Flüchtlinge können „schreien, so laut sie wollen“

FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein während der Nationalrats-Debatte über "Asyl".

FPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein während der Nationalrats-Debatte über „Asyl“. – Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

FPÖ-Abgeordnete Belakowitsch-Jenewein will „Wirtschaftsflüchtlinge“ mit Militärflugzeug abschieben.

Für einen Eklat bei der Nationalratssitzung am Mittwoch sorgteFPÖ-Abgeordnete Dagmar Belakowitsch-Jenewein. Als Erstrednerin setzte sie das zuvor behandelte Asyl-Thema des Team Stronach fort. Die Parlamentarierin richtete ihren Unmut über Asylwerber an Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. Für sie seien 70 Prozent der Asylwerber Wirtschaftsflüchtlinge, „die einfach nach Österreich einwandern wollen“.

Sie sprach sich dafür aus, Flüchtlinge in Militärmaschinen abzuschieben. Damit sei dem Bundesheer finanziell geholfen und Flüchtlinge könnten nicht durch Widerstand eine Abschiebung verunmöglichen, erklärte Belakowitsch-Jenewein: „Da können sie so laut schreien, wie sie wollen.“ Damit würde „der Asylindustrie der Garaus gemacht“.

Belakowitsch-Jenewein hätte selbst das „zweifelhafte Vergnügen“ gehabt, Zeugin eines Abschiebungsversuchs am Wiener Flughafen gewesen zu sein. Ein Mann, so die Blaue, habe sich trotz einer Beruhigungsspritze mit Händen und Füßen gegen die bevorstehende Abschiebung gewehrt. Daraufhin weigerte sich der Pilot, den Flüchtling nach Mailand mitzunehmen. Belakowitsch-Jenewein: „Mit einer Dreiviertelstunde Verspätung ist dann die Maschine gestartet, in Wien, Richtung Mailand …“

Im Wortlaut:

„… und das, Frau Innenministerin, ist nämlich genau das Problem. Diese Abschiebungen sind teuer und sie wehren sich ja auch massiv dagegen, weil die NGOs stehen ja schon im Hintergrund und sagen: ‚Wenn du recht laut schreist, wird das abgebrochen‘. Daher, Frau Innenminister, wäre es einmal möglich auch neue Wege zu gehen und zu überlegen, ob man nicht vielleicht mit der Hercules-Maschine abschieben könnte, denn dann könnten sie da drinnen schreien, so laut sie wollen.“ (im Video ab 5:00)

Zwischenrufe blieben aus

Im Anschluss applaudierten einige Abgeordnete. Zwischenrufe, die im Parlament auch genutzt werden, um eine ablehnende Haltung zu demonstrieren, waren nicht zu hören. Dafür äußerte sich Kardinal Christoph Schönborn im APA-Gespräche zum Sager der FPÖ-Mandatarin. Soetwas könnten nur Menschen wollen, die eine Verfolgung nicht am eigenen Leib erfahren hätten, sagt Schönborn. „Ich wünsche diesen Menschen nicht, dass sie selber einmal in diese Situation kommen.“

http://kurier.at/

11 Kommentare zu “Flüchtlinge können „schreien, so laut sie wollen“

  1. Im Grunde
    tyrannisiert die
    christliche Kirche den menschlichen
    Geist, in dem sie
    eine “ Wahrheit“ in
    Umlauf bringt die mit den Urchristentum nichts mehr zu tun
    hat. Gott, so verkuendet sie, sei
    nicht ohne weiteres fuer jeden Menschen verfuegbar, es sei
    denn man boete ihm oder den ihn
    repraesentierendenPriestern Geld oder Gebete. Angst und
    Unwissen beherrschen die
    Menschen, die sich von der Kirche ihr
    kostbarstes Gut
    haben nehmen
    lassen. Die Freiheit
    zu denken zu handeln zu hinter
    fragen. In der stets
    stereotypen Frage: Warum laesst Gott
    das zu, warum laesst Gott uns leiden ueberant
    worten sie ihr
    “ Schicksal“ ihrem
    Gott. Von einem
    Gott von dem
    Augustinus sagt:
    “ Nur Adam, als erster Mensch ist
    frei und ohne Suende geboren
    Denn Gott hat den Menschen wohl
    gut geschaffen, doch der, durch eigene Schuld verderbt und von Gott gerecht verdammt, hat
    verderbte und verdammte Nach
    kommen gezeugt.
    und so muss hinfort ein Mensch von anderen in dieselbe
    Lage hineingeboren werden. Gott aber
    in seiner Barmherzigkeit erloest sie durch seinne Gnade. Aber nicht alle Menschen! Nach dem weisen und geheimen Wohlgefallen seines Willens, erwaehlt er die Einen und verdammt die Anderen. Die Suende ist ein Seinszustand von
    Geburt an. Die
    Schlechtigkeit ist ein Teil unserer
    Natur. Keine gute
    Tat kann den Menschen von dieser Suende
    befreien. Nur Gottes gnaediges
    Erbarmen, das er
    nach eigenem
    Gutduenken
    gewaehrt oder
    verweigert kann einen Menschen erloesen. Gott in seiner Allwissenheit weiss im voraus um
    die endliche Entscheidung
    eines Menschen.
    In der Gemeinschaft
    Christi werden nach Gottes Willen alle zum Heil Berufenen gesammelt. Ausserhalb von ihr
    gibt es kein Heil.“
    Das Denken des Augustinus hat das Weltbild der meisten Menschen, die sich zum
    Christentum bekennen bis heute gepraegt.
    Ein Gott der Gnade der Barmherzigkeit
    brruft den einen Teil der Menschen
    in seine paradie
    sischen Gefilde und verdammt den
    anderen Teil zum
    Aufenthalt in der schon bekannten
    Lokalitaet des
    Fegefeuers zur
    Laeuterung.
    Perfieder geht es nicht mehr.Eben
    “ christlich“ wie
    gesagt.

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    • Zur Perfidie des
      Augustinus.
      Er sagt das in
      seiner Prädestinations
      lehre. Die Mehrheit Der Menschen die den christlichen
      Religionsgemein
      schaften angehoeren sind
      “ geistig stigmatisiert“.
      Der Katholizismus
      wirkt wie eine Droge.

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      • Geistig stigmatisiert? Das ist gut. Die Taufe, auch im Protestantismus, ist durch das Ritual ein schwarzmagischer Akt, in dem er den Menschen an die Erde (3. und 4. Dimension) bindet).

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        • Selbstverstaendlich
          gehoeren die Pro
          testanten auch zu den christlichen Kirchen mit ihren
          “ Heils und Unheils
          botschaften“. Und
          damit ebenso
          verantwortlich
          fuer die geistig
          seelische Unmuendigkeit
          in die sie ihre,
          Ihnen blind vertrauenden
          Menschen, ent
          lassen.

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  2. Anders ist der
    Asylindustrie offen
    sichtlich nicht beizukommen.
    Anders als in Deutschland gibt es in Oesterreich
    eine Partei, die die
    Asylpolitik offen kritisiert und sich fuer die Belange der Bevoelkerung
    einsetzt.

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