Schwedischer Bonnier-Verlag übernimmt Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Eines der renommiertesten Verlagshäuser Europas, die schwedische Bonnier-Gruppe, übernimmt die Mehrheit an den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Das Gründerteam um Dr. Michael Maier bleibt an Bord. Bonnier und DWN wollen im deutschen Markt weiter expandieren.

DWN-Herausgeber Michael Maier, Bonnier Business Press CEO Anders Eriksson und DWN-Geschäftsführer Christoph Hermann. (Foto: DWN)

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet:

Der schwedische Medienriese Bonnier steigt in den hart umkämpften Online-Nachrichtenmarkt in Deutschland ein. Der Familienkonzern übernimmt die Mehrheit an dem Portal “Deutsche Wirtschafts Nachrichten” und will sich damit ein Sprungbrett für die weitere Expansion schaffen, wie beide Unternehmen am Mittwoch mitteilten. “Wir planen organisches Wachstum und suchen nach weiteren Zukäufen”, sagte der Chef der Wirtschaftsmedien-Tochter Bonnier Business Press, Anders Eriksson, der Nachrichtenagentur Reuters.

Bonnier ist als Buch- und Zeitungsverlag sowie mit Film- und Fernsehaktivitäten in Skandinavien groß geworden und mittlerweile in mehreren europäischen Ländern, Nordamerika und Australien aktiv. In Deutschland ist der Konzern mit den Buchverlagen Carlsen, Ullstein, Piper und Thienemann vertreten. Mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 2,8 Milliarden Euro steht Bonnier auf Augenhöhe mit Axel Springer.

Gründer, Herausgeber und künftiger Minderheitseigner der “Deutschen Wirtschafts Nachrichten” ist der aus Österreich stammende Journalist Michael Maier, der unter anderem die “Berliner Zeitung” und das Online-Portal “Netzeitung” führte. Die 2012 gegründeten “Deutschen Wirtschafts Nachrichten” sind nach Maiers Angaben profitabel und erreichen einen Umsatz im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. Das Portal ist überwiegend werbefinanziert. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

Die Pressemitteilung von Bonnier Business Press (im Original bei Bonnier):

Der schwedische Medien-Konzern Bonnier Business Press AB erwirbt die Mehrheit an den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Website wurde 2012 gegründet, ist ein schnell wachsender neuer Player auf dem Markt der deutschsprachigen Wirtschaftsnachrichten und erreicht 2 Millionen Unique User monatlich. Bonnier erwirbt mit der Transaktion 51 Prozent der Anteile vom bisherigen Eigentümer der Seite, der Blogform Social Media GmbH.

„Mit dieser Akquisition gewinnen wir ein großartiges Unternehmen mit einem hervorragenden Team, welches die Basis für unsere weitere Expansion im Segment der Wirtschaftsnachrichten in Deutschland bilden wird“, sagt Anders Eriksson, CEO von Bonnier Business Press. „Bonnier ist überzeugt, dass es im deutschen Markt viele Möglichkeiten gibt. Mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten haben wir den idealen Partner gefunden, um unsere Expansion in Deutschland voranzutreiben.“

„Wir sind sehr stolz, dass Bonnier der neue Eigentümer der Deutschen Wirtschafts Nachrichten ist“, sagt Michael Maier, Gründer und Herausgeber der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Wir teilen die selben Werte, wenn es um Qualitätsjournalismus geht und wir sind überzeugt, dass die digitale Welt ein ideales Umfeld für moderne Wirtschaftsnachrichten bietet. Der große Erfolg von Bonnier in vielen europäischen Staaten wird uns helfen, unsere Position als führendes Wirtschaftsmedium in Deutschland auszubauen.“

Die Gründer des Unternehmens bleiben als Minderheitsgesellschafter weiter an Bord bei den Deutschen Wirtschafts Nachrichten: Michael Maier bleibt Herausgeber, Christoph Hermann wird Geschäftsführer des Unternehmens.

Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten wurden 2012 gegründet und haben sich seither zum am schnellsten wachsenden Wirtschaftsmedium im deutschsprachigen Internet entwickelt. Die Seite ist die in sozialen Medien am häufigsten geteilte Wirtschafts-Nachrichtenwebsite. Bonnier Business Press ist Teil des internationalen Medien-Konzerns Bonnier AB. Das Unternehmen, das seinen Sitz in Stockholm hat, ist im Bereich der Wirtschaftsmedien in 10 Ländern tätig und hat seinen Schwerpunkt in den Bereichen Wirtschaftsmedien und Wirtschafts-Fachinformationen. Bonnier ist in Deutschland bereits als einer der größten Buchverleger tätig und betreibt unter anderem die Verlage Carlsen, Ullstein und Piper.

Sehr itneressante Kommentare dazu:

    • Auweia sagt:

      Ein ganz herbe Pille.
      Da werden sich die Sozis und die Grünen auf die Bollen klatschen.
      Kommende Nachrichten werde ich ganz kritisch verfolgen.
      Das gerade geschlossene Abonnement muß ich vor diesem
      Hintergrund überdenken.

    • Huga sagt:

      Reuters meldet …
      Nicht DWN selbst ! – und damit den Lesern/Abo-Kunden -die dieses schnelle Wachstum ja generierten – diese doch sehr relevante Information erst als NACHricht … zukommen zu lassen.

      Da muss ich jetzt erst mal ein,zwei Nächte drüber schlafen !!

      Im Moment fühle ich mich – diese Seite bisher weiterempfehlender Abonnent/Leser – offen gesagt außer Stande diese Meldung bzw. NACHricht einzuordnen.

      An Herr M.Maier :

      Sie werden sicher Ihre guten Gründe haben diesen Schritt zu gehen, ob die Menschen denen Sie Ihren Erfolg zu verdanken haben diesen Schritt mitgehen können oder sich verraten fühlen wird die Zukunft zeigen, aber das juckt Sie nicht, der Preis wird gestimmt haben …
      Wie sieht das mit den anderen Seiten unter Ihrer Fahne aus ? Mit ins Paket gepackt ?

      • Redaktion sagt:

        Es ist ein gutes Zeichen, dass Reuters das meldet – daher haben wir es gebracht. Wir haben ja auch die Mitteilung von Bonnier/DWN gebracht. Herr Dr. Maier bleibt als Herausgeber unverändert an Bord. Er steht für die kritische und unabhängige Berichterstattung. Etwas anderes kommt für uns nicht in Frage. Die Redaktion

    • Cerberus sagt:

      Übernommen? Für die Ehre der unbestochenen Berichterstattung, oder für Geld? Darf man doch mal fragen, oder? Ich meine, wie ist denn das nun bestellt, mit der Unabhängigkeit, wenn man die DWN also doch kaufen kann? Was ist denn bitte anderes der Grund für so eine Übernahme, als Profit? Kann doch nur Profit sein, oder was sonst? Wie soll dann aber die unabhängige Berichterstattung gewahrt werden?

      Na, wollen mal sehen, was aus dem hier noch werden wird. Mir schwant jedenfalls, nicht viel gutes.

      • Redaktion sagt:

        Nur ein profitables Medium kann unabhängig sein. Wir werden unsere kritische Berichterstattung nicht ändern – sie ist der Kern der DWN. Die Redaktion

        • Cerberus sagt:

          Ja… das liebe Geld… Sagen Sie, wäre es möglich uns Lesern einmal etwas mehr Infos über die “Übernehmer” zukommen zu lassen?

          Z.B.:

          1. Was wollen die Schweden mit dieser Übernahme erreichen, mal vom Profit abgesehen?

          2. Wie ist überhaupt deren Ausrichtung, bzgl. der Weltpolitik? Also, wie sehen die die Wahrheit? (ich mein, die Auffassung über die Wirklichkeit kann ja mal auseinander gehen; in der Bild z.B. lesen sich die Geschehnisse aus der Welt anders, als in der TAZ)

          Davon ab noch eine generell Frage: Wie wollen die DWN sich überhaupt davor schützen, dass es nicht zu einer Mainstream-Anpassung kommt?

          Je mehr man darüber nachdenkt…. kann es sein, dass es in Wahrheit überhaupt NIE unabhängige und freie Berichterstattung geben kann?

    • Danke Hr. Maier sagt:

      Sicher kein leichter Schritt.
      Persönlich alles Gute und höchsten Respekt !
      Der Raubtierkapitalismus zeigt wieder einmal seine Zähne.
      Aber Ihre Leistung kann Ihnen und Ihrem Team niemand nehmen.
      Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.

    • 1qer sagt:

      Warum muss eine fremde Nachrichten Agentur bzw warum zitiert ihr Reuters?

      Es geht doch um euch?
      Ich habe angst das ihr so eine Reuters zitier Website werdet und keine eigenen interessanten Berichte mehr schreibt!!!!

    • Michael sagt:

      Bisher hatten sich die DWN dadurch ausgezeichnet, dass sie oft über Dinge informierten, die viele Medien nicht gebracht haben. Nur selten hatte man das Gefühl, jetzt musste als Grundlage eine Agentur-Meldung herhalten. Ich hoffe das bleibt so, sonst sinken die Klickzahlen hier auch wieder.

      • Bruder Theodor sagt:

        Ich war über Google-Recherchen oft auf DWN aufmerksam gemacht worden letztes Jahr, als ich noch primär bei SPON in den Kommentaren schrieb. Da die Artikel auf SPON dann nicht aufhörten, meine Intelligenz zu beleidigen, u. setzen wir meinen IQ vorsichtshalber bei 60 an, es klar wurde, dass hinter der miesen Berichterstattung zur Ukraine System steckt, die Forumszensur auf SPON diktiert ist, als müßte man Speichel lecken, zwang mich meine Emotion zur Profillöschung – u. jetzt gehöre ich zu denen, die die SPON-Artikel gar nicht mehr lesen o. nur noch überfliegen, ansonsten kurz ins Forum klicken, in dem es immer mehr zugeht wie in der Hafenpinte. (- nichts gegen Hafenpinten). Die Häme, mit der im Internet wiederum über die DWN u. Herrn Maier hergezogen wird/wurde, zeigt, was Ausreißern droht.

      • Skullbocks sagt:

        Bitte schaft die kommentare nicht ab :-D

EU: keine Rechts-, sondern Zahlgemeinschaft

europaeische-union-zahlgemeinschaft

Die EU und der Euro-Club sind eben keine Rechtsgemeinschaft, sondern eine Willkürherrschaft. Doch in der Willkürherrschaft ist der Einzelne nur Spielball im Spiel der Mächtigen. Und das Eigentum der Sparer ist die Verfügungsmasse auf dem Spielfeld.

Es sind spannende Tage der Diplomatie im Euro-Europa. Keine Nachrichtensendung vergeht, in der nicht die neuesten Nachrichten aus Griechenland präsentiert werden. Wie in der Antike scheint Griechenland der Mittelpunkt der Welt zu sein. Der neue Ministerpräsident Alexis Tsipras und sein Finanzminister Yanis Varoufakis sind die neuen Stars. Letzterer fällt dadurch auf, dass er mit dem Motorrad ins Ministerium fährt, das Hemd über der Hose trägt und mit Lederjacke zu Staatsbesuchen erscheint. Das ist cool und freut die Alt-68er in nah und fern. Endlich zeigt es denen mal einer.

Der Plan von Varoufakis ist es, in den nächsten Wochen Zeit zu gewinnen. Der Plan der EU-Kommission, der EZB und des Euro-Clubs ist es, den Druck auf Griechenland zu erhöhen. Es ist ein Klassiker der Spieletheorie. Beatrice Weder di Mauro hatte dies neben mir sitzend in der Sendung „Maybrit Illner“ als „Chicken Game“ bezeichnet. Wenigstens in dieser Frage hatte die Ökonomin recht. Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Inzwischen ist das Spiel bereits aus – Varoufakis, Tsipras und Griechenland haben gewonnen.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bot Tsipras bereits ein auf vier Jahre angelegtes „Brückenabkommen“ an. Selbst weitere Krediterleichterungen wurden auf dem Präsentierteller angeboten. Bei dem einen oder anderen, der das boulevardesk aussprach, kam bei mir sogar ein Fremdschämen auf. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Troika aus EZB, EU und IWF ihre Arbeit ebenfalls nicht mehr aufnehmen wird. Der Grund ist, dass die Kredite des IWF eh bald auslaufen und er sich seit längerem zurückziehen will. Die Übernahme der IWF-Kredite durch den Euro-Club ist längst vereinbart.

Die Troika-Beteiligung des IWF ist in den Verträgen daher auch nur als „Soll-Regelung“ festgeschrieben. Und der Rückzug der EZB aus der Troika zeichnet sich ebenfalls mit dem zu erwartenden Urteil des Europäischen Gerichtshofes ab. Erst vor wenigen Tagen hat der Generalanwalt am EuGH in seinem Gutachten zur Zulässigkeit von unbegrenzten Staatsanleihenkäufen durch die EZB, den Rückzug der EZB aus der Troika faktisch gefordert. Am Ende bleibt dann nur noch die EU-Kommission übrig. Dann unterscheidet sich die Überwachung des griechischen Reformplanes nicht mehr wesentlich von den übrigen Kontrollaufgaben, die im Zuge des europäischen Semesters für alle EU-Staaten eingeführt wurden.

Schon legt Varoufakis nach. Griechenland und der Süden Europas bräuchten einen New Deal, um Arbeitsplätze zu schaffen. New Deal steht dabei für öffentliche Konjunkturprogramme auf Pump und mehr staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaftsabläufe. Die Absage an Privatisierungen, die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes und die Abkehr vom Ziel der Haushaltsüberschüsse dokumentieren den Kurs der neuen griechischen Regierung. Gerade diese Interventionen haben schon in Amerika der 1930er Jahre, als der New Deal unter Präsident Franklin D. Roosevelt eingeführt wurde, die Erholung der amerikanischen Wirtschaft nicht erreicht, sondern hinausgezögert und damit verhindert.

Der amerikanische Ökonom Murray Rothbard untersuchte dies eindrucksvoll in seinem Buch: „America’s Great Depression“. Es war die Intervention in den Arbeitsmarkt, der eine Anpassung der Reallöhne verhinderte und damit Massenarbeitslosigkeit schuf. Und es war die Marktabschottung gegenüber ausländischer Konkurrenz, die den schnellen Wiederaufstieg der amerikanischen Wirtschaft nach dem Platzen der Kreditblase 1929 in den Folgejahren verhinderte. Letztlich „rettete“ sich Amerika ökonomisch durch den Eintritt in den 2. Weltkrieg und beseitigte so die Massenarbeitslosigkeit. Sicherlich keine anzustrebende Wirtschaftspolitik.

Doch so weit muss man gar nicht zurückblicken, um festzustellen, dass ein New Deal das Gegenteil erreicht, was die Linken sich dadurch versprechen. Staatliche Subventionen sind in Milliardenhöhe bereits geflossen. Seit dem Beitritt der Hellenen zur Europäischen Gemeinschaft 1981 flossen bis zum Ausbruch der Krise 133 Milliarden Euro nach Griechenland. Nach Spanien sogar 157,5 Milliarden, nach Portugal 72 und nach Irland 67,5 Milliarden Euro. Und was hat der europäische „New Deal“ gebracht? Nichts wäre zu schön gewesen. Er hat die Basis der heutigen Überschuldung gelegt.

Bis Varoufakis dies mit dem Euro-Club verhandelt hat, dauert es noch einige Monate. Bis dahin wird ihn die EZB über Wasser halten. Den wesentlichen Schritt dazu hat sie schon geleistet, indem sie ihren Beschluss aufhob, die als Schrottpapiere klassifizierten griechischen Staatsanleihen weiterhin als Sicherheiten zu akzeptieren. Das bedeutet, die griechischen Banken haben damit faktisch keinen Zugang mehr zu Zentralbankgeld der EZB.

Damit bewahrt Mario Draghi sein Gesicht, eröffnet aber den griechischen Banken einen direkten Zugang zu sogenannten Ela-Kredite der griechischen Notenbank. Diese kann sie derzeit bis zu 60 Milliarden Euro auf „eigene Rechnung“ vergeben. In der Hochphase der Krise 2012 betrugen die Kredite über 120 Milliarden Euro. Inzwischen sind sie wieder fast auf Null reduziert. Das verschafft der griechischen Regierung Luft. Sie hat in der Vergangenheit bereits kurzlaufende Anleihen, so genannte T-Bills, herausgegeben. Diese können die heimischen Banken aufkaufen, als Sicherheiten bei der eigenen Notenbank einreichen und erhalten damit frisches Geld aus dem „Keller“ der griechischen Notenbank. Die Staatsfinanzierung durch die Druckerpresse ist perfekt.

Es ist ganz klar, was hier passiert: Die Weichmacher haben den Euro-Club übernommen. Es wird die zigfache Nachbesserung für Griechenland geben, die EZB wird die griechische Notenbank gewähren lassen, um den Schein eines stabilen Euros zu wahren und das Krönungsprojekt der EU nicht zu gefährden. Doch es wird Anreize für andere Krisenstaaten in Europa setzen, ebenfalls die Regeln zu lockern. Wer kümmert sich heute noch um den Fiskalpakt, also die Schuldenbremse, die die Teilnehmerländer des Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM in ihre Verfassung schreiben sollten? Dabei sollten doch die Regeln 2012 endlich verschärft werden, damit so eine Krise nie wieder passiert. Mein ehemaliger Kollege und Mitstreiter Klaus-Peter Willsch hat mir vor einigen Tagen erzählt, dass Griechenland den Fiskalpakt bislang nicht einmal in die eigene Verfassung aufgenommen hat.

Die EU und der Euro-Club sind eben keine Rechtsgemeinschaft, sondern eine Willkürherrschaft. Doch in der Willkürherrschaft ist der Einzelne nur Spielball im Spiel der Mächtigen. Und das Eigentum der Sparer ist die Verfügungsmasse auf dem Spielfeld. Doch trotz permanenter Verlängerung werden längst keine Tore mehr geschossen, sondern immer mehr Verletzte vom Platz getragen und am Seitenaus behandelt. Bis keine Spieler mehr da sind, erst dann ist das Match zu Ende.

Quelle: MMnews vom 11.02.2015

http://www.pravda-tv.com/

USA: in zehn Jahren null Maserntote, aber über 100 Tote durch Masernimpfstoff

Brian Shilhavy

Im Internet kocht die Debatte über Masern und Masernimpfstoff, da scheint es geraten, einige harte Fakten ins Feuer zu werfen. Es folgen ein paar leicht zu verifizierende Fakten aus den letzten zehn Jahren über Todesfälle im Zusammenhang mit Masern sowie Todesfälle durch Masernimpfstoffe im selben Zeitraum in den USA.

Zunächst: Die [US-Gesundheits- und Seuchenschutzbehörde] Centers for Disease Control andPrevention, CDC, erfasst wöchentlich die Zahl der Krankheitsausbrüche, einschließlich der Todesfälle. Dr. Anne Schuchart, die Leiterin der Abteilung Impfungen und Atemwegserkrankungenbei den CDC, teilte in einer am 25. April 2014 von Fox Newszitierten Erklärung mit:

Es hat in den USA seit 2003 keine Maserntoten gegeben.Auch die wöchentlichen Berichte über Morbidität und Mortalität (MMWR) der CDC meldeten seit dieser Zeit keine Maserntoten.

Gesundheitsbehörden führen Masernausbrüche in den letzten Jahren auf nicht geimpfte Kinder zurück, doch wenn man darauf hinweist, dass in den USA niemand an Masern stirbt, sind sie schnell bei der Hand zu behaupten, dies sei so dank der Impfstoffe (obwohl sie die Krankheit selbst offenbar nicht ausrotten können).

Diese Behauptung ist nicht nur widersprüchlich, sondern sie wird auch durch historische Beweise nicht untermauert:

Abbildung von: healthsentinel.com

Tod durch Masernimpfstoffe

Wie sieht es im selben Zeitraum mit Todesfällen im Zusammenhang mit dem Masernimpfstoff aus? Die US-Regierung unterhält eine Datenbank namens The Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS, Meldesystem über negative Impfreaktionen). Die Datenbank ist öffentlich zugänglich, es gibt ein Suchportal unter MedAlerts.org.

Wir haben für einen Zeitraum von zehn Jahren eine Suche nach Todesfällen im Zusammenhang mit Masernimpfstoffen gestartet; darunter auch einige, die nicht mehr hergestellt werden. Die Suche ergab für diese Zeit 108 Todesfälle im Zusammenhang mit vier verschiedenen Masernimpfstoffen, die in den letzten zehn Jahren in den USA verkauft wurden.

Heute ist nur noch ein Masernimpfstoff in Kombination mit dem Mumps- und Röteln-Impfstoff erhältlich (MMR-Impfstoff). Sucht man für die letzten zehn Jahre nur nach »MMR-Impfstoff«, so wurden 96 Todesfälle gemeldet.

Diese Datenbank zeigt nur Todesfälle, die in diesem Zeitraum gemeldet wurden, die Zahlen sind deshalb vermutlich viel niedriger als tatsächlich Opfer zu beklagen waren. Die meisten Ärzte und Gesundheitsbehörden glauben nämlich, Impfstoffe seien sicher, sie bringen einen Todesfall deshalb normalerweise nicht mit einem Impfstoff in Verbindung und erstatten keine entsprechende Meldung.

US-Regierung schließt bei Impfschäden nach einer Masernimpfung häufig einen Vergleich

Fakten für Schäden und Todesfälle durch den Masernimpfstoff findet man auch, wenn man nach Verfahren sucht, bei denen die US-Regierung im Zusammenhang mit Schäden und Tod durch den MMR-Impfstoff einem Vergleich zugestimmt hat.

Die meisten Amerikaner wissen nicht, dass die Impfstoffhersteller seit 1986 bei Zivilklagen wegen Impfschäden und Todesfällen nach Impfungen Straffreiheit genießen. Wenn jemand durch einen Impfstoff geschädigt wird oder nach einer Impfung stirbt, muss vor einem besonderen staatlichen »Impfgericht« Klage erhoben werden.

Das US-Justizministerium veröffentlicht Quartalsberichte über Klagen und Vergleiche, auf der Website der United States Federal Courts kann spezifisch nach Vergleichen bei Impfschäden gesucht werden. Hier ergab eine Suche nach »Masern« seit 2004 insgesamt 111 Fälle im Zusammenhang mit dem MMR-Impfstoff, die mit einem Vergleich endeten. Einige davon betrafen richterlich bestätigte Todesfälle in Verbindung mit dem MMR-Impfstoff.

Wir haben nicht jede einzelne Entscheidung gelesen, um herauszufinden, wie viele Todesfälle es gab, aber wenn wir ein paar Berichte von Menschen erhalten, die sich diese Mühe machen wollen, und wenn die Zahlen übereinstimmen, werden wir diesen Bericht mit der tatsächlichen Todesziffer aktualisieren. Es dauert Jahre, einen Prozess vor diesem Impfgericht zu führen, die Auswahl ist deshalb vermutlich nur ein Bruchteil der tatsächlichen Impfschäden und Todesfälle durch den MMR-Impfstoff.

Schlussfolgerung: Die Begeisterung über den Masernimpfstoff beruht weitgehend auf Angst und Glauben

Uns ist vollkommen klar, dass sich alle, die an den Wert von Impfstoffen glauben, durch diese Fakten wahrscheinlich nicht überzeugen lassen, obwohl sie jeder mit einem Computer mit Internetanschluss aus Quellen der US-Regierung verifizieren kann.

Nachdem wir nun mehrere Berichte zum Thema Masern veröffentlicht und viele Hundert Kommentare erhalten haben, ist uns klargeworden, dass sich Menschen mit einer klaren Position für den Masernimpfstoff vor allem von Angst und Glauben leiten lassen und nicht von Fakten oder Wissenschaft. Jedem Versuch dieser Impfbefürworter, der übrigen US-Bevölkerung ihre Ansicht aufzuzwingen, sollte mit Entschlossenheit begegnet werden.

http://info.kopp-verlag.de/

Pentagon verlegt inmitten der Ukraine-Krise Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 und 300 Piloten nach Deutschland

Redaktion

Die amerikanische Luftwaffe schickt inmitten zunehmender Spannungen im Zusammenhang mit der Ukraine etwa ein Dutzend Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 Thunderbolt II im Rahmen eines umfangreichen Manövers, an dem NATO-Verbündete in Osteuropa teilnehmen sollen, nach Deutschland.

Die Flugzeuge mit dem Spitznamen »Warzenschwein« wurden schon im Kalten Krieg eingesetzt und starteten am Montag vom Luftwaffenstützpunkt Davis-Monthan in Arizona in Richtung des US-Luftwaffenstützpunkts Spangdahlem in Rheinland-Pfalz, um an dem Manöver Operation Atlantic Resolve teilzunehmen.

Oberstleutnant Christopher Karns, ein Luftwaffensprecher im amerikanischen Verteidigungsministerium, erklärte, die Flugzeuge würden in osteuropäischen Ländern »vorgeschoben« zum Einsatz kommen.

Dort nähmen die Einheiten zusammen mit verbündeten Streitkräften an Übungen teil, um »die Fähigkeit zur Zusammenarbeit zu verbessern und … das Engagement der USA für Sicherheit und Stabilität in Europa unter Beweis zu stellen«, sagte er gegenübermilitary.com.

Die als sehr zuverlässig und robust geltenden Flugzeuge sind u.a. mit einem 30-mm-Geschütz in Gatling-Bauweise ausgerüstet, das Panzer und andere gepanzerte Fahrzeuge zerstören kann.

Die Verlegung erfolgt zu einer Zeit, in der das amerikanische Repräsentantenhaus über eine Gesetzesinitiative zu Militärhilfen an die Ukraine in der Höhe von einer Milliarde Dollar bis zum Jahr 2017 diskutiert. Sollte dieses Gesetz verabschiedet werden, könnte das Pentagon die Ukraine mit militärischer »Übungsausrüstung, Defensivwaffen, logistischer Unterstützung sowie mit anderen militärischen Versorgungsgütern und Dienstleistungen« beliefern.

Mit diesem Gesetz wollen die Abgeordneten das »souveräne Territorium [der Ukraine] gegen ausländische Aggressoren« und die Ukrainer vor Angriffen durch »von Russland unterstützte Separatisten« schützen.

Westliche Regierungen werfen Russland weiterhin vor, die Rebellen im Osten der Ukraine zu unterstützen, und machen Russland für die Eskalation der Krise verantwortlich, ohne ihre Behauptungen allerdings jemals mit handfesten Beweisen zu untermauern. Moskau weist die Vorwürfe vehement zurück. Demgegenüber muss sich Russland immer wieder Kritik aus Washington anhören, wenn es auf eigenem Territorium Manöver abhält.

Als die Ukraine – und damit ein unmittelbarer Nachbar Russlands – im vergangenen Februar immer mehr im Chaos versank, zeigte sich das Weiße Haus besorgt, als Russland Militärmanöver abhielt. »Wir verfolgen die russischen Manöver entlang der Grenze zur Ukraine sehr genau«, sagte damals der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney.

Gegenwärtig sind sich Washington und Europa in der Frage der Waffenlieferungen an die Ukraine uneins. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz, aus Sicht Deutschlands sei es weitaus produktiver, sich auf Bemühungen zu einer diplomatischen Lösung der Krise in der Ukraine zu konzentrieren. Ihre Auffassung wird in dieser Frage von vielen europäischen Regierungen und auch in Moskau geteilt.

»Russland ist ernsthaft an einer Beilegung dieser Krise interessiert. Alle anderen Pläne, wie die Verschärfung der Sanktionen, Waffenlieferungen usw., zielen darauf ab, die Lage in der Ukraine weiter zu destabilisieren«, erklärte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Copyright © 2015 by RussiaToday

Bildnachweis: USAF

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Kanada: Fracking löst bislang größtes Erdbeben aus

Ein Bohrturm außerhalb von Fox Creek im kanadischen Bundesstaat Alberta. (Foto: More Bike Lanes Please, flick.com, CC BY-NC-SA 2.0)

Ein Bohrturm außerhalb von Fox Creek im kanadischen Bundesstaat Alberta. (Foto: More Bike Lanes Please, flick.com, CC BY-NC-SA 2.0)

In Kanada ist das stärkste bislang durch Fracking nachgewiesene Erdbeben registriert worden. Ende Januar bebte die Erde mit einer Stärke von 4,4 auf der Richterskala. Eine US-Behörde spricht von noch nie dagewesenen menschengemachten Erdbeben.

04.02.2015 – Es ist das vermutlich größte Erdbeben, das durch die umstrittene Fracking-Methode aufgezeichnet wurde. Nahe der Stadt Fox Creek im kanadischen Bundesstaat Alberta wurden Ende Januar mehrere Erdbeben durch Fracking gemessen, das größte hatte eine Stärke von 4,4 auf der Richterskala. Das berichtet die kanadische Nachrichtenseite thetyee.ca.

Kanadische Wissenschaftler und Seismologen beobachten die Region rund 260 Kilometer nordwestlich von Edmonton schon seit einiger Zeit. Denn seit dort mehrere Fracking-Firmen wie Chevron Canada, ExxonMobile, Encana, Talisman und Apache vor etwa einem Jahr ihre Aktivitäten entlang einer Linie von zwei Kilometer langen Bohrlöchern intensivierten, treten immer wieder kleiner Erdbeben auf. Sogar ganze Erdbeben-Ketten sind zu beobachten. Und sie finden immer dann statt, wenn mit Fracking Gesteinsschichten tief unter der Erde aufgebrochen werden.

Viele Bürger in der Region sind besorgt, doch die lokalen Behörden reagieren passiv oder abwehrend. Denn Fox Creek mit seinen gerade einmal 2.000 Einwohnern lebt vom schmutzigen Geschäft mit Öl und Gas. Dennoch fordern Anwohner eine bessere Überwachung der Auswirkungen durch die Machenschaften der Konzerne, besonders was Luft, Wasser, Boden und die Gesundheit der Menschen in der Umgebung angeht.

US Geological Survey: „menschengemachte Erdbeben“

Daten des United States Geological Survey, einer Forschungsbehörde des US-Innenministeriums, zeigen eindeutig, dass die Fracking-Industrie für noch nie dagewesene menschengemachte Erdbeben verantwortlich ist. Die Wissenschaftler beziehen sich dabei besonders auf die östlichen und zentralen US-Bundesstaaten, in denen auch die größten Fracking-Aktivitäten stattfinden.

Erst Anfang Januar war bekannt geworden, dass Forscher der Miami University in Oxford (Ohio) ein relativ starkes und ungewöhnliches Erdbeben in einer Analyse zweifelsfrei auf Fracking zurückführen konnten. Dabei ist das Erdbeben aus dem März 2014 in Poland (Ohio) nicht auf neue Verwerfungen zurückzuführen. Vielmehr wurde durch das Fracking in der Region eine alte, bislang unbekannte Verwerfung wieder aktiviert. Insgesamt untersuchten die Forscher 77 Erdbeben mit den Stärken 1 bis 3 auf der Richterskala. Ein Vergleich der Beben mit den Frackingaktivitäten in der Region zeigte eine klare zeitliche und räumliche Übereinstimmung. cw

 http://www.energiezukunft.eu/

Skythen – Das Turkvolk vom Alta


Geschichte des Altertums des Turkvolkes und der Großen Steppe.

Ein Buch für Schulkinder und ihre Eltern

Moskau

Kapitel 11: Die Skythen ein rätselhaftes Volk?

http://www.adji.ru/book19_1.html
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Weitere Zitate: __________________________________

„Herodot kennt bereits die Türken, wenn auch unter einem anderen Namen, in ihrem alten Heimatlande jenseits des Oxus — ein Name, der selbst türkisch ist, und Weiswasser bedeutet (türk. Aksu) — in den Ebenen, welche noch von Volkern gleichen Stammes, den Turkman und Kirgiskaisak durchzogen werden. Der Vater der Geschichte nennt sie Skythen — […].“ (Karl Friedrich Neumann, Die Völker des südlichen Russlands in ihrer geschichtlichen Entwickelung, B.G. Teubner, 1855, S.11)

„Bereits die Skythen (7. Jahrhunder vor und 2. Jahrhundert nach Chr.) verwendeten das Wort „Turkestanak“ fur die türkischen Bewohner Zentralasiens. Wir finden das Wort „Turkistan“ auch in den antiken persichen Epen und der Literatur. Die alten Perser verstanden unter „Turkistan“ die Gebiete ostlich des Tienschan-Gebirges und der Wolga, einschlieslich des Raumes zwischen den beiden Flussen Sir- und Amu-Darya bis zum Chorassan.“ (Baymirza Hayit, Turkestan im Herzen Euroasiens, Studienverlag, 1980, S.12)

„Die Nachfahren der Turko-Skythen im Norden des schwarzen und kaspischen Meeres erscheinen in den vielen Jahrhunderten ihrer Geschichte unter mannigfachen Benennungen; der Name Chasaren ist aber einer der bekanntesten und am weitesten verbreitet.“ (Karl Friedrich Neumann, Die Völker des südlichen Russlands in ihrer geschichtlichen Entwickelung, B.G. Teubner, 1855, S.99)

„Wenn nicht schon früher, so beginnt doch bald nach den Zeiten Herodots ein Kampf zwischen den sarmato slawischen und den skytho-türkischen Stammen, welcher heutigen Tages noch fortdauert.“ (Karl Friedrich Neumann, Die Völker des südlichen Russlands in ihrer geschichtlichen Entwickelung, B.G. Teubner, 1855, S.17)

Teil 2

Donezk. Busdepot „Zentrum“ durch Artilleriebeschuss schwer getroffen. 18+

Veröffentlicht am 11.02.2015

Beschuss des Autohofs/Busdepots „Zentrum“ im Woroschilow-Bezirk von Donezk erfolgte durch ukrainische Kräfte mit Unterstützung von einem Sabotage- und Aufklärungstrupp. Das teilte das Ministerium der Verteidigung von Volksrepublik Donezk mit.
„Das war eindeutig eine gut durchgeplante false flag Operation. Unsere Expertenteams untersuchen derzeit den Ort, um ein vollständiges Bild des Geschehens zu rekonstruieren. Es wird vermutet, dass schwere Artillerie eingesetzt wurde. Möglicherweise Mehrfachraketenwerfer – Grad “
Dass Saboteure für den Beschuss verantwortlich sind, ist sich auch die Stadtverwaltung von Donezk sicher.
„Um 7:30 wurde das Autohof „Zentrum“ durch ukrainische Kräfte mit Unterstützung von Sabotage- und Aufklärungstrupps beschossen“ – teilt man in der Stadtverwaltung mit.
Zwei Busse sind ausgebrannt, 6 Menschen verloren das Leben. Die Situation wird weiterverfolgt und die Informationen laufend aktualisiert.