
In Chichén Itzá haben Forscher eine Kalksteinhöhle unterhalb der großen Kukulcán-Pyramide entdeckt, deren Decke irgendwann einstürzen wird.
Der mit Süßwasser gefüllte Cenote (dolinenartiges Kalksteinloch) ist bis zu 35 Meter lang, über 20 Meter hoch und lediglich eine etwa fünf Meter dicke Kalksteinschicht trennt das Fundament der Pyramide mit dem Cenote. Streng genommen dürfte man es eigentlich erst dann einen Cenote nennen, wenn die Höhlendecke bereits eingestürzt ist und das wassergefüllte Loch frei liegt – was eines Tages sicherlich geschehen wird.
Dann wird die Pyramide des Kukulcán in die Tiefe stürzen und der Tempel zu Ehren des Gottes Quetzalcoatl zerstört werden.
Die Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass dies erst in einigen Hundert Jahren geschehen wird.
Video-Präsentation in Spanisch
Die Stadtarchitektur weist sehr viele unterschiedliche Stile auf, die einzigartig sind. Neben der Kukulcán-Pyramide und der Venus-Plattform gibt es in dieser interessanten archäologischen Stätte zahlreiche weitere Tempel und Anlagen zu besichtigen.

Die Pyramide, auch El Castillo (Die Burg) genannt, besteht eigentlich aus insgesamt drei, zu verschiedenen Zeiten errichteten Bauten, auf deren Spitze der Tempel des Gottes Quetzalcoatl (Kukulcán) steht. Heute sieht man nur noch den jüngsten (äußeren) Teil der Tempelpyramide, der auf das 11. bis 12. Jahrhundert datiert wird. Bei dem zweiten, darunter verborgenen Tempelbau, konnte das ungefähre Alter auf das 8. bis 9. Jahrhundert festgesetzt werden, aber über das Alter der ganz innen befindlichen Konstruktion weiß man nichts, da man sie nicht untersuchen konnte.
© Fernando Calvo für Terra-Mystica.Jimdo.com vom 17.08.2015
Literatur:
Lexikon der verbotenen Archäologie: Mysteriöse Funde von A bis Zvon Luc Bürgin
Die sieben Städte von Cibola von C W Ceram
Schiffbrüche: Die Unglücksfahrt der Narváez-Expedition zur Südküste Nordamerikasvon Álvar Núñez Cabeza de Vaca

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