Merkel in Brasilien: Wildern in fremden Wirtschaftsräumen

Veröffentlicht am 21. August 2015 von in BRD // 3 Kommentare

flickr.com/ Rodrigo Soldon 2/ (CC BY-ND 2.0)

Während hier in Deutschland die sogenannten Politiker fleißig weiter an der Zerstörung des europäischen Gedankens arbeiten und dem dritten Hilfspaket in Höhe von 86 Milliarden Euro zustimmten, die die EU zur angeblichen Rettung Griechenlands dienen sollen, hat sich die Rautenkanzlerin nach Brasilien aufgemacht.

Man könnte jetzt meinen, daß sie nach einer geeigneten Absetzmöglichkeit sucht, wenn hierzulande die Luft für sie zu knapp wird. Entgegen der vielgepriesenen Beliebtheit der Rautenkanzlerin wird ihr das Volk wohl nicht sehr hinterhertrauern, sollte sich Frau Merkel tatsächlich absetzen. Jedoch hat sie diverse Minister und Staatssekretäre im Schlepptau. Auch kann man davon ausgehen, daß sie noch Vertreter aus der Wirtschaft dabei hat. Angeblich geht es um mehr Klimaschutz und die Bewältigung politischer Krisen, deutsche Autobauer in Brasilien sollen unterstützt werden.

Das klingt ja soweit sehr löblich, wäre da nicht die tatsächliche wirtschaftliche Krise. Brasilien gehört nämlich zu den BRICS-Staaten. Einem Zusammenschluß diverser Länder zu einer Wirtschaftseinheit, an der auch Russland beteiligt ist.

Nachtigall ick hör dir trapsen. Nachdem die US-EU-Politik im Hinblick auf ihre negative Propaganda gegen Russland bei den Menschen nicht die erhofften Erfolge einfährt und sich immer mehr Menschen mit Russlands Präsidenten solidarisch erklären, sucht man offensichtlich nun, die neu entstandene Wirtschaftsunion zu destabilisierenver. Es kann schließlich nicht sein, daß Russland weltweit zunehmend an Zustimmung gewinnt und den USA die Weltherrschaft streitig macht.

Deutschland hat 2014 für rund 12 Milliarden Euro Waren in das fünftgrößte Land der Welt exportiert und im Gegenzug für 6,6 Milliarden importiert, Tendenz rückläufig. Die Verbindung zu Russland oder auch die Wirtschaftsunion der BRICS-Staaten könnte also einen ziemlichen Einbruch erwirken, vor allem wenn die Währung, in denen die BRICS-Staaten auf Rubel oder Yuan, umgepolt wird.

Von einer friedlichen Mission kann also nicht wirklich ausgegangen werden. Geht ja auch nicht bei der derzeitigen politischen Weltlage. Hohe Politik eben. Merkel wird wohl eher Angebote und Drohungen unterbreiten, um Brasilien auf die „westliche“ Seite der globalen Gegner zu ziehen. Ebenso hier gilt das Prinzip „Teile und Herrsche“. Brasiliens Exportgüter sind unter anderem Kaffee, Soja und Öl. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Brasilien mit ähnlichen Sanktionen belegt würde wie Russland. Deutschland ohne Kaffee, Vegetarier ohne Tofu und Soja.

Fraglich ist, inwieweit Brasilien tatsächlich auf Deutschland als Wirtschaftspartner angewiesen ist. Mit den BRICS-Staaten ergeben sich für Brasilien neue Handels- und Absatzmöglichkeiten. Daß Deutschland als Handlanger der USA da viel Aussichten auf Erfolg haben wird, darf bezweifelt werden.

Ihr

Rainer Hill

https://buergerstimme.com

Ein Kommentar zu “Merkel in Brasilien: Wildern in fremden Wirtschaftsräumen

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