An diesem Tag, 17.05.1930: Gründung der “Zentralbank der Zentralbanken”

17. Mai 2015, verfasst von Bürgender

Am 17. Mai 1930 wurde die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die sogenannte “Zentralbank der Zentralbanken”, gegründet. Sie sollte die deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg regeln und zählt heute 647 Mitarbeiter.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), auch “Zentralbank der Zentralbanken” genannt, koordiniert Transaktionen zwischen den Zentralbanken und verwaltet internationale Währungsreserven. Die BIZ befindet sich in Basel und ist eine geschlossene Organisation im Besitz von insgesamt 60 Zentralbanken.

Die Vorstände der Zentralbanken reisen alle zwei Monate zum Hauptsitz der BIZ nach Basel zur Hauptversammlung. Im März 2006 betrug das Vermögen der Bank etwa 221 Milliarden Dollar. 2001 sollten angeblich alle privaten Aktien zu 16’000 Schweizer Franken je Aktie zurückgekauft werden, doch die Teilhabe der Federal Reserve an der BIZ zeugt davon, dass Privataktionäre weiterhin Anteile halten. Wie der Washington’s Blogberichtet, ist die BIZ sogar nur zu 86 Prozent im Besitz der Zentralbanken, die restlichen 14 Prozent werden von Privatinvestoren gehalten.

Angeblich wurden die Aktien im Gründungsjahr 1930 ausgegeben. Ursprünglich sollte die BIZ die Zahlungsfähigkeit Deutschlands im Zusammenhang mit den Reparationszahlungen sicherstellen. Natürlich wäre es nun sehr interessant herauszufinden, wer genau diese privaten Aktionäre sind. Bereits ein Jahr nach der Gründung der BIZ stellte das Deutsche Reich aufgrund der Großen Depression die Reparationszahlungen ein, somit war die BIZ de facto ohne Funktion.

Nach dem Zusammenbruch der Weimarer Republik nahm Deutschland die Kooperation mit der überstaatlichen Organisation jedoch wieder auf. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 übergab die deutsche Regierung die Goldreserven Österreichs an die BIZ. Nach der Besetzung der Tschechei wurde auch ein Teil des tschechischen Goldes an die BIZ übergeben.

Während des Zweiten Weltkrieges verwaltete die BIZ die Devisengeschäfte Deutschlands. Deutscher Vertreter bei der BIZ war von 1933 bis 1945 Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht.

Formal ist die BIZ als Aktiengesellschaft eingetragen und als internationale Organisation anerkannt. Die BIZ bezahlt keine Steuern und deren Mitarbeiter genießen umfassende Immunität. Die BIZ untersteht keinerlei Aufsicht trotz der Tatsache, dass dort rund vier Prozent der weltweiten Währungsreserven, sowie 120 Tonnen Gold verwaltet werden.

Die Federal Reserve von New York hatte behauptet, dass die privaten BIZ-Aktionäre keinerlei Stimmrechte besitzen: “Alle Aktionäre erhalten Dividenden. Allerdings besitzen die privaten Aktionäre kein Stimmrecht. Lediglich Zentralbanken oder explizit ernannte Personen haben das Recht an Abstimmungen teilzunehmen.”

http://www.gegenfrage.com/die-zentralbank-der-zentralbanken-hat-private-eigentumer/

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