USA – Raubritter in Uniform: US-Polizeibeamte beschlagnahmen Besitztümer von Bürgern im großen Stil – russiatoday – 24.05.15 –

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Raubritter in Uniform: US-Polizeibeamte beschlagnahmen Besitztümer von Bürgern im großen Stil

– In den USA beschlagnahmen Polizeibeamte immer häufiger Besitzgüter von normalen Bürgern, auf Grundlage bloßer Verdachtsmomente. Im Jahr 2014 haben US-Beamte Werte in Höhe von 4,6 Milliarden Dollar beschlagnahmt, indem sie es Menschen wegnahmen, die sie ohne Belege krimineller Aktivitäten verdächtigten. Der reine Glaube an Beweise reicht dafür aus. Grundlage für das moderne Raubrittertum ist das Civil Asset Forfeiture Programe. Laut zahlreichen Opfern hat die Masche System.

– Auch Columbias Polizeichef Ken Burton gibt zu, dass es bei der Praxis keine wirklichen Einschränkungen bei den Beschlagnahmen gibt und sagt freimütig, dass diese in der Regel zum Eigenbedarf der Bundesbehörden durchgeführt werden: “So bekommt man ein Spielzeug oder etwas das man braucht. So sehen wir das für gewöhnlich.”

Raubritter in Uniform: US-Polizeibeamte beschlagnahmen Besitztümer von Bürgern im großen Stil
Quelle: RT

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Kornkreise – Eine holistische Erklärung

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Die Zeichen sind Schlüssel der Wiedereröffnung eurer Erinnerung (produziert durch euer kollektives bewusstsein und verschiedene ausserirdische zivilisationen) , Schlüssel, die das Bewusstsein eurer Gehirne ausdehnen und die Regionen eurer Gehirne anregen, ihre Aktivität zu erhöhen, damit ihr heraustreten könnt aus dem individuellen Sein und eintreten könnt in kosmisches Sein.
[…]
Es ist unser Licht, unsere Aufgabe, unser Bewusstsein, eure genetische Information wieder an ihr ganzheitliches Sein zu erinnern. Darin unterstützen wir euch durch unsere zunehmende Präsenz.Deshalb legen wir Kornkreise auf die Oberfläche eures Planeten, damit ihr euch an die Liebe zu Allem-Was-Ist erinnert, damit ihr durch eure Physikalität, durch eure Materie, durch eure Nahrung in die Liebe, die wirkliche Liebe hineinwachst.

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GÜNTHER JAUCH ERNEUT BEIM FÄLSCHEN ERWISCHT!

mr faker

Der deutsche Sunnyboy der Nation hat es faustdick hinter den Ohren, ansonsten hätte er sich gar nicht in seine derzeitige massenmediale Position hieven können. Auch eine telegene Kornkreisfälschung im Jahr 2002 geht auf sein Konto. Im Aufstieg des charmanten Herrn gibt es eine ganze Reihe dunkler Flecken, die nun durch erneute mediale Betrügerei in der aktuellen Sache des vorgeblichen völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Stinkefingers des griechischen Finanzministers gegen Deutschland (aus 2013) wieder mal aufgezeigt werden sollten. In Jauchs Firma Stern-TV (RTL) hatte der ach so smarte Selbstdarsteller jahrelang üben können, wie man die Massen für dumm verkauft.
Für die Verblödung der TV-Konsumenten sorgte er nicht erst im Juli 2002 mit der Verbreitung eines Kornkreisschwindels, schon zuvor hatte er eine Reihe von TV-Sendungen zu verantworten, in denen die Massen mehr als gefoppt wurden, von behaupteter indischer Kinderarbeit für IKEA bis zu frei erfundenen Ku-Klux-Klan-Umtrieben in Deutschland, die von gekauften Laienschauspielern in Szene gesetzt wurden. Inzwischen Multimillionär hat sich Jauch natürlich vor Gericht heraus winden können. Seither ist seine Heuchelei und unrühmliche Vergangenheit mit vielen Medienpreisen regelecht zugeschüttet worden.Uns interessiert hier aber vor allem seine fiese Taktik, das authentische Kornkreis-Phänomen mittelsplumper Machenschaften durch den Kakao zu ziehen. Die vom Stern-TV beauftragte Fälschertruppe plättete in Brandenburg eine Kornkreis-„Pizza“ ins Feld und ein verstecktes Kamerateam lauerte sodann den Besuchern des üblen Fakes auf. Die im Schneideraum passend gemachten Interviews wurden sodann zur stammtischartigen Belustigung deutschlandweit ausgestrahlt. Da stellt sich die Frage, hat der Mann einfach nur null Ahnung betreffs Kornkreise oder steht Methode hinter seiner Verunglimpfung? Was auch immer zutrifft, es ist beides „schändlich“: egal ob ahnungslos seine Hirnrissigkeit dennoch zu propagieren oder wissentlich der globalen Vertuschung zur Seite stehend!

Der kürzliche „Ausrutscher“ in seiner namensgleichen ARD-Talkshow, in der er den griechischen Finanzminister durch Unterstellungen ausbooten wollte, hat Jauchs dunkles Ich wieder aufblitzen lassen. Gottseidank kann dieses dem Herrn Yanis Varoufakis nicht das Wasser reichen. Denn der hat prompt mit der Wahrheit gekontert, indem er seinen zwei Jahre alten Vortrag in voller Länge ins Netz gestellt hat. Da hat er wieder mal ein übel riechendes Eigentor geschossen, der Herr Jauch. Nomen est Omen. Allerdings hat sich Varoufakis mit seiner voreiligen Aussage, den Fingerzeig als Video-Manipulation zu bezeichnen, ungeschickt verhalten. Passende Presse-Artikel: derStandard, meedia,TAZ, mmnews, pi-news, Jauch’s Vermögen.

PS: Mit dem böswilligen Theaterdonner der deutschen Medien gegen Griechenland soll offensichtlich die Frage der noch immer offenen Reparationszahlungen von weit über 100 Milliarden Euromassenmedial übertüncht werden. Aber damit hat die ARD, die den Stinkefinger als erste absichtlich verdreht im TV zeigte und damit die Diskussion darüber erst auslöste, ihrer im Hintergrund agierenden Klientel einen ziemlichen Bärendienst erwiesen. Fazit: Glasklare Lügenpresse – und zwar nachweisbar! Im übrigen gehen die so genannten Hilfszahlungen an Griechenland großteils an Banken, sehr viel auch an die Deutsche Bank. Dieses Raubrittertum wird Umwegrentabilität genannt.PPS: Der eigentlich zum Stinkefinger gehörige O-Ton von Varoufakis aus 2013 bezieht sich sogar auf das Jahr 2010 – noch vor dem erstem „Hilfspaket“. Wortwörtlich sagt der damals Nochnicht-Finanzminister auf der Zagreber Alternativ-Konferenz: „Griechenland hätte (statt die Pseudohilfen anzunehmen) besser wie Argentinien den Staatsbankrott erklären und Deutschland den Finger zeigen sollen“, nach dem Motto „Ihr könnt jetzt das Problem alleine lösen“ und hob dabei seinen Text untermalend die Hand zum Stinkefinger – allerdings mit einem wesentlich anderen Bedeutungshintergrund wie ihm von Jauch und der Lügenpresse unterstellt wird! Varoufakis konnte sich im Live-Interview dazu nicht mehr im Detail erinnern und sagte, diese Geste gegen Deutschland habe es nie gegeben und ist hinein montiert worden. Womit er vom Effekt her letztlich Recht hat, obwohl und weil die ganze Affäre im Kern noch subtiler ist.

Denn der Mittelfinger ist zwar technisch gesehen nicht hinein montiert worden, aber derart aus dem Zusammenhang gerissen worden, als ob er den Deutschen oder der deutschen Politik per se galt. Die Veranstalter der Zagreber Konferenz weisen darauf hin, dass Varoufakis den Mittelfinger sogar zweimal gezeigt habe. Jeder Anwesende aber habe verstanden, dass die Geste nicht Deutschland oder den Deutschen gegolten habe, sondern der „neoliberalen Zerstörung“, der „Schulden-Sklaverei“ und der „neo-kolonialen Herrschaft“. Die Zuschauer der Jauch-Sendung bekamen aber den (erwünschten) Eindruck, Varoufakis beziehe sich mit seiner Geste auf die aktuellen Spannungen mit Deutschland im Schuldenstreit. Darum ging es aber keineswegs! Wohl wissend, dass dies der Mehrheit der deutschen Bürger – die keine Zeit und Lust haben sich um solche Feinheiten zu kümmern – nicht auffallen wird, wurde mit voller Absicht die Wahrheit von der Medienmafia verdreht und Jauch macht – nachdem der Bluff aufflog – erneut auf Unschuldslamm, der damit gar nichts zu tun habe…Neueste Entwicklung: Am dritten Tag nach dem Eklat wird nun doch einigen Presseorganen bewusst, dass sie es zu weit getrieben haben und das Volk ihnen nicht mehr jeden Schmäh abkauft. Einige Richtigstellungen kursieren bereits, aber die ARD und Jauch sind nach wie vor betriebsblind und beharren auf ihrer haltlosen Darstellung. Günther Jauch sollte besser seine Produktionsfirma i&u TV (Information & Unterhaltung) in d&g (Desinformation & Gehirnwäsche) umtaufen.
presse

Stimmgabeltherapie – Künne, Thomas / Nischwitz, Dr. med. Patricia

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Thomas Künne / Dr. med. Patricia Nischwitz: Stimmgabeltherapie (DVD) - Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden

Selbsthilfe bei Alltagsbeschwerden. Videobuch
Mit Interview: Dr. Ruediger Dahlke über Archetypische Medizin

Die sanfte Stimmgabeltherapie, auch Phonophorese oder Tonpunktur genannt, verwendet unter anderem dieselben wirkungsvollen Energiepunkte wie die Akupunktur. Durch das Aufsetzen der schwingenden Stimmgabel können diese Punkte angeregt und Blockaden aufgelöst werden. So kann die Lebensenergie (Qi) wieder frei durch dieEnergieleitbahnen (Meridiane) fließen und die Selbstheilungskräfte stärken; Körper, Geist und Seele finden zurück zu Harmonie und Gesundheit.

In diesem Videobuch führen Sie Thomas Künne und Dr. med. Patricia Nischwitz in dieTheorie und Praxis der Stimmgabeltherapie ein. Sie zeigen Ihnen, wie leicht und wirkungsvoll Sie sich selbst und andere bei allen Arten von Alltagsbeschwerdenbehandeln können – von Allergien über Kopfschmerzen bis hin zu Verdauungsproblemen, bei Nervosität, Erschöpfung, Angstgefühlen oder Schlafstörungen.

Das Videobuch verfügt über ein detailliertes Inhaltsmenü. So können Sie alle Kapitel und Behandlungen aus dem Theorie- und Praxisteil auch direkt anwählen.

Mit Interview: Dr. Ruediger…

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»Rückkehr zur Lebensweisheit der Lakota«

Markus Gärtner

Ich habe dieses Buch gerne in die Hand genommen. Aber eine leise Stimme hat mich anfangs vor einem simplen Motto gewarnt: »Gehe mutig Deinen Weg.« Das rät mir der 1946 geborene Joseph Marshall vom Stamm der Sicnagu-Lakota in dem schön aufgemachten Werk, das »alte Werte zur Rettung einer modernen Welt« verspricht.

Aber ich frage mich: Wie soll man eine Welt retten, die keine Visionen mehr hat, in der grassierende Ungleichheit und Korruption herrschen, dazu eine Auflösung der Moral und der traditionellen Werte, eine Welt, in der Geld entwertet, Umwelt und Ersparnisse zerstört, Menschen durch Überwachung und Fremdsteuerung entwürdigt werden? Eine Welt, die sich in ein Becken voller Treibsand zu verwandeln scheint?

Schon nach wenigen Seiten ist die mahnende Stimme in meinem Innern verschwunden. Ich segle auf den schön und einprägsam geschriebenen Zeilen von Joseph Marshall dahin und tauche in die Welt der Lakota-Sioux ein. Es ist eine überschaubare, aber keineswegs einfache Welt.

Sie hält alle Entbehrungen bereit, die man erduldet, wenn man ohne moderne Technik in der dürren Prärie lebt und sich vom Jagen und Sammeln ernährt. So jedenfalls sind Joseph Marshalls Vorfahren aufgewachsen.

Marshall hat eine Gabe mitbekommen, die viele von uns nicht mehr haben: Gut zuhören zu können. Das hat der Autor offenbar schon als kleiner Junge gelernt. Und er gibt es in acht Hauptkapiteln in wunderbare Erzählungen verpackt weiter.

Darin geht es um Geschichten, die exemplarisch für eine bestimmte Lebenshaltung stehen. Einer von Marshalls Akteuren in dem Buch ist »Iktomi«, eine »kleine, schwache und zersauste Kreatur«, die von einem Gänserich fliegen lernt. Iktomi schafft das Kunststück nur, weil der Gänserich ihr beibringt, fest an sich zu glauben.

Im Kapitel über den Wolf und den Raben erklärt uns der Autor sein Verständnis von Toleranz, die für ihn zwei Spielarten kennt: Die eine als natürliches Verständnis von Fairness, die andere als schlichte »Notwendigkeit zu überleben.«

Unterdrückung, Kontrolle und Bevormundung durch die weißen Herrscher waren in dem Reservat, in dem Marshall aufwuchs, ständige Realität. Er konnte sie nur durch defensives Verhalten ertragen, das, was er »Überlebenstoleranz in Reinform« nennt.

Marshall schildert mit seinen klugen Fabeln und Legenden alte Werte wie Glauben, Geduld, Toleranz und Vertrauen, aber auch innere Ruhe und Einkehr. Er zeigt uns, wie wir uns über das eigene Leben klarer werden und lernen, bewusst zu leben. Er macht deutlich, dass die Weisheit vergangener Zeiten vielleicht die beste Antwort für die Unsicherheiten und Nöte in der heutigen Welt sind. Sie geben uns Ruhe, Geduld und Kraft, um in dem Becken voller Treibsand voller Zuversicht zu rudern.

Das Buch ist eine deutliche Absage an materielle Werte in der modernen Welt, die uns von dem eigentlich Wichtigen zunehmend ablenken und unsere Orientierung stören: »Der Wert des Einzelnen wurde nicht an den Dingen gemessen, die er besaß, sondern daran, was er für die anderen tat«, mahnt die Großmutter »Graues Gras« ihren Enkel im Eingangskapitel über »das Geschenk der Stille«.

Marshall warnt uns eindringlich davor, »das Leben und die Welt durch das kleine Fenster unserer Wirklichkeit zu betrachten«. Er rät uns, stattdessen so viel wie möglich von unserer kindlichen Unschuld zu bewahren:

»Aber im Zustand der Unschuld verfügen wir über die Fähigkeit, über Grenzen hinwegzusehen und die Welt ohne Vorurteile wahrzunehmen. Besäßen wir diese Fähigkeit auch noch als Erwachsene, könnten wir die Welt so betrachten, wie sie wirklich ist – mit allen ihren Schwächen und ihrer unerschöpflichen Vielfalt. Um tolerant zu sein, brauchen wir nicht unschuldig zu sein, wir müssen uns nur daran erinnern, wie es war, unschuldig zu sein.«

In seinem bewegenden Epilog über den »knorrigen Stock« erzählt Marshall die Geschichte eines weisen alten Medizinmannes. Menschen, die ihn nach seinem Beruf fragen, erzählt er, er »bringe Dinge in Ordnung«. Wolf, so heißt der Medizinmann, beendet »seine irdische Reise« im Haus der Tochter, weil der Krebs seine Bauchspeicheldrüse zerfrisst.

 

Im Epilog wird Wolf als ein Mensch beschrieben, der jenen, denen er begegnet, stets gut zuhören kann. Seine Tochter Lucinda sagt von ihm, er habe anderen ihre Sorgen und ihren Schmerz genommen, er habe »sie auf sich genommen«. − Am Ende des Epilogs werden die Augen etwas feucht. Aber das Buch hat den Leser »auf sich genommen«. Es endet mit dem Spruch, der in Wolfs Grabstein gemeißelt wurde:

»Weisheit reist auf vielen Wegen und kennt keine Grenzen. Sie ist eine flüchtige Gabe. Ergreife sie, solange Du kannst, denn sie ist nicht Dein Eigentum. Wende sie an und gib sie weiter.«

Dieses Buch gebe ich auch gerne weiter.

Hans Herbert von Arnim Vom schönen Schein der Demokratie

Politik ohne Verantwortung – am Volk vorbei

Vom schönen Schein der Demokratie

KLAPPENTEXT

Die politische Klasse hat ein System organisierter Verantwortungslosigkeit geschaffen. In seinem neuen Buch zeigt der Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim: Demokratie, Föderalismus und Gewaltenteilung werden ausgehöhlt und sind oft nur noch Fassade. Hans Herbert von Arnim analysiert nicht nur die unerträglichen Defizite des demokratischen Systems – er zeigt auch, wie sich die vorhandenen Möglichkeiten nutzen lassen, um die Mitsprache der Bürger zu stärken, die Kontrolle der politischen Institutionen zu verbessern und die Handlungsfähigkeit des Systems wiederherzustellen.

Rezension Perlentaucher

Wer recht hat, macht sich unbeliebt. Wer immer recht hat, ist immer unbeliebt. Diese Einsicht ist eine der elementaren Weisheiten, die zwar dem Lehrplan widersprechen, die wir aber doch schon in der Schule gelernt haben. Der klassische Typus des Primus war ein solcher unangenehmer Rechthaber. Was er sagte, stimmte. Es gab kein Argument gegen ihn. Das verziehen wir ihm nie. In der derzeitigen Parteiendebatte nimmt der Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, Bestseller-Autor Hans Herbert von Arnim, die Primus-Position ein. Er tut das – das macht ihn nicht sympathischer – mit Begeisterung. In seinem neuesten Buch plädiert er für stärke Bürgerbeteiligung und für mehr Föderalismus…
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns ‚Vom Nachttisch geräumt‘

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.11.2000

Friedrich Karl Fromme charakterisiert das Buch als „Streitschrift“, in der sich der Autor für die Einführung einer „direkten Demokratie“ einsetzt, die verstärkt durch Volksentscheide gelenkt werden soll. Der Rezensent hebt die große „Materialfülle“ des Buches hervor, sieht jedoch hier seine Hauptschwäche. Die Überlegungen seien „zu reichhaltig“ und dabei auch zu unstrukturiert, um sich auf eine Argumentation hin zu ordnen. Zudem sind dem Rezensenten einige „Irrtümer“ aufgefallen, und er findet, dass viele Beispiele, die die Thesen des Autors untermauern sollen, nicht recht überzeugen. Die Anmerkungen, die jeweils am Ende der drei Abschnitte des Textes gegeben werden, findet er zwar „lohnend“, doch seien sie schlecht aufzufinden, die Suche nach ihnen „unzumutbar“, und ihre Anordnung störten den Textfluss.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 16.03.2000

„Ein notwendiges Buch zur rechten Zeit“ ist dieser Band, meint Warnfried Dettling und bezieht sich dabei nicht nur auf die jüngsten Skandale um Parteispenden. Angesichts einer hellhörig gewordenen Öffentlichkeit und der anstehenden Revision einiger Urteile des Bundesverfassungsgerichts zum Thema Parteienfinanzen räumt er von Arnims Forderungen nach Reformen nun deutlich bessere Chancen ein. Lobenswert findet Dettling es auch, dass sich von Arnim keineswegs auf das Thema Parteienfinanzierung beschränkt. Er ist vielmehr der Ansicht, dass der Autor mit diesem Beitrag eine Diskussionsbasis geschaffen hat, auf der die überfälligen Reformen (z. B. in verfassungspolitischer Hinsicht oder auch den Finanzausgleich betreffend) kreativ und erfolgversprechend debattiert werden können. Darüber hinaus mache von Arnim zahlreiche Vorschläge, von denen er sich ein stärkeres Demokratiebewußtsein verspricht (Befristung der Amtszeiten, stärkere Bürgerbeteiligung etc.).

Rezensionsnotiz zu , 12.03.2000

Wer recht hat, macht sich unbeliebt. Wer immer recht hat, ist immer unbeliebt. Diese Einsicht ist eine der elementaren Weisheiten, die zwar dem Lehrplan widersprechen, die wir aber doch schon in der Schule gelernt haben. Der klassische Typus des Primus war ein solcher unangenehmer Rechthaber. Was er sagte, stimmte. Es gab kein Argument gegen ihn. Das verziehen wir ihm nie. In der derzeitigen Parteiendebatte nimmt der Professor an der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer, Bestseller-Autor Hans Herbert von Arnim, die Primus-Position ein. Er tut das – das macht ihn nicht sympathischer – mit Begeisterung. In seinem neuesten Buch plädiert er für stärke Bürgerbeteiligung und für mehr Föderalismus.
Die Kapitel tragen Titel wie Schlagzeilen: „Deutschland im Umbruch“, „Wer den Staat beherrscht und warum“, „In schlechter Verfassung: die Länder“. Ein ständiges Trommelschlagen. Aber wer erwartet, die Frage „Wer den Staat beherrscht und warum“ auf sechs Seiten beantwortet zu finden? Enttäuscht ist nur der Dumme, der, der sich hat täuschen lassen. Arnim mag nicht die von ihm aufgeworfenen Fragen beantworten, aber er stellt – freilich nicht zum ersten Mal – zentrale Probleme in einer in Deutschland ganz ungewohnten Drastik dar.
Im genannten Kapitel zum Beispiel geht es ihm vor allem um einen Punkt: die in den Parteien organisierten Politiker kämpfen, wie es ihre Aufgabe ist, gegeneinander um die Macht, gleichzeitig aber schliessen sie sich zu einem gemeinsamen Kartell zusammen, wenn es um ihre Versorgungsinteressen geht. Es ist also ganz falsch, davon aus zu gehen, die Auseinandersetzung zwischen den Parteien garantiere gegenseitige Kontrolle. Eine Parteiendemokratie ist keine Demokratie. Von Arnim macht das wieder einmal sehr deutlich, und dafür ist man dankbar und ist ihm wieder einmal böse, weil er wieder einmal recht hatte. Trotz seines rechthaberischen Tons. Wer sich an dem nicht stört, der wird das Buch gerne lesen. Es füttert den Zorn, den einen jeden befällt, der nicht einsieht, warum die, die die Macht haben, auch noch glauben Anspruch auf Hochmut und Selbstgerechtigkeit zu haben. Es füttert den Zorn mit Zahlen und Fakten. Von Arnim bleibt nicht bei der Analyse stehen. Er ist wirklich ein Besserwisser. Er macht Vorschläge für die Einführung plebiszitärer Elemente. „Direkte Demokratie“ ist sein Stichwort. Es wäre gut, man griffe es auf. Der Primus, man darf das nicht vergessen, ist zwar unsympathisch, aber meistens hat er recht.

G7, Bilderberg – und Demonstrationen dagegen – im Juni

Dr. Alexander von Paleske —- 25.5. 2015 —Am 7/8 Juni 2015 findet im bayerischen Elmau, ganz in der Nähe der österreichischen Grenze, der Weltwirtschaftsgipfel der sieben angeblich führenden Industrienationen (G7) statt.

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Tagungsort Schloss Elmau

Drei Tage danach die Bilderberg-Konferenz mit 150 hochrangigen westlichen Vertreten aus Politik, Wirtschaft, Finanzen und Militär.

In Medienberichten heisst es:

Die Angst vor Anschlägen und gewaltbereiten Demonstranten führt zu einem in der Dimension ganz besonderen länderübergreifenden Einsatz. Es soll eine Mission „aus einem Guss“ werden.

Rund 4000 Beamte der Gastgeberländer sollen in der heißen Phase in den beiden Einsatzzentralen präsent sein.

Absolut schützenswerte Herrschaften
Zwar hat das deutsche Bundeskriminalamt jüngst erklärt, es habe nicht genügend Beamte, um die gewaltbereiten Islamisten in Deutschland zu überwachen, und so Anschläge in Deutschland zu verhindern. Aber diese wertvollen Herrschaften sollen auf jeden Fall und umfassend geschützt, von Demonstranten abgeschirmt werden. und keinen Schaden erleiden.

Auch die finanziell klamme Hypo-Alpe-Skandalrepublik Österreich, über deren Bundesland Kärnten mittlerweile der Pleitegeier schwebt, spart weder Mann/Frau noch Mittel.

Polizisten in den Hotelbetten
Rund 16.000 Hotelbetten stehen in der Region zu Verfügung, in jedem dritten davon wird ein Polizist schlafen.
Die Hoteliers in der Region freuen sich über diese gute Buchungslage in der Vorsaison.

Von G8 nach G7 – und ein Etikettenschwindel
Aus dem G8 Gipfel (1998 – 2004) ist – nach der Suspendierung Russlands – wieder der G7 Gipfel geworden. Und es fehlt natürlich China.

China, mittlerweile zur zweitgrössten Wirtschaftsmacht aufgestiegen, wird in absehbarer Zeit auch die zur Zeit noch stärkste Wirtschaftsmacht, die USA, überholen, und wird bei der Suche nach Lösungen der anstehenden Konflikte in der Welt ein gewichtiges Wort mitreden – mit oder ohne G7.

Mehr noch: Im Jahr 2013 lagen nicht nur die Volksrepublik China, sondern auch Indien, Mexiko und Brasilien nach Angaben des Internationalen Währungsfonds mit dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt vor mehreren G7-Gründungsstaaten wie z.B. Italien.

Längst ist aus dem 1975 von dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem französischen Präsidenten Giscard dEstaing gegründeten Weltwirtschaftsgipfel ein All-Themen Gipfel geworden, auf dem dieses Jahr auch die Antibiotika-Resistenz stehen soll, ohne dass irgendwelche nachhaltigen Schritte gegen den Haupt-Verursacher, die industrielle Massentierhaltung, zu erwarten sind.

Hauptthema: IS
Auf der Tagesordnung des anstehenden des G7 Treffens ganz oben aber dürfte der Vormarsch der Religionsfaschisten der IS im Irak, Syrien, und Libyen stehen, sowie ihr Auftauchen im Yemen, Afghanistan und Saudi-Arabien. Dazu die Querverbindungen zu Al Shabab in Somalia und Boko Haram in Nigeria.

In den USA, die mit ihrem Einmarsch in Afghanistan 2001 und Irak 2003, ihrer Syrienpolitik, und dem Eingreifen in den Bürgerkrieg auf Seiten der Gaddafi-Gegner erst die Verhältnisse schafften, unter denen sich terrorbereite Religionsfaschisten so richtig ausbreiten konnten, zirkulieren bereits Pläne, wieder Truppen zur Bekämpfung der IS in den Irak zu schicken. Diesmal zur Abwechslung nicht unter einem Vorwand, wie 2003.

Diskutiert wird eine Truppenstärke von bis zu 10.000 Mann – vorerst – , nachdem sich herausstellt, dass die Luftangriffe mehrerer Staaten, an der Spitze die USA, den Vormarsch der IS nicht aufhalten konnten

Assads Truppen auf dem Rückzug
Der Kampf des syrischen Präsidenten Assad Assads gegen diese faschistischen Gotteskrieger wird immer verzweifelter, da diese zu Selbstmordattacken und zum freudigen Sterben nur allzu bereit sind, und der personelle Nachschub dieser Kamikaze – Kämpfer aus dem Ausland ungehindert weiterläuft – grösstenteils über die Türkei.

Der Westen trägt für diesen Vernichtungskrieg die volle Verantwortung, denn er war es, der die Opposition gegen Assad nicht nur mit Worten, sondern auch durch Taten einschliesslich Geld und Waffen massiv unterstützte.

Liebesgrüsse nach Moskau.
Mittlerweile schielt die Obama-Administration im Syrienkonflikt in Richtung Moskau, Assads Verbündeten.

US- Aussenminister Kerry traf Russlands Präsidenten Putin und Aussenminister Lawrov (Kerry nannte ihn immner wieder mit seinem Vornamen Sergeij) vor zwei Wochen, und beeilte sich, fast unterwürfig, Präsident Putin zu danken, dass er so viel Zeit für ihn, Kerry, sich genommen habe.

Im Hintergrund
Der Ukrainekonflikt ist dabei ziemlich in den Hintergrund getreten. Mittlerweile scheint es den USA zu dämmern, dass:

– Das Ukraine-Problem der notwendigen Absprache mit Russland im Kampf gegen IS im Wege steht.

– Die wirtschaftliche Lage in der Ukraine sich weiter verschlechtert mit galoppierender Inflation und rapidem Kaufkraftverlust.

– Dies die allgegenwärtige Korruption nur noch weiter anheizen wird

– Die Ukarine bereits jetzt zu einem Fass ohne Boden für Hilfsgelder geworden ist

– Dass die desolate ukrainische Armee und die faschistischen und radikalislamistischen Milizen kaum geeeignete Verbündete sein können

Kurzum: dass hier jetzt ein Politikwechsel vollzogen werden muss. Auch das ein Thema für G7.

Auf Linie eingeschwenkt
Die EU ist bereits auf diese Linie eingeschwenkt, und hat auf ihrem Treffen in Riga tunlichst alles unterlassen, was Russlands Proteste Mitgliedschaft in der EU oder gar der NATO in Aussicht zu stellen.

Wie raus aus dem Schlamassel?
Nachdem die EU und die USA in Osteuropa und dem Nahen Osten ein Chaos geschaffen haben mit allein 4 Millionen Flüchtlingen aus Syrien, soll jetzt auf dem G7 Gipfel beraten werden, wie aus diesem Schlamassel wieder herauszukommen:

– durch Bodentruppen im Irak, für die wieder eine „Koalition der Willigen“ gesucht werden dürfte.

– durch Luftangriffe auf die Küstenregion von Libyen, mit dem Ziel der Zerstörung potentieller Flüchtlingsboote und Infrastruktur, um den Flüchtlingsstrom zu stoppen,

– durch weitere Luftangriffe und kurzdauernde Bodentruppen-Einsätze in Syrien.

Dass gegen dieses G7- Chaoten-Treffen massive Proteste stattfinden werden, darf als sicher gelten.

Und wieder tagt der Bilderberg
Drei Tage nach dem G7-Treffen, ein paar Kilometer entfernt auf österreichischem Boden im Interalpen-Hotel nahe Seefeld dann die diesjährige Bilderbergkonferenz. Schon einmal, 1988, wurde dort Bilderberg veranstaltet.

Schön abgelegenes Hotel der Superklasse, also 5-Sterne S-Klasse, der schweizer Industriellen-Familie Liebherr gehörend, also an nichts gespart, dazu, wie praktisch, nur eine einzige Zufahrtsstrasse.

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Tagungsort der Bilderberger: Interalpen-Hotel nahe Seefeld

Verhöhnung der Demokratie
Wir haben mehreren Artikeln darauf hingewiesen, dass diese grobe Verletzung des Prinzips der Öffentlichkeit – ein integraler Bestandteil der Demokratie – durch die Bilderberg-Geheimkonferenz, eine Verhöhnung demokratischer Prinzipien darstellt, da es sich weder um eine Privatveranstaltung handelt, noch diese ausschliesslich aus privaten Mitteln bestritten wird.

Im Gegenteil: dieses Jahr dürfte der Anteil und Umfang der Steuergelder noch weit höher liegen, als bereits 2013 in Grossbritannien.

Beschämende Kumpanei
Beschämend insbesondere die geistige aber auch praktische Kumpanei vieler Journalisten mit dieser Veranstaltung und ihren Teilnehmern.
Journalisten, die, wie Matthias Nass von der deutschen Wochenzeitung„DIE ZEIT“ als Organisatoren daran mitwirkten, oder Journalisten, die diese Konferenz über viele Jahre totschwiegen, offenbar aus Sorge, Anzeigenaufträge von Grossfirmen, deren Chefs daran teilnahmen, zu verlieren.

Diese, seit 1954 stattfindende Konferenz, ruft mittlerweile regelmässig Gegendemonstrationen hervor, die sich gegen diesen Fremdkörper in einem demokratischen Staatswesen zur Wehr setzen.

Auch dieses Jahr darf sicherlich wieder mit Gegendemonstrationen gerechnet werden.

Zur Bilderberg-Konferenz grundlegend
link Alle Jahre wieder die Bilderberg- Konferenz – oder: Verhöhnung von Demokratie und Öffentlichkeit

Weitere Bilderberg Artikel
link Auch dieses Jahr wieder: Die Bilderberg-Konferenz – diesmal in Kopenhagen
linkDie Bilderbergkonferenzen, Wikipedia und eine persönliche Erfahrung
linkBeginn der Bilderberg-Geheimkonferenz 2013
linkBilderberg 2013: Fortsetzung der demokratieverhöhnenden Veranstaltungsreihe – diesmal nahe London
linkDie Bilderberg Konferenz 2012 tagt – oder: Alles verkommen
link Jürgen Flaschenpfand-Trittin berichtet von der Bilderberg-Konferenz 2012 in Virginia / USA
linkHallo, ist das der Sonderzug nach Bilderberg? – Da muss ich hin

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