Paris und was getan werden sollte

Many Dead After Multiple Shootings In Paris

sueddeutsche.de

Ron Paul

Die schrecklichen Attacken am Freitag in Paris haben wie vorhersehbar zu viel Überreaktion und Forderungen geführt, noch mehr von genau den Dingen zu tun, die Menschen radikalisieren und in ihnen den Wunsch wecken, uns zu attackieren. Das französische Militär verlor keine Zeit und bombardierte Syrien als Vergeltung für die Attacken, obwohl unbekannt ist, woher die Angreifer stammten. Tausende ISIS-Kämpfer in Syrien sind keine Syrer, sondern kamen aus einer Reihe von Ländern nach Syrien, um die Regierung Assad zu stürzen – darunter aus Frankreich und aus den Vereinigten Staaten von Amerika.

Ironischerweise war der Sturz Assads auch das Ziel sowohl der Vereinigten Staaten von Amerika als auch Frankreichs seit zumindest 2011.

Weil die Vereinigten Staaten von Amerika und ihre Alliierten im wesentlichen auf der gleichen Seite stehen wie ISIS und andere Gruppen – nämlich den Sturz Assads erreichen wollen – sind viele der Waffen, die sie den mehr „gemäßigten“ Fraktionen geschickt haben, die ebenfalls den Sturz Assads suchen, in den Händen radikaler Gruppierungen gelandet. Gemäßigte Fraktionen haben sich mit radikaleren Gruppen die ganze Zeit über zusammengetan, wobei sie ihre von den Vereinigten Staaten von Amerika beigesteuerten Ausbildungen und Waffen mitbrachten. Andere gemäßigte Gruppen wurden gefangen oder getötet, auch ihre von den Vereinigten Staaten von Amerika gelieferten Waffen gingen an die Radikalen. Auf diese Weise wurden die radikaleren Franktionen besser ausgestattet und besser ausgebildet, während sie gelegentlich von Flugzeugen der Vereinigten Staaten von Amerika oder deren Alliierten angegriffen wurden.

Gibt es jemanden, der nicht glaubt, dass das ein Rezept ist für die Art von Katastrophe, die wir jetzt in Paris erlebt haben? Besonders die Franzosen waren sehr aktiv bei der Bewaffnung auch der radikaleren Gruppen in Syrien, während diese auf mehr politischen Einfluss in der Region pochen. Warum weigern sie sich noch immer, an das Konzept der Retourkutsche zu glauben? Liegt es daran, dass die Erklärung „sie hassen uns, weil wir frei sind“ es leichter macht, im Ausland zu eskalieren und im Inland hart vorzugehen?

Es ist vielleicht nicht populär, so etwas zu sagen, wenn die Emotionen hoch schlagen und Rufe nach mehr Bombardierungen im Mittleren Osten erschallen, aber es gibt einen anderen Weg, das Problem anzusprechen. Es gibt eine Alternative zum Einsatz von mehr Militär zur Lösung eines Problems, das vor vorneherein durch militärische Intervention verursacht wurde.

Diese Lösung besteht darin, die Militaristen und Isolationisten zurückzuweisen. Es geht darum, die Politik der Verwendung von „Regierungswechsel“ aus zukünftigen politischen Zielen der Vereinigten Staaten von Amerika und aus der westlichen Außenpolitik zu verbannen, egal ob im Irak, in Libyen, in Syrien oder sonst wo. Es geht darum, die närrische Idee zurückzuweisen, dass wir Waffen im Wert von hunderten Millionen Dollars an „Gemäßigte“ im Mittleren Osten liefern und erwarten können, dass keine davon in die Hände von Radikalen fallen.

Mehr Bomben werden die Probleme im Mittleren Osten nicht lösen. Aber ein mehr versprechender Ansatz für den Mittleren Osten steht derzeit unter Beschuss der Isolationisten in Washington. Das Atomabkommen mit dem Iran beendet die UNO-Sanktionen und öffnet dieses Land für den internationalen Handel. Erst letzte Woche trafen sich die Präsidenten Frankreichs und des Iran, um eine Reihe von Handelsabkommen zu besprechen. Andere Länder sind gefolgt. Handel und Respekt vor nationaler Souveränität übertrumpfen Gewalt, aber Washington scheint das immer noch nicht zu begreifen. Die meisten Kandidaten für das Präsidentenamt wetteifern, wer am lautesten auf den Tisch haut gegen jedes Abkommen mit dem Iran. Sie werden diese Attacke (in Paris) benutzen, um Propaganda gegen die Befürwortung des Handels mit dem Iran zu betreiben, obwohl der Iran die Attacke verurteilt hat und sich selbst im Fadenkreuz von ISIS befindet.

Hier ist die Alternative: Konzentriert euch auf Handel und freundliche Beziehungen, hört auf Waffen zu liefern, lasst „Regimewechsel“ und andere Manipulationen bleiben, respektiert die nationale Souveränität und haltet eine starke Verteidigung im eigenen Land aufrecht, einschließlich des Schutzes der Grenzen gegen die, die uns vielleicht Schaden zufügen wollen.

Wir sollten mit der gescheiterten Politik der Vergangenheit aufhören, ehe es zu spät ist.

http://antikrieg.com/

Wird Russlands Erfolg in Syrien ihm aus der Hand genommen?

Einar Schlereth

17. November 2015
Es kommen sehr beunruhigende Nachrichten wie diese hier: „Frankreich startet Bombenkampagne in Syrien mit US-Hilfe“. Erstens sind diese Bomber, die gestern am 15. 11. Raqqa massiv angegriffen haben, illegalerweise in Syrien eingedrungen. Zweitens hat es offenbar zu dem Zeitpunkt keinerlei Vereinbarungen mit Russland gegeben. Wieso lässt Russland diese Angriffe zu und verteidigt nicht  Syriens Lufthoheit? Außerdem fuhrwerken auch die US-Bomber immer noch illegal im syrischen Luftraum herum.

Erst gestern hat Putin seinen Generalstab aufgefordert, mit dem französichen Flugzeugträger Verbindung aufzunehmen, um mit dessen Kommando die Schläge abzustimmen. Doch hat er dies mit Assad abgestimmt?

Russische Langstreckenbomber
Gleichzeitig aber hat Hollande die Hilfe der NATO-Länder im Kampf gegen die ISIS gemäß EU-Vertrag angefordert. Und heute früh hat SputnikNews die Nachricht gebracht, dass die USA gemeinsam mit der Türkei einen Militäreinsatz an der syrischen Grenze planen.
Also erstens bin ich der Meinung, dass Abmachungen vorher getroffen werden müssen und nicht im nachhinein.
Zweitens gehen die Lieferungen der USRAELNATO an die ISIS immer noch munter weiter.
Drittens habe ich bisher noch nicht die geringste Entschuldigung seitens des Westens gegenüber Syrien oder Russland gehört für ihre verbrecherischen Handlungen und die ihrer geförderten, bezahlten, ausgebildeten, ausgerüsteten und eingesetzten Verbrecherbanden, die unendliches Elend über Syrien und enorme Schäden auch in Russland verursacht haben.
Wenn man an diese Armeen von zehntausenden Kämpfern denkt, an die ungeheuren Massen an Waffen, Munition, Fahrzeugen, Maschinen, Geldern denkt, die jetzt zerstört werden müssen, dann ist doch klar, was für ein unglaublicher Apparat dahintersteckte, das alles in das Land zu transportieren. Das konnten die Golfstaaten und Saudiarabien nicht allein bewältigen. Sie haben zwar ihre Verbrecherbanden und die Gelder geschickt, aber die gesamte Logistik samt Aufklärung und allen Informationen sind vom Westen geliefert worden.
Bitte hier weiter lesen:
Gleichzeitig aber hat Hollande die Hilfe der NATO-Länder im Kampf gegen die ISIS gemäß EU-Vertrag angefordert. Und heute früh hat SputnikNews die Nachricht gebracht, dass die USA gemeinsam mit der Türkei einen Militäreinsatz an der syrischen Grenze planen.
Also erstens bin ich der Meinung, dass Abmachungen vorher getroffen werden müssen und nicht im nachhinein.
Zweitens gehen die Lieferungen der USRAELNATO an die ISIS immer noch munter weiter.
Drittens habe ich bisher noch nicht die geringste Entschuldigung seitens des Westens gegenüber Syrien oder Russland gehört für ihre verbrecherischen Handlungen und die ihrer geförderten, bezahlten, ausgebildeten, ausgerüsteten und eingesetzten Verbrecherbanden, die unendliches Elend über Syrien und enorme Schäden auch in Russland verursacht haben.
Wenn man an diese Armeen von zehntausenden Kämpfern denkt, an die ungeheuren Massen an Waffen, Munition, Fahrzeugen, Maschinen, Geldern denkt, die jetzt zerstört werden müssen, dann ist doch klar, was für ein unglaublicher Apparat dahintersteckte, das alles in das Land zu transportieren. Das konnten die Golfstaaten und Saudiarabien nicht allein bewältigen. Sie haben zwar ihre Verbrecherbanden und die Gelder geschickt, aber die gesamte Logistik samt Aufklärung und allen Informationen sind vom Westen geliefert worden.
Bitte hier weiterlesen:

Die Anschläge von Paris – Vorwand für den großen Krieg

Peter Orzechowski

»Alle, die versuchen werden, den Tätern jegliche Unterstützung zu leisten, müssen wissen, dass sie damit die Konsequenzen vollständig übernehmen.« Mit diesen Worten warnte der russische Präsident Wladimir Putin heute die Verantwortlichen des Bombenanschlags auf die russische Passagiermaschine auf dem Sinai.

»Das (die Suche nach den Attentätern) darf keiner Verjährungsfrist unterliegen. Wir müssen sie alle mit Namen finden. Wir werden sie überall suchen, wo sie sich auch immer verstecken werden. Wir werden sie überall auf der Erde finden und bestrafen«, sagte Putin, nachdem der russische Geheimdienst FSB den Absturz der russischen Passagiermaschine über der Sinai-Halbinsel nun offiziell als Anschlag einstuft. Demnach habe eine Bombenexplosion an Bord zu dem Unglück geführt.

Auch Präsident François Hollande hat einen erbitterten Kampf gegen die Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) angekündigt. »Wir müssen erbarmungslos sein«, sagte er bei einer gemeinsamen Sitzung beider Parlamentskammern im Schloss Versailles. »Frankreich ist im Krieg.«Für den Kampf gegen die Extremisten will er den Ausnahmezustand um drei Monate verlängern und die Verfassung ändern.

Als Antwort flog die französische Luftwaffe am Dienstag erneut einen Angriff auf die Dschihadisten-Hochburg Raqqa im Norden Syriens. Laut dem französischen Militär wurden dabei ein Kommandoposten und ein Trainingszentrum der Dschihadisten-Organisation zerstört. Es sei der zweite Angriff auf den IS in Raqqa binnen 24 Stunden.

Hier geht´s weiter:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/peter-orzechowski/die-anschlaege-von-paris-vorwand-fuer-den-grossen-krieg.html

Terroranschläge in Paris – Was beachtet werden muss | 16.11.2015

Sommes-nous en guerre? On s’interroge place de la République – Befinden wir uns im Krieg? Fragt man sich auf dem Platz der Republik

 

16. November 2015 (von Jean Taulier) Eine berechtigte Frage, die sich seit dem 13. November, dem Tag der Attentate von Paris, jedem stellt, der Antworten für die Zukunft seiner persönlichen Lebensverhältnisse und die der Völker Europas sucht. In meiner Wahlheimat Frankreich konnte ich in der Nacht zum 14. November 2015 einen fassungslosen Chef de l’Etat, Präsident Hollande, auf allen Sendern hören, wie er die erbarmungslose Rache des Staates an dem Islamischen Staat heraufbeschwor.

Video hier:

http://quer-denken.tv/index.php/1861-befinden-wir-uns-im-krieg-fragt-man-sich-auf-dem-platz-der-republik

Zu meiner Überraschung sprach er von einem cas d’alliance, was für den Bündnisfall der NATO spricht. Also wiederum Artikel 5 des Nato-Truppenstatuts, der zu der bindenden Annahme führt, dass alle NATO-Bündnispartner angegriffen wurden und einander beistehen müssen. Diese NATO-Doktrin wurde einst für den Fall formuliert, dass Panzer des Warschauer Paktes die Deutsch-Deutsche Grenze überqueren.

Zuletzt wurde der NATO-Bündnisfall am 11. September 2001 ausgerufen, was die NATO-Armeen nach Afghanistan und in den Irak einmarschieren ließ. In Afghanistan stehen bis heute Soldaten der Bundeswehr.

In der Deutschen Presse und in der Politik wurde sofort am Samstag reagiert. Das Bestehen des Bündnisfalles wurde von Frau von der Leyen und auch von der Kanzlerin nicht ausgeschlossen.

Gegen Abend wechselte dann die offizielle Sprache der französischen Staatsführung. Die Rede war von da an von „Etat de Guerre“, also vom Kriegszustand. Auch Frau von der Leyen, sprach plötzlich von einem „Kriegszustand aus französischer Sicht“.

Offensichtlich hat irgendjemand die Ministerin aufgeklärt, was im Bündnisfall auf die Bundeswehr zukäme. Nämlich das Bereitstellen von Panzerdivisionen und Bodentruppen im Einsatzgebiet Syrien.
https://www.tagesschau.de/inland/von-der-leyen-nato-101.html

Also Söhne deutscher Familien, die ihr Leben verlieren, um in Syrien gegen einen radikal auftretenden ISIS einen von den USA angezettelten Bürgerkrieg zu führen, während in Deutschland eine Million syrische Männer im wehrfähigen Alter zwischen achtzehn und fünfunddreißig Jahren Asyl suchen und sich lauthals über schlechte Bedingungen in ihren Unterkünften beschweren.

Auch der Kanzlerin dürfte klar sein, dass in einem solchen Fall das deutsche Volk nicht mehr aufzuhalten sein dürfte und ihre Amtszeit ein jähes Ende fände.

Durch einen schwerwiegenden politischen Fehler hat Merkel die Einreise von einer Million syrischer Flüchtlingen, ohne Rechtsgrund und absolut rechtswidrig ins Land zugelassen. Meine französischen Nachbarn reden offen von Verrat der deutschen Kanzlerin, da diese dafür Sorge trug, dass zumindest einer der Attentäter unerkannt, weil nicht aufgehalten, ins Land gelangen konnte, um gezielt unschuldige und arglose Kinder und Jugendliche zu ermorden. Aktuell sind es offiziell 128 Tote, die es zu betrauern gilt.

Die – nicht in den Mainstream Medien veröffentliche – Meinung der Franzosen, sieht die Kanzlerin als Mittäterin der Attentate von Paris vom 13. November 2015. Alle meine Nachbarn, deren Familien und Freunde wünschen eine Ende der deutschen Politik der Willkommenskultur. Diese bringt ihrer Meinung nach nur Gewalt und Verderben ins Land.

Bei Nennung des Namens Merkel, spucken viele auf den Boden und winken ab.
Noch nie war eine deutsche Regierung in Frankreich so unbeliebt wie in diesen Tagen. Alles was Adenauer, Charles de Gaulle, Helmut Schmidt und Giscard d`Estaing, Helmut Kohl und Mitterand begonnen haben, wurde durch die Unfähigkeit Merkels auf viele Jahrzehnte hin zerstört.

Um es deutlich zu sagen, nach Meinung des weitaus größten Teils der Franzosen begann der dritte Weltkrieg auf den Straßen von Paris und wird sich in den großen Metropolen Europas, dank Merkel, fortsetzen.

Auch das Aufrüsten der Geheimdienste bringt keine Lösung des Problems. Die Anwendung der totalen Kontrolle durch das Einschränken der Freiheitsrechte des Volkes, führte nicht zur Verhinderung dieser Anschläge. Diese Abhör- und Überwachungsaktionen haben – zu sensationell hohe Kosten – lediglich dazu beigetragen, dass Rentner an der deutschen Grenze zur Schweiz erwischt wurden, wie sie ihr Lebenseinkommen vor dem Fiskus retten wollten.

Alle diese Einschränkungen und Überwachungen richteten sich stets gegen das eigene Volk und dienten nur dem einem Zweck, der eigenen Bevölkerung Angst zu machen, sie niederzuhalten und sie zu überwachen. Alle Maßnahmen, wie Kennzeichenerfassungen, Vorratsdatenspeicherungen, Gesichtserkennungen, Fluggastdatenerfassung dienen der Vernichtung der persönlichen Freiheit und Souveränität des Individuums, der Zerstörung des Sozialstaatsprinzips, welches die Selbstbestimmung als oberste Ziel hat.

Das Grundgesetz spricht von der Unantastbarkeit der menschlichen Würde. Und eben diese wurde durch die Merkel Regierung abgeschafft.
Staatliche Souveränität ist ohne die persönliche Souveränität des einzelnen Individuums nicht denkbar.

Ich möchte hier  ein Zitat von Machiavelli verwenden:
„Was die Klugheit und Beständigkeit anbelangt, so behaupte ich, dass das Volk klüger ist und ein richtigeres Urteil hat als ein Alleinherrscher. Nicht ohne Grund vergleicht man die Stimme des Volkes mit der Stimme Gottes.“

Die Kanzlerin kann solche Wahrheiten weder aussitzen noch wegdiskutieren. Sie hört nicht auf ihre Parteibasis und schon gar nicht auf das Volk.
Das wird gewalttätige Verwerfungen zur Folge haben, die bereits jetzt schon 128 Menschenleben gekostet haben.
Es tut mir leid. Aber meine Nachbarn und Freunde haben Recht.
Die Kanzlerin trägt Mitschuld am Tode von 128 Menschenleben in Paris.

Jean Taulier

Vence, den 16.11.2015

http://quer-denken.tv/index.php/1861-befinden-wir-uns-im-krieg-fragt-man-sich-auf-dem-platz-der-republik

François Hollande nach den Attentaten von Paris

Der Brandstifter als Biedermann

Kaum waren am vergangenen Freitag die Explosionen in der Pariser Innenstadt verhallt, da trat der französische Präsident Hollande vor die Kameras und forderte alle Demokraten auf, „die Reihen zu schließen und in dieser schweren Stunde zusammenzustehen“.

Hollandes Auftritt war ein klassisches Beispiel dafür, wie ein Brandstifter nach einer selbst gelegten Feuersbrunst als Biedermann auftritt. Schließlich war es seine Politik, die entscheidend dazu beigetragen hat, den Boden für die Terroranschläge in Paris zu bereiten.

Die frz. Regierung hat den Nährboden für den Terror selbst geschaffen

Kurz vor den Anschlägen hatte Hollande die US-Bombardements in Syrien mit der eigenen Luftwaffe unterstützt und damit den gefährlichsten Brandherd im Nahen Osten bewusst angefacht. Die militärische Eskalation stand im Einklang mit der immer aggressiveren Außenpolitik, die Hollande seit seiner Amtsübernahme verfolgt.

Diese Politik hat vor allem in den Vororten (frz. Ausdruck Banlieue von lateinisch bannum leucae, wörtlich: „Bannmeile“) der französischen Großstädte verheerende Folgen. Dort sind die Lebensverhältnisse der Bewohner – darunter viele Migranten afrikanischer oder arabischer Herkunft – seit Jahrzehnten von Armut, Bildungsnotstand und Arbeitslosigkeit geprägt.

Seit der Finanzkrise von 2008 hat sich in den Wohnghettos angesichts des Ausbleibens sozialer Verbesserungen unter dem sozialistischen Präsidenten ein Klima der Hoffnungslosigkeit und der Verzweiflung breit gemacht. Hollandes aggressive Politik gegenüber den afrikanischen Herkunftsländern der Migranten hat nun dazu geführt, dass sich zum Gefühl der Ohnmacht eine immer größere Wut auf den Staat gesellt hat.

Auf diese Weise hat der Präsident den idealen Nährboden für die Rekrutierung politischer Verzweiflungstäter durch Extremisten geschaffen. Und nicht nur das: Die terroristischen Anschläge liefern Hollande auch noch den Vorwand, die eigene Politik mit noch größerer Entschlossenheit als zuvor durchzusetzen. Unmittelbar nach den Attentaten verfügte der Präsident die Schließung der Grenzen, um so die Flüchtlingsströme nach Frankreich einzudämmen. Außerdem weitete er die französischen Bombardements in Syrien aus, um der Welt zu zeigen, dass er unbeirrt an seiner Politik der Durchsetzung außenpolitischer Ziele mit militärischer Gewalt festhält.

Frankreich kämpft gegen den wirtschaftlichen Abstieg

Hollandes Politik ist nicht neu. Sie reiht sich nahtlos in die seiner Vorgänger ein und verfolgt vor allem ein Ziel: Frankreichs Absturz als Industriemacht mit allen Mitteln zu verhindern. Anders als die Stärke anderer führender Industrieländer gründet sich die Frankreichs nämlich nicht auf die eigene Wirtschaftskraft, sondern in erster Linie auf die Ausplünderung und Unterdrückung der ehemaligen französischen Kolonien.

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der französische Kolonialismus in den Sechziger Jahren zu Ende gegangen sei. Seine Ära hat nie aufgehört und dauert bis heute an – und zwar – von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt – im Bereich der Wirtschaft und der Finanzen.

Französischer Kolonialismus als abschreckendes Beispiel

Vor der vermeintlichen Entlassung in die Unabhängigkeit hat Frankreich 14 seiner ehemaligen Kolonien gezwungen, Abkommen zu unterzeichnen, die die Länder (Äquatorialguinea, Benin, Burkina Faso, Gabun, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Kamerun, Kongo, Mali, Niger, Senegal, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik) auf unbestimmte Dauer an Frankreich binden, finanziell ausbluten und ihre tatsächliche Unabhängigkeit bis heute verhindern.

Frankreichs kriminelle Vereinbarungen mit den ehemaligen Kolonien

Die seit 1961 bestehenden Abkommen verlangen von den betroffenen Ländern u.a. Gelder für die Nutzung der zu Kolonialzeiten errichteten Infrastruktur, gestehen Frankreich ein Vorkaufsrecht auf neu entdeckte Rohstoffvorkommen zu, bevorzugen französische Konzerne bei öffentlichen Ausschreibungen, gestehen ausschließlich Frankreich das Recht auf die Lieferung von Rüstungsgütern und die Ausbildung von Soldaten zu und erlauben den Ländern militärische Allianzen nur mit Zustimmung der französischen Regierung.

Als Folge dieser vertraglichen Regelungen befinden sich die fast alle Vermögenswerte dieser Länder in den Bereichen Versorgung, Finanzen, Transport, Energie, Landwirtschaft und Militär in den Händen französischer Konzerne.

Besonders perfide aber ist folgende Regelung: Alle 14 Länder sind seit 1961 gezwungen, 85 Prozent ihrer Währungsreserven in der französischen Zentralbank in Paris zu lagern, wo sie direkt vom französischen Finanzministerium kontrolliert werden. Da die Länder keinen Zugang zu diesen Reserven haben, müssen sie sich im Bedarfsfall zusätzliche Mittel zu marktüblichen Zinsen beim französischen Finanzministerium leihen. Zusammen mit der Regelung, dass diese Länder Frankreich jährlich ihre Bilanzen offenlagen müssen, bedeutet das nichts anderes, als dass sie vom Pariser Finanzministerium aus zwangsverwaltet werden.

Notfalls werden Regierungen gewaltsam beseitigt

Natürlich lassen sich derartige undemokratische Knebelvereinbarungen nur so lange aufrechterhalten, wie die Regierungen in den jeweiligen Ländern sie akzeptieren. Deshalb hat Frankreich bis heute mit militärischer Gewalt dafür gesorgt, dass sich nur solche Regimes an der Macht halten, die Paris vollständig hörig sind. Insgesamt 45 von Frankreich unterstützte Militärcoups seit Anfang der Sechziger Jahre sprechen eine deutliche Sprache.

Wenn François Hollande jetzt nach den Anschlägen von Paris zum Schulterschluss mit der französischen Regierung aufruft und verlangt, dass alle Demokraten mit ihr die Reihen schließen, dann fordert er nichts anderes, als dass sich rechtschaffene Bürger mit genau den Verbrechern solidarisieren, die dem gegenwärtigen Terrorismus durch ihre jahrzehntelange kriminelle Politik den Weg bereitet haben.

Ernst Wolff, Berlin

Die „Grande Nation“ ergeht sich immer noch in schwülstigem nationalem Stolz, der eher Hochmut zu nennen ist. Man braucht sich lediglich einmal den Text der martialischen französischen Nationalhymne, der Marseillaise vorzunehmen – dann ist klar, was ich meine. Hier die deutsche Übersetzung der Verse:
Auf, auf Kinder des Vaterlands!
Der Tag des Ruhmes, der ist da.
Gegen uns wurde der Tyrannei
Blutiges Banner erhoben. (2x)
Hört ihr im Land
Das Brüllen der grausamen Krieger?
Sie kommen bis in eure Arme,
Eure Söhne, Eure Gefährtinnen zu erwürgen!Refrain
Zu den Waffen, Bürger!
Formt Eure Schlachtreihen,
Marschieren wir, marschieren wir!
Bis unreines Blut
unserer Äcker Furchen tränkt!
(2x)Was will diese Horde von Sklaven,
Von Verrätern, von verschwörerischen Königen?
Für wen diese gemeinen Fesseln,
Diese seit langem vorbereiteten Eisen? (2x)
Franzosen, für uns, ach! welche Schmach,
Welchen Zorn muss dies hervorrufen!
Man wagt es, daran zu denken,
Uns in die alte Knechtschaft zu führen!

Refrain

Was! Ausländische Kohorten
Würden über unsere Heime gebieten!
Was! Diese Söldnerscharen würden
Unsere stolzen Krieger niedermachen! (2x)
Großer Gott! Mit Ketten an den Händen
Würden sich unsere Häupter dem Joch beugen.
Niederträchtige Despoten würden
Über unser Schicksal bestimmen!

Refrain

Zittert, Tyrannen und Ihr Niederträchtigen
Schande aller Parteien,
Zittert! Eure verruchten Pläne
Werden Euch endlich heimgezahlt! (2x)
Jeder ist Soldat, um Euch zu bekämpfen,
Wenn sie fallen, unsere jungen Helden,
Zeugt die Erde neue,
Die bereit sind, gegen Euch zu kämpfenRefrainFranzosen, Ihr edlen Krieger,
Versetzt Eure Schläge oder haltet sie zurück!
Verschont diese traurigen Opfer,
Die sich widerwillig gegen uns bewaffnen. (2x)
Aber diese blutrünstigen Despoten,
Aber diese Komplizen von,
Alle diese Tiger, die erbarmungslos
Die Brust ihrer Mutter zerfleischen!

Refrain

Heilige Liebe zum Vaterland,
Führe, stütze unsere rächenden Arme.
Freiheit, geliebte Freiheit,
Kämpfe mit Deinen Verteidigern! (2x)
Unter unseren Flaggen, damit der Sieg
Den Klängen der kräftigen Männer zu Hilfe eilt,
Damit Deine sterbenden Feinde
Deinen Sieg und unseren Ruhm sehen!

Refrain

Wir werden des Lebens Weg weiter beschreiten,
Wenn die Älteren nicht mehr da sein werden,
Wir werden dort ihren Staub
Und ihrer Tugenden Spur finden. (2x)
Eher ihren Sarg teilen
Als sie überleben wollen,
Werden wir mit erhabenem Stolz
Sie rächen oder ihnen folgen.

Refrain

2 Fragen dazu: Was würden die Franzosen davon halten, wenn die von ihnen in französischen Kolonien unterdrückten Völker derartige Kriegsgesänge anheben würden? Oder wie würden die Franzosen reagieren, wenn die Deutschen oder die Russen in einen solchen Tenor einstimmen würden?


► Bild- und Grafikquellen:

1. Nahaufnahme des frz. Präsidenten François Hollande. Foto: „© European Union 2013 – European Parliament“. Quelle: Flickr. Verbreitung mit CC-Lizenz Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 2.0 Generic (CC BY-NC-ND 2.0).

2. Der französische Ausdruck Banlieue bezeichnet die verstädterten Bereiche außerhalb eines Stadtzentrums bzw. die Randzone einer Großstadt, die sich im 19. Jahrhundert im Zuge von Industrialisierung wie Urbanisierung (Stadtrandwanderung von Industriebetrieben und industrieabhängiger Bevölkerung) herausbildeten bzw. herausbildete. Primär wird der Begriff in Frankreich bzw. das französische Städtesystem betreffend verwendet. Gleichermaßen wird „Banlieue“ als Synonym für die einzelne Vorstadt bzw. für die Vorstädte („banlieues“) innerhalb dieser Randzone gebraucht.

Bei den gewalttätigen Unruhen in Frankreich im Oktober und November 2005 handelte es sich um eine Serie von zunächst unorganisierten Sachbeschädigungen und Brandstiftungen sowie gewalttätigen Zusammenstößen mit der Polizei in der so genannten Banlieue des Großraums Paris, die am Donnerstag, dem 27. Oktober 2005, nach dem Unfalltod zweier Jugendlicher begannen. Zunächst beschränkten sich die Ausschreitungen auf den Heimatort der Jugendlichen, den Pariser Vorort Clichy-sous-Bois. Im Laufe der folgenden Tage weiteten sich die Unruhen zunächst auf Départements des Pariser Umlands wie Seine-et-Marne oder Val-d’Oise, später auch auf andere französische Städte wie Lille, Rouen, Rennes, Dijon, Toulouse und Marseille aus. Alleine am Abend des 3. November wurden 500 Autos und mehrere Häuser in Aulnay-sous-Bois, Neuilly-sur-Marne, Le Blanc-Mesnil sowie im Département Yvelines in Brand gesteckt. (Text: Wikipedia)

Foto: David.Monniaux. Quelle: Wikimedia Commons. Diese Datei ist unter den Creative-Commons-Lizenzen „Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 nicht portiert“, „2.5 generisch“, „2.0 generisch“ und „1.0 generisch“ lizenziert.

3. Französische Kolonialgebiete, (Grün: 1. Kolonialreich von 1546 bis 1763 / Blau: 2. Kolonialreich von 1763 bis 1962 Autor:Gd21091993 Quelle: Wikimedia Commons. Ich, der Urheberrechtsinhaber dieses Werkes, veröffentliche es als gemeinfrei. Dies gilt weltweit.

4. Buchcover „Frankreich in Afrika“: Eine (Neo)Kolonialmacht in der Europäischen Union zu Anfang des 21. Jahrhundert, (BERNHARD SCHMID); Unrast Verlag, Münster 1., ISBN: 978-3-89771-034-4; Softcover, 312 Seiten;  Aufl. (Oktober 2011)

5. Charlie-Hebdo-Trauermarsch: Der inszinierte Aufmarsch der Heuchler. Foto: Twitter / Bildbearbeitung: Monika Bassani (?)

6. Buchcover „Das französische Kolonialreich“, (GÜNTHER FUCHS / HANS HENSEKE), Deutscher Vlg. der Wissenschaften (1987)

http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/francois-hollande-nach-den-attentaten-von-paris-der-brandstifter-als-biedermann

Pirinçci-Veranstaltung wegen Morddrohungen verlegt

Von: metropolico.org  15 November 2015

Die Junge Alternative (JA), die Jugendorganisation der AfD, hatte den Autor Akif Pirinçci nach Essen eingeladen. Nachdem gegenüber dem Wirt des ursprünglichen Veranstaltungsortes die Drohung ausgesprochen worden war, seine Kinder zu ermorden, wurde die Veranstaltung konspirativ verlegt.

Akif Pirinçci (Bild: metropolico)

Akif Pirinçci (Bild: metropolico)

 

 

 

 

 

 

Die Teilnehmer wurden am Donnerstagabend durch Andreas Keith (JA) vor der Gaststätte über den neuen Veranstaltungsort informiert. Dabei musste darauf geachtet werden, dass nicht „die falsche Seite“ Informationen aufschnappte. Man traf sich dann im kleinen Kreise, um Pirinçcis Lesung aus seinem Buch „Die große Verschwulung“ beizuwohnen. Am Ende waren es gerade noch 20 Teilnehmer, die Pirinçci zuhören und im Anschluss mit ihm über dessen Buch diskutieren konnten.

Untergeschobene Äußerungen

Pirinçci war durch diverse Medien die Aussage untergeschoben worden, er wünsche sich KZ´s, um mittels diesen die Flüchtlingsproblematik anzugehen. Der erfolgreiche Romanautor hatte jedoch lediglich die Befürchtungen geäußert, Kritiker der unkontrollierten Zuwanderung wolle die etablierte Politik die eigenen Bevölkerung am liebsten ins KZ verbringen.

Gegen viele Medien, die diese Falschdarstellungen verbreiteten, ist Pirinçci bereits erfolgreich vorgegangen (metropolico berichtete).

http://www.metropolico.org/

TTIP-Overdrive – Die EU-Kommission hat den Verstand verloren

Von Fritz Glunk. Nach den neuesten Vorstellungen der EU-Kommission soll sich die EU verpflichten, künftige Leitlinien unbekannten Inhalts, erstellt von einer unbekannten Anzahl unbekannter und  ungenannter Gruppen, umgehend in politisches Handeln umzusetzen. Kein Mensch bei Verstand würde so etwas vorschlagen, geschweige denn umsetzen.

Das geplante EU-USA-Freihandelsabkommen TTIP soll auch ein Kapitel über regulatorische Zusammenarbeit enthalten. Danach sollen sich die Regulierungsbehörden der beiden Parteien miteinander über die Einführung neuer Standards und technischer Normen abstimmen, noch bevor die (nationalen) Parlamente davon informiert oder damit befasst werden. Die öffentliche Empörung führte sogar bei der ansonsten TTIP-freundlichen Frankfurter Allgemeinen Zeitung zu einem Protestartikel („Amerika soll bei unseren Gesetzen mitreden“, 27. Januar 2015).

Zu diesem Regulierungs-Kapitel hat nun die EU-Kommission im Mai 2015 einen Textvorschlag in die Verhandlungen eingebracht, mit dem noch viel Abenteuerlicheres geplant ist (EU-KOM 2015). An versteckter Stelle tauchen dort nämlich im Artikel 2 c „international bodies“ auf. Im Original (EU-KOM 2015): „international bodies or fora in which both Parties‘ regulators and competent authorities at central level participate, including as observers, and which provide requirements or related procedures, recommendations or guidelines on the supply or use of a service, such as for example authorization, licensing, qualification or on characteristics or related production methods, presentation or use of a product.“ 

Offenbar sind damit möglichst viele Gruppen und Netzwerke gemeint, denn die Definition ist weit: Sie umfasst alle „bodies“ oder „Foren“, an denen die EU und die USA beteiligt sind, sei es auch nur als Beobachter, und die Anforderungen, Empfehlungen oder Leitlinien liefern, die sich irgendwie auf das Angebot, die Genehmigungen, die Produktionsmethoden und Darbietungsformen von Waren und Dienstleistungen beziehen. Lediglich als illustrierende Beispiele werden in einer Fußnote die OECD oder die unten beschriebene ICH genannt .

Diese „bodies“ liefern – wiederum sehr allgemein gefasst: – „documents“, die in der TTIP dann als Rechtsakte gewertet werden, als „international instruments“. Diese „instruments“ müssen dann (so Artikel 10 2 b 1, präziser noch Artikel 13 2) von den vertragschließenden Parteien umgesetzt werden („implemented“).Im Original: „The Parties reaffirm their intention to implement within their respective domestic systems those international instruments they have contributed to, as provided for in those international instruments.“

(internationalen Organisationen und Gremien , in denen beide Parteien Regulierungsbehörden und zuständigen Behörden auf zentraler Ebene zu beteiligen , darunter als Beobachter und welche Anforderungen oder verwandte Verfahren , Empfehlungen oder Leitlinien für die Lieferung oder Nutzung eines Dienstes , wie zum Beispiel Genehmigung bereitzustellen , Lizenzierung, Qualifikation oder auf Eigenschaften oder verwandten Produktionsmethoden , Darstellung oder Verwendung eines Produkts . „)

Die „bodies“ oder Gruppen, deren Empfehlungen von den USA und der EU umgesetzt werden sollen, sind nicht benannt, eine Liste (gar eine abschließende Aufzählung) fehlt. Die Definition umfasst sichtbar nicht nur gegenwärtige bestehende „bodies“, sondern auch erst künftig einzurichtende. Der genaue Inhalt der zu befolgenden „documents“ wird ebenfalls nicht angegeben.

Die Zahl dieser „bodies“ in denen solche außerparlamentarischen Regel- und Normsetzungen heute schon entstehen, ist in den letzten zwei Jahrzehnten von einigen Hundert auf heute über zweitausend gestiegen. Einen genauen Überblick hat niemand, eine Liste aller dieser Gruppen existiert nicht. Selbst neuere, ausführliche Handbücher sind nur in der Lage, beispielhafte Übersichten zu erstellen. Im Folgenden solle eine derartige Gruppe und ihre Arbeitsweise kurz beschrieben werden, die International Conference on Harmonisation of Technical Requirements for Registration of Pharmaceuticals for Human Use (ICH).

Kein Produktionssektor ist so weitgehend reguliert wie die Pharmaindustrie. Der entscheidende „standard-setter“ ist hier die ICH. Zu Beginn (1990) hatte die ICH nur sechs Mitglieder: die Regulierungsbehörden der USA (Federal Drug Association, FDA), der EU-Kommission (Europäische Arzneimittelagentur, EMA, ex-EMEA) und Japans (Gesundheitsministerium, MHLW) sowie die entsprechenden Spitzenverbände der Pharmaindustrie (die Pharmaceutical Research and Manufacurers of America, PhRMA; die European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations, EFPIA, mit 33 Verbänden und über 40 Unternehmen und die Japan Pharmaceutical Manufacturers Association, JPMA). Das Gründungstreffen fand auf Einladung des europäischen Pharmaverbands EFPIA statt, der analog zur Schaffung des Gemeinsamen Marktes in Europa eine weitergehende Harmonisierung der Standards in der Pharmaindustrie anstrebte. Zur ICH gehört ein Lenkungsausschuss, in dem jedes der sechs Mitglieder zwei Stimmen hat; weitere Mitglieder im Lenkungsausschuss sind heute: der Weltverband International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations, IFPMA (ohne Stimmrecht, mit Industrieverbänden aus Lateinamerika, Argentinien, Australien, Bangladesch, Belgien, Bosnien/Herzegowina, Brasilien, Chile, China, Kanada, Österreich und Weißrussland) sowie die Kontrollbehörden Swissmedic (Schweiz) und Health Canada. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat dort Beobachterstatus. Das fünfköpfige ICH-Sekretariat in Genf wird personell allein von der Pharma-Industrie besetzt.

Bitte hier weiterlesen:

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Matthias Döpfner: »(…) die Opfer von Paris sind nur die Vorboten der Unterwerfung.«

Stefan Schubert

Die westlichen Demokratien stehen wegen der Islamisierung und dessen Terror vor einem schicksalhaften Kulturkampf. Was glauben Sie, wer das gesagt hat? Pegida? AfD? Oder Verschwörungstheoretiker von Kopp Online? Niemand Geringerer als der Vorstandsvorsitzende des Axel-Springer-Verlags hat diese These in einem beachtenswerten Leitartikel vertreten. Sie glauben mir nicht? Aber bitte, lesen Sie selbst.

Matthias Döpfner erfüllt jeden Vorwurf und jedes Feindbild des deutschen Mainstream-Journalisten doppelt und dreifach. Er ist Mitglied mehrerer umstrittener Lobbyorganisationen wie der American Academy in Berlin, dem American Jewish Committee, dem European Publishers Council, dem US-Thinktank Council on Foreign Relations, der Atlantik-Brücke und dem Berliner Aspen-Institut.

Natürlich ist Döpfner auch Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz. Umso bemerkenswerter ist sein aktueller Leitartikel, den man vor Paris mindestens als rechtspopulistisch gebrandmarkt hätte.

Das Editorial des Vorstandsvorsitzenden erschien in der heutigen Welt-Ausgabe. Es besteht aus nichts Geringerem als einer Abrechnung mit dem gesamten Establishment: Dem Schreiben der Mainstream-Medien, der mangelhaften Berichterstattung von ARD und ZDF und den Durchhalteparolen einer planlosen Flüchtlingspolitik.

Die ersten Zeilen spiegeln die täglichen Phrasen wider, aber danach geht es zur Sache.

»Die Leichen sind noch nicht in den Plastiksäcken der Sanitäter verpackt, die Toten noch nicht gezählt. Aber die Kommentare sind geschrieben. Die Reden gehalten. Alles ist analysiert. Und es sind die immer gleichen Beschwörungen. Wir lassen uns unsere europäischen Werte nicht von Terroristen zerstören. Wir wollen und werden unseren Lebensstil weiter leben. Die Freiheit wird siegen.«

Ab jetzt nimmt der Artikel Fahrt auf.

»Es ist alles richtig. Es ist alles wichtig. Und es ist doch hilflos. Europa redet sich Mut ein wie ein Kind, das aus Angst vor dem Gewitter Blitz und Donner anbrüllt. Europa ist geschwächt. Schlimmer. Europa ist schwach.«

Weiterhin beschreibt Döpfner, nach Charlie Hebdo und den neuerlichen Pariser Anschlägen vom 13. November, die herrschende Ohnmacht jedes Einzelnen und die Ohnmacht des gesamten Staates, einschließlich der Polizei und der Politiker.

Ferner umschreibt der Axel-Springer-Boss die wachsende Islamisierung, ja, das hat er wirklich getan, anhand des Buches Unterwerfung von Michel Houellebecq und sieht die westlichen Demokratien vor eine schicksalhafte Frage gestellt:

»Unterwerfung oder Kampf? Und wenn Kampf: wie?

Die Flüchtlingskrise – und nun die Terrorwelle von Paris – sind die Brandbeschleuniger eines Kulturkampfes, der seit Langem schwelt. Die nichtdemokratischen Regime dieser Welt sind häufig viril (männlich) und entschieden geführt, die demokratischen Gesellschaften oft schwach, unentschlossen und zaudernd. Russen, Chinesen und die meisten islamischen Staaten wissen, was sie wollen, und setzen das um. Die meisten Demokratien suchen den Dialog, den Kompromiss und vor allem den Applaus bei der eigenen Bevölkerung.«

Bei diesen Zeilen dürfte Angela Merkel vor Schreck die Teetasse aus den Händen gefallen sein. Vor allem der Hinweis auf die männliche, gleich starke Führerschaft und auf das Dem-Applaus-hinterherlaufen galten ziemlich deutlich ihr.

Doch schon geht es weiter.

»Übersehen wird dabei, dass der Kanon der eigenen Kultur und Zivilisation nicht für den Gegner gilt. Während bei uns ein angebotener Kompromiss als moralische Verpflichtung für die andere Seite empfunden wird, ebenfalls Zugeständnisse zu machen, empfinden muslimische Extremisten Kompromisse als Zeichen der Schwäche und also als Ermunterung.«

Tja Angie, so undankbar und böse ist die Realität.

»Die Fakten der Einwanderungswelle lassen jeden Menschen, dem der Verstand nicht abhandengekommen ist, erkennen, dass es so nicht weitergehen kann.«

Jetzt hat der bedeutendste deutsche Medienmann gerade Frau Merkel für bescheuert erklärt. Was die Autoren dieser Seite und der überwiegende Teil Europas übrigens schon seit Monaten schreiben.

»Millionen von Flüchtlingen pro Jahr können selbst von der potentesten Wirtschaft und der tolerantesten Gesellschaft nicht integriert werden. Längst regt sich der Widerstand bis tief in die linken Milieus hinein.« Im Folgenden warnt der Verlagschef vor einem Aufschaukeln der radikalen Kräfte und dessen absehbaren Folgen.

»Am Ende stehen Staatskrise und Ausschreitungen bis hin zum Bürgerkrieg. Die Antwort kann nur eine Politik der Stärke, der entschiedenen und selbstbewussten Verteidigung von Rechtsstaat, Demokratie, Religionsfreiheit, Marktwirtschaft und Menschenrechten sein. Von Entschiedenheit und Stärke aber ist in Kontinentaleuropa wenig zu spüren.«

Jetzt, nach den Anschlägen von Paris, fordert Döpfner ein konsequentes Umdenken, Aufnahme und Asyl von Flüchtlingen aus Kriegsgebieten und existenzieller Not ja, »aber Wirtschaftsflüchtlinge und Einwanderer aus sicheren Drittländern konsequent abweisen. Und jeden sofort ausweisen, der die Regeln unseres Rechtsstaates missachtet. Abgesenkt werden müssen auch die monetären sozialstaatlichen Anreize, die einige Länder Europas zu Magneten für Flüchtlingsströme machen.«

Wie weit so viel Einsicht und Realitätssinn des Vorstandsvorsitzenden bei Bild-Macher Kai Diekmann ankommt, ist leider nicht bekannt. Beendet wird der Leitartikel mit einem leidenschaftlichen Appell.

»Reden sind genug gehalten. Betroffenheits-Adressen von muslimischen Verbänden reichen nicht mehr. Die Imame müssen in den Moscheen Zeichen setzen. Die Politiker in den Parlamenten. (…) Wir brauchen die wirklich wehrhafte Demokratie. Wir brauchen ein starkes Europa. Das sind wir den Opfern und unseren Kindern schuldig.«

Auch das Schlusswort dieses Beitrages möchte ich Herrn Döpfner überlassen, in der Hoffnung, dass dieser einflussreiche Leitartikler ein Umdenken in den Schreibstuben der Republik einleiten wird.

»Wenn die Anschläge von Paris, der Angriff im Herzen Europas, zu einem Weckruf werden für eine Politik der Stärke des Westens, des wehrhaften Stolzes auf Aufklärung, Rechtsstaat und Menschenrechte und deren aktive Verteidigung – dann kann aus dem Schrecken etwas Gutes entstehen. Wenn weiter laviert und toleriert wird, sind die Opfer von Paris nur die Vorboten der Unterwerfung.«

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