Enteignung im Euroraum geplant: Der bargeldlose Terrorstaat kommt

Von Reiner August Dammann – http://www.neopresse.com/

Foto: uschi dreiucker  / pixelio.de

Foto: uschi dreiucker / pixelio.de

Griechenland ist in aller Munde. Alle Augen sind auf Griechenland gerichtet, jedes Medium füllt seine Zeilen mit unzähligen Analysen, Meinungen, Berichten und Schauergeschichten – wie die von dem armen Rentner, der verzweifelt versucht, an Geld zu kommen und nach vielen vergeblichen Versuchen auf der Straße zusammenbricht (siehe Handelsblatt). Dabei ist in Kreisen des Geldadels schon längst klar, dass der Ausgang der Griechenlandfrage völlig bedeutungslos ist. Wird Griechenland gerettet, verdienen ihre Banken dort, wird es nicht gerettet – dann stürzt man sich eben auf ein anderes Land.

Schon längst ist klar, dass sich die europäischen Staaten nicht mehr gegen die Übermacht der Finanzheuschrecken wehren können, die wie einst die Horden der Hunnen oder Mongolen über die europäischen Kleinstaaten hereinbrechen: was soll man auch gegen Unternehmen wie Black Rock unternehmen, die mit 4 ooo Milliarden Dollar eine Handlungsmacht haben, die die Macht der meisten Staaten in den Schatten stellt. Eine Dokumentation der ARD beleuchtet diese Macht (siehe t-online):

„Banken seien reguliert worden, sagt Experte Max Otte in der Doku, doch das Geld sei in Fonds und Schattenbanken abgewandert. Das sei kaum beachtet worden, deshalb wiege sich die Öffentlichkeit in trügerischer Sicherheit. „Das verstärkt den Mechanismus sogar“, sagt Otte. In Deutschland sei Blackrock an fast allen Konzernen mit bis zu 10 Prozent beteiligt und stelle bei neun der 30 DAX-Konzerne sogar den größten Einzelaktionär, erwähnen die Doku-Autoren.“

Man weiß es, findet auch ständig Hinweise über das System der Fonds und Schattenbanken, die die Superreichen noch superreicher machen, doch niemand sieht sich dazu aufgefordert, ihre Macht zu hinterfragen oder anzugehen. Kein Wunder: es gibt keine Gegenmacht gegen international agierende Konzerne, die Nationalstaaten sind ihnen gegenüber hilflos wie die kleinen keltischen Stämme gegen die international agierenden römischen Legionen. Kaum jemand wagt es sich auszusprechen: wir befinden uns in einem Zustand der globalen Anarchie, jenem brutalen „Naturzustand“, den der Philosoph Hobbes einst als nur durch einen allgemein gültigen Gesellschaftsvertrag zu bezähmenden Zustand ansah:

„Mehr als irgendetwas anderes ähnelt die globale Anarchie von heute, in der Terrorismus und Verbrechen gedeihen und die kapitalistische Marktwirtschaft sich den Zwängen demokratischer Kontrolle entzieht, dem von den frühen Theoretikern des Sozialvertrages hypostasierten „Naturzustandes“.“ (siehe Benjamin R. Barber, Imperium der Angst, dtv, Oktober 2007, Seite 67 -68)

Der Naturzustand: der unkontrollierte Kampf aller gegen alle … der letztlich zu einer neuen, globalen Weltordnung führen wird: der neuen Weltregierung, die einzige Lösung gegen die unkontrollierbaren Horden, die die Welt überfluten – jedenfalls nach Hobbes.

Doch von dieser Entwicklung ist selten die Rede, wenn über Griechenland gesprochen wird, ebensowenig stößt es jemanden übel auf, dass Deutschland erst Arbeitslose zu „faulen Säcken“ abgestempelt hat – und man dann ein ganzes Land mit ähnlichen Sprüchen überzieht: „Am deutschen Geist soll die Welt genesen“ – die „Eiserne Kanzlerin“ mit Pickelhaube soll hart durchgreifen gegen die … minderleistenden Untermenschen. Ein neues Deutschland formiert sich, wird international dem Gruselbild des deutschen Hollywood-Film-Bösewichtes immer ähnlicher – ein Deutschland, das gerade als nächsten Schritt die massenhafte Enteignung der europäischen Völker … und seiner eigenen Bevölkerung plant.

Enteignung?

Das kann man in aller Ruhe in aller Öffentlichkeit nachlesen. Steht im Handelsblatt vom 3.Juli 2015 (siehe Handelsblatt):

„Teilweise argumentieren die Ökonomen damit, dass Bargeld der Schattenwirtschaft zu Geschäften verhelfe – etwa beim Bezahlen von Schwarzarbeitern. Ein zweites Argument zielt darauf ab, dass bei elektronischem Geld etwa negative Zinsen auf Guthaben von Jedermann verhängt werden könnten.“

Haben Sie das verstanden? Ich wiederhole nochmal:

„Negative Zinsen auf die Guthaben von Jedermann!“.

Das sind SIE.

In aller Öffentlichkeit wird die massenhafte Enteignung der Sparvermögen sämtlicher Europäer geplant – und kaum einer bekommt es mit. Die Strategie ist die Übliche: man fädelt das Thema sorgsam ein, läßt ein paar Experten diskutieren, sucht ein paar schwarze Schafe, die drastische Maßnahmen alternativlos machen – und schon ist das Bargeld weg. Mit der Methodik wurde in Deutschland Hartz IV eingeführt, Griechenland diskreditiert und Putin zum neuen Hitler hochstilisiert – die ist sehr erfolgreich.

Wissen Sie, was Negativzinsen sind? Nun – so nennt man es, wenn die Banken Geld dafür nehmen, dass Sie ihr Geld dort lagern. Kommt das Bargeldverbot, müssen Sie all ihr Geld der Bank geben (oder sie schmeißen es gleich in den Papiermüll), wo es dann von Monat zu Monat schrumpfen wird: ein Supergeschäft für die oberen zehn Prozent – eine kalte Enteignung für die übrigen neunzig Prozent.

Verstehen Sie jetzt, warum alle so über Griechenland reden, während europaweit ein Krieg gegen das Bargeld läuft? Einen Krieg zwecks Aufblähung von Supervermögen, den letztlich wir Bürger wieder verlieren werden? Ist nicht schlimm, sagen Sie? Dann möchte ich Ihnen einmal einen Leserbrief vorstellen, der mich vor ein paar Wochen erreicht hat – von jemanden, der schon weitergedacht hat:

„Hallo Herr Dammann

in allen kritischen Beiträgen zur Abschaffung des Bargeldes geht dort immer „nur“ um Kontrolle, um den gläsernen Bürger. Nie wird thematisiert, daß Kontrolltechnik auch Steuerungstechnik ist : individuell programmieren und / oder ganz abschalten.

Durch Personenspezifische Programmierung der Kartenchips / Implantate kombiniert mit den Warencodes könnten die Karteninhaber dann z.B. nur noch ganz bestimmte, individuell für ihn zugelassenen Waren und Dienstleistungen kaufen, kombiniert mit Menge, Zeit und Ort.

Also z.B. 1 Pfund Butter der Marke x in der Aldi-Filiale y in z-Stadt Samstags von 18 – 19 h

Und eine Fahrkarte nur von A nach B zu einer bestimmten Zeit.

Für anderes erscheint dann am Kartenterminal die Anzeige „no valid“ oder „nicht akzeptiert“. Man kann auch ganz abgeschaltet werden und nichts mehr kaufen. Und nirgends mehr hinfahren. Auch nicht mehr mit dem Auto (vermutlich deshalb die Einführung des Maut-Systems / ferngesteuerte Autos)

Und es können auch die Preise personenspezifisch festgelegt werden. Z.B. zahlen dann Mitglieder / Funktionäre einer „ökointernationalsozialistischen Einheitspartei“ (ÖED) nur 20 cent für ein Pfund Butter, die anderen 1,50 € etc…..

Öko-/ Gesundheits-/Klimakommissare befinden dann darüber, was der Einzelne kaufen und wohin er fahren darf.

Erteilen dann vielleicht so eine Art CO2-Deputat und ordnen den Waren entsprechende „Fußabdrücke“ zu…

Mfg

Menz“

Ich denke: diese Vision des bargeldlosen Terrorstaates gilt es, weiter zu verbreiten. Das wird auch Sie treffen. Praktisch hieße das: faule Arbeitslose bekommen in den automatisierten Geschäften aus Gründen der Förderung der Arbeitsdisziplin nur noch zwischen 06.00 und 06.30 Uhr Waren (aber keinen Alkohol, keine Zigaretten, keine Süssigkeiten – das schadet ja der Arbeitskraft), Rentner nur zwischen 10.00 und 11.30 Uhr.

Natürlich kann man auch die Gesundheitsgefahren so vollkommen ausschließen – Tabak gibt es nur noch für Politiker, für Arbeitnehmer eine Flasche Bier pro Tag, für alle anderen gar nichts: eine schöne neue Welt – die unaufhaltsam genau so kommen wird, weil wir den

Ich denke: diese Vision des bargeldlosen Terrorstaates gilt es weiter zu verbreiten. Das wird auch Sie treffen. Praktisch hieße das: faule Arbeitslose bekommen in den automatisierten Geschäften aus Gründen der Förderung der Arbeitsdisziplin nur noch zwischen 06.00 und 06.30 Uhr Waren (aber keinen Alkohol, keine Zigaretten, keine Süssigkeiten – das schadet ja der Arbeitskraft), Rentner nur zwischen 10.00 und 11.30 Uhr.

Natürlich kann man auch die Gesundheitsgefahren so vollkommen ausschließen – Tabak gibt es nur noch für Politiker, für Arbeitnehmer eine Flasche Bier pro Tag, für alle anderen gar nichts: eine schöne neue Welt – die unaufhaltsam genau so kommen wird, weil wir den anarchistischen Horden des wildgewordenen Neokapitalismus national nichts entgegen zu setzen haben – einmal ganz davon abgesehen, dass diese Probleme national gar nicht mehr zu lösen sind und die Nationen schon längst von Agentennetzwerken der Funktionselite der Superreichen durchsetzt sind und zersetzt werden.

Gut, dass wir jetzt alle über Griechenland reden, ein Land, das in den deutschen Medien den „Arbeitslosen“ als Unhold Nr. 1 abgesetzt hat. Da merkt niemand, wie der nächste große Griff in die Taschen der Bürger geplant wird.

Ich kann Ihnen aber jetzt schon sagen, wer der Schuldige sein wird, wenn das Bargeld abgeschafft wird: die Arbeitslosen, die Griechen – und wahrscheinlich auch der Putin. Eventuell auch noch der islamische Terror – aber den braucht man vielleicht noch zu anderen Zwecken.

2 Kommentare zu “Enteignung im Euroraum geplant: Der bargeldlose Terrorstaat kommt

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