US-Studie: Legalisierung verringert Marihuana-Konsum

23. Juni 2015, verfasst von Bürgender

Eine Entkriminalisierung von Marihuana verringert den Konsum unter Jugendlichen, statt ihn zu erhöhen. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie aus den USA, für die mehr als eine Million Teenager analysiert wurden.

Eine groß angelegte Langzeitstudie, für die die Daten von mehr als einer Million Jugendlicher aus 48 US-Bundesstaaten analysiert wurden, kam zum Ergebnis, dass eine Legalisierung von Marihuana tatsächlich den Konsum reduziert, statt erhöht.

Die Studie, die am 16. Juni 2015 in der medizinischen Fachzeitschrift Lancet Psychiatry veröffentlicht wurde, untersuchte 24 Jahre lang 1.098.270 Teenager zwischen 13 und 18 Jahren aus verschiedenen Bildungsschichten. Die Jugendlichen wurden gefragt, ob sie in diesem oder im vergangenen Monat Marihuana konsumiert hätten.

Seitdem in den USA in 21 Bundesstaaten (ohne Alaska und Hawaii) Marihuana zu medizinischen Zwecken entkriminalisiert wurde, verringerte sich der Konsum in jenen Bundesstaaten von 8% aller befragten Jugendlichen auf 6%.

Bemerkenswert ist auch, dass in jenen Bundesstaaten, welche Gesetze zur Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken verabschiedet haben, der Konsum zuvor höher war, als in den übrigen Bundesstaaten.

Die allgemeine Toleranz ist diesbezüglich in den vergangenen 30 Jahren in den USA enorm gestiegen: Waren im Jahr 1985 noch 77% gegen eine Legalisierung und 19% dafür, sind heute nur noch 44% dagegen und 53% dafür. Im Jahr 2012 gab es laut Daten des Pew Research Center erstmals mehr Befürworter einer Legalisierung als Gegner.

Quellen:

http://www.gegenfrage.com/us-studie-legalisierung-verringert-marihuana-konsum/

SPD fordert Aufrüstung gegen Russland

http://www.hans-peter-bartels.de/

Von: http://www.mmnews.de/

22.06.2015
Der neue Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) hat deutlich mehr Waffen für die Bundeswehr gefordert. Grund seien die wachsenden Ost-West-Spannungen. Die Bundeswehr müsse in de Lage versetzt werden, sich an der kollektiven europäischen Verteidigung zu beteiligen. Eine Erhöhung des Wehretats sei nötig.Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Hans-Peter Bartels (SPD), sieht die Bundeswehr für ihre Aufgaben in der Nato nicht ausreichend gerüstet. „Die Befähigung zur Beteiligung an der kollektiven Verteidigung in Europa muss umfassend hergestellt werden“, sagte Bartels der „Welt“. Das sei „nach heutigem Stand nicht wirklich“ gewährleistet.

Für die erste Übung der neuen Nato-Speerspitze in Polen habe Gerät „aus der gesamten Bundeswehr zusammengekratzt werden“ müssen, so der Sozialdemokrat: „Diese Art der Mangelverwaltung sollte angesichts der dramatisch veränderten sicherheitspolitischen Lage schleunigst beendet werden.“ Konkret forderte Bartels mehr Schützenpanzer. „Bestellt sind zum Beispiel 350 Puma – das ist zu wenig.

Also muss Frau von der Leyen jetzt entweder nachordern oder entscheiden, eine bestimmte Zahl des alten Marder-Schützenpanzers länger zu nutzen und zu modernisieren“, sagte der Wehrbeauftragte.

Auch bei anderen Hauptwaffensystemen wie dem Kampfpanzer Leopard II oder dem Transportpanzer Boxer müssten „100 Prozent des Strukturbedarfs auch wirklich da sein“. Auch bei den Beständen an Munition, gepanzerten Geländewagen oder Nachtsichtgeräten empfahl Bartels eine Vollausstattung: „Die Toleranz für Ausrüstungslücken muss ein Ende haben“.

Nötig dafür ist nach seiner Auffassung eine Erhöhung des Wehretats: „Künftig sollte der Verteidigungsetat mit dem Bruttoinlandsprodukt mitwachsen. Von zusätzlichen Steuereinnahmen muss ein Teil auch in die Bundeswehr gehen.“ Bartels verlangte, mittelfristig 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. In diesem Jahr sind es 1,16 Prozent des BIP, im kommenden Jahr bei 1,15 Prozent.

Tunesien nimmt seine Kriminellen nicht zurück

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Eine kleine Anfrage der AfD-Fraktion ergab, dass sich 499 mehrfach straffällige Intensivtäter unter den Asylbewerbern in Sachsen aufhalten. Diese können laut Innenminister Ulbig nicht abgeschoben werden, weil ihr Asylverfahren noch nicht abgeschlossen ist oder ihre Heimatländer, wie z.B. Tunesien, wo 193 der Schwerkriminellen herkommen, diese nicht wieder einreisen lassen.

Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Sebastian Wippel: „Deutschland wird zum Tummelplatz für Schwerkriminelle aus der ganzen Welt! Wenn sich diese Bankrotterklärung des Rechtsstaates herumspricht, werden weitere Verbrecher ins Land kommen, Asylanträge stellen und jahrelang ungestraft ihrem kriminellen ‚Handwerk‘ nachgehen. Jeder Staat der Welt, der seine Gefängnisse leeren will, könnte Kriminellen Flugtickets nach Deutschland in die Hand drücken und bei Rückkehr oder Abschiebung die Wiedereinreise verweigern.“

(Auszug aus einer Pressemitteilung der AfD-Fraktion Sachsen)

Das Auswärtige Amt beschreibt die Beziehungen zwischen Deutschland und Tunesien wie folgt:

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Tunesien sind intensiv und zukunftsfähig. Seit der tunesischen Revolution zeigen beide Länder deutliches Interesse und viel Initiative für eine weitere Intensivierung. Deutschland ist (nach Frankreich und Italien) der drittgrößte Handelspartner und ausländische Investor in Tunesien. Gegenwärtig sind nach Angaben der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer rund 250 meist exportorientierte Unternehmen in Tunesien aktiv, die insgesamt 50.000 Arbeitskräfte beschäftigen.


Auch in der Entwicklungszusammenarbeit ist Deutschland einer der wichtigsten bilateralen Partner Tunesiens. Seit Beginn der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in den sechziger Jahren hat Tunesien aus Deutschland Entwicklungshilfe in Höhe von über 1,5 Milliarden Euro erhalten. Die Neuzusagen für 2013 beliefen sich auf 151,5 Millionen Euro.

Gibt es irgendeinen nachvollziehbaren Grund, warum man sich von Tunesien auf der Nase herumtanzen lässt? Eventuell kann die tunesische Botschaft in Berlin hierzu Auskunft geben. Für höfliche und sachliche Anfragen stehen nachfolgende Kontaktmöglichkeiten zur Verfügung:

Botschaft der Tunesischen Republik
Lindenallee 16
14050 Berlin
Telefon: 0 30 – 364 10 70
Fax: 0 30 – 308 206 83
E-Mail: at.berlin@tunesien.tn

Tunesien ist übrigens nicht das einzige Land, das seine Kriminellen nicht zurücknimmt. Auch die Türkei bürgert gerne vor möglichen Abschiebungen seine Bürger aus, so dass diese dann weiterhin Deutschland bereichern, wie im nachfolgenden Video seitens der Behörden bestätigt wird.

2 Kommentare:

  1. Ach nee!
    Die hochqualifizierten, traumatisierten und verfolgten Fachkräfte mit ihrer vielfältigen Kultur und Herzlichkeit will das eigene Mutterland nicht zurück haben?
    Versteh ich nicht.

  2. #3 Babieca   (23. Jun 2015 09:39)

    Und genau das gleiche gilt für Marokko, Algerien, Ägypten. Also den kompletten Maghreb. Deshalb ist auch der Abschaum dieser Länder inzwischen in Deutschland und fällt durch „Antanzen“, Raub, Mord, Totschlag und abartige Brutalität auf. 3/4 von denen sind Mufl, also der Youth Bulge, das in Islamien täglich zu Millionen produzierte Kanonenfutter, das durch das gnadenlose polygame Rumgevögele und die Dauerträchtigkeit der Äcker entsteht.

    Was sagt der Mohammedaner? Inschallah! Nicht mein Problem!

     

Quelle und weitere Kommentare:

Tunesien nimmt seine Kriminellen nicht zurück

EU-Steuerpläne: Konzerne können weiter tricksen

Von Redaktion NEOPresse – Am 23. Jun. 2015

Foto: Jean-Claude Juncker / European People's Party / CC BY 2.0

Foto: Jean-Claude Juncker / European People’s Party / CC BY 2.0

Kommission baut Hühnerstall mit VIP-Eingang für Füchse

Für Attac, das VIDC und das Tax Justice Network bietet der präsentierte Aktionsplan der EU-Kommission zur Konzernbesteuerung zwar eine in Teilen begrüßenswerte Problemanalyse, die politischen Maßnahmen bleiben jedoch völlig unzureichend. „Die EU-Kommission hält weiter an der lückenhaften internationalen Besteuerung von Konzernen fest. Zudem wird mit Patentboxen und der Möglichkeit grenzüberschreitender Verlustverrechnung der innereuropäische Steuerwettbewerb durch die Hintertür weiter angeheizt“, kritisiert Gerhard Zahler Treiber von Attac Österreich (1).

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Gemeinsame Bemessungsgrundlage mit großen Schwächen

Die geplante stufenweise Einführung einer gemeinsamen Körperschaftssteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) sei grundsätzlich zu begrüßen, hat aber große Schwächen. „Die GKKB macht nur Sinn, wenn sie mit verpflichtenden Mindeststeuersätzen kombiniert wird“, kritisiert Martina Neuwirth vom VIDC, europäische Vertreterin in der Global Alliance for Tax Justice.

Die Kommission will bei der GKKB zudem nur die EU-Teile eines Konzerns berücksichtigen. Damit sind außereuropäische Steueroasen-Deals und Tätigkeiten in Entwicklungsländern ausgenommen. „Dies ist in etwa so, also würde man einen Hühnerstall mit einem VIP-Eingang für Füchse bauen“, kritisiert Markus Meinzer vom Tax Justice Network. Für ihn bietet die Kommission den Konzernen mit den GKKB-Plänen das Beste aus zwei Welten: „Konzerne dürfen künftig Verluste grenzüberschreitend verrechnen, müssen aber ihre Gewinne nicht nach einer Formel auf die EU-Mitgliedsstaaten zerlegen. Auch wenn es ein Fortschritt ist, dass Konzerne künftig nicht mehr zwischen altem und neuem System wählen dürfen – ihre effektive Steuerleistung dürfte weiter sinken.“

Auch Patentboxen helfen Steuern sparen

Auch die Kommissions-Pläne zu den sogenannten „Patentboxen“ sind völlig blauäugig. „Patentboxen münden immer in einer niedrigeren Bemessungsgrundlage und niedrigerer Gesamtbesteuerung der Unternehmen. Das britische Finanzministerium schätzte 2010, dass die Patentbox Großbritannien Steuerverluste von jährlich 1,1 Milliarden Pfund bringt. Auch scheinbare Verbesserungen wie der ‚Nexus-Ansatz‘ lösen die Probleme nicht“, erklärt Meinzer. (2)

Noch weiter Weg zu Steuergerechtigkeit bei Konzernen

Eine gerechtere und transparente Besteuerung von Konzernen kann nur durch Gesamtbesteuerung für Konzerne („unitary taxation“) erreicht werden. Dabei werden Großkonzerne als globale Einheit besteuert. Sie müssen auf Grundlage eines gemeinsamen Berichts aller Tochterunternehmen ihre Tätigkeiten und Gewinne weltweit ausweisen. Die Gewinne werden mittels eines Umlageschlüssels auf die einzelnen Länder aufgeteilt, zum Beispiel basierend auf den Variablen Lohnzahlungen, Sachanlagen und Umsatz. Ein erster Schritt dafür wäre die Einführung einer nach Ländern aufgeschlüsselten einheitlichen Finanzberichterstattung. Doch selbst zu diesem ersten Schritt ist die EU-Kommission (außer bei Banken sowie in der Rohstoff- und Forstindustrie) nach wie vor nicht bereit und will dazu lediglich weitere Konsultationen abhalten.

(1) Zwischen 1985 und 2014 ist die reguläre Körperschaftssteuer im EU-Schnitt von 51 auf 22,5 Prozent gefallen – Ausnahmen und Steuertricks nicht eingerechnet.

(2) Der „Nexus“-Ansatz verlangt eine starke Verbindung zwischen dem Forschungs- und Entwicklungsort einerseits und dem Ort der Besteuerung für Patente und Lizenzen andererseits. Doch die Zuordnung eines Patents eines multinationalen Konzerns zu einem Rechtsraum ist oft gar nicht möglich. Zudem sind auch Gewinne aus der Nutzung von Patenten kaum berechenbar. Findigen Steuerabteilungen der Konzerne und versierten Steuerberatungsfirmen wird es immer gelingen, steuerlich begünstigende Einkünfte in Zusammenhang mit einem Patent zu bringen.

 http://www.neopresse.com/wirtschaft/eu-steuerplaene-konzerne-koennen-weiter-tricksen/

Monsanto’s Round Up: Ab jetzt auch in Honig erhältlich

Avatar von rositha13Gesundheits-EinMalEins

http://www.pravda-tv.com/

honigbienen

Monsanto ist vielen Menschen heute ein Begriff. Der Chemiehersteller des im Vietnamkrieg verwendeten Agent Orange ist seit längerer Zeit im landwirtschaftlichen Bereich aktiv – mit genmanipulierten Pflanzen und dem dazu anwendbaren Herbizid Round Up. Es ist eines der meistverwendeten Unkrautvernichtungsmittel weltweit.

Doch die Inhaltsstoffe sind wegen einer potentiellen Gefährdung von Mensch und Tier sehr umstritten. Glyphosat ist eines der wichtigsten Bestandteile vieler Pestizide. Nun werden immer mehr Studien zur Wirkung von Glyphosat auf seine Umwelt durchgeführt und veröffentlicht und die Ergebnisse scheinen deutlich: Lungenprobleme, Nierenschäden, Auswirkung auf Fortpflanzungsorgane, krebsfördernd.

Wissenschaftler haben nun untersucht, ob und in welchen Mengen Glyphosat in verschiedenen Produkten auftritt. Während Produkte aus Korn und Soja die Grenzwerte nicht überschreiten, sind die Ergebnisse für Honig erschreckend: Mehr als die Hälfte der konventionellen (59% von 58 Proben) und knapp die Hälfte der organischen Honigproben (45% von 11 Proben) hatten eine Glyphosat-Konzentration oberhalb der gesundheitlich zugelassenen Grenzwerte.

Die…

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Israels ‚Recht sich zu verteidigen’: Ein Aggressor kann nicht in Selbstverteidigung handeln

Bildquelle: de.wikipedia.orgFlagge Israels am Weizmann-Institut

Robert Barsocchini http://antikrieg.com/

Die Feststellung, dass Israel das Recht hat, sich selbst gegen Palästina zu verteidigen, läuft auf dasselbe hinaus, als wenn die Vereinigten Staaten von Amerika Kuba (die Teile Kubas, die die Vereinigten Staaten von Amerika nicht schon rechtswidrig besetzen und als Folterlager Guantánamo benutzen) annektieren, besetzen und beginnen würden, illegale Siedlungen zu errichten, und dann die Vereinigten Staaten von Amerika das Recht hätten, sich gegen Kubaner zu „verteidigen,“ die sich gegen diese Aggression zur Wehr setzen.

Jeder außer verblendeten Fundamentalisten und/oder hoffnungslos Korrupten würde über die Auffassung lachen, dass in einer solchen Situation ein Vorgehen der Vereinigten Staaten von Amerika gegen sich wehrende Kubaner „Verteidigung“ wäre. Gleichermaßen lacht die Welt über die Auffassung, dass Israel sich gegen die waffentechnisch weit unterlegenen Palästinenser „verteidigen“ kann, die sich der israelischen Aggression entgegenstellen.

Das Internationale Recht widerspiegelt die Dynamik dieser Situation mit gesundem Menschenverstand, den jedes Kind leicht verstehen und naturgemäß begreifen kann.

Die Professorin für Internationales Recht an der Universität Georgetown Noura Erakat erklärt die relevanten Regeln:

… wo bereits eine Okkupation besteht, steht das Recht, militärische Gewalt zur Wiederherstellung der Ordnung als Reaktion auf einen bewaffneten Angriff einzusetzen, im Gegensatz zu polizeilicher Gewalt dem besetzenden Staat nicht als Mittel zur Verfügung.

… das Recht auf Selbstverteidigung gemäß Internationalem Recht steht Israel seit 1957 in Bezug auf seinen Umgang mit realen oder angenommenen Bedrohungen, die aus der Bevölkerung der West Bank und des Gazastreifens kommen, nicht zur Verfügung. 

Eine Besatzungsmacht kann militärische Gewalt als Selbstverteidigung in einem Territorium, für das sie als Besatzer die Verantwortung trägt, nicht rechtmäßig einsetzen.

Wie auch immer, Leute und/oder Gruppen, die schwächere Gruppen unterdrücken, versuchen den elementaren gesunden Menschenverstand abzustreiten und die Regeln für das, was sie tun umzuschreiben, um sich in Hinblick auf ihre furchtbaren Taten besser zu fühlen. Zum Beispiel erlegte sich die spanische Inquisition selbst kleine Regeln auf für die Behandlung ihrer Folteropfer, wie zum Beispiel, dass diese nicht bluten sollten. Anstatt also Daumenschrauben zu verwenden (eine Euro-Lieblingstechnik), verbrannte die Inquisition die Menschen lebendig, da das, wie sie in ihrem Irrsinn behaupteten, die Menschen nicht zum Bluten brachte und somit die Inquisitoren der Moral und dem Gesetz treu waren, zumindest in ihren verschissenen und selbstgerechten Hirnen. (Sie ließen Menschen durch verschiedene Foltern auch bluten, indem sie einfach ihre eigenen Regeln nicht einhielten.)

Das ist natürlich das, was Israel, die Vereinigten Staaten von Amerika und alle korrupten widerlichen Machtzentren machen. Erakat erklärt, wie Israel diese Spiele mit dem Internationalen Recht spielt:

Israel versucht, sich um das Internationale Recht herumzuschwindeln, indem es behauptet, die palästinensischen Territorien im Sinne des Internationalen Rechts nicht zu okkupieren. Der Unsicherheitsrat, der Internationale Gerichtshof, die UNO-Vollversammlung und nicht zuletzt der israelische oberste Gerichtshof haben diese Position der israelischen Regierung rundweg zurückgewiesen.

In seiner Sitzung im Jahr 2012 beschrieb das UN-Komitee für die Abschaffung von Rassendiskriminierung die derzeitigen Umstände nach Jahrzehnten der Besatzung und der damit verbundenen Repression als gleichbedeutend mit Apartheid.

(Der Internationale Gerichtshof urteilt, dass „Artikel 51 der Charta [das Recht auf Selbstverteidigung] keine Bedeutung hat“ in Hinblick auf Israels Angriffe und Massaker in den Territorien, die es illegal okkupiert und kolonisiert.)

… Israel verdreht/verfälscht Internationales Recht, um seinen Einsatz von militärischer Gewalt zum Schutz seiner kolonialen Herrschaft zu rechtfertigen …

Dadurch zwingt Israel:

… die Menschen im Gazastreifen, einer der stärksten Militärmächte auf der Welt gegenüberzustehen, ohne dass sie entweder über ein eigenes Militär oder über realistische Möglichkeiten verfügen, an Mittel heranzukommen, um sich selbst zu verteidigen.

Würde sich Israel über Kleinigkeiten wie Ehre den Kopf zerbrechen, dann würde es den Bewohnern Gazas helfen oder erlauben, Lenkwaffen zur Selbstverteidigung zu bekommen. Der israelische Staat bevorzugt jedoch, seine Zivilbevölkerung als menschlichen Schutzschild zu gebrauchen (eine Taktik, die Israel ständig benützt), um die paar ungelenkten Raketen abzufangen, die bevölkerte israelische Gebiete erreichen, anstatt lenkbare Raketen ausgesuchte israelische Militäreinrichtungen treffen zu lassen, die mit der israelischen zivilen Gesellschaft verwoben sind.

Erakat kommt zum Schluss, dass nachdem das Verhalten des Staates Israel ein „Affront gegen die internationale humanitäre Rechtsordnung“ ist, „die Verpflichtung zur Änderung und zur Gewährleistung des Schutzes der Zivilbevölkerung auf den Schultern von Bürgern, Organisationen und Massenbewegungen liegt, die ihre Regierungen beeinflussen können, das Internationale Recht durchzusetzen. Es gibt keine Alternative zu politischer Mobilisierung, um staatliches Verhalten zu gestalten.“

Die nächste Frage ist, ob die Palästinenser das Recht haben, Waffen zu benützen, um sich gegen illegale israelische Okkupation, Annektierung, Besiedelung und Aggression zu wehren.

Wenn wir zurückkommen auf unsere Metapher von den Vereinigten Staaten von Amerika, die Kuba besetzen, dann lautet die Antwort nach gesundem Menschenverstand/Fairness natürlich ja. Und wieder, der Grund dafür, dass viele Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika nicht sofort mit ja antworten auf die Frage, ob die Palästinenser berechtigt sind, Gewalt einzusetzen, um sich selbst gegen Israels bewaffnete Aggression zu wehren, liegt darin, dass Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika ganz und gar keine Informationen bekommen, die für gesunden Menschenverstand und Weltmeinung stehen. Was ihnen vorgeführt wird repräsentiert Meinung und „Berichterstattung,“ die schwer zugunsten der von den Vereinigten Staaten von Amerika unterstützten Aggressoren voreingenommen sind, und in einer Art präsentiert werden, die von offenkundig über subtil und unterbewusst reichen, von natürlichem Ethnozentrismus bis zu vorsätzlicher Hinterlist.

Aber noch einmal, wenn wir das Internationale Recht betrachten, dann repräsentiert dieses eine Interpretation der Situation nach gesundem Menschenverstand, auf die jedes Kind kommen würde.

Die Experten für den Mittleren Osten LeVine und Hajjar erklären, dass es den Palästinensern nicht verboten ist:

… Waffen zu benutzen, um sich gegen die Okkupation zu wehren.

Einem zusätzlichen Protokoll entnahm ich das Recht der Menschen, Waffengewalt zu benutzen, um sich gegen ausländische Okkupation wie auch kolonialistische Beherrschung zur Wehr zu setzen, und um gegen rassistische Regimes in Ausübung ihres Rechts auf Selbstbestimmung zu kämpfen. Dieses Protokoll war verkündet worden mit dem Ziel, internationale Menschenrechtsstandards in assymetrische Kriege (zwischen Staaten und nichtstaatliche Gruppen) einzuführen.

Israel (wie auch die Vereinigten Staaten von Amerika) hat sich geweigert, dieses Protokoll zu unterzeichnen und anerkennt nicht das Recht von nichtstaatlichen Gruppen, für diese speziellen Anliegen zu kämpfen, sogar wenn sie sich an die Gesetze des Krieges halten. Die Rechtmäßigkeit des Einsatzes von Gewalt ist allerdings nicht gebunden an den Status der Gegner, sondern daran, ob diejenigen, die kämpfen, das in Übereinstimmung mit dem oben angeführten Internationalen Humanitären Recht (IHL) tun (und – wie Dr. Norman Finkelstein und andere bemerken – davon, ob eine Gruppe, die angegriffen wird, die Möglichkeit oder Fähigkeit besitzt, im Rahmen der technischen Grenzen des IHL zurückzuschlagen, z.B. ob die Palästinenser lenkbare und somit legale Geschosse haben, die sie als Abschreckung verwenden können? Haben sie nicht. Haben sie deswegen kein Recht, auf die wirksamste mögliche Art zurückzuschlagen, die ihnen zur Verfügung steht?)

Die, wie ich bereits bemerkt habe, weitgehend symbolischen und ineffektiven palästinensischen Raketenangriffe – die in ihrer gesamten Geschichte etwa 30 Menschen getötet haben – werden nicht nur unter der illegalen israelischen Okkupation abgefeuert, sondern hauptsächlich „zur Vergeltung für vorhergehende willkürliche Tötungen von Zivilisten in Gaza durch Israel,“ was zwei Fliegen auf einen Streich trifft – die Illegalität der israelischen Vorgangsweise und das Recht der Palästinenser auf Selbstbestimmung.

Unter den Beispielen für doppelte Kriegsverbrechen der Israelis (die illegale Okkupation kombiniert mit weiteren militärischen Angriffen/Aggression), die defensive Vergeltung aus Palästina hervorgerufen haben, finden sich:

… der Mord am 5. November 2012 an einem 23 Jahre alten geistig behinderten Mann, der zu nahe an den Grenzzaun kam, und an zumindest einem Buben, der fünf Tage später getötet wurde, als er Fussball spielte. Zwei weitere Palästinenser, die letzteren zu Hilfe eilten, wurden selbst unmittelbar durch drei weitere Geschoße getötet, die von israelischem Militär abgefeuert wurden (2012, und ähnliche Angriffe seitens der israelischen Besatzer 2014, die im Gegenzug zu Raketenbeschuss führten, wie Israel zugibt.)

2012 führten zum Beispiel israelische Angriffe zu einem Vergeltungsangriff der Volksfront für die Befreiung Palästinas, die ein Panzerabwehrgeschoss auf einen Armeejeep nahe der Grenze abfeuerte, wodurch vier Soldaten verletzt wurden. Dieser Angriff einer Gruppe, die nicht unter der Kontrolle von Hamas stand, führte im Gegenzug zum Angriff auf Jabari und zum Totalangriff Israels auf Gaza.

Der zweite Faktor, der die Selbstverteidigungsgeschichte umschmeisst, ist dass Jabari beteiligt war an den Verhandlungen über einen von Ägypten vermittelten umfassenden langfristigen Waffenstillstand mit Israel, als er ermordet wurde. In einem Kommentar am 17. November in der New York Times erklärte der israelische Wissenschaftler Gershon Baskin (der als Mediator an diesen Verhandlungen teilnahm), dass man Jabari eine fast fertige Version des Abkommens gegeben hatte, ehe er getötet wurde.

… die unmittelbaren Ursachen für die gewalttätigste Welle von Raketenfeuer waren genau die willkürlichen Tötungen von palästinensischen Zivilisten durch die israelische Armee und die Ermordung des Regierungsvertreters, der an den Verhandlungen beteiligt war, die solche Raketenangriffe langfristig reduzieren sollten. Darüber hinaus mussten israelische Regierungsvertreter wissen und annehmen, dass der Mord an Jabari einen gewaltsamen Gegenschlag der Palästinenser nach sich ziehen würde, was ernste Fragen in Hinblick auf ihre moralische und politische Verantwortung für die nachfolgende Gewalt aufwirft.

welche Israels Fähigkeit beeinträchtigen könnte, weiterhin illegal Territorium außerhalb seiner legalen und international anerkannten Grenzen zu kolonisieren.

In der Tat müssen Israels Angriffe auf besetzte Flüchtlingslager wie Gaza „vor dem Hintergrund einer Realität beurteilt werden, die, obwohl die israelischen Regierungsvertreter vehement dagegen sind … sich einer überwiegenden internationalen gemeinsamen Auffassung erfreut: Nämlich, dass die Gesamtheit der Territorien, die von Israel 1967 geschnappt wurden, gemäß Internationalem Recht okkupiert bleibt.“

Die Professoren fassen zusammen:

Einfach gesagt hat ein okkupierender Staat kein gesetzliches Recht, einen militärischen Krieg gegen eine besetzte Bevölkerung zu führen. Der okkupierende Staat ist im Gegenteil gesetzlich dazu verpflichtet, deren Rechte zu schützen und die Interessen dieser Bevölkerung vorrangig zu behandeln, etwas, was Israel augenscheinlich in keinem Teil der besetzten Territorien gemacht hat.

Die Besatzungsmacht hat auch Rechte, darunter das Recht, die Ordnung aufrecht zu erhalten und Schritte zu setzen, um ihre eigene Sicherheit zu gewährleisten. In Zusammenhang mit einer Okkupation sind diese Optionen jedoch beschränkt auf polizeiliche Maßnahmen und höchstens auf den Gebrauch leichter Waffen, um einer unmittelbaren Bedrohung zu begegnen, aber nicht auf ausgewachsenen Krieg.

Israel praktiziert „ständige Anwendung von groß angelegter willkürlicher Gewalt gegen Menschen und Raum von Gaza – und, nicht weniger wichtig, auch gegen die West Bank …“

Diese Handlungen bilden „in diesem Zusammenhang nicht nur Kriegsverbrechen, sondern Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und aufgrund ihrer eindeutig aggressiven Natur ein Verbrechen gegen den Frieden.“

Wie alle aggressiven Verbrecher würde Israel bevorzugen, auf keinen Widerstand zu stoßen, und besteht daher natürlich darauf, dass die Palästinenser „keinerlei Recht auf den Einsatz von Gewalt haben, nicht einmal zur Selbstverteidigung.“ Derartige verzweifelte Behauptungen bieten „einen wichtigen Einblick, wie Israel das Recht interpretiert, um die Rechtmäßigkeit von politischen Vorgangsweisen und Praktiken zu konstruieren, die es verfolgen will.“

Anerkannt als wichtigste und maßgebende moralische Stimme zum Thema Widerstand gegen Tyrannei sprach Mahatma Gandhi speziell zum Thema der israelischen Tyrannei gegen Palästina und sagte:

… die Israelis können sich in Palästina nur aufgrund des guten Willens der Araber ansiedeln …nichts kann gesagt werden gegen den arabischen Widerstand angesichts überwältigender Chancen.

erschienen am 17. Juni 2015 auf > Empire Slayer > Artikel

Reformation, das „Mutterunser“ für Gender-Deutschland

DruckBRDigung: Ob der Vatikan diese Form der Anbetung gutheißen kann oder nicht, dass soll hier nicht vertieft werden, denn der war schon ein entschiedener Gegner der ersten Reformation zu Zeiten des Martin Luther. Gerade im Land der Glaubensfreiheit und Reformation muss nicht immer gleich alles als Konkurrenz betrachtet werden. Wir alle kennen den Widerstand der Kirchenfürsten gegen jedwede Änderung an den von ihnen verordneten und monetarisierten Glaubensritualen. Immerhin wird Deutschland von Jahr zu Jahr weltoffener und da muss zurecht hinterfragt werden, ob einausschließlich männlicher Gott überhaupt noch zeitgemäß ist oder ob diese Vorstellung vielleicht besser ins Glaubensmuseum zu expedieren wäre.

Schlimmer noch, welche Propheten wollen oder sollen wir zukünftig für die Überbringung von Heilsbotschaften hier in Deutschland noch akkreditieren? Wem könnten wir in Zukunft, als aufgeklärte Gesellschaft, noch Glauben schenken? Auch mit den Propheten ist das keine ungefährliche Sache. Angeblich waren auch schon mal Kinderschänder darunter. Ergänzend dümmlich dominierten in dieser Disziplin ausschließlich die männlichen Banausen das Feld. Da wird es höchste Zeit diesem Glaubens-UN-Wesen mal etwas weiblichen parallel mit in die Spur zu stellen … nicht jedoch entgegenzusetzen, das wäre schließlich diskriminierend.

Bundeskanzlerin, Angola Murksel? Ist Mutter Theresa immer noch sehr weit weg von uns und auch schon ziemlich tot, so haben wir doch die Mutter der Nation stets in unserer Nähe. Wir wissen sie jederzeit gut aufgehoben in der Waschmaschine (liebevolle Bezeichnung der Berliner für das Kanzleramt), gut behütet von unseren besten Freunden von der NSA aus den USA. Darüber hinaus ist „Mutti” schon längst Kult in Schland und selbst Jesus wirkt dagegen wie eine abgetragene Kutte.

Vaterunser Mutterunser Mutter unser Merkelunser Angela Merkel Gebet Wunsch Hoffnung Fuerbitte Kirche Deutschland Tragik Untergang Verrat Sozialstaat Ende Genderwahn Gleichstellung Gott gleichheit qpressAngesichts der bereits geschilderten Umstände (Genderbefreitheit, Multi-Kulti, Glaubensfreiheit und Zunahme des allgemeinen UN-Glaubens) ist es nur folgerichtig, wenn wir uns einen zeitgemäßen und gegebenenfalls ergänzenden Anbetungsgegenstand suchen. Hierbei ist unsere Bundeskanzlerin logischerweise erste Wahl, was allein durch die wöchentlichen Beliebtheitswerte glasklar belegt ist. Gott selbst kommt bei diesen Sonntags-Umfragen schon seit Ewigkeiten nicht mehr vor, sofern er jemals drin war. Hells-Angela, inzwischen in der dritten Legislatur Deutschland in den Abgrund schiebend, hat eindeutig das Zeugs dazu. Sie ist es eindeutig! Deutschlands neues Messi-Ass!

Und wenn wir schon bei der Einführung neuer Glaubensgrundsätze sind, wird die Nation natürlich auch hier anfänglich zutiefst gespalten sein, was ganz normal ist. Wir machen es kurz. In den Weiten des Landes fand sich bereits ein erster Entwurf zu einem neuen Gebet, dem zu erwartenden „Mutterunser” welches der Verherrlichung unserer „Übermutter“ und künftigen Nationalheiligengewidmet zu sein scheint … vermutlich ist der erste (Ent)Wurf wohl doch von einer außerparlamentarischen Opposition, die weniger gut auf die Bundesmutti zu sprechen ist. Die feige Schein-Opposition im Bundestag hätte sich so etwas niemals getraut. Sei es wie es das erste „Mutterunser“ für die ganze deutsche Nation und nicht das erste Mal, dass sich der Pöbel grundlegend irrt. Die Wahl zwischen Himmel und Hölle ist auch gar nicht so einfach, denn in der Hölle herrschen meist ziemlich verführerische Temperaturen, was man derzeit von Deutschland nicht behaupten kann. Und zum Wohlfühlen kommt man auch dort erst, wenn man die Lobby unbeschadet durchschritten hat.

http://qpress.de/

Was Sie nicht wissen sollen! Terror, Revolutionen, Kriege – wer und was wirklich dahintersteckt!

Von pravda.tv
neue-weltordnung-kriege-terror
Die USA haben die Welt mehr als einhundert Jahre lang dominiert, doch ihr Stern sinkt, und die Machthaber im Hintergrund wehren sich verbissen dagegen. Sie intervenieren zwanghaft rund um den Erdball. Doch woher stammt ihr destruktiver Einfluss auf die EU?Eine kleine Gruppe von Psychopathen ist für die Kriege in Afghanistan, im Irak und in Syrien ebenso verantwortlich wie für den Konflikt in der Ukraine und den „Arabischen Frühling“. Afrika sowie der Nahe und Mittlere Osten versinken bereits im Chaos, das nun gesteuert auf Europa übergreift. Die Terroranschläge von Paris waren erst der Anfang!

In Europa und in den USA werden Polizei-, Gendarmerie- und Militäreinheiten aufgerüstet und für die brutale Niederschlagung von lang vorbereiteten Bürgerkriegen trainiert.

Erfahren Sie, was es wirklich mit der NATO, dem weltweiten Terrorismus, dem Konflikt in der Ukraine und dem Krieg gegen Russland auf sich hat. Was steckt wirklich hinter der „Anti-Putin-Propaganda“ des Westens, die für uns alle bald schreckliche Folgen haben könnte?

Was hat Saudi-Arabien mit alldem zu tun, und warum sind unsere europäischen Spitzenpolitiker zahnlose Marionetten?

Lesen Sie die Wahrheit darüber, wie Europa mittels TTIP und CETA kulturell und wirtschaftlich zerstört werden soll und welche gravierenden Auswirkungen diese Geheimverträge auf jeden von uns haben könnten. Nach dieser geballten Masse an brisanten und erschütternden Informationen mag sich der eine oder andere Leser in Hoffnungslosigkeit wähnen.

Doch Michael Morris zeigt auch auf, was wir tun können, um uns aus den Klauen der Geheimen Weltregierung zu befreien und Europa und die Welt wieder zu einem friedlichen Ort zu machen.

Jan van Helsing im Interview mit Michael Morris: »Ich halte die Lügen nicht mehr aus!«

Jan van Helsing: Was war Ihr Antrieb, dieses Buch zu schreiben?

Michael Morris: Ich glaube, das Geheimnis des Erfolges meines ersten Buches war, dass ich dafür brannte, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ich habe den Lesern gut recherchierte Informationen in leicht verständlichen Worten geliefert, und ich habe die Ziele und die Hintermänner der »Neuen Weltordnung« beim Namen genannt, weil mich die Feigheit und Unterwürfigkeit der Mainstream-Presse erzürnt hat. Dasselbe gilt für mein neues Buch. Der Auslöser für dieses Buch war zum einen der Konflikt in der Ukraine, der ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und Russland ist. Ich wollte den Falschmeldungen und den einseitigen Schuldzuweisungen etwas entgegensetzen, das auf Substanz beruht, anstatt auf Propaganda. Der zweite Beweggrund, dieses Buch zu schreiben, war, dass ich nicht wortlos zusehen will, wie Europa schleichend zum 51. Bundesstaat der USA verkommt. Es ist mir wichtig, die Wahrheit über die Geheimverträge TTIP, TISA und CETA ans Licht zu bringen.

Jan van Helsing: Genau dieses Thema kocht ja derzeit in Europa hoch, weil die Menschen spüren, dass die Politik gegen ihren Willen und zu ihrem Nachteil gemacht wird. Die Tatsache, dass der deutsche BND sich als ein Handlanger für den US-Geheimdienst NSA entpuppt, zeigt uns, wie aktuell Ihr Buch ist und wie sehr es den Zeitgeist trifft. Ich war erschüttert, als ich las, was diese Abkommen alles beinhalten.

Michael Morris: Genau das sollten Sie auch sein. Die Europäer sollten endlich erkennen, dass die EU und der Euro keine europäische Idee waren, sondern ein Konzept der USA, die 1955 mit ihrem »Aktionskomitee für die Vereinigten Staaten von Europa« damit begannen, Europa zu unterwerfen. Die USA haben die Welt im 20. Jahrhundert wirtschaftlich, politisch und militärisch dominiert, und ein Land nach dem nächsten unterworfen, weil sie davon überzeugt waren, das auserkorene Volk zu sein.

Doch das US-Imperium bricht in sich zusammen und die Machthaber schlagen wild um sich. Wenn Länder wie Russland, China, Brasilien, Indien oder der Iran den Mut haben, sich der aggressiven US-Außenpolitik zu widersetzen, dann wäre es für Europa auch langsam an der Zeit, sich zu emanzipieren. Die Geheime Weltregierung hat seit Jahrzehnten geplant, Europa und Nordamerika zu vereinen, die beiden Kontinente zu einem einzigen großen Staat mit einer einzigen Währung unter ihrer Regierung zusammenzuführen.

Diese »Vereinigten Staaten von Nordamerika und Europa« wären der nächste logische Schritt in Richtung Weltherrschaft, und sie sind für die Geldelite unverzichtbar, weil sie sonst der China-Russland-Allianz unterliegen würde. Der US-Dollar ist am Ende. Im Grunde will ihn niemand mehr benutzen. Der Euro war von vornherein eine Totgeburt und seine Existenz hängt am seidenen Faden. Die Vereinigung Europas und Nordamerikas ist die einzige Überlebenschance für die reichen angelsächsischen Familien, die alle großen Konzerne, Banken, Politiker und Medien steuern.

Jan van Helsing: Womit wir bei TTIP, CETA und TISA angelangt wären … Diese Geheimverträge werden uns als »Freihandelsabkommen« verkauft und es wird behauptet, dass sie hunderttausende neuer Arbeitsplätze schaffen würden. Was sagen Sie dazu?

Michael Morris: TTIP und CETA sind keine »Freihandelsabkommen«, sondern hinterhältige Verträge zur Abschaffung der Demokratie, der Meinungsfreiheit und der Menschenrechte. Sie werden keine Arbeitsplätze schaffen, sondern sie im großen Stil vernichten. Es handelt sich bei TTIP und CETA um geheime Verträge zwischen der EU, den USA und Kanada über die Abschaffung regionaler Parlamente, Gesetze und Verordnungen. Alle Macht soll von den Parlamenten an die internationalen, also amerikanischen Großkonzerne übertragen werden. Kein europäisches Land soll ohne deren Zustimmung mehr neue Gesetze oder Verordnungen erlassen dürfen. Unter anderem sollen die lokale Gerichtsbarkeit und Kulturförderungen abgeschafft, die Wasserversorgung privatisiert werden, und Banken sollen noch mehr Freiheiten erhalten als sie ohnehin schon haben.

Jan van Helsing: Ich war tatsächlich fassungslos über viele der Details, die Sie zu diesem Themenkomplex aufzeigen, etwa als ich gelesen habe, dass alle Verhandlungen über diese Abkommen nicht nur im Geheimen stattfanden, sondern zudem auch per Vertrag so lange vor der Öffentlichkeit verheimlicht werden sollten, bis sie unterzeichnet und umgesetzt waren.

Michael Morris: Ja, in den im Jahr 2012 begonnenen TISA-Verhandlungen, einem geheimen Abkommen über die Abschaffung von Arbeitnehmerrechten und Mindestlöhnen zwischen der EU, Nordamerika, einigen mittel- und südamerikanischen Staaten und Australien, ist festgeschrieben, dass die Öffentlichkeit über diesen Vertrag erst fünf Jahre nach dessen Inkrafttreten oder Scheitern informiert werden darf! Wer also bislang nicht an Verschwörungen glaubte, könnte hier eines Besseren belehrt werden.

Jan van Helsing: Sie beschreiben auch, dass auf europäischer Seite nur vier Personen in diese Verhandlungen eingebunden waren oder sind, und nicht nur die Bürger, sondern auch alle anderen gewählten Politiker hinters Licht geführt wurden. Woher haben Sie Ihre Informationen?

Michael Morris: Von Insidern … Ja, vier Menschen haben ohne Ermächtigung durch die europäische Bevölkerung über deren Köpfe hinweg versucht, ihre Rechte zu beschneiden und sie zu Sklaven der Großkonzerne zu machen. Einigen mutigen Menschen ist es zu verdanken, dass diese Verschwörung ans Licht kam und geheime Informationen durchsickerten. Dadurch konnten wir vorerst das Schlimmste abwenden. Bis jetzt haben bereits mehr als 1,7 Millionen Menschen die Bürgerinitiative »Stopp TTIP« unterschrieben. Dennoch ist noch lange nichts gewonnen, da die Machthaber in den USA und in Europa sich davon bislang nur wenig beeindrucken lassen. Wir haben ein wenig Zeit gewonnen, aber die Bürger werden den Druck erhöhen müssen.

Jan van Helsing: Was ist Ihr Anliegen mit diesem Buch? Was wollen Sie erreichen?

Michael Morris: Ich möchte den Menschen Informationen und Fakten liefern, die sie bislang nicht kannten. Ich möchte ihnen Zusammenhänge und Querverbindungen aufzeigen. Ich möchte sie dazu anregen, kritischer zu sein und die richtigen Fragen zu stellen.

Jan van Helsing: Wie etwa?

Michael Morris: Kann es Zufall sein, dass es gerade in Frankreich jüngst zu Terroranschlägen kam, nachdem die französische Politik immer wieder die USA kritisierte und im Geheimen mit Russland und China an einer neuen Weltwährung bastelte, die den Dollar ersetzen sollte? War es Zufall, dass Frankreich und Deutschland gegen den Willen der USA versuchten, eigenmächtig Frieden in der Ukraine zu schaffen, und wenige Tage später ausgerechnet eine deutsche Passagiermaschine in Frankreich abstürzte? Kann es so viele Zufälle wirklich geben oder steckt vielleicht doch mehr dahinter?

Jan van Helsing: Es wird die Leser kaum überraschen, dass aus Ihrer Sicht sehr viel mehr dahintersteckt. Sie decken unter anderem auf, dass Geheimdienste und die NATO jahrzehntelang an Terroroperationen beteiligt waren und letztlich auch die großen islamistischen Terrororganisationen mitgegründet haben – und sie angeblich bis heute unterstützen. Gleichzeitig behaupten sie aber, diese zu bekämpfen.

Michael Morris: Ja, Geheimdienste, der militärisch-industrielle Komplex, Großkonzerne, Banken und die Politik haben teils sehr gegenläufige Interessen – in den meisten Fällen kollidieren sie mit denen der Bevölkerung. Wir befinden uns inmitten eines weltweiten Informations- und Cyberkrieges. Es wird gelogen und manipuliert. Es werden falsche Fährten gelegt und Feindbilder aufgebaut, um von den wahren Sachverhalten abzulenken.

Jan van Helsing: Können Sie die in wenigen Worten erläutern?

Michael Morris: Die USA – und damit meine ich die »wahren Mächte« hinter der US-Politik – mussten mit ansehen, wie Europa und Russland unter Wladimir Putin immer enger zusammenwuchsen und Russland immer selbstbewusster wurde. Die Ukraine als größtes europäisches Land ist die Brücke zwischen Russland und Europa, und die Geheime Weltregierung ließ diese Brücke sprengen, um die beiden zu entzweien. Es geht dabei auch um Rohstoffe, um die Endlagerung von Atommüll in der Tschernobyl-Sperrzone, um die Machtkämpfe lokaler Oligarchen und vieles mehr.

Aber zuallererst geht es darum, Russland und Europa zu schwächen und sie gegeneinander aufzuhetzen. Das kann, wenn nötig, auch in einem erneuten großen Krieg auf europäischem Boden enden. Denn wenn es den USA gelingt, Europa und Russland zu zerstören, dann bleibt nur noch China als Gegner übrig − und einem isolierten China fühlen sich die USA gewachsen. Einer Allianz aus Russland, China und anderen Ländern wären sie militärisch und wirtschaftlich klar unterlegen.

Jan van Helsing: Wie kann es sein, dass die Politik und die Medien die Tatsachen so offensichtlich verdrehen? Hat denn tatsächlich keiner von ihnen ein Gewissen? Oder wissen sie es nicht besser?

Michael Morris: Diejenigen, die ein Gewissen haben, werden früh ausgemustert oder versauern in den hinteren Reihen. In der ersten Reihe stehen immer die folgsamen Karrieristen, die genau wissen, wann sie wegsehen oder den Mund halten müssen. Sie tun alles, um erfolgreich zu sein. Und wenn sie eines Tages doch ihr Gewissen entdecken, dann ist es oft zu spät. Vielen Politikern fehlt das Hintergrundwissen. Sie sind auf die Informationen von Beratern und Lobbyisten angewiesen, die meist eigene Interessen verfolgen.

Zudem sind die meisten Politiker eitel und machtverliebt. Sie haben oft nicht die menschliche Größe, Schwächen oder Fehler einzugestehen. Und solange die Bevölkerung sie gewähren lässt, werden sie weitermachen. Politiker sind die stolzen Offiziere der Geheimen Weltregierung und sie bestimmen über die einfachen Soldaten. Das sind jene braven Menschen, die einfach nur versuchen, wirtschaftlich über die Runden zu kommen, einen Job zu haben und ihn zu behalten. Sie können sich den Luxus einer eigenen Meinung nicht leisten – zumindest glauben sie das, weil sie vom System eingeschüchtert und abhängig gemacht wurden. Mein Anliegen ist es auch, diesen Menschen Mut zuzusprechen und sie wachzurütteln, denn wir werden das Ruder nur gemeinsam herumreißen können.

Jan van Helsing: Tatsächlich gibt es immer mehr Menschen, die nach Wahrheit streben, die echte und umfassende Informationen suchen, was ja auch zum immer größeren Erfolg alternativer Medien beiträgt. Haben Sie nicht das Gefühl, dass sich hier etwas verändert?

Michael Morris: Doch, aber mir fällt auf, dass es für ältere Menschen einfacher ist zu erkennen, wann sie hinters Licht geführt werden, weil sie den Vergleich zu früher haben. Sie erkennen, dass der größte Teil der Berichterstattung immer oberflächlicher und dümmer wird, dass es immer mehr Quantität auf Kosten der Qualität gibt. Viele junge Menschen hingegen, die mit Smartphones und Tablets aufgewachsen sind, kennen gut recherchierten Journalismus oft nicht mehr. Sie haben sich daran gewöhnt, unentwegt mit Kurznachrichten bombardiert zu werden, immer erreichbar und verfügbar zu sein. Sie sind es gewohnt, sich nur noch an der Oberfläche von Dingen aufzuhalten. Sie vermissen den Tiefgang nicht, weil sie ihn nicht kennen.

Jan van Helsing: Ist das nicht ein wenig pessimistisch?

Michael Morris: Nein, leider nicht. Ich finde es vielmehr realistisch. Lassen Sie mich Ihnen ein plastisches Beispiel für diese moderne Berichterstattung geben, weil ich es so bezeichnend für unsere Zeit finde. Vor Kurzem fand in den USA der WM-Boxkampf zwischen Floyd Mayweather und Manny Pacquiao statt. Ich hatte das Vergnügen, diesen Kampf, der in den USA nur im Bezahlfernsehen zu sehen war, in einer rund zehnköpfigen Gruppe im Haus von Freunden an der US-Ostküste anzuschauen.

Mit dabei war eine junge, intelligente und aufgeweckte Frau, die seit Kurzem für eine der größten US-Tageszeitungen tätig ist. Sie musste für deren Internetseite live von diesem Boxkampf berichten und kurze Kommentare posten. Sie hatte keine Ahnung von Boxen, starrte während des gesamten Kampfes nur auf ihren Laptop und schlug in die Tasten. Sie hat den Kampf überhaupt nicht gesehen. Ihre gesamte Berichterstattung basierte auf unseren laienhaften Kommentaren und Anfeuerungsrufen. Sie fragte ständig: »Wer, glaubt ihr, hat diese Runde gewonnen? In welcher Runde sind wir? Kann ich das so schreiben?« So ähnlich spielen sich die Berichterstattungen heute auch in den Bereichen Politik und Wirtschaft ab.

Jan van Helsing: Sie sehen das als symbolisch für den heutigen Journalismus an?

Michael Morris: Ja, denn viele Journalisten stehen unter enormem Zeitdruck. Es gibt kaum Raum für gründliche Recherche oder eigene Gedanken. Meist schreiben sie nur noch ab, was ihnen intern oder von den Presseagenturen vorgegeben wird. Kritische Äußerungen, die etwa der »Politischen Korrektheit« oder dem allgemeinen Konsens widersprechen, werden ihnen von ihren Vorgesetzten verboten. Die Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren, dominiert alles. Es gibt Journalisten, die gerne anders arbeiten würden, meist sind sie aber im System gefangen.

Jan van Helsing: Sie rechnen damit, dass es in naher Zukunft in Europa und den USA zu einer noch größeren Spaltung in der Gesellschaft kommt?

Michael Morris: Ja, diese Spaltung ist gewollt und wird vorangetrieben. Die Machthaber wollen Chaos, um Notstandsgesetze in Kraft setzen zu können. Sie wollen die bürgerlichen Rechte einschränken und die lückenlose Überwachung durchsetzen. Sie wissen, dass das alte System zusammenbrechen wird, und sie wissen, dass es dann ungemütlich wird. Sie haben Angst, für ihre Versäumnisse zur Rechenschaft gezogen zu werden. In den USA stehen wir kurz vor einem Bürgerkrieg, der als Rassenkampf beginnt. Hier stehen weiß dominierte Institutionen gegen eine benachteiligte schwarze Bevölkerung. Die Stimmung ist aufgeheizt.

In Europa sind die Vorbereitungen auch längst getroffen. Hier wird Hass gegen Muslime und Flüchtlinge geschürt, Deutsche werden gegen Griechen ausgespielt. Die Europäische Gendarmerietruppe und andere Spezialeinheiten trainieren seit Jahren unermüdlich den Häuserkampf und die Niederschlagung von Volksaufständen. Die Schweizer haben sich längst auf einen Bürgerkrieg in Europa, auf die Grenzsicherung und auf die Abwehr von Flüchtlingsströmen vorbereitet.

Jan van Helsing: Gibt es keine Hoffnung auf eine Besserung der Lage in Europa?

Michal Morris: Doch, Hoffnung gibt es immer, doch wir müssen unser Verhalten ändern, wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, direkte Demokratie umsetzen. Wir dürfen uns nicht mehr länger vom Establishment einlullen und gegeneinander aufhetzen lassen. Wenn wir begreifen, dass Politiker nur unsere Angestellten sind und sie mit Nachdruck daran erinnern, dann werden sie künftig nicht mehr Konzerninteressen dienen, sondern dem Volk.

Wir müssen klare Forderungen formulieren. Werden sie nicht erfüllt, dann werden diese Politiker nicht mehr gewählt – oder schon vor Ende ihrer Amtszeit abgesetzt. Wir müssen uns besser, ausgewogener, umfassender informieren und endlich handeln. Nicht zu wählen, bestärkt Politiker in ihrem Tun. Alternativ oder ungültig zu wählen, würde sie wachrütteln. Wenn wir es wollen und uns Mühe geben, dann werden wir Europa befreien und zu neuem Glanz und Wohlstand führen können. Wir müssen nur endlich wieder die Smartphones beiseite legen und uns der realen Welt zuwenden. Dann ist alles möglich.

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Sie sprechen in Ihrem Buch von der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Ist diese Gefahr aus Ihrer Sicht wirklich real?

Michael Morris: Ich fürchte, sie ist sehr real und ich bin nicht der Einzige, der das so sieht. Selbst Papst Franziskus sprach vor Kurzem in Bosnien davon, dass wir uns bereits im Dritten Weltkrieg befinden. Noch erstaunlicher fand ich, dass er hinzufügte, dass dieser Krieg ganz offensichtlich von einigen Personen absichtlich geschürt und geführt wird!

Jan van Helsing: Dennoch ist der Ukraine-Konflikt, der aus Ihrer Sicht eine entscheidende Rolle für uns alle spielen wird, in den Medien nicht mehr so präsent wie noch vor einem halben Jahr.

Michael Morris: Ja, das Thema »Ukraine-Konflikt« wurde zuletzt in den Massenmedien auf sehr kleiner Flamme gekocht, aber das ändert nichts daran, dass der Konflikt zwischen Russland und dem Westen weiter eskaliert. Gerade erst haben sich die sieben großen Westmächte zum G7-Gipfel getroffen. Man hat Russland aus diesem internationalen Club ausgesperrt und setzt weiter auf Konfrontation, wissend, dass dies ins Verderben führen könnte.

Russland und China haben im Mai ein gemeinsames Flottenmanöver im Mittelmeer abgehalten, die USA haben im Rahmen der NATO im Juni ein großes Manöver in Polen und im Baltikum durchgeführt. Beide Seiten verhängen gegenseitig Einreiseverbote für Politiker und Geschäftsleute. Der Ton zwischen Russland und der EU wird zunehmend rauer, und Brüssel ist verärgert, weil die Sanktionen gegen Russland nichts gebracht haben, außer der europäischen Wirtschaft zu schaden. Das europäische Spitzenpersonal ist völlig planlos. Russen und Chinesen kaufen im Westen alles auf, und in Washington und Brüssel scheinen die Nerven blank zu liegen, auch weil die griechische Regierung der EU auf der Nase herumtanzt und alle Angst vor einem Ausscheiden der Griechen aus der EU haben.

Jan van Helsing: Was genau kaufen Russen und Chinesen im Westen denn auf, und was ist so schlimm daran?

Michael Morris: Nun, »schlimm« ist relativ. Das ist immer eine Frage der Perspektive. Reiche Chinesen kaufen seit Jahren ein westliches Unternehmen nach dem anderen auf, womit sie immer mehr Macht über die westliche Wirtschaft bekommen. Zudem kaufen sie massenweise Immobilien aller Größenordnungen, was den Markt anheizt – vor allem in den USA.

Die den Europäern von den USA aufgezwungenen Russland-Sanktionen haben zu einem Anstieg der Immobilienpreise in Europa geführt, da zahlreiche russische Millionäre und Milliardäre in Schlösser, Häuser und Wohnungen in London, Paris, Mailand, Rom, Wien, Moskau und St. Petersburg investierten. Viele Immobilien sind nun wieder stark überbewertet, und wir stehen kurz vor dem erneuten Platzen einer Immobilienblase.

Jan van Helsing: Aber waren Immobilien in den USA und in Europa durch den Crash von 2008 nicht ohnehin unterbewertet? Ist ein Preisanstieg bei Immobilien denn so schlecht?

Michael Morris: Durch den Crash von 2008 hatten zahlreiche Immobilien in den USA und in Europa deutlich an Wert verloren. Man könnte auch sagen, dass sie auf ihren eigentlich wahren Wert zurückgesetzt wurden. Viele Menschen in den unteren Einkommensbereichen wurden auf die Straße gesetzt, weil sie die Kredite für ihre überbewerteten Häuser und Wohnungen nicht mehr bedienen konnten – vor allem in den USA. Millionen zwangsversteigerter Immobilien landeten so beim obersten ein Prozent der Einkommenspyramide, das massenweise Immobilien zu niedrigen Preisen aufkaufen konnte. Nun steigt der vermeintliche Wert dieser Immobilien wieder dank der Geldschwemme und Nullzinspolitik der westlichen Notenbanken. In Irland sind die Immobilienpreise allein im letzten Jahr um 16 Prozent gestiegen. In den USA wurden noch nie in der Geschichte mehr Luxusimmobilien gebaut, noch nie mussten Menschen mehr für Miete bezahlen. Immer mehr arbeitende US-Amerikaner können sich kein Dach mehr über dem Kopf leisten. In Los Angeles leben zahlreiche Vollzeitbeschäftigte in ihren Autos, nachdem sie ihre Häuser verloren haben und sich die teuren Mietwohnungen nicht leisten können. Sie duschen morgens am Strand, steigen dann in ihren Anzug und fahren zur Arbeit.

Jan van Helsing: Aber das sind doch eher Ausnahmen, oder?

Michael Morris: Leider nein. Die Situation ist extrem kritisch. Ich beobachte sie seit Jahren aufmerksam vor Ort. In San Francisco kostet der Luxus eines eigenen Zimmers mit eigenem Bett mittlerweile 2000 US-Dollar pro Monat und mehr. Wohlgemerkt: keine Wohnung, sondern nur ein Zimmer! Um sich das leisten zu können, muss man mindestens 4000 US-Dollar verdienen, was nur den wenigsten jungen Menschen gelingt. Die meisten von ihnen müssen sich für 1000 US-Dollar monatlich mit zwei oder drei anderen arbeitenden Menschen ein Zimmer teilen, manche sogar ein Bett.

Jan van Helsing: Die Menschen müssen sich in San Francisco ein Bett teilen? Im Ernst? Das erinnert an die »Bettgeher« zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa!

Michael Morris: Ja, wir bewegen uns im sozialen Bereich eindeutig rückwärts. Immer mehr Menschen können sich »wohnen« nicht mehr leisten. Eine desolate 75m2-Wohnung kann in San Francisco heute schon mal 1,5 Millionen US-Dollar kosten, ein neu errichtetes Einfamilienhaus in Los Angeles auch gerne mal sechs Millionen US-Dollar oder mehr. Immobilien dienen heute nicht mehr dem Wohnen, sondern der Spekulation. Die Reichen wissen dank der Nullzinspolitik nicht mehr wohin mit ihrem Geld. Sie überbieten sich beim Bau und Kauf von Immobilien gegenseitig und treiben so die Preise hoch. Genauso stecken sie Unsummen in komplett überbewertete Aktien und treiben so die Aktienindizes nach oben.

In den US-Metropolen erleben wir einen Bauboom im Superluxussegment. In New York City werden immer mehr Wohnungen errichtet, die 50 000 US-Dollar Miete und mehr PRO MONAT kosten! Die Politik der letzten Jahre war eine Politik für die Reichen und gegen die Armen dieser Welt – zusehends auch immer mehr gegen die Mittelschicht, die sukzessive verschwindet.

Jan van Helsing: Aber bedeuten steigende Mietpreise denn nicht, dass es immer mehr reiche Menschen gibt, die sich diese Preise auch leisten können?

Michael Morris: Ja, und gleichzeitig gibt es immer mehr arme Menschen, denn der Mittelstand wird systematisch zerstört und ausgedünnt. In den USA sind zahlreiche Städte wie Chicago oder Detroit pleite, selbst die achtgrößte Wirtschaft der Welt, Kalifornien, ist seit Jahren zahlungsunfähig. Jedes Jahr schließen tausende Geschäfte. Zahlreiche Kleinstädte gleichen Geisterstädten. Immer mehr alte Menschen leben in bitterer Armut. Das Land verrottet von innen her. Dennoch geben die USA jährlich 650 Milliarden US-Dollar für ihre militärischen Aktivitäten im Ausland aus. Krieg und Rüstung sind der einzig verbliebene Motor der US-Wirtschaft und die einzige Möglichkeit, die Dominanz des US-Dollars und der US-Firmen auf dem großen globalen Markt zu erhalten. Die US-Politik hat den eigenen Laden nicht im Griff, schreibt aber allen anderen Nationen immer noch vor, was sie zu tun haben. Dieses Kolonialherren-Denken beruht immer noch auf der »Manifest Destiny« des 19. Jahrhunderts, also der Überzeugung, dass die USA – genauer die weiße US-Oberschicht – den göttlichen Auftrag zur Expansion hätten. Sie sind davon überzeugt, wie die Engländer vor ihnen, dass sie die Krone der Schöpfung seien und alle anderen sich unterzuordnen hätten. Wenn sie das nicht tun, dann werden sie entfernt.

Jan van Helsing: Sie beschreiben in Ihrem neuen Buch ausführlich die Hintergründe dieses Denkens und beleuchten genau die Entwicklung der USA hin zur Supermacht. Besonders interessant fand ich dabei die zwei Kapitel über Panama, das im Grunde von den USA geschaffen wurde, und worüber wir Europäer so gut wie nichts wissen.

Michael Morris: Ja, ich denke, dass es für uns Europäer sehr wichtig wäre, die Geschichte der USA und die Denkmuster der Mächtigen in dem Land besser zu verstehen, denn Europa wird nach wie vor von den USA regiert und scheint momentan mit in den Abgrund gezogen zu werden.

Im Jahr 1903 war Panama eine Provinz Kolumbiens, in der es den Wunsch nach Unabhängigkeit gab. Die US-Geheimdienste halfen den Separatisten beim Putsch gegen die Regierung und setzten daraufhin im neu geschaffenen Staat Panama eine Regierung ein, die den USA die Hoheit über den Panamakanal zusicherte. Diese Intervention war so simpel und erfolgreich, dass sie künftig zu einer Blaupause für die US-Außenpolitik wurde. Seitdem intervenieren die USA in jedem Land, das für sie strategisch von Vorteil ist. Sie haben rund um den Globus Militärbasen errichtet, Regierungen gestürzt und neue eingesetzt und sie haben den Zerfall des Ostblocks mit verursacht.

Sie haben während den 1980er-Jahren gemeinsam mit den Saudis die Mudschaheddin in ihrem Kampf gegen die Russen unterstützt, haben al-Qaida mit aufgebaut, haben ein Land nach dem anderen unterworfen, doch nun haben sie offenbar die Kontrolle über all das verloren, wie der Islamische Staat oder der Krieg in Syrien beweisen. Zudem zerbricht die USA von innen. Die konservativen Machthaber im Hintergrund scheinen das aber nicht wahrhaben zu wollen. Viele von ihnen scheinen völlig weltfremd zu sein und sich selbst komplett zu überschätzen. Anstatt ihre eigenen Fehler einzugestehen, bauen sie immer wieder neue Feindbilder auf, um das Volk abzulenken. Doch mit Wladimir Putin könnten sie sich doch übernommen haben.

Jan van Helsing: Was genau meinen Sie, wenn Sie davon sprechen, dass die USA von innen her zerfallen? Wie muss man sich das konkret vorstellen? Meinen Sie die Proteste und Rassenunruhen?

Michael Morris: Auch, aber in den USA sind heute offiziell mehr als zwei Millionen Jugendliche und junge Menschen obdachlos. Dazu kommen mehrere Millionen älterer Obdachloser. Durch die steigenden Mietpreise werden es täglich mehr. Viele dieser jungen Menschen ziehen in kleinen Gruppen durchs Land. Sie vagabundieren, sind desillusioniert, wütend und nehmen oft harte Drogen, um sich zu betäuben. Sie stehlen und brechen ein, um über die Runden zu kommen. Sie bleiben so lange an einem Ort, bis sie von der lokalen Exekutive vertrieben werden und weiterziehen müssen. Sie prägen mittlerweile das Stadtbild vieler US-Kleinstädte. Die meisten dieser obdachlosen Jugendlichen sind weiß. Sie gehören der ehemaligen weißen Mittelschicht an, die konstant ausgedünnt wird. Sie sind von der privilegierten Oberschicht ausgestoßen worden und konkurrieren nun mit anderen Randgruppen der Gesellschaft um die Brotkrumen am Rande der Straße. Damit sind Unruhen vorprogrammiert.

Ein großer Teil der afroamerikanischen Familien in den USA ist zerrüttet, viele schwarze Familienväter sitzen im Gefängnis – oft wegen lächerlich kleiner Vergehen. Schwarze und Hispanics wurden jahrzehntelang von einer weiß dominierten Exekutive benachteiligt, schikaniert, weggesperrt oder getötet. Es ist wie im Lied »Zehn kleine Negerlein«. Täglich werden in den USA »zwei kleine Negerlein« von Polizisten erschossen und kaum jemand kümmert sich darum. Niemand glaubt in den USA mehr daran, dass die Polizei zum Schutz der Bevölkerung da sei. Die Polizei ist dank zahlreicher absurder Gesetze und Verordnungen zum Feind des Volkes geworden. Die Polizei darf Bargeld, das sie bei Fahrzeugkontrollen findet, beschlagnahmen und frei darüber verfügen; sie darf »Verdächtige« jederzeit ohne Beweise oder Gerichtsverfahren einsperren. Gewaltexzesse und Mord durch die Polizei sind an der Tagesordnung. Noch können die wütenden Massen mittels sozialer Medien und Ablenkungsmanöver von den Vierteln der Reichen ferngehalten werden. Aber nicht mehr lange.

Jan van Helsing: Sie gehen von Unruhen aus?

Michael Morris: Oh ja, und ich weiß, wie sie aussehen können. Ich habe 1992 die Riots (Aufstände) nach dem Fall Rodney King miterlebt. Ich war dabei, als das Land für Tage im Ausnahmezustand war, das öffentliche Leben stillstand und ganze Stadtviertel in vielen Großstädten brannten. Das war nicht schön. Und es kann jederzeit wieder passieren. Und diesmal ist die soziale Kluft zwischen arm und reich noch viel größer. Also ist die Gefahr groß, dass die Regierung, wenn es brenzlig wird, ein großes Ablenkungsmanöver startet und einen Krieg im Außen anzettelt. Ein äußerer Feind ist das effektivste Mittel, um ein gespaltenes Volk wieder zu einen – zumindest für kurze Zeit.

Jan van Helsing: Der Ausdruck »zehn kleine Negerlein« ist aber politisch gar nicht mehr korrekt, so etwas darf man doch heute nicht mehr sagen. Schon gar nicht in den USA.

Michael Morris: Ja, ist es nicht interessant, dass diese heuchlerische »political correctness« aus den USA kommt, aus einem Land, das alle Bürgerrechte mit Füßen tritt und Freund und Feind ausspioniert? Und ist es nicht bemerkenswert, dass genau jene Heuchelei in Europa so Einzug gehalten hat?

Im Jahr 2008 wurde in Paris der europäische »Rat für Toleranz und Versöhnung« geschaffen, ein Gremium gespickt mit hochkarätigen und einflussreichen aktuellen oder ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, christlichen, muslimischen und jüdischen Vertretern, deren Aufgabe es ist, auszuarbeiten, wie man die Europäer zur »Toleranz« umerziehen kann. Das ist die moderne Form der Gedankenpolizei, vor der George Orwell bereits 1949 warnte.

Wie der Papst feststellte, befinden wir uns bereits im Dritten Weltkrieg. Dieser Krieg wird in unseren Breiten vorerst vorwiegend auf geistiger Ebene geführt, aber das ist nur die Vorbereitung für einen militärischen Krieg. Wir werden immer stumpfer und brutaler gemacht. Wir dürfen vieles nicht mehr sagen, nicht aussprechen, nicht einmal mehr denken, aber wir führen mehr Kriege als je zuvor, zerstören ein Land nach dem anderen. Der Wettbewerb innerhalb westlicher Firmen nimmt immer mehr zu, wird immer brutaler, aber nach außen tun wir so, als wären wir alle lieb, offen und tolerant. Diese Gesellschaft ist zutiefst verlogen.

Das Lied »Zehn kleine Negerlein« stammt aus den 1860er-Jahren und legt Zeugnis ab über den Rassenhass und die Arroganz einer reichen, weißen US-Finanzaristokratie. Ursprünglich hieß das Kinderlied »Zehn kleine Indianerlein«, und es sollte kleinen Kindern spielerisch vermitteln, dass die nordamerikanischen Ureinwohner dumm und nutzlos waren. US-Präsident Andrew Jackson hatte 1830 den Indian Removal Act unterzeichnet, ein Gesetz zur Zwangsumsiedlung der Ureinwohner. Man zerstörte ihre Werte und Traditionen systematisch, da man sie als primitiv und dümmlich ansah.

Nachdem man die »Indianerlein« in den USA innerhalb weniger Jahrzehnte nahezu ausgerottet hatte, ließ man fortan die »Negerlein« im Lied auftauchen, also jene schwarze Bevölkerung, die aus ihrer ursprünglichen Heimat geraubt worden war und nun als Sklaven auf den Plantagen der weißen Oberschicht schuftete. Indianerinnen wurden in den USA übrigens bis in die 1970er-Jahre hinein zwangssterilisiert und Schwarze durften ebenso lange nicht wählen. Heute sterilisiert die weiße US-Elite mittels ihrer Gutmenschenstiftungen im ganz großen Stil Afrikanerinnen – oft ohne deren Wissen und gegen deren Willen. Millionen Schwarze dürfen in den USA immer noch nicht wählen, weil sie im Gefängnis sitzen, wo sie kein Wahlrecht haben. Eine unliebsame Gruppe nach der anderen wird aus dem Verkehr gezogen. …

Jan van Helsing: Und nun geht es der weißen Mittelklasse an den Kragen? Sie gehen in Ihrem Buch auch auf das Problem der Überbevölkerung ein, das ebenfalls ein Lieblingsthema reicher, weißer Angelsachsen zu sein scheint. Worin besteht der Zusammenhang?

Michael Morris: Darin, dass das Establishment, die oberen Zehntausend, Angst vor der Masse von Menschen hat, die immer ärmer wird und sich eines Tages erheben könnte. Dafür werden Vorbereitungen getroffen. Den Mob zu dezimieren bedeutet, das Risiko für die herrschende Klasse zu minimieren.

Jan van Helsing: Das klingt so grausam und unmenschlich, dass die meisten Menschen sich weigern, solche Aussagen zu glauben.

Michael Morris: Ja, ich weiß, genau das macht es den Machthabern so einfach. Doch in der Upperclass sprechen zahlreiche führende Persönlichkeiten ganz offen davon, dass sie zwischen 30 Prozent und 90 Prozent der Weltbevölkerung auslöschen wollen. Offiziell begründen sie das damit, dass zu viele Menschen dem Planeten und dem Ökosystem schaden, doch in Wahrheit kümmert sie die Natur herzlich wenig.

Man muss begreifen, dass die meisten Menschen, die heute den Erdball bevölkern, in den Augen der Oberschicht nutzlos sind. Man braucht sie nicht mehr, denn anders als früher kann die meiste Arbeit heute von Maschinen und Computern erledigt werden. Zudem ist unser Finanzsystem am Ende und man weiß nicht mehr, wie man all die Arbeitslosen, Veteranen und Rentner noch länger bezahlen soll. Rund 50 Millionen US-Amerikaner leben von Essensmarken, und diese sozialen Programme werden nach und nach gekürzt, weil man das Geld lieber in Kriege und Rüstung steckt.

Man hat längst begonnen, diese »nutzlosen Esser« beiseitezuschaffen. Wie bei den »zehn kleinen Negerlein« verschwindet eines nach dem anderen und keiner vermisst es. Sowohl in den USA als auch in Europa verschwinden jedes Jahr etwa je eine Million Menschen spurlos. Die meisten von ihnen sind Kinder und Jugendliche. In jedem US-Supermarkt oder Einkaufszentrum hängen dutzende Bilder verschwundener Kinder oder Teenager.

Jan van Helsing: Ich muss gestehen, dass ich das eines der erschütterndsten Themen in Ihrem Buch fand. Mir war bis dahin nicht klar, dass jedes Jahr rund zwei Millionen Menschen spurlos verschwinden und die Polizei sich darum nicht kümmert. Das ist wirklich unvorstellbar. Das ist mehr als die Einwohnerzahlen von Hamburg oder Wien.

Michael Morris: Ja, das ist unvorstellbar, aber wahr. Die Polizei hat Besseres zu tun, sie muss die Reichen beschützen, nicht nur in den USA. Dasselbe spielt sich in etwas kleinerem Rahmen auch in Europa ab. Man sollte nicht vergessen, dass in weiten Teilen Europas mehr als die Hälfte aller Jugendlichen arbeitslos ist. Bislang konnten viele von ihnen von ihren Familien aufgefangen werden, aber auch denen geht langsam das Geld aus, da immer mehr Familien aus dem Mittelstand nach unten abrutschen.

Es wird bald krachen in Europa. Doch bevor es der Upperclass an den Kragen geht, wird sie versuchen, einen Krieg gegen Russland anzuzetteln. Alle Vorbereitungen dafür sind getroffen. Ein Krieg war für Politiker in Bedrängnis schon oft die Ultima Ratio. Zudem würde er das Problem der Überbevölkerung ein wenig eindämmen. Ich glaube nicht, dass all die Aufrüstung, die gerade in Europa stattfindet, nur Drohgebärde ist.

Jan van Helsing: Denken Sie wirklich, dass die Elite einen großen Krieg zulassen würde? Hat sie nicht selbst viel dabei zu verlieren? Deutschland und Österreich haben beide Weltkriege gegen Russland verloren. Sie beschreiben im Buch, dass sie auch den nächsten verlieren würden. Würden sich die oberen Zehntausend also wirklich darauf einlassen?

Michael Morris: Sie haben es bereits immer und immer wieder getan. Für sie ist vorgesorgt, mit Bunkern und abgelegenen Anwesen. Es gibt in den westlichen Führungsebenen doch weder Moral noch Anstand oder Weitblick. Gier, Angst und Selbstüberschätzung sind die treibenden Kräfte. Im Jahr 1950 verdienten Manager das 30-Fache von Arbeitern, heute ist es das 500-Fache. Diesen Umstand hat der US-Milliardär Nick Hanauer bereits im Juli 2014 offen angeprangert, und er hat vor Aufständen gewarnt. Irgendwann wird der Bogen überspannt sein.

Doch statt gegenzusteuern, bauen jene, die unsere Politiker steuern, die Exekutive zu einem Schutzwall gegen die Bevölkerung auf. Wer gegen diese unmenschlichen Zustände angeht, wird als »Terrorist« eingestuft. Dabei geht der Terror zunehmend vom Staat aus. Das Pentagon verschenkte in den Jahren 2013 und 2014 mehr als 600 Radpanzer an lokale US-amerikanische Polizei-Stationen. Diese sogenannten MRAP-Fahrzeuge bewahren Insassen vor der Wirkung von Minen, Sprengfallen und vor direktem Beschuss von Panzerabwehrwaffen. In den USA wird die Polizei also zu einer Armee ausgebaut, die sich für einen brutalen Bürgerkrieg rüstet!

Jan van Helsing: Aber Europa ist anders. Die USA sind immer in allem extremer.

Michael Morris: Nicht wirklich. Dasselbe passiert in Europa. Im italienischen Vicenza halten die europäische Gendarmerie-Truppe und die sogenannten »Stabilisierungseinheiten« mehrerer EU-Staaten regelmäßig Anti-Terror-Übungen ab. Dort werden Spezialeinheiten aus ganz Europa im Häuserkampf und in den Techniken der »zivilen Konfliktlösungsstrategie« geschult. Nahe der französischen Kleinstadt Sissonne trainieren Deutsche und Franzosen in einer riesigen Übungsstadt gemeinsam, wie man Aufstände unterdrückt und Aufständische ausschaltet.

Jan van Helsing: Wo bleibt der Hoffnungsschimmer? Es ist Sommer, die Menschen wollen mit einem positiven Gefühl in den Urlaub fahren. Was können Sie ihnen sagen?

Michael Morris: Wenn Sie Spaß haben wollen, lesen Sie bloß nicht mein neues Buch! Genießen Sie das Leben in vollen Zügen, grillen Sie, gehen Sie schwimmen, lachen Sie und tun sie so, als wäre alles gut.

Nein, im Ernst – ich glaube, man kann sein Umfeld realistisch und kritisch beurteilen und sich dementsprechend verhalten, ohne deshalb gleich in Depressionen zu verfallen. Wir leben in schwierigen und gefährlichen Zeiten, umso wichtiger ist es, wach und aufmerksam zu sein. Wir sollten keine Angst vor einem Krieg haben, wir sollten ihn einfach nur verhindern. Es gibt bereits zu viel Angst auf diesem Planeten. Es gibt immer Licht und Schatten, gut und böse. Wichtig ist nur, dass wir versuchen, ein Gleichgewicht zu halten und das Dunkle nicht zu mächtig werden zu lassen. Wir müssen der Wahrheit ins Auge sehen. Die Gefahr eines Dritten Weltkrieges ist sehr real, ebenso wie die Möglichkeit, dass die Bevölkerung sich erhebt und entschlossen ein Ende der Kriegshetze fordert. Danach kann sie wieder grillen und schwimmen und Spaß haben. …

Jan van Helsing: In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lesern einen schönen, ausgelassenen und friedlichen Sommer. Und vielen Dank für das Interview.

Literatur:

Was Sie nicht wissen sollen! Band 2: Terror, Revolutionen, Kriege – wer und was wirklich dahintersteckt! von Michael Morris

Countdown Weltkrieg 3.0 von Stephan Berndt

Was Sie nicht wissen sollen!: Einigen wenigen Familien gehört die gesamte westliche Welt und nun wollen sie den Rest! von Michael Morris

Die Wahrheit über das Attentat auf Charlie Hebdo von Gerhard Wisnewski

Quellen: amadeus-verlag.de/info.kopp-verlag.de vom 19.06.2015

In dem zweiten Band legt der Autor nun den Fokus auf den politischen und militärischen Aspekt der „Neuen Weltordnung“.