98 Prozent der Griechen votieren für harte Troika-Folter

Flag_of_Europe pecunia veritas est-01Syphilis-Orakellos: Erwartungsgemäß überziehen uns die EU-treuen Medien bereits heute mit dem frisch erkannten und sich schnell wandelnden Volkswillen der Griechen, wie er sich vermutlich am Sonntag, planmäßig die Bahn brechen wird. Vor Tagen noch wollten die Griechen allesamt ein klares „Nein” zu den Bedingungen der Troika herausrotzen. Heute haben wir bereits so eine Art Gleichstand, der sich in einer mathematisch, logischen Folgeoperation der kommenden Tage zu einer fast 100-prozentigen Zustimmung zu den Troika Strangulierungsmaßnahmen am Sonntag wandeln wird. Selbst die Griechen kommen nicht umhin zu erkennen, dass nur im Geld die Wahrheit liegt und dazu noch die einzigen Werte, die man wirklich vertreten kann.

Ich waehle Europa, weil ich das Argument einsehe qpress-01Das Ganze ist vermutlich unter einem psychologischen Aspekt zu sehen, denn wer von den Griechen wollte am Ende schon als Depp dastehen und eine andere Meinung haben als die Nachbarn. Deshalb ist es so ungeheuer wichtig, bereits heute die amtlich „geschönte” Meinung der Nachbarn von morgen, ganz im Sinne der EU, wahrnehmen zu können. Das die weiteren Sparmaßnahmen den Menschen rein gar nichts bringen, außer ihnen wahrlich den Rest zu geben, muss dabei nicht gesondert hervorgehoben werden. Die Propagandaanstalten der EU werden logischerweise nicht für non-konforme und kontraproduktive Ansichten eintreten, da muss am Ende schon der Blick auf die anstehende EU-Diktatur erkennbar bleiben. Tröstlich natürlich auch, dass die Griechen immer mehr die Argumente der EU verstehen, was für Zukunft und Gemeinsamkeit unter dem Euro einfach unerlässlich ist.

Infolgedessen war abzusehen, dass sich die Griechen, wenigstens nach der unumstößlichen Planung unserer Konzern-Medien, schon nicht zum vermeintlich „Besseren” werden bekehren lassen, sondern am Bewährten festhalten. Die Alternative, sprich die Wiedereinführung der Drachme, ist derzeit noch keine Option, auch nicht für die europäischen Banken. Dazu gibt es noch viel zu viel öffentliches Eigentum in Griechenland, welches unbedingt zuvor privatisiert werden muss. Erst wenn an der Front rein gar nichts mehr zu holen ist, könnte man über einen Rausschmiss der Griechen aus dem Euro nachdenken. Wobei die Griechen ja auch formal gar nicht aus dem Euro austreten wollen, sondern nur die Bedingungen zum Erhalt des Euros nicht mehr erfüllen wollen/können. Aber auch darüber hinaus macht es aus Sicht der Finanzindustrie großen Sinn Griechenland im Euro zu halten, um im Wege der „Solidarität” auch die Kassen der Nordländer noch ungehemmt beräumen zu können. Nie war „Solidarität“ gefragter als heute.

European Undead zombie EU Party LeichenWer nun von den Medien eine unabhängige und neutrale Berichterstattung erwartet hätte, nach der sich die Griechen womöglich gegen die Anforderungen der Troika stellen könnten, der hat einfach noch nicht verstanden wie die Meinungsfreiheit und Meinungsmache in Europa wirklich funktioniert: Mehrheit der Griechen will bei Referendum mit ’Nein’ stimmen [LOCUS-online].Einzig die Kurzfristigkeit der Tsiprasser-Aktion könnte der EU noch einen Strich durch die Rechnung machen, weil der medial zu vollziehende Wandel der öffentlichen griechischen Mehrheitsmeinung viele Griechen nicht schnell genug erreichen kann. Wir erkennen daher auf den ersten Blick, ein schneller Meinungswandel ist das einzige was hilft.

Letzteres kann man daran erkennen, dass die Umfragewerte zum „Ja” oder „Nein“ stündlich schwanken, aber mit einem deutlich erkennbaren Trend zum uneingeschränkten „Ja“ zu allen offerierten Folterinstrumenten für die Menschen in Griechenland … also auch weiterhin vorbehaltlos für den Euro verrecken zu wollen: +++ Newsblog zur Griechenlandkrise +++ In Umfragen deutet sich Mehrheit für Ja an[SpeiGel auf Linie]. So stellen wir uns aufrechte Demokraten vor, die um jeden Preis das ungeteilte Wohl ihrer europäischen Mitbürger Banken im Auge haben. Noch nie hat es solidarischere Bestrebungen zur Rettung des Finanzadels gegeben als jetzt, zu Zeiten des Euro! Wer ausgerechnet bei den urdemokratischen Griechen etwas anderes erwartet hätte, der wird natürlich enttäuscht werden müssen, zumal diese in der EU rein gar nichts zu vermelden haben, dass machen die EU-Propagandaanstalten schon für die Griechen. Aber als Euro-Labor-Ratteeignet sich diese kleine Nation hervorragend.

pressefreiheit_heute_ist_spruch_definition_wika_qpressWir können froh sein, dass uns die „unabhängigen und freien Konzernmedien”, die wirklich niemandem verpflichtet sind (außer dem Geld), uns zu jeder Zeit eine korrekte und vor allem auch zweckdienliche Volksmeinung vorkauen, nach der nicht nur wir uns verhalten dürfen sondern auch die Griechen. Denn anders als die Menschen, agiert das Kapital tatsächlich bereits seit Jahren grenzwertiggrenzüberschreitend und emotionslos, was die besten Voraussetzungen dafür sind, dass uns das „Europa des Geldes“ eher früher als später um die Ohren fliegt.

http://qpress.de/

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