Der VW “Skandal”

Veröffentlicht von: N8Waechteram:

Der VW “Skandal”

Von Eric Peters

Dies könnte VW umbringen – bis vor kurzem (letzte Woche) das größte Auto-Unternehmen der Welt…

Aber anders als, sagen wir mal das Pinto-Fiasko, geht es bei dieser Geschichte nicht um mangelhafte Autos. Es ist eine Geschichte über mangelhafte öffentliche Politik.

Keins der VW-Fahrzeuge, die jetzt im Fadenkreuz sind, sind unzuverlässig, gefährlich oder minderwertig gebaut. Sie wurden einfach nur programmiert, ihren Besitzern den bestmöglichen Spritverbrauch zu geben. Software, die im Computer eines jeden Fahrzeugs steckt und die Funktion des Motors überwacht und kontrolliert, passt heimlich die entsprechenden Parameter an, um sich bei Emmissionstests durchzumogeln, wenn das Fahrzeug an der Teststation eingestöpselt ist. Aber sobald das Fahrzeug wieder auf der Straße ist, werden die Einstellungen auf den optimalen Wert für Treibstoffverbrauch und Leistung zurückgesetzt.

Nun, die hysterischen Meldungen in den Medien über das Vorgenannte erwecken den Eindruck, dass die Modifizierung der Fahrzeugabgase per Code alles andere als geringfügig war. Schrille Aufschreie des bis zu “40-fachen“ des “zulässigen Maximalwertes“ schallen übers Land.

Nun, richtig, aber irreführend, da nicht definiert und in den richtigen Zusammenhang gebracht.

Was ist der “zulässige Maximalwert“?

Es ist eine sehr kleine Zahl. Weniger als 1 Prozent der Gesamtabgase des Fahrzeugs. Wir reden hier von Bruchteilen von Prozenten. Was der Grund ist, warum es irreführend und offen gesagt wissentlich unehrlich ist, von “40 Prozent“ zu reden.

Aus dem Kontext genommen hört sich die Zahl alarmierend an, wie bei 40 Prozent von 100 Prozent. Im Gegensatz zu 40 Prozent der verbliebenen ungefilterten Abgase von 1 bis 3 oder 0,05 Prozent, oder wie viel es auch immer sein mögen (abhängig von dem speziellen “gefährlichen“ Nebenprodukt, auf dem ständig herumgeritten wird).

Die selten erklärte Wahrheit – aus Gründen, die offensichtlich sind – ist, dass die Emmissionen von neuen Autos (und neueren Oldtimern) derart gründlich gesäubert wurden, dass sie kaum noch existieren. Katalysatoren (insbesondere “Dreiwege“-Katalysatoren mit Sauerstoff-Sensoren) und Einspritzung allein haben etwa zwei drittel der störenden Partikel aus den Abgasen entfernt – und die gibt es seit den 1980ern. Dem überwiegende Teil des verbleibenden Drittels hat man sich während der 90er angenommen, indem bessere Treibstoff-Versorgung (Kraftstoffeinspritzung hat die Drosselklappe ersetzt) und genauere Motor-Computer zum Einsatz kamen, die in Echtzeit die Parameter erfasst und angepasst haben und den Fahrzeugbesitzer darauf hinwiesen, wenn eine Abgasuntersuchung notwendig wurde. […]

Weiter geht es hier:

http://n8waechter.info/2015/09/der-vw-skandal/

Ein Kommentar zu “Der VW “Skandal”

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