Abwärtsspirale in Venezuela: Für eine Handvoll Dollar – 402 Bolívar je US-Dollar – Update

bankrott

Das Beispiel Venezuelas zeigt nach Meinung internationaler Analysten deutlich, wohin interventionistische-sozialistische Politik unweigerlich führt: In die Pleite (Foto: Archiv)

Der Verfall der venezolanische Landeswährung nimmt immer dramatischere Ausmaße an. Mit dem Preissturz beim Erdöl ging es rapide bergab. Das Scheitern des “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” spüren nun auch die treuesten Chávez-Jünger. Chávez glücklosem Nachfolger Nicolás Maduro bleibt neben dem Schüren von Gewalt und Gerüchten nur die Notenpresse als Verbündete beim Machterhalt. Die Notenbank Venezuelas ist dabei auf dem besten Wege, den Bolívar zu zerstören.

Am 21. Mai 2015 hat die venezolanische Landeswährung auf dem Parallelmarkt ein absolutes Rekordtief erreicht. Der Dollarkurs liegt bei 375,43 Bolívar je Dollar, der Euro bei 417,57. Seit Sonntag (1. Mai) beträgt der Mindestlohn im südamerikanischen Land 7.324 Bolívares (19,50 US-Dollar).

Update 22. Mai

Innerhalb weniger Stunden ist die Landeswährung weiter gefallen. Aktuell müssen 402 Bolívar für einen US-Dollar bezahlt werden – 449,54 für einen Euro.

Abwärtsspirale in Venezuela: Für eine Handvoll Dollar – 402 Bolívar je US-Dollar – Update

Vorherrschaft, Imperialismus, Neoliberalismus, Faschismus…

Von  Peter Koenig
Information Clearing House, 05.05.15

“Wieder sinkt ein vom Westen ‘befreites’ Land immer tiefer ins Chaos.” – Diese Feststellung gilt für alle Staaten, in denen Washington und seine Handlanger im Westen und im Mittleren Osten Kriege angezettelt und bleibendes Chaos, Elend und Tod gesät haben, um sie zu unterwerfen.

Chaos

Und genau darum geht es: Washington und die NATO verfolgen nicht die Strategie, einen Krieg zu “gewinnen” oder einen Konflikt zu beenden, sie wollen nur andauerndes Chaos anrichten. Damit verschafft sich der Westen die Möglichkeit, 1. Bevölkerungen, Staaten und deren Ressourcen zu kontrollieren, 2. immer wieder mit Militär und Waffen eingreifen zu können, was besonders für die USA wichtig ist, weil dort der Militärisch-industrielle Komplex und die mit ihm verbundenen Industrien und Dienstleistungsunternehmen rund 50 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften, und 3. den zerstörten Ländern, die von ihm ins Chaos gestürzt wurden, zu erpresserischen Bedingungen Geld leihen, sie vom IWF, der Weltbank und anderen ausbeuterischen “Entwicklungsdiensten” und Geldverleihern abhängig machen und deren Bevölkerungen versklaven zu können, indem er ihre korrupten Regierungen besticht.

Es ist und war immer das gleiche Spiel – im Jemen, in der Ukraine, in Syrien, im Irak, im Sudan, in Zentralafrika, in Libyen und anderswo. Wer dabei gegen wen kämpft, ist völlig unwichtig. Die vom Westen gekauften Mörderbanden agieren als ISIS / ISIL / IS / DAISH / DAESH (s. hier) / Al Qaida oder unter anderen Tarnnamen, um die Weltöffentlichkeit zu täuschen. Auch die USFirma, die Söldnerarmeen zur Verfügung stellt, und zuerst Blackwater, dann XE hieß und jetzt Academi heißt, darf dabei nicht vergessen werden. Diese Killerorganisationen prostituieren sich für das angelsächsisch-zionistische Imperium (aus USA, Großbritannien und Israel). Vor dessen Karren lassen sich aber auch Saudi-Arabien, Katar, Bahrain, andere Golfstaaten, Frankreich (und andere NATO-Staaten wie die Bundesrepublik Deutschland) spannen.

Der französische Präsident Hollande hat gerade mit Katar die Lieferung von 24 Rafale-Kampfjets für mehrere Milliarden Euro vereinbart, und in Riad wird er mit König Salman über den Verkauf weiterer Rafale-Kampfjets an Saudi-Arabien verhandeln. Das ist nicht nur ein gutes Geschäft, mit den Rafales lassen sich auch die vom Westen angeheuerten “Feinde” noch besser bekämpfen. Außerdem haben sie Hollande den Weg zur Teilnahme am Gipfel des Golf Cooperation Council am 5. Mai geebnet. Auf diesem Treffen wurden die “Krisen in der Region” behandelt, auch der Bombenkrieg im Jemen, den Washington im Auftrag seiner zionistischen Meister angezettelt hat; er richtet sich gegen “Rebellen”, die eigentlich nur eine gerechtere Regierung wollen. (Weitere Infos dazu hier.)

Der Westen bedient sich eines irreführenden Vokabulars, das wie ein Virus unser Gehirn – oder das, was davon übrig ist – befallen hat, so dass wir nicht mehr erkennen können, was das Gesagte wirklich bedeutet. Wir wiederholen die westliche Propaganda und glauben sie, auch weil sie uns von den Mainstream-Medien Tag für Tag eingetrichtert wird. Menschen, die gegen repressive Regime um ihre Freiheit und ums Überleben kämpfen, werden uns als “Terroristen” oder Rebellen verkauft. Die Flüchtlinge, die “für ein besseres Leben” vor den Konflikten fliehen, die Washington in afrikanischen Staaten und im Mittleren Osten (z. B. in Libyen, Mali, Somalia, im Jemen, in Syrien, im Irak oder in Afghanistan) angezettelt hat, und von denen allein im laufenden Jahr bereits mehr als 4.000 im Mittelmeer ertrunken sind, werden in “Immigranten” umbenannt. Häufig wird auch noch die diskriminierende Bezeichnung “illegal” hinzugefügt, um die Gewissen der Menschen im Westen zu betäuben. Sie sollen glauben, dass Armutsflüchtlinge eigentlich Bettler sind und illegale Immigranten eigentlich eingesperrt werden müssten. Die Flucht dieser Menschen hat angeblich nichts mit der Zerstörung und dem Chaos zu tun, das der Westen in den Heimatländern der “Immigranten” angerichtet hat. Die Herrschaften in Brüssel sollten sich schämen!

Zurück zum Chaos – Herr Hollande weiß natürlich sehr wohl, dass seine Kampfjets dem Ziel des Imperiums dienen, noch mehr Tod, Verwüstung, Elend, Chaos und Sklaverei in die umkämpften Regionen zu bringen und noch mehr Menschen zu Flüchtlingen zu machen, die im Mittelmeer ertrinken; Flüchtlinge können nämlich nicht mehr um ihr Land, ihre Ressourcen und ihre Freiheit, sondern nur noch um ihr eigenes Überleben und das ihrer Kinder und Familien kämpfen. Und das ist ja das eigentliche Ziel des Imperiums.

Ist jemand, der Waffen, Kampfjets und andere Tötungsmaschinen an Staaten verkauft, von denen er ganz genau weiß, dass sie diese Waffen verwenden werden, um Menschen umzubringen und ganze Länder zu verwüsten, kein Massenmörder oder Kriegsverbrecher übelster Sorte?

Herr Hollande ist aber nicht nur ein Kriegsverbrecher, er ist auch ein gieriger Geschäftemacher, der wenigstens einige Krumen der fetten Beute auf seinem Teller haben will und gleichzeitig hofft, mit seinen Herren und Meistern (in den USA) in einem Meer aus Milch und Honig schwimmen zu können. Glaubt er wirklich, die Wirtschaft seines großartigen Landes, das Männer wie Victor Hugo, Stendhal, Balzac und Dumas hervorgebracht hat, durch den Verkauf von Tötungsmaschinen an andere Handlanger des Imperiums retten zu können? Lässt es ihn völlig kalt, dass ihn mittlerweile 83 Prozent seiner Wähler verachten?

Unruhe stiften, Chaos und Elend verbreiten – das können Washington und seine Vasallen am besten. Sie wollen ihre Kriege nicht “gewinnen”, sie wollen nur andauerndes Chaos und bleibende Unsicherheit erzeugen, um die überfallenen Völker leichter unterwerfen zu können; das nennen sie dann “totale Überlegenheit”.

Und weil die US-Streitkräfte und ihr verlängerter Arm – die NATO – nicht überall sein können und auch nicht überall gesehen werden wollen, heuern sie Killerbanden an. Washington erfindet und erschafft sie und hält sie mit nie versiegenden Geldströmen am Leben – unabhängig davon, ob sie ISIL, Daesh oder Al Qaida heißen; diese Killerbanden lassen sich beliebig vermehren, und sie kämpfen, töten, begehen Anschläge unter falscher Flagge und erzeugen überall da Chaos, wo ihre Meister in Washington es wollen; dann können das Pentagon und die NATO Truppen schicken, und so tun, als wollten sie die Killer bekriegen, die sei selbst geschaffen haben und bezahlen. Diese Wahrheit berichten die Mainstream-Medien natürlich nicht.

Sie suggerieren der Öffentlichkeit, im Jemen würden die Huthis, eine weltlich und humanitär ausgerichtete linke Gruppierung, und die Sunniten gegeneinander um die Macht kämpfen, und die Saudis und ihre Kumpane vom Golf Cooperation Council / GCC würden gerade versuchen, den Jemen von einer Bande von Terroristen zu befreien; weil die schiitischen Huthis vom schiitischen Iran unterstützt würden – was ein UN-Offizieller erst kürzlich vehement bestritten hat – müssten sie unbedingt bekämpft werden. Und Washington nutzt natürlich die Gelegenheit, den Iran erneut zu diskriminieren. Wenn die Huthis geschlagen und in ausreichender Zahl getötet sind, kann ein neuer Marionettenpräsident installiert werden, der wie seine Vorgänger Salih und Hadi der US-Regierung hörig ist, die Bevölkerung des Jemen unterdrückt und Washington einen ungehinderten Zugang zum strategisch wichtigen Hafen Aden und zum Persischen Golf ermöglicht.

In der Ukraine passiert das Gleiche: Gibt es auch dort unter einem anderen Namen Killerbanden wie den ISIS / ISIL / Daesh oder Al Qaida? (Weitere Infos dazu hier) – Ich wette, dass es sie gibt, und dass sie unter dem Befehl der CIA und zusammen mit rund 6.000US-Soldaten, die natürlich als Ausbilder fungieren, den Kiewer Truppen beibringen, wie sie am besten und schnellsten ihre Brüder im Donbass umbringen und andauerndes Chaos stiften können. Und wenn sich ukrainische Soldaten weigern sollten, ihre Brüder im Donbass zu töten, wird sie das Kiewer Nazi-Regime als Verräter erschießen lassen, bis sich niemand mehr widersetzt.

Die US-Militärberater und die CIA legen es darauf an, mit Hilfe ihrer angeheuerten Killer – den Kiewer Nazis, dem ISIS oder Daesh und der Al Qaida – den russischen Präsidenten Putin in einen Krieg, vermutlich den Dritten Weltkrieg, zu treiben. Der dritte Weltkrieg in kaum mehr als hundert Jahren würde nicht nur Europa, sondern möglicherweise wirklich die ganze Welt verwüsten. Bisher ist der Welt diese Katastrophe nur dank der klugen Deeskalationsstrategie Putins erspart geblieben.

Deshalb ist es keine Frage, ob ISIS oder Daesh und Al Qaida auch in der Ukraine zu Gange sind. Sie sind überall da, wo das Imperium sie hinschickt, denn dafür werden sie ja bezahlt. Sie stehen allzeit und überall zu Diensten – wie speziell ausgebildete, gut bezahlte Prostituierte. Die ideologische Verbrämung (der von ihnen angezettelten Konflikte) dient nur als Feigenblatt, mit dem die westlichen Medien die dahinter verborgenen Absichten (des Imperiums) tarnen, um uns die Botschaft einzuhämmern, alle Muslime seien böse, einige sogar besonders böse. Deshalb müsse sie der Westen bekämpfen, weil sie eine reale Gefahr für unsere Freiheit, unsere Freizügigkeit, unsere Demokratie und besonders für unsere neoliberalen freien Märkte seien.

Das ultimative Ziel besteht darin, Menschen zur Handelsobjekten zu degradieren – die jederzeit als Kanonenfutter für Kriege zur Verfügung stehen und als Opfer von Drohnen- und Bombenangriffen, vergifteter und genetisch modifizierter Nahrung oder durch bewusst herbeigeführte Hungersnöte ausgerottet werden können, damit die Überlebenden von einer kleinen Elite, die den gesamten Erdball mit all seinen Ressourcen kontrolliert, als Sklaven ausgebeutet werden können. Ja, auch die auserwählte Nation (USA) soll auf eine auserwählte kleine Elite zusammenschrumpfen, die ungestört in unermesslichem Luxus leben will.

Erinnern Sie sich an die berüchtigte Äußerung, die Henry Kissinger, einer der größten noch lebenden Kriegsverbrecher, dem ebenfalls der Friedensnobelpreis verliehen wurde, vor fünfzig Jahren gemacht hat:

“Wer die Nahrungsmittelversorgung kontrolliert, kontrolliert ganze Völker, wer die Energie kontrolliert, kontrolliert ganze Kontinente, und wer das Geld kontrolliert, kontrolliert die Welt.”

Dieser Ausspruch wird jeden Tag wahrer. Aber nur so lange, wie wir das zulassen – wir, die 99,999 % der Weltbevölkerung.

Peter Koenig ist ein Wirtschaftswissenschaftler und geopolitischer Analyst und hat früher für die Weltbank gearbeitet. Er hat sich intensiv mit Umweltproblemen und der Trinkwasserversorgung der ganzen Welt beschäftigt. Er ist der Autor des Buches “Implosion – An Economic Thriller about War, Environmental Destruction and Corporate Greed” (Implosion – ein Wirtschaftskrimi über Krieg, Umweltzerstörung und die Habgier der Konzerne, zu beziehen über amazon), eines auf Fakten basierenden Romans über Erfahrungen, die er in seiner 30-jährigen Arbeit für die Weltbank auf dem ganzen Globus gesammelt hat. (Weitere Infos über ihn sind hiernachzulesen und zu hören).

Übersetzung: Wolfgang Jung, luftpost-kl.de

Fairteilen… 😉

Original und Kommentare unter:

 

Schattengesellschaft: Diktator Industrie

Zeitressourcen aufgebraucht

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Wer kennt das Gefühl in der heutigen Zeit nicht? Kaum hat eine Woche angefangen, neigt sie sich schon wieder dem Ende. Man hat das Gefühl, sämtliche Lebensmomente ziehen an einem vorbei, fernab realer Wahrnehmung. Menschen müssen funktionieren, ansonsten droht mitunter Existenzverlust. Natürlich leidet darunter humane Lebensqualität. Doch wie konnte es überhaupt soweit kommen?

Ganz einfach, Gattung Mensch versteht unter Evolution stetigen Fortschritt; ganz gleich ob neue Erfindungen sinnvoll oder nicht, Hauptsache trügerische Egogedanken finden Erfüllung. Millionen Erdbürger dachten fatalerweise, Zeit wäre endlos vorhanden, forderten jene folglich vehement heraus und stellen nunmehr fest, daß Zeitressourcen bestimmten Naturgesetzen entspringen, welchen Mensch mitnichten gewachsen.

Jede gesellschaftliche Weiterentwicklung gleicht demnach einer Rückentwicklung, weil diese Epochen rapide beschleunigt, wodurch Völkern Zeit für wesentliche, teilweise gar überlebenswichtige Aufgaben fehlt. Täglich erfüllen sie industrielle Sklavenaufträge, gehorchen brav, vernachlässigen dafür sogar ihre Gesundheit sowie Familienwerte. Lediglich berufliche Karriere steht im Fokus bzw. damit verbundene Konsumerrungenschaften.

Resultierend daraus werden Tage zunehmend kürzer, Herz als auch Seele erliegen depressiver Belastungen, da innerliche Erfüllung vollends verloren geht. Lediglich blitzartige, zuweilen kaum spürbare Momente verbleiben zwecks Erholung. Kreativität existiert bestenfalls im Verstand, wird jedoch keinesfalls intensiv ausgelebt.

Infolgedessen entstehen neue Krankheiten, Menschen resignieren vor ihrem eigens erschaffenen Weltbild. Sämtliche Kriege beruhen darauf, denn würden Bürger bewusst leben, Zeitressourcen pflegen, hätten Herrschaftsmächte keinerlei Möglichkeiten, Unruhen zu schüren, müssten viel eher tatsächlich zum Wohle der Menschheit agieren. Zeitverlust gleicht konsequenter Täuschung. Wer gefangen inmitten manipulativer Zeit, verliert jedwede Selbstbestimmung, weshalb Hochfinanzen endlosen Reichtum sichern, Völker hingegen drastisch verarmen.

Künstler Grabher Markus sagte einst: „Die Zeiteinteilung der Ewigkeit in der wir leben, heißt Liebe.“ Womit Grabher gänzlich Recht behält. Zeit beherrscht Menschen, niemals umgekehrt. Etliche Diktaturen gehen aus der Zeit hervor, ganz gleich ob Hass vorausging, schließlich gedeiht Unzufriedenheit nur wegen fehlender Zeit, ehrlichen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Deshalb flüchten Menschen fortlaufend: Industrielle Funktionsbildung lernte niemals den Umgang samt zeitlicher Ressourcen. Zwischen Sonnenaufgang sowie Sonnenuntergang wächst entweder Gutes heran oder Böses. Homo sapiens selbst legt jeweilige Richtungen fest mithilfe seiner Handlungen.

Ihr

Joachim Sondern

https://buergerstimme.com/Design2/2015/05/schattengesellschaft-diktator-industrie/

Vatan – der Pfad des Nordens – Michaela von Hollander

Die uralte Wissenschaft der Runenmeister, Seherinnen und weisen Frauen

Vatan - der Pfad des Nordens

Runen und Lebensbaum – die „Bibel“ des Nordens Seit langem vergriffen, ist dieses Buch immer noch ein Geheimtip. Der VATAN ist das esoterische Weltbild unserer Vorfahren, gespiegelt in Runen und Lebensbaum, und den Autoren gelingt es wie niemandem vor oder nach ihnen, dieses Weltbild in all seinen Verwurzelungen und Verästelungen darzustellen. Ein Muß für alle, die sich für das Wissen unserer Vorfahren interessieren.

http://www.kopp-verlag.de/

Glaube an Wiedergeburt

Germanen glaubten an Wiedergeburt

Die Germanen glaubten mit ziemlicher Sicherheit an ein Leben nach dem Tod im Sinne der Seelenwanderung. Wenn die Seele einen Toten verlässt, wird sie im Körper eines neugeborenen Kindes wieder erscheinen. So war auch der Namensaberglaube stark verbreitet, denn es sind einige Aufzeichnungen bekannt, in denen Sterbende um die Namensgebung des eigenen Namens für zukünftige Geborene bitten, in der Hoffnung, in einem neuen Körper wieder geboren zu werden.

Auch das Christentum konnte diesem tief verwurzelten Glauben nichts anhaben, da oft von den Seelen Verstorbener die Rede war, die in den Behausungen der Germanen umhergeisterten und nicht in die Anderswelt gehen konnten. Die Seelen wurden von Schamenen und Zauberern friedvoll ermuntert den Weg zu finden, damit sie zur Ruhe finden und die Inkarnation der Seelen weitergehen kann. Gleichwohl ehrten die Germanen ihre Ahnen.

Man muss aber immer darauf hinweisen, dass die Germanen selbst keine Schriften hinterließen. Nahezu alle Quellen stammen aus sekundären Quellen, die meisten aus den Eddas (um 1100 herum in Island entstanden), den Geschichtsschreibern der Römer (Tacitus) sowie aus archäologischen Funden. Eindeutig ist, dass die Germanen ein sehr naturverbundenes Volk war, das spezielle Kultstätten hatte (Pohl 2000, S. 83f.). Auch Grabfunde lassen Rückschlüsse zum damaligen Glauben an Wiedergeburt zu. Bei den Germanen wurden, ähnlich wie bei den Kelten, eine Vielzahl von Grabbeigaben gefunden, die oft auch persönliche Gegenstände des Toten beinhalteten. Daher kann man davon ausgehen, dass die Germanen an ein Leben nach dem Tod glaubten.

Durch tausende Berichte über Nahtoderfahrungen gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Seele in irgendeiner Form weiterlebt. Der russische Wissenschaftler Dr. Konstantin Korotkov, Direktor des Forschungsinstitutes für Physische Kultur in St. Petersburg, fotografierte einen Sterbenden mit einer bioelektrografischen Kamera im Moment seines Todes. Das Foto wurde mit einer weiterentwickelten Kirlian-Technik geschossen und zeigt die Lebenskraft (blau) des Sterbenden, wie sie stufenweise den Körper verlässt. Laut Korotkov sind es der Nabel und die Knie, welche zuerst die Lebenskraft bzw. Seele verlieren. Das Herz und die Leistengegend verlässt die Seele zum Schluss, bevor sie sich in die Unendlichkeit aufmacht.

http://www.germanen-magazin.de/2015/05/12/glaube-an-wiedergeburt/

Freyja, Göttin der Liebe

Freja Göttin der Liebe

Die Göttin der Fruchtbarkeit, der Sexualität, der Liebe, des Reichtums und des Glücks ist Freyja. Sie ähnelt der Venus aus dem römischen sowie Aphrodite aus dem griechischen Götterhimmel. Freyja gehört der Götterfamilie der Wanen an. Die Wanen sind die Götter der Bauern und Fischer. Die zweite Götterfamilie sind die Asen, Götter der Aristokraten und Krieger mit dem Vatergott Odin-Wodan an der „Spitze“. Freyja wurde von Paaren oder Einzelnen angerufen, ob die Liebschaft mit dem oder der Auserwählten (ob innerhalb oder außerhalb der Ehe) einen günstigen Verlauf nimmt. Ihr Kult ist wohl der am Längsten währende und hat auch in den Köpfen der Menschen das Christentum überlebt. In einem Falkengewand, in einem von Wildkatzen gezogenen Wagen, reist sie durch die Welt.

Freyja soll einen Mann namens Odr gehabt haben, somit ist anzunehmen dass Freyja und Odin von den Schamanen, Zauberern und Seherinnen als Paar angesehen wurden. Die germanische Mythologie ist dadurch gekennzeichnet, dass die Götter menschliche Züge hatten, also mit Fehlern behaftet waren. Der trickreiche und gerissene Gott Loki machte sich oft einen Spaß, andere Götter zu beschuldigen und mit ihren mutmaßlichen Schwächen zu konfrontieren. So beschuldigte er Freyja, die Göttin der Liebe, mit allen Göttern der Asen, einschließlich ihres Bruders Freyr, sowie den Elfen Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Es gibt mehrere Legenden, in denen Freyja etwa zur Friedensstiftung mit Riesen schlafen sollte, oder mit Zwergen Geschlechtsverkehr, zum Dank für eine magische Halskette, die sie von ihnen geschenkt bekam.

Freyja ist also mit dem Thema Sexualität eng verbunden, jedoch auch mit der transformatorischen, heiligen und gebenden Kraft. Freyja war Hure und Heilige zugleich und stand für Wollust wie für die wahre Liebe. Entgegen unserem christlich geprägten Weltbild, dass der eine Gott unfehlbar ist und über die Menschen richtet, kann es aufgrund der menschlichen Schwächen der germanischen Götter für die Menschen tröstend und motivierend zugleich sein, sich den eigenen Schwächen bewusst zu werden und die Persönlichkeit weiter zu entwickeln.

Freyja war die Göttin der Seherinnen und Orakel  und Wahrsagerei war ein grundlegender Bestandteil der germanischen Spiritualität. Frauen, die dies praktizierten wurden Völvas genannt. Im Zuge der Christianisierung wurde diese „teuflische“ Praxis zunehmend dämonisiert und so wurden die Völvas wegen ihrer sexuellen und spirituellen Kräfte zunehmend den Hexen gleichgestellt. Der Hexenhammer ist voll mit Frauen demütigenden Thesen der Christen.

Freyja, Symbol für die neue und alte göttliche Weiblichkeit

FreyjaFreyja – die Göttin der Liebe

Freyja symbolisiert die verschiedenen Aspekte der Weiblichkeit. Sie ist die goldene Göttin der Liebe, mit ihrer sinnlich-körperlich-lustvollen Art. Als einzige Göttin im Asenhimmel übernimmt sie nicht deren Eheform und Monogamie. Sie liebt eine Reihe unterschiedlicher Männer, Götter und Zwerge, was sie aber nicht hindert, den Gott Odr besonders zu lieben. Um ihn weint sich Goldene Tränen, sie hat von ihm zwei Töchter. Die Lust an der Sexualität ging mit den christlichen Dogmen verloren und so ist es kein Wunder, dass viele Frauen sich ihres Körpers gar schämen. Bis um die Jahrhundertwende wurde der Frau die Orgasmusfähigkeit abgesprochen. Freyjas lebendigste und lustvollste Seite löst bei vielen Frauen heute noch Ängste und Schuldgefühle aus, zu Unrecht wie wir wissen.

Freyja – die Göttin des Sehens

Sehend und intuitiv, vor nichts die Augen verschließend, sieht sie Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges. Ebenso Erfreuliches und Schreckliches. Die verlorenen Potentiale der Frauen müssen wieder freigesetzt werden. Die großen Seherinnen der alten Zeit kannten die Schattenwelt, sie hatten den Mut, dort hinzusehen.

Freyja – die Göttin des Kampfes

Freyjas Begleiter ist unter anderem die Wildsau Hildisvini. Die „rasende Wildsau“ ist das Symbol für eine zornige Frau. Freyia aber hat es gelernt, die Wildsau, sprich ihre Gefühle wie Wut und Zorn, zu reiten, damit umzugehen. Die Völvas (Seherinnen) waren dafür bekannt, sich dagegen zu wehren, wenn sie jemand in ihren Entfaltungsmöglichkeiten einschränkte. Kein Verständnis war dann angesagt, sondern Kampf. Eine wilde Frau, die zum Kampf bereit ist, scharfe Anklage erhebt und zuschlägt? Die Furie in der Frau?

Freyja – die Göttin des Heilens

Die Frauen, insbesondere die Völvas, waren bekannt für ihre hervorragenden Kenntnisse in Naturheilkunde und Kräuterkunde, wofür sie oft genug als Hexen verbrannt wurden. Krankheit ist in vielen Fällen die Ungewissheit über Leben und Tod, eine Art Zwischenwelt. Heilung ist ein Neubeginn nach überwundener körperlicher oder seelischer Krankheit. Mit Sanftheit und Verständnis setzen sich die Völvas für die Genesung ein. Sie waren auch Hebammen und halfen dabei, Neugeborenen den Weg zum Leben zu bereiten.

(Anregungen von Bärbel Kreidt, aus dem Buch „Brunnen der Erinnerung“ von Ralph Metzner)

Beitragsbild: Lorenz Frølich [Public domain], via Wikimedia Commons / http://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AFreia_Gestures_to_Hyndla_by_Fr%C3%B8lich.jpg, Bild Mitte: Germanen-Magazin.de

http://www.germanen-magazin.de/2015/05/12/freyja-goettin-der-liebe/

Open Society Foundation: Organisation von George Soros hinter Massenprotesten in Mazedonien (Video)

Open-Society-Foundation-george-soros

Zehntausende demonstrieren derzeit in Mazedonien und fordern den Rücktritt des Premierministers. Vor dem Regierungssitz haben sie ein Zeltlager aufgebaut. Eine der Schlüsselorganisatoren hinter den Protesten ist die Open Society Foundation des US-amerikanischen Milliardärs George Soros, die insbesondere in Osteuropa „zivilgesellschaftliche“ Aktivitäten finanziert. RT sprach mit dem Leiter der Open Society Foundation in Mazedonien, Wladimir Milcin, über die Proteste und mögliche Parallelen mit der Ukraine.

„Russische Pipeline stoppen“: Experten sehen USA hinter Protesten in Mazedonien

Experten sprechen von einer hohen Popularität von Premierminister Gruevski. Laut ihnen hat der „Westen“, allen voran die USA, die Anti-Regierungsaktionen dirigiert, um den Bau der russischen Gaspipeline durch Mazedonien zu verhindern.

Die Situation in Mazedonien habe sich zugespitzt, nachdem die Regierung in Skopje damit begonnen habe, eine Annäherung mit Russland und China in Erwägung zu ziehen, sagte der serbische Politikwissenschaftler Dusan Prorokovic zu Sputnik. Er verwies darauf, dass bei der Oppositionsdemo in Skopje Diplomaten aus den USA und der EU zugegen waren. Ähnlich war es bei den Euro-Maidan-Protesten in der Ukraine zugegangen, als EU-Politiker und US-Senatoren das Camp der ukrainischen Opposition in Kiew besucht und den Regierungsgegnern Mut zugesprochen hatten. Zwei Monate später kam es in der Ukraine zu einem Umsturz.

Auch viele andere Experten sehen hinter den Protesten in Mazedonien die Vorbereitung eines gewaltlosen Regimewechsels mit dem Ziel, die für die USA und Westeuropa unliebsame Regierung in Skopje, die Russland-Sanktionen ablehnt und das russische Pipelineprojekt Turkish Stream unterstützt hat, loszuwerden.

„Der Westen hat unter US-Führung ein Projekt zur Destabilisierung Mazedoniens begonnen. Das Ziel: den Bau von Turkish Stream durch Mazedonien zu verhindern“, sagte Slobodan Nikolic, Vorsitzender der „Russischen Partei“, in einem Sputnik-Gespräch. Damit lasse sich auch der Angriff der Kosovo-Terroristen auf Mazedoniens drittgrößte Stadt Kumanovo erklären. „Denn der Bau von Turkish Stream würde die Wirtschaftssanktionen gegen Russland und die Finanzierung des Ukraine-Krieges sinnlos machen.“

Der Einwohner von Skopje Ivan Babanovski urteilte, dass US-Vizepräsident Joe Biden „persönlich ein Interesse daran hat, amerikanisches Erdgas nach Europa zu bringen“. Nach Ansicht des ehemaligen jugoslawischen Sicherheitsbeamten sollte sich Ministerpräsident Gruevski um die eigene Sicherheit kümmern — „eingedenk des Schicksals von Saddam Hussein und Muammar Gaddafi.“

Für den mazedonische Medienpropaganda-Analysten Vladimir Pandovski sind die Proteste in Skopje nichts weiter als eine „Inszenierung“ — die Teilnehmer seien massiv durch soziale Netzwerke angeworben worden. Nach seinen Angaben weiß Regierungschef Nikola Gruevski einen Großteil der Bevölkerung hinter sich und hat einen klaren „Aktionsplan“.

Dass der Regierungschef populär ist, weiß auch Slobodan Tomic. Der prominente mazedonische TV-Journalist vergleicht Gruevski mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin: Beide sind in ihren Ländern zunehmend populär, beide werden von westlichen Medien gebasht. Tomic hält eine bunte Revolution in Mazedonien für unmöglich (Gesteuerter Protest: Die Revolutions-Profis).

Die Antiregierungsaktionen laufen nach dem klassischen Szenario des Westens und richten sich gegen die Politiker, die Turkish Stream unterstützten, sagte Srdja Trifkovic, Chefredakteur des Magazins Chronicles, zu RT. Seiner Meinung nach stecken Washington und Brüssel hinter der Krise in Mazedonien. Der Anlass für deren Einmischung war der Wunsch des mazedonischen Ministerpräsidenten Gruevski, sein Land für Turkish Stream zu eröffnen. Durch diese Pipeline, die das geplatzte Projekt South Stream ersetzen soll, soll Erdgas aus Russland abseits des instabilen Transitlandes Ukraine nach Südeuropa strömen.

Politikwissenschaftler Georgi Engergart von der Russischen Wissenschaftsakademie pflichtet bei: „Die USA und die EU haben enorme Anstrengungen unternommen, um South Stream zu blockieren. Nun versuchen sie auch die Transitoption Mazedonien auszuschalten, um – wie sie selbst glauben – Russland wirtschaftlich vom Balkan zu verdrängen.“ Der Experte ist sicher: Ein Machtantritt von Oppositionschef Zaev würde die Pläne für den Transit russischen Gases durch Mazedonien durchkreuzen.

Literatur:

Apokalypse jetzt!: Washingtons geheime Geopolitik von F. William Engdahl

Das Szenario eines Dritten Weltkriegs: Die geheimen Pläne des Pentagons zur Errichtung einer Neuen Weltordnung von Michel Chossudovsky

Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken von F. William Engdahl

Video:

Quellen: rtdeutsch.com/de.sputniknews.com vom 19.05.2015

http://www.pravda-tv.com/

DAS GEHEIMNIS HINTER DER ‚EINWANDERUNG‘ …

Avatar von farsight3

immigrDer Begriff ‚Frei‘-Handel klingt für den unbedarften Laien irgendwie gut. Friede, Freiheit, Eierkuchen und unbegrenzte Liebe werden ihm vom Regime vorgegaukelt. Ausgezeichnet nachzuvollziehen am jüngsten Beispiel der Demontage Amerikas – von innen heraus. Der nobelbeschenkte Lügenzar hat endlich die Grenzen zu Mexiko geöffnet.

„Wir haben Mexiko in der Vergangenheit so viele schlimme Dinge angetan, weshalb wir unsere Verfehlungen nun mit unbeschränkter Einwanderung kompensieren wollen“, tönt es aus dem Rechtfertigungsministerium des Weissen Hauses. Wenn dem wirklich so wäre, könnte man ja glatt vermuten dass das U.S.-Regime nun endlich damit aufhört, Mexiko weiterhin Übles anzutun. Ein Regime, welches seine Verfehlungen aus der Vergangenheit eingesteht wird fortan nur noch Gutes vollbringen, korrekt? Falls diese Schlussfolgerung jedoch falsch wäre, könnten wir beinahe annehmen, dass diese am Rockaufschlag hergezeigte Menschenfreundlichkeit nur ein weiterer Schwindel und erneuter Betrug am amerikanischen Wähler wäre.

Lasst uns also ein paar Fakten betrachten: Während seiner Präsidentschaftskandidatur 2008 verkündete der…

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Geschichte der Germanen (1): Völkerwanderungen

Von: http://www.germanen-magazin.de/

Schutzwall der Germanen

Gastbeitrag von Magda Heigl:

Ein Geschichtsatlas erzählt uns eine sehr bewegte Geschichte Deutschlands, in der mitten durch das heutige Deutschland ein “Grenzwall” ging. Die Grenze bewegte sich entlang des Rheins, oberhalb Koblenz bis an die Donau. Südlich der Donau und westlich am Rhein begann “Rom”, das zuvor von Kelten bewohnt wurde, die um 300 vor Christus Rom und Delphi eroberten. Zu Zeiten Tiberius zogen die Römer nach Norden und evakuierten die Bevölkerung. Um Aufständen vorzubeugen wurde die junge Mannschaft rekrutiert, andere wurden umgesiedelt. Mit dem römischen Reich kam seine Weltanschauung, seine Bauten und Straßen und gleichzeitig auch das Christentum als Staatsreligion ins Land. Bei den Ursprüngen wurden die alten germanischen Mythen meist verstanden, hatten sie doch die geeigneten Dolmetscher, um die gleichen Begriffe herauszufinden. Mit zunehmender Größe des Reiches wurden immer mehr einheimische Fürsten in der Regierung tätig.

In der Ferne des Ostens braute sich eine Änderung der Geschichte zusammen. Die Hunnen waren (wieder einmal) nach Westen gezogen und schoben zahlreiche germanische Stämme auf der Flucht vor sich her, verschiedene Abenteuerer für sich rekrutierend. Als im 4. Jahrhundert das Römische Reich in Ost- und Westrom geteilt wurde, standen sich bei den Schlachten der Hunnen schließlich die “eigenen” Brüder gegenüber und beschlossen Europa neu zu gestalten. Die Westgoten in Spanien, die Ostgoten in Italien und das Reich der Franken (Frankreich mit Deutschland).

Völkerwanderungen

Die Kriege und Völkerwanderungen hatten so viele Ruinen hinterlassen, dass kaum noch die Kirchen gefunden wurden, die schon einmal errichtet worden waren. Im Laufe der Zeit zogen mehr germanische Stämme in die frei gewordenen Plätze. Das entstandene Machtvakuum sicherten die alten Adelsgeschlechter und beendeten die Völkerwanderung. Sie traten demonstrativ zum christlichen Glauben über, um Spannungen zur gallo-romanischen Mehrheitsbevölkerung zu vermeiden. Manche Völkerstämme waren erfolgreich den Eroberungen über das Meer hinweg ausgewichen und hatten eigene Traditionen länger bewahrt. Es verwirrt, die vielen “germanischen” Namen zu sehen, wenn der Ursprung der Gallier, Kelten, Skyten und Hyperboräer und wie sie alle heißen, nicht mit ihren ursprünglichen Bezeichnungen nachvollzogen wird.

Varusschlacht

Karl der Große

Einen Eckstein deutscher Zeit bildet Karl der Große. Immer größere Teile einzelner Fürstentümer hatte er unter seine Herrschaft gebracht, unter dem Vorwand der Christianisierung. Man muss den Lauf der Welt verstehen, um diese Situation zu beurteilen. Die arabischen Länder hatten mit dem Koran die alte christliche Welt erobert und alle seine Kernländer in Besitz genommen. Dem gegenüber stand ein relativ kleines Frankenland mit Germanen und ein kleiner Rest von Ostrom mit christlichem Glauben.

Schon vor der Zeit Karls des Großen begannen in Deutschland Missionstätigkeiten durch irische und schottische Mönche. Man fragt sich, was in aller Welt wissen die Iren? Es kann nicht sein, dass kein Christentum mehr in einem bereits christlichen Land vorhanden war. Wäre nicht Rom besser gewesen, um über den Glauben erzählen zu können? In Irland war es den Mönchen geglückt, die alten Traditionen mit fast gleichen Werten mit dem Christentum zu verbinden, das weit mehr Motivationen zeigte.

In den Jahrhunderten nach der Völkerwanderung war durch die nicht überlieferte Lesetradition anderer Sprachen eine Veränderung eingetreten, auf die der Islam reagierte, der keine Bilder kennt, weil er die Schriften anders versteht. Durch den Bilderstreit kochte der Konflikt auf, der bis heute fortdauert, und den vielleicht die alten Germanen lösen können…

(Fortsetzung folgt)

Gastbeitrag von: Magda Heigl, Buchautorin von „Die Welt der Offenbarungen“:

http://www.germanen-magazin.de/2015/05/22/geschichte-der-germanen-1-voelkerwanderungen/

Die magischen Externsteine – Kraftquelle der Germanen

Externsteine in mystischer Stimmung

Sind die von der Natur geformten Sandsteinformationen zu Fels erstarrte Riesen längst vergangener Zeiten oder eine vorzeitliche Burg mit dem Zauberer Merlin als Wächter? Doch der Schleier der Zeit liegt um diesen von den Frühgermanen als Heiligtum verehrten Kultplatz. Im Teutoburger Wald, in Nordrhein-Westfalen, dort, wo einst im Jahr 9 n.Chr. der Cheruskerfürst Arminius germanische Stämme zu einem Aufstand gegen die römischen Besatzer formierte und einen riesigen Tross Römer um ihren Anführer Varus eine vernichtende beispiellose Niederlage beibrachte, ragen bizarre Felsformationen aus der Erde.

Seherinnen und ihr Einfluss auf die Varussschlacht

Der Kultplatz der Externsteine war dabei vielleicht das magische Zünglein an der Waage, das den Germanen den Sieg bescherte, denn germanische Seherinnen bewohnten der Legende nach die Türme der Externsteine. Und der Einfluss der Seherinnen und deren Orakel auf Krieg oder Frieden, Sieg oder Niederlage, gilt als unbestritten und wurde von den römischen Geschichtsschreibern gut dokumentiert. Kein Zufall also, dass es in den Tagen der Varusschlacht ein heftiger Regen den mit Gepäck vollbeladenen Römern schwer machte, sich zu verteidigen? Die bekannteste Seherin war Veleda und lebte ca. 70 n.Chr. nachweisbar in den Externsteinen.

Heiligtum der Heiden und „der Baum des Lebens“ auf Pandora

Einer Legende nach soll auf den Externsteinen das Heiligtum Irminsul, die germanische Weltenesche gestanden haben, die Karl der Große im Zuge der Christianisierung der Sachsen im 8. Jahrhundert symbolisch zerstören ließ, und mit ihr dortige heilige Einrichtungen der Germanen. Zudem verübte er im Zeichen der Kirche den Massenmord an 30000 Sachsen, die der neuen Religion nicht beitreten wollten. Irminsul war für die Heiden damals das Heiligtum schlechthin, der Baum für das Leben, die Natur, den Himmel und die Ewigkeit. Diese Weltenesche hatte in etwa eine vergleichbare Bedeutung wie im Film Avatar der „Baum des Lebens“ auf Pandora.

Da die Externsteine daraufhin auch weiterhin von den Heiden als einen heiligen Kraftort angesehen und aufgesucht wurden, um dort ihre Götter zu verehren, sahen sich die Kirchenoberen aufgefordert, dem heidnischen Heiligtum ihren offiziellen christlichen Stempel aufzudrücken. Und so wurden im 12. Jahrhundert in die Felsen Reliefs von Jesus Christus sowie ein offenes Rundbogengrab geschaffen, dass dem Grab von Jesus in Jerusalem nachgebildet wurde. Diese Praxis war während der Christianisierung üblich, um die heidnischen Bräuche mit der neuen Religion zu übertünchen und die „teuflische“ Magie zu beseitigen.

Externsteine

Sternwarte aus der Steinzeit

Eine mysteriöse Höhenkammer der Externsteine, die mehr als 70 Millionen Jahre alt sind, enthält ein von Menschen in Stein gehauenes Loch, das in die Richtung weist, an der die Sonne zur Sommersonnenwende aufgeht. Astronomische Kenntnisse müssen daher in grauer Vorzeit auf germanischem Boden vorhanden gewesen sein, vielleicht ein Hinweis auf eine germanische oder alteuropäische Hochkultur? Eine in den Stein geschlagene Grotte und die Nachbildung eines Sarkophags werfen Fragen auf, wie und zu welchem Zweck die Externsteine noch genutzt wurden.
Ziemlich sicher kann man sagen, dass die Externsteine von den Germanen als ein Heiligtum verehrt wurden, wo Rituale und Zeremonien abgehalten wurden. Doch die Externsteine hatten nicht nur religiösen Charakter. In „Things“ haben Stammesführer Versammlungen abgehalten, und unter Zuhilfenahme von Orakeln der Seherinnen wurde hier über Krieg und Frieden entschieden, wie wohl einst vor der so bedeutsamen Varusschlacht im Teutoburger Wald.

Der Himmel öffnete seine mächtigen Schleusen gegen die Römer

Hermannsdenkmal

Welch übernatürliche Kräfte müssen dort mit im Spiel gewesen sein, wenn man bedenkt, dass das materiell und personell derart überlegene Heer der Römer von den aufständischen und primitiv ausgerüsteten Germanen geschlagen wurde? Denn in den Tagen und Nächten der Hermannsschlacht, die in unmittelbarer Nähe der Externsteine stattfand, öffnete der Himmel seine Schleusen und fegte mit einem heftigen Sturmregen auf die überforderten Römer hernieder, die, trotz ihrer zahlenmäßigen und kriegsbewaffneten Übermacht, nichts gegen die Angreifer ausrichten konnten. Das schwammige Geläuf auf dem engen Pfad machte den Marsch für die mit schwerer Ausrüstung beladenen Römer zum Höllentrip, und so war es für die aus dem Hinterhalt immer wieder angreifenden Germanen ein relativ Leichtes, mit ihrer Guerilla-Taktik die Römer erfolgreich zu bekämpfen.

Die Niederlage der Römer war der Beginn des Untergang des römischen Imperiums, und man frage sich, wie Europa und die Welt heute aussehen würde, wenn es Arminius, der als die deutsche Legende schlechthin gilt, sowie einen Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht, nicht gegeben hätte? Würden wir in Deutschland heute eine Art romanisch-germanische Sprache sprechen? Wo wären die Grenzen heute gezogen?

Und heute?

Eine bewegte Vergangenheit erfuhren die Externsteine auch in ihrer jüngsten Geschichte. Ende des 19. Jahrhunderts fuhr eine Straßenbahn direkt durch einer der Felsen und brachte Touristen en masse an diesen mystischen Ort samt Volksfeststimmung. Esoteriker, Geomanten und Heiler suchen die Externsteine heutzutage gerne auf, um die Stille, gepaart mit der mächtigen Energie in sich aufzunehmen und der Natur mit all ihren Elementen zu huldigen.

© Alex Miller / germanen-magazin.de

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