Exklusiv: Geheime Projekte von Israel und Saudi Arabien

Die Antwort von Tel-Aviv und Riyad auf die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran befindet sich in der Verlängerung der Finanzierung des Gaza Krieges von 2008 durch Saudi Arabien: das Bündnis eines kolonialen Staates und einer fortschrittsfeindlichen Monarchie. Während der Nahe Osten sich auf eine Wende seiner Spielregeln für zehn Jahre vorbereitet, gibt Thierry Meyssan hier den Inhalt der geheimen Verhandlungen zwischen Riad und Tel Aviv.

JPEG - 41.2 kB

Etliche Leute im Nahen Osten sind sich darüber bewusst, dass die geheimen Absprachen, die von Washington und Teheran am 30. Juni signiert werden sollen – am Rande des multilateralen Abkommens über Kernfragen – wahrscheinlich die Spielregeln für die nächsten zehn Jahre festlegen werden.

Diese Abkommen kommen jetzt, obwohl die Vereinigten Staaten die weltweit führenden Hersteller von Öl geworden sind, noch vor Saudi-Arabien und der Russischen Föderation. Sie brauchen also das nahöstliche Öl für sich selbst nicht mehr und sind nur daran interessiert, den Weltmarkt in Dollar beizubehalten.

Darüber hinaus hat Washington eine Neupositionierung seiner Truppen begonnen, von Westeuropa und dem Nahen Osten weg in den Fernen Osten. Das bedeutet aber nicht, dass es diese Bereiche aufgibt, sondern dass es versucht, ihre Sicherheit anders zu bewerkstelligen.

Israel

Laut unseren Informationen führt Tel-Aviv seit 17 Monaten (d.h. seit der Ankündigung der Verhandlungen zwischen Washington und Teheran, die schon 27 Monaten dauern) Geheimverhandlungen mit Saudi Arabien. Delegationen von sehr hohem Niveau haben sich fünf Mal in Indien, Italien und Tschechien getroffen.

Die Zusammenarbeit zwischen Tel Aviv und Riad gehört zu dem US-Plan zur Schaffung einer „gemeinsamen arabischen Streitkraft“, unter der Schirmherrschaft der Arabischen Liga, aber unter israelischem Befehl. Diese ist bereits im Jemen effektiv, wo israelische Soldaten saudische Bomber fliegen, im Rahmen einer arabischen Koalition, deren Sitz von den Israelis in Somaliland, in einem nicht-anerkannten Staat auf der anderen Seite der Meerenge von Bab al-Mandab, installiert wurde [1].

Jedoch beabsichtigt Riyad nicht diese Zusammenarbeit offiziell zu machen, solange Tel-Aviv die auf der arabischen Liga in 2002 von Prinz Abdullah, bevor er König wurde, präsentierte Arabische Friedensinitiative zurückweist [2].

Israel und Saudi Arabien haben sich bei mehreren Zielen geeinigt.

Auf politischer Ebene :
- Die Golfstaaten „demokratisieren“, d.h. die Völker an der Verwaltung ihres Landes beteiligen, aber die Unantastbarkeit der Monarchie und den wahhabitischen Lebensstil behaupten;
- Das politische System im Iran ändern (und nicht mehr Krieg mit dem Iran machen);
- Ein unabhängiges Kurdistan erstellen, um den Iran, die Türkei (obwohl schon seit langem ein Verbündeter Israels) und den Irak (aber nicht Syrien, das bereits dauerhaft geschwächt ist) zu schwächen.

Auf wirtschaftlicher Ebene :
- Das Ölfeld von Rub’al-Khali ausbeuten und eine Föderation zwischen Saudi-Arabien, Jemen und vielleicht auch Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten organisieren;
- Die Ölfelder des unter äthiopischer Kontrolle stehenden Ogaden betreiben, den Hafen von Aden im Jemen sichern und eine Brücke zwischen Dschibuti und Jemen bauen.

Mit anderen Worten, wenn Tel-Aviv und Riyad „gute Miene zum bösen Spiel machen“ und zugeben, dass zwei Drittel vom Irak, Syrien und die Hälfte vom Libanon, vom Iran kontrolliert werden, werden sie:
- Sicherstellen, dass der Iran darauf verzichtet seine Revolution zu exportieren;
- Den Rest des Gebietes kontrollieren, und die Türkei ausschließen, die Saudi-Arabien bei der Führung des internationalen Terrorismus abgelöst hat und gerade Syrien verloren hat.

Palästina

Die internationale Anerkennung eines palästinensischen Staates, gemäß dem Oslo-Abkommen und der arabischen Friedensinitiative, wird nur wenige Monate nach der Unterzeichnung der US-Iran Abkommen stattfinden.

Die palästinensische Regierung nationaler Einheit, die noch nie funktioniert hat, trat plötzlich zurück. Es scheint sicher, dass die Fatah von Mahmoud Abbas von seinem Volk stark unterstützt werden wird, sobald der palästinensische Staat in die Vereinten Nationen aufgenommen wird.

Die Hamas, die seit 2008 den Widerstand verkörperte, hat sich durch die Offenlegung ihrer Zugehörigkeit zu der Muslimbruderschaft (als die Bruderschaft mehrere Staatsstreiche in Saudi-Arabien versuchte) und durch die Waffenaufnahme gegen den einzigen Staat in der Region, der tatsächlich pro-palästinensisch war, die Arabische Republik Syrien, plötzlich diskreditiert. Sie beschloss daher, um ihren Ruf zu verbessern, diskret zu sein und von jetzt ab eher gewaltlose Aktionen zu unterstützen.

Die Anerkennung des palästinensischen Staates wird der Rückkehr der aus ihrem Land vertriebenen Palästinensern ein Ende setzen, aber wird ihnen einen neuen Status offerieren. Die USA und Saudi-Arabien werden stark investieren, um die Wirtschaft des neuen Staates zu entwickeln.

Mehrere Kandidaten drängen sich bereits für die Nachfolge von Mahmoud Abbas (der 80 Jahre alt ist und dessen Amtszeit seit 2009 abgelaufen war). Unter ihnen ist Mohammed Dahlan, der ehemalige Sicherheitschef, der angeblich die Vergiftung von Yasser Arafat organisiert hatte und im Jahr 2007 zur Ausreise gezwungen worden war. Nachdem er für die Vereinigten Arabischen Emirate gearbeitet und die Staatsbürgerschaft von Montenegro und Serbien erworben hatte – wie der ehemalige Premier von Thailand, Thaksin Shinawatra -, kehrte er dann im Februar mit Hilfe seiner ehemaligen Gegner der Hamas nach Palästina zurück. Als Milliardär kauft er dann Kämpfer und Stimmen, ohne Kosten zu scheuen. Ein ernsterer Anwärter könnte Maruane Barghuti sein, der derzeit fünf Freiheitsstrafen auf Lebenslänge in Israel absitzt, und der im Rahmen des Friedensabkommens freigesetzt werden könnte. Er ist in der Tat die einzige nicht korrupte palästinensische Persönlichkeit, die den Mördern des israelischen Geheimdienstes Mossad entgangen ist.

Saudi-Arabien

In diesem Zusammenhang hat die Russland Reise von Prince Mohamad bin Salman, Sohn von König Salman von Saudi-Arabien, viel Sorgen bereitet, da eine Pressekampagne darauf hindeutete, dass er die Einstellung der russischen Hilfe für Syrien verhandeln wollte. Die Reise erfolgte eine Woche nach der des Direktors der Organisation für islamische Zusammenarbeit, Iyad bin Amin Madani. Er wurde von mehreren Ministern und 30 Geschäftsleute begleitet. Die saudische Delegation nahm an dem Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg teil und der Prinz wurde von Präsident Wladimir Putin empfangen.

Seit seiner Gründung unterhält das wahhabitische Königreich privilegierte Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und betrachtet die Sowjetunion und später Russland, als Gegner. Es scheint, als ändere sich das alles jetzt.

Die große Bedeutung der Wirtschaftsabkommen und Zusammenarbeit, die unterzeichnet wurden, initiiert eine neue Politik. Saudi Arabien hat 16 Kernkraftwerke gekauft, hat akzeptiert, an dem russischen Weltraum-Forschungsprogramm teilzunehmen und auch Erdöl-Vereinbarungen ausgehandelt, deren Inhalt vorerst nicht veröffentlicht wurde.

Um Mehrdeutigkeiten auf diese Annäherung auszuschalten, hielt Präsident Putin es für angebracht zu erklären, dass Russland absolut nichts an seiner Unterstützung Syriens ändern und, dass es jeglicher politischen Lösung gemäß den Wünschen des syrischen Volkes beistehen würde. In früheren Interventionen hatte er schon darauf hingewiesen, dass dies die Beibehaltung an der Macht von Präsident Al-Assad bis zum Ende seiner sieben Jahre langen Amtszeit bedeutete, für die er demokratisch gewählt worden war.

Die Verlierer in dem neuen Kartenspiel

Das alles deutet darauf hin, dass nach der Unterzeichnung der US-Iran Abkommen [3], die Verlierer sein werden:
- Das palästinensische Volk, welchem das unveräußerliche Recht auf Rückkehr entzogen sein wird, für das drei Generationen gekämpft haben;
- Die Türkei, die wahrscheinlich ihren hegemonialen Traum, ihre Unterstützung der Muslimbruderschaft und ihre Niederlage in Syrien teuer bezahlen wird [4] ;
- Frankreich, das vier Jahre keine Mühe scheute, um seine kolonialen Interessen in der Region wieder aufzubauen und das sich letztlich in der einfachen Rolle eines Lieferanten von Israel und Saudi Arabien befindet [5].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Die gemeinsame „arabische“ Verteidigungskraft“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 20. April 2015.

[2] « L’Initiative de paix arabe présentée par le prince Abdullah bin Abdul-Aziz », Réseau Voltaire, 28 mars 2002.

[3] „Was wird aus dem Nahen Osten nach dem Abkommen zwischen Washington und Teheran?“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Sabine,Voltaire Netzwerk, 18. Mai 2015.

[4] „Das nahende Ende des Systems Erdoğan“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 15. Juni 2015.

[5] „Die voraussehbare Niederlage Frankreichs“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 8. Juni 2015.

Thierry Meyssan

Thierry MeyssanFranzösischer Intellektueller, Präsident und Gründer des Réseau Voltaire und der Konferenz Axis for Peace. Er veröffentlicht Analysen über ausländische Politik in der arabischen, latein-amerikanischen und russischen Presse. Letztes, auf Französisch veröffentlichte Werk :L’Effroyable imposture : Tome 2, Manipulations et désinformations (hg. JP Bertand, 2007)

http://www.voltairenet.org/article187943.html

Grüne »Willkommenskultur«: Benimmkurse für Flüchtlinge, um Frauen und Mädchen in Ruhe zu lassen

(Admin: Das impliziert ja, daß dem nicht so ist. Das jedoch gibt offiziell niemand zu, nur über diese indirekte Schiene. bestraft wurden Vergewaltiger wohl noch nie, meistens kommt es nicht einmal zu einer Anklage. Warum, ist hinlänglich bekannt.  Zudem ist es ein sehr trauriger Tatbestand, daß fremde Männer glauben, das Recht zu haben, auf uns Frauen loszugehen.Ganz klar und eindeutig sind sie die „Rassisten“ , als die wir jedes Mal beschimpft werden, wenn wir uns wehren bzw. diese Fakten ansprechen. Der Herr Minister Kretschmann hat für alle Verständnis, nur nicht für seine Landsleute, die er zu vertreten hat, niemanden sonst!

Ich glaube nicht, daß diese Maßnahme irgendetwas bringt, sofern sie das überhaupt soll, sondern nur „Geldschneiderei“ ist.)

Michael Grandt

Die Grünen setzen sich wie keine andere Partei für die Aufnahme von Flüchtlingen ein. Sogar Kleinstädte werden mit immer mehr Menschen überfrachtet. Ein Beispiel dafür ist Meßstetten auf der Schwäbischen Alb. Was sich in diesem Örtchen ereignet, ist ein erschreckendes Synonym für die völlig verirrte Willkommenskultur, die uns allenthalben von den grünen Moralaposteln aufgezwängt wird. Ein Vorort-Besuch.

Die Schwäbische Alb ist wahrlich nicht dafür bekannt, eine Hochburg des grünen »Multi-Kulti« zu sein. Ich bin hier aufgewachsen und in den vielen kleinen Dörfern und Städtchen herrscht nach wie vor »Konservatismus« pur.

Das hat auch der Wechsel der Landesregierung von CDU/FDP auf SPD/Grüne nicht geändert, außer vielleicht in den Städten Tübingen, Reutlingen, Rottenburg, in denen von jeher schon linke Einflüsse spürbar waren.

Meßstetten ist eine kleine Stadt auf dem »Dach« der Schwäbischen Alb, 907 Meter über dem Meer gelegen. Ich bin in der Nähe der Ortschaft groß geworden und kenne Meßstetten sehr gut: Konservativ, ein wenig verschlafen, ländlich.

Es ist nichts mehr so, wie es einmal war

Doch seit einigen Monaten ist nichts mehr so, wie es einmal war. Denn unlängst wurde in der ehemaligen Bundeswehrkaserne eine Erstaufnahmestelle für Asylbewerber und Flüchtlinge eröffnet, die zunächst 500 und dann 1000 Flüchtlinge aufnehmen sollte. Und das bei einer Einwohnerzahl von rund 5500 (ohne Eingemeindungen). Doch jetzt sind es schon über 1500! Jeder vierte »Einwohner« ist ein Flüchtling.

Das wäre in etwa so, als würde die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart 180 000 Flüchtlinge aufnehmen. Das kann nicht gut gehen!

Dennoch genießen die Flüchtlinge in Meßstetten einen kostenlosen Full Time Service:

  • Unterkunft
  • Essen
  • Trinken
  • Kleidung
  • Spielsachen
  • Internetcafé
  • Sprach- und Sportförderung
  • Zwei Fußballplätze
  • Kindergarten
  • Rutschen, Sandkästen, Schaukeln
  • Schlechtwetterbetreuung
  • Sozialberatung.
  • Kostenloser Busshuttle
  • Eigene Ärzte.
  • Es wurde sogar extra ein neues Röntgengerät gekauft
  • »Spezielle« Polizeistation auf dem Gelände
  • Privater Sicherheitsdienst

Doch abgesehen davon, hat sich das Stadtbild des kleinen Ortes verändert, wie ich selbst mehrmals in Augenschein nehmen konnte: Sicherheitspersonal bewacht zum Beispiel die Supermärkte. Das gab es früher nie.

Die Einwohner erzählten mir zudem Erschreckendes und politisch völlig unkorrektes, was Sie nirgendwo lesen: Die Asylbewerber würden Pfandmarken bekommen, um sich kostenlos Mineralwasser zu versorgen. Das Pfandgeld dürften sie behalten. Manche würden sich die Flaschen im Supermarkt abholen, vor der Tür in den Gully ausleeren, zurückgehen, sich das Pfandgeld holen, davon Alkohol kaufen und vor Ort gleich trinken.

Kurios: Benimmkurse für Flüchtlinge, um keine Mädchen anzumachen!

Frauen und junge Mädchen fühlen sich nicht mehr sicher, weil sie immer wieder »angemacht« werden. Das hat so erschreckende Ausmaße angenommen, dass die Aufnahmestelle sich dazu genötigt sah, extra eine »Benimmschule« für Flüchtlinge einzurichten! Kurse also, bei denen Männern beigebracht werden muss, keine Frauen und Mädchen anzumachen und wie sie mit Alkohol umgehen sollen.

Innerhalb und außerhalb der Aufnahmestelle geht es zudem richtig zur Sache:

  • Ein Caterer berichtet, dass es manchmal abends Rangeleien bei der Essensausgabe geben würde
  • Streit und Auseinandersetzungen unter den Flüchtlingen
  • Der private Sicherheitsdienst wurde erst jetzt um 25 Prozent aufgestockt
  • Die Polizei muss nächtlich einschreiten
  • Die Diebstahlquote in den Supermärkten ist explodiert
  • Flüchtlinge verrichten ihre Notdurft mitten in der Stadt auf einem Privatgrundstück
  • Auf dem Weg in die Stadt werfen die Flüchtlinge ihren Müll achtlos in die Büsche
  • Manchmal steigen sie über den Zaun des nahe gelegenen Wildgeheges und machen den Tieren das Leben schwer
  • Alkoholisierte lungern vor Supermärkten herum

So sieht es in dem kleinen Ort jetzt aus. Bei den Anwohnern brodelt es. Noch wagt keiner richtig aufzumucken, noch redet man nur unter vorgehaltener Hand, noch halten sich die Wütenden zurück. Noch.

Bekloppt: Verantwortungsgemeinschaft

Und was sagt der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu der Situation, die uns seine Partei mit der »Willkommenskultur« in Baden-Württemberg angerichtet hat? O-Ton: »Jeder gutwillige Mensch muss Verständnis haben«, denn wir »leben in einer Verantwortungsgemeinschaft«.

Ein neues Totschlagargument der Moralpartei:Verantwortungsgemeinschaft. Natürlich ist jeder, der nicht dafür ist, sofort ein Populist, ein Rechtsradikaler, ein Rassist. Jeder! Das ist doch bekloppt, oder?

Kretschmann wurde dann aber doch noch in die Enge getrieben, weil die Zustände in Meßstetten für die Anwohner immer schlimmer werden. »Niemand kann zaubern«, sagte er dann kleinlaut im SWR. Das hätte er sich überlegen müssen, bevor er Tausende von Flüchtlingen mit offenen Armen empfangen hat.

Übrigens: In weiteren kleinen schwäbischen Ortschaften sollen nun Flüchtlinge aufgenommen werden: Balingen, Hechingen und Bisingen. Man freut sich ungemein …

Quellen:

SWR: Zur Sache

Eigene Recherchen und Gespräche vor Ort

http://info.kopp-verlag.de/

Niemand hat Kolumbus ausgelacht: Fälschungen und Legenden der Geschichte richtiggestellt

kolumbus-amerika-geschichte-falsch

Ein Historiker, der die Schwierigkeiten im Umgang mit der Wahrheit auch in alltäglicher journalistischer Tätigkeit erfahren hat, legt hier eines der wichtigsten Geschichtsbücher vor, die sich an einen weiten Leserkreis wenden.

Dem Experten bringt das Buch nichts Neues (wobei man freilich anmerken darf, daß auch gründliche Kenner der Geschichte keineswegs in jedem ihrer Reviere eben Experten sind). Das Buch stützt sich ausdrücklich auf gesicherte Ergebnisse historischer Forschung. Das gibt ihm Rang; und das macht dem „unbefangenen“, dem in Legenden befangenen Leser die erstaunlichen Geschichten doppelt erstaunlich.

Niemand hat Kolumbus ausgelacht, als er behauptete, er könne in westlicher Richtung nach den orientalischen Goldlanden segeln; denn die Erde sei rund. Daß die Erde Kugelgestalt hat, wußte damals jeder vernünftige Mann, mit dem Kolumbus seine Pläne erörterte. Im Unrecht war nur einer: Kolumbus selbst, der nämlich den Umfang der Erde auf fast verhängnisvolle Weise unterschätzte. Und warum die Kolumbuslegende und viele andere, die immer noch durch das Geschichtsbewußtsein spuken, grund- und haltlos sind, das zeigt Gerhard Prause in einer Reihe präziser, kritischer Lektionen.

Tiberius hat durchaus nicht jene haarsträubenden Orgien gefeiert, mit deren Legende die Fremdenführer heute noch auf Capri das Klima erotisieren. Nur plumpe Lügen haben kurze Beine; fein gefeilte Verleumdungen vor aktuell politischem Hintergrund führen ein zähes Leben und werden womöglich „Geschichte“.

Tiberius bietet dafür ein Beispiel, Potemkin ein anderes; er hat durchaus keine Potemkinschen Dörfer gebaut, sondern handfest kolonisiert. Und Segest sollte richtiger als ein friedfertiger, auf Ausgleich mit den Römern bedachter Politiker gesehen werden denn als germanischer Erzverräter.

Gerhard Prause korrigiert Vorurteile, die aus Legenden hervorgegangen sind. Vor allem rückt er die richtigen Tatsachen ins rechte Licht. Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Episoden. Auch wird kein Striptease mit der Dame Klio veranstaltet und nicht in den Alkoven der Historie geschaut. Hier geht es um historisches Geschehen von hoher Bedeutung, um Personen und Ereignisse, die fast jeder zu kennen glaubt und von denen doch kaum jemand wahrhaft weiß.

Luther hat seine Thesen nicht angeschlagen, jedenfalls gibt es dafür nicht die Spur eines historischen Beweises. Die Bastille war keine Zwingburg, sondern eine Art Luxusgefängnis, und wurde nicht erstürmt (Der Sturm auf die Bastille fand nicht statt). Hamburg hat sich den Titel „freie Stadt“ selbst zugelegt. Preußens Beamte waren gerade unter dem angeblichen Urvater preußischer Korrektheit, dem „Soldatenkönig“, alles andere als unbestechlich. Und gerade die berühmten Lesebuchgeschichten aus der Geschichte halten irgendwelcher Nachprüfung nicht stand.

Bis hin zum Warren-Bericht über die Ermordung Kennedys wird hier abgeklopft, was im Bau populärer Historie hohl klingt. Er möchte, so schreibt der Autor, „zu kritischer Nachdenklichkeit anhalten, zu notwendiger Skepsis gegenüber den allgemein bekannten immer wiederholten Geschichtswahrheiten, die oft längst zu bloßen Klischees geworden sind“. Er tut’s ohne Fanatismus und ohne Beckmesserei. Das Geschehen wird leidenschaftslos dargestellt, das ohnehin Dramatische in der Historie nicht noch aufgeputzt.

Hinter den üblichen „Geschichtswahrheiten“ legt Gerhard Prause die bessere, weil menschlichere, erträglichere Wahrheit frei.

Man darf getrost behaupten: sein Buch wird Rankeschem wie modernem Anspruch gerecht. Man darf, man muß diesem Buch weite Verbreitung wünschen.

Rezension:

„Gut ein Jahrhundert nach Luther wurde ein anderer Mann von einem Gericht beschworen, seine Schriften und Ansichten zu widerrufen: Galileo Galilei, der behauptet hatte, dass die Erde sich um die Sonne bewegt. Auch seine Geschichte ist vereinfacht worden. Aber dabei wurde sie, im Gegensatz zu der von Luther, total verfälscht und das hat verhängnisvolle Folgen gehabt, die sich bis heute auswirken. Zugleich ist sie ein Beweis dafür, wie unvorstellbar hartnäckig solche Vereinfachungen sind. Sie können noch so oft richtiggestellt werden – im Gedächtnis von Millionen leben sie unverändert weiter.“

Wir leben in einem Zeitalter des Rechthabens, in dem die meisten Menschen nur allzu gern mit ihrem Wissen im Bekanntenkreis auftrumpfen, während wir aber allgemein das Gefühl haben, von den Großen und Mächtigen der Welt ständig übers Ohr gehauen zu werden. Wahrheit ist zwar ein einfacher Begriff, aber man kann alles damit bezeichnen, ohne dass der Unterschied oder die Fehlkennzeichnung sofort bemerkt würde. Schwerlich wird mich jemand davon überzeugen, dass eine Giraffe ein Nashorn ist, denn ich weiß, was eine Giraffe ist. Mit den vielen Wahrheiten auf der Welt, auch den historischen, ist es etwas anderes. Hier kann mir jeder alles sagen und nur wenn es meinen eigenen historischen Vorstellungen radikal widerspricht, kann ich seine Darstellung wirklich ausschließen. Geschichte ist keine exakte Wissenschaft, (die Geschichte der Ideen und Meinungen sowieso nicht, denn sie wird allein von Menschen durch die Zeit getragen) oder kann zumindest nur mit Mühe und langer Forschung zu einer solchen gemacht werden, denn letztendlich lässt sie sich weniger festlegen, vielmehr muss man, gerade was ältere Geschichte angeht, die Quellen lange deuten, um auf einen halbwegs vernünftigen Zweig zu kommen.

Zudem ist Historie ein Aufzählung mit vielen Reihen; so unterscheidet sich die Geschichte der Siege wesentlich von der Geschichte der Schlachten; und eine Geschichte der Erfindungen liest sich ganz anders als die Geschichte einer Organisation, wie etwa der Kirche oder des roten Kreuzes. Es gibt Erfolgsgeschichten und Lebensgeschichten, es gibt Weltgeschichte und Menschheitsgeschichte. Umfang und Thema, das Maß an Überhöhung oder Präzision, das man anwenden kann, verändern natürlich die Wirklichkeit, aber auch die Wirkung der beschriebenen Tatsachen und diese Wirkung ist oftmals mehr unsere Wirklichkeit als die Tatsache; Ideen und klare Konturen sagen uns mehr zu als die objektive, plastische Realität.

Umso wichtiger ist es, sich dann und wann über die Legenden und Wahrheit der Geschichte Gedanken zu machen. Ob immer verhängnisvolle Folgen hat, einen historischen Irrtum nicht zu kennen, sei dahingestellt; richtig ist jedoch, dass eine Unkenntnis der Geschichte einen nicht nur dazu zwingen könnte, sie (/ihre Fehler) zu wiederholen, sondern auch zwei wesentliche Elemente menschlicher Ethik vernachlässigen könnte: Demut und Zweifel.

Noch immer sind Lügen Grundlage von ein paar der besten Geschichten, ein paar der besten Anekdoten und sie werden nicht verschwinden, wenn man sie als Lügen entlarvt. Aber es die eine Sache, eine Anekdote im Witz zu erzählen, oder sie als Ausrichtung des Geistes oder als Verstärkung seiner eigenen Meinung durch einen großen Geistes, zu verwenden. Luther’s Satz: „Ich stehe hier, ich kann nicht anders“ ist eine schöne Formulierung und gute Zusammenfassung seiner Rede vor dem König und wohl auch Sinnbild seiner tieferen Überzeugung (das Wissen, dass er diese Worte jedoch so nie gesagt hat (wie Gorbatschow auch nie „Wer zu spät, den bestraft das Leben“ oder Galilei „Sie dreht sich doch“ gesagt hat), dazu zu nutzen, um jemand anderem über den Mund zu fahren, ist übrigens auch wiederum eine alberne Form von Korrektur) – aber seine Worte irgendwie in eine allzu heroeische Richtung zu verdrehen, ist eben nicht mehr im Sinne der Wirklichkeit.

Schon immer haben Dichter und unbekannte andere Menschen in historischen Erscheinungen Möglichkeiten für die Verdichtung, Symbolik und Widerstand (u.v.a.) gesehen und den Personen, Gegebenheiten dann Dinge zugeschrieben, die nie geschehen sind und doch durch das ursprüngliche erst inspiriert wurden. Das ist schön und richtig, was wären wir ohne etwas Idealisierung. Aber nicht als Inspiration will dieses Buch die Geschichte sehen, sondern als Faktum und das ist gewiss auch nicht verkehrt. Allerdings kann es natürlich etwas trockener sein und jeder, der dieses Buch zur Hand nehmen will, muss schon an der dezidierten Wahrheit interessiert sein und ihre manchmal aufschlussreichen, manchmal banalen Formen hinnehmen.

In den 12. Kaptiteln geht es um viele sehr unterschiedliche historische Legenden und Ereignisse um Fälschungen, Misstverständnisse oder auch Lügen.

Kaptiel 1: setzt sich mit dem römischen Kaiser Tiberius auseinander. Selbst ich habe noch in der Schule gelernt, dass er ein grausamer und ausschweifender Herrscher ohne Vernunft und Ideale war. Weit gefehlt und nicht banal.

Kapitel 2: beschäftigt sich mit dem Titelthema, Kolumbus und die Inspiration zu seiner Reise gen Westen, mit Vorgeschichte und dem Ausräumen der Legende, niemand habe Kolumbus These von der runden Welt für voll genommen. Gerade hier zeigt Prause seine wichtigste Stärke, nämlich die plumpen Vorstellungen von manchen Zeitaltern (Mittelalter und Kirche: alles nur destruktiv und wissenschaftlich zurückgeblieben) aufzubrechen und zu differenzieren.

Kapitel 3: ist über Luther und seinen Thesenanschlag.

Kapitel 4: über Fälschungen mit denen sich Städte, Könige und Fürsten Privilegien und Rechte sicherten, die nie existierten oder nie vergeben wurden – zum Beispiel die konstantinische Schenkung.

Kapitel 5: beleuchtet den Sturm auf die Bastille, vielleicht etwas zu detailliert.

Kapitel 6: rechnet mit einigen Lesebuchgeschichten und -ideen ab und ihrer historischen Glaubwürdigkeit, wobei Friedrich der Große auch etwas ins rechte Licht gerückt wird.

Kapitel 7: Über Galileo Galilei. Sehr aufschlussreich, wenn auch nicht ganz überzeugend, da die These der Richtigstellung nicht ganz klar ist.

Kapitel 8: über die wahren Errungenschaften von Fürst Potemkin – sehr interessant! Eine Figur, die man plötzlich in einem ganz neuen Licht sieht und auch ansonsten ist die Schilderung von Katharina der Großen und des russischen Reiches gut gelungen.

Kapitel 9: dreht sich um die wahre Hintegrundgeschichte von „Der Hauptmann von Köpenick“. Etwas überflüssig, aber wenigstens nicht rücksichtslos oder dergleichen, sondern sehr neutral, manchmal geradezu nett gehalten.

Kapitel 10: über die Präsidentenmorde an Kennedy und Lincoln. Lediglich Darstellungen, ein paar Hinterfragungen, keine Thesen.

Kapitel 11: sehr kurz, geht um den ersten Nordpolflug. Wichtige Richtigstellung, in der Breite aber mäßig interessant.

Kapitel 12: über Wissenschaftler, die in ihrem Spezialgebiet aufs Kreuz gelegt wurden. Netter Abschluss, aber fast schon überflüssig.

Einigen Helden und ruhmreichen Taten verpasst Prause hier den Todesstoß. Andere rückt er nur in ein neues, kantigeres Licht, ein menschliches, ein vielschichtigeres. Das schmerzt manchmal etwas, das kann man nicht verhehlen, aber letztlich hat man dann doch das Gefühl, die Legenden trotzdem noch zu haben und den historischen Dinge nun in einem wirklicheren Kontext zu erleben. Lehrreich in jedem Fall und unterhaltsam, wenn man etwas lehrreiches als unterhaltsam empfinden kann. Nicht knochentrocken, nicht minutiös, aber doch mit Geduld und viel drum herum, ein paar Abschweifungen. Man verlässt das Buch mit wenig Fragen, aber ein bisschen zu viel „Korrektur“.

Literatur:

Niemand hat Kolumbus ausgelacht. Fälschungen und Legenden der Geschichte richtiggestellt. von Gerhard Prause

Das erfundene Mittelalter von Heribert Illig

Die Evolutionslüge. Die Neandertaler und andere Fälschungen der Menschheitsgeschichtevon Hans-Joachim Zillmer

Quellen: PRAVDA TV/ZeitOnline/dtv vom 29.06.2015

CDU wird 70 Jahre alt: Lobhudelei sollte Wurzeln nicht vergessen

Von einer Volkspartei zur Domäne der Manipulation

Veröffentlicht am 28. Juni 2015 von

flickr.com/ mbiebusch/ (CC BY-SA 2.0)

Wirklich? Die Rautenkanzlerin und Vorsitzende der CDU (steht offiziell für Christlich Demokratische Union) hat zum 70. Jahrestag der Gründung der CDU ihre Parteisoldaten zu weiteren Kraftanstrengungen aufgerufen, für ein vereintes Europa, soziale Marktwirtschaft sowie für Freiheit und Frieden zu kämpfen. Die großen Herausforderungen der Zukunft seien die Globalisierung, die digitale Revolution und der demographische Wandel.

In einer eigens zum 70. Jahrestag der CDU herausgegebenen Broschüre verweist sie auf die ehemaligen Kanzler, die ihrer Meinung nach Großes in der Geschichte der BRD geleistet haben.

Nun, das kann man sehen wie man will. Angefangen von der Tatsache, daß an der CDU lediglich der Name existiert. Die Mitglieder dieser Partei, allen voran jener Konrad Adenauer (Was interessiert mich heute mein Geschwätz von gestern) war zwar einer der Mitbegründer der CDU, stammte aber, wie diverse andere Mitglieder der CDU, eigentlich aus der ehemaligen Zentrumspartei. Jener Partei nämlich, die unter Heinrich Brüning und Franz von Papen es der NSDAP erst möglich gemacht haben, die Macht gänzlich an sich zu reißen.

Insofern ist es auch falsch, Otto Fürst von Bismarck als Hitlers Steigbügelhalter zu bezeichnen. Es war 1933 die Zentrumspartei, die Hitler zum Aufstieg verhalf, auch wenn die Intension war, Hitler und die NSDAP so eher zügeln zu wollen, aber das ging ja gehörig nach hinten los. Die Zentrumspartei löste sich kurz nach diesem Debakel auf und wurde alsbald auch Opfer ihrer eigenen Fehlentscheidung. Viele ehemalige Mitglieder landeteten in Konzentrationslagern, so mancher fand den Tod.

Nach Kriegsende gründeten einige Mitglieder der ehemaligen Zentrumspartei die CDU. Vertrat die Zentrumspartei vor 1933 eher die Interessen der katholisch, konservativen Bevölkerung, so öffnete man sich 1945 auch den Protestanten. Schließlich brauchte man Wählerstimmen, um an die Macht in Deutschland zu gelangen. So wurde Konrad Adenauer denn der erste Bundeskanzler im Verwaltungsgebiet West, sprich BRD.

Als weitere historische „Persönlichkeit“ der CDU wird gerne Helmut Kohl benannt. Der Dicke aus Oggersheim bekam 1989 den inoffiziellen Beinamen „Einheitskanzler“ oder „Kanzler der Einheit“. Ganz ehrlich, manchen Leuten fällt das Glück in den Schoß, geleistet hatte der Dicke für diesen historischen Moment nicht das geringste. Vergessen scheint heute ebenso zu sein, daß sich Herr Kohl in seiner Spendenaffäre weigerte, die Namen der Geldgeber preiszugeben. Er stellte sein „Ehrenwort“, welches er den Schmiergeldzahlern gegeben hatte, über das Gesetz, und keine Sau interessiert sich heute noch dafür.

Oh, Dr. Wolfgang Schäuble, eine weitere Glanzfigur der CDU. Der heutiger Finanzminister war ja seinerzeit ebenfalls in Schmiergeldaffären verwickelt und wird aufgrund seines Wesens von vielen „liebevoll“ als der Gollum der Bundesregierung bezeichnet.

Derzeit sitzt Angela Merkel gefühlte 50 Jahre auf dem Kanzlerstuhl. Ihre Leistungen übertreffen wahrlich die aller ihrer Vorgänger. Unter ihrer Regentschaft gibt es bisher den ESM (ein weiteres Ermächtigungsgesetz zum Schaden des deutschen Volkes), den weiteren Abbau des Sozialstaates, Versöße gegen das Völkerrecht, Einmischung in die inneren Angelegenheiten fremder Staaten, Krieg in der Ukraine, Ausverkauf des Euro etc. Ach man mag ihre Straftaten schon gar nicht mehr richtig benennen, da sie alle irgendwie miteinander verwoben sind.

Und das ist dann die CDU, die bei den vierjährlichen „Wahlveranstaltungen“ die Mehrheit der Wahlschafe erhält. Eine Partei, die völlig vom Volke losgelöst fremden Herren dient, aber nicht dem eigenen Volke.

Ihr

Rainer Hill

https://buergerstimme.com

Griechenland-Krise: Merkels Mantra verpufft wirkungslos

Krieg eine notwendige Ablenkung mit dem Sturz der Euro-Zone?

Veröffentlicht am 30. Juni 2015 von

flickr.com/ debbiejacksonson/ /CC BY-SA 2.0)

„Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ An diesem Mantra will die Rautenkanzlerin genesen. Und Europa soll ihr folgen. Denkste! Der Euro ist gescheitert und Europa ein Scherbenhaufen. So sieht’s aus.

Das Europa, welches den Völkern versprochen, wurde nie ins Leben gerufen. Es war immer ein Europa der Wirtschaft und des Lobbyismus, der Banken. Und daß beides an ihre Grenzen stößt, wurde schon länger prophezeit. Jetzt scheint es so weit zu sein. Die Griechen sind zu einem Referendum aufgerufen, und wenn die Griechen „Nö“ zu weiteren Sparmaßnahmen etc. sagen, ist für viele Spekulanten und Euro-Schmarotzer der Ofen aus.

Der Ofen aus ist dann aber auch für Angela Merkel. Sollte sie mit ihrer Mission scheitern, bleibt ihr nur der Rücktritt, da sie sich als Kanzlerin unglaubwürdig gemacht hat. Am besten wären danach Neuwahlen, allerdings bietet sich derzeit im herrschenden System niemand an, der Deutschland aus der Krise führen könnte. Denn daß sich Deutschland in einer Krise befindet, wird offenbar werden. Die deutsche Scheindemokratie wird genauso zerbrechen wie die Euro-Zone, da alles Handeln und Denken der Politik nur auf Europa ausgerichtet ist, nicht aber auf Deutschland.

Aber zurück zur Rautenkanzlerin. Wie bereits erwähnt, dürfte nach einem Scheitern der Griechenland-Mission Frau Merkel ihren Hut nehmen müssen. Sigmar Gabriel ist mit Sicherheit kein geeigneter Kandidat, um als Kanzler eine gute Figur machen zu können. Er ist zwar Vize-Kanzler, aber eben von der SPD, und derzeit stellt die Kanzlerin die CDU. Der einzige Mensch, der also nachfolgen könnte, wäre wieder eine Frau: die Flinten-Uschi!

„Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ und das ist gut so. Es muß ein Schlußstrich gezogen werden unter diesem diktatorischen System in Brüssel. Jede Regierung in Europa, die etwas auf sich hält und die am Wohle der eigenen Nation interessiert ist, muß nach dem Austritt Griechenlands unverzüglich ein Referendum durchführen und seinen Bürgern erlauben, selber zu entscheiden, was sie wollen.

Obwohl, das können die sich nach dem Euro-Zusammenbruch eigentlich ebenso schenken. Es sei denn, Brüssel führt den Nord-Euro und den Süd-Euro ein, wie er schon einmal im Gespräch war. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte jedem Schlafschaf, egal ob Franzose, Italiener, Deutscher oder sonst einer Nationalität, klar sein, daß es sich im Sklavenstatus gegenüber Brüssel befindet. Es dürfte daher keinen wundern, wenn es in den einzelnen Euro-Ländern zu entsprechenden Unruhen, zu Bürgeraufständen kommt, sollten sich die jeweiligen Regierungen ihren Völkern weiter verweigern.

Wenn es so kommt, dann kann nur eine noch weitaus größere Krise Europa wieder vereinen. Ein Krieg. Das ist das beste Mittel, um die Menschen in Europa von der eigentlichen Krise abzulenken und ihrem Zorn eine andere Richtung zu geben. Hier käme auch Ursula von der Leyen wieder ins Spiel als Kriegs-Kanzlerin. Was Deutschland mit dieser Frau blüht, kann man sich an fünf Fingern abzählen. Ihre Bereitschaft, deutsche Soldaten in den Krieg gegen Russland zu schicken, hat sie ja nun schon mehrmals bekundet.

Alles was man für einen Krieg braucht, wäre ein entsprechender Anlaß, und da bietet sich Griechenland zwar gerade sehr gut an, hingegen der griechische Präsident Tsipras sowie sein Finanzminister Varoufakis derzeit sehr geeignete Ziele abgeben. Aber Jean-Claude Juncker, der Chef der Euro-Truppe, würde sich hervorragend als Opfer anbieten, eigentlich sogar mehr als Tsipras und Varoufakis. Anschließend muß noch der gewünschte Sündenbock gefunden werden, und wer bietet sich da besser an als Russland?

Aber ganz so schwarz braucht man denn doch noch nicht zu sehen. Der Seher Alois Irlmaier und andere haben da eine klare Linie vorgegeben:

„Im Stiefelland (Italien, d. Hg.) bricht eine Revolution aus, in der sie alle Geistlichen umbringen, ich sehe Priester mit weißen Haaren tot am Boden liegen. Hinter dem Papst ist ein blutiges Messer, aber ich glaube, er kommt ihnen im Pilgerkleid aus.

Zwei Männer bringen den dritten Hochangestellten um, sie sind von anderen Leuten bezahlt worden. Der eine Mörder ist ein kleiner schwarzer Mann, der andere etwas größer, mit heller Haarfarbe. Ich denke, am Balkan wird es sein, kann es aber nicht genau sagen.
Nach der Ermordung des Dritten geht es über Nacht los. Die Mörder kommen ihnen aus, aber dann staubt es. Ich sehe ganz deutlich drei Zahlen, zwei Achter und einen Neuner. Was das bedeutet, weiß ich nicht, eine Zeit kann ich nicht sagen.

Alles ruft Friede, Schalom! Da wird’s passieren. – Ein neuer Nahostkrieg flammt plötzlich auf, große Flottenverbände stehen sich im Mittelmeer feindlich gegenüber – die Lage ist gespannt.

Aber der eigentliche zündende Funke wird im Balkan ins Pulverfaß geworfen: Ich sehe einen „Großen“ fallen, ein blutiger Dolch liegt daneben.

Dem Krieg geht voraus ein fruchtbares Jahr mit viel Obst und Getreide.

Anfangen tut der vom Sonnenaufgang (Russe, d. Hg.). Er kommt schnell daher. Die Bauern sitzen beim Kartenspielen im Wirtshaus, da schauen die fremden Soldaten bei den Fenstern und Türen herein. Ganz schwarz kommt eine Heersäule herein von Osten, es geht aber alles sehr schnell.”

Ihr

Rainer Hill

https://buergerstimme.com