Vereinigung der Internationalen Ärzte: US-geführter “Krieg gegen den Terror” forderte bereits über 1 Million Tote

Am vergangenen Freitag jährte sich der Beginn des Irak-Krieges zum zwölften Mal. Die Vereinigung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) veröffentlichte zu diesem Anlass eine wissenschaftliche Studie. Das Ergebnis: Die US-geführte Kampagne “Krieg gegen den Terror” forderte allein in Irak, in Afghanistan und Pakistan bereits weit über eine Millionen Todesopfer und damit mehr als zehn mal so viel wie bisher vermutet

Quelle: Pentagon

“Body Count” (Opferzahl), so der Titel einer aktuellen 100-seitigen Studie, welche die deutsche, die US-amerikanische und die kanadische Sektionen der Vereinigung der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) zum zwölften Jahrestages des Beginns des Irak-Krieges gemeinsam veröffentlichten und zeitgleich in Berlin, Ottawa und Washington vorstellten.

Da die Durchführung von Kriegen auch immer auf eine gewisse öffentliche Akzeptanz in der Bevölkerung der kriegsführenden Staaten angewiesen ist, waren, auch was die Opferzahlen betrifft, bisher kaum valide offizielle Daten verfügbar. Die Opferzahlen der Kriege, die der Westen seit über einem Jahrzehnt in Afghanistan, im Irak, in Pakistan und später auch in Libyen führte, wurden vielmehr konsequent nach unten gerechnet, so Jens Wagner (IPPNW), der Koordinator der Studie. Auch in Kreisen der Friedensbewegung und bei aktiven Kriegsgegnern, ging man daher bis dato von weit weniger direkten Opfern durch die westlichen Militärschläge der vergangenen Jahre aus. Bisher kursierten Zahlen, die etwa nur einem Zehntel der in “Body Count” aufgeführten Kriegsopfer entsprechen.

US-Präsident Barack Obama hat Überwachungsflüge über Syrien autorisiert, mit dem Ziel Informationen über die Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) zu sammeln. Die Aufklärungsflüge gelten als erster Schritt für mögliche US-Luftangriffe gegen die IS. Nach Informationen des The Wall Street Journal hat das US-Central Command, welches die US-amerikanischen Truppen im Nahen Osten koordiniert, bereits zusätzliche Überwachungsflugzeuge und Drohnen für den Einsatz in Syrien angefordert.

Für Wagner war dies auch der Anlass, die Frage der Kriegstoten wissenschaftlich ergründen zu lassen, wie der Friedensaktivist in einem aktuellen Interview, das Jens Wernicke für die Nachdenkseiten führte, angibt.

Neben den Toten durch direkte Waffengewalt kommen weitere Opfer hinzu: Krieg bringt auch immer die Zerstörung der Umwelt und der sozialen und technischen Infrastruktur mit sich. Hungersnöte sind genauso die Folge, wie steigende Sterberaten durch fehlende medizinische Versorgung oder sozio-ökonomische Konsequenzen. Speziell in Afghanistan und im Irak kommen die Opfer der Langzeitfolgen durch den US-amerikanischen Einsatz von Chemie-Waffen und Uran-Monition hinzu.

Wagner sieht in den hohen Opferzahlen nicht nur menschliches Leid, sondern auch die Ursache weiterer geopolitischer Verwerfungen. So schüre der Tod breiter Bevölkerungsschichten in den angegriffenen Ländern auch Hass auf den Westen und biete Terror-Netzwerken wie dem Islamischen Staat (IS) den idealen Nährboden für ihre Agenda. Aus einem “Krieg gegen den Terror” wird so ein Aufbauprogramm für Terroristen und faschistische Milizen. Ein Militäreinsatz zur Verbesserung einer humanitären Situation sei nichts anderes als der Versuch, “Feuer mit Benzin zu löschen”, konstatiert der Koordinator der Studie.

Verfehlungen sieht Wagner auch bei den westlichen Medien. Dass im Krieg immer die Wahrheit zuerst stirbt, ist keine neue Erkenntnis, doch können immer neue Militärschläge nur dann erfolgen, wenn sie durch zustimmende Berichterstattung in den meinungsmachenden Medien flankiert werden. Dazu zähle auch das konsequente Herunterrechnen der Kriegstoten und damit die Verharmlosung der Kriegsfolgen. Organisationen wie die IPPNW sieht Wagner hier in der Pflicht ein Gegengewicht zu schaffen, indem die Folgen der westlichen Geopolitik klar benannt werden. Wagner selbst hat dabei in den vergangenen Jahren seine Sicht auf die Dinge entscheidend geändert:

“Früher war ich überzeugt, dass die Ursachen des Terrorismus so sind, wie sie uns durch die Medien vermittelt werden, also dass vereinfacht gesagt: böse Menschen aus mehr oder wenigerunbekannten Gründen böse Dinge tun. Später habe ich mich aus Sicht der Friedensforschung damit beschäftigt und bin letztendlich zu völlig anderen Schlussfolgerungen gekommen: Entweder ist Terrorismus ein Resultat von Unterdrückung und hauptsächlich sozialen Ursachen – Beispiel Palästina – oder, und das ist die tiefere Ebene der Analyse, bei der man die Historie und die von den Massenmedien gern versteckten Tatsachen des Terrorismus betrachten muss, es handelt sich um ein verdecktes politisches Instrument von Geheimdiensten und mächtigen Interessensgruppen, in aller Regel Staaten.”

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Germanwings: Französische Regierung „ermittelt in alle Richtungen“

(Admin: Wir werden später sehen, was dahinter steckt und wem es dient. Meistens heißt es ja – folge dem Geld. Da kann man aber sehr lange folgen, denn das sind immer ganz verschlungene Wege. Wir werden es abwarten. Und ich hoffe auf einen gut recherchierten Beitrag des Experten für Flugzeuge – siehe MH17 Peter Haisenko)

Frankreich hält einen Terror-Anschlag als Ursache für den Absturz der Germanwings für unwahrscheinlich, tappt jedoch noch im Dunklen. Der Pilot Niki Lauda hält die Tatsache, dass sich die Germanwings-Piloten acht Minuten lang nicht gemeldet hätten, für das größte Rätsel des Absturzes.

Acht Minuten Sinkflug ohne Meldung an den Boden: Niki Lauda glaubt, dass die Piloten nicht mehr in der Lage waren, einen Hilferuf abzugeben. Warum weiß auch nicht. (Foto: dpa)

Acht Minuten Sinkflug ohne Meldung an den Boden: Niki Lauda glaubt, dass die Piloten nicht mehr in der Lage waren, einen Hilferuf abzugeben. Warum weiß auch nicht. (Foto: dpa)

Die französische Regierung geht nicht von einem Terroranschlag als Ursache für den Absturz einer Airbus-Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings aus. Es werde zwar in alle Richtungen ermittelt, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch dem Radiosender RTL. Ein Terroranschlag sei aber nicht die wahrscheinlichste These. Mehr Klarheit soll die Auswertung der inzwischen gefundenen Blackbox bringen. Diese sei zwar beschädigt, könne aber trotzdem Hinweise auf die Unglücksursache liefern.

Die Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine waren nach Ansicht des Flugexperten Niki Lauda möglicherweise handlungsunfähig. «Acht Minuten sind in so einem Zustand irrsinnig lang. Deswegen wundert es mich, dass keiner der Piloten mit der Flugkontrolle geredet hat», sagte der ehemalige Airline-Chef am Dienstagabend in der ORF-Nachrichtensendung.

«Das ist die große Frage: Warum die Piloten nicht mehr in der Lage waren, sich zu melden?», sagte Lauda, der selber erfahrener Pilot ist. Die beiden Piloten seien offenkundig von einem Problem überrascht worden, das sie handlungsunfähig gemacht habe. Dass dies ein plötzlicher Druckabfall gewesen sein könnte, glaubt Lauda nicht: Die erfahrenen Piloten seien auf ein Druckabfall trainiert und hätten in diesem Fall sofort Kontakt mit dem Boden aufgenommen. Lauda hält allerdings ebenso wie der Pilot und Flugsachverständige Dieter Reisinger einen terroristischen Hintergrund für unwahrscheinlich. Zwar könne man aktuell nichts verlässlich ausschließen, doch sei die Route als sicherheitstechnisch nicht gefährdet eingestuft worden. Auch läge kein Bekennerschreiben vor.

Der Airbus war auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf kurz nach Erreichen der Reiseflughöhe von 38 000 Fuß in einen Sinkflug übergegangen und nach acht Minuten an einem Berg in Südfrankreich zerschellt.

Die Reparatur des abgestürzten Airbus A320 am Tag vor der Katastrophe hat nach Überzeugung von Lufthansa-Chef Carsten Spohr nichts mit dem Absturz zu tun. Spohr schloss nach seiner Rückkehr vom Unglücksort nach Frankfurt am Dienstagabend aus, dass die Wartung der Germanwings-Maschine am Montag in Düsseldorf etwas mit der Absturzursache zu tun haben könnte. Dabei sei es nur um die Geräuschbelastung gegangen, nichts sicherheitsrelevantes.

Eine Lufthansa-Sprecherin hatte zuvor erklärt, ein Problem an der Klappe für das Bugrad sei am Montag routinemäßig behoben worden. «Das Flugzeug war in hervorragendem technischen Zustand», versicherte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende. Über die Piloten der Unglücksmaschine sagte er: «Wir hatten die Kompetenz im Cockpit, für die unser Unternehmen steht.» Die Germanwings-Piloten würden auch bei Lufthansa ausgebildet und der Pilot habe mehr als 6000 Flugstunden gehabt, darunter den größten Teil im Airbus A320.

Spohr rechnet mit raschen Erkenntnissen über die Ursache des Absturzes in den französischen Alpen. in den ARD-«Tagesthemen» sagte der Lufthansa-Chef, er sei sehr froh, dass der erste Flugschreiber schon gefunden wurde. «Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich relativ schnell erste Informationen bekommen werden, was die Absturzursache wahrscheinlich war. Die detaillierte Auswertung wird dann länger dauern», erklärte Spohr.

Der Lufthansa-Chef sprach vom «schwärzesten Tag in der 60-jährigen Geschichte unseres Unternehmens». Dieses habe erstmals ein Flugzeug im Reiseflug verloren. Für Aussagen über die mögliche Absturzursache sei es zu früh. «Wir wollen und werden uns nicht an Spekulationen beteiligen.»

Spohr zeigte Verständnis dafür, dass einzelne Crews sich nicht in der Lage sähen, am Mittwoch zu fliegen. Deshalb würden Flüge ausfallen. «Wir werden so schnell es geht wieder zu einem vollständigen Flugbetrieb zurückkehren. Das ist für mich aber jetzt erst einmal zweitrangig», sagte der Lufthansa-Chef.

Die Chronologie des Ereignisse – hier.

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Korruptionsvorwürfe gegen GEZ Beitragsservice für Vertraute

(Admin: Zweckentfremdet werden die Gebühren/Zwangsabgaben auch von Parteien, mehr dazu hier: https://marbec14.wordpress.com/2014/10/04/spd-in-geldnot-zdf-springt-mit-gebuhren-geldern-ein/)

Gegen die frühere Gebühreneinzugszentrale werden nun auch noch Vorwürfe der Vetternwirtschaft erhoben. Dabei hat der Beitragsservice schon genug Sorgen mit der Umstrukturierung. 200 Stellen müssen abgebaut werden.

23.03.2015, von RÜDIGER SOLDT, STUTTGART

© DPAVergrößernSo einen hohen Rückstau gab es noch nie: Zwei Millionen Vorgänge warten beim Beitragsservice derzeit auf Bearbeitung.

Es sollte eine routinierte Sitzung werden im ZDF-Kasinogebäude auf dem Mainzer Lerchenberg. Der Verwaltungsrat des „ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice“ wollte in aller Ruhe Katrin Vernau, ehemals Kanzlerin der Universität Hamburg und seit Anfang März WDR-Verwaltungsdirektorin, zur Verwaltungsratsvorsitzenden der ARD-Gemeinschaftseinrichtung wählen, die Rundfunkbeiträge eintreibt und früher den meisten Deutschen besser als „GEZ“ oder „Gebühreneinzugszentrale“ bekannt war.

Rüdiger SoldtFolgen: 

Die Sitzung dürfte turbulent werden, denn in der öffentlich-rechtlichen Verwaltungsgemeinschaft hängt seit Wochen der Haussegen schief. „Arsch huh, Zäng ussenander“, also „Arsch hoch, Zähne auseinander“ heißt es im derben Kölsch in einem anonymen Brief eines Mitarbeiters, den Anfang März alle Verwaltungsratsmitglieder erhielten. In der Behörde gebe es einen Berg von zwei Millionen Vorgängen, die dringend bearbeitet werden müssten, der Führung des Hauses sei ein „hochmotorisierter Dienstwagen“ wichtiger als die Lösung der Probleme. „Normalerweise gibt es einen Rückstau von 100.000 bis 200.000 Anfragen von Beitragszahlern, einen so hohen Rückstand hatten wir noch nie“, sagte eine Mitarbeiterin des Beitragsservice. Das zeige, welche Probleme der Laden gerade habe.

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Für noch mehr Ärger sorgen die Besetzung von Geschäftsbereichsleiterstellen und die Umstrukturierung der Beitragssammelstelle insgesamt: Eigentlich sollte der Verwaltungsrat die Personalvorschläge und die neue Struktur des Unternehmens heute in Mainz beschließen, ob es dazu kommt, ist fraglich. „Vorbehaltlich VR-Zustimmung“ steht auf dem Organigramm, das dieser Zeitung vorliegt und einige Zumutungen enthält. Im Kern geht es um eine sogenannte „Potentialanalyse“, mit der eine externe Unternehmensberatung die Strukturen analysiert hat.

„Wir haben einfach nur noch Angst“

Das ist in Unternehmen zunächst ein normales Verfahren zur Verbesserung der Abläufe. Doch als die Führungskräfte am 26. Februar dieses Jahres das Organigramm mit der neuen Struktur vorgelegt bekamen, staunten sie nicht schlecht: Eine enge persönliche Vertraute des Geschäftsführers soll nach dieser Vorlage zur Abteilungsleiterin „Organisation und zentrale Projekte“, kurz OZP, gemacht werden. Eine derzeit als Sekretärin beschäftigte Mitarbeiterin soll Geschäftsbereichsleiterin werden, obwohl selbst Teamleiter ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium für diesen Job mitbringen müssen. Mindestens drei Mitarbeiter lassen sich derzeit anwaltlich beraten. Viele Mitarbeiter sind auch beunruhigt, weil demnächst ein ähnlicher Prozess für die Teamleiter-Ebene geplant ist. „Es ist nach meinem Eindruck so, dass bei diesem Prozess der Neustrukturierung sachfremde Erwägungen und persönliche Verbindungen wichtiger sind als die tatsächliche berufliche Qualifikation“, sagt eine Mitarbeiterin aus der mittleren Führungsebene im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Vorgehen verstößt mit großer Wahrscheinlichkeit gegen die WDR-Compliance-Richtlinien.

Weil der Beitragsservice etwa 200 Stellen abbauen muss, sind vor dem Kölner Arbeitsgericht derzeit eine Reihe von Verfahren anhängig. Als die Organisation der Rundfunkanstalten noch GEZ hieß, sind viele Arbeitsverträge mit möglicherweise unwirksamen Befristungen abgeschlossen worden, auch von dieser Seite her droht den Rundfunk-Beitragseinsammlern Ärger. „Wir haben einfach nur noch Angst, richtig große Angst. Viele von uns schlafen schon nicht mehr“, heißt es in dem Schreiben an die Verwaltungsratsmitglieder, das dieser Zeitung vorliegt. Einige Mitarbeiter erwägen offenbar, weitere „Potentialanalyseverfahren“ zu boykottieren.

3,6 Millionen Wohnungen neu in den Bestand aufgenommen

Die Verwaltungsratsmitglieder in den einzelnen ARD-Anstalten, die an diesem Dienstag nach Mainz reisen, nehmen die Vorwürfe sehr ernst. „Normalerweise landen anonyme Schreiben im Papierkorb, hier werden wir uns das sehr genau ansehen“, sagte ein ARD-Verantwortlicher, der nicht genannt werden wollte. Mittlerweile soll es eine Stellungnahme der Geschäftsführung zu den Vorwürfen geben, die ebenfalls an die Verwaltungsratsmitglieder versandt worden ist. Darin werden die Stellenbesetzungen offenbar als Zufallsprodukt geschildert. Die künftige Verwaltungsratsvorsitzende Katrin Vernau war am Montag nicht zu erreichen.

1284 Mitarbeiter hatte die Inkassoorganisation 2013. Etwa 200 Stellen sollen abgebaut werden, 7,5 Milliarden Euro treibt die Organisation jährlich für die Rundfunkanstalten ein. „Sollstellung der jeweils fälligen Rundfunkbeiträge sowie Einziehen der Gelder über Banken und Sparkassen“, heißt es im Porträt der in Köln-Bocklemünd ansässigen Organisation. Knapp 170 Millionen Euro kostet die Beitragsverwaltung. Pro Beitragszahlerkonto sind das Aufwendungen in Höhe von 3,94 Euro jährlich. 2007 gab es bei der Vorgängerorganisation GEZ Ermittlungsverfahren wegen Korruption, die später eingestellt wurden. Allerdings musste ein Ombudsmann eingesetzt werden, um die Glaubwürdigkeit aufzupolieren.

Die Pressestelle des Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio nahm zu den Vorwürfen am Montag umfangreich Stellung. Die Organisation befinde sich derzeit in einem „Reorganisationsverfahren“. „Die damit einhergehenden Maßnahmen sind noch nicht umgesetzt“, teilte ein Sprecher mit. Der Verwaltungsrat des Beitragsservice habe den Geschäftsführer um Stellungnahme gebeten. Mit dieser Stellungnahme werde sich der Verwaltungsrat in der Sitzung am Dienstag befassen. Der Bearbeitungsstau habe damit zu tun, dass etwa 3,6 Millionen Wohnungen neu in den Bestand des Beitragsservice aufgenommen worden seien. „Der Beitragsservice hat bereits umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um diesem Umstand entgegenzuwirken.“

Quelle: F.A.Z.

Da waren es nur noch… – Erneut mysteriöser Todesfall im Umfeld des ukrainischen Ex-Präsidenten Janukowitsch

Selbstmorde am laufenden Band und tödliche Unfälle à la Hollywood lassen den Kreis der politisch Gleichgesinnten des ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch immer kleiner werden. Das sechste und gleichzeitig prominenteste Opfer ist nun Viktor Janukowitsch Junior. Nach Aussagen eines “Insiders” im ukrainischen Fernsehen, wäre das jedoch “erst der Anfang und die Aktion wird noch viele Menschenleben kosten”.

Quelle: Ruptly

In der Ukraine scheint seit Ende Januar diesen Jahres unter den einstigen Anhängern des Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch geführten Regierungspartei „Partei der Regionen“  eine Selbstmord- Epidemie ausgebrochen zu sein.

Insgesamt sind es bereits sechs Politiker, die in kürzester Zeit ihrem Leben  entweder angeblich selbst ein Ende setzten oder es  durch mysteriöse Umstände verloren. So sollen sich zwei von ihnen erhängt, zwei sich selbst erschossen sowie einer sich aus dem 17. Stock seiner Wohnung in den Tod gestürzt haben. Der bisher letzte Tote soll im Eiswasser ertrunken sein.  Bei ihm handelt es sich auch gleichzeitig um einen der Söhne des ukrainischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch.

Wie Nestor Schufritsch, einstiger Parteifreund des verstorbenen Janukowitsch Junior, berichtet hat, soll sich der Unfall des jungen Mannes am vergangenen Wochenende auf dem Baikalsee in der russischen Provinz Irkutsk ereignet haben.

Der 33- jährige Viktor Janukowitsch Junior, selbst Rally- und Extremfahrer sowie Vorsitzender des Autosportverbandes der Ukraine soll zusammen mit seinen fünf Begleitern am Samstag in einem VW Multivan im Eis eingebrochen sein. Janukowitsch hat als einziger den Unfall nicht überlebt. Bisher gibt es keine Erkenntnisse dazu, warum sich der erfahrene Amateurrennfahrer nicht retten konnte.

Janukowitsch Junior saß von 2006 bis Oktober 2014 als Vertreter der Partei der Regionen im ukrainischen Parlament, der Werchowna Rada. Mit seinem Tod erreicht die Anhäufung von mysteriösen Todesfällen um den Kreis des einstigen Präsidenten einen vorläufigen Höhepunkt.

Die Todesserie begann am 29. Januar mit Alexej Kolesnik, dem ehemaligen Regierungschef der Regionalverwaltung der Oblast Charkiw und gleichzeitig Mitglied der Partei der Regionen.

Am 25. Februar soll Sergej Valter, Bürgermeister der ostukrainischen Stadt Melitopol Selbstmord begangen haben. Nur einen Tag später erschoss sich der ehemalige Polizeichef Alexander Bordjuk.

In der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März stürzte sich angeblich Nikolai Tschtschows, ex- Fraktionschef der Partei aus dem 17. Stock seiner in Kiew gelegenen Wohnung.

Drei Tage später, wurde der Chef der Regionalregierung der Oblast Saporischja, Alexander Pekluschtschenko mit Schussverletzungen am Hals tot aufgefunden.

Im ukrainischen Fernsehen erklärte ein „Insider“, dessen Gesicht unkenntlich gemacht wurde, es handele sich hierbei um eine erst angelaufene Aktion, die „noch viele Menschenleben kosten wird.“

Als sogenannte „Säuberungsaktionen innerhalb der Partei der Regionen“ wird die momentane Todesserie innerhalb der ukrainischen Medien interpretiert und dargestellt.

Wer hinter dem Tod der Politiker steckt ist momentan unklar. Die Spekulationen reichen von Rivalitäten innerhalb der Partei der Regionen bis zu der Mutmaßung, dass der ukrainische oder russische Geheimdienst etwas mit den Todesfällen zu tun haben könnte.

Wie russische Medien meldeten, soll die Leiche von Viktor Janukowitsch Junior bereits nach Simferopol auf die Krim überstellt worden sein. Der Tageszeitung Segodna sagte Nestor Schufritsch, ein Freund des Toten, „wo er beerdigt wird und wer an der Trauerfeier teilnimmt, ist bisher unbekannt.“ Der ehemalige Politiker hinterlässt seine Frau Olga und einen fünfjährigen Sohn.

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Entgiften statt vergiften – Von Uwe Karstädt

Uwe Karstädt im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt. Gesundheit ist nicht nur das Wegbleiben von Krankheit. Gesundheit ist ein Zustand, der sich unter den gegebenen Umständen als ein optimales Zusammenwirken aller Funktionen auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene ergibt.

Jeder Organismus ist auf Gesundheit gepolt und bringt sich immer in den bestmöglichen Zustand – wenn wir nicht dazwischen funken.

Obwohl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Umweltgifte als wichtige Ursache oder zumindest als Co-Faktor chronischer Krankheiten betrachtet, gehen die klassischen Therapieansätze davon aus, daß dem bereits belasteten Körper noch mehr Chemikalien in Form von Medikamenten zugeführt werden sollen.

Uwe Karstädt, Verfasser des Buches „entgiften statt vergiften“ propagiert den entgegengesetzten Weg: Der Körper soll von Giftstoffen befreit, gereinigt und entlastet werden. Karstädt erläutert wie mit modernen, wissenschaftlich belegten Verfahren, Toxine aus dem Körper entfernt werden können. Damit steht ein Paradigmenwechsel an, der von allergrößter Bedeutung ist und der ein fundamentales Umdenken verlangt. Weshalb er denn auch erheblichen Konfliktstoff in sich birgt.

(Admin: Für Leser, die sich etwas näher mit diesem Thema befassen wollen, hier der Link für die PDF-Datei des Buches:

http://www.christalin.at/docs/intern2/entgiften-statt-vergiften%20%20Ebook%20Version.pdf)

Phthalate: Hormonell wirksame Kuscheltiere – Wenn Kosmetik und Kleidung giftig sind

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2014 sind in der EU über 2.500 gefährliche Waren vom Markt genommen worden – so viele wie noch nie. Besonders anfällig sind Spielzeug und Kleidung – viele Menschen haben Phthalate bereits im Blut.

Die Zahl gefährlicher Produkte in Europa wächst. 2013 haben Kontrolleure 2.364 Waren, die die Gesundheit gefährden, aus den Regalen verbannt – ein Plus von knapp 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel bei der Vorlage des„Rapex“-Jahresberichts mit. Bei der Hälfte der Fälle handelte es sich um giftige Textilien und riskantes Kinderspielzeug. Dabei hätten 1.981 Meldungen ein „ernsthaftes Risiko“ bedeutet, fügte die Behörde hinzu.

Das EU-Warnsystem Rapex, bei dem auch Norwegen, Liechtenstein und Island Mitglieder sind, gibt es seit zehn Jahren. Jedes Jahr wird die Zahl der Produkte, vor denen es warnt, größer. Am häufigsten bemängelt wurden chemische Risiken, etwa durch Phthalate in Plastikspielzeug sowie mechanische Risiken wie sich ablösende Kleinteile, die Kinder verschlucken können.

64 Prozent der gefährlichen Produkte stammten aus China, 15 Prozent aus der EU. Die meisten beanstandeten Produkte aus EU-Ländern kamen aus Deutschland – in der Gesamtbilanz waren das 2 Prozent.

So wurde im vergangenen Jahr auch der Audi A8 wegen eines zerfallenden Glasschiebedachs zurückgerufen. Beim Peugeot 508 leckte der Tank – es bestand die Gefahr eines Motorbrands. 9 Prozent der Mängel betrafen elektrische Geräte, oftmals wegen der Gefahr eines Stromschlags oder mangelnder Feuersicherheit.

Unter anderem wurden Föne, Lichterketten und Tablet-Computer aus dem Verkehr gezogen. Bei Feuermeldern ging in mehreren Fällen die Gefahr nicht vom Objekt an sich aus, sondern von mangelhafter Funktionalität: Im Falle eines Feuers wäre der Alarm zu leise.

Bereits bekannte Risiken werden häufiger entdeckt

Die EU-Kommission hält das System für einen vollen Erfolg: Nach einer Benachrichtigung werde das Produkt inzwischen häufiger vom Markt genommen, hieß es im Rapex-Bericht.

Eine einzige Meldung eines Verbrauchers kann ausreichend sein für die EU-weite Auslistung, sagt Tobias Bleyer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, der zuständigen Kontaktstelle in Deutschland. „Zu einem gewissen Grad kann auch eine Rolle spielen, dass man auf bestimmte Produktgruppen, die immer wieder beanstandet werden, eher ein Auge hat und sie deshalb öfter auffallen. Der Klassiker sind Chromate in Lederwaren.“ Die giftigen Stoffe werden zum Gerben benutzt.

Gesteigerte Aufmerksamkeit sei nicht unbedingt ein Nachteil, sagt Bleyer: „Vor einigen Jahren waren es Wasserkocher. Die wurden immer wieder beanstandet, deshalb arbeiten die Hersteller jetzt anders.“ Wer sichergehen will, kann beim Einkauf auf das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ achten, das von staatlich benannten Prüfstellen vergeben wird.

Hormonell wirksame Kuscheltiere

Niedlich sieht er aus, der Plüschfrosch, mit dem Herz in den Pranken – zum Knuddeln. Doch das sollte man lieber nicht tun. Die EU hat ihn nämlich auf die Liste der Produkte gesetzt, die sie als gefährlich einstuft. Im Plastiksaugnapf fanden Kontrolleure bis zu 38 Prozent Phthalat-Anteil – ein hormonell wirksamer Stoff, der unter anderem in Verdacht steht, zu Unfruchtbarkeit, Diabetes und Übergewicht zu führen.

Zurzeit wird im Europäischen Rat über eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze diskutiert – die soll einhergehen mit einer Reform der Herkunftskennzeichnung. Doch verschiedene Länder, darunter Deutschland, blockierten, so Kleis. Denn Letzteres lehne Deutschland ab. Es fürchtet, dass dadurch das Made-in-Germany-Siegel seltener vergeben werde. Der Verbraucherverband Beuc drängt daher darauf, die Sicherheit und Herkunftsbezeichnung getrennt voneinander zu betrachten.

Phthalate – gefährliche Weichmacher

Phthalate sind Weichmacher, die zunächst überwiegend in Kunststoffen wie PVC Verwendung fanden. Nach und nach fanden diese chemischen Substanzen jedoch auch in vielen Bedrafsartikeln wie Kosmetik, Medikamenten oder Spielzeug Einzug. Die gefährlichen Phthalate können daher nicht nur eingeatmet oder oral aufgenommen werden sondern auch über die Haut direkt ins Blut gelangen. Die Auswirkungen, die diese chemischen Substanzen in unserem Körper in Bezug auf unsere Gesundheit haben, sind erschreckend.

Worin sind Phthalate enthalten?

Phthalate werden seit einiger Zeit in vielerlei Weise von der Industrie verwendet. In Europa wurden zwar bereits manche Phthalate in kosmetischen Produkten verboten, doch längst nicht alle Vertreter dieser chemischen Stoffgruppe. Daher findet man auch heute noch verschiedene Weichmacher beispielsweise in Feuchtigkeitslotionen, Sonnencremes, Haarsprays, Parfums oder Nagellack. Auch bei der Herstellung von Medikamenten, Bodenbelägen, Textilien, Kinderspielzeug und Lebensmittelverpackungen aus Plastik werden Phthalate eingesetzt. Der Geruch des neuen Autos, der viele Besitzer mit grossem Stolz erfüllt, ist in der Regel ebenfalls Phthalaten zu verdanken, die auch später noch aus den Plastikarmaturen austreten, wenn das Gefährt von der Sonne beschienen wird.

Viele Menschen haben Phthalate bereits im Blut

Eine im Jahr 2000 veröffentlichte Studie im Fachmagazin Environmental Health Perspectiveshatte ergeben, dass weite Teile der US-Bevölkerung mit Phthalaten belastet sind. Die höchsten Werte konnten erschreckenderweise bei Frauen im gebärfähigen Alter festgestellt werden. Da es sich bei Phthalaten um bekannte Hormonhemmer handelt, sind diese Studienergebnisse äusserst besorgniserregend. Wen wundert es da noch, dass immer mehr Paaren der Kinderwunsch unerfüllt bleibt?

Weitere Untersuchungen haben die Phthalatbelastung mit zahlreichen gesundheitlichen Leiden in Verbindung gebracht. Daher stellt der weit verbreitete industrielle Gebrauch dieser chemischen Weichmacher ein sehr ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem für unsere Gesellschaft dar.

Frauen sind besonders häufig mit Phthalaten belastet

Bei einer im Jahr 2012 von Forschern des Brigham and Women’s Hospital durchgeführten Studie wurden Urinproben von 2350 Frauen aus allen Teilen der USA auf deren Phthalat-Konzentration untersucht. Die Resultate der Wissenschaftler zeigten einen bemerkenswerten Zusammenhang zwischen dem Phthalat-Wert und Diabeteserkrankungen. Frauen, die am meisten mit den zwei am häufigsten verwendeten Phthalaten belastet waren, wiesen ein doppelt so hohes Risiko auf, an Diabetes zu erkranken, wie jene Frauen mit den geringsten Konzentrationen der Substanzen im Blut.

Phthalate beeinflussen die Menopause

Aus dem gleichen Jahr stammt auch eine ähnliche Studie von Forschern der medizinischen Hochschule der Universität in Washington. Bei dieser Studie wurden der Urin und das Blut von 5700 Frauen auf ihre Phthalat-Werte untersucht. Die Ergebnisse erbrachten, dass die Frauen mit dem höchsten Phthalat-Wert ihre Menopause durchschnittlich um 2,3 Jahre früher erreichten, und die betroffenen Frauen somit auch früher den Gesundheitsrisiken ausgesetzt sind, die mit der Menopause einhergehen – wie beispielsweise Herz-Kreislauferkrankungen und Osteoporose.

Phthalate verändern die Geschlechtsentwicklung unserer Kinder

Untersuchungen in Puerto Rico haben eine unüblich frühe Brustentwicklung bei jungen Mädchen nachweisen können – in vielen Fällen war diese bereits im Alter von zwei Jahren festzustellen. Die Studie, die im Jahr 2000 veröffentlicht wurde, verglich 41 Mädchen, die an unnatürlich früher Brustentwicklung litten, mit 31 normal entwickelten Altersgenössinnen. Dabei konnten die Forscher im Blut der Mädchen aus der ersten Untersuchungsgruppe die bis zu siebenfach höhere Menge an Phthalaten feststellen, als das bei den Mädchen aus der Kontrollgruppe der Fall war. Dieses Ergebnis stellte einen statistisch signifikanten Unterschied dar.

Phthalate in der Schwangerschaft

Erst kürzlich wurde in weiteren Studien an männlichen Föten untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen der Phthalat-Belastung der werdenden Mütter und dem späteren Spielverhalten der Kinder gibt. Hierzu wurde der Urin von Frauen, die sich ungefähr in der 28. Woche ihrer Schwangerschaft befanden, auf den Phthalat-Gehalt untersucht. Später sollten die Mütter Fragebögen über das Spielverhalten ihrer Kinder ausfüllen. Die Ergebnisse der Studie wurden schliesslich noch unter Berücksichtigung der elterlichen Einstellung zu geschlechtsspezifischem Spielverhalten bereinigt. Demnach sei bei Jungen, deren Mutter während der Schwangerschaft eine grössere Belastung mit der Chemikalie aufwies, ein weniger maskulines Spielverhalten zu beobachten gewesen. Die Forscher schlossen daraus, dass Phthalate während einer für die Entwicklung des männlichen Gehirns wichtigen Phase die Testosteron-Produktion senken könnten.

Phthalate und ADHS

Phthalate sind möglicherweise auch mitverantwortlich für den statistisch gut dokumentierten Anstieg der so genannten Aufmerksamkeitsdefizitstörung ADHS. Forscher in Südkorea verglichen die Phthalat-Werte im Urin von 261 Kindern im Alter von acht bis elf Jahren, die ADHS-Symptome zeigten. Die Ergebnisse der Untersuchung erbrachten eine statistisch eindeutig positive Verbindung zwischen dem Phthalat-Wert und den Erkrankungssymptomen.

Wenn auch die hier erwähnten Studien in diesem Zusammenhang Ursache und Wirkung nicht wissenschaftlich nachweisen können, so machen die Ergebnisse dennoch deutlich, dass einerseits eingehender zu diesem Thema geforscht werden muss, und dass man andererseits Phthalate so gut es geht vermeiden sollte.

Wie kann man Weichmacher meiden?

Produkte, die Phthalate enthalten, sind leider nicht unbedingt eindeutig erkennbar. Die Stoffgruppe der Phthalate umfasst verschiedene chemische Substanzen, die zwar alle einen Namen mit der Silbe “-phthalat” am Ende tragen (wie z. B. Dimethylphthalat), aber oft abgekürzt werden (wie z. B. DMP). Wer beim Studieren des Beipackzettels von Medikamenten oder Kosmetika unbekannte Abkürzungen entdeckt, kann sich im Internet schlau machen, ob diese Abkürzung für einen gefährlichen Weichmacher steht. Naturkosmetik und natürliche Heilmittel werden in der Regel ohne die Verwendung von Weichmachern hergestellt.

Wer Phthalate meiden möchte, sollte in jedem Fall auch keine Lebensmittel aus Plastikverpackungen oder Getränke aus Plastikflaschen zu sich nehmen. Erstaunlicherweise kann man in vielen Supermärkten beobachten, dass gerade Bio-Lebensmittel in Plastik verpackt werden. Daher sollte man am besten biologische Nahrungsmittel auf dem Markt kaufen. Hochwertiges Quellwasser aus Glasflaschen und Lebensmittel direkt vom Biobauern oder vom Markt haben neben der fehlenden Phthalatbelastung natürlich auch noch viele weitere positive Auswirkungen auf die Gesundheit.

Verweise:

Literatur:

Giftcocktail Körperpflege: Der schleichende Tod aus dem Badezimmer von Marion Schimmelpfennig

Entgiften statt vergiften von Uwe Karstädt

Lass dich nicht vergiften!: Warum uns Schadstoffe chronisch krank machen und wie wir ihnen entkommen von Joachim Mutter

Quellen: PRAVDA TV/taz.de/Reuters/AP/zentrum-der-gesundheit.de vom 25.03.2015

Günther Jauch – Quell der Wahrheit oder Lügenpresse?

Karikatur Jauch, Jauch Comic, Comic vom Foto,

Bildquelle: http://www.karikaturvomfoto.org/

Von Peter Haisenko (anderwelt)

Wie blauäugig muss ein „Journalist“ sein, der sich zu der Aussage versteigt, dass es nur wahr sein kann, wenn bei Jauch etwas veröffentlicht wird? Es war der BILD-Journalist Ernst Elitz, der so den griechischen Finanzminister während der Talkrunde bei Jauch der Lüge bezichtigt, ohne sich selbst die Mühe gemacht zu haben, der Wahrheit auch nur nahe zu kommen. Günther Jauch, der Oberlehrer der Nation, hat im Fall Varoufakis gegen alle Regeln verstoßen, was Journalismus und Anstand betrifft.

Vor jeder Talkrunde gibt es eine Vorbesprechung. Hier werden die Details angesprochen und die Diskutanten ermahnt, welche Richtung die Diskussion auf keinen Fall nehmen darf. Wer dagegen verstößt, wird nicht mehr eingeladen. (Das nur am Rande zum Thema „freie Meinungsäußerung“, die Frau Merkel im Zuge von „Charlie Hebdo“ als unser höchstes Gut bezeichnet hat.) In jedem Falle gehört es zum guten Ton, die Diskutanten über kritische Beiträge vorab zu informieren, die gezeigt werden sollen.

Seriöser Journalismus geht anders

Das hat Jauch bei Varoufakis offensichtlich nicht getan. Wäre es geschehen, hätte Varoufakis bereits vor der Sendung darauf hinweisen können, dass das fragliche Video mit dem „Stinkefinger“ eine Fälschung ist. Jauch hätte dann genügend Zeit gehabt das zu tun, was er als Journalist sowieso hätte tun müssen: Bei der Quelle nachfragen, ob dieses inkriminierende Video manipuliert sein könnte. Die Quelle war Jauch bekannt: Jan Böhmermann mit seinem Satiremagazin Neo Magazin Royale. Wie Böhmermann feststellt, hätte ein Anruf genügt, die Fälschung aufzuklären. Allerdings wurde die überaus wichtige Sendung, in der Böhmermann en Detail aufklärt, wie und warum diese Fälschung entstanden ist, wieder einmal erst nach Mitternacht im ZDF gezeigt. Hier der Link für alle, die sich ihre eigene Meinung bilden wollen. Das erste Video zeigt die ganze Sendung und das zweite (8 Minuten) den entscheidenden Ausschnitt: http://www.zdf.de/neo-magazin-mit-jan-boehmermann/neo-magazin-mit-jan-boehmermann-28352778.html

Damit hört die Manipulation aber noch lange nicht auf. Böhmermanns Satz „es handelt sich um eine Satire“ wird offensichtlich vorsätzlich aus dem Zusammenhang gerissen. Die großen Medien fehlinterpretieren, dass sich dieser Satz darauf beziehen soll, dass die Erklärung eine Satire sein soll, dass diese Fälschung eine Fälschung ist. Wer die Sendung mit Böhmermann gesehen hat, weiß es besser. Aber wie viele haben das gesehen, wenn es nach Mitternacht gesendet wird? Böhmermann hat unzweideutig gesagt, dass eben dieser gefälschte Stinkefinger als Satire hergestellt worden ist. In dieser Sendung ist auch das unmanipulierte Video gezeigt worden, das keine herabwürdigende Geste zeigt. (Siehe Link oben.)

Frühstück aus der Abfalltonne?

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Jauch in seiner Talkrunde überfordert zeigt, um es vorsichtig zu beschreiben. Zum wiederholten Mal hat er sich nicht als Moderator betätigt, sondern als Partei in die Diskussion eingegriffen, Partei im Sinn der Transatlantiker. Abgesehen davon, dass es zumindest als unglücklich bezeichnet werden kann, einen Diskussionsteilnehmer per Videoschaltung mit Dolmetscher zuzuschalten. So ist Varoufakis nicht nur einmal das Wort entzogen worden, indem sein Mikrofon einfach ausgeblendet wurde.

Dann der eingeschobene Bericht über das Privatleben des griechischen Finanzministers. Dazu der Kommentar, dass es wohl nicht schicklich sein kann, wenn der Finanzminister an einem wohlgefüllten Tisch mit seiner Frau frühstückt, während sein Volk Not leidet. Wie ist das zu verstehen? Soll der Minister sein Frühstück aus der Abfalltonne zusammensuchen, wie der ärmste Teil seiner Wähler, während griechische Oligarchen und Steuerflüchtlinge in St. Moritz im eigenen Hotel schlemmen und Champagner schlürfen? Die Tendenz dieser Einblendung ist offensichtlich: Griechenland, Varoufakis, muss als Bittsteller auftreten, der sich selbstverständlich dem Diktat der EU unterzuordnen und kein Recht hat, selbst einen Lebensstandard zu halten, der einem Minister zusteht.

Wer ist schneller – Griechenland oder Europa?

So ist es nicht nur die BILD-Zeitung, die unverhohlen die Stimmung gegen Griechenland aufheizt. Warum? Die Antwort ist einfach: Die neue griechische Regierung darf nicht erfolgreich sein. Bereits vor der Wahl, als die Gefahr erkennbar wurde, dass in Griechenland ein politischer Erdrutsch bevorsteht, sind die Weichen gestellt worden. Als das Wahlergebnis dann da war, wurde sofort damit begonnen, die neugewählte Regierung zu verunglimpfen. In allen Talkrunden werden der neuen Regierung die Fehler und Versäumnisse der Vorgängerregierungen vorgehalten. Nur vereinzelt wird darauf hingewiesen, dass die neue Regierung noch keine zwei Monate im Amt ist, obwohl genau das der wesentliche Punkt ist.

Die griechische Regierung hat ihr Vertrauen verspielt, sagt Euro-Diktator Schäuble. Ist er schon so senil oder ein gnadenloser Manipulator? Die neue griechische Regierung hat zumindest bei Schäuble noch nie Vertrauen genossen. So kann sie auch keines verspielen. Die nächste Mantra-artig vorgetragene Forderung an Griechenland heißt, sie müsste erst einmal „liefern“. Sie müsste Gesetze vorlegen, die alles und sofort ändern. Wie bitte? Innerhalb von weniger als zwei Monaten soll eine neue Regierung das vollbringen, was alle Vorgängerregierungen in Jahrzehnten vernachlässigt haben? Passend dazu kam letzte Woche die Meldung, dass die Bundesregierung und die EU ein neues Gesetz einführen werden/wollen, mit Hilfe dessen Finanztransaktionen europaweit nachvollzogen werden können. Man beachte den Zusatz: Dieses Gesetz soll – voraussichtlich(!) – Anfang 2016 in Kraft treten. Aha! Seit Jahren etablierte Regierungen sind also nicht in der Lage, ein Gesetz innerhalb eines Jahres durchzusetzen. Der neuen griechischen Regierung wird aber vorgehalten, dass sie innerhalb weniger als zwei Monaten noch kein fertiges und verabschiedetes Gesetz zustande gebracht hat. Geht’s noch?

Das „alternativlose“ Vorgehen hat durchaus Alternativen

Jeder neuen Regierung wird eine Schonfrist von hundert Tagen eingeräumt, auch der roten in Thüringen. Das ist das Minimum, das jedem zustehen sollte. Nicht so im Fall Griechenland. Warum? Ich wiederhole: Diese Regierung darf nicht erfolgreich sein. Warum? Sollte Griechenland mit der neuen Politik einen Weg aus der Krise finden – die Wahrscheinlichkeit ist hoch, wie genügend Fachleute bestätigen – dann wird das einen politischen Tsunami in Europa zur Folge haben. Alle etablierten Parteien, die bislang brav den Vorgaben der Finanzwelt gefolgt sind, werden abgewählt werden. Varoufakis, der wahrscheinlich der einzige Finanzminister der EU ist, der wirklich etwas von seinem Fach versteht, also kein Jurist ist, hat dann bewiesen, dass es eben doch Alternativen gibt, die im Wiederspruch zum bisherigen „alternativlosen“ Vorgehen stehen. Nicht nur das. Er hat dann bewiesen, wie falsch der bisherige Weg gewesen ist, der nur der Rettung des Bankensystems dient und die Macht des Kapitals bedingungslos stützt.

Doch zurück zu Herrn Elitz und seiner Einschätzung, dass es wahr sein muss, wenn es von Jauch kommt. Hätte dieser Systemjournalist dasselbe geäußert, wenn es sich um einen deutschen Minister handelt? Ich erinnere hier nur nebenbei daran, dass es wohl berechtigter sein dürfte, die Aussagen deutscher Minister und Abgeordneter in Zweifel zu ziehen, wenn man sich die Schmierenkomödie im Fall Edathy vornimmt – um nur ein aktuelles Beispiel zu nennen. Die Aussage des Herrn Elitz zeugt von einer Medienhörigkeit, die nicht angebracht ist.

Manipulation, Desinformation, Propaganda…!

Erinnern wir uns nur an die manipulierten Bilder von dem Mann, der im Zuge des MH 17-Absturzes mit dem Teddy in der Hand gezeigt worden ist. Aus dem Zusammenhang gerissen sollte dieses Bild Zeugnis ablegen von der Grausamkeit der ostukrainischen Kämpfer. Wie das ganze Video beweist, war das Gegenteil die Wahrheit: Der Mann nimmt die Kappe ab, verbeugt sich respektvoll vor den Opfern und bekreuzigt sich. Auch diese manipulative Fälschung ist von den großen Medien nicht korrigiert worden. Im jetzigen Fall Varoufakis ist es allerdings noch schlimmer. Die großen Medien schrecken nicht davor zurück, die eindeutige Bestätigung des Jan Böhmermann nochmals zu manipulieren, dass sein Video von ihm selbst als Satire hergestellt worden sei. Ja, wenn es bei Jauch gezeigt worden ist, dann muss es wahr sein, ganz egal, was die Wahrheit ist. Jauch, der Oberlehrer-Mediengott, Hüter der Wahrheit?

Irgendwann ist es genug

„Lügenpresse“ ist angesichts dessen ein viel zu sanftes Wort. Hier geht es um vorsätzliche Meinungsmanipulation. Um brutale Propaganda, die im Wissen um die Wahrheit diese verdreht und auf den Kopf stellt. Wir haben einen Paragraphen 130, Volksverhetzung. Auch wenn dieser eine andere Zielrichtung hat, müsste er Im Fall Jauch/Varoufakis und der folgenden Lügen Anwendung finden. Wie anders kann es bezeichnet werden, wenn wider besseres Wissen Stimmung gegen eine demokratisch gewählte europäische Regierung gemacht wird? Herr Jauch hat ein hundertköpfiges Team zur Verfügung. Es kann nicht sein, dass es in diesem Team niemanden gegeben hat, der wusste, dass das Stinkefinger-Video einer Satire entstammt, also zu einem ganz anderen Zweck so verändert worden ist.

Drei Tatsachen lassen mich zutiefst erschaudern. Die geradezu hündische Gläubigkeit gegenüber den Systemmedien – hier speziell gegenüber Jauch – und die Leichtigkeit, mit der ein frisch gewählter Repräsentant einer europäischen Regierung als Lügner dargestellt wird. Der dritte Punkt ist allerdings der hässlichste: Selbst nachdem die Fälschung als solche erwiesen ist, wird an der Lüge festgehalten. Nicht einmal ansatzweise folgt das, was nicht nur in der Politik als selbstverständlich gelten sollte: Eine solide Entschuldigung. Im Gegenteil, es wird weiter gelogen. Eines Tages werden die Menschen genug davon haben und nicht mehr bereit sein, für die Lügenmärchen, die man ihnen auftischt, auch noch Zwangsgebühren zu entrichten. Das wäre das Ende des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und die Chance auf den Neubeginn eines journalistischen Wettstreits um Seriosität und Wahrheit. Die Züricher NZZ hat konsequenterweise bereits die Entlassung von Jauch gefordert.

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Hier die zitierten Artikel:

Überforderte Talkrunde nach Putin-Interview 

Gefälschte Nachrichten zu MH 17 Absturz

http://krisenfrei.de/

MIT-Ärztin entlarvt Verbindung zwischen Glyphosat, GVO und der Autismus-Epidemie

Avatar von rositha13Gesundheits-EinMalEins

Jonathan Benson

Ein wichtiges fehlendes Verbindungsglied bei der Suche nach der Ursache für die sprunghaft angestiegene Häufigkeit von Autismus scheint gefunden: der weltweit meistverkaufte Unkrautkiller Roundup. Dr. Stephanie Seneff vom Massachusetts Institute of Technology(MIT) forscht seit Jahrzehnten über Autismus. Ihre unablässige Arbeit hat sie zu der fast sicheren Schlussfolgerung geführt, Glyphosat, der Hauptbestandteil in Roundup, sei ein wichtiger Auslöser von Autismus.

Die einst extrem seltene Störung betrifft laut US-Gesundheitsbehörde heute grob gezählt eines von 68 Kindern. Wenn die Entwicklung so weitergehe, werde laut Dr. Seneff fast die Hälfte aller im Jahr 2025 geborenen Kinder mit Autismus zur Welt kommen. Autismus kann entstehen, wenn das Mikrobiom im Darm des Menschen zerstört wird, sodass dem Körper nötige Nährstoffe entzogen werden und die Giftigkeit anderer Chemikalien gesteigert wird – darunter auch Toxine, die Impfstoffen zugesetzt werden.

Die Autismus-Rate habe noch 1970 bei einem auf 10 000 gelegen. »Das allein ist eine alarmierende Veränderung«, erklärte…

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FINANZIELLE REPRESSION – Frankreich schränkt Verwendung von Bargeld drastisch ein

(Admin: RFID-Chip im Anmarsch – und dann gute Nacht!)

Frankreich setzt einen Meilenstein in der Verwendung von Bargeld und verschärft die Kontrolle von Bargeld-Zahlungen drastisch. Auch der Gold-Verkauf ist betroffen.

In Frankreich müssen die Banken künftig die Behörden exzessiv über die Verwendung von Bargeld durch die Kunden informieren. (Foto: dpa)

In Frankreich müssen die Banken künftig die Behörden exzessiv über die Verwendung von Bargeld durch die Kunden informieren. (Foto: dpa)

Der französische Finanzminister Michel Sapin hat eine drastische Verschärfung für die Verwendung von Bargeld in Frankreich bekanntgegeben. Wie die Zeitung Le Parisien berichtet, sollen die Bürger ab September 2015 streng überwacht werden, wenn sie Zahlungen in Bargeld vornehmen.

– Das Limit für Barzahlungen wird von 3.000 Euro auf 1.000 Euro gesenkt.

– Touristen dürfen nur noch bis 10.000 Euro in bar bezahlen, bisher waren es 15.000 Euro.

– Wenn ein Franzose Geld in eine andere Währung wechseln will, darf er das nur noch bis 1.000 Euro ohne Ausweis tun. Bisher konnten Franzosen für 8.000 Euro Fremdwährungen kaufen.

– Wenn ein Bank-Kunde mehr als 10.000 Euro in einem Monat von seinem Konto abhebt, muss die Bank diese Transaktion der Geldwäsche-Behörde Tracfin melden.

– Die Banken müssen die Behörden über alle Fracht-Transfers innerhalb der EU informieren, die 10.000 Euro übersteigen. Von dieser Regelung sind Schecks, Pre-Paid-Karten und sogar Gold betroffen.

– Auch die Kontrolle über Krypto-Währungen wie Bitcoin soll drastisch verschärft werden.

Der offizielle Grund für diese Maßnahmen ist der “Kampf gegen den Terror”. Tatsächlich handelt es sich bei der Maßnahme um eine neue Form der finanziellen Repression. Noch ist unklar, ob auch andere Euro-Staaten dem Pariser Beispiel folgen und den Bürgern auch in anderen Staaten die freie, private Verwendung ihres Geldes beschränken.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

TTIP/CETA: EU-Kommissarin droht mit Entmündigung der Parlamente

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EU-Handelskommissarin Malmström will TTIP und CETA auch in Kraft setzen, bevor die nationalen Parlamente zustimmen. Grundlage dafür ist der dubiose Artikel 188n des EU-Vertrags. Die parlamentarische Bürgerinitiative „FAIR-HANDELn statt FREI(?)HANDEL!“ bekommt dadurch zusätzliche Bedeutung.
Die neue EU-Handelskommissarin Cäcilia Malmström hat angekündigt, dass sie sich vorstellen können, die Freihandelsabkommen TTIP (mit den USA) und CETA (mit Kanada) „vorläufig in Kraft“ zu setzen, auch wenn die nationalen Parlamente dem noch nicht zugestimmt hätten. Damit bestätigt sich, wovor die Solidarwerkstatt gewarnt hat. Denn im EU-Vertrag von Lissabon ist ein besonders gerissener Artikel, der Artikel 188n VAEU *) (Vertrag über die Arbeitsweise der EU) hineingemogelt worden: die sog. „vorläufige Anwendung“ von völkerrechtlichen Abkommen. Im Klartext heißt das, dass die EU-Institutionen solche Verträge auch dann „vorläufig anwenden“können, wenn es nicht die notwendige Zustimmung der nationalen Parlamente gibt.Das besonders Heimtückische: Diese „vorläufige Anwendung“ gilt für die Dauer des Ratifikationsprozesses, es wird aber nichts darüber ausgesagt wird, was passiert, wenn dieser Ratifikationsprozess scheitert, weil nationale Parlamente zur Zustimmung nicht bereit sind. In Deutschland wurde der wissenschaftliche Dienst des Bundestages angefragt, was die Nichtratifizierung durch nationale Parlamente für völkerrechtliche Verträge bedeuten würde, die durch die EU „vorläufig angewendet“ werden. Die Antwort: Gar nichts. Diese „vorläufige Anwendung“ kann also die dauerhafte Entmündigung der Parlamente nach sich ziehen. Beim Freihandelsvertrag der EU mit Peru und Kolumbien hat die EU den Artikel 188n *) bereits aus der Trickkiste geholt. Das österreichische Parlament hat bis heute diese Abkommen nicht ratifiziert, die EU hat es jedoch bereits am 1. August 2013 „vorläufig“ in Kraft gesetzt.Diese Androhung, die nationalen Parlamente über den Artikel 188n *) AEUV zu entmündigen, zeigt einmal mehr, dass es nicht ausreicht, Bittbriefe an die Kommission zu richten. Notwendig ist es vielmehr, ihr das Mandat für die Aushandlung solcher Verträge zu entziehen und die Menschen selbst – in einer Volksabstimmung – über solche weitreichenden Verträge abstimmen zu lassen. Die von der Solidarwerkstatt gestartete parlamentarische Bürgerinitiative „FAIR-HANDELn statt FREI(?)HANDEL!“ gewinnt durch die jüngsten Aussagen Malmströms zusätzliche Bedeutung.
(05.02.2015)

Unterstützt daher bitte diese parlamentarische Bürgerinitiative!

*) Korrektur: Das ist eine veraltete Nummerierung. Die aktuelle Nummerierung ist Artikel 218.

http://www.werkstatt.or.at/index.php?option=com_content&task=view&id=1181&Itemid=1