1914: Die Erfindung des häßlichen Deutschen

Der »häßliche Deutsche« ist unsterblich. Dazu genügt ein Blick in die Tagespresse, ins Fernsehen oder ins Internet. Doch warum sind die Aversionen, die Deutsche auslösen, so viel heftiger, als die, die sonst eine Gruppe gegenüber anderen, ein Volk gegenüber anderen empfindet und äußert. Viele glauben, die Ursache liege in der NS-Zeit. Die Deutschen büßen eben für Hitler und Auschwitz. Aber diese Überlegung greift zu kurz. Der »häßliche Deutsche« wurde nicht 1933 oder 1945 geboren, sondern 1914 erfunden. Er war und ist das Ergebnis einer skrupellosen Propaganda, die die Gegner Deutschlands während des Ersten Weltkriegs in Umlauf brachten – mit dem Ziel, die Deutschen als Barbaren aus dem Menschengeschlecht auszustoßen.

Eine Kundenrezension:

Von A. Vonderach am 12. Oktober 2014
Weißmann befasst sich in seinem Buch mit der antideutschen Propaganda der Westalliierten im Ersten Weltkrieg. Er beginnt mit den psychologischen und historischen Voraussetzungen, geht in einzelnen Kapiteln auf Frankreich, Großbritannien und Amerika ein und verfolgt schließlich die Wirkung der Propaganda im Krieg und ihre Konsequenzen für den nachfolgenden Frieden.Der Grundzug der alliierten Propaganda war ihre Hemmungslosigkeit, mit der sie alle zivilisierten Standards über Bord warf. Gleich von Beginn des Krieges an wurde der Feind nicht als ein Gegner dargestellt, dessen Motivation im Prinzip der eigenen entspricht (wie in bisherigen europäischen Kriegen), sondern als Verbrecher, als etwas absolut Böses. Gezielt wurde Greuelpropaganda betrieben: Die Deutschen würden kleinen belgischen Kindern die Hände abhacken, Krankenschwestern vergewaltigen, Massakern an Zivilisten begehen und alliierte Gefangene kreuzigen. Grundlage dieser Behauptungen waren teilweise gezielt gefälschte Berichte. In einem offiziellen Untersuchungsbericht der britischen Regierung, dem Brice-Report, wurden diese Behauptung sogar von offizieller Seite gestützt. (Ein weiterer Untersuchungsbericht nach dem Krieg konnte keinen einzigen Fall bestätigen). Schon damals wurde behauptet, in deutschen Fabriken würden die Leichen alliierter Gefangener zu Seife verarbeitet, eine Geschichte, die bezogen auf die Juden im Zweiten Weltkrieg teilweise noch heute in Umlauf ist.
Selbstverständlich wurde den Deutschen die Alleinschuld am Kriege zugesprochen. Damit verbunden war die Vorstellung von einer Kollektivschuld der deutschen Nation . Seit 1916 gab es die Forderung nach einer bedingungslosen Kapitulation“. Bezeichnungen wie „Vieh“, „Bestie“ oder „Hunnen“ waren gang und gäbe. Allgemein verbreitet war die Vorstellung, dass die „Menschheit“ „Deutschland vernichten“ müsse.Die Deutschen konnten dem nichts entgegensetzen. Ihre Propaganda war durch ihre Betulichkeit charakterisiert. So lehnte die deutsche Seite zum Beispiel jegliche Aufforderung an die Soldaten des Gegners zu Ungehorsam oder Meuterei ab.
In Frankreich hatte man dagegen seit 1871 Revanchegedanke kultiviert. Seit 1881 gab es dort in den Schulen eine vormilitärische Ausbildung in „Schulbataillonen“, seit 1893 an den Volksschulen Schießübungen (mit scharfer Munition). Der Grad der Feindseligkeit ging in jedem Fall über alles hinaus, was es auf deutscher Seite gab. Niemand in Deutschland kam auf den Gedanken, den Beitrag Frankreichs zur europäischen Kultur zu bestreiten. Französisch gehörte selbstverständlich zu den Sprachkenntnissen der Gebildeten.

In England, Amerika und Frankreich bestand die traditionelle Auffassung, das auserwählte Volk Gottes bzw. (in Frankreich) die führende Nation der Weltzivilisation zu sein.

Es war vor allem die britische Regierung, die 1914 die Büchse der Pandora öffnete. Deutsche in Großbritannien wurden in Lager gesperrt und ihres Eigentums beraubt. Der Mob stürmte deutsche Geschäfte. Es gab regelrechte Pogrome. Der Kaiser wurde als „Beast of Berlin“ dargestellt, und der liberale Politiker Lloyd George gewann 1918 die britischen Wahlen mit der Parole „Hang the Kaiser „.

Gleichzeitig versprachen die Alliierten den Deutschen in Flugblätter, die sie über den deutschen Linien abwarfen, einen milden Frieden – ganz anders als er dann in Versailles Wirklichkeit wurde. Die Verwendung von Schwarzrotgold in diesen Flugblättern, so Weißmann, erklärt viel von der Ablehnung dieser Farben durch weite Teile der deutschen Bevölkerung in der Weimarer Republik.Als Fazit kann man festhalten: Nicht wie immer noch oft in volkspädagogischer Absicht behauptet, die totalitären Systeme des 20. Jahrhunderts – der Nationalsozialismus und Kommunismus – , sondern die Westmächte im Ersten Weltkrieg waren die Erfinder der modernen, unbeschränkten Massenpropaganda. Eine Tatsache, um die die deutschen Universitätshistoriker nach wie vor einen weiten Bogen machen und die in den landläufigen Darstellungen des Ersten Weltkrieges, sei es im Fernsehen, in Büchern oder in der Schule und Universität, verschwiegen wird.

Dabei hatte die Kriegspropaganda der Alliierten durchaus auch eine langfristige Wirkung.. In Deutschland nahm man die Demokratie- und Völkerbund-Rhetorik der Alliierten vor allem als Heuchelei war. Churchill, Roosevelt und Henry Morgenthau hatten ihre politische Prägung im Ersten Weltkrieg erhalten. Nicht zuletzt wurzelten Hitler und der Nationalsozialismus in dem Haß, der im Ersten Weltkrieg und in Versailles gezeugt worden war. Und auch heute noch ist der Gut-Böse Antagonismus ein Muster, das die westlichen Kriegspropaganda bestimmt („Achse des Bösen“ usw.).

Es ist zu hoffen, dass es Weißmann mit seinem gut geschriebenen und reich mit farbigen Abbildungen versehenen Buch – darunter viele Propagandaplakate, die sonst schwer zu finden sind – , gelingt, aufklärend zu wirken und das Tabu, das es um die antideutsche Propaganda nach wie vor gibt, ein Stück weit einzureißen.

6 Kommentare zu “1914: Die Erfindung des häßlichen Deutschen

  1. “ Das ist nicht
    des Deutschen
    Goesse obzusiegen
    mit dem Schwert,
    in das Geisterreich
    zu dringen maennlich mit dem Wahn zu ringen.
    Das ist seines Eifers wert.
    Schwere Ketten
    drueckten alle
    Voelker auf dem
    Erdenballe als der
    Deutsche sie zerbrach, Fehde
    bot dem Vatikane
    Krieg ankuendigte
    dem Wahne,
    der die ganze Welt bestach.
    Hoehern Sieg hat der errungen, der
    der Wahrheit Blitz
    geschwungen,
    der die Geister selbst befreit.
    Freiheit der Vernunft erfechten
    heisst fuer alle Voelker rechten,
    gilt fuer alle ewge Zeit. Ewge Schmach dem deutschen
    Sohne, der die angeborene Krone
    seines Menschenadels
    schmaeht.Der sich
    beugt vor fremden
    Goetzen, der des
    Briten toten Schaetzen unf des
    Franken luestern
    spaeht.
    Friedrich Schiller
    Es ist das deutsche
    Geistesleben, das
    vernichtet werden soll, wie R. Steiner
    betonte. Er nennt
    den besonderen
    Beitrag Deutschlands fuer
    die Entwicklung des Menschengeschlechts, den Freiheits
    impuls, der im Gegesatz zum
    Materialismus steht, der ausgeht
    vom britischen Reich und von
    Amerika und sich fortsetzt im
    Kommunismus und der marxistisch
    sozialistischen
    Gesellschaftsord
    nung waehrend der
    Idealismus einmuendet in den
    Goetheanismus.
    R. Steiner sieht eine notwendige
    Zukunftsentwick
    lung in einer Allianz zwischen Deutschland und Russland.
    Beide WKriege
    vermochten das deutsche Geistesleben nicht auszuloeschen und so begann das sog. Umerziehungs
    programm. Dessen Strategie von der Frankfurter Schule entworfen und
    vom Tavick Institut weiterentwickelt
    wurde. Das Volk der Dichter und Denker soll seinem eigenen kulturellen Erbe
    nicht nur entwoehnt werden, sondern fuer dieses ein Schuldbewusst
    sein entwickeln
    in der Assoziation mit dem NS Gedankengut.
    Ueber das
    Bildungs und Erziehungswesen
    soll das deutdche Volk seine kultu
    rellen Wurzeln verlieren um eine „leichte Beute“ einer fremden
    Kultur ( Islam) zu
    werden.Es genuegt nicht allein diese Machenschaften
    zu durchschauen. Notwendig ist es
    fuer das deutsche Volk sein kulturelles Erbe zu pflegen, es wertzuschatzen.
    Dann kann es
    immun gegenueber anderen Kulturen werden.
    Eine Daemonisierung
    des Islam fuehrt nur zum Verlust der geistigen Energien, die noetig sind. zum Aufbau einer
    kulturell eigenstaendigen
    Gesellschafts
    ordnung.

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  2. Tut mir leid, aber das ist Unsinn:
    https://books.google.com/ngrams/graph?content=häßliche+Deutsche&year_start=1800&year_end=2008&corpus=20&smoothing=0&share=&direct_url=t1%3B%2Chäßliche
    Er wurde etwa 1960 erfunden, also nach dem Zweiten Weltkrieg. Und das war ein Krieg gegen Deutschland.

    Carsten

    „Tatsache hingegen ist: Wasser fließt nicht von allein den Berg hinauf. Auch dann nicht, wenn ganze Bibliotheken mit Büchern existieren, in denen diskutiert wird, was die positiven Folgen wären, wenn es das täte.“
    Arne Luft

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    • David Lloyd George, 1. Earl Lloyd-George of Dwyfor, wurde während des Ersten Weltkriegs (1917) zum Premierminister gewählt. Über die englische Lügenhetze während des Ersten Weltkriegs sagte er im Dezember 1917 zu seinem Freund, Charles. P. Scott, Herausgeber des Manchester Guardian, im Vertrauen: “Wenn die Menschen die Wahrheit wüssten, würde der Krieg morgen vorbei sein. Aber natürlich kennen sie die Wahrheit nicht, und dürfen!!! sie auch nicht kennen. Die Zensoren lassen die Wahrheit nicht in die Öffentlichkeit kommen.” [7]

      Und
      Kriegshetze gegen Deutschland – Otto-Ernst Remer
      Lüge und Wahrheit über die Ursachen beider Weltkriege

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      • Und hinter all dem triebt der Jude sein giftiges Ränkespiel. Er saß in den Kriegsgesellschaften und verdiente und seine Vettern organisierten gleichzeitig den Dolchstoß in den marxistischen Versammlungen.

        Berliner Vorwärts (Zentralorgan der verjudeten SPD) im Jahr 1917(!):

        „Wir wollen, und das ist unser fester Wille, das Deutschland diesmal nicht seine Fahnen siegreich heimbringt!“

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