Banken-Soli, endlich Finanzfaschismus für ganz Europa

Geld nach Athen tragen: Was soll man da großartig lamentieren? Wenn wir schon eine so großartige „Leerstunde” in Sachen Demokratie für viele, viele Milliarden Euro geboten bekommen. Statt sich darüber zu grämen, wird es besser sein, sich vor lauter Dankbarkeit für dieses Meisterstück gegenüber der Politik vollends zu übergeben. Letzteres nicht ohne Doppelsinn, sprich: sich mitsamt seinem vermeintlich gesunden Menschenverstand ganz und gar der Politik auszuliefern, besser noch, sich gänzlich abzuschreiben.

Heart and Soul of Gold Herz und Seele des Geldes currencies Draghi Lagarde Juncker Euro Dollar Money qpress fakeworld EZB Zentralbank Geldschwindel Betrueger DesTroykaFassen wir kurz zusammen. In Griechenland gibt es eine Volksabstimmung, auf Veranlassung der Regierungspartei, rein zufällig unter der Leitung von Alexis Tsipras. Dabei kommt heraus, dass die Menschen keine weiteren Auflagen / Bedingungen der TroikaDesTroyka mehr wollen, sie lehnen dieses Konzept rundheraus und mehrheitlich ab. Diese ablehnende Haltung ist bis dahin auch gut begründet, weil es nämlich für die Mehrheit der Menschen in Griechenland nur Verluste bedeutete. Einzig die Reichen und Geldflüchtlinge durften nach Intervention des IWF um keinen Preis angetastet werden.

Dann fällt der Regierungschef irgendwann in einer Marathonsitzung um (oder man hat ihm schmutzige Dinge ins Ohr geflüstert) und lässt sich den alten Folterkatalog der Troika doch noch unterjubeln. Diesmal ist er zwar immer noch nicht begeistert, aber anders als sein Volk und seine Parteikollegen will er über Nacht die Notwendigkeit dieser Maßnahmen zur Rettung Griechenlands eingesehen haben. Möglicherweise müssen wir hier von einer seltsamen, für Laien nicht nachvollziehbare Erleuchtung ausgehen, womöglich durch den Gott Mammon höchstpersönlich. Die Mehrwertsteuer soll jetzt erhöht werden und die Renten gesenkt … damit es dem Staat endlich wieder besser geht. Ok, nicht dem Staat wird es besser gehen, sondern damit genügend Kohle überbleibt, um die Interessen der weitläufigen Gläubiger zu befriedigen, so sollte man es wohl korrekter formulieren.

Die Mehrheit des Volkes und auch die Mehrheit der Regierungspartei[Griechenlandsolidarität] sind immer noch gegen diese Folterinstrumente, machen lauthals Rabatz, schimpfen ordentlich auf den Verräter Tsipras. Gottlob hat der Tsipras ja noch die Opposition, die weniger Probleme mit diesen Folterinstrumenten und dem Ausverkauf des Volkes hat, die hat das vorher schon „gewerblich” gemacht. Hauptsache die Kohle kommt und man kann noch eine Weile ordentlich Party machen. Nach der Aktion kann irgendwann einmal die Sintflut kommen. Die Flut, die nach den Vorstellungen der Politiker so stark sein möchte, dass es das Volk wegspült, bevor selbiges die Politiker wegfegt. So stehen sie halt zur Zeit, die etwas gegenläufigen Hoffnungen in Griechenland. Und die Griechen lernen endlich auch einmal, genau wie die Deutschen, dass Volkes Meinung bei den Politikern nicht einmal zum Hintern abputzen taugt.

Der Total-Verrat ist vollends und überraschend geglückt, jetzt gibt es vermutlich weitere 84 Milliarden Spielgeld für die Finanzoligarchie (gemeint ist die reine Selbstrettung des weltweiten Geldadels), die allerdings für rund drei Jahre ausreichen müssen, bis die EU-Diktatur endgültig fest im Sattel sitzt und eben nicht noch versehentlich durch eine in der Provinz scheiternde Währung namens Euro zu Fall gebracht wird.

Auf der Ebene der Macher weiß man sehr genau, warum man beim Zahlmeister Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg nur noch indirekte Demokratie seitens der Besatzer genehmigt hat, denn die nordischen Ackergäule wären im Falle einer direkten Demokratie vermutlich nie in dieser Eurofalle gelandet und wenn doch, dann würden sie jetzt die Umzäunung der Koppel niedertrampeln. Die Geldbauern wussten dies im Voraus. Durch ein straffes, scheindemokratiches Zaumzeug, halten sie die wild gewordenen Ackergäule nun fest an der Leine, bis sich endlich der Roßschlächter um sie kümmern kann.

Europa Erwache der Faschissmus steht wieder vor der Tuer Ukraine Krim Georgien Afghanistan alle in EUUm aber den Gedanken der Solidarität nun keinesfalls aus den Augen zu verlieren, kommen da auch noch die ganz klugen, gutbezahlten Wirtschaftsprofessoren daher und empfehlen jetzt erst einmal nur einen anständigen Aderlass für die Ackergäule, das könnte sie auch schon merklich beruhigen und die Sinne schwinden lassen: Top-Ökonom schlägt Griechenland-Soli vor[SPEI-GEL auf Linie]. Korrekt müsste es Banken-Soliheißen, zur Rettung der gefährdeten Geldberge. Darauf haben wir alle bereits gewartet. Warum sollten die Griechen alleine den Finanzadel retten sollen. Die griechischen Zirkusponys haben dadurch nicht ein Stück mehr zu fressen, aber mit diesem Soli können wir unseren Solidar-Beitrag zur Rettung der internationalen Banken doch noch auf die Spitze treiben.

Wer jetzt auf die grenzdebile Idee käme, dieses Europa des Geldes, als echtes Tollhaus bezeichnen zu wollen, der gehört sofort in die Irrenanstalt eingewiesen, denn derjenige leidet unter völligem Realitätsverlust. Dieses Europa ist nämlich noch viel schlimmer als das, es entwickelt sich gerade zum Schlachthaus seiner Bevölkerungen und alle sollen dazu auch noch applaudieren? Kranker geht es nimmer! Statt einfach einzusehen, dass griechische Zirkusponys zwar mit deutschen Ackergäulen friedlich nebeneinander auf der Weide stehen oder grasen können, aber niemals in einem Euro-Joch zwangsvereint produktive Arbeit verrichten können, wird diese Zwangsliaison brutalst fortgesetzt.

Alexis Tsipras Parteifuehrer SYRIZA Umfaller des Jahres Griechenland Aufruhr Revolution Branding qpressWas haben wir jetzt aus diesem Desaster rund um Griechenland gelernt? Nichts, absolut gar nichts! Na, wir vielleicht schon, aber unsere Politiker und offiziellen Volksver†räter verkaufen weiterhin unser Fell völlig ungeniert, wie der Tsipras in Griechenland. Als Umfaller des Jahres ist er nur der „draghische Held“ in dieser abartigen Geschichte. Wenn Vernunft nichts mehr zählt, alles nur noch dem Geld untertan sein soll, dann ist es an der Zeit vomFinanzfaschismus zu reden. Griechenland ist der zeitnahe Beweis dafür, dass Menschenleben in diesem Spiel nichts mehr zählen und alles rund um den Sozialstaat nur noch hohles Geschwätz ist, sofern nicht die faktische Wohlfahrt der Banken gemeint ist.

Banken-Soli, endlich Finanzfaschismus für ganz Europa

76. Tagesenergie mit Alexander Wagandt

Enteignung im Euroraum geplant: Der bargeldlose Terrorstaat kommt

Von Reiner August Dammann – http://www.neopresse.com/

Foto: uschi dreiucker  / pixelio.de

Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Griechenland ist in aller Munde. Alle Augen sind auf Griechenland gerichtet, jedes Medium füllt seine Zeilen mit unzähligen Analysen, Meinungen, Berichten und Schauergeschichten – wie die von dem armen Rentner, der verzweifelt versucht, an Geld zu kommen und nach vielen vergeblichen Versuchen auf der Straße zusammenbricht (siehe Handelsblatt). Dabei ist in Kreisen des Geldadels schon längst klar, dass der Ausgang der Griechenlandfrage völlig bedeutungslos ist. Wird Griechenland gerettet, verdienen ihre Banken dort, wird es nicht gerettet – dann stürzt man sich eben auf ein anderes Land.

Schon längst ist klar, dass sich die europäischen Staaten nicht mehr gegen die Übermacht der Finanzheuschrecken wehren können, die wie einst die Horden der Hunnen oder Mongolen über die europäischen Kleinstaaten hereinbrechen: was soll man auch gegen Unternehmen wie Black Rock unternehmen, die mit 4 ooo Milliarden Dollar eine Handlungsmacht haben, die die Macht der meisten Staaten in den Schatten stellt. Eine Dokumentation der ARD beleuchtet diese Macht (siehe t-online):

„Banken seien reguliert worden, sagt Experte Max Otte in der Doku, doch das Geld sei in Fonds und Schattenbanken abgewandert. Das sei kaum beachtet worden, deshalb wiege sich die Öffentlichkeit in trügerischer Sicherheit. „Das verstärkt den Mechanismus sogar“, sagt Otte. In Deutschland sei Blackrock an fast allen Konzernen mit bis zu 10 Prozent beteiligt und stelle bei neun der 30 DAX-Konzerne sogar den größten Einzelaktionär, erwähnen die Doku-Autoren.“

Man weiß es, findet auch ständig Hinweise über das System der Fonds und Schattenbanken, die die Superreichen noch superreicher machen, doch niemand sieht sich dazu aufgefordert, ihre Macht zu hinterfragen oder anzugehen. Kein Wunder: es gibt keine Gegenmacht gegen international agierende Konzerne, die Nationalstaaten sind ihnen gegenüber hilflos wie die kleinen keltischen Stämme gegen die international agierenden römischen Legionen. Kaum jemand wagt es sich auszusprechen: wir befinden uns in einem Zustand der globalen Anarchie, jenem brutalen „Naturzustand“, den der Philosoph Hobbes einst als nur durch einen allgemein gültigen Gesellschaftsvertrag zu bezähmenden Zustand ansah:

„Mehr als irgendetwas anderes ähnelt die globale Anarchie von heute, in der Terrorismus und Verbrechen gedeihen und die kapitalistische Marktwirtschaft sich den Zwängen demokratischer Kontrolle entzieht, dem von den frühen Theoretikern des Sozialvertrages hypostasierten „Naturzustandes“.“ (siehe Benjamin R. Barber, Imperium der Angst, dtv, Oktober 2007, Seite 67 -68)

Der Naturzustand: der unkontrollierte Kampf aller gegen alle … der letztlich zu einer neuen, globalen Weltordnung führen wird: der neuen Weltregierung, die einzige Lösung gegen die unkontrollierbaren Horden, die die Welt überfluten – jedenfalls nach Hobbes.

Doch von dieser Entwicklung ist selten die Rede, wenn über Griechenland gesprochen wird, ebensowenig stößt es jemanden übel auf, dass Deutschland erst Arbeitslose zu „faulen Säcken“ abgestempelt hat – und man dann ein ganzes Land mit ähnlichen Sprüchen überzieht: „Am deutschen Geist soll die Welt genesen“ – die „Eiserne Kanzlerin“ mit Pickelhaube soll hart durchgreifen gegen die … minderleistenden Untermenschen. Ein neues Deutschland formiert sich, wird international dem Gruselbild des deutschen Hollywood-Film-Bösewichtes immer ähnlicher – ein Deutschland, das gerade als nächsten Schritt die massenhafte Enteignung der europäischen Völker … und seiner eigenen Bevölkerung plant.

Enteignung?

Das kann man in aller Ruhe in aller Öffentlichkeit nachlesen. Steht im Handelsblatt vom 3.Juli 2015 (siehe Handelsblatt):

„Teilweise argumentieren die Ökonomen damit, dass Bargeld der Schattenwirtschaft zu Geschäften verhelfe – etwa beim Bezahlen von Schwarzarbeitern. Ein zweites Argument zielt darauf ab, dass bei elektronischem Geld etwa negative Zinsen auf Guthaben von Jedermann verhängt werden könnten.“

Haben Sie das verstanden? Ich wiederhole nochmal:

„Negative Zinsen auf die Guthaben von Jedermann!“.

Das sind SIE.

In aller Öffentlichkeit wird die massenhafte Enteignung der Sparvermögen sämtlicher Europäer geplant – und kaum einer bekommt es mit. Die Strategie ist die Übliche: man fädelt das Thema sorgsam ein, läßt ein paar Experten diskutieren, sucht ein paar schwarze Schafe, die drastische Maßnahmen alternativlos machen – und schon ist das Bargeld weg. Mit der Methodik wurde in Deutschland Hartz IV eingeführt, Griechenland diskreditiert und Putin zum neuen Hitler hochstilisiert – die ist sehr erfolgreich.

Wissen Sie, was Negativzinsen sind? Nun – so nennt man es, wenn die Banken Geld dafür nehmen, dass Sie ihr Geld dort lagern. Kommt das Bargeldverbot, müssen Sie all ihr Geld der Bank geben (oder sie schmeißen es gleich in den Papiermüll), wo es dann von Monat zu Monat schrumpfen wird: ein Supergeschäft für die oberen zehn Prozent – eine kalte Enteignung für die übrigen neunzig Prozent.

Verstehen Sie jetzt, warum alle so über Griechenland reden, während europaweit ein Krieg gegen das Bargeld läuft? Einen Krieg zwecks Aufblähung von Supervermögen, den letztlich wir Bürger wieder verlieren werden? Ist nicht schlimm, sagen Sie? Dann möchte ich Ihnen einmal einen Leserbrief vorstellen, der mich vor ein paar Wochen erreicht hat – von jemanden, der schon weitergedacht hat:

„Hallo Herr Dammann

in allen kritischen Beiträgen zur Abschaffung des Bargeldes geht dort immer „nur“ um Kontrolle, um den gläsernen Bürger. Nie wird thematisiert, daß Kontrolltechnik auch Steuerungstechnik ist : individuell programmieren und / oder ganz abschalten.

Durch Personenspezifische Programmierung der Kartenchips / Implantate kombiniert mit den Warencodes könnten die Karteninhaber dann z.B. nur noch ganz bestimmte, individuell für ihn zugelassenen Waren und Dienstleistungen kaufen, kombiniert mit Menge, Zeit und Ort.

Also z.B. 1 Pfund Butter der Marke x in der Aldi-Filiale y in z-Stadt Samstags von 18 – 19 h

Und eine Fahrkarte nur von A nach B zu einer bestimmten Zeit.

Für anderes erscheint dann am Kartenterminal die Anzeige „no valid“ oder „nicht akzeptiert“. Man kann auch ganz abgeschaltet werden und nichts mehr kaufen. Und nirgends mehr hinfahren. Auch nicht mehr mit dem Auto (vermutlich deshalb die Einführung des Maut-Systems / ferngesteuerte Autos)

Und es können auch die Preise personenspezifisch festgelegt werden. Z.B. zahlen dann Mitglieder / Funktionäre einer „ökointernationalsozialistischen Einheitspartei“ (ÖED) nur 20 cent für ein Pfund Butter, die anderen 1,50 € etc…..

Öko-/ Gesundheits-/Klimakommissare befinden dann darüber, was der Einzelne kaufen und wohin er fahren darf.

Erteilen dann vielleicht so eine Art CO2-Deputat und ordnen den Waren entsprechende „Fußabdrücke“ zu…

Mfg

Menz“

Ich denke: diese Vision des bargeldlosen Terrorstaates gilt es, weiter zu verbreiten. Das wird auch Sie treffen. Praktisch hieße das: faule Arbeitslose bekommen in den automatisierten Geschäften aus Gründen der Förderung der Arbeitsdisziplin nur noch zwischen 06.00 und 06.30 Uhr Waren (aber keinen Alkohol, keine Zigaretten, keine Süssigkeiten – das schadet ja der Arbeitskraft), Rentner nur zwischen 10.00 und 11.30 Uhr.

Natürlich kann man auch die Gesundheitsgefahren so vollkommen ausschließen – Tabak gibt es nur noch für Politiker, für Arbeitnehmer eine Flasche Bier pro Tag, für alle anderen gar nichts: eine schöne neue Welt – die unaufhaltsam genau so kommen wird, weil wir den

Ich denke: diese Vision des bargeldlosen Terrorstaates gilt es weiter zu verbreiten. Das wird auch Sie treffen. Praktisch hieße das: faule Arbeitslose bekommen in den automatisierten Geschäften aus Gründen der Förderung der Arbeitsdisziplin nur noch zwischen 06.00 und 06.30 Uhr Waren (aber keinen Alkohol, keine Zigaretten, keine Süssigkeiten – das schadet ja der Arbeitskraft), Rentner nur zwischen 10.00 und 11.30 Uhr.

Natürlich kann man auch die Gesundheitsgefahren so vollkommen ausschließen – Tabak gibt es nur noch für Politiker, für Arbeitnehmer eine Flasche Bier pro Tag, für alle anderen gar nichts: eine schöne neue Welt – die unaufhaltsam genau so kommen wird, weil wir den anarchistischen Horden des wildgewordenen Neokapitalismus national nichts entgegen zu setzen haben – einmal ganz davon abgesehen, dass diese Probleme national gar nicht mehr zu lösen sind und die Nationen schon längst von Agentennetzwerken der Funktionselite der Superreichen durchsetzt sind und zersetzt werden.

Gut, dass wir jetzt alle über Griechenland reden, ein Land, das in den deutschen Medien den „Arbeitslosen“ als Unhold Nr. 1 abgesetzt hat. Da merkt niemand, wie der nächste große Griff in die Taschen der Bürger geplant wird.

Ich kann Ihnen aber jetzt schon sagen, wer der Schuldige sein wird, wenn das Bargeld abgeschafft wird: die Arbeitslosen, die Griechen – und wahrscheinlich auch der Putin. Eventuell auch noch der islamische Terror – aber den braucht man vielleicht noch zu anderen Zwecken.

Grußbotschaft an Muslime – Gauck fühlt sich „dem Gedanken des Ramadan verbunden“

(Admin. Warum heißt diese GmbH denn noch B…Deutschland. Sie ist weder deutsch noch eine Republik, sondern eine Diktatur, die vor einer noch höher stehenden Diktatur den Buckel krumm macht. Jedenfalls die Polit-Schranzen!)

President Gauck Receives Epiphany Carolers

Bildquelle: sueddeutsche.de

Zum morgigen muslimischen Fest des Fastenbrechens nach dem Ramadan hat Bundespräsident Joachim Gauck zu mehr Vertrauen zwischen den Religionen aufgerufen. „Wenn wir uns leiten lassen von dem Wunsch nach einem respektvollen, friedlichen Zusammenleben, wird eine gute gemeinsame Zukunft gelingen“, ließ Gauck in einer Grußbotschaft an die Muslime mitteilen.

„Ich fühle mich dem Gedanken des Ramadan verbunden, dem Festmonat der Freude, des Gebets und der Nächstenliebe, der die Gläubigen zur Verantwortung für den Anderen anhält.“ Gauck wünschte „allen Muslimen in unserem Land ein frohes und gesegnetes Fest“.

Am Freitag beginnt das dreitägige Fest des Fastenbrechens „Eid al-Fitr“, mit dem Muslime den Fastenmonat Ramadan beenden.

Schäuble-Berater: Deutsche sollen Sonder-Steuer für Griechenland bezahlen

Wolfgang Schäuble forciert weiter den Rauswurf Griechenlands aus dem Euro. Nun schlägt einer seiner Vertrauten vor, die Deutschen sollten eine Sondersteuer zahlen, um „die Griechen“ zu retten. Viel effizienter kann man die Zustimmung zu einem Grexit in Deutschland nicht in die Höhe treiben. Der Umbau der Euro-Zone wird konkret.

Wolfgang Schäuble hat eine Vision und treibt die Grexit-Emotionen voran. Einer seiner Vertrauten lanciert zu diesem Zweck die Idee, die Deutschen sollten eine Steuer für die Griechen-Rettung zahlen. (Foto: dpa)

Wolfgang Schäuble hat eine Vision und treibt die Grexit-Emotionen voran. Einer seiner Vertrauten lanciert zu diesem Zweck die Idee, die Deutschen sollten eine Steuer für die Griechen-Rettung zahlen. (Foto: dpa)

Der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung, Clemens Fuest, fordert die Anhebung des Solidaritätszuschlags, um die Griechenland-Rettung zu finanzieren. «Ehrlichkeit gegenüber den Wählern und Steuerzahlern und das Gebot der Generationengerechtigkeit erforderten es, zur Finanzierung des Griechenland-Programms die Steuern in Deutschland zu erhöhen oder Ausgabenkürzungen zu verabschieden», schreibt er in einem Beitrag für die FAZ.

Der «Präsident», wie ihn die dpa ehrfürchtig nennt, ist natürlich nicht irgendein unabhängiger wissenschaftlicher Spinner: Fuest ist als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium einer der engsten Vertrauten von Wolfgang Schäuble. Fuest führt mit Hans-Werner Sinn die Grexit-Fraktion in Deutschland an.

Fuests Argumentation ist sehr grundsätzlich und in sich absolut schlüssig: Wenn der Bundestag über das neue Hilfsprogramm für Griechenland entscheide, gehe es anders als bei vorangegangenen Rettungsprogrammen nicht um Kredite, sondern um Transfers – «also um Geld, das nicht zurückkommt», argumentiert der Mannheimer Ökonom. Dies ergibt sich aus der Einschätzung des IWF, dass dieSchulden Griechenlands nicht tragfähig sind. Schäuble teilt diese Einschätzung, wie er am Donnerstag im DLF bestätigte:

«Sehr viele Ökonomen, übrigens auch in Griechenland zunehmend, zweifeln ja daran, dass Griechenland – hören Sie auf das, was der Internationale Währungsfonds sagt – ohne einen wirklichen Schuldenschnitt auf seine Probleme gelöst werden können. Ein wirklicher Schuldenschnitt, das ist aber völlig unstreitig, das muss man nur zur Kenntnis nehmen, oder man muss es auch wissen und zur Kenntnis nehmen, ein wirklicher Schuldenschnitt ist mit einer Mitgliedschaft in der Währungsunion unvereinbar

Damit schließt sich der Kreis. Fuest kommt zu dem Ergebnis: «Das Auflegen eines Transferprogramms für Griechenland bedeutet für die Eurozone einen grundlegenden Wandel: den Einstieg in die Transferunion.»

Genau gegen diesen Wandel ist Schäuble – und zwar seit langem und aus grundsätzlichen Gründen: Er hält eine Transferunion für nur möglich, wenn sie unter wirtschaftlich einigermaßen gleich starken Staaten geschlossen wird. Deshalb hat Schäuble den Grexit vorgeschlagen. Deshalb fährt die Bild-Zeitung seit Monaten eine beispiellose Kampagne gegen «die Griechen». Und deshalb beharrt Schäuble auch nach der angeblichen Einigung in Brüssel weiter auf dem Grexit.

Fuest, der in zahlreichen Artikeln in den vergangenen Monaten darauf hingewiesen hat, dass das Griechenland-Fiasko nicht mehr beherrschbar ist, sagte, es sei wichtig, dass die stillschweigende Einführung einer Transferunion gegenüber den Wählern und Steuerzahlern in Europa offengelegt werde. Die neuen Zahlungen an Griechenland seien keine Kredite, sondern hätten «Transfercharakter» hätten, welche die Staatshaushalte der anderen Eurostaaten belasten würden.

Wenn man von einem Gesamtvolumen der Hilfen von 84 Milliarden Euro ausgehe und annehme, dass etwa ein Viertel auf Deutschland entfalle, bedeute das eine Belastung von 22 Milliarden Euro über drei Jahre. «Das könnte beispielsweise durch die Erhöhung des Solidaritätszuschlags von 5,5 auf 8 Prozent für drei Jahre finanziert werden,» schlägt Fuest vor.

Schäuble, dessen Sprachrohr Fuest in diesem Falle ist, weiß natürlich genau, dass dies in Deutschland politisch nicht durchzusetzen ist. Wollte er es wirklich durchsetzen, hätte er gefordert, die Spitzenvermögen zu besteuern, die eine solche Transferleistung vermutlich auch stemmen können. Aber man kann sich vorstellen, dass sich die Bild-Schlagzeilen mit solch einer Expterten-Meinung faktisch wie von selbst schreiben.

Doch Schäuble Ziel ist es, den Druck auf die Euro-Retter so zu erhöhen, dass der Grexit tatsächlich erzwungen wird. In der Koalition steigt der Druck schon gewaltig. Der neue Vorschlag wird die Debatte entsprechend befeuern. Schäubles größter Trumpf ist, dass diese Entscheidung heute tatsächlich erzwungen werden kann. Nicht aus rationalen ökonomischen Erwägungen – die Euro-Politik war nie rational, sondern von allen Seiten höchst emotional. Angesichts des zu erwartenden Total-Verlusts von etwa 100 Milliarden Euro für die deutschen Steuerzahler ist die Debatte längst völlig auf die hässlich-nationalistische Ebene entgleist.

Ressentiments und Demütigungen sind längst Teil der politische Rhetorik. Eine solche Verschärfung der Tonlage, wie neulich in einer Hassrede eines CSU-Mannes im EU-Parlament, deutet auf reale Veränderungen hin, die anstehen. Nach der Einigung von Brüssel gab der Schäuble-Schwiegersohn Thomas Strobl, einer der führenden CDU-Politiker, die neue Parole für Europa aus: «Der Grieche hat jetzt lang genug genervt!» (Video am Anfang des Artikels).

Schäuble will keine Sondersteuer. Er will «den Griechen» aus dem Euro haben. Und er ist weitblickend genug, um zu wissen: Es wird nicht beim «Griechen» bleiben, der fliegt.

Die Zustimmungsraten für Schäuble und diesen Kurs liegen aktuell bei 70 Prozent. Die CDU nähert sich der 50 Prozent Marke. Sie hat die historische Chance, wieder eine Alleinregierung zu bilden. Diese Dynamik will Schäuble nutzen, um seine Vision von Europa durchzusetzen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/