Wikileaks veröffentlicht E-Mails aus gehacktem Mail-Konto des CIA-Chefs

Von: heise.online.de

Not amused: CIA-Chef John Brennan

Ein junger Hacker behauptet, CIA-Chef John Brennans privates E-Mail-Konto gehackt zu haben. Wikileaks stellt die Dokumente nun online. Die CIA sagt, nichts davon sei wirklich geheim gewesen.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Dokumente veröffentlicht. Die Unterlagen will ein Hacker vom privaten E-Mail-Konto von CIA-Direktor John Brennan abgegriffenhaben.

Echtheit der Wikileaks-Unterlagen

Unter den Dokumenten befinden sich laut Wikileaks ein Fragebogen, den Brennan zu seiner Person bei der Übernahme seines Amtes ausfüllen musste, aber auch ein Brief eines Senators zu fragwürdigen Verhörmethoden der US-Geheimdienste.

Für die Echtheit der Dokumente führte Wikileaks keine Beweise an. Die CIA erklärte in einer Stellungnahme, „das Anzapfen der E-Mails der Familie Brennan ist eine Straftat“. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass es sich bei irgendeinem der Dokumente um geheime Informationen gehandelt habe.

Verbotene Verhörmethoden

In dem Brief des früheren Senators Christopher Bond an weitere Mitglieder des Geheimdienstausschusses spricht er sich dafür aus, künftig nur noch explizit verbotene Verhörmethoden wie etwa Waterboarding oder Stromstöße aufzulisten und nicht die ausdrücklich in einem Handbuch des Militärs erlaubten Methoden als Maßstab zu nehmen. Dies würde die Geheimdienste in die Lage versetzen, neue Methoden zu entwickeln, die „dennoch mit dem Gesetz übereinstimmen“, schrieb der Senator.

Auch eine Empfehlung der CIA zum Umgang mit dem Iran ist unter den Papieren, die Wikileaks veröffentlichte. Der Iran sei geostrategisch „von enormer Bedeutung“ und die USA hätten gar keine andere Wahl, als mit Teheran auszukommen – egal, welche Regierung dort gerade an der Macht sei, heißt es in dem Papier. Alle Dokumente stammten aus der Zeit bevor Brennan CIA-Chef wurde.

AOL-Account

Vor wenigen Tagen hatte ein junger Hacker anonym erklärt, er habe das private E-Mail-Konto des Geheimdienstchefs bei AOL gehackt und dort vertrauliche Dokumente gefunden. Er werde die Papiere veröffentlichen, weil er seine Missbilligung der US-Außenpolitik zum Ausdruck bringen wolle. (dpa) / (jk)

Verbrecherschutzgesetz im Fahrwasser der Krise verabschiedet

Schnappfisch-7360Es ist schon länger bekannt, dass im Fahrwasser von Großereignissen – seien es nun Fußball-WM-Spiele oder Flüchtlingsfluten – gerne im Schnelldurchgang Gesetze verabschiedet werden. Mit dem Gesetzentwurf zur „Datenhehlerei“ wurde ein solches Minenfeld letzte Woche verabschiedet. Heute las ich in der aktuellen c’t Nr. 23 einen Beitrag zu diesem Gesetzentwurf:

Justizminister Heiko Maas legt ein Gesetz vor, das unvorhersehbare Auswirkungen auf alle Lebensbereiche hat, in denen abhanden gekommene Daten eine Rolle spielen – insbesondere auf den investigativen Journalismus.

Der Beitrag klärt auch gleich in einem Beispiel, was nach diesem Gesetzentwurf nicht mehr straffrei sein wird. Erfährt z.B. jemand von einer rechtswidrigen Tat eines Ministerialbeamten und übergibt ein PDF-Dokument, welches die rechtswidrige Tat dokumentiert, an einen Journalisten, so kann dieser Redakteur nach dem Gesetzentwurf belangt werden. Das Strafmaß geht von Geldstrafen aus und bis zu dreijährigen Freiheitsstrafen.Im Vorfeld gab es zu diesem Gesetzentwurf noch zwei Einschränkungen. Finanzbeamte, welche sich illegal sogenannte „Steuer-CDs“ beschaffen, gehen straffrei aus und eine halbherzige Ausnahme für Journalisten wurde eingefügt. Journalisten sind dann nicht betroffen, wenn sie „berufsmäßig“ handeln und keinerlei privates Interesse haben. Sie müssen also ausschließlich aus beruflichen Gründen handeln.

Für investigative Blogger brechen harte Zeiten an, denn der c’t-Beitrag erschien am 17.10.15. Das Gesetzt jedoch wurde als U-Boot in das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung mit eingewoben und am 16.10.15 im Schnelldurchgang beschlossen.

Seit letzter Woche gibt es somit im Strafgesetzbuch (StGB) den §202 d mit folgendem Wortlaut:

§ 202d – Datenhehlerei
(1) Wer Daten (§ 202a Absatz 2), die nicht allgemein zugänglich sind und die ein anderer durch eine rechtswidrige Tat erlangt hat, sich oder einem anderen verschafft, einem anderen überlässt, verbreitet oder sonst zugänglich macht, um sich oder einen Dritten zu bereichern oder einen anderen zu schädigen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Die Strafe darf nicht schwerer sein als die für die Vortat angedrohte Strafe.
(3) Absatz 1 gilt nicht für Handlungen, die ausschließlich der Erfüllung rechtmäßiger dienstlicher oder beruflicher Pflichten dienen. Dazu gehören insbesondere
1. solche Handlungen von Amtsträgern oder deren Beauftragten, mit denen Daten ausschließlich der Verwertung in einem Besteuerungsverfahren, einem Strafverfahren oder einem Ordnungswidrigkeitenverfahren zugeführt werden sollen, sowie
2. solche beruflichen Handlungen der in § 53 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 der Strafprozessordnung genannten Personen, mit denen Daten entgegengenommen, ausgewertet oder veröffentlicht werden.“
3. § 205 wird wie folgt geändert:
a) In Absatz 1 Satz 2 wird die Angabe „und 202b“ durch ein Komma und die Angabe „202b und 202d“ ersetzt.
b) In Absatz 2 Satz 1 wird die Angabe „§§ 202a und 202b“ durch die Angabe „§§ 202a, 202b und 202d“ ersetzt.
Wer den ganzen Text lesen möchte, um zu sehen, wie geschickt dieser Paragraph in ein völlig anderes Gesetzesvorhaben (Vorratsdatenspeicherung) eingewoben worden ist, findet das Dokument hier.
Es muss nicht erwähnt werden, dass von 559 abgegebenen Stimmen 404 (Seite nicht gefunden)mit ja stimmten, 148 mit nein bei 7 Enthaltungen. Wer sich einen detaillierten, namentlichen Überblick der Abstimmung verschaffen will, kann dies in dem Plenarprotokoll 18/131 ab Seite 24 tun.
Es ist anzunehmen, dass die bereits stark beschädigte Demokratie, nun vollends, mit voller Kraft auf den den Eisberg gefahren wird. Auf dieser Fahrt, so könnte man vermuten, soll die Stimmung aber heiter bleiben – das Volk nicht unnötig in Besorgnis geraten. Der §202d wird hierzu seinen Beitrag leisten!
Hoffnung ist der Nektar der Hoffnungslosen!

Dokument: der Bush-Blair-„Blut Deal“ gegen den Irak – Täuschung der Öffentlichkeit

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Die Daily Mail vom 18. Oktober 2015 veröffentlicht unter privaten E-Mails von Hillary Clinton gefundene Dokumente, die sie einem US-Gericht vorlegen musste [1].

Eines dieser Dokumente, ein Memorandum vom Außenminister Colin Powell an den Präsidenten George Bush datiert vom 28. März 2002, bescheinigt die Vorbereitung des Paktes von Crawford, dessen Existenz Tony Blair jedoch vor dem Ausschuss unter dem Vorsitz von Sir John Chilcot abgestritten hat.

Herr Powell sichert darin zu, dass der britische Premierminister sich im Seminar von Crawford vom 4. und 5. April 2002 verpflichten werde, einen Feldzug gegen den Irak zu unterstützen und dafür auch die Kommunikation zu bewerkstelligen.

Am 3. Februar 2003 hatte Tony Blair ein Dokument veröffentlicht, das ein angebliches irakisches militärisches Programm zertifiziert, das aber nie existierte [2].

Colin Powell machte dann am 5. Februar 2003 eine Show vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Ehemaliger US-Justizminister schließt sich Klage gegen Bush wegen dessen illegalen Irak-Kriegs an).

Gestützt auf den Bericht von Tony Blair und andere Informationen von der CIA, kündigte er den Regime-Wechsel im Irak an. Tony Blair hatte später gestanden, seinen Bericht gefälscht zu haben [3].

 

Das von der Daily Mail veröffentlichte Dokument zeugt von der Koordinierung der Herren Bush und Blair, um die internationale öffentliche Meinung zu täuschen.

Literatur:

Schwarzbuch USA von Eric Frey

Die Kriege der Familie Bush : die wahren Hintergründe des Irak-Konflikts von Eric Laurent

Wie das Weiße Haus die Welt belügt: Der Insider-Bericht des ehemaligen CIA-Chefs von Europa von Tyler Drumheller

Oel- und Glaubenskriege: Wie das schwarze Gold Politik, Wirtschaft und Religionen vergiftetvon Dr. Michael Blume

Verweise:

[1] “Smoking gun emails reveal Blair’s ’deal in blood’ with George Bush over Iraq war was forged a YEAR before the invasion had even started”, Glen Owen & William Lowther, The Daily Mail, October 18, 2015.

[2] Irak – Its Infrastructure of Concealment, Deception and Intimidation.

[3] « Tony Blair avoue le bidonnage du rapport britannique contre l’Irak » (T. Blair gesteht die Fälschung des britischen Dokuments gegen den Irak ein), par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 8 février 2003.

Quelle: http://www.voltairenet.org/article189078.html vom 20.10.2015

http://www.pravda-tv.com/

Schweden: Schwertangriff in Schule – Fünf Verletzte – Angreifer tot

22. Oktober 2015

Schule in Trollhättan

Schule in Trollhättan

Bei einer Attacke an einer Schule im Westen Schwedens sind laut Medienberichten mehrere Schüler verletzt worden. Der Angreifer wurde ersten Meldungen zufolge erschossen. Der Täter soll maskiert gewesen sein und mit einem Schwert die Schule in Trollhättan gestürmt haben, berichtenschwedische Medien unter Berufung auf die Polizei.

https://www.netzplanet.net/

Eine Person ist auf der Stelle nach dem Schul-Angriff in Trollhättan gestorben. Der Täter, der  mit einer scharfen Waffe bewaffnet war, wurde von der Polizei erschossen. Die Polizei ist dabei zu untersuchen, ob es noch weitere Verletzte gibt.

http://www.svd.se/flera-skadade-pa-skola-i-trollhattan/om/skoldadet-i-trollhattan

VW und die Deutsche Bank werden hingerichtet

Da habe ich letzte Woche auf den skandalösen VW-Ablachskandal und vor zwei Tagen auf dieMachenschaften bei der Deutschen Bank verwiesen und jetzt beschreibt Prof. Wolfgang Berger sogar, dass VW und die Deutsche Bank von den angelsächsischen Finanzzentren hingerichtet werden. Und was unternimmt dagegen unser oberlehrerhafte Wirtschaftsminister dagegen? NICHTS! Im Gegenteil, er kommt lieber seinem Auftrag als Erfüllungsgehilfe der angelsächsischen Finanzzentren nach und will mit TTIP, CETA und TiSA ein weiteres Ausplündern Deutschlands.
Sein Parteikollege von der Arbeiterverräterpartei SPD, Franz Müntefering, sprach in diesem Kontext einmal von Heuschrecken. Die eigentlichen Heuschrecken sind die Polit-Darsteller, die solche kriminellen Machenschaften überhaupt dulden.


Angelsächsische Finanzzentren haben den Weg zum Schafott gepflastert

von Prof. Wolfgang Berger (business-refraiming)

Ein oberstes US-amerikanisches Gerichtsurteil hinterlässt auf der ganzen Welt eine Spur der Verwüstung. 1932 gründen die Brüder Joseph und Charles Revson die Kosmetikfirma Revlon. Zu Beginn der 1980er Jahre interessiert sich die Firmenleitung nicht nur für die Gewinne der Aktionäre, sondern auch für die Belange der Belegschaft und eine langfristige, vertrauensvolle Verbindung mit Kunden und Lieferanten.

Da wird sie von dem Aktionär Ronald Pereman verklagt. 1985 verurteilt das höchste Gericht die Führung des Unternehmens, weil es seine vornehmste Pflicht verletzt hat: Alle anderen Interessen (z. B. von Stakeholdern) dem Interesse der Kapitalvermehrung für die Aktionäre unterzuordnen. Mit diesem Urteil gelingt es Herrn Pereman, Revlon feindlich zu übernehmen – gegen den erbitterten Widerstand der Belegschaft und der Unternehmensleitung.

Weil alle großen Unternehmen auch in den USA engagiert sind und die dortigen Anwälte extrem klagefreudig sind, setzt dieses Urteil weltweit eine im Grunde menschenverachtende Ideologie durch. Sie wird mit dem Fachbegriff „Shareholder Value Doktrin“ umschrieben. „Shareholder Value“ ist der Betrag, den ein Unternehmen zum gegenwärtigen Börsenkurs wert ist. Das Management wird verpflichtet, den Unternehmenswert und den Reichtum der Aktionäre mit allen legalen Mitteln zu mehren und diesem Ziel alle anderen Ziele unterzuordnen.

Naomi Klein beschreibt die Hintergründe dieser Strategie detailliert und faktenreich auf 763 Seiten: „Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus.“ Josef Ackermann hat dieses Spiel als Chef der Deutschen Bank brillant gespielt, die Bank damit in die größte Katastrophe ihrer Geschichte gesteuert und das sinkende Schiff rechtzeitig verlassen. Seine Nachfolger mussten dafür bluten. Martin Winterkorn hat Ziele vorgegeben, die seine findigen Ingenieure nur mit technischer Raffinesse erfüllen konnten. Er selbst ist unschuldig, hat von den Manipulationen nichts gewusst. Aber er ist Teil des Systems – eines mörderischen Systems. Wie wir alle.

http://krisenfrei.de/

Verstörendes, schillerndes Bild der Bundeskanzlerin

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Ein Gastkommentar von Herbert Gassen

„So“, sagte der Teufel, „Nun hast Du einen Wunsch frei.“ „Ich wünsche mir eine Brücke von San Franzisco bis Hawaii!“ Der Teufel war sehr überrascht und mußte ihm sagen, daß so etwas unmöglich sei. „Aber ich gewähre Dir einen anderen Wunsch.“

„Gut, dann erkläre mir die Seele der Angela Merkel!“ Dreimal schluckte der Teufel und fragte dann: „Soll die Brücke vier oder sechs Spuren haben?“Merkel

Hallo, liebe Deutsche,

das Bild der Politik der Kanzlerin schillert wie das Öl in der Pfütze. Von außen betrachtet kann man das Farbenspiel staunend verfolgen. Schlecht wird es allerdings, wenn man in sie hineintritt. So sind wir Deutsche mittendrin in dem Schlamm der Politik der Angela Merkel.

Es gibt kein Gesetz, daß sie nicht bricht, es gibt keine kulturelle Vorgabe, die sie nicht beiseite und es gibt keinen Gott, den sie nicht leugnet. Kluge Menschen und weise Alte versuchen immer…

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Herr Pirinçci, die Lügenjournalisten und das KZ

Ulfkotte ist eine große Ent-Täuschung.

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Von Thomas Böhm

Thomas Böhm Thomas Böhm

Wir hatten ja schon darüber berichtet. Je erfolgreicher Pegida ist, desto nervöser werden die Systemjournalisten. Und immer dann, wenn in Dresden zigtausende besorgte Bürger mit und ohne Wut im Bauch auf die Straße gehen und sich Luft verschaffen, sind die Geier in der Nähe, um sich etwas Böses heraus zu fischen, auf das sie dann herumpicken können.

An diesem Montag war es der Redner Akif Pirincci, den die journalistischen Geier fressen wollten. Wir lesen:

Mehr als 20.000 Pegida-Anhänger hörten zu, als der deutsch-türkische Schriftsteller Akif Pirinçci beim Pegida-Jahrestag in Dresden gegen Flüchtlinge und Politik hetzte. Dabei bedauerte der umstrittene Schriftsteller, dass Konzentrationslager nicht mehr in Betrieb seien – und sorgte für einen Eklat… (http://www.focus.de/politik/deutschland/eklat-in-dresden-akif-pirincci-sorgt-mit-uebler-kz-rede-fuer-skandal_id_5024805.html)

„Eklat bei der Pegida-Demo in Dresden: Der deutsch-türkische Autor Akif Pirinçci, Hauptredner auf der Pegida-Demonstration zum ersten Geburtstag der islamfeindlichen Bewegung, hatte sich auf der Kundgebung…

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Armut – die erschreckenden Folgen der Herrschaft der Märkte

Bild: FLickr / Franco Folini CC-BY-SA 2.0

Bild: FLickr / Franco Folini CC-BY-SA 2.0

Am Beispiel der Situation in Portugal können wir uns ein Bild von der Gesamtlage in Europa machen und erkennen dabei eine Tendenz, die nicht auf Südeuropa beschränkt bleiben wird. In ein verarmtes Europa kommen auch noch Millionen Menschen, die vor Krieg, politischer und religiöser Verfolgung und vor Hunger und Elend fliehen. Auch „Wirtschaftsflüchtlinge“ verlassen nicht Heimat und Familie, um sich bei uns ein besseres Smartphone leisten zu können.

Von Rui Filipe Gutschmidt

In Portugal sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache. 19,5 Prozent der Portugiesen – also fast 2 Millionen, leben unterhalb der Armutsgrenze. Die Kinder- und Jugendarmut liegt sogar bei 25,6 Prozent. Der Mindestlohn wurde kurz vor den Wahlen von 485 auf 505 Euro angehoben. Doch war 2010 noch ein jährliches Anheben beschlossen worden, nachdem ein Arbeiter derzeit schon mindestens 600 Euro monatlich bekommen sollte – abzüglich von Steuern und Sozialversicherung. In der Wirtschaft gab es eigentlich eine Vereinbarung, die einer Erhöhung wohlwollend entgegensah, da die einseitige Ausrichtung auf den Export auf lange Sicht als nicht nachhaltig gilt. Ohne Binnennachfrage ist die Industrie den immer auftretenden Schwankungen auf den internationalen Märkten hilflos ausgeliefert. Der niedrige Ölpreis hat bei wichtigen Handelspartnern Portugals, wie Brasilien und Angola, die Nachfrage in den Keller rutschen lassen. Das wurde am Beispiel der UNICER, die vorwiegend Bier in diese Länder exportiert, deutlich. Sie müssen jetzt bis zu 600 Stellen streichen. Würden die Portugiesen noch ihr Bierchen beim Fußball trinken, wäre es nicht so ins Gewicht gefallen. Aber die Leute trinken gerade noch einen Espresso für 0,60 Euro und nur selten wird mal ein Bier gekippt.

Aber wer Arbeit hat, wenn auch schlecht bezahlt und oft noch schlechter behandelt, kann eher noch von Glück reden. Wer aber als Arbeitsloser sein Leben fristet, der hat oft weniger als 400 Euro im Monat zur Verfügung. Und was ist mit „Sozialhilfe“? Es gibt ein „Soziales Eingliederungseinkommen“, welches 2011 noch 187 Euro betrug. Als Passos Coelho an die Macht kam, wurde es auf 178,10 Euro abgesenkt und die Kriterien so stark eingeschränkt, dass 300.000 Menschen selbst diese miserable Hilfe noch verloren. 480.000, vorwiegend junge, gut gebildete Menschen, haben in den letzten vier Jahren das Land verlassen. Das Land blutet aus und was bleibt, sind die Alten, die Kranken, Leute ohne Ausbildung und alle, die aus irgendwelchen Gründen in Portugal festsitzen.

Allerdings muss auch gelobt werden, was gut ist. Vor allem anderem wären da die jungen Unternehmer, die aus ihrer Arbeitslosigkeit das Beste machen. Innovativ, kreativ aber ohne Finanzmittel, stürzen sie sich ins Unbekannte, arbeiten bis zum Umfallen und bauen lukrative, kleine Geschäfte in Landwirtschaft, Mode, Design oder im alternativem Tourismus auf. Dabei stellt sich die Frage, warum diese Unternehmen nicht mehr Unterstützung bekommen? Es scheint, als wäre es interessanter beim verscherbeln der Staatsbetriebe zuzugreifen. Leider haben der kleine Mann oder Frau, die sich selbstständig machen, nicht den Stellenwert den sie verdienen. Der Tourismus kann auch auf steigende Zahlen verweisen, da Portugal ein sicheres und weithin günstiges Urlaubsland ist. Auch gibt es einen Solidaritätstourismus, von Nordeuropäern die dem Treiben der Märkte und der Merkelregierung entgegenwirken wollen.

Es gibt viele Menschen, die von Merkels und Schäubles Sprüchen von „mehr Strenge zeigen“ oder „schlampige Südländer“ und „über ihren Verhältnissen lebende…“ Kopfschmerzen bekommen haben und deshalb extra in den Krisenländern ihr Geld ausgeben. Die Auswanderer schicken natürlich auch Geld nach Hause. Doch ist das Leben in ihren Gaststaaten auch nicht einfach und so bleibt nicht viel übrig. Sie sind dort um überhaupt Arbeit zu haben und nicht um besser zu verdienen. Denn die Armut ist in ganz Europa am wachsen und breitet sich immer stärker aus. Die Armut im Rest der Welt ist zum Teil eher auf dem Rückzug. Oder doch nicht? Die EU hat jedenfalls seit einem Vierteljahrhundert einen Weg des Sozialabbaus und ständiger Einsparungen eingeschlagen.

Am Beispiel Irlands ist es auch zu sehen, wie es die Menschen die ohnehin schon arm waren und daher keine Lobby haben, am schlimmsten trifft. Gestern arm, heute obdachlos! Laut einem Artikel in der Irish Times hat sich die Anzahl der obdachlosen Kinder in Dublin im letztem Jahr mehr als verdoppelt. Ende September lebten 5.000 Menschen auf der Straße, von denen 1571 Kinder und 980 Eltern waren. Doch wichtiger wie die Zahlen, sind die Schicksale hinter den Excel-Tabellen. Das sind Kinder, die von Notübernachtung zu Notübernachtung, meist in Begleitung ihrer alleinerziehenden Mutter, ziehen. Für die Erwachsenen ist es ebenfalls ein nie endender Albtraum.

Dabei ist die Frage der Obdachlosigkeit aufgrund von Alkohol oder Drogen oder jedoch von Alkohol und Drogen aufgrund der Obdachlosigkeit so etwas wie die Frage nach der Henne und dem Ei. Es gibt Menschen ohne Suchtprobleme die auf der Straße landen und sehr viele Menschen mit Suchtproblemen, die einen stabilen Job und ein eigenes Zuhause haben.

Bitte hier weiterlesen:

http://www.contra-magazin.com/2015/10/armut-die-erschreckenden-folgen-der-herrschaft-der-maerkte/

Weil er Asylpolitik kritisierte: Pfarrer wegen Volksverhetzung angezeigt

Wirtschaftsflüchtlinge sind keine Kriegsflüchtlinge

Pastor Jakob Tscharntke

Pastor Jakob Tscharntke

Foto: YouTube / Screenshot

Pastor Tscharntke erläutert in seiner Predigt vom 11. Oktober 2015, warum selbst die meisten Menschen, die aus Syrien nach Deutschland kommen, keine Kriegsflüchlinge sind. Sie seien in syrischen und türkischen Lagern sicher aufgehoben, aber wegen der Armut und Perspektivlosigkeit nach Deutschland aufgebrochen. Deswegen sei es nicht wahrhaftig von der Deutschen Regierung, ihre Politik mit dem Asylrecht dieser Menschen als Kriegsflüchlinge zu rechtfertigen.

Tscharntke warnte auch in vor eine Situation in Deutschland, die sich bald bewahrheiten könnte. Er sprach von der Flüchtlingskrise, als einer gewollten Entwicklung von Kräften, die hinter Angela Merkel stünden und von CIA-Chef Michael Hayden über die zukünftige Entwicklung Europas.

Steht uns ein Bürgerkrieg bevor?

Hayden sagte in einer Prognose: „Europa werde weiterhin ein starkes Anwachsen der moslemischen Bevölkerungsgruppe zu verzeichnen haben. Zugleich würden die Geburtenzahlen der alt eingesessenen europäischen Bevölkerung weiter sinken. Die Integration dieser moslemischen Migranten werde die europäischen Staaten vor große Herausforderungen stellen – und das Potential für Bürgerkriege und Extremisten deutlich erhöhen.“ Demnach sei Europa im Jahr 2020 nicht mehr regierbar.

Merkel will ein anderes Deutschland. Und da dürfte sie nicht die einzige sein, die das will. Merkel allein hat nicht die Macht das alles zu inszenieren. Hinter Merkel stehen sicher andere, weit mächtigere Kräfte. Was wollen die? Ich befürchte, dass diese Kräfte unser Volk in bürgerkriegsähnliche Zustände steuern wollen“, so Pastor Tscharntke.

Nun ist die Frage wie lange Jakob Tscharntke, Pastor der Evangelischen Freikirche in Riedlingen, noch predigen darf, denn er habe es gewagt die aktuelle „Flüchtlingskrise“ kritisch zu hinterfragen, so info-direkt.eu. (Hier der Link zur Original-Rede)

Der Bürgermeister der Stadt Marcus Schafft und andere haben sich bereits von Pastor Tscharntke distanziert. Einen „Hilferuf an die Justiz“ gab es sogar vom ehemaligen Ravensburger Pfarrer Stefan Weinert. Einer Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung soll Abhilfe schaffen und seinen Amtskollegen zum Schweigen bringen. Die Staatsanwaltschaft von Ravensburg hat die Einleitung des Ermittlungsverfahrens bereits bestätigt. Selbst der „Bund Evangelischer-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG)“ nahm von seinem Pastor Abstand, nicht aber seine Gemeinde. Diese stellt sich hinter ihren Pastor. (dk)

http://www.epochtimes.de/