
Wladimir Putins Lob für das Waffensystem Bastion, das auf der Krim stationiert wurde, sorgt bei Militärexperten für Aufsehen. Sie klären über die Vorteile dieser Seezielflugkörper auf. Die Raketen sind in der Lage, selbst Flugzeugträgerkampfgruppen zu zerstören und gegnerische Radare irrezuführen.
Die russische Tageszeitung „Komsomolskaja Prawda“ titelte am Dienstag, die „Geheimnisse der Wunderwaffe Bastion, die die Krim geschützt hat“ zu lüften. Damit bezog sich das Blatt auf die jüngste Erklärung Wladimir Putins, wonach Russland vor einem Jahr Raketenanlagen des Typs Bastion auf die Krim verlegt hatte. Laut Putin wurden diese Lenkwaffen absichtlich so stationiert, um aus dem All geortet zu werden und dadurch anschaulich zu zeigen, dass die Krim nun gegen jede Attacke von See aus gewappnet ist. Der Präsident lobte die Waffe als „wohl effizienteste“ bodengestützte Anti-Schiffs-Rakete weltweit.
Wie die Militärexperten des Blattes nun schreiben, handelt es sich bei diesem Waffensystem um bodengestützte Startvorrichtungen für Seezielflugkörper des Typs Jachont/Onix. Diese Flügelraketen sind gegen Angriffsgruppierungen von Flugzeugträgern und weitere Überwasserschiffe, aber auch gegen landgestützte Ziele effizient. Das Waffensystem funktioniert nach dem Fire-and-Forget-Prinzip: Die Rakete ist im Flug manövrierfähig und ihre Flugbahn für den Gegner kaum kalkulierbar.
In Bezug auf die Zielerfassung bescheinigt die Zeitung dem Seezielflugkörper einen „einzigartigen Vorteil“: Die Raketen können sowohl einzeln als auch „in Scharen“ gegen einen Schiffsverband abgefeuert werden. Im Flug verteilen die Raketen dann selbständig die Ziele untereinander (je nach deren Wichtigkeit) und wählen eine passende Taktik für den Angriff.
Dabei sind die Raketen dem Bericht zufolge fähig, nicht nur gegnerische Radarsignale zu stören, sondern auch der Flugabwehr des angegriffenen Schiffes auszuweichen. Nachdem das zentrale Ziel in einem Schiffsverband zerstört ist, nehmen die verbleibenden Raketen die kleineren Schiffe ins Visier.
Wie es hieß, sind die Seezielflugkörper auch gegen Ziele hinter dem Horizont effizient. Und falls sich das Ziel beispielsweise hinter einem Berg befindet, kann die Rakete den Berg umfliegen. Eine Startvorrichtung reicht aus, um einen 600 Kilometer langen Küstenabschnitt zu verteidigen.
Die 8,6 Meter lange und drei Tonnen schwere Rakete kann sowohl hoch (14.000 Meter) als auch tief (10 Meter über Wasser) fliegen. Ihre Reichweite beträgt dabei 500 beziehungsweise 120 Kilometer. Im Tiefflug bewegt sich die Rakete mit doppelter Schallgeschwindigket und ist für Flugabwehr-Radare des anvisierten Schiffes kaum zu orten. Das Blatt kommentierte: „Stellen Sie sich vor: Die See ist ruhig, das Kriegsschiff fährt und seine Radare bemerken nichts Gefährliches und plötzlich – krach! – in der Bordwand entsteht ein Loch, so groß wie zwei S-Bahn-Wagen“.
Der russische Militärexperte Konstantin Siwkow sagte der Agentur Ria Novosti, die demonstrative Stationierung der Bastion-Waffensysteme auf der Krim sei eine richtige Entscheidung gewesen: „Zwar kann dieser Schritt militärstrategisch in Zweifel gezogen werden, doch politisch war er absolut gerechtfertigt. Die demonstrierte Entschlossenheit, jede Attacke auf die Krim-Küste mit diesen Raketen abzuwehren, kann jeden Hitzkopf abkühlen.“
http://de.sputniknews.com/militar/20150317/301523324.html#ixzz3Uf5otkVG




Wer mehr wissen will, sollte über die P-800 „Oniks“ in der Wikipedia nachlesen!
Auch sind auf der Krim P-700 „Granit“(NATO-Code SS-N-19 „Shipwreck“) stationiert, die ähnliche Leistungsdaten haben, aber bis zu 700km weit fliegen können!
Die P-700 ist noch gefährlicher, da sie einen Flugzeugträger versenken kann!
Auch bei diesem Flugkörper ist die Wikipedia zu empfehlen.
Ein kleiner Aszug für die P-700 „Granit“ …
„Die SS-N-19 wurde dafür konzipiert, ein großes Kriegsschiff mit einem einzelnen Treffer versenken oder zumindest operationsunfähig machen zu können. Mit der nuklearen Variante kann ein ganzer Flottenverband mit einem Schlag vernichtet werden. Bis zum Ende des Kalten Krieges war im Westen praktisch nichts über die SS-N-19 bekannt. Als westliche Nachrichtendienste mehr über die SS-N-19 erfuhren, sorgte sie dort für einige Aufregung. Weltweit existierte kein Raketenabwehrsystem, mit welchem die SS-N-19 effektiv hätte bekämpft werden können. Auch mit dem neuentwickelten Aegis-Kampfsystem der U.S. Navy schien eine Bekämpfung nur schwer realisierbar.[2] Durch den extremen Tiefflug und die hohe Fluggeschwindigkeit bleiben dem angegriffenen Schiff nur rund 20 Sekunden Zeit, um Abwehrmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Flugkörper vorher nicht durch ein externes Aufklärungssystem entdeckt wurden.[7] Auch erschweren der passiv und aktiv arbeitende Suchkopf sowie die willkürlichen Kursänderungen im Zielanflug eine Bekämpfung. Ebenso kann der Nukleargefechtskopf in einer Entfernung von 1 bis 2 km vor dem Ziel gezündet werden, wodurch die Rakete nicht in den Wirkungsbereich der Nahbereichsverteidigungssysteme eindringt, aber die Kernwaffenexplosion trotzdem eine große Zerstörung anrichten kann.“
„Wunderwaffe“ ist Unsinn! …
Es sind sehr effektive Waffen, die es aber schon lange vor Putins Regierung gab!
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Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.
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Hat dies auf NeueDeutscheMark rebloggt und kommentierte:
Putins „Wunderwaffe“ für Krim: Experten klären auf
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