Merkel im Auflösungszustand

Von: contramagazin  http://www.contra-magazin.com/

Angela Merkel. Bild: Flickr / EPP CC-BY 2.0

Angela Merkel. Bild: Flickr / EPP CC-BY 2.0

Angela Merkel steht vor dem Trümmerhaufen ihrer Kanzlerschaft. Die „mächtigste Frau der Welt“ hat innenpolitisch auf ganzer Linie versagt. Es ist an der Zeit zurückzutreten.

Von Henry Paul

Sie hat den Schritt verloren. Sie hat die Contenance verloren. Sie hat den Überblick verloren. Sie hat ihre Aufgabe vergessen. Sie hat ihre Kompetenz missbraucht. Sie hat gegen das Grundgesetz verstoßen. Sie hat das Asylrecht gebrochen und missachtet. Sie hat europäisches Recht sich selbst zurechtgebogen. Sie hat das Volk belogen. Sie hat öffentlich Lügen verbreitet. Sie hat die Presse angehalten, mitzulügen und das Volk zu manipulieren. Sie versucht andere EU-Mitgliedsländer zu erpressen oder zu nötigen. Sie versucht, den gesamten Zustand klein zu reden. Sie klärt nicht auf, sondern vernebelt. Sie beschwichtigt und beschönigt statt um Lösungen zu bitten. Sie ist im Stress und sie hat ihre Funktionsmacht missbraucht, um unser Vaterland in die größte Staatskrise seit den Ermächtigungsgesetzen 1933. Ihre Handlungen seit November 2013 sind die Fortsetzung der damaligen Zersetzungspolitik.

Egal auf welchem Arbeitsfeld man Merkels Hand sucht. Man findet nichts was politisch zukunftsfähig wäre. Ihre Aktionen und Handlungen bewegen sich im immer stärker werdenden Drang, den One-World-USA zuzuarbeiten, ihnen freie Hand für Kriege, Geheimdienstoperationen, Waffenlieferungen, Unterstützung für Diktatoren, Unterschlagung und Missbrauch von Staatsgeldern, falsches Zeugnis, zu geben und die BRD als reinen Erfüllungsgehilfen für diese zersetzende, antidemokratische Politik zu missbrauchen. Sie hat neben all diesen Verfehlungen insbesondere moralische Schuld und schwere Sünden begangen, denn sie ist im Biedermann-Outfit vor das Volk getreten und hat ihre Lügen sanft und säuselnd verbreitet, obwohl sie den Staat auf die „Schiefe-Ebene“ manövriert hat.

Weder hat sie die Tragweite IHRER Handlungen im Vorhinein abgeschätzt, noch hat sie die Tragweite beobachtet, um notfalls gegensteuern zu können. Sie hat gar nichts beachtet außer ihren Vasallenstatus gefestigt und den One-World-USA immerfort angeboten. Das lenkt allzu plausibel auf den Umstand hin, dass es gravierende Verfehlungen ihrerseits bereits in früherer Zeit gegeben haben muss, mit denen man sie ganz persönlich erpressen und zur Räson bringen kann. Die Frage ist, welche Leichen hat Merkel im Keller? Es ist außergewöhnlich, dass ihre Vita große weiße Flecken aufweist – für eine Kanzlerschaft ungewöhnlich. Was bekannt ist, ist ihre Propagandaaufgabe bei Studenten und ihre inoffizielle Mitarbeit im MfS (IM Erika) sowie ihre Berichterstattung an Egon Krenz – immerhin der zuletzt höchstrangige Mann im Staat DDR. Es könnte vermutet werden, wenn man ihre DDR-Tätigkeiten und ihre Karriere in der BRD in Relation setzt, dass sie mindestens für einen wenn nicht zwei Herren tätig war.

Merkel in Auflösung bedeutet auch Deutschland in Auflösung. Kongruentes Verhalten hört sich stringent und schlüssig an – doch wir haben es hier mit einer Nation zu tun, die sich nach allen Strapazen und Unbillen seit 1945, nach einem verlorenen Krieg, nach politischen Verirrungen und auch Verbrechen erst wieder finden musste. Einer Nation, die sich angestrengt hat, die sich gebessert hat, die sich hat umerziehen lassen, die sich fleißig nach der Decke gestreckt hat, die niemanden übervorteilt oder bedroht hat. Eine Nation, die immer noch unter Feindstatus der Amerika-hörigen UN steht, obwohl wir Niemandes Feind sein wollen. Nur, weil die Besatzungsmacht USA es so will: die BRD als 100-Prozent-Vasall im Geschirr der Mächtigen, zu allen Schandtaten, die denen einfallen, als williger Helfer zu gebrauchen. Eine Nation, die sich wider zusammengetan hat mit den mitteldeutschen Ländern und nach einer sehr kurzen Befremdungszeit die Bürger der DDR als unsere Brüder anerkannt hat. Ein Vaterland – zwar als Rumpf, aber immer noch ein Vaterland mit derselben Kultur, derselben Sprache, derselben Geschichte, derselben Schrecknisse und derselben Nöte: eine nicht vorhandene Souveränität, sondern ein erzwungenes Pseudo-Staatsgebilde unter fremder, strenger und allseitig umfassenden Herrschaft, bis hin zum Militär und devoten Bekenntnissen zum Besatzungsstaat – hier USA, dort Sowjetunion.

Obwohl die Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg keine Verfassung haben durfte, sondern nur ein Grundgesetz, hat Deutschland sich rechtstreu an diese Grundrechte gehalten, hat seine Gesetzbücher für das Bürgerliche Recht, das Handelsrecht, das Strafrecht ordentlich geschrieben und administriert, hat seine Gerichte bis zum sogenannten Verfassungsgericht ordentlich funktionieren lassen. Bis die EU und mit ihr die One-World-USA das Ruder übernahmen. Zuerst schmalbrüstig und heimlich, dann immer stringenter und brutaler, bis wir es heute mit einer EU unter echter vertraglich gebundener US-Herrschaft zu tun haben und einer Nation, die einerseits die meisten Rechte an die EU bereits „EU-freiwillig“ abgetreten hatte und andererseits ausschließlich den Anforderungen der One-World-USA Folge leistete. Da hilft kein 1990, da hilft kein Merkel-Satz, dass wir nun voll souverän seien. Da hilft kein Schönreden über einen souveränen, selbstbewussten Staat als Exportweltmeister, als Fußballweltmeister – allenfalls hülfe hier der Status als Lügenstaat-Weltmeister, weil fast alle perpetual vorgetragenen Fakten zur Nation, zum Staat, zu einer Verfassung (zum Grundgesetz), zum Parlament, zur Demokratie, zur Gewaltenteilung, zur EU und zur Mitgestaltung aller Bürger in diesem fantastischen Land mit der besten Regierung die es je gab (Merkel-Zitat über sich selbst) erlogen sind, nicht stimmen, nur im Märchenreich der Bundes-Presse-Konferenz-Lügen zu finden sind.

Dennoch haben sich die Bürger angestrengt, haben ordentlich gearbeitet, haben gute Produkte zu guten Prisen hergestellt, haben gut Kontakte weltweit aufgebaut, haben diese Kontakte sehr friedlich und wohlfeil genutzt, um dem deutschen Staat sehr ordentliche Einnahmen zu bescheren. Schon bei der Verwendung dieser Einnahmen konnte man ins Grübeln kommen. Nicht nur die Milliarden für unsinnigste Bankenrettungen, sondern unsinnige Geldgeschenke an Diktatoren und Konzerne, unsinnigste Waffenexporte an Kriegsnationen und viele kleine Unsinnigkeiten wie die permanente Umänderung der Krankenkassenversorgung, die Kraftfahrsteuer, die Energiesteuern, das GEZ für den Staatsfunk, haben uns Bürgern verdeutlicht, dass diese Regierung mit der Vorturnerin Merkel kein Interesse an den Belangen oder Notwendigkeiten der Bürger hat, sondern ausschließlich das Wohl der Großkonzerne bedient. Die Aufdeckung des Ukraine-Putsches, der unter aktiver Beteiligung der Kanzlerin und Geldern der Konrad-Adenauer-Stiftung zustande gebracht wurde, hat den Bürgern ganz klar vor Augen geführt, wie verlogen und wie hinterhältig unsere Regierung, unsere Parteien, unsere Mandatare in Wahrheit sind, mit der Kanzlerin an der Spitze.

Die Vasallin Merkel ist und war die Frontfrau der Europäer für den Ukraine-Putsch, befleißigt sich selbst nach dem Scheitern noch mit der Stützung des verlogenen Diktators Jazenjuk und insbesondere Poroschenko, der unser Geld mit Merkels Hilfe stiehlt und sich selbst bereichert. Die Vasallin führt mit deutschen Verteidigungssoldaten Krieg im Irak und in Afghanistan, in Mali und vielen anderen Ecken der Welt- und wenn nicht direkt Krieg, dann sklavische Unterstützung-Aktionen für die Kriegsverbrecher USA. Mit der Ukraine-Situation und der Griechenland-Situation ist plötzlich allen klar geworden, dass wir nur Befehlsempfänger der One-World-USA sind. Wir können uns nicht mehr (laut Merkel-Ansatz!) davon befreien, wir können nicht mehr eigenständig agieren, wir können nicht mehr unsere Politik machen – wir können nicht mehr, wir dürfen nicht mehr – weil es sonst zu Krieg kommen könnte. So hat sich Merkel erst vor ein paar Tagen geäußert.

Eine Kanzlerin, die nicht mehr kann, sollte zurücktreten. Eine Kanzlerin, die nicht mehr kann, sollte sich gerade vor das Volk stellen und ihre Inkompetenz erläutern, sollte den Bürgern reinen Wein einschenken über die deutsche Situation im Zusammenhang mit der US-Usurpation heute und jetzt! Sie sollte das Parlament auflösen. Sie sollte sich abmelden. Sie sollte das Volk um Verzeihung bitten für all ihren Unsinn, den Sie uns angetan hat. Sie sollte demütig werden und ehrlich sein; sie sollte alles decouvrieren – eine letzte heroische Tat für ihre denkbaren Nachfolger.

Für die Eliten steht alles auf dem Spiel – Wake News Radio/TV 2015.11.05

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Berliner Offenbarungseid: Der »Putsch gegen die eigene Bevölkerung« geht weiter

Markus Gärtner

Von Transitzonen zu »Aufnahme-Einrichtungen«. Der Asyl-Kompromiss der drei Parteichefs in der Großen Koalition gaukelt dem Volk eine brauchbare Lösung vor, ändert aber nichts an dem Flüchtlings-Debakel, das Deutschland spaltet, Gesetze hinwegfegt und zu Kopfschütteln in ganz Europa über die deutsche Politik führt. Was uns diesmal von Merkel, Seehofer und Gabriel präsentiert wird, ähnelt immer mehr dem Drama, das wir seit fünf Jahren in der Griechenland-Krise sehen: Herumkitten, verschieben, Geld auf das Problem werfen – alles, nur keine dauerhafte Lösung.

Was gestern beim GroKo-Gipfel beschlossen wurde, hat einen besonders großen Haken: Kriegsflüchtlingen und Wirtschaftsmigranten aus Ländern mit mittelalterlichen Strukturen und Traditionen wird unterstellt, dass sie sich wie ordnungsliebende Deutsche verhalten. Den vielen nicht registrierten Migranten wird unterstellt, sie würden ganz bestimmt in den nächsten Tagen das nächste Einwohnermeldeamt aufsuchen.

Gehen wir die wichtigsten Beschlüsse Punkt für Punkt durch. Erstens: Angekündigt wird ein beschleunigtes Verfahren für Asylbewerber »aus sicheren Herkunftsländern, mit Wiedereinreisesperren, mit Folgeanträgen oder ohne Mitwirkungsbereitschaft«.

Solche Versprechen hören wir seit Monaten, ohne dass deutliche Fortschritte vermeldet werden. Es fehlen die nötigen Leute. Die deutsche Bürokratie steht sich selbst im Weg. Und was mit den mindestens 20 Prozent nicht registrierten Migranten passieren soll, die von Schleusern irgendwo abgeladen werden, schlicht aus Unterkünften verschwinden oder durch den Böhmerwald einsickern, das wird nicht verraten.

In Wahrheit interessiert es auch niemanden in der politischen Elite. Im Gegenteil: Es soll ja ein Signal nach draußen gegeben werden, dass das Mantra von Angela Merkel weiterhin gilt: Ihr seid alle willkommen, eine Obergrenze gibt es nicht.

Willy Wimmer hat das für uns heute früh so kommentiert:

»Die gestrigen Beschlüsse der Bundesregierung machen deutlich, dass kein Signal nach draußen gegeben werden soll, die Migration nach Deutschland einzustellen oder erheblich zu vermindern.

Zwischen dem letzten Sonntag und Dienstag war augenfällig, dass die Stimmung zwischen Merkel, Gabriel und Seehofer aus unerfindlichen Gründen wie ausgewechselt war. Wenn man den gestrigen Text zur Kenntnis nimmt, dann handelt es sich um eine bewusste und gewollte Entwicklung, die der Ortsbevölkerung vor die Nase gesetzt werden soll. Es werden auf diese Weise ganz andere Zahlen in den nächsten Jahren eine Rolle spielen als das, was wir derzeit erleben.«

Zweitens: Die Bearbeitung der Anträge soll am »Flughafenverfahren« orientiert werden – höchstens ein Monat Bearbeitungszeit, rechtsstaatliches Verfahren und anschließende Abschiebung. Natürlich kann auch das lediglich für Migranten gelten, die sich melden und in die vorgesehenen Aufnahmeeinrichtungen gelangen. Die ersten zwei davon sollen in Bamberg und Manching eingerichtet werden.

Drittens: Eine »verschärfte Residenzpflicht« beschränkt die Bewegungsfreiheit der Migranten in der Antragsphase auf die jeweilige Kommune, sonst droht das Ende der staatlichen Leistungen. Wie das durchgesetzt werden soll, wenn selbst aus Zügen Hunderte von Migranten verschwinden, das wissen selbst die beflissensten deutschen Bürokraten nicht. Aber Hauptsache, es wird dem Volk so als Beruhigungspille mitgeteilt.

Und schließlich: Der Familiennachzug für Bewerber, die nicht auf Basis der Genfer Konvention oder nach dem Asylgrundrecht anerkannt werden, soll für zwei Jahre ausgesetzt werden.

Das ist eine Vertagung bis nach der kommenden Bundestagswahl. Natürlich ist es reine Verschwörungstheorie, hier einen Zusammenhang zu sehen.

Willy Wimmer fürchtet nach diesem Beschluss nicht nur, dass die Gesetze in Deutschland weiter ausgehöhlt werden, er sieht auch einen fortgesetzten Anschlag auf die Demokratie:

»Keines der Gesetze, die derzeit auf diesem Sektor gelten, wird noch beachtet werden. Die Milliarden, die jetzt aufgewendet werden, sind für entsprechende Programme zugunsten der deutschen Bevölkerung mit immer fadenscheinigeren Begründungen verweigert worden und stehen auf Dauer nicht zur Verfügung. Die Umstände, mit denen wir es derzeit zu tun haben, sind ein Putsch der Regierung gegen das eigene Volk.«

Selbst die größten Träumer dürfen nicht darauf hoffen, dass sich der Flüchtlingsstrom in der Folge dieser GroKo-Beschlüsse erschöpfen oder auch nur spürbar abschwächen könnte. Dafür gibt es mindestens vier triftige Gründe:

Winter und Schnee stehen bevor, viele Kriegsflüchtlinge und andere Migranten wollen vorher noch Deutschland erreichen. Zweitens sagt die EU-Kommission dem Kontinent bis Ende 2016 drei Millionen weitere Flüchtlinge vorher. Drittens wird der GroKo-Beschluss in den Ursprungsländern so verstanden wie beabsichtigt: Es lohnt sich weiterhin, zu kommen.

Und viertens können europäische Nachbarländer weiter darauf hoffen, Flüchtlinge, die sie nicht haben wollen, nach Deutschland durchzuschleusen. So hat der schwedische Migrationsminister Morgan Johansson in dieser Woche wegen fehlender Unterkünfte die Asylbewerber in seinem Land aufgefordert, nach Deutschland zurückzukehren.

http://info.kopp-verlag.de/

Manhunt: Menschenjagd

Von Zlatko Percinic – Am 06. Nov. 2015

Bild von Twitter

Die Unterdrückung der Palästinenser durch israelische Sicherheitskräfte nimmt immer brutalere und – man kann es nicht anders sagen – perversere Formen an. Während es unsere Medien nur als erwähnenswert finden wenn tatsächliche oder auch nur angebliche Übergriffe der Palästinenser auf Israelis stattfinden, wird das, was ich Ihnen untenstehend zeigen werde, vollkommen ausgeblendet.

Diese Tatsache hat u.a. sehr viel damit zu tun, dass gerade die deutschsprachigen Studioleiter, oder auch jene aller anderen TV-Sendern oder großen Zeitungen, fast ausschliesslich im mondänen Tel Aviv residieren. Folgt man beispielsweise Richard C. Schneider, dem Studioleiter der ARD, auf Twitter, wird man feststellen können dass er in der Hauptsache die israelische, beziehungsweise die amerikanische Sichtweise vertritt. Er ist prinzipiell gegen die Besatzung als solches, aber er verpasst es, die Konsequenzen dieser brutalen Besatzung auf psychologischer, soziologischer, wirtschaftlicher oder auch nur im Einzelfall auf persönlicher Ebene im Leben der Palästinenser zu berücksichtigen. Und um das, was in den letzten Wochen passiert auch nur ansatzweise verstehen zu können, ist es unerlässlich sich auch mit solchen Themen kritisch auseinanderzusetzen.

Es reicht deshalb nicht aus, wenn man ab und an Ramallah, die sogenannte Hauptstadt des imaginären Staates Palästina, besucht und und so diese erwähnten Konsequenzen herauslesen zu wollen. Ramallah, eine offene und moderne Stadt, ist dazu genauso wenig geeignet wie wenn man nur in Tel Aviv die Stimmung der Israelis erkunden möchte. Um auch nur zu erahnen, was diese Besatzung tatsächlich bedeutet, muss man mit den Menschen in Gaza, in Hebron, im Jordantal oder auch selbst nur schon in Ost-Jerusalem sprechen. Aber davon sieht man von Schneider weder bei der offiziellen Berichterstattung für die ARD etwas, noch bei seinen Meldungen auf Twitter.

Jetzt muss ich natürlich anmerken, dass ich die genaue Jobbeschreibung der ARD für diesen Posten in Tel Aviv nicht kenne, vielleicht ist ja genau das erwünscht und gefordert und ich tue Herrn Schneider Unrecht. Doch im Sinne der allgemein angenommenen Tätigkeit eines Auslandskorrespondenten, nämlich einer objektiven Berichterstattung über die tatsächliche Lage in dem Land in dem er oder sie stationiert ist, diesem Zweck kommen unsere Medienvertreter nicht nach. Und das gilt nicht nur für Israel, sondern leider insbesondere auch für die Ukraine und Syrien.

29. Oktober 2015

Um die Mittagszeit (nach israelischen Angaben war es 12.00 Uhr) läuft der 19-jährige Farouq Abdulqadir Omar Sidr eine Treppe zur Shuhada-Street (Strasse der Märtyrer) in der Nähe der jüdischen Siedlung Beit Hadassah in Hebron hinunter. Unten angekommen, versucht der junge Mann angeblich einen israelischen Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Farouq wird auf der Stelle erschossen und stirbt aufgrund der tödlichen Verletzungen auf offener Strasse.

Das war die erste Meldung der israelischen Armee (IDF):

Hebron 29.10.15_2

Man sieht auf diesem Bild die Leiche des 19-jährigen Farouq, unmittelbar vor der Treppe liegend. Hier nochmal das ganze Bild:

Hebron 29.10.15

Anhand dieses Bildes welches die IDF veröffentlicht hat, kann man erkennen wie Farouq aus dem linken Ohr blutet und eine grosse Blutlache in Kopfhöhe zum Auto rinnt, was auf einen Schuss auf den Kopf schliessen lässt und somit einer Exekution gleichkommt.

Eine Zeugin sagte aus, dass sie Farouq die Treppe hintersteigen gesehen hat und dass er unbewaffnet war, doch dass dennoch bewaffnete Siedler das Feuer auf ihn eröffnet haben. Berücksichtigt man die Tatsache das die Shuhada Street seit 1994 für Palästinenser gesperrt wurde weil sich extreme jüdische Siedler in den oberen Etagen der zuvor wichtigsten Marktstrasse eingenistet haben, und es immer wieder zu Zwischenfällen zwischen bewaffneten Siedlern und Palästinensern kommt, dann kann diese Zeugenaussage nicht einfach so vom Tisch gefegt werden.

Hebron bewaffnete Siedler 28.10.15

Doch diese Tragödie endet hier noch nicht. Während auf dem ersten Bild der IDF Farouq noch auf dem Bauch liegt nachdem er erschossen wurde, wurde er von den Soldaten auf die rechte Seite gedreht um vermutlich zu überprüfen ob er noch lebt. Diesen Moment fing ein Nachbar auf, der nach den Schüssen mit seinem Handy ein Bild gemacht hat.

Hebron 29.10.15_3

Als Reporter eintreffen um diesen Fall zu dokumentieren, sieht man plötzlich ein Messer gut einen Meter entfernt vom leblosen Körper des jungen Mannes liegen.

Hebron 29.10.15_5_vor der Treppe

Mit diesem Messer soll laut offiziellen Angaben der IDF Farouq versucht haben, einen Soldaten zu verletzen oder sogar zu töten. Das problematische an dieser Version ist aber, dass dieses Messer auf dem ersten Bild nirgendwo zu sehen ist. Hier liegt es jetzt ca. 30cm von der Mauer bzw. Treppe entfernt und dem Strassenschild vorgelagert. Aber an dieser Stelle lag es im ersten Bild nicht!

Hebron 29.10.15_6_mit Messer

Als der Sprecher der IDF, Lt.Col. Peter Lerner, mit diesen Ungereimtheiten konfrontiert wurde, antwortete er dass das Messer an dieser Stelle lag nachdem der Körper von Farouq umgedreht wurde. Weiter erklärte Lerner, dass das Messer zuerst unter dem Körper lag weil Farouq „auf das Messer gefallen ist“.

Natürlich könnte das theoretisch möglich sein, doch mit dieser Erklärung des IDF-Sprechers kommen weitere Fragen auf. Wenn das Messer also tatsächlich unter dem Körper lag wie er behauptet, und erst dann zum Vorschein kam als das Opfer auf die rechte Seite gedreht wurde, wie kam es dann aber vom ursprünglichen Platz ca. 1 Meter auf die linke Seite? Und weshalb gibt es keinerlei Blutspuren an dem „neuen“ Standort des Messers? Wurde Farouq tatsächlich „nur“ mit einem Kopfschuss hingerichtet?

Ich habe Lt.Col. Peter Lerner gefragt ob die Stelle an der das Messer auf dem Bild zu sehen ist, die Stelle ist an dem der 19-jährige Farouq zusammengebrochen ist, bevor man ihn dann umgedreht hat. Der IDF-Sprecher wollte mir auch auf nochmaliges Nachfragen hin nicht antworten, was zwar keine Bestätigung ist, aber eben auch kein Dementi. Man darf also vorsichtig davon ausgehen, dass die Lage des Messers auf dem Bild nicht mit der Lage identisch ist, wo Farouq zusammengebrochen ist. Auch die ganze Handhabe im Falle einer Erschiessung entspricht nicht der vorgeschriebenen Prozedur, wonach die Tatwaffe nicht vom Tatort entfernt oder verrückt werden darf, sowie entsprechend „gesichert“ werden muss wie es ja auch in anderen Fällen getan wird.

29.10.15 Abends : „wir werden euch vergasen bis ihr alle tot seid“

Am gleichen Tag kam es am frühen Abend zu einem anderen schrecklichen Zwischenfall im Flüchtlingslager Aida, zwei Kilometer nördlich von Bethlehem, wo etwa 5000 Menschen leben.
Ein Jeep der israelischen Armee fuhr in das Lager hinein und verkündete durch die Lautsprecher folgende unfassbaren Worte:

„(Ihr) Leute im Flüchtlingslager Aida, wir sind die Besatzungsarmee! Ihr werft Steine und wir werden euch mit Gas treffen bis ihr alle gestorben seid! Die Kinder, die Jugendlichen, die alten Menschen, ihr alle werdet sterben! Wir werden nicht einen von euch am Leben lassen! Und wir haben einen von euch gefangen genommen, er ist jetzt bei uns. Wir haben ihn aus seinem Zuhause geholt und wir werden ihn abschlachten und ihn töten, während ihr zuschauen (müsst), wenn ihr weiterhin Steine werft! Geht nach Hause oder wir werden euch vergasen bis ihr tot seid! Eure Familien, eure Kinder, wir werden jeden von euch töten! Hört mir zu, geht alle nach Hause, es ist besser für euch!“

30.10.15

Gas the Arabs JDLNach den Freitagsgebeten versammelten sich in vielen Teilen der palästinensischen Gebiete Jugendliche und junge Männer, die aus Wut wegen der Geschehnisse am Tag zuvor in Hebron die Besatzungsarmee mit Steinen angriff.

Etwas ausserhalb von Ramallah kam es dann zu einer brutalen Szene, wo man auf dem Video sehen kann wie ein Jeep der israelischen Armee einen weglaufenden Mann verfolgt und schliesslich zu Boden rammt. Als Grund gab die Armee an, dass es sich um einen „Terroristen“ handelte der versucht habe einen Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Als dann aber selbst israelische Medien wie die Haaretz diesen Vorfall aufgrund der gut dokumentierten Beweislage aufgriffen und die Behauptung der Armee als Lüge entlarvten, sah sich der IDF-Sprecher Lt.Col. Peter Lerner gezwungen der internationalen Öffentlichkeit klarzumachen, dass es sich um einen Fehler handelte. Es war keine versuchte Messerattacke wie es die Armee darstellte, sondern Männer die mit Steinen geworfen haben. Ohne Zweifel können schwere Verletzungen, bei einem unglücklichen Treffer sogar lebensgefährliche Verletzungen durch solche Steine erfolgen. Rechtfertigt das aber dieses brutale Vorgehen? Und man darf auch nicht aus den Augen verlieren dass es sich um Menschen handelt die sich gegen eine schwer bewaffnete Besatzungsarmee wehren.

Nur kurze Zeit später erfolgte ein Angriff der Armee auf zwei Journalisten die die ganze Szenerie dokumentieren wollten bzw. dokumentiert haben. Aber von dieser regelrechten Jagd auf Menschen werden wir weder in der Tagesschau der ARD, noch bei CNN oder BBC erfahren.

Und um den Boden aus dem Fass zu schlagen, gibt es solche rassistischen Rabbis wie Yaakov Menkel, der zwar im sicheren New York lebt, aber über eine ansehnliche Gefolgschaft insbesondere unter religiösen Extremisten in Israel verfügt. Rabbi Menkel schlägt vor, dass Israel ein Gesetz zur Entnahme von Organen von getöteten „Terroristen“ erlässt, um dadurch einerseits dem Mangel an Spenderorganen in Israel entgegenzuwirken als auch – seiner Meinung nach – eine Abschreckung für andere „Terroristen“ darzustellen. Das aber als „Terroristen“ nicht nur jene gemeint sind die tatsächlich eine Straftat nach unserem Verständnis nach begehen, sondern selbst steinewerfende oder fahnenschwenkende Jugendliche eingeschlossen sind, spielt für den Rabbi keine Rolle. Was zählt, sind die Organe.

Rabbi Menken1

Rabbi Menken2

http://www.neopresse.com/politik/naherosten/manhunt-menschenjagd/

Charlie Hebdo verhöhnt die russischen Flugzeugopfer

(Ich erinnere daran, wem Charlie Hebdo gehört, hier nachzulesen:
Freitag, 6. November 2015 , von Freeman um 14:05

Es kommt immer darauf an, wer eine „Satire“ veröffentlicht. Das Magazin Charlie Hebdo darf alles, speziell Muslime und Christen beleidigen. Aber jetzt auch Russen. Die neueste Ausgabe hat die Opfer des Absturzes der A321 und die Hinterbliebenen mit zwei Karikaturen verhöhnt. Gibt es einen Aufschrei in den westlichen Medien darüber? Sicher nicht. Gehört ja auch zu den „Unberührbaren“.

Hier die Überschrift zu beiden:

Die russische Luftwaffe verstärkt die Bombardierung von ISIS

Die Gefahren russischer Billigflieger. Wären wir doch besser mit Air Cocaine geflogen.

Ein ASR-Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht und dazu gesagt:

Wenn man nach Charlie Hebdo und A321 sucht, kommen nur russische Meldungen. Wohl dem, der die Sprache etwas beherrscht oder wenigstens ordentlich mit Übersetzungsprogrammen umgehen kann 🙂„.

Und sein Kommentar dazu:

Fast wünscht man sich, Angehörige der Opfer würden nach Paris reisen und den Machern helfen, das Gefühl des ungebremsten freien Falls nachzuempfinden. Und wenn es nur aus dem Bürofenster ist 🙂

Es gibt einen grossen Unterschied, ob man Politiker und Regierungen mit Satire kritisiert, oder unschuldige Opfer einer Katastrophe verspottet!

Die russische Reaktion

Dmitry Peskow, der Sprecher von Präsident Putin, nannte die Karikaturen ein „Sakrileg„. Er fügte hinzu: „Das hat nichts mit Demokratie oder Pressefreiheit zu tun.

Das ist keine Satire sondern dreckige Verspottung„, sagte Ivan Melnikow, stellvertretende Sprecher des russischen Parlaments.

Der Sprecher des Ausschusses für internationale Angelegenheiten, Alexei Pushkow, schreibt auf Twitter: „Gibt es irgendein Limit für Russlandphobie auf den Seiten der westlichen Medien? Während die ganze Welt uns kondoliert, predigt Charlie Hebdo sein abscheuliches Recht auf Frevel.

Die Doppelmoral

Wie man in Frankreich völlig unterschiedlich gegen Karikaturisten vorgeht, zeigt ein aktueller Fall.

Der bekannte französische Zeichner Zeon wurde am vergangenen Dienstag von der Polizei verhaftet. Um 7:00 Uhr früh drangen sie in seine Wohnung ein, weckten ihn und zerrten ihn ins Untersuchungsgefängnis, von wo er dann einem Richter vorgeführt wurde. Das ganze wegen einer Anzeige beim BNVCA, dem Büro für Wachsamkeit gegen Antisemitismus.

Die Anzeige bezieht sich auf seine beiden politischen Zeichnungen:

Das linke Bild soll die Ungleichheit in der Bewertung der Verbrechen zeigen. Beachtet die Maske, die der Mann mit israelischer und amerikanischer Flagge trägt.

Das andere Bild soll die Tötung von palästinensischen Kindern durch Israel demonstrieren.

Der Richter verurteilte Zeon wegen seiner angeblichen Aufforderung zu rassistischen und religiösen Hass durch die Karikaturen. Er wurde danach freigelassen und erwartet die Verkündung der Strafe.

Die Politik Israels zu kritisieren ist Antisemitismus!

Alles Schall und Rauch: Charlie Hebdo verhöhnt die russischen Flugzeugopfer http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2015/11/charlie-hebdo-verhohnt-die-russischen.html#ixzz3qnHldBah

Strategisch manipulierte Migration als Kriegswaffe

 

Nach dem Lesen des Titels denken Sie vielleicht, er beschreibe das Phänomen, das Europa vor kurzem miterlebt hat: Hunderttausende Flüchtlinge, Opfer von den Härten der Bürgerkriege und den Opportunisten, die den Balkan überschwemmen, über Land und Meer und dann ihren Weg weiter gehen, und irgendwie versuchen, reichere Länder wie Deutschland, Frankreich und Skandinavien mit allen Mitteln zu erreichen.

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Es scheint, dass dieser Flüchtlingsstrom objektive Gründen hat: bewaffnete Konflikte und Kriege wurden in Libyen, Syrien und Irak seit vielen Jahren geliefert, während die Situation in Palästina und Afghanistan auch turbulent ist. In Tunesien und Ägypten, in der Zwischenzeit, die beide den arabischen Frühling erlebt haben, lässt die Situation auch sehr zu wünschen übrig. Kaum jemand nimmt Kenntnis von Bahrain, wo Widerstands-Proteste jahrelang brutal niedergeschlagen wurden, während im Jemen Luftangriffe sogar auf Hochzeits-Prozessionen ausgeführt werden. Die Lage dieser beiden Staaten ist nicht sehr bequem, aber – da gibt es einfach nichts wohin man fliehen könnte. Es gibt auch ein anderes wichtiges Detail: für muslimische Flüchtlinge in Saudi Arabien werden Lager erstellt, aber aus irgendeinem Grund geht niemand dorthin. Als letztes Mittel bleiben sie in Jordanien und in der Türkei.

Gibt es denn irgendeinen allgemeinen Grund für ihren verzweifelten Wunsch, so weit entfernt von ihrer Heimat zu fliehen? Wohlhabende Verwandten, die sich vielleicht schon in der Europäischen Union niedergelassen haben? Oder Geschichten über Sozialleistungen, mit denen sie bequem leben könnten? Schließlich müssen sie, um eine solche Reise zu machen, die Schlepper stattlich bezahlen. Einigen Berichten zufolge nehmen diese Schmuggler zwischen $4.000 und $10.000, um einen einzelnen Flüchtling aus Syrien oder Libyen nach Europa zu transportieren. Auch wenn diese Person reiche Verwandte im Ausland hat, ist das Empfangen von Geld per Banküberweisung im kriegszerrütteten Syrien nicht möglich. Einen Transport auf Kredit organisieren verlangt eindeutig bestimmte Garantien, besonders wenn man bedenkt, dass die Boote oft im Mittelmeer sinken.

Wer gibt die Garantien, die Hunderttausende Menschen antreiben, um aus anderen Kontinenten nach Europa zu fliehen und warum?

Forscher haben eine sehr interessante Tatsache im Zusammenhang mit der Nutzung von sozialen Netzwerken entdeckt. Es ist ans Licht gekommen, dass Anrufe auf Twitter für Flüchtlinge, um nach Deutschland zu reisen, hauptsächlich aus den USA kamen [1]. Die mit dieser Praktik in anderen Ländern verbrachte Zeit war nicht umsonst – vom Iran während der Präsidentschaftswahlen von 2009 bis zu Ägypten und Tunesien, wo die Rolle der sozialen Netzwerke bei der Mobilisierung der Bevölkerung beachtlich war.

Was wir jetzt sehen, ist die praktische Umsetzung theoretischer Berechnungen strategischer Natur. Solche Strategien sind seit langer Zeit in Entwicklung. Dazu zählt eine Studie vom Belfer Center für Wissenschaft und internationale Angelegenheiten an der Harvard University, die den Namen trägt «Strategic Engineered Migration as a Weapon of War» [2], welchen der Autor auch für den Titel dieses Artikels verwendet. Die Studie erschien zunächst in 2008 in der Zeitschrift Civil Wars [Bürgerkriege]. Mit einer Kombination von statistischen Daten und Fallstudie-Analysen liefert der Autor des Werkes, Kelly Greenhill, Antworten auf folgende Fragen: können Flüchtlinge eine bestimmte Art von Waffe sein, kann diese Waffe nur in Kriegszeiten verwendet werden oder auch in Friedenszeiten und wie erfolgreich kann ihre Verwendung sein? Im Großen und Ganzen beantwortet Greenhill diese Fragen bejahend.

In der Tat haben Forscher am Belfer Center, zusammen mit Forschern aus anderen Abteilungen an der Harvard University, am Entwurf von Strategien zur Konfliktbewältigung im Zusammenhang mit breiteren außenpolitischen Themen jahrelang gearbeitet. Der Direktor des Belfer Center, Graham Allison, war Staatssekretär der Verteidigung in der Clinton-Administration. Außerdem finanziert das Zentrum auch die Forschung einer speziellen Task Force, die Russland gewidmet ist.

Die USA tuen nur so als sympathisierten sie mit Europa, das durch die Migrations-Welle schwer getroffen ist. In einem neuen Artikel [3] von Richard Haass, Präsident der einflussreichen globalistischen Organisation „Council on Foreign Relations“, der sich mit europäischen Themen beschäftigt, war die Verwendung des Wortes „to manage“ [verwalten] im Hinblick auf die Migrations-Krise in der Europäischen Union kein Zufall. Die Probleme Europas durch den Zustrom von Flüchtlingen genießend, stellt Haass fest, dass die USA sowohl eine Verpflichtung zur Hilfe gegenüber der Europäischen Union hätten, als auch strategische Interessen in Bezug auf Deutschland und Europa als Ganzes. Trotz dieser «Verpflichtung zu helfen“, gab es jedoch überhaupt keine Hilfe aus den USA, weder bei der Kontrolle des illegalen Eindringens in europäische Länder noch bei der vorübergehenden Ansiedlung von Flüchtlingen.

Es gibt auch eine weitere interessante Tatsache. Am 15. September unterzeichnete Barack Obama eine Executive Order zum Einsatz von Techniken der Verhaltensforschung in der öffentlichen Verwaltung. Der jüngste Zweig des Behaviorismus, bekannt als «Nudge“ [schubsen], ist nichts anderes als der letzte Schrei, um Menschen zu manipulieren. Die Hand von Cass Sunstein, der zuvor im Office of Information and Regulatory Affairs in der Obama-Regierung arbeitete, kann hier klar gesehen werden. Zusammen mit einem britischen Kollegen, war er Co-Autor des Buches Nudge: Improving Decisions about Health, Wealth and Happiness, in dem psychologische Manipulations-Techniken im Rahmen des alltäglichen Lebens hinter schönen Worten verborgen sind [4]. (Übrigens ist Sunsteins Ehefrau Samantha Power, US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen.) Es gibt keinen Zweifel, dass die ’Nudge’-Technik weit über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus verwendet wird.

Die effektivste Waffe jedoch, bildlich und buchstäblich gesehen, könnten möglicherweise diese Migranten sein, fähig eine kleine Guerillagruppe einzurichten, um subversive Terroranschläge auf neuem Gebiet auszuführen. Es ist eher interessant zu bemerken, dass die USA nicht nur Gastgeber spielen für diejenigen, welche als die ’vielversprechendsten’ dafür erscheinen, sondern ihnen auch Flüchtlings- und Aufenthaltsrecht, sowie den offiziellen Schutz der US-Regierung gewähren.

Soweit man von einem vor kurzem zugespielten internen Dokument beurteilen kann, besagt ein Sonderbericht, der durch das US Department of Homeland Security an den US-Kongress für das Geschäftsjahr 2014 vorbereitet wurde, zur Frage der Migration, dass im Jahr 2014, das US Citizenship and Immigration Services 1591 Ausnahmen [5] bei persönlichen Antragstellern, für Flüchtlingsstatus, Aufenthaltsrecht und den offiziellen Schutz der US-Regierung macht. Und das aller- interessanteste ist, dass in dem einen oder dem anderen Fall, alle diese Menschen Verbindungen mit Terrorgruppen und umfangreiche Erfahrung in subversiven Aktivitäten haben.

Die Liste enthält alte Verbündete von Washington wie Exilkubaner, Kosovo-Befreiungsarmee Kämpfer, die aus irgendeinem Grund nicht gut in ihrem eigenen künstlich geschaffenen Staat leben können und viele andere verdeckte und offene Verbündete der USA. Es sind Mitglieder der Nationalistischen Republikanischen Allianz aus Salvador, höchstwahrscheinlich diejenigen, die politische Gegner während des Kalten Krieges erschossen haben, und die sich jetzt vor der Justiz verstecken. Es sind Kämpfer aus der demokratischen Bewegung für die Befreiung der eritreischen Kunama – Ethno-Separatisten -, die gegen die eritreische Regierung sind. Es gibt die Tigray Volksbefreiungsfront von Äthiopien und die Oromo Liberation Front aus dem gleichen Land.

Die Liste enthält auch Aktivisten von der birmanischen Chin National Front und ihrem militärischen Flügel, der Chin National Army, die Mitglieder der sogenannten „Unrepresented Nations Peoples Organization“ (UNPO) sind. Mitglieder der „Karen National Union“, einschließlich der Kämpfer der „Karen National Liberation Army“ (eine Ethnie in Thailand und Birma) erhielten auch eine Quote, um in den USA vor Ort zu leben.

Ein Flüchtlingsstatus wurde 49 ehemaligen irakischen Bürgern gegeben, durch die irakische demokratische Partei, die kurdische demokratische Partei und die Patriotische Union von Kurdistan. Die Liste der „1519 Ausnahmen“ enthält auch Mitglieder anderer Organisationen, die sich viele Jahre bewaffneten Konflikten verschrieben haben.

Man kann nur spekulieren über die Art der zukünftigen Kriege, die die USA im Auge haben, wenn sie planen, solche spezifische Migranten als Waffe zu benutzen.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Strategic Culture Foundation (Russland)

[1] „Wer lockt mit Twitter Flüchtlinge nach Deutschland?“, von Andrey Fomin, Übersetzung Sabine, Oriental Review (Russland), Voltaire Netzwerk, 23. September 2015.

[2] “Strategic Engineered Migration as a Weapon of War”, Kelly M. Greenhill, Civil War Journal, Volume 10, Issue 1, July 2008.

[3] “Managing Europe’s Perfect Storm”, Richard Hass, Project Syndicate, October 2, 2015.

[4] Nudge: Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness,Richard H. Thaler & Cass R. Sunstein, Penguin Books, 2009.

[5] Report on the Secretary’s Application of the Discretionary Authority Contained in Section 212(d)(3)(B)(i) of the Immigration and Nationality Act. Annual Report to Congress, Fiscal Year 2014, US Department of Homeland Security. Download.

 http://www.voltairenet.org/article189183.html

Alles muss ans Licht – das geheime Dossier des Vatikans: Die Händler im Tempel (Video)

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Zwei neu erschienene Bücher geben Einblick in die verworrenen Finanzen des Vatikan – und beschreiben die Widerstände, auf die der Papst mit seinen Reformen stößt.

Journalist Gianluigi Nuzzi bezieht sich auf interne Dokumente der Kommission für finanzielle Reformen, die Franziskus 2013 eingesetzt hatte.

Wegen der Weitergabe der vertraulichen Dokumente hat es bereits zwei Festnahmen gegeben.

„Alles muss ans Licht“

Der deutsche Name klingt vielversprechend: „Alles muss ans Licht – Das geheime Dossier über den Kreuzweg des Papstes„, heißt das neue Enthüllungsbuch über den Vatikan, das der Journalist Gianluigi Nuzzi an diesem Donnerstag in Rom vorstellt. Der englische Titel „Merchants in the Temple“ (Händler im Tempel), klingt da wesentlich zurückhaltender.

So oder so: Bereits erste Auszüge, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden, haben Empörung ausgelöst. Ein Vatikansprecher sprach von einem schweren Vertrauensbruch gegenüber dem Papst. Dabei richten sich die Enthüllungen eher gegen die Kurie als gegen den Pontifex.

In Nuzzis Buch geht es um Geldgier im Vatikan, um Missmanagement – und um den Widerstand gegen die von Papst Franziskus angestoßenen internen Reformen. Der italienische Journalist beruft sich dabei auf Dokumente der Kommission für finanzielle Reformen, die ihm zugespielt wurden. Die Kommission war 2013 von Franziskus eingesetzt worden, um Informationen über die finanzielle Lage des Heiligen Stuhls zu sammeln. Dank interner E-Mails, Tonaufnahmen von privaten Gesprächen und Sitzungsprotokollen enthüllt Journalist Nuzzi nun, welche Kultur der Verschwendung und Geheimniskrämerei im Vatikan herrscht.

Missmanagement: Nuzzi zufolge gehen dem Vatikan jedes Jahr Millionen Euro an Mieteinnahmen aus seinem immensen Immobilienbesitz verloren, weil einzelne Mieter begünstigt werden. In einigen Fällen gewährt der Vatikan demnach Kardinälen oder Bürokraten Mieten, die 30 bis 100 Prozent unter dem ortsüblichen Marktdurchschnitt liegen. Statt der derzeit registrierten 6,2 Millionen Euro könnten ohne diese Rabatte etwa 191,4 Millionen eingenommen werden, schreibt Nuzzi. Einigen Kardinälen seien Apartments kostenlos überlassen worden – als Teil ihrer Gesamtvergütung oder eines Ruhestandspakets, wie die Kommission gemäß der Dokumente herausgefunden habe. Der Wert des gesamten vatikanischen Immobilienbesitzes liege der Kommission zufolge bei 2,7 Milliarden Euro und damit siebenmal höher als in den Bilanzen angegeben.

Chaotische Buchführung: Die Vatikanbank, schreibt Nuzzi, führe unter anderem Konten für längst Verstorbene. Zum Beispiel für die Päpste Johannes Paul I. (mehr als 110 000 Euro) und Paul VI. (etwa 400 000 Euro).

Geldgier: Das Geld, das sich der Vatikan an der einen Stelle entgehen lässt, streicht er andernorts ein: Journalist Nuzzi zeichnet das lukrative Geschäft, das hinter Selig- und Heiligsprechungen steht. Sogenannte Postulatoren sind für das bislang streng geheim gehaltenen Prozedere verantwortlich. Ihre Finanzen offenzulegen steht auf der Prioritätenliste der Reformkommission weit oben. Die Postulatoren beschäftigen sich unter anderem damit, „heroische“ Taten oder vollbrachte Wunder möglicher Kandidaten „aufzuspüren“ – eine Tätigkeit, die durchaus ihren Preis hat, wie Nuzzi weiter schreibt. Er schätzt, dass der durchschnittliche Preis für eine Seligsprechung bei etwa 500 000 Euro liegt und im Einzelfall auch 750 000 Euro erreicht. Das nötige Kleingeld dafür komme von Spendern, die ihre Kandidaten geehrt sehen wollen. Als die Papst-Kommission im Heiligsprechungs-Büro Unterlagen über Spenden und Bankkonten verlangt habe, hieß es dort, es gebe keine. Daraufhin seien kurzerhand die Konten der Postulatoren in der Vatikanbank eingefroren worden, berichtet Nuzzi.

Abwehr von Reformen: Wie umstritten die Aufklärungsarbeit der internen Ermittler im Vatikan ist, schildert der Journalist ebenfalls in seinem Buch. So habe es am 30. März 2014 einen Einbruch im Büro der Kommission gegeben, dabei hätten die Diebe genau gewusst, wo sich belastende Dokumente befanden. „Diese Aktion sollte als Warnung an alle verstanden werden, die mit diesen höchst delikaten Untersuchungen betraut sind; an diejenigen, die dem Pontifex die Werkzeuge liefern, um die Kurie zu revolutionieren“, schreibt Nuzzi.

 

Fast schon absurd klingt die Beschreibung eines Vorfalls um die Nummer zwei der Vatikanverwaltung, Giuseppe Sciaccia. Der Monsignore habe ein schickeres Apartment haben wollen – immerhin residieren einige Topbeamte in Wohnungen mit bis zu 400 Quadratmetern. Als Sciaccas Nachbar, ein älterer Priester, für längere Zeit im Krankenhaus lag, nutzte er die Gelegenheit, um seine eigene Wohnung zu vergrößeren: Sciacca durchbrach die Trennwand zwischen beiden Apartments und verleibte seiner eigenen Wohnung kurzerhand einen der Räume seines Nachbarn ein – inklusive Möbeln. Als der Priester schließlich das Krankenhaus verlassen konnte, fand er seine Sachen in Kisten vor. Kurz darauf starb er. Franziskus, der selbst gemäß seiner bescheidenen Art in einem Hotelzimmer lebt, degradierte Sciacca in seinem Rang und ließ ihn aus der Wohnung werfen.

Video: Der Vatikan – Superreich durch Blutgeld und Sklaverei

Festnahmen wegen Verdachts auf Vertrauensbruch

Im Zusammenhang mit den gestohlenen Dokumenten ließ der Heilige Stuhl unlängst zwei Mitglieder der Kommission für finanzielle Reformen verhaften. Der spanische Priester Lucio Ángel Vallejo Balda und die Vatikan-Mitarbeiterin Francesca Immacolata Chaouqui werden verdächtigt, die brisanten Dokumente weitergegeben zu haben.

Nuzzis Buch ist bereits sein zweites über Missstände im Vatikan. Mit ersten Enthüllungen hatte er 2012 den „Vatileaks“-Skandal ausgelöst. Damals stützte er sich auf Dokumente, die der Butler des damaligen Papstes Benedikt XVI. entwendet haben soll. Papst Franziskus folgte Benedikt mit dem klaren Auftrag, die Bürokratie im Vatikan zu vereinfachen und Ordnung in die undurchsichtigen Finanzen zu bringen (Blutgeld: Die gesegnete Geldvermehrung des Vatikans (Videos)).

Der Papst selbst hatte 2014 während seiner Weihnachtsbotschaft an Kardinäle, Bischöfe und Priester im Vatikan „15 Krankheiten“ innerhalb der Kurie angeprangert, darunter das „heuchlerische“ Doppelleben vieler und Fälle von „spirituellem Alzheimer“.

Weiteres Enthüllungsbuch über schwarze Konten

Noch ein zweites Buch, das an diesem Donnerstag erscheint. thematisiert Missmanagement, Bereicherung und Geheimniskrämerei im Vatikan. In „Avarice“ schildert Emiliano Fittipaldi, Vatikan-Reporter der Zeitung La Repubblica, unter anderem, wie Spendengelder aus dem Jahr 2013 über 378 000 Euro für die Armen in der Welt auf schwarzen Konten landeten – aus selbigen bedient sich demnach die Vatikanverwaltung, um Ausgaben zu decken.

Literatur:

Scheinheilige Geschäfte: Die Finanzen des Vatikans von Curzio Maltese

Nazis auf der Flucht: Wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen von Gerald Steinacher

Vatikan AG: Ein Geheimarchiv enthüllt die Wahrheit über die Finanz- und Politskandale der Kirche von Gianluigi Nuzzi

Persilscheine und falsche Pässe. Wie die Kirchen den Nazis halfen. von Ernst Klee

Alles muss ans Licht: Das geheime Dossier über den Kreuzweg des Papstes von Gianluigi Nuzzi

Quellen: PuvblicDomain/amazon.de/SZ vom 05.11.2015

Alles muss ans Licht – das geheime Dossier des Vatikans: Die Händler im Tempel (Video)

Bundeswehr: Training für den Bürgerkrieg

Stefan Schubert

Die Bundesregierung bereitet sich auf schwere innere Unruhen bis hin zum Bürgerkrieg vor. Für 120 Millionen Euro entsteht eine geheime Kampfstadt. Dort wird der Einsatz von schweren Waffen gegen die eigene Bevölkerung geübt.

Zuerst hat man Bilder von deutschen Soldaten in Kundus vor Augen oder von GIs in Bagdad und Mogadischu. Es existiert zwar auch ein Elendsviertel nebst Müllhalde auf dem riesigen Areal. Aber ansonsten gleicht der Kriegsschauplatz mit 520 Gebäuden einer deutschen Stadt, mit Apotheke, Rathaus und Supermarkt.

Entgegen jahrelangen Verlautbarungen der Bundesregierung ist jetzt doch die Nutzung der »Kampfstadt« durch Polizeieinheiten geplant.

Den Volltext dieses Artikels lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Hintergrundinformationsdienstes KOPP Exklusiv

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/stefan-schubert/bundeswehr-training-fuer-den-buergerkrieg.html