24. Juli 2015, verfasst von Bürgender
Am 24. Juli 1943 begann die rund 10 Tage dauernde „Operation Gomorrha“. Britische und US-amerikanische Bomber warfen Tausende Tonnen Brand- und Sprengbomben über Hamburg ab und zerstörten weite Teile der Stadt.

„Royal Air Force Bomber Command, 1942-1945. CL3400“ von Dowd J (Fg Off), Royal Air Force official photographer -Gemeinfrei über Wikimedia Commons.
An diesem Tag im Jahr 1943 begann die „Operation Gomorrha“. Innerhalb von zehn Tagen kam es zu sieben Angriffswellen auf Hamburg durch die britische und US-amerikanische Luftwaffe. In der Nacht vom 24. auf den 25. Juli warfen 791 britische Kampfflugzeuge 2.300 Tonnen Brandbomben ab und lösten Flächenbrände in Hoheluft, Eimsbüttel und Altona aus.
Am Nachmittag des 25. Juli flogen rund 100 US-Bomber weitere Angriffe auf die dichtbesiedelte Hafenmetropole und warfen binnen zehn Minuten knapp 190 Tonnen Sprengbomben ab. Weitere 60 Bomber attackierten zeitgleich Kiel und die Halbinsel Wustrow.
Am nächsten Tag wurde die Stadt erneut von US-Bombern heimgesucht. In der Nacht auf den 27. Juli 1943 zerstörten britische Mosquito-Kampfflugzeuge einige Industrieanlagen. Der nächste Großangriff erfolgte in der darauffolgenden Nacht auf den 28. Juli, als 739 britische Bomber einen Feuersturm in der Hamburger Innenstadt verursachten. Die Stadtteile Rothenburgsort, Hammerbrook, Borgfelde, Hamm, Eilbek, Hohenfelde, Barmbek und Wandsbek wurden großteils oder komplett zerstört.
In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli bombardierten weitere 726 britische Bomber die Stadt, um einen Feuersturm in Barmbek, Uhlenhorst und Winterhude auszulösen, was jedoch missglückte.
In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1943 erfolgte der letzte Großangriff im Zuge der Operation, als 740 britische Kampfbomber erneut versuchten einen Flächenbrand auszulösen, was jedoch aufgrund eines Gewitters ein weiteres mal missglückte.
Durch die Angriffe wurden zwischen 35.000 und 45.000 Menschen getötet, rund die Hälfte davon waren Frauen und Kinder. Es wurden 24 Krankenhäuser, 277 Schulen und über 255.000 Wohnungen durch die Bombenabwürfe zerstört.
United News berichtete im August 1943, dass „Hamburg von der Landkarte gefegt“ worden sei („wiped off the map“, Video siehe unten).
Die Bezeichnung der Operation ist auf die Städte Sodom und Gomorrha im Alten Testament zurückzuführen, die Städte der Sünder und Verbrecher. Insgesamt warfen die britische und amerikanische Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs 101.000 Sprengbomben und 1,6 Millionen Brandbomben über Hamburg ab.
Kommentare:
Und dann wurden aus den Massenvernichtern die lieben Befreier. Nicht genug damit, haben sie später die Überlebenden noch anderweitig drangsaliert.
völkermord