Asyldebatte: Militäreinsatz gegen Schleuser?

(Admin: Für mich eine Scheindebatte, vorgegaukeltes Gutmenschentum, denn die Schleuser werden ja vom System gebraucht!!)

Von ik-news.de

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Die Asyldebatte im Ganzen ist mal wieder ein Beweis für das totale Unvermögen der europäischen Politik. Abermals sollen im Mittelmeer hunderte Flüchtlinge ertrunken sein, auf dem Weg in das vermeintliche Glück. Frontex und EUROSUR sollen die EU mit Satelliten und Drohnen abschirmen, nun kommt noch ein Militäreinsatz gegen Schleuser ins Spiel. EU-Ratspräsident Donald Tusk gab bekannt, dass für Donnerstag ein Sonderrgipfel der Staats- und Regierungschefs einberufen wird. Dann wird wie immer mit blindem Eifer an einer Lösung geschraubt und wie immer dürfte es dabei auch nicht um die Kernproblematik gehen.


Die Europäische Union wird langsam aber sicher hermetisch abgeriegelt. Mehr Technik, mehr Menschen und mehr finanzielle Mittel werden aufgewendet um die Grenzen “sicherer” zu machen. Um es in den Worten von Herrn Ulbricht zu sagen “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten”.

Beginnen wir aber zunächst mit der Hauptproblematik, der Ursache für die Flüchtlingsströme. Die NATO und ganz vorne weg die USA versuchen in unzählige Länder ihr Demokratieverständnis hineinzubomben. Wenn alles zerbombt und die öffentliche Ordnung in ein Chaos verwandelt ist, zieht man sich zurück und lässt die Heuschrecken los um die Länder nach allen Regeln der Kunst zu plündern. Es wird mal hier ein Warlord gepuscht und mal dort ein Despot an die Macht gebracht, Hauptsache es versinkt alles schön im Chaos.

In manchen Ländern macht man sich nicht einmal selbst die Finger schmutzig, sondern finanziert und unterstützt einfach so genannte Rebellen und der Rest erledigt sich dann schon von alleine. Ist es nicht absurd, dass zum Teil in Ländern mit den größten Vorkommen an Bodenschätzen die größte Armut herrscht? Das dort Menschen beinahe mit den blanken Fingern unter Einsatz von hochgiftigen Chemikalien wie Quecksilber oder Borax das Gold aus der Erde kratzen und es für ein Taschengeld abliefern müssen? Gold ist hier nur exemplarisch genannt, es gibt unzählige Bodenschätze, die geplündert werden von Unternehmen die aus den Ländern kommen, wo man sich über die Flüchtlingsströme echauffiert.

Damit wären wir bei einem weiteren wichtigen Thema. Besonders in Deutschland ist die Asyldebatte mittlerweile sehr heftig im Gange. Deutschland hat seit jeher die meisten Asylanträge zu verzeichnen und die Diskussion in der Bevölkerung beginnt sich langsam zu drehen. Das gilt nicht für alle, aber in großen Teilen kommen immer schärfere Töne, wenn es um die Asylpolitik geht. Das ist ein sehr gefährlicher Ritt, den die Politik hier wagt.

Um es gleich vorweg zu nehmen, auch mit der Unterstützung deutscher Ressourcen wurden viele dieser Menschen erst in Kriege und Not hineingebracht. Wir können die Menschen nun nicht ihrem Schicksal überlassen und wegsehen. Darüber zu diskutieren, wer wieviele Flüchtlinge aufnimmt und militärisch in Lybien gegen Schleuser vorzugehen, ist aber auch ein absurder Ansatz. Der Neunmalkluge Westen muss einfach aufhören, überall Krieg und Chaos zu verbreiten, um die eigenen Interessen zu forcieren. Die Unternehmen müssen gezwungen werden, den Menschen einen fairen Anteil am Reichtum der Länder zu überlassen, dann braucht es auch keine Hilfsgüter. Wäre das Leben im eigenen Land lebenswert, viele würden nicht versuchen zu flüchten und dabei ums Leben kommen, aber soweit wird es natürlich niemals kommen.

Die Doppelmoral wird doch schon klar, wenn man ein wenig in der Geschichte zurückgeht. Wenn der Ölpreis zu sehr steigt und damit die Benzinpreise, nimmt die Bevölkerung einen Krieg wohlwollend in Kauf. Hauptsache der Spritpreis sinkt wieder? Wir haben bei viel zu viel Verbrechen gegen die Menschlichkeit weggesehen und es stillschweigend akzeptiert, mit dem daraus entstandenen Leid hingegen, wollen wir keinesfalls konfrontiert werden. Werden nun wieder alle wegsehen, wenn militärisch versucht wird die fortlaufenden Fehler zu korrigieren? Vermutlich schon, die eigene Komfortzone soll schließlich nicht angekratzt werden.

Carpe diem

http://www.iknews.de/2015/04/21/asyldebatte-militaereinsatz-gegen-schleuser/

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