Warum so weit reisen, wenn das „Gute“ so nah am Regierungsviertel liegt? Ein Spaziergang in die Problemviertel nach Moabit oder Neukölln hätte vollkommen ausgereicht, um die Zustände in der bunten Republik zu besichtigen, oder eine beschauliche U-Bahnfahrt in Berlin mit der Linie 8 ab 20 Uhr, mit Umsteigemöglichkeit auf die Linie 7, würde den Horizont für „Gut leben in Deutschland“ und „Und wo drückt der Schuh“ sichtlich erweitern. Aber Merkel fährt am 25.08.2015 in die No-Go-Area Duisburgs nach Marxloh, wo sie mit ausgesuchten (?) „Bürgern“ über vorher festgelegte (?) Themen sprechen wird, um herauszufinden was den Deutschen besonders wichtig ist. Dafür ist Marxloh geradezu prädestiniert, fehlt nur das Team der Aktuellen Kamera für die Jubelmeldungen, wobei auch vermutlich hier und reinzufällig ein „Flüchtlingsmädchen“ ihre tränenreiche Story vorbringt.
WAZ berichtet:
Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt nach Duisburg. Nach Marxloh. Im Gespräch mit 50 bis 60 eingeladenen Bürgern will sie am 25. August im Zuge einer Bürgerdialog-Veranstaltungsreihe der Bundesregierung persönlich der Frage nachgehen, wie gut es sich in Deutschland leben lässt. Dazu hat sich Merkel den Brennpunkt im Stadtnorden ausgesucht.
Der Bürgertreff findet im „Hotel Montan“ mitten in Marxloh statt. Hotel-Chef Jörg Landé kümmert sich um den hohen Gast und die Betreuung des Bürgerdialogs in seinem großen Saal: „Ich finde es gut, dass sich die Kanzlerin vor Ort anhören will, was sich die Menschen von der Seele reden wollen.“
Der Bürgerdialog in Marxloh ist Teil der „Gut-Leben-in-Deutschland“-Aktion der Bundesregierung mit 180 Veranstaltungen, bei der Kanzlerin wie Ministerriege bundesweit ausschwärmen, um zu hören, wo es sich eben gut leben lässt oder der Schuh drückt. Marxloh wurde daher von Merkels Büro gezielt gewählt, auch mit Blick auf die sozialen Spannungen und Probleme durch Asyl- und Zuwanderungsfragen.
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