15. Oktober 2015 aikos2309

Die Toyota-Trucks, mit denen schwer bewaffnete IS-Terroristen auf ihren Propaganda-Videos herumfahren, sind nach Angaben des russischen Außenministeriums von den USA und Großbritannien geliefert worden. Moskau warnt, dass auch die Luftabwehrraketen, die der Westen jetzt liefert, beim „Islamischen Staat“ landen könnten.
„Alle fragen sich jetzt, warum IS-Milizen und Angehörige anderer Terrorgruppen Trucks aus Produktion des Toyota-Konzerns fahren und wie sie diese Fahrzeuge in derart großer Anzahl erworben haben“, sagte die russische Außenamtssprecherin Marija Sacharowa am Dienstag.
„Es waren die Amerikaner und ihre britischen Kollegen, die diese Toyota-Trucks nach Syrien geliefert hatten.“ Dabei verwies die Sprecherin darauf, dass westliche Medien in den letzten Jahren wiederholt über diese Lieferungen berichtet hatten. Es gäbe daher keine Sicherheit, dass auch die Flugabwehrraketen, die der Westen laut Medienberichten jetzt nach Syrien liefert, nicht bei den Terroristen landen würden.
Der amerikanische Radiosender Public Radio International informierte 2014 über eine Lieferung des US-Außenministeriums von 43 Toyota-Trucks an die syrischen Rebellen. Ein Jahr zuvor berichtete die britische Zeitung Independent, dass London die syrische Opposition mit Geländewagen versorgt habe.
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass das Amt zur Bekämpfung von Finanzierung des Terrorismus des US-Finanzministeriums Ermittlungen gegen Toyota Konzern eingeleitet hat. Der japanische Konzern wurde aufgefordert zu erklären, wie seine Trucks in Tausenden an die IS-Terroristen gelangen. Insbesondere die Modelle Hilux, Tacoma und Land Cruiser sind zur „Visitenkarte“ der Terrormiliz geworden. Die Terroristen statten die Wagen mit diversen Waffen aus und nutzen sie für die Verlegung ihrer Gruppen.

Pentagon verspricht: Abgeworfene US-Waffen landen nicht bei IS
Das US-Verteidigungsministerium hat versichert, dass die Waffen, die amerikanische Flugzeuge für die so genannten gemäßigten Rebellen in Syrien abwerfen, nicht bei der Terrormiliz Islamischer Staat landen werden
Am Montag hatten US-Militärflugzeuge nach Angaben des Pentagons 50 Tonnen Waffen und Munition mit Fallschirmen für die Opposition in Syrien abgeworfen. Russische Politiker, darunter auch Präsident Wladimir Putin, warnten daraufhin, dass diese Waffen — wie einst die Toyota-Trucks – in die Hände des „Islamischen Staates“ gelangen könnten, der weite Teile Syriens und des Iran kontrolliert.
Pentagon-Sprecher Steve Warren versicherte am Mittwoch, die amerikanischen Waffen würden weder gegen die Armee von Syriens Präsident Baschar al-Assad noch gegen die russische Luftwaffe eingesetzt, die seit zwei Wochen Angriffe gegen die IS-Terroristen fliegen.
Russisches Militär nennt gemäßigte Opposition in Syrien US-Phantom
Das russische Militär hat die USA und ihren Verbündeten vorgeworfen, die ihnen bekannten Aufenthaltsorte der IS-Terroristen und der gemäßigten Opposition in Syrien geheim zu halten. Das Moskauer Verteidigungsministerium mutmaßt deshalb, dass so genannte moderate Rebellen gar nicht existieren.
Die westlichen Staaten hatten zuvor Russland beschuldigt, in Syrien nicht die Terrormiliz Islamischer Staat, sondern so genannte gemäßigte Rebellen zu bombardieren. Moskau dementierte das und fragte den Westen mehrfach nach Kontakten zu der „gemäßigten Opposition“, bekam jedoch keine Antwort.
Die russischen Anfragen hätten die westlichen Kollegen „sprach- und ratlos“ gemacht, sagte Igor Konaschenkow, Pressesprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Donnerstag in Moskau. „Das lässt darauf schließen, dass die gemäßigte Opposition entweder ein Phantom ist, oder sie tun nur so als ob sie diese unterstützten.“
Laut dem Sprecher bleiben auch die russischen Appelle an die USA, die ihnen bekannten Aufenthaltsorte der IS-Terroristen in Syrien anzugeben, ohne Antwort. „Unsere Bitten, uns die Koordinaten der IS-Anlagen mitzuteilen, stoßen entweder auf Stillschweigen oder auf Ablehnung.“
Literatur:
Der Terrorismus der westlichen Welt: Von Hiroshima bis zu den Drohnenkriegen. Ein Gespräch von Noam Chomsky
Inside IS – 10 Tage im ‚Islamischen Staat‘ von Jürgen Todenhöfer
Krieg um jeden Preis: Gier, Machtmissbrauch und das Millardengeschäft mit dem Kampf gegen den Terror von James Risen
Countdown Weltkrieg 3.0 von Stephan Berndt
Quellen: de.sputniknews.com vom 14.10.2015
http://www.pravda-tv.com/
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