Absturz der Lügenpresse: Qualitätsjournalisten müssen zum Arbeitsamt

Udo Ulfkotte

Die massive Verschärfung der Stimmung in der Bevölkerung gegen manipulative und desinformierende Berichterstattung von Leitmedien zeigt sich jetzt auch im dramatischsten Auflagenverlust aller Zeiten. Es gibt weitere Massenentlassungen von Qualitätsjournalisten, die keiner mehr braucht.

 

Es ist noch nicht lange her, dass eine selbsternannte Jury das Wort »Lügenpresse« zum Unwort des Jahres wählte. Alle Qualitätsmedien berichteten darüber und forderten von ihren Konsumenten endlich wieder jene Treue ein, die man seit Jahrzehnten vom Bürger auf der Straße, der treudoof Tag für Tag eine Zeitung kaufte, gewohnt war.

Dabei sind jene Manipulationsvorwürfe, die im Wort »Lügenpresse« stecken, nicht aus der Luft gegriffen. Und sie sind auch keineswegs neu.

Franz Josef Strauß nannte Journalisten »jaulende Hofhunde«, Joschka Fischer bezeichnete sie als »Fünf-Mark-Nutten«, Oskar Lafontaine sprach vom »Schweinejournalismus«, Helmut Kohl war angewidert vom »Gesinnungsjournalismus«, Helmut Schmidt ärgerte sich bei Journalisten über »Wegelagerer« und FDP-Mann Otto Graf Lambsdorff ekelte sich vor »journalistischen Todesschwadronen«.

Klar ist: Auch Politiker fühlen sich von deutschen Leitmedien schon lange nicht mehr wirklich repräsentiert. Müssen sich die »jaulenden Hofhunde« da wirklich wundern, wenn ihnen die Leser in Scharen weglaufen?

Im ersten Quartal 2015 sind die Verkäufe der großen Tageszeitungen dramatisch eingebrochen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verlor im Vergleich zum ersten Quartal 2014 jedenfalls unglaubliche 39 210 Leser – das ist ein Minus von 12,4 Prozent. Die Bild-Zeitung verlor zeitgleich 206 000 Leser, dieSüddeutsche Zeitung 26 100 Leser und die Welt mehr als 13 000 Leser.

Journalisten sagen von sich selbst, hinter gutem Journalismus müssten kluge Köpfe stecken. Die jetzt veröffentlichten Zahlen belegen, dass die Bürger die sich selbst für so klug haltenden Journalisten nicht länger finanzieren werden.

Klar ist: Es sind genau jene Medien, welche in den letzten Monaten in den Augen der Bürger im Ukrainekonflikt Kriegshetze gegen Russland betrieben haben, die da abgewatscht werden.

Wir Bürger zahlen einen hohen finanziellen Preis für die Manipulation durch Leitmedien. Auch der Blutzoll ist verheerend. Denn unsere Leitmedien haben ein klares Feindbild: Russland. Böser Russe, guter Amerikaner, so die vorherrschende Sichtweise. Diese ist Teil einer psychologischen Kriegsführung (PsyOp).

Früher wurden Kriege durch Soldaten geführt, heute vor allem durch Medien. Viele Menschen haben das von den Medien in unsere Gehirne transportierte Feindbild erkannt. Einst angesehene Zeitungsredaktionen wie die FAZ bekommen nach eigenen Angaben jetzt regelmäßig Kommentare wie »Hetzpresse« und »widerliche Kriegstreiber«.

Auch der österreichische Konfliktforscher Dr. Kurt Gritsch bezichtigt unsere bürgerlichen »Qualitätszeitungen« nach ausgiebigen Studien heute, »Kriegstreiber« zu sein. Er schreibt:

Lesen Sie gerne Zeitung? Und wenn ja, gehören auch Sie zu jenen, die bürgerlichen Qualitätsblättern wieFAZ, NZZ, Süddeutscher Zeitungoder Die Zeit die Stange halten? Ich bekenne: Ich gehöre nicht dazu. Nicht mehr, seit ich über viele Jahre feststellen musste, dass die publizistische Vorbereitung von Krieg dort Methode hat. (…) Das ist Kriegstreiberei und gehört auch als solche bezeichnet.

Diese Hetze und Kriegstreiberei zeigte sich in historisch bislang wohl einmaliger Deutlichkeit nach dem Absturz eines zivilen Passagierflugzeugs der Malaysia Airlines (Flug MH-17) Mitte Juli 2014 im Osten der Ukraine. Die Wrackteile hatten kaum den Boden berührt, da verbreitete ein Meinungskartell schon die »Nachricht«, dass Russland dafür verantwortlich sei.

Bei der psychologischen Manipulation der Menschen ganz vorn dabei: Bild. »Steht ›EU‹ nur noch für ›Empörend Untätig‹?« fragte das Blatt Tage nach dem Absturz und behauptete, eine Rakete Moskaus habe 298 Menschen getötet, obwohl zu jenem Zeitpunkt ganz sicher nicht klar war, wem die eingesetzte Waffe gehörte oder von wem sie abgefeuert worden war.

Selbst amerikanische Geheimdienste erklärten an jenem Tag, an dem Bild (und andere deutsche Medien) die »Untätigkeit« der EU gegenüber Russland beklagte, sie hätten keinen Beweis dafür, dass es eine »russische Mitwirkung« an dem Flugzeugabsturz gebe. Die Hetzblätter bekommen nun die Quittung für ihre einseitige Berichterstattung.

Wer wissen will, warum unser Nachrichtenaufkommen so unendlich einseitig ist, der muss die Netzwerke im Hintergrund kennen, in denen jene Alpha-Journalisten eingebettet sind, welche es offenkundig teilweise kaum erwarten können, unsere Soldaten gleich wieder in den nächsten Krieg der Amerikaner zu schicken.

Bei Auslandseinsätzen, die unsere Leitmedien publizistisch vorbereitet haben, sind bislang mehr als 100 deutsche Soldaten ums Leben gekommen.

Was sagen jene deutschen Journalisten, welche so lautstark das Ende der »Feigheit vor dem Bürger« forderten, den Eltern des mit 21 Jahren in Afghanistan getöteten deutschen Soldaten Georg Kurat, was den Eltern von Konstantin Alexander Menz (22) und den Angehörigen von mehr als 50 weiteren deutschen Soldaten, die allein in Afghanistan ihr Leben verloren haben? Und zwar für absolut nichts. Denn weder Milliarden an Fördergeldern noch unser Blutzoll haben dort etwas verändert.

Haben unsere Leitmedien sich jemals öffentlich dafür entschuldigt, wie viel Leid und Blutzoll sie durch ihre tendenziösen Berichte, nicht nur in Afghanistan, mit zu verantworten haben?

Unsere Alpha-Journalisten schweigen da lieber. Wie schreibt doch Markus Wiegand, Chefredakteur von Wirtschaftsjournalist, so treffend über diese Kollegen: »Die Elite der Branche lebt in einer Blase, in der man sich gegenseitig nicht weh tut, sondern auf die Schultern klopft.« Diese Blase platzt nun. Und immer mehr Qualitätsjournalisten gehen nun gemeinsam auf einen Ausflug in eine ihnen bislang unbekannte Welt: zum Arbeitsamt. Dummerweise haben die meisten von ihnen nichts anderes gelernt als Propaganda und Desinformation. Vielleicht können sie ja als neuer deutscher Exportschlager nach Nordkorea vermittelt werden?

 http://info.kopp-verlag.de/

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s