Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne

15. Juni 2015

gekaufte-forschung

Wie frei ist unsere Wissenschaft? Ergebnisse auf Bestellung? Ein Professor rechnet mit der privat finanzierten Forschung ab!

Ein „Hörsaal Aldi Süd“, ein von Veolia bezahlter Professor für Wasserwirtschaft an der TU Berlin, ein Geheimvertrag zwischen der Universität Köln und Bayer, schokoladenfreundliche wissenschaftliche Untersuchungen durch einen Mars-Professor für Ernährung: Die Liste von Beispielen, wie Konzerne Einfluss auf Hochschulen und Wissenschaft nehmen, wird fast täglich länger. Die Drittmittelfinanzierung deutscher Hochschulen hat sich allein in den zehn Jahren von 2000 bis 2010 mehr als verdoppelt, der Anteil der Drittmittelfinanzierung stieg im selben Zeitraum von 14,9 auf 22,3 Prozent.

Der Strom von privaten Geldern in die Wissenschaft ist in den letzten Jahrzehnten dramatisch angeschwollen. Großkonzerne sind jedoch keine Wohltätigkeitsvereine. Sie verfolgen mit dem Einsatz von Kapital gezielte Interessen. Nicht der Nutzen der Allgemeinheit, der breiten Bevölkerung soll dadurch erhöht werden, sondern der Nutzen der Konzerneigentümer, die Gewinne.

Und so stellt sich die Frage: Wie steht es mit der Freiheit von Wissenschaft und Forschung, wie sie im Grundgesetz verankert ist? Dient unsere Forschung an den öffentlichen Hochschulen dem Allgemeininteresse, also möglichst allen Menschen oder dient sie zunehmend Partikularinteressen, einseitigen Gewinninteressen Weniger? Anders ausgedrückt: In welchem Umfang ist unsere Wissenschaft an Hochschulen gekauft?

Dr. Christian Kreiß, ehemaliger Investmentbanker und heute Professor für Finanzierung, zeigt anhand einer Fülle konkreter Beispiele systematisch Umfang und Auswirkungen von Industriegeldern auf Forschungsergebnisse und schlägt konkrete Gegenmaßnahmen vor.

»Gelenkte Forschung ist der Anfang vom Ende einer freiheitlichen Gesellschaft.«
Christian Kreiß

Ein systemimmanentes Problem

Lenkt die Industrie die universitäre Forschung? In seinem neuen Buch, „Gekaufte Wissenschaft“, kritisiert Christian Kreiß die Abhängigkeit staatlicher Hochschulen von privaten Geldern und zeigt ihre Folgen auf: Gutachten, die Gesundheitsrisiken verschweigen, Professoren, die bei kritischen Ver- öffentlichungen um ihre Stelle bangen, Hochschulen, die den Geldgebern vertraglich Einflussnahme zusichern. Seine Anschuldigungen belegt Kreiß mit haarsträubenden Beispielen aus Tabak-, Agrar- oder Pharmaindustrie. Internationale Großkonzerne wie Monsanto, BASF oder GVK Bio fälschten skrupellos Studien, um ihre Produkte zu vermarkten. Der Leser soll verstehen: Die Einflussnahme von Wirtschaftsinteressen auf Lehre undForschung ist kein Einzelfall, sondern ei

Und dem liegt, folgt man Kreiß, ein doppelter Irrglaube zugrunde: erstens die Annahme, dass industriegesponserte Forschung per se gut für die Wissenschaft sei und oft gar als Beweis ihrer Exzellenz gewertet werde. 7,1 Milliarden Euro an Drittmitteln, rund ein Viertel des gesamten Hochschuletats, warben deutsche Hochschulen 2013 bei Unternehmen und öffentlichen Forschungsprogrammen ein. 2001 waren es noch gerade mal 3 Milliarden Euro. Der Trend zeige, wie sehr sich Hochschulen um private Gelder bemühten. Der zweite Irrglaube: Die Industrie könne gar keinen Einfluss auf Lehre und Forschung nehmen, wenn man nur die Verträge entsprechend gestalte.

Dafür führt der Autor, der eine Professur für Finanzierung an der FH Aalen innehat, eine persönliche Erfahrung an: Vor ein paar Jahren zog Kreiß seine Bewerbung für einen Stiftungslehrstuhl für Corporate Finance an der Hochschule München zurück. Nicht weil der Unternehmensberater, der den Lehrstuhl auf begrenzte Zeit finanzierte, irgendwelche Vorgaben gemacht oder bei der Berufung des Professors reingeredet hätte, sondern weil Kreiß die „Schere im Kopf“ fürchtete. Äußere er sich kritisch über Unternehmensfinanzierung, habe dies möglicherweise Einfluss auf seine Position. Dass es an Hochschulen Selbstzensur gibt, davon ist Kreiß überzeugt: Finanzielle Abhängigkeit führe zu Wirtschaftshörigkeit. Selbst wenn es keine expliziten Vorgaben gebe, finde eine Einflussnahme in den Köpfen der Wissenschaftler statt.

Top secret: Forschen für Philip Morris

Zunächst können wir uns an ein paar besonders auffallenden wirtschaftshistorischen Beispielen klar machen, dass gekaufte Forschung häufig die Allgemeinheit schädigt. So bezahlte die Tabakindustrie jahrzehntelang renommierte Forscher dafür, dass sie wahrheitswidrig behaupteten, Rauchen bzw. Passivrauchen sei nicht schädlich. Ein Beispiel: Der schwedische Arzt Ragnar Rylander wurde jahrzehntelang über verdeckte Kanäle von Philip Morris bezahlt und veröffentlichte als Professor der Universität Genf in dieser Zeit wissenschaftliche Studienergebnisse, die angeblich zeigten, dass Passivrauchen nicht schädlich sei, obwohl er selbst wusste, dass das nicht stimmt – wie interne Unterlagen und persönliche Stellungnahmen zeigen. Die Finanzierung des Wissenschaftlers war dabei für Philip Morris „top secret“, um den Anschein der Unabhängigkeit zu wahren und damit die Glaubwürdigkeit des gekauften Wissenschaftlers so hoch wie möglich erscheinen zu lassen. Diese Strategie führte dazu, dass raucherfeindliche Gesetze jahrzehntelang verzögert wurden. Das erhöhte die Gewinne der Tabakkonzerne – laut Schätzung der US-Regierung von 1954 bis 2006 um über 700 Milliarden Dollar – und kostete zahllosen Menschen, beispielsweise Passivrauchern, das Leben.

Ähnlich verfährt die Chemieindustrie

Ähnlich verfuhr die Chemieindustrie in mehreren Fällen. Durch gekaufte Forscher wurden Studienergebnisse zu gesundheitsschädigenden Chemikalien gefälscht, so dass diese jahrzehntelang weiterproduziert werden konnten. Die angesehene naturwissenschaftliche Fachzeitzeitschrift „Nature“ wies 1985 in dem Artikel „Assessing the risk of dioxin exposure“ auf explizite Fehlaussagen in Studien zu Gesundheitsrisiken durch die Monsanto-Angestellte Judith Zack und den Medizinprofessor Dr. R.Suskind, Universität Cincinnati, hin. Diese Fehlaussagen sah „Nature“ als so gravierend an, dass alle vorliegenden Daten nachgeprüft und neu bewertet werden müssten. „Nature“ löste dadurch die Offenlegung eines Fälschungsskandals aus. Die französische Journalistin und Filmemacherin Robin schrieb in ihrem Buch 2008: „In einem [… deutschen] Werk hatte sich 1953 ein ähnlicher Unfall wie im November 1953 in Nitro [Produktionsstandort eines US-Werks von Monsanto] zugetragen. 1982 veröffentlichten von dem deutschen Konzern bezahlte Wissenschaftler […] einen Aufsatz, der behauptet, dass die von dem Unfall betroffenen Arbeiter nicht an besonderen Krankheiten litten. Sieben Jahre später enthüllte ein Artikel im New Scientist, dass die Studie mit denselben groben Tricks verfälscht worden war wie die von Monsanto: Zwanzig Angestellte, die nicht mit 2,4,5-T kontaminiert waren, wurden der kontaminierten Gruppe zugerechnet, womit man deren erhöhten Lungen- Luftröhren- und Magen-Darm-Krebsrate kaschiert hat.“ Das erhöhte die Gewinne der Unternehmen und schädigte die Gesundheit zahlloser Menschen.

Medikamente: 90 Prozent der Studien werden von der Pharmaindustrie finanziert

In der Medikamentenforschung werden heute etwa 90 Prozent aller veröffentlichten Studien durch die Pharmaindustrie finanziert. Es ist derzeit gängige Praxis, dass negative Studienergebnisse nicht veröffentlicht werden, so dass die Belege, auf denen unsere Entscheidungen in der Medizin basieren laut Aussagen unabhängiger Fachleute systematisch verfälscht werden, um den Nutzen der verwendeten Medikamente aufzubauschen und die Schäden zu verharmlosen. Ein Beispiel für diese fragwürdige Vorgehensweise: Im Dezember 2014 wurden in Deutschland 80 Medikamente aus dem Verkehr gezogen, denn es hatte sich herausgestellt, dass die Studien, die westliche Pharmaunternehmen bei dem indischen Forschungsinstitut GVK Biosciences in Auftrag gegeben hatten, wissenschaftlich nicht haltbare Ergebnisse zu Gunsten der bezahlenden Auftraggeber geliefert hatten. Eine Fülle von detailliert recherchierten Einzelbeispielen, die bis in die Gegenwart reichen zeigt der renommierte unabhängige Arzt und Wissenschaftler Peter Gotzsche in seinem 2015 auf Deutsch erschienenen Buch „Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert“ auf. Hier liegt wissenschaftliches Fehlverhalten in großem Stil, auf internationaler Ebene vor. Das erhöht die Gewinne der Pharmakonzerne und geht zu Lasten der Gesundheit von uns allen. Nach Schätzungen von Peter Gotzsche ist die Einnahme von Medikamenten in den USA und Europa die dritthäufigste Todesursache, dadurch sterben derzeit in den USA und Europa jeweils etwa 200.000 Menschen jährlich.

Lügen lohnte

Die Strafen in Gerichtsprozessen gegen Tabak-, Chemie- und Pharmakonzerne waren in fast allen verfolgten Fällen, gemessen an den durch die Lügen erreichten Umsatz- und Gewinnzuwächsen, sehr gering. Aus Konzernsicht war bislang die Strategie gekaufter und gefälschter Forschung sehr lukrativ. Lügen lohnte.

Hat man sich das Grundprinzip gekaufter Forschung an Hand solch skrupelloser Fälle klar gemacht, kann man diese Erkenntnisse auf die zahllosen, sehr viel subtileren Fälle von Einflussnahme durch Industriegelder auf scheinbar unabhängige Forschungsergebnisse anwenden, die im tagtäglichen wissenschaftlichen Leben an öffentlichen Hochschulen stattfinden.

Die Uni Köln lässt ein Institut durch Energiekonzerne finanzieren

Ein paar Beispiele: An der Universität zu Köln gibt es das Energiewirtschaftliche Institut (EWI), das stark durch Energiekonzerne finanziert wird. Obwohl das Institut seine Unabhängigkeit betont, sind die zentralen Aussagen der wissenschaftlichen Leiter dieses Instituts nur allzu häufig im Sinne ihrer Geldgeber. Insbesondere zeichnet sich das EWI durch seine stark atomenergiefreundlichen Aussagen aus. Kritiker sprechen von einem „getarnten Subunternehmen von EON und RWE“, seinen Hauptgeldgebern, statt von einem objektiver Wahrheitsfindung verpflichteten wissenschaftlichen Institut.

An der Ludwig-Maximilians-Universität München besteht das Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht, das von mehreren Arbeitgeberverbänden aus Stiftungskapital von insgesamt 55 Millionen Euro finanziert wird. Obwohl das Institut vielfach seine Unabhängigkeit beteuert und von sich selbst sagt, es verfolge ausschließlich gemeinnützige Zwecke und sei selbstlos tätig, sind die Aussagen der Institutsleiter alles andere als ausgewogen. Praktisch alle Verlautbarungen sind sehr einseitig arbeitgeberfreundlich. Der DGB wirft dem Institut beispielsweise vor, dass es „in Sachen Lohndumping schult und zum Streikbrechereinsatz durch Leiharbeitnehmer ermuntert“.

Warum kooperiert Google mit der Humboldt-Universität?

Seit 2011 gibt es eine Kooperation zwischen Google und dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Anfangs war Google der einzige Finanzier mit etwa 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Kritische Studien zum Thema Internet oder den Interessen von Google entgegenlaufende Untersuchungen sind unter den Institutsveröffentlichungen nicht oder kaum zu finden. Die Frankfurter Allgemeine kommentierte das Institut 2013: „Jeder weiß, dass es bei der Gründung des der HU angegliederten Google-Instituts primär um Lobbyarbeit von Google im Umkreis des Berliner Parlaments ging und nicht um ein Carepaket der Onkels von der Westküste für die notleidende Studentenschaft.“

Eine große Zahl unabhängiger Studien kommt zu dem Ergebnis, dass industrienahe Forschung einseitig verzerrt ist zugunsten der Geldgeber, dass häufig keine ergebnisoffene Forschung stattfindet, sondern solche, die von den Geldgebern erwünscht ist. Studien mit unerwünschten Ergebnissen für den Finanzier werden im Normalfall nicht veröffentlicht oder abgebrochen.

Eine sehr große Rolle spielen in der deutschen Forschungslandschaft staatliche Drittmittel aus Bundes- oder EU-Haushalten. Diese Forschungsgelder sind in den letzten Jahren sprunghaft gestiegen. Bei der Vergabe dieser Mittel zeigt sich massiver Industrieeinfluss über die Besetzung der Entscheidungsgremien, in denen Industrievertreter stark dominieren, während zivilgesellschaftliche Vertreter hier fast gänzlich fehlen. Dadurch fließen jährlich von der Allgemeinheit finanzierte Milliardenbeträge in Forschungsprojekte, die unmittelbar oder mittelbar der Industrie zu Gute kommen statt dem Allgemeinwohl. So fließen Jahr für Jahr verdeckte Subventionen in Milliardenhöhe an Großunternehmen.

Wer einen dicken Geldbeutel hat, setzt sich durch

Das Kernproblem gelenkter Forschung ist in den meisten Fällen nicht, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse gekaufter Forschung falsch sind, sondern dass Teilwahrheiten zur einzigen oder Gesamtwahrheit erklärt werden und mit großer Kapitalkraft in der Öffentlichkeit kommuniziert werden. So setzen sich in den Medien und der Politik nicht die besseren Argumente durch, sondern diejenigen mit dem dickeren Geldbeutel.

Durch den zunehmenden Einfluss von Großkonzernen auf unsere öffentliche Forschung, sei es über direkte Zahlungen an Hochschulen, sei es über einseitig industriefreundliche  Gremienbesetzungen, wird unsere Forschung immer einseitiger und immer stärker interessengeleitet. Dadurch verliert die Wissenschaft in der Bevölkerung immer stärker an Glaubwürdigkeit. Kein Wunder. Zu viele Skandale und subtile, auf Halb- oder Viertelwahrheiten beruhende so genannte wissenschaftliche Empfehlungen, die in Wahrheit verdeckte Werbebotschaften sind, lassen viele Menschen immer mehr am Ruf der Wissenschaft zweifeln. Wollen wir das wirklich?

Missbrauchte Wissenschaft

Prof. Christian Kreiß über die Wissenschaft im Dienst der Konzerne und Investitionen in Unis:

Herr Kreiß, Ihr neues Buch dreht sich um „gekaufte Forschung“. Ist es wirklich schon so schlimm um die Wissenschaft im Lande bestellt?

Christian Kreiß: Vor sechs Monaten wurden in Deutschland vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 80 Medikamente aus dem Verkehr gezogen, weil die Gesellschaft, die die Medikamente an Patienten im Ausland prüfte, so unseriös arbeitete, dass wissenschaftliche Zweifel daran aufkamen, ob die Medikamente überhaupt wirksam und ihre Nebenwirkungen nicht viel zu ausgeprägt sind. Man stelle sich vor: Medikamente, die viele von uns bereits genommen haben! Sind wir denn Versuchskaninchen der Pharmaunternehmen?

Und das ist kein Einzelfall, sondern hat System. Insidern ist das seit Langem bekannt, es gibt sogar mehrere Bücher darüber. Interessanterweise fallen die falschen wissenschaftlichen Prüfergebnisse dabei praktisch immer zugunsten der geldgebenden Pharmaunternehmen aus, und nicht etwa zugunsten der Patienten.

In der Medikamentenforschung werden heute etwa 90 Prozent aller veröffentlichten Studien von der Pharmaindustrie finanziert. Das heißt wir wissen nicht wirklich, welche unserer Medikamente eigentlich wie wirksam sind und wie stark die Nebenwirkungen sind, denn welche Studien veröffentlicht – und vor allem eben auch: nicht veröffentlicht – werden, entscheiden zum großen Teil die Pharmaunternehmen selbst. In der Pharmaindustrie sind die Missstände zwar besonders gravierend, sie beschränken sich aber bei Weitem nicht nur auf diese Branche.

Haben Sie vielleicht ein, zwei Beispiele parat?

Christian Kreiß: Na klar. Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln wird stark von E.ON und RWE mitfinanziert. Ein Gutachten vom 27. August 2010 zur Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke, das das EWI miterstellt hat, kommt zum Ergebnis, dass eine Verkürzung von Reaktorlaufzeiten teuer werde und also nicht zu empfehlen sei.

Bei der Erstellung des Gutachtens wurden laut Umweltministerium allerdings „haarsträubende Fehler“ gemacht, um zu diesem für die Atomkraftwerke-Betreiber günstigen Ergebnis zu kommen.

Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Höhn meinte dazu: „Das EWI sieht nach einem getarnten Subunternehmen von E.ON und RWE aus. (…) Es ist gezielte Strategie, durch finanzierte Wissenschaft und scheinbar unabhängige Personen und Institutionen Stimmung zu machen.“

Oder ein anderes Beispiel: Das Zentrum für Arbeitsbeziehungen und Arbeitsrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde 2004 mit 55 Millionen Euro Stiftungskapital von drei Arbeitgeberverbänden begründet. Es veröffentlicht häufig sehr arbeitgeberfreundliche wissenschaftliche Papiere.

Trotz aller anderslautenden Beteuerungen der Unabhängigkeit schätzt die IG Metall das Institut bzw. einen seiner Leiter jedoch wie folgt ein: „Rieble zählt zum Kreis der Hochschullehrer, die scheinbar unabhängig und im Dienst von Forschung und Lehre auftreten, sich aber tatsächlich von Arbeitgebern finanzieren lassen. Mit ZAAR steht den Unternehmen ein Arbeitsrechtsprofessor einer renommierten Hochschule zur Seite, der sie in Sachen Lohndumping schult und zum Streikbrechereinsatz durch Leiharbeiter ermuntert.“

Diese Beispiele, die beinahe beliebig vermehrt werden können, zeigen, dass über Geldzuwendungen seitens der Wirtschaft versucht wird, die Wissenschaft auf einseitige Interessen festzulegen.

Lesen Sie die ausführliche Interview bei heise online.

Literatur:

Gekaufte Forschung: Wissenschaft im Dienst der Konzerne von Christian Kreiß

Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität: Wie die Pharmaindustrie unser Gesundheitswesen korrumpiert von Peter C. Gøtzsche

Heilen verboten – töten erlaubt: Die organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen von Kurt G Blüchel

Geplanter Verschleiß: Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können von Christian Kreiß

Quellen: PRAVDA TV/taz.de/europa-verlag.com/tagesspiegel.de vom 15.06.2015

Was ist hier eigentlich noch normal???

Admin: Obwohl ich eigentlich nicht der Norm das Wort reden will, weil ich auch nicht gerade ein angepaßter Mensch bin, muß man wohl noch Unterschiede machen zwischen alltagstauglich und menschlich oder völlig anarchistisch und gegen eine geschaffene Ordnung.

Ich rede von den Zuständen, die hier entstehen, nachdem völlig unkontrollierte Massenströme von Zuwanderern hierher kommen und Forderungen stellen, die wir als Deutsche, gar nicht erfüllen können. (Von WOLLEN schweige ich mal tunlichst).

Was haben wir alles schon gelesen:

Das Essen schmeckt nicht, sei nicht koscher, die Unterbringung nicht luxuriös genug, sie wollen Tabak, Handys, am liebsten die modernsten IPhones, Sex (sogar ein Pfarrer hat dafür plädiert, daß die Männer kostenlosen Sex bekommen, damit sie nicht unsere Frauen vergewaltigen müssen). Da hört sich doch alles auf.

Deutsche mußten ihre Wohnungen räumen, Studenten ihre Wohnheime, alles um „Zuflucht“ zu bieten.

Von Schlägereien haben wir gelesen, von Massenvergewaltigungen, von sogenannten Ehrenmorden, von Diebstählen und jeder anderen Art von Kriminalität, die nicht geahndet wird. Man läßt die Anklagen fallen, weil man ja als rassistisch beurteilt werden könnte. Ein Polizist machte ein solche Aussage. Und die Richter haben auch Angst davor.

Es ist also schlimmer als rassistisch zu gelten und rechtsradikal als diese Zustände von Mord und Totschlag zu unterbinden??

Die Grünen indes wollen immer noch mehr in´s Land lassen, jedenfalls sagen sie es am deutlichsten. Die anderen Parteien ändern ja auch nichts an dieser Politik. Ergo muß man davon ausgehen, daß das alles so gewollte ist. Sagen oder schreiben darf man das nicht. Nun, ich tue es dennoch und bin damit ja auch in guter Gesellschaft.

Hier kommen noch ein paar Beispiele für das kaputte System der Zuwanderung: (Alle Beiträge von netzplanet.de)

Versuchter Raubüberfall: Opfer schnappt sich ebenfalls zwei Messer – Täter flieht

Hamburg (ots) – Tatzeit: 13.06.2015, 22:25 Uhr Tatort: Hamburg-Bramfeld, Bramfelder Chaussee

Die Polizei fahndet nach einem unbekannten Mann, der mit zwei Messern bewaffnet, versuchte, einen Asia-Imbiss in Hamburg-Bramfeld auszurauben. Das Raubdezernat für die Region Nord (LKA 144) übernahm die Ermittlungen.

Der maskierte Täter betrat das Schnellrestaurant mit zwei Messern in den Händen. Er ging sofort hinter den Verkaufstresen und forderte „Geld“. Hierbei bedrohte er den 38-jährigen Angestellten mit den Messern. Als der Angestellte ebenfalls zwei Messer zur Verteidigung in die Hand nahm und ein weiterer Angestellter mit einem Besen aus einem hinteren Raum zur Hilfe kam, flüchtete der Täter in unbekannte Richtung.

Täterbeschreibung:

  • – Südländische Erscheinung
  • – Ca. 25-35 Jahre alt
  • – Ca. 170-180 cm groß
  • – Schlank
  • – Dunkle Haare
  • – Schwarze Lederjacke

Maskierung: Sturmhaube mit zwei Sehschlitzen

Die Polizei bittet Zeugen, die Angaben zum Sachverhalt machen können, sich beim Landeskriminalamt unter der Rufnummer: 040-4286-56789 zu melden.

Suhl: Tumult im Asylheim – Albaner und Eritreer gehen aufeinander los

15. Juni 2015

Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl

Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl

Der kulturelle Austausch nimmt kein Ende, auch in Suhl bekunden zwei eingereiste Ethnien ihre Sympathie füreinander, am Freitag kam es erst zu Streitereien in der Innenstadt zwischen Eritreern und Albanern, nur wenig später verlagerte sich der Zwist in die Erstaufnahmeeinrichtung und ein größerer Tumult brach aus. Bei dem Dialogaustausch waren es nur Beleidigungen, Beschimpfungen und kleine Rangeleien, aber der Konflikt ist vorprogrammiert, bei einem Wortgefecht wird es vermutlich in naher Zukunft nicht bleiben.

Zu dem ethnischen Konflikt berichtet e110.de:

Suhl (dpa/th). Die Polizei hat in Suhl gleich zweimal heftig streitende Eritreer und Albaner getrennt. Zunächst sei es in der Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei kleineren Gruppen gekommen, die Platzverweise nach sich gezogen habe, berichtet die Polizei heute. Rund anderthalb Stunden später wurde die Polizei zu einem größeren Tumult in die Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber gerufen, weil zunächst 20 Flüchtlinge der beiden Gruppen miteinander stritten. Es folgten den Angaben zufolge kleinere Rangeleien.

Beim Eintreffen der Polizei seien die zwei Gruppen auf rund 100 Menschen angewachsen, die sich nicht nur gegenseitig, sondern auch die Polizisten beschimpften und beleidigten. Gemeinsam mit dem Wachschutz hätten schließlich 20 Beamte den Tumult «aufgelöst und die Situation entschärft». Zu Körperverletzungen sei es nicht gekommen.

Prenzlau: Polizei-Dauereinsatz im Asylheim – Afghanen und Tschetschenen prügeln sich mit Knüppeln

Der schon fast tägliche kulturelle Austausch in Asylheimen, Austragungsort der Folklore ist diesmal das Asylheim in Prenzlau im Landkreis Uckermark in Brandenburg, wo Afghanen und Tschetschenen ihre Sympathie füreinander mit Knüppeln bekunden. Trotz des massiven Polizeiaufgebotes aus Eberswalde, der Uckermark und Autobahnpolizei, ist die Lage weiter angespannt, sozusagen befinden sich die Ordnungshüter seit Sonnabend im Dauereinsatz, weil die Unruhestifter von der Präsenz der Polizei kaum beeindruckt sind bzw. sich beim schlagkräftigen Dialog nicht stören lassen.

Zu den Vorfällen in Prenzlau berichtet Nordkurier

 

Flüchtlinge in Calais – Der ganz normale Wahnsinn

Schätzungen zufolge sind rund 1500 Migranten in Calais. Manche haben Asyl in Frankreich beantragt. Aber die meisten wollen nur eins: Nach Großbritannien, auf die andere Seite des Ärmelkanals.Was sich auf den Autobahnen abspielt, zeigt dieses Amateurvideo.

Hier das Video ansehen:

https://www.netzplanet.net/fluechtlinge-in-calais-der-ganz-normale-wahnsinn/

Einige Kommentar von netzplanet.de:

Das sind die weniger gebildeten, die nicht wissen dass es Deutschland gibt und dass man da straffrei alles treiben kann und eine Volkaskovollversorgung automatisch erhält.
Die wissen gar nicht was Ihnen alles entgeht in England :-)

  • irgendwannistgut

    Das Problem ist doch, daß es gar keine Konsequenzen gibt für die Aufgegriffenen. Sie werden von den LKWs runtersortiert und in Calais wieder freigelassen. D.h. sie probieren es natürlich wieder und wieder, haben doch nichts zu verlieren. Die Polizei ist zu wenig und sowieso machtlos. Wenn man liest, jeden Tag über 1000 Leute, die da auf Chance warten, wieviel Polizisten stehen dem gegenüber? Vielleicht 50, wenns hoch kommt. Man müsste die Eingesammelten direkt per Flieger zurück in die Heimat schicken. Alles nochmal auf null. Nicht jeder wird sich die Reise nochmal antun. Das ist unterm Strich doch sicher billiger als dieses ganze Theater hier. Pardon, aber die Leute sind ILLEGAL in Frankreich und sie versuchen ILLEGAL nach GB einzureisen, ich glaube sowas nennt man Landfriedensbruch – wieso gibt es darauf keine Strafe?!

 

Wenn die wirkliche Fluchtwelle aus Afrika anrollt

„In times of universal deceit, speaking the truth is a revolutionary act.“ „If liberty means anything at all, it means the right to tell people what they do not want to hear“ George Orwell

global news 3314 15-06-15: Wenn die wirkliche Fluchtwelle aus Afrika anrollt

Während in Deutschland der Nachwuchs schrumpft (Abb. 18827) und das Land dennoch darauf verzichtet, ihn chancengerecht zu fördern, werden über die kommenden Jahrzehnte steigende Wellen von Bürgerkriegs- und Wirtschaftsflüchtlingen mit sehr niedrigem Bildungsniveau und zahlreichen Kindern ins Land kommen. Es werden zu einem großen Teil muslimische Fundamentalisten sein, denen diese sich stark ausbreitende Religion gebietet, möglichst viele Kinder zu haben.

 

Das treibt vor allem in dem Europa benachbarten Afrika die Geburtenrate hoch. Über die kommenden 15 Jahre wird die dortige Zahl an Kindern pro Frau im geburtenfähigen Alter durchschnittlich noch immer fast das Dreieinhalbfache der in Deutschland betragen (Abb. 18829). In den meisten Ländern Afrikas liegt sie immer noch bei 5 bis 6 Kindern. Dabei werden in Afrika (ohne Süd-Afrika) nach den Projektionen der UN allein in den kommenden 15 Jahren viermal so viele Menschen noch hinzukommen, wie heute in Westeuropa vorhanden sind (Abb. 18830). Die Wirtschaftsleistung pro Kopf von Subsahara-Afrika liegt derzeit bei einem Fünfzehntel der deutschen, wobei der Unterschied immer größer wird (Abb. 18831).

 

 

 

Deutschland wird den aus Afrika zu erwartenden Zustrom an Immigranten nicht integrieren können. Schon jetzt ist in Deutschland der Anteil an Immigranten mit berufsqualifizierendem Bildungsabschluß bei Menschen aus Afrika mit 32,6 % (Männer) bzw. 20,2 % (Frauen) sehr niedrig (Abb. 18828).

 

Das Problem wird noch dadurch verschärft werden, daß sich die Extremistenbewegung IS immer weiter in Afrika ausbreitet. Mit den sich verschlechternden Sozialverhältnissen wird sie noch weiteren Auftrieb bekommen. Viele der Immigranten nach Europa werden Anhänger der IS sein, zumal auch ein großer Teil der IS-Kämpfer schon jetzt aus Europa kommt. Damit wird der Terror voraussichtlich auch in Europa Fuß fassen können und hier extreme Gegenbewegungen hervorrufen. Wieviel des demokratischen Systems das überleben kann, ist durchaus fraglich.

http://www.jjahnke.net/

 

Wahre Landwirtschaft: Mit der Natur tanzen

Der Garten Eden ist nicht unwiderruflich verloren. Innovative Bauern besinnen sich auf die Ursprünge der Landwirtschaft, wo der Mensch den Boden noch liebte, der ihn nährt. Sie sind die Pioniere einer natürlichen Zusammenarbeit mit Mutter Erde – und betreiben im eigentlichen Wortsinn Agrikultur.
Von: Benjamin Seiler

„Es geht nicht darum, die Natur zu verbessern, sondern darum, ihre Gesetze einzuhalten“, betont Patrick Holden. Der Biobauer leitete fünfzehn Jahre lang die Soil Association von Großbritannien. „Landwirtschaft ist ein Tanz mit der Natur. Man muss zur rechten Zeit eingreifen, von der Natur – und sogar vom Wald, dem ultimativen Ökosystem der Erde – lernen.“

Die Bauern haben es in der Hand, welche Erde wir unseren Kindern überreichen.

So vereint das Wort Agroforst zwei Welten, die sich wunderbar ergänzen: Ackerbau und Forstwirtschaft. Im Agroforst säumen Bäume und Hecken die Felder oder stehen gleich mittendrin. Ihre Stämme sind umkränzt von Wildblumen und ‚Unkräutern‘, die sich ungehindert zwischen den ‚Nutzpflanzen‘ ausbreiten. Schmetterlinge tanzen durch die Luft und die Vögel jubilieren, weil sie endlich wieder ausreichend Schutz und Nistplätze finden. Ein bunter Strauß an Leben, das unser Auge erfreut und die Seele labt. Doch das scheinbare Chaos ist durchdacht, der farbenfrohe Reigen vom Mensch gelenkt.

Die Bäume bieten nicht nur Windschutz und Lebensraum für viele Tiere, mit ihren Wurzeln bewahren sie den Humus vor Erosion und bringen viel Kohlenstoff in den Boden. So binden sie Kohlendioxid aus der Luft und nähren das Erdreich. Zusammen mit den Wildpflanzen durch­ziehen sie die Erdkrume bis tief hinunter mit einem Geflecht aus Wurzeln. Das lockert die Erde, bringt Nährstoffe nach oben und durchlüftet den Boden. Zudem können nur die langen Baumwurzeln in den unteren Erdschichten Stickstoff aufnehmen, womit sie verhindern, dass dieser als Nitrat das Grundwasser belastet. Gras, das um die Bäume sprießt, hilft, Regenwasser sanft in den Boden zu leiten. Abgestorbene Wurzeln – ob von ‚Unkraut‘ oder Gräsern – sind ein Festschmaus für die Bodenlebewesen. Die Wildblumen ziehen Insekten an, welche Läuse und andere „Schädlinge“ fressen, die sonst auf der Suche nach geschwächten Pflanzen die Gegend unsicher machen würden. Auch die Vögel beteiligen sich an dieser Polizeiarbeit.

Aus Erfahrung weiß man, dass besonders Getreide von der Agroforstmethode profitiert: Die Konkurrenz um Licht zwischen Bäumen und Kulturpflanzen bewirkt eine spätere Reife beispielsweise des Weizens. Das steigert die Qualität, der Eiweißgehalt im Korn ist wesentlich höher. Nicht zuletzt spenden Bäume Schatten – dem auf dem Feld schwitzenden Bauern ebenso wie dem Acker, der es kühl und feucht mag. Und wenn der Landwirt auf das Geld angewiesen ist, so kann er selektiv Bäume fällen und neu aufforsten. Auf diese Weise verdient er doppelt am Boden.

Feed the Soil – gib dem Boden Futter!

Vom „Law of Return“ spricht man üblicherweise, wenn es um das Recht von Flüchtlingen geht, in ihre Heimat zurückkehren zu dürfen. Derselbe Begriff gewinnt aber auch immer größere Bedeutung in der Landwirtschaft. Dort weist das „Gesetz des Zurückgebens“ auf etwas hin, das für die ganze Menschheit in allen Bereichen von enormer Wichtigkeit ist: Dass wir nämlich nicht nur nehmen dürfen.

„Auf meinen Feldern fahre ich immer zweigleisig“, erklärt der amerikanische Biobauer Bob Cannard. „Die eine Hälfte des Landes baue ich für den Menschen an, die andere Hälfte wird für die Natur bestellt.“ Will heißen: Cannard sät wechselnde Pflanzen aus, die nur der Bodenverbesserung dienen. Seine Äcker sind ein fröhliches Durcheinander aus Kreuzblütlern wie Wicke, Klee und anderen ‚Unkräutern‘, gesprenkelt mit Kartoffeln und weiteren Nutzpflanzen. ‚Schädlinge‘ sucht man vergeblich; dafür ist die Erde krümelig und weich, voller feinster Wurzeln und Moder, den Pilze und Mikro­orga­nismen über alles lieben. Und auch der Mensch erhält mehr als genug zu futtern: Mit seiner Me­­thode erntet der Landwirt aus jeder gepflanzten Knolle vierzehn ebenso große Kartoffeln. Das wäre auch im kon­ven­tionellen Chemi­kalien-Landbau sehr viel. Bob Cannards Credo lautet denn auch: „In den Gärten der Zukunft müssen wir die Natur ebenso nähren wie die Menschen.“ Feed the Soil heißt der englische Slogan – nicht die Pflanze nähren, sondern den Boden!

Die tun es nämlich selbst auch! Von der Wurzel bis zur Blattspitze geben Pflanzen Nährstoffe ab, die das Wachstum von Bakterien und Pilzen fördern. Im Boden herrscht ein reges Geben und Nehmen, es siedeln sich eine Million Bakterien pro Teelöffel Erde im Umkreis des Wurzel­systems einer Pflanze an. Die Wurzeln ernähren Bodenpilze und andere Mikro­organismen mit Einfachzucker, Protein und Kohlenhydraten und werden von diesen im Gegenzug vor Krankheiten beschützt. Die Mikroflora im Boden weiß ihrerseits ganz genau, ob die Pflanze gerade ge­­keimt hat, sich im Wachs­tum befindet oder kurz vor der Reife steht. Ent­sprechend wird die Nähr­stofflösung für die Wur­zeln exakt auf die momen­tanen Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt. Tat­säch­­lich ist die Erdkrume das eigentliche Verdau­ungsorgan der Pflanze.

Mit dem Boden ist alles verbunden, auch der Mensch. Und so müssen wir uns nicht wundern, dass wir auch Beton im Darm haben, wenn die Ackerscholle wie Beton ist. Die gesunden Bakterien in unserem Verdauungstrakt unterscheiden sich nämlich nicht wesentlich von der Mikroflora im Erdreich.

Ein gesunder Mutterboden ist zudem voller Einzeller, die Unmengen an Bakterien fressen. Ihre Ausscheidungen sind bester natürlicher Dünger. Das reichert den Boden mit genügend Stickstoff und Spuren­elementen an, dass alles in ihm wachsen kann – ohne chemische Düngemittel!

Diese Symbiose zwischen Pflanzen und Bodenlebewesen ist so stark, dass biologisch gezogenes Gemüse im Extremfall sogar vor den Auswirkungen radioaktiven Niederschlags sicher ist. So geschehen in Peuerbach: Als im April 1986 der Atommeiler von Tschernobyl in die Luft flog, lag das niederösterreichische Dorf mitten in der Schneise des radioaktiven Fallouts. Noch heute weist die Gegend deswegen eine erhöhte Krebsrate auf. Im Herbst des Unglücksjahrs verhängten die Behörden ein Verkaufs­verbot für sämtliches Wurzelgemüse der Region, weil es radioaktives Cäsium enthielt. Einzige Ausnahme war der Biohof des Bodenpioniers Siegfried Lübke. Sein Gemüse wies trotz mehrmaliger Tests keine Radioaktivität auf. Die gesunde Mikroflora in Lübkes Äckern verhinderte, dass die Pflanzen das strahlende Element aufnahmen.

Schweigen der Besatzer: Nach Protest der israelischen Botschaft – Breaking the Silence Ausstellung abgesagt

15. Juni 2015

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Breaking the Silence ist eine der bekanntesten israelischen Antikriegs-NGOs, in ihr arbeiten ehemalige israelische Soldaten, die das was sie im Krieg an Verbrechen gegen die Palästinenser gesehen haben, öffentlich machen wollen. Dazu haben sie eine Fotoausstellung erstellt, die sie überall auf der Welt zeigen, geplant war dies auch für Köln, nachdem die israelische Botschaft sich aber beschwert hatte, folgte die Stadt prompt und sagte die Veranstaltung ab.

(Foto: „Ich habe in meiner Kindheit Cowboy gespielt. Diese Kinder spielen Verhaften“: Palästinensische Kinder spielen eine Checkpoint-Kontrolle vor einem israelischen Soldaten der IDF)

Zeigen sollte die Ausstellung die Volkshochschule, die damit zum 50 jährigen Jubiläum der deutsch-israelischen Beziehungen, auch das zeigen wollte, was sonst nicht berichtet wird. Die Grundlage der Ausstellung war das Buch “Breaking the Silence” (Econ-Verlag), das 2012 in Deutschland erschien. In ihm finden sich ungefähr 150 Augenzeugenberichte über Schilderungen der alltäglichen Entwürdigungen der PalästinenserInnen durch die israelischen Soldaten. Es beschreibt, wie sich die Soldaten fühlten und wie ihre Taten in der Gesellschaft aufgenommen wurden. Warum diese Dokumentationen kein Zeugnis der angeblich moralischsten Armee der Welt sind, zeigt dieser Bericht:

“Ich kann dir sagen, wann ich ausgerastet bin. Wir waren in Gaza im Einsatz. … Wir hockten in einem Graben, und da waren Kinder, die immer näher kamen und Steine warfen. In den Vorschriften heißt es, wenn einer so nah an dich rankommt, dass er dich mit einem Stein treffen kann, dann kann er dich auch mit einer Granate treffen … Also hab ich auf ihn geschossen.

Er war vielleicht zwölf oder fünfzehn Jahre alt. Ich glaube nicht, dass ich ihn getötet habe. Jedenfalls rede ich mir das selbst ein, für meinen inneren Frieden, damit ich nachts besser schlafen kann. Ausgerastet bin ich, als ich aus lauter Verzweiflung mit meinen Freunden, mit meiner Familie darüber gesprochen habe, dass ich verdammt noch mal [mit einer Waffe] auf jemanden gezielt und ihm ins Bein geschossen hab, oder in den Arsch. Alle waren froh, [sie meinten,] ich solle erleichtert sein, ich sei ein Held, sie erzählten es in der Synagoge, während ich unter Schock stand.”

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(„Es ist wie ein großes Videospiel“: Einsatz eines israelischen Soldaten in einer palästinensischen Wohnung)

Angst vor Antisemitismus

Gegen diese Berichte protestierte die israelische Botschaft mit einem Brief. Der SPD-Oberbürgermeister Jürgen Roters folgte diesem und sagte die Ausstellung ab, dabei ignoriert er, welche Risiken es in Israel mit sich bringt, wenn Menschen sich so offen gegen den Krieg stellten. Im Sommer gab es Angriffe auf Friedensdemonstrationen, Aktivisten wurden via Email bedroht und auf den Straßen beschimpft, all das müssen auch die Mitglieder vonBreaking the Silence ertragen, weil sie den Mut haben über das auch von ihnen begangene Unrecht zu berichten. Statt ihren Mut und ihre Courage zu würdigen, wird die Veranstaltung abgesagt, weil sie “antisemitische Reaktionen auslösen, die wir nicht mehr kontrollieren können”, so das Presseamt der Stadt nach Angaben von Israelnetz.com. Dieser Sorge hätten man leicht begegnen können, in dem man klargestellt hätte, dass die Verbrechen der israelischen Armee nichts mit dem Judentum zu tun haben und in dem man klar macht, dass es Verständigung braucht.

Die Absage der Ausstellung ist dagegen ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die sich in Israel und Palästina für Frieden einsetzen, sie ist eine Abbitte vor der neuen israelischen Regierung, die wenig Interesse an Frieden zeigt.

Literatur:

Breaking the Silence: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten Gebieten von Breaking the Silence

DVD: The Lab – Das Versuchslabor (OmU)

Palästina: das Versagen Europas von Stéphane Hessel

Atommacht Israel von Seymour M. Hersh

Video:

Quellen: qantara.de/diefreiheitsliebe.de vom 13.06.2015

Mal ne Frage, meint ihr das „Gutmenschen/Schlafschafe“ so dämlich sind und …

Avatar von Runenkrieger11Treue und Ehre

Ali Iscitürk
Veröffentlicht am 08.06.2015
Mal ne Frage, meint ihr das „Gutmenschen/Schlafschafe“ so dämlich sind und sich selber umbringen würden wenn es ihnen Bild/Tagesschau/Frau Roth und Frau Merkel usw. eine Woche lang täglich einreden um den Planeten zu retten??? Ich sage JA!

Du bist nur ein Arbeitstier,dein Gehirn ist uns egal!

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„Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht wir?“ John F. Kennedy

„Das Leben ist ein Paradies, und alle sind wir im Paradiese, wir wollen es nur nicht wahrhaben; wenn wir es aber wahrhaben wollten, so würden wir morgen im Paradiese sein.“

Fjodor Michailowitsch Dostojewski

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Sind wir Menschen frei? – Charles Krüger & Roban im Gespräch

Avatar von Viel Spass im SystemViel Spass im System

http://www.youtube.com/watch?v=lMXRXa3Exi0

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Die Regierung baut sich ihr Volk: Volksgesundheit durch Impfpflicht

Avatar von Michael KleinSciFi

und die nickende Demenz unter Journalisten, auch Journalisten-Parkinson genannt, schreitet voran …

Der deutsche Volkskörper ist gesund, fit wie die VW-Karosserie, stark wie ein Leopard von Kraus Maffei Wegmann, flexibel wie ERP-Software von SAP und politisch korrekt wie die Deutsche Telekom.

Über die Gesundheit des deutschen Volkskörpers wacht die Regierung mit Argusaugen, denn: German Health ist ein international anerkannter Standard der Volksgesundheit, den es zu bewahren gilt, schließlich steht Deutschland im internationalen Wettbewerb mit anderen Vertreibern von Volksgesundheit.

Und in Zeiten der Globalisierung ist es doppelt wichtig, über die Volksgesundheit zu wachen und die Überlegenheit des gesunden deutschen Menschen unter Beweis zu stellen.

hysteriaUnd nun ist es passiert: Eine Masernepidemie hat ausgerechnet Berlin erschüttert. Eine Epidemie epischen Ausmaßes: „mehr als tausend Menschen“ hatten sich nach Erkenntnissen der ARD (1001 oder 79.625 Menschen also) mit dem Virus angesteckt, im letzten Oktober und – Gipfel des Schreckens: „Ein Kleinkind war an den Folgen gestorben“.

Diese…

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