kämpfer äußerten, „bereits mehrere tausend solcher Kämpfer“ wären nach Europa geschleust worden. Die deutschen Sicherheitsbehörden finden jedoch offiziell keine Anzeichen für IS-Kämpfer im Land.
Sind schon Gotteskrieger in Deutschland?

Sind schon Gotteskrieger in Deutschland?

Foto: Romaric Hien/AFP/GettyImages

Dr. Gert Polli, der bis 2008 Direktor des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) war, vermutet im Interview mit Compact, dass irakische, syrische und türkische Nachrichtendienste seit vielen Monaten glaubwürdige Hinweise auf Infiltrationen von Terroristen und Anschlagsplanungen haben.

Er weiß von den Äußerungen von IS-Kämpfern, nach denen bereits mehrere tausend solcher Kämpfer“nach Europa gelangt seien. Als Sicherheitsexperte ist ihm bewusst, dass Nachrichtendienste in Europasolche Verkündigungen sehr ernst nehmen.

„Worst Case“ wird als wahrscheinlich eingeschätzt

Im Interview sagt er: „Unsere Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste legen derzeit ihren Schwerpunkt darauf, diesen ‚worst case zu verhindern,“ dass tausendeIS-Kämpfer ins Land strömen. Offizielle Schätzungen gibt es nicht, da keine glaubhaften Beweise vorliegen.

Polli führt seine Analyse weiter aus: Dieser „worst case“ wird von allen Nachrichtendiensten in Europa als wahrscheinlich eingeschätzt.“

Die Gotteskrieger des IS-Staates werden von ihrem Oberhaupt dazu aufgerufen, Bomben zu nehmen, Ungläubige in die Luft zu sprengen oder sie mit dem Messer abzustechen. Der CIA schätzt, dass 31000 Menschen im IS-Staat unter Waffen stehen. Die kurdische Peschmerga geht sogar von 200000 aus.

Überforderte Politiker denken nicht an das Volk

„Wir haben es mit einem sicherheitspolitischen Blindflug bisher unbekannten Ausmaßes zu tun“, gibt Polli zu bedenken. (Darüber hatten wir bereits berichtet.) Die Behörden sind überfordert: es fehlt an Beamten, die mögliche IS-Kämpfer identifizieren können.

Außerdem haben die Menschen in den Sicherheitsbehörden so etwas noch nie erlebt. Es fühlt sich geradezu so an, als habe sich die Gesellschaft wieder in die Zeit der Kreuzritter begeben.

Die deutschen und österreichischen Bürger werden sich das auf Dauer nicht gefallen lassen. Polli geht von einer Radikalisierung nach „der ersten Welle der Hilfsbereitschaft“ aus. Er denkt, dass die Politik zu spät reagiert hat.

Er sagt: „Sie hat die Entwicklung verschlafen. Die Politik hat sich von den Bedürfnissen der Bevölkerung und vom Thema Sicherheit schon seit langem verabschiedet.“

Der hochrangige Sicherheitsexperte sieht die Ursachen für den Flüchtlingsstrom und das damit einhergehende Sicherheitsproblem viel früher: „Hier muss man bis zum Arabischen Frühling zurückgehen. Dieser wurde von der westlichen Politik und zum Teil auch von den westlichen Nachrichtendiensten falsch eingeschätzt. Die Vorwarnzeit wurde fahrlässig verschlafen.“

Radikalisierung und Kriminalisierung derFlüchtlinge

Polli warnt gleichzeitig vor einer „Radikalisierung der Flüchtlinge“, wenn sie von der Situation hier enttäuscht oder in den Flüchtlingslagern angeworben würden.

Zudem würde die „Konkurrenz zwischen Flüchtlingen und heimischen Arbeitskräften“ gerade im unteren Lohnsegment steigen und Unruhe folgen. Die Flüchtlinge werden „erhebliche Sozialleistungen in Anspruch nehmen und die Arbeitslosigkeit wird steigen“.

Ein weiterer Aspekt ist, dass „die Taliban nach der Übernahme von Städten als eine ihrer ersten Aktionen die Gefängnisse öffnete“, fährt Polli fort. „Niemand weiß, wo sich diese Kriminellen derzeit aufhalten.“ Doch spricht der Ex-Sicherheitschef Österreichs hier von Einzelfällen.

Langzeitfolgen: 80 bis 90 Prozent nicht integrierbar

Die Gefahr sieht Polli anderswo: „Wenn wir uns den Bildungsstandard und das Bildungsniveau der Flüchtlinge anschauen, sehen wir Probleme auf Europa zukommen, die den Kontinent auf Jahrzehnte und womöglich bis in die zweite Generation dieser ankommenden Flüchtlinge verfolgen werden.“

„Ich gehe davon aus, dass 80 bis 90 Prozent der jetzt ankommenden und der noch zu erwartenden Flüchtlinge nicht ohne weiteres in den Arbeitsprozess zu integrieren sind.“

Polli rechnet „mit einem politischen Rechtsruck, wenn die ersten sozialen Spannungen öffentlich werden und sich die Sicherheitslage verschlechtert“.

Schläfer erwachen und könnten radikalisieren

Salafistische Gruppierungen wurden in Österreich, Deutschland, Frankreich oder Schweden aufgebaut, bevor der Flüchtlingsstrom eintraf. Genauso wie Rückkehrer aus dem syrischen und irakischen Bürgerkrieg beobachten die Sicherheitsbehörden sie schon seit langem.

Nun ist laut Polli zu befürchten, dass die hiesigen Fundamentalisten „unter dem Deckmantel der Humanität“ ankommende Migranten rekrutieren und eben auch radikalisieren.

Außerdem würden neben den Menschen auch Konflikte zwischen Religionen oder ideologisch verfeindeten Gruppen wie etwa Assad-Anhängern und Assad-Gegnern importiert. „Oft waren es genau jene Konflikte, welche zur Flucht führten“, sagt Polli. „Es soll jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass die Masse der Flüchtlinge aus Radikalen, Kriminellen und Terroristen besteht.“ (kf)

http://www.epochtimes.de/politik/europa/ex-geheimdienstchef-tausende-is-kaempfer-nach-europa-geschleust-a1280562.html

„Unbekannter Aufenthaltsort“ statt „Untergetaucht“

(Admin: Wie man mit Sprache Massen verblöden kann, ist ja hinlänglich bekannt.

Es ist jedoch genau so ein Armutszeugnis, wenn die Worte „Unbekannter Aufenthaltsort“ benutzt werden, denn daraus kann man schließen, daß die sogenannten Behörden nicht in der Lage sind, einen Aufenthaltsort zu ermitteln. Und das im Zeitalter der absoluten und globalen Überwachung. Es ist einfach politisch nicht gewollt, daß potentielle Gewalttäter auftauchen, statt dessen wird mit Zahlen jongliert. Ebenso nicht! gewollt ist, sich einen Überblick zu verschaffen. Lächerlich! So werden Menschen immer weiter indoktriniert.

Es sind eben keine schnöden Wortspiele, sondern man versucht einen Tatbestand zu vertuschen mit sehr durchschaubaren Mitteln.

Wer Kontrollen an den Grenzen für Normal-Bürger für zwingend notwendig hält, für illegale Einwanderer aber nicht, der ist entweder geisteskrank oder abgrundtief böse).

31 Oktober 2015

Die sächsische Landesregierung streicht nach einem Zahlen- und Begriffs-Wirrwarr im Asyl-Chaos den Begriff „untergetaucht“ von ihrer Internet-Seite und ersetzt ihn durch die Umschreibung „unbekannter Aufenthaltsort“. Dass „Flüchtlinge einfach verschwinden“ scheint im nicht mehr kontrollierbaren Asyl-Chaos tausendfach vorzukommen.

Immigranten verlassen zu Tausenden die Unterkünfte und tauchen unter (Bild: metropolico.org)

Die sächsische Landesregierung habe laut „Dresdner Morgenpost“ das Wort „untergetaucht“ im Bezug auf Asylbewerber von ihrer Internetseite gestrichen und durch den Begriff „unbekannter Aufenthaltsort“ ersetzt.

Komplett den Überblick verloren

In diesem Zusammenhang veröffentlichte die Behörde eine Statistik, die aufzeigte, dass es in Sachsen 31.096 Asylbewerber gäbe die „vollziehbar ausreisepflichtig“- also nichtasylberechtigt seien. Von diesen seien allerdings 24.787 „untergetaucht“. Tatsächlich lebten jedoch im Sommer 2015 insgesamt lediglich 22.154 Asylbewerber im Freistaat. Die Behörde veröffentlichte nach Rückfrage „missverständlich dargestellte Fakten“ und berichtigte erneut ihre Netz-Seite. Die Landesdirektion gab nun bekannt, dass sich die Zahl der 24.787 verschollenen Asylbewerber auf die vergangenen 24 Jahre bezöge, diese also seit 1991 „verloren“ gingen.

Wie der sächsische Landtagsabgeordnete der AfD-Fraktion André Barth feststellt, habe das Innenministerium sowie die Staatsregierung im aktuellen Asylchaos möglicherweise komplett den Überblick verloren. Die Frage, zu welchem Zeitpunkt wie viele Asylbewerber unberechtigt im Freistaat leben, nicht registriert oder untergetaucht sind, weiß scheinbar niemand mehr richtig zu beantworten. Bedenklich stimme auch, dass Worte nicht mehr verwendet werden dürfen, die zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören und weder rassistisch noch anderweitig anrüchig sind. Solche Sprachregelungen habe es in der DDR ebenfalls gegeben, so Barth und stellt dabei fest, dass Sprach-Verbote immer dann verhängt werden, wenn Mächtige die Hoheit über Gedanken erobern wollen. Denn wer die Sprache beherrscht, so der AfD-Politiker, der beherrsche auch die Menschen.

Tausende mit „unbekanntem Aufenthaltsort“

Das nicht nur in Sachsen Immigranten „verloren“ gehen, scheint ein momentaner Trend im immer chaotischer werdenden Asylspektakel zu sein. Wie die Welt berichtet, tauchen täglich Immigranten unter. So berichtet die Leitung der Brandenburger Erstaufnahmestelle, das sich Immigranten zunehmend „auf eigene Faust“ auf den Weg machten und so seit Anfang September mehrere hundert Menschen verschwunden seien.

Allein am Mittwoch seien mehr als 600 Menschen aus Erstaufnahmezentren abgereist, so eine stellvertretende Ministeriumssprecherin und beziffert die „eigenständig Reisenden“ auf 7.000, die seit September einen „unbekannten Aufenthaltsort“ haben. (BS)

http://www.metropolico.org/2015/10/31/unbekannter-aufenthaltsort-statt-untergetaucht/

So wird Deutschland geplündert

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Deutschen Konzernen ist ihr Land egal: Sie plündern die Substanz der Volkswirtschaft auf Kosten der arbeitenden Menschen und jener, die arbeiten wollen.

Es war der größte Auftrag aller Zeiten für Siemens: Drei riesige Gaskraftwerke und bis zu 600 Windanlagen darf der Technologiekonzern nach Ägypten liefern. Acht Milliarden Euro zahlen die Ägypter dafür und ließen sich sogar noch klaglos von deutschen Zeigefinger-Politikern wegen ihrer Menschenrechtsverletzungen beim Kampf gegen den Islamismus anpampen.

Siemens feierte den Erfolg – und kündigte fast zeitgleich an, in eben dem Berliner Gasturbinenwerk, in dem diese Kraftwerke produziert werden, 800 von 3800 Jobs zu streichen. Insgesamt sollen dem radikalen Konzernumbau weltweit 13.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen, darunter 5100 in Deutschland. Doch weder ist das der einzige Einschnitt, der Siemens bevorsteht, noch ist dies der einzige deutsche „Global-Player“, der so verfährt. Die deutsche Wirtschaft und zuallererst der deutsche Werktätige wird unter der Ägide des Postkapitalismus und der Globalisierung in eine existenzerschütternde Krise geführt.

Kein Geld für Mitarbeiter

Wie sich die Bilder gleichen: Daimler gab im Frühsommer stolz bekannt, 500 Millionen Euro in sein Berliner Werk zu investieren, aber, die Information wurde vorsorglich gleich mitgeliefert, es entstehen dabei ganze 15 Arbeitsplätze und vier Lehrlingsjobs. Das Geld wird vor allem für neue Maschinen und Anlagen ausgegeben, die mit Sicherheit in naher Zukunft dazu führen werden, dass auch hier zahlreiche Mitarbeiter entlassen oder zumindest Arbeitsplätze entsorgt werden. Auf alle Fälle – die teuren Maschinen müssen ja laufen – wurde vermehrte Wochenendarbeitszeit angekündigt. Das könnte zwar auch von neuen Mitarbeitern erledigt werden, aber Einstellungen liegen nicht im Trend bei den Managern dieses neuen Kapitalismus der verbrannten Erde.

Karstadt, ein weiterer ehemaliger Vorzeigebetrieb eines einst funktionierenden Kapitalismus, verkaufte kürzlich seine „Kronjuwelen“, nämlich seine drei (noch Geld bringenden) Edelhäuser. Im Februar hatte es schon geheißen, dass 3000 Mitarbeiter mit dem Aus rechnen müssten. Das neue Management verkündete im selben Atemzug trotzig, man werde nun die seit 2009 verlorenen sieben Millionen Kunden zurückholen. Will man dafür etwa die katastrophalen, weil Kunden abschreckenden Sortimentskürzungen rückgängig machen?

Sicher nicht – und ebenso sicher ist diese Behauptung ein Spiel auf Zeit, um ein paar Manager länger an den Fleischtöpfen zu halten und das Gemeinwesen länger durch verlorene Subventionen erleichtern zu können.

Volkswagen schließlich investiert auch, und zwar nicht nur in das teure Hobby seiner Funktionäre, mit einem Fußballverein den Bayern Konkurrenz zu machen, sondern weltweit in fünf Jahren 86 Milliarden Euro[1]. Von neuen Arbeitsplätzen ist auch hier trotz dieser immensen Investitionen keine Rede, aber wenigstens wird auch noch nicht von Entlassungen gesprochen. Stutzig macht allerdings, dass gefordert wurde, zehn Milliarden Euro „einzusparen“. Wie man wohl diese „Effizienzmaßnahmen“ am besten hinkriegt?

Nur (!) 9% Rendite

Die leicht erkennbare Gemeinsamkeit der Beispiele ist, dass der Postkapitalismus gegenüber seinem Vorgänger der marktwirtschaftlichen Prägung das verantwortliche und weiterdenkende Wirtschaften verlernt hat (vergl. Günther Lachmann „Kapital brach den Wohlstandspakt“). Qualifizierte Mitarbeiter werden von den Managern des Niedergangs immer weniger als Produktivkraft wahrgenommen und gleichzeitig die Bedürfnisse der Konsumenten ebenso wenig erkannt und respektiert. Das schnelle Geld und virtuelle Erklärungsmechanismen wie auch die Sucht nach persönlichen Vorteilen und Erfolgen führen zu einem destruktiven Wirtschaften der (Un-)Verantwortlichen, das nicht nur Individuen und die Volkswirtschaft ruiniert, sondern am Ende auch deren eigene Existenz.

So fahren die Manager im Interesse ihrer eigenen Karriere und bei der Stabilisierung eigener Lebenslügen nicht nur sowieso die Wirtschaft und die Welt an die Wand, sondern gelegentlich auch das eigene Unternehmen. Was für die verantwortlichen Individuen in einer solchen virtuellen Welt auch kein Problem darstellen muss, wie das Beispiel eines Horst Ammann zeigt, der, nachdem er Berlin als Flughafenplaner dem Gespött der Weltöffentlichkeit ausgesetzt hatte, flugs als verantwortlicher Partner in Frankfurt engagiert wurde, um das umstrittene Terminal 3 zu gestalten.

Siemens jedenfalls gestaltet noch weiter in Berlin – mit der Betonung auf „noch“. Bei jährlich mehr als 300 Millionen Euro Investitionssumme erstaunt es wohl nur uns Ewiggestrige, dass dabei immer weiter die Zahl der Arbeitsplätze reduziert wird, auch wenn kürzlich verlautet wurde, der Stellenabbau werde doch nicht so drastisch ausfallen wie erst gemeldet.

Dies zu verstehen, bedarf es der Logik des Niedergangs, die uns der zuständige Manager Willi Meixner aber dankenswerterweise ausführlich darlegt: Weil das Ergebnis im zentralen Bereich für Stromgewinnung aus fossilen Brennstoffen um ein Drittel absackte, rutschte die wichtige Rendite des Kerngeschäfts „unter den angepeilten Zielkorridor“. Vom Umsatz blieben „nur noch“ 9% als operativer Gewinn übrig, eigentlich sollten es 11% sein. Nur (!) 9% Rendite und ein auf 3,9 Milliarden Euro verdreifachter Überschuss – kein Wunder, dass man den Gürtel der Mitarbeiter enger schnallen muss. Letztere können ja ihre Überschüsse sowieso derzeit nur noch für 0% Rendite anlegen.

Weiter lesen bitte hier:

So wird Deutschland geplündert