Jauch: Kumpanei als Ausgewogenheit

19 Oktober 2015

In der Talkrunde bei Günther Jauch offenbarte sich das Dilemma der Classe Politique. Journalisten und Politiker der etablierten Medien und Parteien flüchteten sich in Kumpanei, um gegen Björn Höcke anzukommen. Am Ende der Sendung führte Jauch die Zuschauer hinter die Fichte, was nicht jeder  sofort entschlüsseln konnte. Ein Kommentar von Christian Jung.

Schon die Gästeauswahl war einseitig: Björn Höcke bei Günther Jauch (Bild: Screenshot ARD)

Zugegeben: Die Deutschlandfahne auf dem eigenen Sessel zu hissen, erschloss sich zunächst nicht. Aber Bernd Höcke hatte mit dem Entfalten und Drapieren der schwarz-rot-goldenen Flagge auf der Lehne seines Sitzes einen Coup gelandet. Günther Jauch erklärte das Symbol dieses Staates, das Zeichen des Hambacher Festes, das Kennzeichen der damaligen Studenten und später der DDR-Bürger, die unter dieser Flagge Demokratie und Freiheit einforderten, zu einer „Provokation“.

Vierer-Bande gegen Höcke

Während Jauch und seine Sendung vom Zwang des Staates zur Finanzierung profitierten, fühlt sich der überbezahlte Moderator von der Symbolik dieses Landes „provoziert“. Heiko Maas assistierte Jauch. Der Justizminister, der Höckes Anklage der Ungleichbehandlung zweier „Taten“, dem Zeigen eines Galgens durch einen Pegida-Anhänger und dem Zeigen eines ebenfalls für Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) reservierten Schafotts auf einer linksgerichteten Demonstration, als „Relativierung“ abtat, suchte nicht nur bei dieser Gelegenheit die Allianz mit Jauch.

Dieser gewährte nicht nur dem SPD-Politiker diesen Beistand, sondern auch der NDR-Journalistin Anja Reschke und dem CDU-Politiker Klaus Bouillon. Während Jauch an Höcke immer herausfordernde Fragen stellte, was auch seine Aufgabe ist, legte er den übrigen Teilnehmern Argumentations-Elfmeter auf, die diese nur zu verwandeln hatten. Der Part als Vorlagengeber für eine bestimmte Meinung  ist hingegen nicht das, was fairen Journalismus ausmacht.

Attacke gegen Höcke – Kumpanei mit den übrigen

Doch so recht half auch das nicht gegen einen sichtlich kampfeswilligen und nicht zurückweichenden Höcke. Da mussten dann falsche Behauptungen her. So etwa als Höcke klarstellte, dass viele Ostdeutsche im Westen arbeiteten und daher sehr wohl Verhältnisse kennen, bei denen der Ausländeranteil höher ist als in den neuen Bundesländern. Die sich als faktenaffin darstellende Reschke erklärte daraufhin, Höcke habe behauptet, die Pegida-Demonstranten und andere hätten alle [sic!] Arbeit im Westen. Zusammen mit dem saarländischen Innenminister Bouillon feixte sie darüber. Beide störte nicht, dass die Grundlage des Witzes eine soeben von Reschke selbst erfundene Lüge war. Man ahnt, wie in Reschkes Redaktion mit Fakten umgegangen wird.

Allerdings hatte Jauch einmal auch für die NDR-Journalistin eine „provokante“ Frage: Was für das Schüren von Ressentiments gefährlicher sei, „rechte Stimmungsmacher“, wie Pegida, vielleicht auch AfD, eventuell auch Teile der CSU, weil sie möglicherweise als so etwas wie geistige Brandstifter wirkten, oder ob es die linken Ausgrenzer seien, die mit Tabus und Mulikulti-Floskeln die Bürger erst recht in eine fremdenfeindliche Ecke drückten, wollte Jauch von seiner Kollegin wissen.

Statt den Elfmeter zu verwandeln, behauptete Resckke trotz der Erklärung Jauchs zunächst, nicht zu wissen, was „linke Ausgrenzer“ seien. Bedauerlich, dass es erst am Ende der Sendung derart komisch wurde.

Jauch und seine „Unabhängigkeit“

Dafür steigerte sich die Komik, als Jauch kurz vor Ende dieser Vier-gegen-Einen-Sendung erklärte, er müsse immer schmunzeln, wenn er von Gleichschaltung der Presse höre. Schmunzeln? Nach zahllosen Sendungen der ARD, die den Zuschauern nahelegten, es kämen mehr oder weniger nur syrische Familien und zwar unmittelbar aus den Kriegsgebieten, die zu einem großen Teil aus Analphabeten bestehenden Migranten, die gerne zu syrischen Ärzten erklärt wurden, würden den Fachkräfte-Mangel ausgleichen, die Rentenversicherung retten und stellten eine Chance für Deutschland dar ist kein Schmunzeln angezeigt. Der Gebührenzahler jedenfalls kann bei so viel Ignoranz wohl kaum mehr schmunzeln.

Aber Jauch kann noch besser. Denn tatsächlich ist es eine Lachnummer, wenn er erklärt, niemand in der ARD schreibe ihm etwas vor. Ganz anderes wurde berichtet, als der bald anstehende Weggang Jauchs von der ARD Schlagzeilen machte. So berichtete der Spiegel, Jauch gebe seine Talkrunde unter anderem deshalb auf, da ihm die beständige Einmischung des Senders in seine Gästeauswahl entnervt habe. Demnach hätte Jauch schon im April 2014 dem Sender mit Kündigung gedroht. Grund: Die beständigen Einmischungen des NDR in seine Sendung. Unabhängige Jauch-Sendung? Da kann man doch nur schmunzeln – und muss dennoch dafür zahlen.

http://www.metropolico.org/2015/10/19/jauch-kumpanei-als-ausgewogenheit/

Weißrussland: Lukaschenko ist ein Diktator, weil er Putin gut findet – Bestechende „Logik“! — Puppenspieler — Sott.net

Entfreunden auf Facebook zählt als Mobbing! #WDW

„Drohnen-Papiere“: Durchgesickerte Militär-Dokumente belegen Existenz eines US-»Mordanschlags-Komplexes«

Nadia Prupis

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Atemberaubende neue Enthüllungen der investigativen Internetseite The Intercept, die die Veröffentlichung als geheim eingestufter und von einem Whistleblower aus Geheimdienstkreisen zur Verfügung gestellter Dokumente einschließen, liefern einen beispiellosen Einblick in das weltweite amerikanische Militär-Mordprogramm.

Die Artikelserie mit der Überschrift Die Drohnen-Papiere, der monatelange Recherchen vorausgingen und die sich auf schwer zugängliche Primärquellen und Präsentationen stützt, enthüllt der Öffentlichkeit zum ersten Mal in aller Deutlichkeit die Mängel und Folgen der seit 14 Jahren andauernden Luftangriffe des amerikanischen Militärs im Jemen, Somalia und Afghanistan.

Diese Angriffe beruhten durchweg auf fehlerhaften oder falschen Informationen, töteten eine unbekannte Zahl von Zivilisten und behinderten die Sammlung von Informationen, da dieses sogenannte »Kill/Capture«-Programm (»Tötung oder Gefangennahme«) zu oft zum Tode und nicht zur Gefangennahme führte.

»Diese Artikelreihe soll als lang überfällige öffentliche Untersuchung der Methoden und Ergebnisse des amerikanischen Mordprogramms dienen«, schrieb der das Projekt leitende Journalist Jeremy Scahill:

»Diese Angriffe, die von zwei Präsidenten während ihrer insgesamt vier Amtszeiten genehmigt wurden, wurden weitgehend verschwiegen und mit dem Mantel der Geheimhaltung zugedeckt. Die Öffentlichkeit hat das Recht, diese Dokumente zu Gesicht zu bekommen, nicht nur, um endlich offen und kenntnisreich über zukünftige amerikanische – verdeckte und offene – Kriege und Kriegführung diskutieren zu können, sondern auch, um die genauen Umstände zu verstehen, unter denen sich amerikanische Regierungen das Recht anmaßten, einzelne Personen ohne Einhaltung der etablierten rechtstaatlichen Prozeduren der wechselseitigen Kontrolle und Kompetenzabgrenzung von Verhaftung, Verfahren und Berufungsmöglichkeiten zum Tode zu verurteilen.«

Der Informant, der die Dokumente zur Verfügung stellte und verständlicherweise angesichts des massiven Vorgehens der amerikanischen Regierung gegen Whistleblower anonym bleiben möchte, begründete sein Vorgehen so:

Die Öffentlichkeit habe das Recht, über ein Programm informiert zu werden, das so»grundsätzliche« und»moralische« Mängel aufweise. Weiter sagte er:

»Die Anzahl der Fälle, bei denen ich auf fehlerhafte oder falsche Information stieß und etwa die Informationsquellen, die benutzt wurden, um die Ziele auszulöschen, falschen Personen zugeschrieben wurden, ist atemberaubend«, erklärte er gegenüber The Intercept, »Und erst mehrere Monate oder sogar Jahre später erkennt man, dass es sich die ganze Zeit, als man überzeugt war, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, tatsächlich um das Telefon seiner Mutter gehandelt hatte. Jeder, der sich in der Nähe [der Zielperson] befand, wurde praktisch als mitschuldig angesehen – es handelt sich um ein phänomenales Lotteriespiel.«

Aus der Darstellung von The Intercept ergeben sich die folgenden wichtigsten Enthüllungen:

  • Die Ermordungen gründeten sich auf unzuverlässige Informationen. Mehr als die Hälfte der Daten und Informationen, die dazu benutzt wurden, potentielle Mordziele im Jemen und in Somalia zu verfolgen, gründete sich auf elektronische Kommunikationsdaten von Telefonen, Computern sowie gezieltes Abhören (auch als »SIG INT«, das Abhören von Funksignalen, bekannt). Die Regierung selbst räumt ein, dass sie dazu nur »begrenzt« in der Lage sei, diese Informationen oftmals schlechter Qualität zu sammeln und auszuwerten. Und das Militär erklärt, es fehle an verlässlichen Informationen aus menschlichen Quellen.
  • Die Dokumente widersprechen den Beteuerungen der Regierung, die Operationen richteten sich gegen »hochrangige Terroristen« und seien begrenzt und präzise. Entgegen den Behauptungen, diese Operationen richteten sich »chirurgisch« gegen bestimmte einzelne Personen, zeigen die Dokumente, dass die Luftangriffe unter der Regierung Obama eine erhebliche Anzahl Unbeteiligter töteten. Aus detaillierten Dokumenten, die sich auf eine 14-monatige Kill/Capture-Operation in Afghanistan beziehen, geht beispielsweise hervor, dass das amerikanische Militär 35 Zielpersonen mit Luftangriffen tötete, dabei aber auch weitere 219 unbeteiligte Personen ums Leben kamen.
  • In Afghanistan hat das Militär unbekannte getötete Männer als »im Einsatz getötete feindliche Kombattanten« bezeichnet. Laut des Informanten von The Intercept gehört dieses Vorgehen, bei Luftangriffen ums Leben gekommener Personen als »getötete feindliche Kombattanten« zu bezeichnen, zur gewohnten Praxis, wenn diese Einstufung nicht durch offensichtliche Beweise widerlegt wird.
  • Diese Tötungen erschweren das Sammeln von Informationen. Eine Studie des Pentagon kommt zu dem Schluss, dass die Tötung von Terrorverdächtigen, die verfügbaren Informationen und das zukünftige Sammeln von Informationen »deutlich beeinträchtigt«,
  • selbst wenn die Zielpersonen als legitime Ziele betrachtet werden.
  • Neue ans Licht gekommene Einzelheiten über die »Kill Chain« (d.h. die einzelnen Schritte von der Identifizierung der Zielperson bis zur letztendlichen Genehmigung des Tötungseinsatzes durch Präsident Obama oder andere Personen) enthüllen eine wenig transparente bürokratische Struktur, an deren Spitze Präsident Obama steht, in deren Rahmen amerikanische Regierungsvertreter Tötungsziele außerhalb des traditionellen Rechts-und Justizsystems auswählen und entsprechende Operationen anordnen. Dieses System schließt beispielsweise das Profil einer potentiellen Zielperson in kondensierter Form (auch bekannt als »Baseball-Karte«, vergleichbar mit Fußballsammelkarten) mit ein, das dann dem Weißen Haus zur Genehmigung vorgelegt wird. In vielen anderen Fällen werden einzelne Drohnenangriffe durch nachgeordnete Regierungsvertreter genehmigt.
  • Die öffentlich zugänglichen Stellungnahmen des Weißen Hauses zu den sogenannten »gezielten Tötungen« weisen Unstimmigkeiten und Widersprüche auf. In den 2013 von der Regierung veröffentlichten politischen Richtlinien heißt es, der Einsatz tödlicher Mittel werde nur gegen Ziele genehmigt, die eine »anhaltende, unmittelbare Bedrohung amerikanischer Staatsbürger« darstellten. Aus Dokumenten aus dem entsprechenden Zeitraum geht allerdings hervor, dass sehr viel vagere Kriterien galten. So reichte es etwa aus, dass eine Person angeblich »eine Gefahr für amerikanische Interessen oder Staatsbürger« darstelle.
  • Neue Einzelheiten zu Tötungen durch Drohnenangriffe gegen hochrangige Ziele, wie beispielsweise die Tötung von Bilal al-Berjawi am 21. Januar 2012 in Somalia. Hier stellt sich etwa die Frage, ob die britische Regierung seine britische Staatsbürgerschaft aufhob, um den Drohnenangriff zu ermöglichen.
  • Informationen zu größtenteils verdeckten Bemühungen, die Präsenz und Reichweite des amerikanischen Militärs in Afrika auszuweiten. Dazu gehört z.B. ein Netzwerk oftmals kleiner und wenig bekannter Flugplätze in Dschibuti und anderen afrikanischen Ländern.

Diese Recherchen erfolgten zu einer Zeit, in der die Regierung Obama ihre Absicht verkündete, den Abzug amerikanischer Truppen aus Afghanistan zu verzögern. Regierungsvertreter erklärten gegenüber dem amerikanischen Fernsehsender CNN, die Soldaten sollten möglicherweise noch weitere Terrorbekämpfungsoperationen gegen Kämpfer des Islamischen Staates (IS) durchführen.

Aber wie diese Dokumente enthüllen, gründen sich die Versicherungen und Beteuerungen der Regierung Obama, Drohnenangriffe seien präzise und würden nur in den Fällen»unmittelbarer Bedrohungen«durchgeführt, auf absichtlich unklare Definitionen dessen, was eine »unmittelbare« Bedrohung eigentlich ausmacht.

»Im privaten Gespräch haben die Architekten des amerikanischen Drohnenprogramms dessen Schwächen offen eingeräumt«, erklärte dieThe Intercept-Chefredakteurin Betsy Reed, »Aber sie haben dafür gesorgt, dass diese Operationen, die unter der Regierung Bush begonnen und unter der Regierung Obama massiv ausgeweitet wurden, weitgehend vor der Öffentlichkeit verschwiegen und geheim gehalten wurden. Die Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, auf welcher Grundlage die amerikanische Regierung entscheidet, wer getötet werden muss.«

Und der Informant selbst sagte dazu:

»Wir alle haben zugelassen, dass dies geschehen konnte. Und mit ›wir‹ meine ich alle Amerikaner, die jetzt Zugang zu diesen Informationen haben, aber nichts unternehmen, um es zu verhindern.«

Literatur:

Die globale Überwachung: Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen von Glenn Greenwald

Geheimer Krieg: Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird von Christian Fuchs

Schmutzige Kriege. Amerikas geheime Kommandoaktionen von Jeremy Scahill

Killing Business. Der geheime Krieg der CIA von Mark Mazzetti

Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de vom 16.10.2015

http://www.pravda-tv.co

Monsantos Untaten rächen sich

18. Oktober 2015

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Der alte Satz: »Flüche sind wie Hühner, sie kommen immer auf die Stange zurück« – im Deutschen etwa: »Untaten fallen immer auf den Urheber zurück« – war selten so passend wie zur Beschreibung dessen, was heute dem weltgrößten Anbieter genmanipulierten (GVO-) Saatguts und dazugehöriger Unkrautgifte widerfährt. Und es könnte kaum ein besseres Ziel treffen. Die Monsanto Corporation aus St. Louis steckt offenbar in großen Schwierigkeiten.

Seit sich US-Präsident George H.W. Bush 1992 mit der Geschäftsleitung von Monsanto dazu verschwor (jawohl, Virginia, es gibt Verschwörungen), einer nichtsahnenden amerikanischen Bevölkerung GVO aufzudrücken, schien Monsanto nicht mehr zu stoppen.

Mithilfe von Bushs Erlass, der völlig unwissenschaftlichen Doktrin der Substanziellen Äquivalenz, wonach keine staatliche US-Behörde Gentech-Produkte unabhängigen Tests unterziehen durfte, konnte Monsanto eigene frisierte Tests durchführen und den Aufsichtsbehörden der USA und der EU als stichhaltig präsentieren. Das Ergebnis war, dass Gen-Saatgut die US-Landwirtschaft übernahm, auch weil Farmern die Lüge aufgetischt wurde, GVO steigerten den Ernteertrag und benötigten weniger chemische Pflanzenschutzmittel.

Monsanto verbreitete Gentech-Saatgut in der ganzen Welt, durch Bestechung wie in Indonesien und durch die Machenschaften der US-Regierung. Monsanto bezahlte Wissenschaftler für falsche Aussagen über die Sicherheit seiner Produkte.

Der Konzern korrumpierte die Brüsseler Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit(EFSA), seine Position zu stärken, auch dann noch, als alarmierende Untersuchungen wie die berühmte Studie von Professor Gilles-Éric Séralini, die im September 2012 in der renommierten Zeitschrift Food and Chemical Toxicologyveröffentlicht wurde, die ganze Welt schockierten. Diese erste Langzeitstudie über eine zweijährige Fütterung von 200 Ratten mit GVO zeigte schockierende Auswirkungen, zum Beispiel diese: »Weibliche Ratten, die mit Gen-Mais von Monsanto gefüttert wurden, starben zwei- bis dreimal häufiger als die Tiere in der Kontrollgruppe, und sie starben schneller… Weibchen entwickelten große Mamma-Tumoren, fast immer häufiger und früher als die Kontrolltiere; am zweithäufigsten geschädigt war die Hypophyse; der Sexualhormonhaushalt wurde durch die GVO- und Roundup-Behandlung gestört.«

Monsanto versuchte umgehend, den Überbringer der schlechten Nachricht zu töten, indem die Zeitschrift Food & Chemical Toxicology unter Druck gesetzt wurde, den früheren Monsanto-Mitarbeiter Richard E. Goodman einzustellen, der Séralinis Studie prompt für »unwissenschaftlich«

erklärte und zurückzog, ein bei wissenschaftlichen Fachzeitschriften höchst ungewöhnlicher und extrem seltener Akt. Ein Jahr später mussten Goodman und der Chefredakteur zurücktreten; Séralinis Studie wurde in einer anderen wissenschaftlichen Zeitschrift erneut veröffentlicht.

Annus horribilis

Die Liste von Monsantos Vergehen und kriminellen Aktivitäten ist lang. Jetzt scheint es jedoch, als fielen die Untaten auf den Urheber zurück.

Das Jahr 2015 entwickelt sich zu einem, das Großbritanniens Königin Elisabeth ein Annus horribilis nennen würde, ein ganz fürchterliches Jahr. Am 20. März 2015 bewertete die Internationale Krebsforschungsagentur(IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Karzinogenität [krebserzeugende Eigenschaft] von Glyphosat, dem Hauptbestandteil von Monsantos meistverkauftem Herbizid Roundup.

Sie fand »Hinweise auf Karzinogenität bei Versuchstieren. Darüber hinaus verursachte Glyphosat in menschlichen Zellen DNS- und Chromosomenschäden… Bei einer Studie an Einwohnern einer Gemeinde wurden erhöhte Blutmarker von Chromosomenschäden (Mikronuclei) gemeldet, nachdem auf nahegelegenen Feldern Glyphosat versprüht worden war.« Monsanto war darüber mit Sicherheit alles andere als begeistert.

Dem WHO-Bericht folgte ein komplettes Verbot von GVO-Saatgut in der Russischen Föderation, gefolgt von der Entscheidung für ein totales GVO-Verbot in 19 von 28 EU-Ländern, ein vernichtender Schlag gegen Monsanto und die Gentech-Lobby (Niederlage für Monsanto & Co.: Mehrheit der EU-Staaten verbietet Genmais). Im September 2015 folgte ein weiterer Schlag gegen einMonsanto-Herbizid: Ein französisches Berufungsgericht erklärteMonsanto der chemischen Vergiftung für schuldig.

Das Gericht bestätigte das Urteil zugunsten des Getreidebauern Paul François, dessen Rechtsanwälte geltend gemacht hatten, der Unkrautkiller Lasso habe bei ihrem Mandanten neurologische Probleme verursacht, unter anderem Gedächtnisverlust und Kopfschmerzen. Später kündigte der US-Bundesstaat Kalifornien an, man werde Glyphosat als Karzinogen führen, die erste Aufsichtsbehörde in den USA, die entsprechend entscheide, so Dr. Nathan Donley, Wissenschaftler am Center for Biological Diversity.

Diese Rückschläge hatten ernste Folgen für den Gentech- und Chemiekonzern. Die Monsanto-Aktie fiel von 125 Dollar im Februar auf 29 Dollar. Angesichts rückläufiger Verkaufszahlen kündigte Monsanto die Streichung von 2600 Stellen an, das sind zwölf Prozent der Beschäftigten. Außerdem sollen drei Milliarden Dollar für den Aktienrückkauf verwendet werden, eine Form von Finanz- (im Gegensatz zu Gen-) Manipulation, durch die der Gewinn pro Aktie auf magische Weise erhöht wird, indem Aktien vom Markt genommen werden.

Das Ganze wurde noch schlimmer, als die strategische Übernahme des Schweizer Gentech- und Agrochemiekonzerns Syngenta durch Monsanto scheiterte. Seit 2011 verfolgte Monsantodie Strategie, mit Syngenta gleichzuziehen. Syngenta ist der weltgrößte Hersteller von Herbiziden und

Pestiziden, ein kleinerer Teil des Gewinns stammt aus patentiertem GVO-Saatgut. Monsantodagegen ist der weltgrößte Anbieter von GVO-Saatgut, erwirtschaftet aber nur einen relativ kleinen Anteil des Gewinns durch den Verkauf von Agrochemikalien.

Ende August bot Monsanto Syngenta – berüchtigt für sein umstrittenes Herbizid Atrazin und seine Neonicotinoid-Herbizide – 47 Milliarden Dollar. Der Schweizer Konzern lehnte ab undMonsanto musste das Angebot zurückziehen.Monsanto hatte das Übernahmeangebot unterbreitet, um weniger abhängig vom GVO-Verkauf zu werden und stärker auf Gewinne aus dem Verkauf von Unkrautvernichtungsmitteln zu setzen. Ein Zeichen dafür, dassMonsanto nicht an den »Wunder«-Eigenschaften des GVO-Saatguts interessiert ist. Jetzt will sich der Konzern auf giftige Chemikalien konzentrieren, die die Giftstoffbelastung in Tieren, Pflanzen und Boden erhöhen.

In dem verzweifelten Versuch, das Terrain zu verteidigen und eine GVO-Kennzeichnung in den USA zu verhindern, betreibt Monsanto Lobbyarbeit beim US-Kongress für ein Gesetz, das die Kennzeichnung von GVO in Lebensmitteln verbietet. Obwohl 80 Prozent aller abgepackten Lebensmittel in Amerika GVO enthalten, wird dies den Verbrauchern verheimlicht; in der EU ist die Kennzeichnung Pflicht.

Ein neues, von Monsanto unterstütztes US-Gesetz wurde vom Repräsentantenhaus verabschiedet und liegt jetzt dem Senat zur Debatte vor. Durch das Gesetz H.R.1599 mit dem irreführenden Namen »Gesetz über sichere und genaue Kennzeichnung von Lebensmitteln (SAFE)« würde die Kennzeichnung landesweit auf freiwilliger Basis erfolgen, einzelne Bundesstaaten dürften keine Kennzeichnungspflicht verhängen.

Damit soll dem Vorpreschen einzelner Bundesstaaten begegnet werden, die mangels einer nationalen Regelung eigene Bestimmungen erlassen haben. Laut einer kürzlich durchgeführten

Umfrage der New York Times befürworten 93 Prozent der Amerikaner eine Kennzeichnung von GVO-Lebensmitteln, drei Viertel der Befragten äußerten sich besorgt über Gentech-Produkte in Lebensmitteln.

Geld von Monsanto könnte die Verabschiedung von H.R.1599 erkaufen. Aktivisten haben das Gesetz in »DARK« umgetauft, weil Amerikaner über ihr Essen im Dunkeln gelassen werden.

Die Zukunftsaussichten von GVO sind definitiv schlechter als zu irgendeinem Zeitpunkt nach dem verhängnisvollen Treffen 1992 mit Papa Bush im Weißen Haus.

Literatur:

Meine eigene Samengärtnerei von Constanze von Eschbach

Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation von F William Engdahl

Mit Gift und Genen: Wie der Biotech-Konzern Monsanto unsere Welt verändert von Marie-Monique Robin

Tödliche Ernte: Wie uns das Agrar- und Lebensmittelkartell vergiftet vonRichard Rickelmann

Quellen: PublicDomain/info.kopp-verlag.de vom 16.10.2015

Monsantos Untaten rächen sich

TV-Tipp: Jauche und Galgen – mit Björn Höcke

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Die heutige Propagandastunde aus dem Berliner Gasometer (21:45 Uhr im Ersten) könnte ganz interessant werden, jedenfalls für diejenigen, denen sich beim gleichzeitigen Anblick des SPD-Parteikarrieristen und derzeitigen Bundesjustizministers Heiko Maas und der dunkelroten „Panorama“-Moderatorin Anja Reschke nicht sofort der Magen umdreht. Als weitere Gäste zum Thema „Pöbeln, hetzen, drohen – wird der Hass gesellschaftsfähig?“ sind eingeladen: Klaus Bouillon (CDU), Innenminister des Saarlands, und Björn Höcke, Vorsitzender der AFD-Fraktion im Landtag Thüringen.

Und damit alle, die schon GEZahlt haben, wissen, was sie erwartet, hier ein Auszug aus der Senderinfo:

Mit ihrer „Wir schaffen das“-Aussage hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) klar Stellung in der Flüchtlingsfrage bezogen – und damit nicht nur in ihrer eigenen Partei Widerstand provoziert. Viele Bürger sehen die aktuelle Flüchtlingspolitik kritisch und machen sich Sorgen, ob und wie Deutschland mit der großen Anzahl an Flüchtlingen und Asylsuchenden zurechtkommen könne.

Doch während die einen zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz mit Freunden und Bekannten lediglich ihre Ängste diskutieren, werden andere immer radikaler: Sie schreiben Hass-Mails an Politiker, fluten Internetforen mit rassistischen Kommentaren und skandieren bei Demonstrationen ganz offen fremdenfeindliche Parolen. Manche lassen ihren Worten sogar Taten folgen: Die Zahl rechter Gewalttaten und Übergriffe auf Asylunterkünfte ist im vergangenen Jahr massiv gestiegen.

Woher kommt die Wut? Wer sind diese Menschen, die sich so offen fremdenfeindlichen äußern? Wie sollten Politik und Gesellschaft mit dem Hass umgehen? Wo ist die Grenze?

Also nur was für die Härtesten unter unseren Lesern. Es wird reichlich „rekern“, ein symbolischer Galgen wird zu unermesslicher Größe aufgebauscht werden – und im Hintergrund sieht man zeitweise, so jedenfalls in der Vorschau, eine Website … PI-News. Na dann: viel Spaß! (hg)

 

  1. Halt nur ohne Namenschild!

    Das dürfte doch nicht verboten sein?

    Oder?

    :)

  2. #2 ironheadsblog   (18. Okt 2015 17:16)
  3. #3 johann   (18. Okt 2015 17:19)

    Doch während die einen zu Hause, in der Schule oder am Arbeitsplatz mit Freunden und Bekannten lediglich ihre Ängste diskutieren, werden andere immer radikaler (….)

    Merke: Schon mit der „Diskussion von Ängsten“ im privaten Bereich steht man mit einem Bein im Gefängnis.
    Nichts anderes will die ARD mit diesem Begleittext zur Sendung sagen. Wenn es noch eines weiteren Beweises für die Gleichschaltung der Medien und die Kriminalisierung von Andersdenkenden bedurft hätte, so liefert die ARD das mit diesen Sätzen.

  4. #4 alexandros   (18. Okt 2015 17:20)

    Die Schweiz macht es vor wie es geht und steht aufgrund ihrer Geschichte über jedem Nazi Verdacht
    Schweiz: Rechtspopulisten stehen vor Wahlsieg
    In Deutschland werden Patrioten mit dem Konstrukt der Nazikeule ausgegrenzt und klein gehalten.

  5. #5 Elmar Thevessen   (18. Okt 2015 17:21)

    Jauche und Levkojen…

    Was hat eigentlich Björn Höcke dort verloren?

    Eigentlich sollten die Verbrecher Merkel und Gabriel dort sitzen. Um die geht’s doch.

  6. #6 Rohkost   (18. Okt 2015 17:22)

    Hoffentlich hat sich Björn Höcke gut vorbereitet, das linkspopulistische Tribunal von Maas und Reschke wird wieder ordentlich linke Hetze und Lügen über die AfD und Pegida ausschütten.

  7. #7 Werdecker   (18. Okt 2015 17:23)

    Ich fürchte dass über die sog. Rechtspopulisten wieder ein Kübel mit Jauch(e) gegossen wird.

  8. #8 gonger   (18. Okt 2015 17:24)

    Danke daß pi diesen Tipp gibt.
    Bitte um 21:30 noch mal hervorholen.
    Ein überfordernder Jauche, der lieber heute als morgen in den Sack hauen will um seine vorproduzierte Gameshow weiterbetreiben zu können vs. Anja Reschke/Maas.

    Björn Höcke/AfD : You make my Weekend!
    Das neue Gesicht und die Hoffnung der AfD.
    Hauen sie rein aber sachlich bleiben. Bitte sich nicht vom hasserfüllten Gesicht eines Justizministers provozieren lassen auch wenn’s schwer fällt.

    Auch der Suppenonkel aus dem Saarland (haben die Familie nicht mal beim Adi mitgemacht? )könnte interessant werden da er sich kritisch geäußert hat. Also 2:2 heute.

  9. #9 Istdasdennzuglauben   (18. Okt 2015 17:25)

    Hoffentlich haben die dort im Studio Jauchengrube alle ordentlich kontrolliert.Denn Höcke ist unbezahlbar gut!

  10. #10 Templer   (18. Okt 2015 17:26)

    Die Moslems um den Ayatollah Khomeini hatten damals in Persien nicht so viel Holz zum Galgenbau und erst recht keine Bäume und die ganzen Sozialisten und Schah-Anhängern aufzuknüpfen.

    In ihrer Not griffen die Moslems zu Baukränen. Die haben sich damals nach dem Sturz des Schahs bestens gewährt. Sozialisten wurden zu tausenden von den Moslems gehängt! Die Benutzung von Kranwägen ist bis heute die gängige Hinrichtungsart im Iran!

    Ich aber denke wie haben in ganz Deutschland nicht mal so viele Kranwägen für die ganzen korrupten Politiker!

    Aber dafür hat Deutschland im Gegensatz zum Iran viele Bäume!

    :)

  11. #11 BePe   (18. Okt 2015 17:26)

    Noch 2 Monate, dann sind wir den Kerl endlich los.

  12. #12 Freidenker   (18. Okt 2015 17:27)

    Auf Focus online gerade ein ausgiebiger Bericht unter dem Thema: Anarchie auf unseren Straßen. Man glaubt es kaum, aber jetzt wo die Karre im Dreck steckt springen sie immer öfter gerne auf und berichten über bisher tot Geschwiegenes. Ein ehemaliger Neuköllner Polizist bringt in diesem Bericht auf den Punkt. Es gibt kein zurück mehr. Die Vorherrschaft ganzer Clans und das Beherrschen dieser Kriminellen von ganzen Stadtteilen kann nicht mehr rückgängig gemacht werden. Und das ist ja erst der Anfang.

  13. #13 john3.16   (18. Okt 2015 17:30)

    Flüchtlingskrise: Aspekte und Szenarien
    Der Schlüssel zu dem, was derzeit die deutsche Öffentlichkeit in Atem hält, nämlich die Flüchtlingskrise, könnte in einem Werk liegen, das folgenden Titel trägt: „Was ist sozialistische Lebensweise?“. Es ist die Abschlussarbeit von Angela Dorothea Merkel an der Leipziger Karl-Marx-Universität. Zu DDR-Zeiten ließ die renommierte Ausbildungsstätte nur Studenten zu, die sich für „sozialistische Gesellschaftsordnung einsetzen“. Merkel war darunter. An der Uni gehörte zum Pflichtprogramm ein spezieller marxistisch-leninistischer Studiengang. Auch Merkel schrieb ihre Abschlussarbeit in diesem Fach. Seltsamerweise ist diese Abschlussarbeit in den Archiven der Uni und auch sonst wo nicht mehr aufzufinden. Nur Merkel hat noch ein Exemplar.

    Die deutsche Bundeskanzlerin hat etwas vor mit den Flüchtlingen, und sie geht ihren Weg mit ihnen in schlafwandlerischer Sicherheit. Ohne Absprache mit ihrer eigenen Fraktion, ohne Beteiligung des deutschen Bundestages, ohne sich mit ihren europäischen Partnern zu beraten, gab sie das Signal: Wo ihr auch herkommt, ihr Flüchtlinge, ihr seid in Deutschland herzlich willkommen. Über die TV-Schirme der Welt – besonders aber im Nahen Osten – wurden die Bilder gezeigt, auf denen Merkel sich mit Flüchtlingen lächelnd fotografieren ließ – zumeist waren es Männer. Was plant Merkel mit den Flüchtlingen für Deutschland, für Europa? In einem Interview mit der deutschen Zeitung Die Welt sagte ihr Partei-Kollege und CDU-Vordenker Kurt Biedenkopf (85) Ende September: „Sie [Merkel] wird Europa verändern und dessen Rolle in der Welt. Das ist eine wirkliche Zeitenwende.“ Eine Zeitenwende? Wozu? Wohin?

    Der ehemalige tschechische Staatspräsident (2003 bis 2013) Václav Klaus schrieb am 20.9.2015 in einem Beitrag für „Die Welt“: „Warum ist das so? Ich möchte hier meinen Kollegen Jiri Weigl zitieren, der annimmt, es ist gerade der Sinn und Zweck einer solchen ‚Willkommenspolitik‘, den Zusammenhalt der bestehenden Gesellschaften Europas nachhaltig zu zerstören. Denn nur auf deren Trümmern können diese Politiker ihr ‚neues Europa‘ aufbauen – natürlich ohne uns, ohne diejenigen, die mit dem bestehenden Europa zufrieden sind. Aus den Migranten sollten die ersten ‚Angehörigen der erträumten europäischen Nation‘ werden, so Weigl. Diese haben keinerlei Bindung zu irgendeinem der jetzigen Staaten Europas, können sich daher viel einfacher mit einem neuen multikulturalistischen Europa identifizieren. Die Migranten sollten als ‚Kittmittel‘ einer neuen europäischen Nation funktionieren.“

    Könnte das die sozialistische Lebensweise sein, die Merkel in ihrer verschwundenen Arbeit beschreibt und die sie jetzt – fast im Alleingang – durchzusetzen versucht? Strebt sie ein sozialistisches Multi-Kulti-Europa an? Es war schon etwas merkwürdig, als Merkel bei der gewonnenen Bundestagswahl 2013 auf der Jubelfeier im Beisein aller CDU-Größen ihrem Generalsekretär Gröhe vor laufenden Kameras die Deutschlandfahne aus der Hand nahm und sie hinter die Bühne beförderte. Etwas wirsch schaute sie Gröhe an, als wollte sie sagen: „Was soll so ein nationales Gedöns?“

    Nicht nur Linke und linksgerichtete Sozialdemokraten träumen von einem neuen sozialistischen Europa (s. TOPIC Nr. 7, Seite 8), es gibt noch eine Gruppe, die schon seit Langem an einem solchen neuen Europa arbeitet: die Freimaurer. Von daher überrascht es auch nicht, dass etliche Großlogen aus einigen Ländern Europas am 7. September 2015 eine gemeinsame Presseerklärung herausgaben. Darin wird eine schrankenlose Zuwanderung nach Europa gefordert, um „nationale Egoismen“ zu überwinden.

    Václav Klaus macht in seinem Welt-Artikel noch auf eine andere Besonderheit aufmerksam. Er fragt, warum gerade jetzt die Massen an Flüchtlingen kommen, wo doch in den Ländern, aus denen sie stammen (z. B. Afghanistan etc.), seit Jahrzehnten bewaffnete Konflikte vorherrschen. Irgendjemand muss ihnen ein Signal gegeben haben. Aber wer und wozu?
    Die meisten der muslimischen Migranten starten ihre Flucht aus Lagern in der Türkei. Viele dieser Massenlager an der türkisch-syrischen Grenze wurden in der letzten Zeit aufgelöst. Warum? Will der erzkonservative Muslim und Staatspräsident der Türkei, Erdogan, Europa mit der muslimischen Migrationswaffe angreifen, um Europa für den Islam zu erobern?
    In seinem Buch „Der wahre Imam – Der Islam von Mohammed bis zur Gegenwart“ (1996 erschienen, vergriffen) legt der deutsche Politikwissenschaftler syrischer Herkunft und sunnitische Muslim Prof. Dr. Bassam Tibi dar, was seit dem frühen Islam der Begriff „Hidjra“ bedeutet. Muslime haben die Pflicht zur Hidjra, d. h. in die gesamte Welt zu wandern, um die Welt für den Islam einzunehmen (s. ausführlicher Artikel auf Seite 6). Muslime deuten somit die sogenannte Willkommenskultur völlig anders als Deutsche. Sie meinen: Allah hat uns nun Europa in die Hand gegeben.

    Von einem Angriff mit einer Migrationswaffe spricht auch jemand, der diese Form der Kriegsführung kennt. Willy Wimmer (Jhg. 1948) ist ein deutscher Politiker in der CDU und saß für die Christdemokraten 33 Jahre im Deutschen Bundestag. Von 1988 bis 1992 war Wimmer Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung. In einem Interview mit dem deutschen Journalisten Ken Jebsen, der im Internet einen eigenen Youtube-Nachrichtenkanal betreibt, äußerte sich Wimmer auch zum Einsatz von Migrationswaffen, zu Flüchtlingsströmen, die gezielt eingesetzt werden:

    „Da ich Übungsminister in der letzten NATO-Übung des Kalten Krieges gewesen bin, weiß ich natürlich auch aus den Übungen, die in den Jahren zuvor stattgefunden haben, dass Flüchtlingsströme dieser Art immer auch Gegenstand der militärischen Planung sind. Dafür gibt es Dokumentationen, die man einsehen kann … Und wenn ich heute sehe oder höre, wenn wir alle sehen, woher diese Flüchtlingsströme kommen, sie kommen ja aus Gebieten, die wir mit Krieg überzogen haben, wir brauchen uns ja nur den Irak anzusehen, Afghanistan anzusehen und andere Länder. Wir haben den Menschen dort die Lebensgrundlage entzogen. Und die Flüchtlingsströme werden dann in der Substanz in unsere Länder gelenkt. Das heißt, sie tragen hier im Wesentlichen zur Destabilisierung bei und zu möglichen künftigen Aktivitäten, die uns sehr unangenehm werden können.“

    Für Wimmer ist klar, „dass die Amerikaner die Migrationswaffe gegen uns einsetzen“. Und sie würden damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Deutschland und Europa zu destabilisieren und gleichzeitig Assad in Syrien zu besiegen. Wimmer: „Man hat es bisher nicht geschafft, die Regierung Assads zu beseitigen, und jetzt geht man hin und holt die gesamte Finanz- und Bildungsschicht aus diesem Land im Kern nach Deutschland … Das heißt, wir bluten dieses Land gezielt aus und erledigen auf diese Art und Weise die amerikanische Politik, die mit Bomben allein nicht durchzuführen ist … mit dieser Form der Politik, die die Bundesregierung betreibt, tragen wir dazu bei, dass diese Länder keine Perspektive mehr haben, und wir tragen letztlich dazu bei, dass dieses Land hier auseinanderfliegt. Und das ist die Migrationswaffe, die in doppelter Hinsicht eingesetzt wird, gegenüber dem Land, das wir gerade angesprochen haben, in dem Fall Syrien, und gegenüber der Bundesrepublik Deutschland selbst.“

    Ist nun Wimmers Deutung der Flüchtlingskrise die wirklich wahre? Welche Aspekte und welche Szenarien tatsächlich die Weltpolitik derzeit bestimmen, ist nicht sicher zu sagen. Fakt ist jedoch eines: Große gesellschaftliche Umwälzungen stehen ins Haus.

    Vor Redaktionsschluss wurde TOPIC aus politischen Kreisen noch eine ganz andere Deutung der Flüchtlingskrise „zugesteckt“: Merkel würde mit der Aufnahme der vielen Flüchtlinge versuchen, Deutschland vor riesigen Problemen zu bewahren. Wie das? Im Nahen Osten sei ein ganz großer Krieg zu erwarten, der weitere Millionen Flüchtlinge – darunter Kurden und Palästinenser – in Marsch setzen werde. Merkel wolle wegen der Konflikte zwischen Türken und Kurden sowie Juden und Palästinensern diese „Schlachtfelder“ nicht auf deutschem Boden haben. Die schnelle Massenaufnahme von hauptsächlich Syrern sei das geringere Übel und bilde dann auch eine Grundlage für das Argument, Deutschland habe bereits genügend Flüchtlinge aufgenommen. Deutschland habe bereits seinen Beitrag zur Flüchtlingskrise geleistet.(ein Cicero Leser aus HH)

  14. #14 Cendrillon   (18. Okt 2015 17:32)

    Dieser PI-Artikel dürfte einen neuen Leserkommentar-Rekord aufstellen. Wetten?

    Bzgl. Höcke in der Jauchegrube: nicht sitzen und dort schlafen sondern in die Vollen gehen mit denen im PI-Artikel Zwei Tote nach Messerstechereien aufgezeigten Fakten.

    Über Morde, welche von „Flüchtlingen“ begangen werden, wird stets der Mantel des Schweigens gehängt während Urdeutsche medial an die Wand gestellt werden, vor allem wenn ein sog. rechtsextremer Hintergrund erschnüffelt wurde.

    AfD, Höcke und das Dunkeldeutschlandpack(TM) haben nichts zu verlieren. Auf ins Gefecht!

  15. #15 Heta   (18. Okt 2015 17:33)

    Bei der FAS geht es heute auch gegen PI, es geht um angebliche Zitate von Trittin & Co., zu recht kritisch, meine alte Rede: Ständig geht hier jemand mit irgendwelchen Zitaten hausieren, die er von irgendwo kopiert hat, ohne zu fragen, ob die Zitate denn auch stimmen. Das Trittin-Zitat zum Beispiel: „Deutschland verschwindet jeden Tag immer mehr, und das finde ich einfach großartig.“ Trittin droht jedem mit rechtlichen Schritten, der das Zitat weiterverbreitet.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verschwoerungstheorien-wenn-politiker-verleumdet-werden-13849907.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

  16. #16 BePe   (18. Okt 2015 17:33)

    OT:

    Schweden macht Kinder krank.

    Immer mehr Kinder in Schweden haben Probleme mit sexueller Identität

    http://de.sputniknews.com/panorama/20151018/305016880/schweden-kinder-transsexualitaet.html

    Das liegt eindeutig an der zunehmenden widerlichen Genderpropaganda in schwedischen Schulen und Fernsehen. Das kommt jetzt auch auf Deutschland zu.

  17. #17 Bamboocha   (18. Okt 2015 17:34)

    Kann mir diesen Mist nicht ansehen, immer das gleiche und Jauch ist unerträglich.

    Nichts ändert sich, es wird nur rumlamentiert.

  18. #18 havel   (18. Okt 2015 17:35)

    Kaufland in Detmold schließt.
    Warum???
    So macht man Nachrichten:

    Die Stadt Detmold und die Polizei arbeiten beim Thema Sicherheit eng zusammen. Mittlerweile gibt es nach Auskunft der Stadt Detmold nur sehr selten Beschwerden. Eine Einbruchsserie sei aufgeklärt worden, die Täter seien Durchreisende gewesen, die gezielt im Umfeld der Flüchtlingsunterkunft Objekte ausgespäht und ausgeräumt hatten. In Bezug auf die Ladendiebstähle im Kaufland verweist die Polizei darauf, dass im ersten Quartal 2015 47 Taten angezeigt wurden, im Vorjahr waren es im Vergleichsquartal 39.

  19. #19 johann   (18. Okt 2015 17:35)
  20. #20 Patriot Herceg-Bosna   (18. Okt 2015 17:36)
  21. #21 Templer   (18. Okt 2015 17:37)

    Wieder die übliche Staatsfunk Taktik!

    Einer gegen alle!

    Seit Sarrazin ein bewährtes Mittel der Staatpropaganda um die rotgrüne Meinung durchzusetzen.

    Mein Gott wie mich diese einseitigen und manipulativen Sendungen an den „Schwarzen Kanal“ des DDR-Staatsfernsehen erinnern.

    :)

  22. #22 lorbas   (18. Okt 2015 17:37)

    Apropos Galgen:

    http://www.metropolico.org/2015/10/15/der-spiegel-und-die-galgen/

    Auch bei fast jeder Kanrevalsveranstaltung ist ähnliches zu sehen.

    Der Spiegel berichtet mit größter Empörung über den Galgen bei Pegida, der von einem unbekannten einzelnen Teilnehmer mitgebracht wurde und der laut Aufschrift für Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) reserviert sein sollte. Doch die Empörung verschwindet gänzlich, wenn Linke Galgen bei Demonstrationen für Bundesminister und einen Bundeskanzler errichten.

Video: Höcke zeigt Flagge in der Jauche-Grube

 

Messerattacke auf Kölner OB-Kandidatin: Cui bono?

Von: http://www.contra-magazin.com/2015/10/messerattacke-auf-koelner-ob-kandidatin-cui-bono/

Wahlplakat der niedergestochenen OB-Kandidatin von Köln, Henriette Reker. Bild: CDU Köln

Wahlplakat der niedergestochenen OB-Kandidatin von Köln, Henriette Reker. Bild: CDU Köln

Wenn gerade in Zeiten der Flüchtlingskrise eine Politikerin von einem „Rechten“ angegriffen wird, riecht das stark nach einer False-Flag-Aktion, sofern es sich nicht um die Tat eines verwirrten Einzeltäters handelt. Das NSU-Chaos trägt auch nicht wirklich dazu bei, dass man den Behörden in solchen Dingen noch viel Glaubwürdigkeit zumisst.

Von Marcel Grasnick

Wenn die rechte Seite der Politik mehr Zulauf bekommt, muss ein abschreckendes Beispiel her. Als gewagte Theorie – nicht bewiesen aber auch nicht unmöglich. Es ist eine Tatsache, dass viele sogenannte rechte Organisationen, Zellen und auch Parteien von V-Leuten des Verfassungsschutzes durchsetzt sind. Dass diese dann in gewissen Abständen entweder zu gewalttätigen Aktionen aufrufen oder diese selbst durchführen ist eine ebenso abgestrittene Sache seitens des Staates. Sollte eine solche Aktion jemals bewiesen an das Tageslicht kommen, wäre der Aufschrei ungeheuerlich.

Warum die rechten Parteien bislang trotz mehrerer Anläufe nicht verboten sind ist eine ganz einfache Geschichte: die etablierten

 

Parteien können sich ein solches Verbot nicht leisten, würde es doch den letzten Anschein der Demokratie zerstören und die Glaubhaftigkeit an ein zwar totalitäres, aber ebenso fragiles freiheitlich demokratisches Grundsystem, wie wir es haben (sollten), zerstören. Solche „False-Flag-Operationen“ der Geheimdienste sind mittlerweile ebenso bekannt, wie geläufig und werden dennoch seitens der Regierung bestritten. Wer eine solche These wagt, gerät schnell ins Kreuzfeuer der Verschwörungstheorien.

Dann wagen wir doch einmal eine solche Verschwörungstheorie: Der jüngste Angriff auf eine Oberbürgermeister-Kandidatin in Köln ist eine solche False-Flag-Operation. Zu schnell sind in den Medien Berichte über politische Motive des Attentäters geläufig. Zudem ist die Kandidatin die lebensgefährlich verletzt wurde, bisher – falls sie daran gestorben wäre – in keiner wichtigen Position, also ersetzbar. Nun überschlagen sich die Meldungen über die politischen Motive des Attentäters, der in einer verbotenen rechtsradikalen Gruppe aktiv gewesen sein soll. Und nun werden auch schnell die üblichen Klischees wieder bedient: arbeitslos, Hartz-4-Empfänger, anscheinend geistig nicht ganz auf der Höhe. Davon einmal abgesehen, wer sich als Informant vom Verfassungsschutz kaufen lässt, kann sowieso nicht ganz auf der Höhe sein.

 

Mal im Ernst. Sollte die „Rechte Szene“, von der gern postuliert wird, sich nicht gerade jetzt im Moment ihres Triumphes etwas zurückhalten? Schließlich war die Debatte um Flüchtlinge schon immer das Steckenpferd gewesen, mit dem gepunktet werden sollte. Und solche Aktionen würden seitens der rechten Szene nur Sympathisanten vergraulen, die nun wieder in Scharen obgleich der Schlechtigkeit des rechten politischen Lagers in Hysterie verfallen und in Scharen den etablierten Parteien zulaufen. Ganz sicher würde keine politische Rechte Größe eine solche Aktion befürworten, sondern vehement ablehnen, alles andere wäre nur das Messer, welches man sich selbst in den Torso stößt.

 

Die ganze Geschichte ist genauso unglaubwürdig wie die gesamte NSU-Geschichte, bei der man sich mittlerweile sicher ist, dass der Staat durchaus mitgespielt hat. Nur braucht es hier keinen Untersuchungsausschuss – der ohnehin zu keinem Ergebnis kommt, weil wieder einmal ein verwirrter Einzeltäter, ein Opfer der Gesellschaft und am Rande dieser stehend, präsentiert werden kann.

 

„Dieser feige Anschlag in Köln ist ein weiterer Beleg für die zunehmende Radikalisierung der Flüchtlingsdebatte“, teilte Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit. Radikalisierung der Flüchtlingsdebatte? Wenn ja, von der anderen Seite betrachtet, wen wundert es? Die Sorgen, Nöte und Ängste der Bevölkerung werden doch schon seit langer Zeit von der Politik ignoriert. Und ein solcher Anschlag wäre demnach ja nur in Öl in das Feuer für die derzeitige Politik – dessen kann sich jeder auch nur halbwegs klar denkende Mensch sicher sein.

 

Für eine rechte Szene wäre eine solche Tat in der Tat absolut kontraproduktiv. Von daher war es entweder ein Einzeltäter, der sich nicht über die Konsequenzen bewusst war und/oder im Affekt handelte, oder tatsächlich im eine illegale Aktion seitens der Geheimdienste.

 

Bei aller Theorie sei dennoch dem Opfer, Frau Henriette Reker gute Besserung gewünscht. Ein Opfer, das dem System als Bauernopfer dient oder dem Affekt eines nicht klar denkenden Mannes. Egal von welcher Seite betrachtet ist der Anschlag auf jeden Fall zu verurteilen.

 

Aber bitte nicht auf die heuchlerisch und infantile Art der Politik und Medien, die nun wieder das Thema nach Strich und Faden ausschlachten werden.

 

 

 

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