
Tschetscheniens Republikchef Ramsan Kadyrow. Bild: © Sputnik/ Sayid Tsarnaev
Angesichts eines Videos, welches die angebliche Exekution von 200 Kindern durch den „Islamischen Staat“ zeigt, übt Tschetscheniens Republikchef Ramsan Kadyrow heftige Kritik am IS, einigen muslimischen Staaten und am Westen.
Von Marco Maier
Wie die Agentur Sputnik unter Berufung auf den Blog des tschetschenischen Republikchefs Ramsan Kadyrow berichtet, übt dieser heftige Kritik am Vorgehen der Terrorgruppe und am Verhalten des Westens. „200 erschossene Kinder… Das Video haben Millionen von Menschen auf der ganzen Welt gesehen. Führende Medien unseres Planeten haben diese Nachricht verbreitet. (…) Die Todesmaschine arbeitet Tag und Nacht, wöchentlich, monatlich, jährlich. Muslime sterben von den Händen derjenigen, die sich als Muslime bezeichnen“, zitiert ihn die Agentur. Kadyrow, der selbst Muslim ist, wirft den US-Geheimdiensten und den westlichen Ländern vor, Terroristenchefs gekauft zu haben um die Länder im Nahen Osten zu destabilisieren und den Islam in Misskredit zu bringen.
„Ich halte es für meine Pflicht, mich direkt an die Staatschefs von Saudi-Arabien, Katar, Kuweit, Bahrain, Oman, VAE, Jordanien, Marokko, Algerien, der Türkei, Iran, Malaysia, Indonesien und Pakistan zu wenden. Wie lange seid ihr noch bereit, friedlich zuzuschauen, wie die Umma des Propheten Muhammads vernichtet wird? Warum organisiert ihr kein Treffen, um das Problem zu besprechen? Warum unternehmt ihr nichts, um den Islamischen Staat zu stoppen? Warum sagt ihr nicht zu den USA und ihren Verbündeten, dass es reicht? Glaubt ihr denn, dass die grausamen Feinde des Islams damit aufhören? Morgen werden sie unter dem Deckmantel einer demokratischen Revolution das Kriegsfeuer in ihren Ländern anzünden“, so Kadyrow weiter.
Tschetschenien selbst wurde in der Vergangenheit von radikalen aus dem arabischen Raum finanzierten Kräften destabilisert und in einen Krieg gezwungen. Heute kämpfen einige tausend Tschetschenen Dank der ausländischen Geldgeber und der Indoktrination radikaler Kräfte auf der Seite des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak. Russlands Engagement in diesem Konflikt zielt auch darauf ab, die Terrororganisation zu zerschlagen und die Rückkehr dieser radikalisierten Kräfte nach Tschetschenien und in andere russische Teilrepubliken zu verhindern.
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