Der Gift-Zyklus in der genmanipulierten Landwirtschaft eskaliert

Das US-Landwirtschaftsministerium macht der Kriegsmaschinerie des Pentagons zunehmend Konkurrenz um die Ehre, die größten und effektivsten Tötungsfelder der Welt zu schaffen. Das Wort »Tötungsfelder« ist eine Referenz an den britischen Film über den US-Krieg in Kambodscha, den Präsident Nixon im Mai 1970 aus Frustration über mangelnden Erfolg im benachbarten Vietnam anordnete. Aber hier meine ich die goldgrünen Genmaisfelder in Amerika und die sich endlos erstreckenden Sojabohnenfelder, auf denen heute fast aller in den USA verbrauchte Mais und fast die gesamte Soja angebaut werden.

Würden Sie willentlich Ihrer Familie einen nachgewiesenermaßen giftigen Stoff vorsetzen, der im Ruf steht, Krebs, Autismus und andere Krankheiten hervorzurufen? Wenn Sie so alt sind, dass Sie sich an die tragische Geschichte des Vietnamkrieges der 1970er Jahre erinnern, als die USA den vietnamesischen Dschungel mit einem hochgiftigen Entlaubungsmittel besprühten – ein Unkrautvernichtungsmittel, das kurz »Agent Orange« genannt wurde – dann wird Ihnen das Folgende zu denken geben.

»Super-Unkräuter«

Mit der Einführung der heute weit verbreiteten gentechnisch veränderten Organismen (GVO), die direkt auf eine geheime Absprache zwischen US-Präsident G.H.W. Bush und Monsanto im Jahr 1992 zurückgeht, wurde für die Nahrungskette von Mensch und Vieh eine Büchse der Pandora geöffnet, die erst jetzt von der Fachwelt und der breiten Öffentlichkeit genauer ins Visier genommen wird. Heute ist fast das gesamte patentierte GVO-Saatgut, ob Sojabohnen, Mais oder Baumwolle, gentechnisch so verändert worden, dass es dem hochgiftigen Glyphosat widersteht. Glyphosat ist der Hauptbestandteil von Monsantos Roundup, dem weltweit meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel.

Als Mitte der 1990er Jahre in den USA mit dem kommerziellen Anbau von Gentech-Pflanzen begonnen wurde, erschienen den Farmern die Glyphosat-Herbizide vonMonsanto, Dow, DuPont oder Syngenta wie ein Geschenk des Himmels zur Unkrautbekämpfung. Sie vernichteten alles, mit Ausnahme der Gentech-Mais- oder Sojapflanzen, die nicht genmanipuliert waren, um den Ertrag zu steigern, wie die Monsanto-Reklame behauptete, sondern nur, um Glyphosat und Roundup zu »widerstehen«. Anfänglich waren die Farmer begeistert.Monsantos GVO-Saatgut wurde auf amerikanischen Feldern angebaut, so viel, dass mit Glyphosat besprühte Gentech-Sojabohnen heute satte 94 Prozent der gesamten Sojabohnenernte ausmachen. Das heißt: So gut wie jedes Lebensmittelprodukt, das heute in einem amerikanischen Supermarkt angeboten wird, ist genmanipuliert und mit Glyphosat besprüht. 1997 waren es noch 17 Prozent gewesen. Beim Mais werden nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums in diesem Jahr 92 Prozent gentechnisch verändert sein. Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Maisproduzent und -exporteur sowie der größte Produzent von Sojabohnen.

In den USA produzierter Glyphosat-belasteter Genmais und Gensoja werden dank verschiedener rechtlicher Schlupflöcher in die Europäische Union und sogar nach China exportiert, obwohl der GVO-Anbau in diesen Ländern de facto verboten ist. Sie werden als »Kraftfutter« für Hühner, Schweine und Rinder exportiert.

Bis zur Jahrhundertwende schien zunächst alles gutzugehen. Dank des Komplotts von G.H.W. Bush und seinen Nachfolgern, den Präsidenten Clinton, Bush Sohn und Obama, wurde den Amerikanern bis heute das Menschenrecht verwehrt, zu wissen, was sie ihrer Familie zu essen geben. Der Umweltschutzbehörde EPA (Environment Protection Agency), dem Landwirtschaftsministerium und allen anderen US-Behörden war es untersagt, die patentierten GVO-Nahrungspflanzen unabhängig auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit testen zu lassen. Seit 1992 gilt die Doktrin der Substanziellen Äquivalenz, auf die sich Bush Vater mit Monsantodamals verständigte. Farmer haben seither tonnenweise Glyphosat auf Gentech-Mais, -Soja oder -Baumwolle versprüht – die drei wichtigsten Feldfrüchte in den USA.

Nach einigen Jahren hat die Natur jedoch Wege gefunden, um Monsanto, Dow, DuPont und ihre Glyphosat-Unkrautkiller auszutricksen. Durch Mutation entstanden neue Arten so genannter Super-Unkräuter. Schätzungen zufolge sind heute 50 Prozent des Ackerlands in den USA von neuen Super-Unkräutern befallen, deren Bekämpfung weitere Tonnen von chemischen Unkrautvernichtungsmitteln erfordert, viel mehr als bei nicht genmanipulierten und nicht mit Glyphosat behandelten Feldfrüchten.

Am schlimmsten mit Super-Unkräutern befallen sind riesige Felder im Südosten der Vereinigten Staaten, wo ein Großteil der Sojabohnen und Baumwolle angebaut werden. Nach Angaben aus dem Jahr 2013 waren dort 92 Prozent der Baumwoll- und Sojabohnenfelder infolge des Anbaus so genannter Roundup-Ready-Feldfrüchte betroffen.

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