US-Militärs werden ukrainische Gardisten ausbilden

US-Militärs sind jetzt in der Ukraine eingetroffen, um Fragen der Ausbildung von Angehörigen der ukrainischen Nationalgarde zu regeln.

„Bei einem Treffen mit dem Chef der Akademie des Heeres, Generalleutnant Pawel Tkatschuk, und anderen ukrainischen Kollegen erörterten die amerikanischen Gäste künftige Bereiche der Ausbildung von Militärs und Möglichkeiten für eine maximale Nutzung der Übungsinfrastruktur der Akademie“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Nationalgarde.Eine Arbeitsgruppe soll die vorgesehenen Übungsplätze besichtigen. Die Ausbildung soll im Frühjahr beginnen und drei Übungsetappen in allen Bereichen der Militärausbildung umfassen.

http://de.sputniknews.com/militar/20150211/301056136.html#ixzz3RQm1j95I

Deutsche Unternehmen sind die aktivsten Lobbyisten in Brüssel

Mehr als 800 Firmen mit Sitz in Deutschland sind im Lobbyregister der EU. Nur Belgien schickt noch mehr Unternehmen ins Rennen. Unter den 15 Unternehmen, die am meisten für Lobbyarbeit ausgegeben haben, sind allein vier aus Deutschland: Siemens, Evonik, Daimler und Bayer.

Finanzunternehmen stecken viel Zeit und Geld in die Lobbyarbeit. Für die Deutsche Bank ist ein guter Draht zum Bundestag und zu den EU-Institutionen unerlässlich. Merkel und Ackermann feierten sogar gern zusammen. (Foto: dpa)

Finanzunternehmen stecken viel Zeit und Geld in die Lobbyarbeit. Für die Deutsche Bank ist ein guter Draht zum Bundestag und zu den EU-Institutionen unerlässlich. Merkel und Ackermann feierten sogar gern zusammen. (Foto: dpa)

Wie das EU-Transparenz-Register aktuell zeigt, hatten sich bis zum 10. Februar 2015 bisher insgesamt 7.727 Organisationen registriert. Bei den meisten handelt es sich um die Gruppe der Gewerbe-, Wirtschafts- und Berufsverbände sowie In-Hous-Lobbyisten, so die Europäische Kommission. Die zweitgrößte Gruppe sind die Nichtregierungsorganisationen, gefolgt von Beratungsfirmen, Anwaltskanzleien, Denkfabriken und Forschungseinrichtungen. Neben Belgien ist Deutschland das Land, mit den meisten Organisationen die in Brüssel Lobbyarbeit betreiben.

Demnach haben 1.728 Lobbyorganisationen ihren Firmensitz in Belgien, 876 in Deutschland. Die Zahl der Organisationen aus Frankreich und Großbritannien, die in Brüssel Lobbyarbeit durchführen, liegt bei 776 und 765. Allerdings ist die hohe Zahl Belgiens Lobbyfacts zufolge vernachlässigbar, weil „viele Lobbyorganisationen sich im Transparenzregister zwar mit Sitz in Belgien registriert haben, sie aber eigentlich Lobbyarbeit im Auftrag von Interessen aus anderen Ländern betreiben“. So wie die Deutsche Bank AG beispielsweise als Unternehmen aus Belgien geführt wird. Im EU-Transparenzregister heißt es von Seiten der Bank: „Die EU-Vertretung der Deutschen Bank agiert als Verbindung der Bank zu den EU-Institutionen, um den Dialog mit den europäischen Politikern zu erleichtern.“ Dafür gibt die Deutsche Bank nach eigenen Angaben knapp zwei Millionen Euro aus.

Die Präsenz Deutschlands unter den Lobbyisten zeigt sich auch in der Auflistung der von den Organisationen angegebenen Lobby-Ausgaben. Unter den 25 Unternehmen mit den höchsten Ausgaben finden sich sieben aus Deutschland: Siemens, Evonik, Daimler, Bayer, BASF, E.ON und RWE. Zusammen gaben die sieben Unternehmen aus Deutschland jährlich im Schnitt 18,41 Millionen Euro für Lobbyarbeit aus.Siemens allein beispielsweise hat bei der EU Ausgaben für Lobbyarbeit in Höhe von mehr als 4 Millionen Euro angegeben, das Chemieunternehmen Evonik spricht von Ausgaben zwischen 2,5 und 2,75 Millionen Euro jährlich.

Wie effektiv die Lobbyarbeit sein kann, zeigte sich sowohl bei den Entwürfen zum neuen Datenschutz. Hier und auch bei anderen Gesetzestexten haben die Lobbyisten sogar an den Gesetzen mitgeschrieben. Die Finanzbranche und die Tabakindustrie sind besonders engagiert.

Schaut man in die EU-Transparenzliste, Wirtschafts- und Gewerbeverbände am stärksten bei der EU als Lobbyisten vertreten. (Grafik: EU Commission)

Schaut man in die EU-Transparenzliste, Wirtschafts- und Gewerbeverbände am stärksten bei der EU als Lobbyisten vertreten. (Grafik: EU Commission)

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Die Psychofalle: Wie die Seelenindustrie uns zu Patienten macht

titelbild

Immer mehr Menschen mit Alltagsproblemen werden als psychisch krank abgestempelt – zu Unrecht!

Immer öfter werden gesellschaftliche Probleme wie Arbeitsbedingungen oder das Schulsystem zu Psychomacken Einzelner gemacht – zu Unrecht!

Müde und ausgebrannt?
Anstrengende und aggressive Kinder?
Zerstreut und vergesslich?
Lassen Sie sich nicht irre machen – Gefühle und Wünsche sind keine Krankheiten.

(Bild: Szene aus Einer flog über das Kuckucksnest. Ein US-amerikanisches Filmdrama von Miloš Forman aus dem Jahr 1975. Der vielfach preisgekrönte Film mit Jack Nicholson in der Hauptrolle)

Immer öfter werden gesellschaftliche Probleme wie Arbeitsbedingungen oder das Schulsystem zu Psychomacken Einzelner gemacht – zu Unrecht!
Hier ist ein Buch, das sich wehrt!
Der Bestsellerautor Jörg Blech enthüllt, wie die Grenze zwischen psychisch gesund und gestört von Ärzten, Psychologen und Pharmafirmen zunehmend verschoben wird, und zeigt einen Ausweg aus der Psychofalle.
Diagnose: unbedingt lesenswert.

Übersicht und Leseprobe

KAPITEL 1 Die Normalen werden wahnsinnig

Die Literatur kennt einen Irrenarzt, der so lange diagnostizierte, bis er der letzte Normalo war. Die Geschichte wiederholt
sich gerade im echten Leben.

KAPITEL 2 Vorsicht, Diagnose!

Auf dem Jahrmarkt der Diagnosen ist immer etwas los. Erfindungen wie die »generalisierte Heiterkeitsstörung«, die »Freizeitkrankheit« und die »Arbeitsplatzphobie« offenbaren,  wie wachsweich die Kriterien der Psychiatrie sind.

KAPITEL 3 Irren mit Zahlen
Psychiater, Psychologen und die Medien bauschen die Verbreitung von seelischen Leiden systematisch auf. Dabei
ist die Zahl der Menschen mit seelischen Problemen in den vergangenen Jahrzehnten gar nicht gestiegen – und die
Rate der Suizide sogar deutlich gesunken.

KAPITEL 4 Seelsorge für die Industrie

Viele Psychiater, Psychologen und Neurologen sind eng mit der Industrie verflochten und arbeiten als bezahlte
Redner und Berater. Darunter leidet ihre besondere Verpflichtung gegenüber den Patienten.

KAPITEL 5 Die Natur der Seele
Evolutionsmediziner entwickeln einen neuen Blick auf die Seele. Seine Fähigkeit, seelisches Leid zu spüren und zu ertragen, hat den Menschen erst zum Menschen gemacht.
Ungewöhnliche Verhaltensweisen sind keine anormalen Zustände, sondern sie gehören zum Spektrum menschlicher
Regungen.

KAPITEL 6 Das letzte normale Kind

Ganz gleich ob Rechtschreibschwäche, Zahlendyslexie, Sprachstörung, ODD, ADHS, LRS oder DMDD – eine
Welle seelischer Störungen erfasst die Kinder. Doch viele Probleme gehören zur natürlichen Entwicklung oder werden
erst durch die äußeren Umstände ausgelöst.

KAPITEL 7 Manisch pubertär

In die Phase der Adoleszenz deuten Psychiater und Mitarbeiter pharmazeutischer Firmen bipolare Störungen und
Psychosen hinein. Dabei ist es in der Pubertät normal, nicht immer normal zu sein.

KAPITEL 8 Vom Segen der Angst

Die soziale Phobie und die generalisierte Angststörung zählen zu den häufigsten psychischen Diagnosen überhaupt.
Tatsächlich kann es vorteilhaft sein, wenn man schüchtern und vorsichtig ist.

KAPITEL 9 Erschöpfende Erschöpfung

Unter dem Etikett »Burnout« werden Zustände des Ausgebranntseins zur Volkskrankheit. Doch während die einen
unter Depressionen leiden, sind die meisten einfach nur gestresst.

KAPITEL 10 Die gute Seite der Depression

Die Trauer wird von Psychiatern in die Nähe von psychischer Störung gerückt. Schlechte Laune und ständiges
Grübeln gelten als Symptome einer klinischen Depression, doch sie helfen dem Menschen, Krisen zu überwinden.

KAPITEL 11 Zwischen Wahn und Wechsel

Die altersbedingten Hormonveränderungen werden von Ärzten als Auslöser psychischer Störungen dargestellt. Auf
diese Weise werden Frauen und Männer in den besten Jahren verrückt gemacht.

KAPITEL 12 Kommt Zeit, kommt Irrsinn

Das normale Nachlassen des Gedächtnisses im Alter wird zur eigenständigen psychischen Störung erklärt. Dabei
werden Verwirrtheit und andere psychische Probleme vielfach erst durch die Medikamente ausgelöst, die ältere Menschen
schlucken müssen.

KAPITEL 13 Was die Seele stark macht

Regelmäßige körperliche Aktivität und Meditation können die Architektur unseres Gehirns verändern und wie ein
Schutzschild gegen seelische Probleme helfen.

KAPITEL 14 Wohl dem, der eine Macke hat

Es ist ein wahres Vergnügen, anders zu sein. Exzentriker sind glücklicher und leben länger als die Normalos. Und
mancher Sonderling wird zum genialen Firmengründer.

KAPITEL 15 Nicht irremachen lassen

Die Gesellschaft lädt Probleme wie Arbeitslosigkeit, Erschöpfung und Erziehungskrisen bei der Medizin ab, anstatt
sie zu lösen. Was getan werden kann, um nicht in die Psychofalle zu gehen.

Die Normalen werden wahnsinnig

Vor vielen Jahren wollte ein Arzt namens Simão Bacamarte endgültig bestimmen, wo die Grenze zwischen der Vernunft und dem Wahnsinn verläuft. »Die Vernunft verbürgt das vollkommene Gleichgewicht aller Fähigkeiten. Was darüber hinaus liegt, ist Wahnsinn, Wahnsinn und nur Wahnsinn«, erklärte der Mann, ein Sohn adliger Eltern, der als bedeutendster Arzt Brasiliens, Portugals und Spaniens galt.

Die Leitung einer angesehenen Universität schlug Doktor Bacamarte aus und ließ sich lieber in der Provinz nieder. Seine Praxis eröffnete er in Itaguaí, einem Städtchen im Westen von Rio de Janeiro. Als Erstes ging er an den Bau eines Hauses, in der schönsten Straße der Dorfes. Es hatte 50 Fenster auf jeder Seite, einen Hof in der Mitte und zahlreiche Zellen für die Insassen.

Dem Asyl wurde der Name »Casa Verde« gegeben, wegen der grünen Fenster.

Die Einweihung wurde mit sieben Festtagen begangen; aus den umliegenden Dörfern und Städten und sogar aus Rio de Janeiro strömten die Menschen herbei. Nachdem die öffentlichen Festlichkeiten vorüber waren, machte der Psychiater sich an die Arbeit. Doktor Bacamarte erklärte: »Mir kommt es bei meinem Werke, der Casa Verde, in der Hauptsache darauf an, gründlich den Wahnsinn zu studieren, seine verschiedenen Grade zu beobachten, seine Fälle zu klassifizieren, endlich die Ursache des Phänomens und das allgemeine Heilmittel dafür zu finden.«

Nach vier Monaten bildete die Casa Verde eine Ortschaft für sich. Weil die ersten Quartiere nicht mehr ausreichten, ließ Doktor Bacamarte einen Flügel mit weiteren 37 Zellen anbauen. »Der Wahnsinn, der Gegenstand meiner Studien, war bis heute eine verlorene Insel im Ozean der Vernunft«, sagte er versonnen. »Ich beginne anzunehmen, dass er ein Kontinent ist.« Immer mehr Bürger wurden eingeliefert. Der Schrecken wuchs. Schon wusste niemand mehr, wer bei Verstand war und wer nicht. Die Kette der Einlieferungen riss nicht ab. Ganz gleich, ob einer Lügen in die Welt setzte, sich als Lästermaul hervortat, gerne Rätsel löste, die Nase in fremde Töpfe steckte oder sich voller Eitelkeit herausputzte. Egal, ob einer verschwenderisch war oder geizig – sie alle wanderten in das Asyl. Es gab keine Anhaltspunkte mehr dafür, wer im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war. Vier Fünftel der Bevölkerung lebten in dem Haus mit den grünen Fenstern.

Jahrmarkt der Seelenleiden

Die Geschichte des Doktor Simão Bacamarte erzählt Joaquim Maria Machado de Assis (1839 bis 1908), einer der
berühmtesten Schriftsteller Brasiliens, in seiner Novelle Der Irrenarzt.

Sie scheint in einer fernen Zeit zu spielen, doch ist sie gegenwärtiger denn je. Psychiater und Psycho-logen sind gerade dabei, die Grenze zwischen normal und krank zu verschieben. Eine der vielen, vielen neuen seelischen Störungen, die dabei entstehen, hat am 9. November 1989 in Ostberlin ihren Lauf genommen. Auf ihrem Balkon hörte die Frau, die als eine der ersten Personen daran erkranken sollte, Rufe von der rund 200 Meter entfernten Grenze: »Tor auf!« Ungläubig sah sie, wie Tausende Menschen durch den geöffneten Schlagbaum des Übergangs Bornholmer Straße nach Westberlin strömten.
Gabriele Müller und ihr Mann verbrachten die Nacht, in der vor ihren Augen die Berliner Mauer fiel, zu Hause.

Sie lag lange wach. »Die Wende habe ich als ein Glück empfunden«, erinnert sie sich. Aber zugleich zogen Sorgen durch ihren Kopf. »Mir war sofort klar, dass unser Wirtschaftssystem zusammenbrechen wird.« Ihre dunkle Vorahnung erfüllte sich: Ein Jahr später ging ihr Arbeitgeber pleite, ein Volkseigener Betrieb für Freizeitartikel. Zelte und Faltboote aus dem Ostsortiment
wollte niemand mehr haben. Gabriele Müller war jetzt ohne Arbeit.

Sie absolvierte ein Aufbaustudium zur Marketingfachwirtin, aber sie fand keinen festen Job mit Perspektive. Die bis dahin letzte Stelle als Arbeitsvermittlerin in einem Berliner Jobcenter hätte sie sehr gerne behalten, jedoch endete sie »durch Befristungsablauf«.

Es war jener Augenblick, wo die pflichttreue Gabriele Müller morgens einfach liegen blieb – und damit zum Fall für die Psychiatrie wurde. Nach einer Kur in Bad Pyrmont kam sie ins Rehabilitationszentrum Seehof im brandenburgischen Teltow, das anden Berliner Südwesten grenzt. Die dreigeschossigen Gebäude stehen nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze,
in einem Park mit Kirschbäumen. Die Ärzte stellten bei ihr eine »posttraumatische Verbitterungsstörung« fest. Von dieser Krankheit hatte Gabriele Müller noch nicht gehört.

Am Ende eines langen Flurs wartet der Erstbeschreiber des Leidens. Michael Linden ist Psychiater, Psychologe und
ärztlicher Direktor des Rehabilitationszentrums. Er hat in Westberlin studiert, wo er bis heute wohnt. Jeden Tag pendelt er nach Teltow in die ehemalige DDR, jenen untergegangenen Staat, dem er seine interessantesten Fälle verdankt.

Die Welle der verbitterten Menschen sei mit einer Verzögerung von etwa zehn Jahren nach der Wiedervereinigung gekommen. Viele von ihnen hätten den Übergang in die neue Arbeitswelt nicht geschafft. Andere erfuhren nach der Wende, dass der eigene Partner sie bespitzelt hatte. Linden sagt: »Zu mir kamen Menschen mit schwerwiegenden reaktiven psychischen Auffälligkeiten.«

Doch die gängigen Diagnosen hätten nicht gepasst. »Da verließ einer das Haus nicht mehr – aha, das klang doch wie eine Agoraphobie. Dann sagte er, er schlafe nicht mehr und denke an Suizid – aha, eine Depression. Dann stellte ich fest, dass er ohne jeden Grund mit seiner Frau stritt – aha, das ist eine Persönlichkeitsstörung«, sagt Linden. »Das stellte mich nicht zufrieden. Dann sah ich den nächsten Patienten – und bei dem passte das auch nicht. Ich entwickelte Instrumente, um das Nichtpassende zu erfassen. Und dann merkte ich: Aha, da gibt es eine Untergruppevon Patienten, die ich auf diese Art einheitlich beschreiben kann.«

Linden hat seine Beobachtung zuerst in einem Vortrag kundgetan und danach in der Fachzeitschrift Der Nervenarzt erläutert. Bestimmte Menschen, schreibt Linden, entwickelten nach einem negativen Lebensereignis »einen ausgeprägten und langanhaltenden Verbitterungsaffekt, weshalb von einer posttraumatischen Verbitterungsstörung (PTED) gesprochen werden kann«.

Etwa 2 Prozent der Bevölkerung seien betroffen. Es ist das höchste Ziel eines jeden Psychiaters, eine Störung zu entdecken, die an seinen Namen gekoppelt ist. Das ist im echten Leben nicht anders als beim literarischen Irrenarzt
Simão Bacamarte. »Wir sind ja nicht dazu da, alte Dinge wiederzukäuen, sondern wir versuchen, Neuland zu betreten«, sagt Michael Linden. »Und hin und wieder erweist sich das Neuland als tragfähig.«

Um die posttraumatische Verbitterungsstörung in der Fachwelt bekannt zu machen und sie gleichsam als offizielles,
amtliches Leiden zu verankern, wandte Michael Linden sich an die größte Psychiatervereinigung der Welt: an die American Psychiatric Association (APA) in Arlington (US-Bundesstaat Virginia), die 36 000 Mitglieder zählt.

Wer eine neue psychische Krankheit in die Lehrbücher bringen will, der kommt an dieser Fachgesellschaft nichtvorbei. Die APA gibt eine Art Bibel der Psychiatrie heraus, das Diagnostische und Statistische Manual Psychischer Störungen (DSM). Was in diesem dicken Handbuch steht, das darf als anerkannte seelische Krankheit gelten. Das Handbuch beeinflusst Psychiater und Psychologen in der ganzen Welt und nimmt häufig Änderungen in der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) der Weltgesundheitsorganisation vorweg. Die ICD wird derzeit überarbeitet und soll vermutlich 2015 in der elften Ausgabe erscheinen.

Die Klassifikationssysteme bestimmen nicht nur, was noch normal ist und was schon verrückt. Sie beeinflussen die Marketingstrategien von pharmazeutischen Firmen, das Verschreibungsverhalten von Ärzten, die Ausgaben der
Gesundheitssysteme, und sie prägen die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit über psychische Störungen denkt.
Psychologen und Psychiater üben einen großen Druck aus, die Klassifikationssysteme immer stärker auszuweiten.

Ehrgeizige Wissenschaftler wie Michael Linden bombardieren die Gremien mit Vorschlägen für immer neue
Syndrome. Sie berichten von alten Menschen, die Krempel in der Wohnung horten, von Frauen, die mit Pinzetten an
ihrer Haut zupfen, von Menschen, die jederzeit Sex haben wollen, von Leuten, die zu viel Kaffee trinken.

Das erzeugt einen gewaltigen Sog, um sogar gewöhnliche und in der Bevölkerung weitverbreitete Verhaltensweisen
in Störungen zu verwandeln. Vieles, was heute noch als normales Verhalten durchgeht, könnte morgen als seelische Krankheit klassifiziert sein. Aus Eigenbrötelei ist auf diese Weise bereits die »schizoide Persönlichkeit« geworden, aus Schüchternheit schon die »soziale Phobie«, aus der schlechten Laune die »Dysthymie«, an der allein in Deutschland mehr als drei Millionen Menschen erkrankt sein sollen.

Oligarchen der Psychiatrie

Die Entscheidung, ob eine vermeintlich neue psychische Störung den Segen der APA erhält und damit quasi amtlich
wird, ist einem Kreis von nur etwa 160 Frauen und Männern vorbehalten. Sie sind so etwas wie die Oligarchen der
Psychiatrie. Sie sind durch nichts legitimiert, wenn man davon absieht, dass sie sich hochgedient haben in die
Machtzirkel, sprich Arbeitskreise der APA. Hinter den Kulissen stimmen sie darüber ab, welche neuen psychischen
Krankheiten in die nächste Ausgabe des DSM aufgenommen werden – der Wahnsinn entsteht durch Mehrheitsentscheid. Es ist diese Gruppe von Medizinern und Psychologen, die darüber befindet, wer Psychopharmaka nehmen, sich auf die Couch des Therapeuten legen oder gar in die Psychiatrie eingewiesen werden soll.

Nur wenige deutschsprachige Experten haben es in den erlauchten Kreis der DSM-5-Autoren geschafft. Einer von ihnen ist Hans-Ulrich Wittchen, der das Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden leitet. Der Mann reist von Kongress zu Kongress, ist bezahlter Berater von pharmazeutischen Firmen und gehört überdies zu den Herausgebern der deutschen DSM-Ausgabe. Allein dafür erhält er jedes Jahr Tantiemen in Höhe von einigen Tausend Euro.

In den vergangenen Jahren leerte Wittchen viele Schachteln »Lord Extra« an seinem Schreibtisch. Nach dem Tagwerk
begann nämlich die Spätschicht am DSM-5. Wittchen bildete mit einem Australier, einem Südafrikaner, einer Holländerin und zehn US-Amerikanern die Gruppe für Ängste, Zwangsstörungen und Dissoziative Störungen. Es sei »eine Ehre, eine große Ehre,« am Standardwerk DSM mitarbeiten zu dürfen, sagte Wittchen, als der Redaktionsschluss für den neuen DSM-5 herannahte. Seine Arbeit in der heißen Phase sah so aus: Er las Hunderte wissenschaftliche Publikationen und tauschte mit den Kollegen unzählige Textfassungen per E-Mail aus. Die Ausdrucke füllten einen ganzen Schrank. Zuletzt hatte Wittchen
jede Woche zwei, drei Telefonkonferenzen, jeweils zwischen 20 Uhr und Mitternacht.

Hans-Ulrich Wittchen ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Ein mächtiger Institutsdirektor, der
dem Fach seinen Stempel aufdrücken konnte. Wittchen bezeichnet sich als einen der wissenschaftlichen Väter der
Panikstörung. Das von Sigmund Freud erfundene Konzept der Angstneurose habe er auseinandergenommen, so dass
es durch die Panikstörung und die generalisierte Angststörung ersetzt werden konnte. Das alles, erzählte ein strahlender
Wittchen, habe bereits Eingang in das DSM-IV gefunden und stehe auch im DSM-5. Viele Passagen trügen
seine Handschrift.

Ist das der Grund dafür, dass Wittchen im Gespräch eher wie ein Hüter der alten Werte erscheint, wenn er von den
Scharmützeln in seiner DSM-5-Arbeitsgruppe erzählt? Ein ums andere Mal sei einer der Kollegen mit einem
angeblich neuen Seelenleiden angekommen. »Also jede deviante kleine Verhaltensweise, die in der Tat manchmal
hochdramatische spezielle Interventionen erfordert, wurde an irgendeiner Stelle diskutiert als eigenständige, neue Identität«, sagte er. »Richtig gespalten war unsere Gruppe bei der ›Hoarding‹-Störung und der ›Skin Picking‹-Stö-rung.«

Am Ende unterlag Wittchen: Beide Störungen stehen in der Bibel der Psychiater als eigenständiges Krankheitsbild.
Mit jeder neuen Ausgabe des DSM sind bisher neue Krankheiten hinzugekommen. Aus einem Heft von anfangs 130 Seiten ist ein Buch geworden, das zwei Kilogramm wiegt und knapp 1000 Seiten hat.

Die neuen Leiden der Seelenheilkunde …

Die Psychofalle: Wie die Seelenindustrie uns zu Patienten macht von Jörg Blech
Sachbuch, Hardcover
ISBN: 978-3-10-004419-8

Quellen: PRAVDA TV/PublicDomain/fischerverlage.de vom 11.02.2015

Artilleriebeschuss einer Suppenküche in Pervomaisk, Ostukraine

Die humanitäre Situation in der Ostukraine verschlechtert sich von Tag zu Tag. Immer mehr Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen und stehen dafür stundenlang vor Suppenküchen an. Fernsehteams waren zufällig anwesend, als eine solche Suppenküche am 9. Januar in Pervomaiks mit Artillerie beschossen wurde.

 

Quelle: RT

http://www.rtdeutsch.com/

UN meldet Flüchlings-Welle aus der Ost-Ukraine nach Russland

Seit Ausbruch des Ukraine-Konflikts haben nach Angaben der Flüchtlings-Organisation UNHCR rund 264.000 Ost-Ukrainer Asylanträge in Russland gestellt. Weitere 244.000 Ukrainer haben Asyl in anderen Staaten gesucht.

Eine halbe Million Ukrainer sind nach UNHCR-Angaben auf der Flucht aus dem Kriegsgebiet. Die Hälfte davon sucht eine neue Zukunft in Russland. Im Bild in Bus-Konvoi im Donbass. (Foto: dpa)

Eine halbe Million Ukrainer sind nach UNHCR-Angaben auf der Flucht aus dem Kriegsgebiet. Die Hälfte davon sucht eine neue Zukunft in Russland. Im Bild in Bus-Konvoi im Donbass. (Foto: dpa)

Nach Angaben der United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) soll sich die Zahl der Binnen-Flüchtlinge in der Ukraine mittlerweile auf eine Million Menschen belaufen. Seit Ausbruch des Konflikts in der Ost-Ukraine gibt es vor allem eine Flüchtlings-Welle nach Russland.

Der UNHCR-Sprecher Babar Baloch sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten:

„Bisher haben 264.000 ukrainische Staatsbürger Anträge auf vorübergehenden Asyl in der Russischen Föderation gestellt. Weitere 244.000 Ukrainer stellten anderweitige Anträge wie für die Einbürgerung, für vorübergehende oder unbefristete Aufenthaltserlaubnisse oder Siedlungsprogramme. Viele nutzen das Abkommen zur Visa-Freiheit.“

Die humanitäre Lage in Donezk soll aufgrund der anhaltenden Kämpfe zwischen ukrainischen Soldaten und Rebellen besonders dramatisch sein.

Der ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz, der sich als einer der letzten westlichen Reporter in der Ost-Ukraine befindet, sagte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten, dass es zwei Flüchtlings-Routen gibt:

„Es gibt im Großen und Ganzen zwei Routen, eine Richtung Dnipropetrowsk, die andere Richtung Hafenstadt Mariupol und über diesen Weg auch nach Russland. Bewohner anderer Teile des Kreises Donezk können auch über den Kreis Lugansk nach Russland flüchten. Doch viele Menschen fliehen nicht, weil sie Angst haben, alles zu verlieren. Sie haben Angst vor Plünderungen. Das Haus ist ihre einzige Habe, die lässt man nicht einfach so zurück. Viele Alte können oder wollen gar nicht mehr fliehen. Das ist vor allem schwierig, weil Familien auseinandergerissen werden.“

So ist nach Angaben von Amnesty International (AI) die Einwohnerzahl der ost-ukrainischen Stadt Debalzewo von 25.000 auf 7.000 zurückgegangen sein. Die Rebellen haben die Stadt umzingelt und wollen sie auf jeden Fall einnehmen. Über Debalzewo kann der Güterverkehr mit Russland abgewickelt werden. Zudem wollen die Rebellen durch die Einnahme der Stadt die Front Richtung Norden verkürzen.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Putin: „Die US Regierung hat 9/11 und Sprengung des WTC selber inszeniert“

 

Россия обнародует доказательства причастности американского правительства к

Einem Bericht der russischen Prawda nach will der russische Präsident Putin demnächst Beweise vorlegen, die die eindeutige Täterschaft der damaligen US Regierung für die Anschläge vom 11. September 2001 glasklar belegen würden.

Satellitenbilder würden eindeutige Beweise liefern und zudem gäbe es auch Beweise für die Sprengung der WTC-Zwillingstürme als Inside-Job durch die US Regierung selber.

Demnach sollte der Krieg gegen das eigene Volk die Kriegsbereitschaft der US Bürger erhöhen und einen Vorwand für Rohstoffkriege und strategische Kriege der US Weltmacht etwa in Afghanistan und im Irak schaffen.

Vor allem sollten die Öl-Interessen der USA gegen staatliche und nationalisierte Unternehmen im arabischen Raum durchgesetzt werden, der man anders nicht habhaft werden konnte.

Diese krassen Enthüllungen könnten zu Massenerhebungen in der westlichen Welt führen und die USA in ihren Grundfesten erschüttern. 

http://www.pravda.ru/news/world/northamerica/usacanada/07-02-2015/1247485-0/

Sputnik : Osteuropa-Experte: Stellvertreterkrieg der USA in der Ukraine ist möglich

Avatar von Runenkrieger11Treue und Ehre

Das Thema USA-Waffenlieferung an die Ukraine ist trotz der Dementis aus Washington nach Meinung Daniele Gansers noch nicht vom Tisch. Sputnik-Korrespondent Armin Siebert hat mit dem Friedensforscher und Osteuropa-Experten gesprochen.

© AP PHOTO/ CLIFF OWEN
McCain: Kiew braucht Panzerabwehrtechnik, Schusswaffen und Munition
Auf der Sicherheitskonferenz in München werden Amerikas Vizepräsident Joe Biden, der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko und Russlands Außenminister Sergej Lawrow unter anderem auch die geplanten Waffenlieferungen ansprechen. „Das Thema ist leider nicht vom Tisch, weil die Amerikaner eben in der Ukraine ein Akteur sind. Und wenn sie jetzt noch offen Waffen liefern würden, dann wäre das eine gefährliche Eskalation“, erklärt Daniele Ganser. Der Schweizer Geschichtsprofessor gilt als Osteuropa-Experte befürchtet sogar einen Stellvertreterkrieg in der Ukraine. „Das ist etwas, von dem schon jetzt viele Beobachter ausgehen, dass dort ein Stellvertreterkrieg läuft, dass amerikanische Akteure schon die derzeitige ukrainische Regierung ins Amt gebracht haben“, so Ganser weite. Er zitiert den…

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Vergewaltigt Landrätin Marion Dammann Bürger und deren Grund- und Menschenrechte?

Avatar von mywakenewsVereinigung gegen Ungerechtigkeiten

News aus dem Terrorland Südbaden, Baden-Württemberg Landrätin Marion Dammann vergewaltigt Grundrechte

Abb.: Collage aus Internetbildern und Wake News

Die Aufzeichnung dieser Veranstaltung als Video:

Jeder „staatliche“ Eingriff in die Grundrechte eines Menschen auf deutschem Boden muss auf gültigen Gesetzen beruhen, d.h. das jeweils angewandte Gesetz unterliegt den Grundzügen und Anforderungen des derzeit höchsten Gesetzes, dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.

„Ausnahmslos jedes Gesetz und/oder jede Verordnung, welche das Zitiergebot gemäß Art. 19 Abs. 1 Satz 2 GG und/oder Art. 80 Abs. 1 Satz 3 GG auch nur teilweise missachtet, ist ex tunc unwirksam mit der Folge, dass alle auf einem solchen ex tunc nichtigen Gesetz oder einer solchen ex tunc nichtigen Verordnung basierenden Verwaltungsakte und/oder Gerichtsentscheidungen nichtig sind.“

Quelle: http://rechtsstaatsreport.de/zitiergebot/

Offenbar scheren diese Grundzüge der freiheitlich demokratischen Rechtsordnung die „Landrätin“ des Landkreises Lörrach Marion Dammann und ihre Mitarbeiter und Kollaborateure nicht, ob sie die Grundpfeiler der Demokratie, die Grund- und Menschenrechte aller Menschen und Bürger in Südbaden mit Füssen treten. So…

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