Die Griechenlandverschwörung und ein toter EZB-Chef

Freigeschaltet am 18.03.2015 um 16:43 durch Thorsten Schmitt http://www.extremnews.com/

Bild: Uwe Hiksch, on Flickr CC BY-SA 2.0

Bild: Uwe Hiksch, on Flickr CC BY-SA 2.0
Der Unmut gegen die Politik der EZB ist von Griechenland über Spanien seit heute früh auch in Deutschland angekommen. Hierzu wurde die Eröffnung des Neubaus der EZB in Frankfurt am Main, zum Anlass genommen. Es gab – um das neue Gebäude der EZB – kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge, unter anderem auch Polizeifahrzeuge, brannten. Der Publizisten Heiko Schrang schreibt dazu in seinem neusten Newsletter: „Trotz all der Proteste wird der Bevölkerung immer noch dogmatisch eingeredet: „Wenn der Euro scheitert, dann scheitert Europa“. Deswegen muss alles unternommen werden, um Griechenland im Euro zu halten – so die offizielle Darstellung.“

Schrang weiter: „Der Unmut gegen die Politik der EZB ist von Griechenland über Spanien seit heute früh auch in Deutschland angekommen. Hierzu wurde die Eröffnung des Neubaus der EZB in Frankfurt am Main, zum Anlass genommen. Es gab – um das neue Gebäude der EZB – kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge, unter anderem auch Polizeifahrzeuge, brannten.

In Wirklichkeit läuft einer der größten Schwindel der letzten hundert Jahre ab. Dabei wird immer noch der Anschein von Seiten der Politik erweckt, dass Griechenland aufgrund der aufgezwungenen Sparmaßnahmen ihre Schulden zurückzahlen könne. Fakt ist aber, dass bereits im Sommer 2014 der griechische Finanzminister, Yanis Varoufakis, in einem ARD-Interview erklärte: „Die klugen Leute in Brüssel, in Frankfurt und auch in Berlin wussten schon im Mai 2010, das Griechenland niemals seine Schulden zurückzahlen wird. Aber sie haben so getan, als sei Griechenland nicht bankrott, sondern habe nur gerade nicht genug flüssige Mittel.“ Der griechische Finanzminister sagt damit den Deutschen direkt ins Gesicht, dass Milliarden Steuergelder verloren sind.

Dass es sich um keine Finanzkrise, sondern um eine Systemkrise handelt, sieht man daran, im großen Stil die EZB Staatsanleihen kauft. In der ARD-Dokumentation „Supermacht EZB – der Kampf um den Euro“ vom 16.03.2015, erklärt der Ex-EZB-Chefsvolkswirt Jürgen Stark, der 2011 aufgrund der Entwicklung der Entscheidungen der EZB zurückgetreten war, folgendes; Ihm wurde am Vorabend der EZB-Ratssitzung in Lissabon im Mai 2010 ein Umschlag überreicht. Dieser enthielt detaillierte Pläne, dass die EZB Staatsanleihen im großen Stil aufkaufen wird. Außerdem berichtet Stark den Reportern: „Der Druck, vor allem von Seiten der amerikanischen Administration war enorm. Insbesondere des Präsidenten.“ Damit stellt Stark klar, dass sich der US-Präsident Obama persönlich eingeschaltet hat und erwartete, dass die EZB Staatspapiere kauft, so wie es die FED ebenfalls tut. (Dass es keine deutsche Souveränität gibt, wissen Insider mittlerweile – mehr dazu im Buch „Die Souveränitätslüge http://shop.macht-steuert-wissen.de/ ).

Im Jahre 2011 hatte der damalige griechische Ministerpräsident Papandreou zu einer Volksabstimmung zum Euro-Rettungspakt aufgerufen. Kurze Zeit später gab er jedoch dem Druck der EU nach und trat zurück und wurde durch die Goldman-Sachs-Marionette Papadimos ersetzt, der die harten Sparprogramme gegen die Bevölkerung durchsetzte. Der Weg für die eigentlichen Strippenzieher der Finanzkrise (u.a. Goldman-Sachs) wurde spätestens mit dem Tod des ehemaligen EZB Chefs Wim Duisenberg geebnet. Duisenberg galt als der „Herr des Euro“. Die Informationspolitik zu seinem Ableben ist erstaunlich sparsam ausgefallen. Die wenigsten wissen, dass er bereits im Sommer 2005 in seinem Swimmingpool tot aufgefunden wurde – Herzinfarkt. Spannend dabei ist, dass dieser These seine Ehefrau zunächst energisch widersprach. Laut der Niederländischen Tageszeitung „De Volkskrant“ hatte sie am 31. Juli 2005 behauptet, ihn vor seinem Arbeitszimmer gefunden zu haben. Es ist schon erstaunlich, dass man sich mittlerweile für die Pressemeldungen nicht mehr abstimmt, wo der Tote aufgefunden wurde.

„Wieder einmal kann man feststellen, dass hochrangige Persönlichkeiten, die nicht den vorgegebenen Kurs der EUkraten folgen, gefährlich leben, wie auch zu sehen bei Jörg Haider und Pim Fortuyn.

Quelle: Heiko Schrang

Die beiden neuen Bücher „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen 2“ und die „Die Souveränitätslüge“ sowie Heiko Schrangs Bestseller „Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen“ als Hardcover, als Kindle-E-Book und als Hörbuch können hier bestellt werden. Den Aufkleber, den Heiko Schrang auf der Mahnwache verteilt hat, erhalten Sie auf der Seite: www.macht-steuert-wissen.de

http://www.extremnews.com/berichte/weltgeschehen/159d15426664ac3

EU als Handlanger der USA hat ausgedient

Wunschdenken des Professor Straubhaar einmal richtig entlarvt

flickr.com/ INSM/ (CC BY-ND 2.0)

Vollmundig (und gut bezahlt) verkündet der Universitätsprofessor Thomas Straubhaar, daß dieEU ohne die USA auf verlorenem Posten stehen würde. Wer bei dieser Aussage berücksichtigt, daß dieser Professor ein Fellow, also ein Bruder der Transatlantic Academy ist und in Washinton D.C. lebt, weiß woher der Wind weht.

Ja, es ist richtig, die Welt hat sich seit dem Zweiten Weltkrieg verändert. Und was nicht alles passiert ist und egal, wo auf der Welt Rohstoffe zu erbeuten waren und Menschen dafür sterben mußten, die USA waren immer in vorderster Front mit dabei. Der Weltenscheriff hat siebzig Jahre lang alles dafür getan, daß die restliche Welt die USA hassen, und sie haben Erfolg gehabt.

Siebzig Jahre lang haben die USA auch die EU mit aus der Taufe gehoben und zu ihrem Vasallen gemacht. Deutschland als besetzte und abhängige Nation hat ihnen nicht gereicht, sie wollten und bekamen ganz Europa, naja, fast.

Militärisch, politisch und ökonomisch beherrschten die USA das Weltengeschehen, doch wie das mit allem ist, das man übertreibt, irgendwann ist Sense. Nach dem auch Ende des 20. Jahrhunderts die bis dahin einzige Großmacht, die UdSSR, alle Viere von sich streckte und sich auflöste, wähnten die USA sich beinahe am Ziel ihrer Träume: die amerikansiche Weltordnung.

Träume haben das Phänomen, daß sie sich oftmals in Luft auflösen oder platzen. Den USA selber steht nun schon seit Jahren das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe und sie halten sich nur noch mit Mühe und Not über Wasser. Die USA sind pleite und die einzigen, die der USA noch zur Seite stehen, ist die EU. Da kann man immer noch was rausholen, die machen alles mit.

Doch während die USA in den letzten Jahren alles mögliche unternommen haben, um ihre Weltherrschaft auszubauen, sind sie doch einigen Nationen und Regierungen dermaßen auf die Füße getreten, daß diese sich nun selbst formatieren, um sich gegen die US-Hegemonie aufzulehnen bzw. diese nun zu bekämpfen. Richtig, hier ist die Rede von den BRICS-Staaten und deren Anwachsen zu einer nicht zu unterschätzenden Wirtschafts- und Finanzmacht. Militärische Bündnisse werden ebenfall geknüpft, so z.B. zwischen Russland und China.

Klar, daß das den USA nicht gefällt, hat doch gerade Russland mit seiner Rettung der russischen Bevölkerung auf der Krim und deren Unterstützung zur Souveränität bzw. Loslösung von der Ukraine den Amerikanern einen gehörigen Strich durch deren geostrategischen Pläne gemacht.

Auch der Versuch, ihr unsägliches TTIP mit der EU zu etablieren, gerät ins Stocken, weil die Menschen ahnen, daß ihnen damit nichts Gutes widerfahren wird. Ja, die Standards für Verbaucherschutz sollen angeglichen werden. Wie Angleichung hier in Europa funktioniert, haben wir Europäer in den letzten Jahren miterleiden dürfen: Sie werden nämlich heruntergefahren.

Um jetzt auf den eingangs erwähnten Professor für Ökonomie zurückzukommen, so meint er, daß die EU ohne die USA auf verlorenem Posten stünde, da die USA und die EU zusammen die letzten (und wahrscheinlich einzigen) Verteidiger der fundamentalen westlichen Werte verteidigen würden. Die Kulturen der USA und Europas würden sich näher stehen als jede andere.

Nun, Herr Professor, das mag eventuell daran liegen, daß damals die Europäer (sprich: Deutsche, Briten, Franzosen, Iren etc.) in die Neue Welt gezogen sind, um dort ihr Glück zu machen, und falls Sie das vergessen haben sollten, die Neue Welt war Kolonie der britischen Krone, aber das nur nebenbei.

Professor Straubhaar spricht von ignoranter Arroganz und völliger Fehleinschätzung, sollte Europa glauben, daß es allein und vor allem ohne die tatkräftige Unterstützung der USA eine stabile, westliche, den Vorstellungen entsprechende Weltwirtschaftsordnung bewahren könne. Also, ohne die USA würde die EU demnach untergehen.

Ein interessanter Gedanke, wenn man sich überlegt, was aus dem Europa der Völker geworden ist, nämlich ein Spekulier- und Absahnklub, da hat der Gedanke an Untergang schon etwas verlockendes, denn nach jedem Ende gibt es ja auch einen Neuanfang. Ist die EU angesichts der im Moment vorherrschenden Propaganda militärisch auf die USA angewiesen? Wer hat die EU denn erst so weit getrieben, daß direkt in der Nachbarschaft ein Krieg schwelt, der jederzeit ausarten kann? Natürlich ist die EU auf sich alleine gestellt nicht in der Lage, sich gegen einen möglichen Aggressor, eventuell auch aus dem Osten, entgegenzustellen, aber ohne die USA gäbe es da erst keinen Konflikt.

Und mal ganz ehrlich, Russland liegt gleich hinter Polen und Weißrussland, ein etwas näherer Nachbar als die USA, die so ganz weit weg da drüben über’n Teich. Wenn die Figuren der EU-Regierung mal ganz tief in sich gehen und nachdenken, dann werden sie erkennen, daß die EU nämlich nicht gänzlich so alleine dasteht, wie es ihnen die USA weismachen wollen.

Wirtschaftlich wäre die EU mit einer intensiven wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit den Ländern und Menschen von Warschau bis Wladiwostok wesentlich besser dran, als sie es je mit den USA waren. Kein TTIP, keine Genmanipulation, Bewahren der eigenen Kulturen, keine aufoktrinierten Toleranzen. Europa könnte mit dem Baltikum, Polen, Russland usw. Militärbündnisse eingehen. Das Ende vom Lied wäre das Ende der USA als weltgrößte Terrororganisation.

Ihr

Rainer Hill

https://buergerstimme.com

Protest gegen EZB-Eröffnung: “Gewalt, wie seit Jahrzehnten nicht mehr” (Videos)

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Bei den gewalttätigen Blockupy-Protesten vor dem EZB-Neubau in Frankfurt sind am Mittwoch 90 Polizisten und auch zahlreiche Demonstranten verletzt worden. Es kam zu Festnahmen. Der Polizeipräsident sprach von Gewalt, wie sie die Stadt lange erlebt hat.

Krawalle, Rauchsäulen, Verkehrschaos: Nach chaotischen Szenen am Mittwochmorgen entspannte sich die Lage in Frankfurt am Mittag allmählich. Nahe der Europäischen Zentralbank (EZB) im Ostend löste die Polizei in der Uhlandstraße eine lange Zeit brenzlige Situation wieder auf: Sie entließ auch noch die letzten von hunderten eingekesselten Aktivisten, die am Vormittag die offizielle Eröffnung des neue EZB-Gebäudes hatten stören wollen.

(Foto: Schwarze Rauchwolken hüllten die Frankfurter Skyline ein)

Zuvor war es seit dem frühen Morgen zu regelrechten Straßenschlachten zwischen Blockupy-Aktivisten und Polizei gekommen.

Polizeipräsident: “Gewalt von größeren Gruppierungen”

Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill sprach in der hessenschau von einer “Gewalt, wie wir sie seit Jahrzehnten in Frankfurt nicht mehr hatten”. Diese sei von größeren Gruppierungen ausgegangen. Bereswill kritisierte auch die Angriffe auf die Feuerwehr, die brennende Barrikaden löschen sollte und die Beschädigungen an Autos von “vollkommen unbeteiligten Privatleuten” an etlichen Stellen der Stadt.

Video:

Laut Polizei wurden 91 Beamte verletzt – manche durch Steinwürfe, die meisten durch eine ätzende Flüssigkeit oder durch Reizgas. “Ich denke, wir müssen auch im Laufe des Tages mit weiteren gewalttätigen Aktionen rechnen”, sagte eine Polizeisprecherin.

Die Beamten haben nach eigenen Angaben 15 Demonstranten festgenommen. In der Uhlandstraße hatte sie rund 350 Aktivisten kurzfristig festgesetzt, weil aus ihren Reihen an verschiedenen Stellen der Stadt Straftaten begangen worden seien. Ein Sprecher des Blockupy-Bündnisses berichtete, beim Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken durch die Polizei seien mindestens 128 Demonstranten verletzt worden.

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(In der Innenstadt brannten Streifenwagen)

Wasserwerfer im Einsatz

Nach Angaben der Polizei waren rund 3.000 Demonstranten am Zaun vor der EZB aufgezogen und versuchten vergeblich, das weiträumig abgesperrte Gelände zu stürmen. Insgesamt waren laut Blockupy etwa 6.000 Aktivisten in der Stadt, davon 1.000 aus dem Ausland. Die Polizei war massiv gegen die Protestierenden vorgegangen, nachdem mehrere Brände gelegt worden waren.

Video:

Die Beamten setzten Wasserwerfer eingesetzt und wurden im Gegenzug mit Steinen beworfen. “Ausschreitungen machten den Wasserwerfereinsatz erforderlich”, twitterte die Frankfurter Polizei. Es seien insgesamt sieben Polizeiwagen angezündet worden, sagte eine Polizeisprecherin.

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(Blockupy löste Chaos in Frankfurt aus)

Schüler nach Hause geschickt

Im Frankfurter Ostend gab es kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge brannten. Die Feuerwehr hatte es schwer, an die Einsatzorte zu gelangen. “Bitte lasst unsere Einsatzkräfte in Ruhe und ihre Arbeit machen!”, appellierte die Feuerwehr über Twitter. Gewalttätige Demonstranten hatten neben Feuerwehrfahrzeugen auch Straßenbahnen mit Steinen beworfen.

Video:

An mehreren Schulen im Ostend fiel wegen der Ausschreitungen der Unterricht aus. Morgen solle der Unterricht überall “nach Möglichkeit” wieder stattfinden, teilte das Kultusministerium mit. Die Schulen seien aber auf eine eventuelle Zuspitzung der Lage vorbereitet und könnten Kinder länger betreuen, falls Gefahren auf dem Heimweg drohten. Da Sicherheit Vorrang habe, könnten alle Eltern am Mittwochmorgen aber selbst entscheiden, ob sie die Kinder Zu hause lassen wollen.

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(Ein Vermummter wirft im Ostend ein Schaufenster ein)

Blockupy: Wie Hasen gejagt

Das Blockupy-Bündnis kritisierte das Vorgehen der Polizei nach den Ausschreitungen. Sie habe Teile der Demo angegriffen, sagte Blockupy-Sprecher Frederic Wester. “Das ist nicht so, wie wir von Blockupy den Tag geplant haben. Aber man muss auch feststellen, dass offensichtlich das Bürgerkriegsszenario, was die Polizei da aufgemacht hat, (…) von vielen Leuten als Herausforderung und als Provokation begriffen worden ist.” Das Bündnis hoffe aber, dass die Lage nicht weiter eskaliere.

Video:

Auch Blockupy-Sprecher Thomas Occupy wies der Polizei die Schuld an der Eskalation zu. Er selbst habe beobachtet, wie die Polizei Teilnehmer am Morgen kurz nach 6 Uhr ohne Grund mit Pfefferspray angegriffen und “wie Hasen” gejagt habe.

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(Manche Demonstranten hatten sich verkleidet)

8.500 Demonstranten auf dem Römerberg

Seit 14 Uhr haben sich tausende Menschen zur Blockupy-Hauptkundgebung in der Innenstadt versammelt. Nach Polizeischätzungen sind zu der Großkundgebung auf dem Römerberg 8.500 Demonstranten zusammen gekommen. Der Zulauf vor dem Rathaus der Stadt sei aber auch nach Beginn immer noch sehr stark, sagte eine Polizeisprecherin.

Video:

Eine italienische Gewerkschafterin forderte “ein Europa der Bürger und nicht der Banken”, auf der Bühne wurde griechische Musik gespielt. “Wir Demokraten kämpfen gegen die Politik der Verarmung und gegen gigantische Verteilung von unten nach oben”, sagte Jochen Nagel, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Veranstalter und Polizei rechnen mit rund 10.000 Demonstranten, die ab 17 Uhr zur Alten Oper ziehen wollen. In der gesamten Stadt kommt es wegen der Demonstrationen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen, auch im Nahverkehr.

Video:

Quelle. hr-online.de vom 18.03.2015

http://www.pravda-tv.com/

China trennt sich 5. Monat in Folge von US-Staatsanleihen

18. März 2015, verfasst von Bürgender

China wirft seit fünf Monaten in Folge US-Staatsanleihen auf den Markt, Japan und Belgien hingegen kaufen kräftig zu. Japan ist nun kurz davor, China als größten staatlichen Halter von US-Schuldtiteln zu überholen. Ungeschlagene Nummer 1 bleibt jedoch die Federal Reserve.

Kaufkraft des Dollar

China liefert seit vielen Jahren reale Waren in die USA und erhält dafür Versprechungen der US-Regierung als Gegenleistung, genannt Staatsanleihen. Heute ist China der größte staatliche Halter von US-Staatsanleihen, hat nun jedoch bereits den fünften Monat in Folge US-Schuldtitel abgestoßen.

Wie das US-Finanzministerium am Montag berichtete, hat China den Bestand erneut von 1,244 Billionen Dollar im Dezember auf 1,239 Billionen Dollar im Januar reduziert. Japan, der zweitgrößte staatliche Halter von US-Anleihen, hat hingegen für 7,7 Milliarden Dollar zugekauft und rückt mit 1,2386 Billionen und könnte China somit schon bald überholen. China und Japan halten zusammengerechnet rund 40 Prozent aller US-Staatsanleihen.

HSBC Holdings hat prognostiziert, dass Japan in den nächsten zwei bis drei Jahren weitere US-Staatsanleihen für 300 Milliarden Dollar aufkaufen wird. Weniger bekannt ist, dass Belgien mit 354,6 Milliarden Dollar der drittgrößte Halter von US-Anleihen ist. Das kleine europäische Land hat seinen Bestand seit Dezember sogar um satte 19,6 Milliarden Dollar aufgestockt.

Ungeschlagen bleibt jedoch die sogenannte US-Notenbank Federal Reserve, welche aktuell 2,46 Billionen Dollar an US-Staatsanleihen hält.

 

http://www.gegenfrage.com/

EZB-Eröffnung: Schwere Ausschreitungen in Frankfurt

Bei den Ausschreitungen am Mittwoch wurden mehrere Polizei-Autos in Brand gesetzt. (Foto: dpa)

Bei den Ausschreitungen am Mittwoch wurden mehrere Polizei-Autos in Brand gesetzt. (Foto: dpa)

Video (mit blöder Werbung) hier:

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/03/18/ezb-eroeffnung-schwere-ausschreitungen-in-frankfurt/

Bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei vor der EZB in Frankfurt hat es am Mittwochmorgen mehrere Verletzte auf beiden Seiten gegeben. Die Polizei berichtete zudem von mehreren Festnahmen.

Eine Polizeisprecherin sprach von drei verletzten Beamten. Ein Sprecher des Blockupy-Bündnisses berichtete, beim Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken durch die Polizei seien viele Demonstranten verletzt worden. Die Polizei war massiv gegen die Protestierer vorgegangen, nachdem im Umkreis des abgesicherten EZB-Geländes mehrere Brände gelegt wurden. Aus der Menge der Demonstranten wurden Steine und Böller gegen Wasserwerfer geworfen. Die Polizei hat nach eigenen Angaben rund 350 Aktivisten in der Innenstadt festgesetzt. Sie hätten zuvor an verschiedenen Stellen der Stadt Straftaten begangen und randaliert. Von einem Kessel wollte die Polizei nicht sprechen, sagte aber nichts über das konkrete Vorgehen.

„Die Atmosphäre ist aggressiv“, sagte Polizeisprecherin Claudia Rogalski am Mittwochmorgen der dpa. Im Frankfurter Ostend, wo die EZB ihren Sitz hat, gab es kaum eine Straßenkreuzung, an der nicht Mülltonnen, Autoreifen oder Fahrzeuge brannten. Demonstranten versuchten, das weiträumig abgesperrte Gelände der EZB zu stürmen, wurden aber von der Polizei gestoppt.

Am Vormittag eröffnet die EZB ihre neue Zentrale – die sie bereits seit mehreren Monaten nutzt – mit einem kleinen Festakt offiziell. Bei der Eröffnung des neuen, vom Steuerzahler bezahlten Büroturm glich die EZB einer Festung. Augenzeugen berichten sogar von Radpanzern, die vor dem Gebäude positioniert wurden.

Die Polizei rechnet im Tagesverlauf mit mindestens 10.000 Demonstranten. Am Nachmittag sind mehrere Demonstrationszüge geplant.

Es habe an mehreren Stellen Angriffe auf Polizisten gegeben, sagte die Sprecherin weiter. Die Demonstranten attackierten auch Feuerwehr und Straßenbahnen mit Steinen. Die Feuerwehr sei dadurch am Löschen gehindert worden. Mindestens zwei Polizeiautos wurden in Brand gesetzt. Vermummte Demonstranten wurden beim Weglaufen gesehen. Die Polizei hielt sich an den Rändern der Sperrzone zunächst zurück und konzentrierte sich auf den Schutz der EZB.

Die Demonstranten blockierten laut Polizei die zentrale Flößerbrücke über den Main und den Ratswegskreisel, einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt im Osten der Stadt.

Vor dem EZB-Gelände hatte eine Mahnwache von Kapitalismusgegnern am Morgen zunächst ruhig begonnen. Demonstranten berichteten aber von einem Tränengaseinsatz der Polizei. Von Angriffen auf Beamte wisse man nichts, sagte eine Blockupy-Sprecherin.

„Wir haben mit Gewalt gerechnet, wir haben ausreichend Kräfte im Einsatz“, sagte die Polizeisprecherin. „Dass es so schnell kommt – ich hätte auch gewünscht, dass es anders gekommen wäre.“

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Dazu auch:

Der Turmbau zu Babel in Frankfurt: Blockupy-Demo – Das erwartet Sie am 18. März

Der Verdacht reicht: Neues Antiterrorgesetz in Kanada

Prof. Michel Chossudovsky

Die in vielen westlichen Ländern verabschiedeten Gesetze zur Terrorbekämpfung erlauben es, dass eine Person verhaftet werden kann, weil sie »antiamerikanische« oder »islamistische« Internetseiten besucht hat. In den USA gilt das Habeas-Corpus-Prinzip, das eine Verhaftung ohne richterlichen Beschluss verbietet, nicht mehr. Die Sicherheitskräfte können Bürger allein aufgrund des Verdachts von »Terroraktivitäten« auch ohne Haftbefehl festnehmen. Darüber hinaus wurde unter Präsident Obama auch gegen verdächtige amerikanische Staatsbürger mit »außergerichtlichen Tötungen« vorgegangen.

In Kanada können bald wohl kanadische Staatsbürger entsprechend den Bestimmungen des vorgeschlagenen »Antiterrorgesetzes« C-51 ebenfalls allein aufgrund eines Verdachts festgenommen werden, wie das Canadian Center for Policy Alternatives am 15. Februar dieses Jahres berichtete:

»Sechs muslimische Jugendliche standen spät in der Nacht vor einer Moschee und diskutierten hitzig in einer fremden Sprache … Vielleicht sprachen sie über Computerspiele oder Sport oder Mädchen oder befürworteten den Sturz der Regierung Harper. Wer weiß das schon? … Aber die neuen Bestimmungen für Festnahme und Inhaftierung – es reicht schon allein der Verdacht aus, die betreffende Person könnte eine Straftat begehen – sind so niedrig angesetzt, dass ein Polizist vielleicht gewillt wäre, diese Jugendlichen zu verhaften und einzusperren, um weitere Ermittlungen anzustellen… Die Polizisten könnten ihre Verhaftung allein mit dem Verdacht begründen, dass sie möglicherweise eine terroristische Aktivität verhindert. Gestern stand es diesen muslimischen jungen Männern noch frei, ihre verfassungsmäßig garantierten Rechte der Meinungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit auszuüben. Heute würden sie verhaftet.«

Doppelmoral bei der Terrorbekämpfung

Es ist eine bittere Ironie, dass diese Antiterrorgesetze nicht auf die Politiker in hohen Ämtern, insbesondere bei denen, die »Staatsterrorismus« fördern, und ebenso wenig gegen amerikanische oder kanadische Diplomaten und Geheimdienstvertreter angewendet werden, die routinemäßig mit Terrororganisationen im Nahmittelosten in Verbindung stehen-

Normale Personen können verhaftet werden, aber Präsidenten und Ministerpräsidenten wird gestattet, mit Familienangehörigen des bekanntesten Terroristen und mutmaßlichen Kopfes hinter den Anschlägen vom 11. September – Osama bin Laden – Umgang zu pflegen und Kontakte zu knüpfen.

Wir dürfen nicht vergessen, dass am Tag vor den Anschlägen der Vater des damals amtierenden Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, George Herbert Walker Bush, mit niemand anderem als Schafik bin Laden, dem Bruder Osama bin Ladens, zusammentraf. Es handelte sich um ein geschäftliches Routinetreffen, das vom 10. bis 11. September 2001 stattfand: kein Interessenkonflikt und keine Verbindung zu den Anschlägen, die am folgenden Tag mutmaßlich auf Befehl des Bruders von Schafik, Osama, stattfanden.

Wie die Washington Post bestätigte, trafen sich in der komfortablen Umgebung des Hotels Ritz-Carlton vom 10. bis 11. September 2001 Investoren der Beteiligungsgesellschaft Carlyle Group,darunter Osamas Bruder Schafik bin Laden und der Vater des amtierenden amerikanischen Präsidenten, der frühere Präsident George H.W. Bush. Ihre geschäftliche Zusammenkunft wurde dann leider am 11. September durch die Terroranschläge gestört.

»Es war nicht hilfreich, dass die Meldungen, das World Trade Center stehe in Flammen, in eine geschäftliche Konferenz der Carlyle Group im Hotel Ritz-Carlton hineinplatzte, an der ein Bruder Osama bin Ladens [Schafik bin Laden] teilnahm. Der frühere Präsident George Bush, ein Mitinvestor, war mit ihm am Vortag auf der Konferenz zusammengetroffen.« (Greg Schneider, »Pairing the Powerful With the Rich«, in: Washington Post, 16. März 2003.)

Ein Geschäftstreffen zur rechten Zeit vom 10. bis 11. September im Hotel Ritz-Carlton mit einem Bruder Osamas, das von den Terroranschlägen gestört wurde: reiner Zufall, keinerlei Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September.

Einen Tag später, am Abend des 11. September 2001, hielt Präsident George W. Bush eine historische Rede, in der er die Beziehungen zwischen »Terroristen« und »staatlichen Unterstützern des Terrors« darlegte:

»Die Suche nach den Hintermännern dieser Übeltatenläuft. Ich habe sämtliche Ressourcen mobilisiert,damit unsere Geheimdienste und Strafverfolgungsbehörden die Verantwortlichen ausfindig machen und vor Gericht bringen können. Wir werden keinen Unterschied machen zwischen den Terroristen, die diese Taten begangen haben, und denjenigen, die sie unterstützen.«

An dem Treffen im Ritz-Carlton hatten ebenfalls der frühere Verteidigungsminister Frank Carlucci, der frühere Außenminister James Baker III. und andere namentlich nicht genannte Mitglieder der Bin-Laden-Familie teilgenommen.

Die Carlyle Group ist mit dem Verteidigungs- und Geheimdienstestablishment verwoben. »Man betrachtet sie als Verlängerung der amerikanischen Regierung oder mindestens der National Security Agency (NSA), der CIAund des Pentagon.«

Doppelmoral bei den Antiterror-Gesetzen? Wird von der Polizei und den Strafverfolgungsbehörden mit zweierlei Maß gemessen? Es fand keine polizeiliche Ermittlung gegen Osamas Bruder Schafik statt, und er wurde auch nicht vernommen.

Unter normalen Umständen hätten nach allen anerkannten Regeln polizeilicher Ermittlungen sowohl Schafik bin Laden als auch George Herbert Walker Bush, der Vater des damals amtierenden Präsidenten, in Gewahrsam genommen und vernommen werden müssen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wäre Schafik bin Laden dann als möglicher Verdächtiger verhaftet worden. Aber all dies geschah nicht.

Die Anwesenheit von Mitgliedern der Bin-Laden-Familie und ihr Treffen mit dem Vater des amtierenden Präsidenten wurden unter den Teppich gekehrt. Am 19. September wurden dann 13 Mitglieder der Bin-Laden-Familie, darunter auch Schafik, aus den USA ausgeflogen. Das Flugzeug wurde vom Weißen Haus gechartert. Gleichzeitig wurden allerorten »verdächtige« Muslime willkürlich verhaftet, weil sie, überspitzt formuliert, einen alten Schulfreund hatten, dessen 86-jährige Großmutter eines Cousins angeblich eine Sympathisantin des »Dschihad« war.

Schafik und seine Familie wurden gerade noch rechtzeitig ausgeflogen: Am Tag nach dem Abflug der bin Ladens erklärte Präsident George W. Bush in einer Redevor dem gemeinsam tagenden Repräsentantenhaus und Senat unmissverständlich, seine Regierung werde alle »Staaten verfolgen, die den Terroristen Hilfe oder Unterschlupf gewähren«, wie etwa Saudi-Arabien und Pakistan.

»Wir werden die Finanzquellen der Terroristen austrocknen, sie gegeneinander ausspielen, sie von Ort zu Ort jagen, bis es keinen Ort der Zuflucht oder der Ruhe mehr für sie gibt. Und wir werden Staaten verfolgen, die ihnen Hilfe oder Unterschlupf gewähren. Jede Nation in jeder Region muss nun eine Entscheidung treffen. Entweder ist sie auf unserer Seite oder auf der Seite der Terroristen«, fuhr er unter anhaltendem Applaus fort.

Steckt Osama hinter den Anschlägen vom 11. September 2001?

Der damalige CIA-Direktor George Tenet erklärte noch am späten Vormittag des 11. September, al-Qaida unter der Führung Osama bin Ladens stecke »hinter diesen üblen Verbrechen«. Diese mutmaßliche Verantwortung Osama bin Ladens für die Anschläge vom 11. September 2001 wurde am 4. Oktober 2001 vom britischen Premierminister Tony Blair in einer Rede vor dem Unterhaus bestätigt.

Dies hielt Tony Blair allerdings nicht davon ab, enge persönliche Kontakte zum saudischen Prinzen Bandar bin Sultan zu pflegen, der dem Al-Qaida-Terrornetzwerk vor den Anschlägen vom 11. September mutmaßlich viele Millionen Dollar an Finanzhilfe zukommen ließ.

»In seiner Aussage erklärte der mutmaßliche Flugzeugentführer Zacarias Moussaoui, er habe eine Datenbank mit finanziellen Unterstützern al-Qaidas angelegt, darunter auch Mitglieder der saudischen Königsfamilie wie der frühere Geheimdienstchef Prinz Turki al-Faisal und der schon genannte Prinz Bandar bin Sultan, der bis 2005 und damit 22 Jahre lang saudischer Botschafter in den USA war.« (Mint Press, 14. Februar 2015.)

Es ist allgemein bekannt und dokumentiert, dass Saudi-Arabien, Katar, die Türkei und Pakistan mit al-Qaidaverbundenen Terroristen seit mehr als 20 Jahren Unterschlupf und Unterstützung gewähren. Getreu der Rede George W. Bushs vor beiden Häusern des amerikanischen Kongresses im September 2001 hätten diese Länder, Amerikas engste Verbündete, die seit Langem Terroristen Unterstützung gewähren, als »feindliche Regime« betrachtet werden müssen. Tatsächlich aber handeln diese Länder, »die Terroristen Zuflucht gewähren«, im Interesse der USA. Sie stehen in ständiger und enger Verbindung mit Washington und dem NATO-Hauptquartier in Brüssel.

»Entweder stehen sie auf unserer Seite, oder auf der der Terroristen«, hatte George W. Bush nach den Anschlägen vom 11. September erklärt. In Wirklichkeit steht die Regierung der USA auf beiden Seiten. Die USA sind der letztendliche »staatliche Unterstützer von Terrorismus«, und sie haben ihre Verbündeten (Saudi-Arabien und die anderen Länder) damit beauftragt, Terroristen zu rekrutieren und auszubilden.

Vorausblende: Die NATO und der Islamische Staat

Die staatliche Unterstützung für Terrorismus hält an, und die NATO spielt eine zentrale Rolle bei der Finanzierung, Ausbildung und Rekrutierung der Terroristen. Aus israelischen Geheimdienstkreisen heißt es, die NATO und das türkische Oberkommando seien seit Beginn des syrischen Aufstands im März 2011 an der Rekrutierung von IS- und Al-Nusra-Söldnern beteiligt.

So berichtete der InformationsdienstDebkafile am 14. August 2011 unter der Überschrift »NATO liefert Aufständischen Panzerabwehrwaffen«:

»… eine Kampagne zur Rekrutierung Tausender muslimischer Freiwilliger aus Ländern des Nahmittelostens und der arabischen Welt, die an der Seite der syrischen Rebellen kämpfen sollen. Die türkische Armee gewährt diesen Freiwilligen Unterkunft, bildet sie aus und sichert ihr Einsickern nach Syrien.«

In ähnlicher Weise haben Angehörige westlicher Spezialeinheiten und westlicher Geheimdienste die Kämpfer des Islamischen Staats zusammengeführt. Britische Spezialeinheiten und der Geheimdienst MI6 waren an der Ausbildung der dschihadistischen Aufständischen in Syrien beteiligt. Und Vertreter der amerikanischen und kanadischen Botschaften stehen in Verbindung mit terroristischen Einrichtungen.

Ukraine: Acht “Selbstmorde” von Oppositionspolitikern und Journalisten in nur einem Monat

Der vermeintliche Selbstmord von Olga Moroz, Chefredakteurin der ukrainischen Zeitung Neteshinsky Vestnik, letztes Wochenende wirft weiterhin Fragen auf. Zurzeit tauchen vermehrt widersprüchliche Berichte bezüglich Moroz Todesumstände auf. Bei dem Tod von Moroz handelt es sich um den achten mutmaßlichen “Selbstmord” von prominenten Oppositionspolitikern und Journalisten in nur einem Monat.

Widersprüche im Fall Moroz – Ukraine auf der Jagd nach Journalisten

Wie der regionale Pressedienst MIA berichtete, wurde die Chefredakteurin der ukrainischen Zeitung Neteshinsky Vestnik tot in ihrer Wohnung in der Region Chmelnizki aufgefunden.

„Die 44- jährige Frau, die als Chefredakteurin bei der Stadtzeitung Neteshinsky Vestnik gearbeitet hat, wurde an diesem Morgen tot von ihrer Schwester in der Stadt Netischin aufgefunden. Die Erstuntersuchung des Leichnams wies keine offensichtlichen Anzeichen für ein Gewaltverbrechen auf.“

Weiter heißt es in einer Erklärung der Verwaltungsbehörde:

„Aktuell untersucht ein Ermittlungsteam der städtischen Polizei gemeinsam mit Experten des regionalen Kriminallabors den Fall Moroz. Die genaue Todesursache wird nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung veröffentlicht.“

Quelle: Screenshot Facebook

Ukrainischer Geheimdienst hält russische Journalistinnen fest: “Gefährdung der nationalen Siche

Zuvor hatte sich der ehemalige Gouverneur von Zaporozhzhye und Mitglied derPartei der Regionen, Alexander Peklushenko, am 12. März angeblich selbst das Leben genommen. Am Tag der Ermordung des russischen Oppositionspolitikers Boris Nemtsow, dem 27. Februar, stürzte sich Michael Chechetow, ebenfalls ehemaliges Mitglied der Partei der Regionen und ehemaliger Leiter des staatlichen Grundstücksfonds, aus einem Fenster seiner Wohnung. Die offizielle Version des ukrainischen Innenministeriums lautet auf “Selbstmord”. Zusätzlich begingen ebenfalls im Februar Selbstmord: der ehemalige Vorsitzende des Regionalrates in Kharkow, Nicholai Sergienko; der ehemalige Bürgermeister von Melitopol, Sergei Valter; der Polizeichef von Melitopol, Sergey Bordyuga sowie der ehemalige Abgeordnete Stanislaw Melnik.

Auch die Repression gegen die russische und internationale Presse haben in den letzten Monaten massiv zugenommen.

Russische Journalisten geschlagen und beraubt bei rechtsextremem Fackelumzug in Kiew

Russische Journalisten geschlagen und beraubt bei rechtsextremem Fackelumzug in Kiew

Wie am 5. März bekannt wurde, hat das ukrainische Außenministerium die Akkreditierung aller russischen Medien für das Land eingestellt. Darüber hinaus soll auch die Verfolgung und Überwachung der landeseigenen Presse begonnen haben.Erst vor kurzem gab das russische Außenministerium an, die Ukraine befände sich weiterhin auf der Jagd nach Dissidenten und Journalisten. Derweil sprach der ukrainische Geheimdienst SBU ein Verbot gegen den Kanal „New Russia TV“ aus.

Vom Angriff pro-ukrainischer Kräfte gegen den finnischen Journalisten und Politiker Antero Eerolu berichtete die Zeitung LOOK am Montag. Nach Eerolus Erklärung, er habe beobachtet, wie die vereinbarte Feuerpause mehrfach durch die ukrainische Armee gebrochen wurde, schlug ein Unbekannter den Journalisten auf der Straße nieder. Eerolu kritisierte nach dem Angriff die finnische Presse für ihre einseitige Berichtserstattung bezüglich des Ukraine-Konflikts und den Verfall der Pressefreiheit in der Ukraine.

Ukrainische Regierung hat gelogen: Russischer Kriegsreporter Andrey Stenin ist tot

Kiew hat gelogen: Russischer Kriegsreporter Andrey Stenin ist tot

Journalisten in Lebensgefahr

Aktuell wird Journalistenarbeit im Land als lebensgefährlich eingestuft. Die größte Gefahrenquelle soll von ukrainischen Truppen ausgehen.

Die Liste der toten Journalisten wird immer länger:

RTR Mitarbeiter Igor Kornelyuk und Anton Woloschin, der Betreiber des Channel One Anatoly Klyan, der italienische Journalist Andy Rokkelli und sein Übersetzer Andrei Mironov sowie Fotojournalist von “Russia Today” Andrew Stenin wurden bereits durch Aktionen der Sicherheitskräfte getötet.

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Das Geheimnis der Dogon

Das Geheimnis der Dogon

Faszinierende Zeugnisse einer alten Kultur, die mit ihrem Astronomischen Kenntnissen und philosophischen sowie mathematischen Überlieferungen noch heute die Fachwelt erstaunen läßt.
Die astronomischen Kenntnisse und die Einbindung ihres Lebens in eine eigene Kosmogonie und Mythenwelt brachten viele Forscher dazu dem „Geheimnis“ der Dogon zu erforschen.

Die Dogon sind ein Volksstamm in Westafrika, leben heute im Homborigebirge der Republik Mali.

sie behaupten seit Jahrhunderten, daß sie die Nachkommen von Wesen seien, die vom Dreifachstern Sirius Stammen. Im 19ten Jahrhundert entdeckten Astronomen, daß Sirius ein Doppelstern ist. Werden wir in nächster Zeit entdecken, daß Sirius ein Dreifachstern ist?

Ihre Schöpfungsgeschichte und das im Zyklus von 50 Jahren sich wiederholende Sigui-Fest, bewegt Forscher noch bis zum heutigen Tag dazu, mehr über die Hintergründe ihres „Wissens“ zu erfahren.

Das Sigui-Fest, Reis-Fest, offenbart unter anderem, detailierte Aussagen über ihre Schöpfungsgeschichte und beschreibt uns den unsichtbaren Begleiter des Sterns Sirius A, des hellsten Sterns im Sternbild Großer Hund . Sirius A ist mit -1m.5 der hellste Stern am Firmament und 8,7 Lichtjahre von der Erde entfernt. Schon die alten Ägypter hielten ihn für Anubis, den schakalköpfigen Wächter der Totenstadt.
Die astronomischen Kenntnisse und die Einbindung ihres Lebens in eine eigene Kosmogonie und Mythenwelt brachten viele Forscher dazu, das „Geheimnis“ der Dogon zu erforschen.
In den Jahren 1931 und 1946 erforschte der französische Anthropologe Dr. Marcel Griaule zusammen mit der Völkerkundlerin Dr. Germaine Dieterlen ihre Mythologien und überlieferten Gebräuche.
Frank-Michael Arndt „erforschte“, zusammen mit einer deutschsprachigen Professorin, die dem Stamm der Dogon angehört und ihr Volk vor über zehn Jahren verlassen hatte und drang bis zu ältesten Dogon und ihrem Hogon, dem König, vor. Zu Dr. Griaules Zeiten, 1931, war es keinem Menschen möglich war, die Aussagen der Dogon`s nachprüfen, da es zu diesem Zeitpunkt noch garnicht die nötigen astronomischen Geräte gab…!

Die Aussage der Dogon:
„Es gibt einen Stern, er hat Begleiter,einer dieser Begleiter ist unsichtbar, Digitaria, ist sehr alt, sehr klein und besteht aus dem schwersten Material des Universums. Er umläuft Sirius A in einer elliptischen Bahn ca. alle 50 Jahre.“

Auch die ununterbrochene Reihenfolge des Sigui-Festes, in 50 jährigen Abständen, läßt sich durch Artefakte auf die Zeitdauer von mindestens 700 Jahren zurückverfolgen. Der Beginn dieses Rituals schätzt man auf 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung. Das profunde Wissen der Dogon, um den Urknall, den Beginn der Zeit, die Beschaffenheit der Galaxien und des Planetensystems läßt viele Fragen offen.

Die Dogon haben ein Höhle auf ihrem Land, die weit in die Berge hineinreicht, und in dieser Höhle befinden sich Höhlenmalereien an den Wänden. Die Zeichnungen befinden sich seit über 700 Jahre dort. Und ein bestimmtes Mitglied, der „Heilige Mann“ ihres Stammes, sitzt am eingang der Höhle und beschützt sie. Das ist sein Job, sein ganzes Leben lang. Sie ernähren ihn, und beschützen ihn, niemand darf ihn berühren , oder ihm nahe kommen. Wenn er stirbt übernimmt ein anderer heiliger Mann seinen Posten als Beschützer. In dieser Höhle befinden sich Zeichnungen und teile von Informationen, die einfach unglaublich sind.

Der „Heiliger Mann“ der Dogon, ist der Wächter ihrer weitreichenden Mythen. Er darf die Höhle, an deren Wände die Schöpfungsgeschichte gemalt sind, niemals verlassen. Aber auch außerhalb dieser Höhle befinden sich eine Vielzahl von Felszeichnungen.

Fragt man die Dogon, woher sie all das astronomische Wissen haben, bekommt man die Antwort:

„Nommo“ habe es ihnen gebracht.
„Dieser „Nommo“ steht stellvertretend für die „Nommos“, jenen amphibienähnlichen Wesen, oder wie die Dogon sagen, „vernunftbegabte Tiere“,die in der Vorzeit vom Himmel kamen. Damals erschien “ ein neuer Stern“ am Himmel aus diesem stieg eine „Arche“ herab. Mit ohrenbetäubendem Lärm landete sie dort, wo die Dogon ursprünglich siedelten.“ „Nommo“ ist für die Dogon der Vater der Menschheit und der Mahner des Universums, während sie das Sirius-System als „Fisch-Land“ bezeichnen, das auch Planeten beinhalten soll.

Wenn nun die Wissenschaftler auch noch diese Planten entdecken sollten, verstummen wohl auch jene Skeptiker, die behaupten, daß die Dogon ihr Wissen von „astronomiebegeisterten Missionaren“ bekommen hätten.
Aber es stellt sich wirklich die Frage:
Woher nahmen die Dogon ihr Astronomisches und mathematisch Fachwissen, und das nicht nur im Bezug auf Sirius B???

Erst vor kurzer Zeit konnte man diesen Stern ausmachen: Es ist Sirius B, ein Weißer Zwerg, der Sirius A in einem Abstand von 2,8 Milliarden Kilometern in rund 50 Jahren einmal umrundet. Seine Helligkeit beträgt 9.1 mag und die Masse ist unglaublich dicht, 1016g/cm. Er ist nur ein wenig größer als die Erde und lediglich mit sehr starken Teleskopen zu sehen.

Sirius A und B

Das mutmaßliche Wissen der Dogon über den Stern Digitaria, der Sigui, den Sirius, der auf einer ovalen Umlaufbahn umkreist, scheint sich in vieler Hinsicht mit den Erkenntnissen, die die Astronomie in den letzten 130 Jahren über das Sirius-System gewinnen konnte, zu decken. Bereits 1834 fand der Königsberger Astronom Friedrich Wilhelm Bessel Unregelmäßigkeiten in der Eigenbewegung des 8.6 Lichtjahre entfernten Sterns Sirius und vermutete einen Begleiter, der an Sirius zerre, den man aber nicht sehen könne. Basierend auf der Arbeit Bessels machte sich 1862 der Amerikaner Clark auf die Suche nach Sirius und fand den Begleiter dort, wo Bessel ihn vermutet hatte. Es war der erste Weiße Zwerg, der jemals entdeckt wurde, und diese Entdeckung leitete die Erforschung des Lebens der Sterne ein. Heute kennt man zahllose Weiße Zwerge in unserer Galaxie und man weiß, daß sie alles sind, was einmal von einem Stern wie der Sonne übrig bleiben wird. Sirius B konnte 1970 von dem Astronomen I. Lindenblad vom US Naval Observatory sogar fotografiert werden. Sirius B umkreist Sirius A, der zum Spektraltyp A0V gehört und der etwa 2.31 Sonnenmassen in sich vereint, auf einer annähernd ovalen Umlaufbahn in etwa 50.12 Jahren. Obwohl er nur etwa so groß wie die Erde ist, beträgt seine Masse dennoch ungefähr eine Sonnenmasse – ein Teelöffel der Sirius-B Masse würde auf der Erde ein enormes Gewicht haben.
Insofern ist die Übereinstimmung mit dem Wissen der Dogon erstaunlich.
Immer wieder fahren Touristen in das Gebiet der Dogon, nehmen mit den Menschen dort Kontakt auf und berichten von einem Sirius-Wissen.

Wie also läßt sich dieser Widerspruch erklären? Irren die Ethnologen und anderen Wissenschaftler, die sich ausgiebig mit der Kultur der Dogon befaßten und keine Hinweise auf Sirius fanden?

Oder irren sich die Touristen, sind sie gutgläubig gegenüber dem, was ihnen die Dogon erzählt haben und was sie eigentlich hören wollten?

Irgendwo muß dieses „Wissen“ der Dogon über Sirius und seine Begleiter hergekommen sein.
So ist doch z.B. auch erstaunlich, daß die Dogon Sirius als „rot“ und Digitaria als „weiß“ beschreiben. In Un système … heißt es ausdrücklich: „Sirius appears red to the eye, Digitaria white.“ Tatsächlich gibt es alte Dokumente, die davon berichten, daß Sirius einstmals eine rötliche Färbung hatte. Diese Dokumente stammen jedoch aus dem ersten Jahrtausend vor und nach Christus.

Wie konnten die Dogon davon wissen?
Aus eigener Beobachtung?
Oder hatte ihnen jemand davon erzählt?

Und wenn ja: warum sollten sie ausgerechnet dieses Wissen übernehmen,

zumal Sirius für das bloße Auge innerhalb der letzten 1000 Jahre eindeutig weiß war und ist?

Das „Wissen“ der Dogon entspricht zwar nicht den derzeit vertretenen Hypothesen über weitere Sirius-Begleiter, allerdings weiß zur Zeit kein Astronom, wie es bei Sirius wirklich aussieht. Im übrigen ist es wohl möglich, daß das Wissen über Sirius bereits sehr alt ist und im Laufe der Zeit Wissen verloren gegangen ist oder verändert wurde.
Es erscheint vieleicht aus mancher Sicht als unsinnig, daß z.B. Außerirdische ausgerechnet bei Sirius einen Zwischenstop einlegen und dann ihr Wissen über dieses Sternsystem an einen einzigen Stamm in Afrika weitergaben. Andererseits – was für uns unlogisch klingt, mag von -hypothetischen- Außerirdischen ganz anders beurteilt werden. Bislang weiß man aber weder, ob es andere Zivilisationen gibt, noch wie sich solche Wesen etwa verhalten würden.
Kritiker weisen oft darauf hin, daß man mit bloßem Auge so manches, was die Dogon, angeblich, wissen, sehen kann:die vier Monde des Jupiter, die Ringe des Saturn und Sirius B.
Hinsichtlich der vier galileischen Jupitermonde mag dies zutreffen, allerdings nur bei einem geübten Auge, dessen Besitzer weiß, wonach man zu suchen hat. Die Saturnringe sind mit bloßem Auge schwerlich zu erkennen, sie wurden erst im 17. Jahrhundert durch Huygens und Cassini mittels eines Teleskops nachgewiesen.
Und Sirius B?

Sirius B soll nach Adams mit einer Magnitude ( Der Begriff Magnitude stammt vom lateinischen Wort magnitudo und bedeutet Größe.) von 8.7 für die Dogon aufgrund ihrer dunklen Augen ohne Hilfsmittel sichtbar gewesen sein. ???
Nun, zunächst hat Sirius B eine Magnitude von etwa elf, zum anderen steht er, von der Erde aus gesehen, so dicht bei Sirius A, daß man ihn kaum sehen könnte, wenn er heller wäre. Dankenswerterweise räumt Ortiz de Montellano mit dieser Vorstellung auf. Bei aller Skepsis, die notwendigerweise angebracht ist, bleiben doch Zweifel bestehen.
Die kritischen Gegenstimmen sind zwar beachtlich, doch vermögen sie nicht alle Fragen eindeutig zu klären: die Dogon haben Griaule und Dieterlen Kenntnisse über Sirius mitgeteilt, die ein Volk aus Bauern eigentlich nicht haben kann. Woher haben sie dieses Wissen? Das ist die Frage, die auch weiterhin beantwortet werden muß.

Quellennachweis:Adams, H.H.: New Light on the Dogon and Sirius, in: I. van Sertima, Blacks in Science, Ancient and Modern, p. 47 – 49, New Brunswick 1983, A.A.S. nach Temple,Sagenhafte Zeiten, Nr. 1/99 Dr. Klaus Richter. .

©Carmen Nannen = © 2001 by morgi – morgi_avalon@web.de *

http://www.morgaine-avalon.de/dogon.htm

Weltkulturerbe der Dogon – Zum ersten Mal in Deutschland zu sehen | Kultur 21

Die Kultur der Dogon hat ihren Ursprung in der spektakulären Felslandschaft von Bandiagara im heutigen Mali – seit 1989 UNESCO-Weltkulturerbe. Zu den schönsten Zeugnissen ihrer Jahrhunderte alten Tradition gehören Masken, Holzskulpturen und Schmuck. 250 Objekte sind nun in der Bundeskunsthalle in Bonn zu sehen. Sie zeigen, warum die Dogon zu den bedeutendsten Kulturen Afrikas zählen. KULTUR.21 hat die Dogon in Mali besucht.

Das Land der Dogon – Eine Welt in Gefahr

Das Land der Dogon – Eine Welt in Gefahr

HD, 52 min 2011, Produktion Contact Film
Buch und Regie: Lutz Gregor Kamera: Thomas Kutschker Schnitt: Jens Greuner Musik: Tobias Kremer, James Reynolds, Paul Rabiger
Redaktion: Caroline Auret
Im Auftrag des ZDF In Zusammenarbeit mit ARTE
http://www.arte.tv/de/Programm/244,br…

Das westafrikanische Mali zählt zu den größten Flächenstaaten des Kontinents. Neben den Sanddünen der Sahara, dem Niger, den quirligen Orten Timbuktu und Djenné sind die 300 Meter hohen Felsklippen von Bandiagara eine touristische Hauptattraktion. Entlang dieser 170 Kilometer langen Felswand liegt der Lebensraum des Volks der Dogon. Vor langer Zeit haben sie ihre archaischen Höhlenwohnungen inmitten der unzugänglichen Klippen errichtet: Spitzhüttendörfer in schönster afrikanischer Lehmarchitektur, umgeben von Hirse- und Zwiebelfeldern.

Mali im Westen Afrikas ist die Heimat der Dogon. Dieses Volk freundlicher Menschen regelt alle Probleme oder Konflikte unter der Toguna, dem Palaverhaus der Alten. Es ist eine Welt, in der Kosmos, Natur und Mensch noch in Harmonie leben. Ein verletztes Tabu wird mit Opferritualen wiederhergestellt und die Toten mit den berühmten Maskentänzen der initiierten Männer zu den Ahnen geleitet. Doch hat die pittoreske Idylle dieser sagenumwobenen Region Afrikas auch ihre Kehrseite. Der Alltag ist hart; es gibt weder Strom noch Straßen noch Komfort. Wegen Sicherheitswarnungen bleiben seit einigen Jahren die Touristen und damit die Einnahmen aus. Die fragilen Lehmbauten der inmitten unzugänglicher Klippen gelegenen Spitzhüttendörfer leiden unter dem extremen Klima, und die traditionelle Kunst der Dogon ist dem internationalen Kunsthandel schutzlos ausgeliefert. Das afrikanische Weltkulturerbe, 1989 in die Liste der UNESCO aufgenommen, ist in akuter Gefahr.
Die Dokumentation erzählt von Issaka, einem arbeitslosen Touristenführer, den die Armut zwingt, jahrhundertealte Familienfetische zu verkaufen. Sie berichtet von Seydou, dem jungen Hüter traditioneller Masken, der sie pflegt, obwohl er weiß, dass sie vielleicht nie wieder tanzen werden, denn die alte animistische Religion der Dogon wird immer mehr von Christentum und Islam abgelöst. Und sie stellt Pierre vor, der im Auftrag der Kulturmission Malis unterwegs ist, um das kulturelle Erbe der Dogon – ihre Architektur, ihre Kunst und ihre Mythologie – zu bewahren und zu schützen.
Eindrucksvolle Bilder verdeutlichen das Dilemma einer wertvollen Kultur, die sich zwischen Anpassung an die Moderne und Wahrung einzigartiger Traditionen bewegt. Die Dokumentation endet mit der Inthronisation des wahrscheinlich letzten Oberpriesters der Dogon. Denn wer aus der jungen Generation möchte für den ausbleibenden Regen und eine unzureichende Ernte verantwortlich sein?

Drahtlose Stromübertragung: Wissenschaftler übertragen Energie 55 Meter durch die Luft

Redaktion

Japanischen Wissenschaftlern der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) ist ein wichtiger Durchbruch im Bereich zukünftiger Energieversorgung der Menschheit gelungen, als sie erstmals mithilfe von Mikrowellen erfolgreich drahtlos elektrischen Strom an ein stecknadelgroßes Ziel übertrugen.

Die Wissenschaftler hatten es erfolgreich fertiggebracht, unter Einsatz von Mikrowellen 1,8 kW Energie durch die Luft zu einem 55 Meter entfernten, nur stecknadelgroßen Ziel zu transportieren, erklärte laut der Nachrichtenagentur Agence France-Presse (AFP) ein Sprecher der Einrichtung. »Zum ersten Mal ist es damit gelungen, unter Einsatz eines empfindlichen Steuerungsgeräts einen hohen Energieoutput von fast zwei kW elektrischen Stroms über Mikrowellen zu einem kleinen Ziel zu transportieren«, sagte er.

Die übertragene Energiemenge reichte zwar nur aus, um einen elektrischen Kessel aufzuheizen, und die überwundene Distanz war noch nicht groß, aber möglicherweise handelt es sich um einen riesigen Schritt nach vorn bei der Erschließung neuer Energiequellen. Dieses erfolgreiche Experiment könnte den Weg dazu eröffnen, die praktisch unerschöpfliche Sonnenenergie im Weltraum zu sammeln und sie zur Erde zu übertragen, erklärten die Wissenschaftler.

Die Internationale Raumstation (IRS) und andere Satelliten sind zwar in der Lage, über Sonnenkollektoren Energie zu sammeln und zu speichern, um sie dann für den Eigenbetrieb zu nutzen. Der große Vorteil der Sonnenenergienutzung im Weltraum gegenüber der auf der Erde besteht vor allem in ihrer ständigen Verfügbarkeit, während die Nutzung auf der Erde doch durch die Wetterverhältnisse und die jeweilige Tageszeit eingeschränkt wird.

Die JAXA forscht seit Jahren im Rahmen des Projekts Space Solar Power Systems (SSPS) an dieser Zukunftsvision der Nutzung der Sonnenenergie aus dem Weltraum. Ziel sind dabei raumgestützte Solarkraftwerke, die im geostationären Orbit Sonnenenergie sammeln.

»Das SSPS besteht aus einer raumgestützten Einrichtung zur Energieerzeugung und  übertragung, die Sonnenlicht sammelt, es in Mikrowellen oder Laserstrahlen umwandelt und diese dann zur Erde überträgt«, erklärte Forschungsleiter Yasuyuki Fukumuro.

Aber Wissenschaft und Technologie haben noch nicht den Entwicklungsstand erreicht, der es ermöglichen würde, Sonnenenergie zur Erde zu übertragen. Derzeit haben die Forscher die theoretische Phase des Projekts verlassen und sind in die Phase der Entwicklung und Erprobung der entsprechenden Technologien getreten, meinte Fukumuro. Jetzt würden grundlegende Experimente durchgeführt, um die effektivste Form der Energieübertragung zu ermitteln.

»Es müssen noch viele technische Probleme bewältigt werden, bevor ein SSPS eingesetzt werden kann«, fuhr er fort. »Wenn die Energie per Mikrowellen übertragen wird, besteht eine der wichtigen technischen Herausforderungen darin, die Übertragungsrichtung zu kontrollieren und die Energie mit größtmöglicher Genauigkeit von einer geostationären Umlaufbahn an eine Empfängereinrichtung auf der Erde zu übertragen.«

Das SSPS-Projekt sieht vor, Mikrowellen aus einer Entfernung von 36 000 Kilometern auf eine flache Oberfläche mit einem Durchmesser von drei Kilometern zu übertragen; das entspräche dem »Einfädeln eines Fadens«, meinte er.

Es dürften noch einige Jahrzehnte bis zur Praxis- und Einführungsreife dieser Technologie vergehen, erklärte der JAXA-Sprecher laut AFP. Möglicherweise könnte das SSPS in den 2040er Jahren seine Arbeit aufnehmen.

Die Idee, Sonnenenergie aus dem Weltraum auf der Erde zu nutzen, wurde 1968 von Dr. Peter Eduard Glaserentwickelt, der auch 1973 ein entsprechendes Patent anmeldete. Die US-Raumfahrtbehörde NASA und das amerikanische Energieministerium unterstützten zunächst das Projekt, das aber aus Kostengründen in den 1980er Jahren eingestellt wurde.

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