Sicherheitsberater Putins: »Vorgehen der USA führt unvermeidlich zu Konfrontation mit Russland und China«

Tyler Durden

Das sehnlich erwartete Treffen der Euro-Gruppe endete mit einer Pleite. Die Griechen habenDeutschlands forschen Finanzminister auflaufen lassen, woraufhin das Chaos komplett war. Vor lauter Panik schafften es die Finanzminister nicht einmal, sich auf eine kurze gemeinsame Presseerklärung zu verständigen. Europas Ruf, was Erfolg bei Verhandlungen anbelangt, leidet derzeit kräftig. Bleibt nur zu hoffen, dass die zweiten wichtigen Verhandlungen, die derzeit stattfinden, erfolgreicher verlaufen werden. Die Rede ist von den Gesprächen in Minsk, bei denen eine Lösung für den Bürgerkrieg in der Ukraine gefunden werden soll.

Allerdings sieht es aktuell hier auch nicht rosiger aus. »Wir haben noch fünf, sechs Stunden Arbeit vor uns, mindestens. Aber wir sollten nicht vom Tisch gehen, ohne uns auf eine bedingungslose Feuerpause verständigt zu haben. Es ist ein Krieg der Nerven«, schrieb Valerij Tschali, Berater des ukrainischen Präsidenten, auf Facebook.

Ist es tatsächlich ein »Krieg der Nerven«, kann man schon vermuten, wer siegreich daraus hervorgehen wird, wenn man bedenkt, dass die eine Seite abgelenkt ist, weil sie versucht, ihre künstliche monetäre und politische Union vor dem Zerfall zu bewahren.

Aber selbst wenn dieses Mal auf wundersame Weise eine Lösung gefunden wird, rangiert ähnlich wie bei der vorherigen »Vereinbarung von Minsk« die Wahrscheinlichkeit, dass der Frieden auch tatsächlich hält, irgendwo zwischen »sehr gering« und »null«.

Das liegt nicht nur daran, dass der Bürgerkrieg andauern wird, bis es zu einer endgültigen Trennung zwischen dem prowestlichen Westteil des Landes und dem prorussischen Osten kommt. Der wahre Grund könnte in den Aussagen von Nikolai Patruschew zu finden sein, einem der führenden Sicherheitsberater Wladimir Putins und Chef des Sicherheitsrats. Patruschew sagte einer staatlichen russischen Zeitung, dass die USA die Ereignisse in der Ukraine in der Absicht steuern, Putins Regierung zu stürzen. Außerdem gab er sich überzeugt, dass der Westen mit seiner Finanzhilfe für Kiew die ukrainische Wirtschaft in eine Sackgasse lenke.

»Die Lage in der Ukraine dient als Vorwand für die aktive ›Unterdrückung‹ unseres Landes«, sagte Patruschew, der in Putins ersten acht Jahren als Präsident den russischen InlandsgeheimdienstFSB leitete. Das Interview wurde von der Zeitung Rossijskaja gaseta geführt und am Mittwoch veröffentlicht.

Sollte Patruschew mit seiner Einschätzung der Dinge recht behalten, werden die USA auch nicht zurückschrecken, die Dinge bis hin zu einem Konflikt zu eskalieren, der quasi einem Weltkrieg gleichkäme: »Die Amerikaner versuchen, die Russische Föderation in einen militärischen Konflikt zu verwickeln, einen Regierungswechsel in Russland herbeizuführen und unser Land letztlich über die Ereignisse in der Ukraine zu zerschlagen«, so Patruschew.

Mit der These, dass die USA von Anfang an die Ereignisse in der Ukraine gesteuert haben, steht Patruschew alles andere als alleine da (und das nicht nur deshalb, weil inzwischen zahlreiche Fakten bekannt wurden, die die Theorie bestätigen). Das Wall Street Journal schreibt:

»Patruschews Äußerungen spiegeln die Haltung einiger Hardliner aus Putins Umfeld wider. Sie bewerten den Aufstieg einer prowestlichen Regierung in der benachbarten Ukraine als existenzielle Bedrohung für die Kreml-Führung.

Die Demonstrationen auf dem Maidan in Kiew vergangenes Jahr, die mit der Flucht des damaligen Staatspräsidenten Wiktor Janukowytsch nach Russland endeten, ist ihrer Auffassung nach ein von den USA angezettelter Versuch, Russland einzukreisen und ähnliche Aufstände in Moskau herbeizuführen.

Die US-Regierung erwartet, dass ihre [jüngsten] antirussischen Maßnahmen die Lebensqualität der Bevölkerung einschränken, zu Massendemonstrationen führen und unter dem Szenario der ›Farb-Revolutionen‹ Russlands Bürger dazu bringen, die derzeitige Regierung zu stürzen‹, sagte Patruschew. Als ›Farbrevolutionen‹ werden die prowestlichen Aufstände bezeichnet, die zwischen 2003 und 2005 in Georgien, der Ukraine und Kirgisien stattfanden.«

Während vor allem in der westlichen Presse Putin immer wieder mit Hitler verglichen wurde, trifft in Russland das genaue Gegenteil zu. Dort werfen Menschen wie Patruschew Obama vor, ein ähnliches Handeln wie Hitler und Napoleon an den Tag zu legen.

Und beiden sei es nicht gelungen, Russland zu erobern, betonte Patruschew: »In diesen schwierigen Zeiten, in einer Phase, in der die USA und ihre Verbündeten auf Konfrontationskurs zur Russischen Föderation gegangen sind, sollte man sich unbedingt immer wieder die Lektionen aus der Geschichte vor Augen halten.«

Während sich also die Diplomatie in diesem Stellvertreterkrieg wieder einmal vergeblich abmüht, steht der größte Verlierer bereits fest: das ukrainische Volk. Es ist zum Spielball im jüngsten Kalten Krieg zwischen Ost und West geworden.

Der Westen sei nicht absolut entschlossen, die stark angeschlagene ukrainische Wirtschaft grundlegend zu überholen, so Patruschew. »Ich vermute, der Westen wird die ukrainische Wirtschaft in eine Sackgasse führen«, sagte er. »Was an Hilfe nach Kiew geschickt wird, wird keine praktischen Ergebnisse zeitigen. Niemand bereitet sich darauf vor, den Lebensstandard der Ukrainer zu verbessern oder die jungen Menschen des Landes ernsthaft in Europa zu integrieren.«

Putins Sicherheitsberater äußerte sich nicht zu Berichten, dass die Ukraine Waffen aus dem Westen erhalten soll oder dass die US-Armee möglicherweise Ausbilder entsenden wird. Von russischer Seite hieß es aber wiederholt, Moskau würde es als direkte Bedrohung bewerten, wenn die USA Kiew aufrüsten. Mehr dazu auch hier: »Russia Warns US, Supplying Arms To Ukraine ›Will Have Dramatic Consequences‹.«

Die Amerikanische Außenministerin Madeleine Albright erklärte einmal, Moskau kontrolliere ein zu großes Territorium und zu viele Bodenschätze (sie bestreitet eine derartige Aussage). Ähnliche Behauptungen werden in Russland häufiger zitiert. Patruschew wertete dies als Beleg dafür, dass die USA Russland zerschlagen wollen. Seine Einschätzung laut Bloomberg: »Der derzeitige Kurs der USA wird unvermeidlich zu einer Konfrontation mit Russland und China führen.«

Das bedarf keiner weiteren Erklärung. Patruschew ging noch auf eine andere Theorie ein, die russische Offizielle häufig anführen: Die USA säe weltweit Konflikte, um auf diese Weise ihre Macht auszubauen.

»Nach Beginn der weltweiten Finanzkrise 2008 haben die USA beschlossen, sich auf Kosten anderer zu erholen. Zu diesem Zweck arbeiten sie unter anderem mit militärischem Abenteurertum und der Zerstörung ganzer Regierungen. Sie wenden die Theorie des ›gemanagten Chaos‹ an.«

Sieben Jahre nach der großen Finanzkrise steckt die Weltwirtschaft weiterhin in einer Rezession. Die Zentralbanken machen mehr Schulden denn je zuvor, die US-Oligarchie war noch nie so reich, die globale Mittelklasse wirft man den Geiern zum Fraß vor und rät ihr, Wertpapiere zu kaufen. Patruschew scheint mit seiner Einschätzung den Nagel auf den Kopf zu treffen.

Russischer Diplomat bedauert Abbau der Kontakte mit Deutschland

Politik

17:49 10.02.2015 (aktualisiert 20:15 10.02.2015)
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Die russisch-deutschen Kontakte auf verschiedenen Ebenen sind in der letzten Zeit nicht auf initiative Russlands abgeebbt, wie der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, am Dienstag in einem Interview für RIA Novosti sagte.

Ihm zufolge sind jetzt die Beziehungen zwischen Ministerien und anderen Behörden auf politischer Ebene und auf der Ebene der leitenden Strukturen eingestellt worden. Neben den Konsultationen, die die Regierungen der beiden Länder jedes Jahr durchgeführt hatten, sei auch die Tätigkeit von bilateralen Strukturen, so der Hochrangigen Arbeitsgruppe für Sicherheitspolitik und einer ähnlichen Gruppe für Wirtschafts- und Finanzfragen, auf Eis gelegt worden, sagte Grinin.

Dem Diplomaten zufolge waren diese Arbeitsgruppen unter anderem für die Vorbereitung von Konsultationen zwischen den Regierungen ständig eingesetzt gewesen.

„Selbstverständlich sind wir der der Führung Deutschlands und dem Außenminister für ihre initiativreiche Tätigkeit beim Dialog über die Ukraine-Krise auf bilateraler Grundlage und in anderen Formaten dankbar. Aber so wichtig und bedeutsam das Thema Ukraine-Krise auch sein mag, es ist kaum richtig, die Erörterung anderer Fragen zu vermeiden, etwa des internationalen Terrorismus, der Lage im Nahen Osten und in Syrien oder aber der Rüstungskontrolle usw.“, sagte der Botschafter.

Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen haben sich wegen der Situation in der Ukraine verschlechtert. Die EU und die USA waren Ende Juli von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen Russlands zu Strafmaßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Im Gegenzug erließ Russland ein Importverbot für Lebensmittel aus den USA, den EU-Ländern, Kanada, Australien und Norwegen.

Lügenpresse kauft DWN

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12.02.2015

Die „Deutsche Wirtschafts Nachrichten“ geht in die Hände eines schwedischen Medien-Konzerns. Die Bonnier Business Press AB erwirbt die Mehrheit an dem Portal. „Mit den Deutschen Wirtschafts Nachrichten haben wir den idealen Partner gefunden, um unsere Expansion in Deutschland voranzutreiben.“

Die Pressemitteilung von Bonnier Business Press (im Original bei Bonnier):

Der schwedische Medien-Konzern Bonnier Business Press AB erwirbt die Mehrheit an den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Die Website wurde 2012 gegründet, ist ein schnell wachsender neuer Player auf dem Markt der deutschsprachigen Wirtschaftsnachrichten und erreicht 2 Millionen Unique User monatlich. Bonnier erwirbt mit der Transaktion 51 Prozent der Anteile vom bisherigen Eigentümer der Seite, der Blogform Social Media GmbH.

„Mit dieser Akquisition gewinnen wir ein großartiges Unternehmen mit einem hervorragenden Team, welches die Basis für unsere weitere Expansion im Segment der Wirtschaftsnachrichten in Deutschland bilden wird“, sagt Anders Eriksson, CEO von Bonnier Business Press. „Bonnier ist überzeugt, dass es…

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Brüssels Politiknullen: Sanktionen trotz Minsker Vereinbarungen

In der Parallelwelt von Brüssel werden trotz der erfüllten Bedingung von erfolgreichen Friedensgesprächen ab Montag dennoch neue Sanktionen verhängt. Die deutschen Medien legen Sieger und Verlierer fest. Andreas von Bülow, ehem. SPD-Politiker und Publizist, kommentiert die Reaktionen in Brüssel und die Rolle, die die USA in der Ukraine spielen.

http://www.netzplanet.net/

Obama: »Manchmal müssen wir massiven Druck ausüben, wenn Länder nicht das tun, was wir von ihnen verlangen.«

(Admin: Na, sowas, manchmal??? Wieviele Brandherde gibt es in der Welt. Vom wem sind diese verursacht? Obama, eine der Marionetten der Eliten, schmückt sich auch noch mit fremden Federn, denn  diese Bösartigkeit ist noch nicht einmal auf seinem Mist gewachsen. Er ist, wie Merkel und viele andere, ein willfähriges Werkzeug, abscheulich einfach. Können diese Leute denken? Fühlen schon mal gar nicht, denn an die Menschen, die dabei draufgehen, verschwenden sie keinen Gedanken. Oder doch? Die Opfer sind ja gewollt, denkt man an die geplante Bevölkerungsdezimierung).

Redaktion

In einem ausführlichen und weitreichenden Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender Fox, den der amerikanische Präsident selbst als »Treffpunkt für kluge Köpfe und Nerds« bezeichnete, erklärte Barack Obama, die Realität der »führenden Position Amerikas« bringe es zuweilen mit sich, dass die USA »massiven Druck« auf Länder ausüben, »die nicht tun, was wir von ihnen verlangen«, und ihre militärische Stärke und andere Hebel einsetzen müssten, um ihre Ziele zu erreichen.

Obama bestritt zwar die Zweckmäßigkeit und den Erfolg einer rein »realistischen« Außenpolitik, argumentierte aber auch, dass die USA, deren Militärausgaben höher ausfielen als die der im Rang folgenden zehn Länder zusammengenommen, manchmal auf ihre militärische Macht und andere Einflussmöglichkeiten der Machtpolitik angewiesen seien.

Obama lobte die auf festen Regeln basierende Sicherheitsarchitektur, die sich in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet habe, räumte aber zugleich ein, dass diese Weltordnung keineswegs vollkommen gewesen sei. »Die Vereinten Nationen, der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie eine ganze Reihe weiterer Verträge und Absprachen und Normen haben in der Tat dazu beigetragen, die Welt auf eine Art und Weise zu stabilisieren, wie es sonst nicht möglich gewesen wäre«, meinte er.

Die Wirksamkeit und der Erfolg dieses idealistischen, maßgeblich vom früheren amerikanischen Präsidenten Wilson geprägten, regelbasierten Systems werde in hohem Maße dadurch infrage gestellt, dass es »in der Welt böse Menschen gibt, die versuchen, uns zu schaden«.

 

Aus Sicht des amerikanischen Präsidenten zwingen diese realen Bedrohungen die USA dazu, »das stärkste Militär der Welt zu besitzen«. Weiter meinte er: »Von Zeit zu Zeit müssen wir massiven Druck auf Länder ausüben, die das nicht tun würden, was wir von ihnen verlangen, wenn wir nicht wirtschaftlichen oder diplomatischen oder in einigen Fällen auch militärischen Druck ausübten – wenn wir diesen Realismus nicht aufbrächten, würden wir überhaupt nichts erreichen.«

Weiter argumentierte Obama, die USA hätten nicht für alle Herausforderungen der modernen Welt »militärische Lösungen« parat, andererseits stünde, was die anderen Staaten angehe, so fügte er hinzu, niemand über den USA, der sie angreifen oder provozieren könnte. »Am nächsten kommt uns offensichtlich Russland mit seinem Arsenal an Atomwaffen. Aber im Allgemeinen ist es nicht in der Lage, weltweit einzugreifen, wie uns das möglich ist. Auch China ist dazu nicht in der Lage. Wir geben mehr Geld für unser Militär als die im Rang folgenden zehn Länder zusammengenommen aus«, sagte er.

Als größte Gefahr und Bedrohung für die Weltgemeinschaft heute bezeichnete Obama in diesem Zusammenhang die »Unordnung«, die von gescheiterten Staaten und »asymmetrischen Bedrohungen seitens terroristischer Organisationen« ausgehe. Zur Bewältigung dieser und anderer Probleme gehört nach seinen Worten aber auch, wenn möglich »andere Länder« und »andere Ressourcen zu unterstützen«.

Gleichzeitig betonte er aber, Washington sei die weltweite »Führungsmacht, weil wir über Fähigkeiten und Möglichkeiten verfügen, wie sie kein anderer besitzt«. Dieser Anspruch beinhalte aber auch, »Aufgaben zu übernehmen und für das Ergebnis mitverantwortlich zu sein«.

Auf die Frage nach Grenzen der amerikanischen Macht räumte Obama ein, es gebe doch einiges, was seine Regierung hinsichtlich der amerikanischen Machtprojektion nicht zu leisten imstande sei, aber man arbeite daran und sei optimistisch.

»Die amerikanische Führungsrolle ergibt sich zum Teil aus unserer ›Wir schaffen das‹-Mentalität. Wir sind das größte und mächtigste Land der Welt. Wie ich zuvor schon an anderer Stelle sagte: Wenn es Probleme gibt, wendet man sich nicht an Peking oder Moskau. Man wendet sich an uns. Und wir übernehmen diese Verantwortung. Entscheidend ist meiner Ansicht nach, wie diese Führungsrolle ausgeübt wird. Meine Regierung ist sehr aggressiv und internationalistisch, wenn es darum geht, sich Problemen zu stellen und zu versuchen, sie zu lösen«, sagte er.

Dieser amerikanische Führungsanspruch, der oftmals im Zusammenhang mit der angeblichen herausragenden Sonderstellung der USA (»Amerikanischer Exzeptionalismus«) auftaucht, wird immer wieder von Moskau infrage gestellt.

Im vergangenen September griff der russische Außenminister Lawrow dieses Thema nach der Rede Obamas vor den Vereinten Nationen auf. Dort hatte Obama die »russische Aggression in Europa« zusammen mit der Ebola-Epidemie und der von der Terrormiliz Islamischer Staat ausgehenden Gefahr als Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit bezeichnet.

Lawrow meinte, Obamas UN-Rede sollte – zumindest habe der US-Präsident versucht, diesen Eindruck zu erwecken – die Rede eines Friedensstifters sein, allerdings sei ihm dies, gemessen an den Tatsachen, misslungen. Der russische Außenminister fuhr fort, Obama habe eine Weltsicht vertreten, die von der Vorstellung des »amerikanischen Exzeptionalismus« geprägt sei.

»Dies ist die Weltsicht eines Landes, das sich in seiner Verteidigungsdoktrin das Recht herausnimmt, Gewalt willkürlich und im Widerspruch zu Resolutionen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen oder anderer völkerrechtlicher Bestimmungen anzuwenden«, meinte er.

In einem Artikel in der New York Times hatte der russische Präsident Wladimir Putin im September 2013 geschrieben, diese Vorstellung einer amerikanischen Sonderrolle sei im weltpolitischen Maßstab sehr bedenklich. »Es birgt außerordentliche Gefahren, Menschen dazu zu ermuntern, sich selbst als ›außergewöhnlich‹ zu betrachten, welche Gründe auch immer man dafür anführen mag.

Es gibt große und kleinere Länder, reichere und ärmere, Länder mit einer langen demokratischen Tradition und andere, die immer noch ihren Weg zur Demokratie suchen. Auch ihre jeweilige Politik unterscheidet sich. Wir alle unterscheiden uns von anderen, aber wenn wir um den Segen Gottes bitten, dürfen wir nicht vergessen, dass Gott uns alle gleich geschaffen hat.«

Verschwörungstheoretiker? BBC präsentiert Maidan-Scharfschützen der jetzigen Regierung (Videos)

maidan-schuetzen

Die BBC präsentiert in einer aktuellen Reportage einen Zeugen, der angibt, während der Maidan-Unruhen als Schütze von dem von der Opposition kontrollierten Gebäude des Konservatoriums auf Polizisten geschossen zu haben. Verantwortlich dafür soll nach Aussagen des BBC-Zeugen, der damaligen “Sicherheitschef” der Proteste, Andrij Parubij, enger Vertraute des aktuellen Premierministers Arsenij Jazenjuk, gewesen sein.

Es hatte bereits unmittelbar nach der Machtergreifung der ukrainischen Opposition Hinweise darauf gegeben, dass die tödlichen Schüsse auf Polizeibeamte und Demonstranten, die zur Eskalation der Gewalt im Rahmen der Demonstrationen beigetragen hatten, nicht, wie es von der Opposition und westlichen Medien verbreitet worden ist, von der Janukowytsch-treuen Sondereinheit Berkut, sondern von einem Gebäude aus abgegeben worden wäre, das von der Opposition gehalten wurde.

Das Regime in Kiew behauptet bis heute, der Tod von 50 Demonstranten und drei Polizisten sei auf einen gezielten Einsatz von Scharfschützen auf Befehl des gewählten Präsidenten Viktor Janukowytsch zurückzuführen gewesen. Das Massaker wurde nie aufgeklärt, die von einem Mitglied der rechtsextremen Partei “Swoboda” geleitete Oberstaatsanwaltschaft von Kiew verhindert bis heute eine Aufarbeitung der Ereignisse durch Staatsanwälte und Anwälte der Opfer und präsentiert lediglich drei Polizisten als Sündenböcke, die auf der Basis zweifelhafter Beweismittel belastet werden.

Politische Beobachter hatten jedoch schon bald gemerkt, dass mit der offiziellen Lesart der Ereignisse einiges nicht stimmen konnte. Auch der österreichische Spitzendiplomat Wolfgang Petritsch hatte schon vor einiger Zeit davon gesprochen, dass der Machtwechsel in Kiew “putschähnliche Züge” getragen habe.

Nun ist es der BBC gelungen, einen Schützen zu identifizieren, der von dem von der Opposition kontrollierten Gebäude des Konservatoriums auf Polizisten und die unbewaffneten Demonstranten geschossen hat und dies auch im Gespräch mit dem Sender einräumt.

Er gesteht auch ein, dass sein Einsatz von langer Hand geplant war. Er sei mit den Worten “Deine Zeit wird noch kommen” vom eigentlichen Demonstrationsgeschehen auf dem Maidan von einem ehemaligen Offizier, der in der Protestbewegung tätig war, zurückgehalten worden und auf einen speziellen Einsatz vorbereitet worden.

Er habe vor seinem Einsatz ein Saiga-Jagdgewehr ausgehändigt bekommen und habe dann mit einem zweiten Schützen vom Konservatorium aus, das bereits in den Händen der Opposition war, auf Polizisten geschossen. Der Mann äußerte gegenüber der BBC, er habe auf die Füße der Polizisten gezielt, hätte sie jedoch auch “in die Arme oder anderswohin” treffen können.

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Der Abgeordnete Andrij Shevchenko bestätigt die Angaben. Gegenüber BBC sagte er, er sei von der Polizei informiert worden, dass Männer vom Konservatorium aus auf die Beamten geschossen hätten. Er habe daraufhin den damaligen “Sicherheitschef” der Proteste, Andrij Parubij, einen engen Vertrauten des von den USA als potenziellen neuen Regierungschef ins Spiel gebrachten Arsenij Jazenjuk, kontaktiert und ihn auf die Schützen aufmerksam gemacht. Dieser gab lediglich an, die Lage überprüfen zu lassen. Auch die Polizei habe Shevchenko über Schüsse vom Konservatorium aus informiert, worauf er erneut Parubij kontaktierte, dieser jedoch leugnete, dass vom Konservatorium aus überhaupt geschossen werden könne.

Video:

Die BBC präsentiert jedoch Fotos des Fotografen Evgeniy Maloletka, die zweifelsfrei Scharfschützen im von der Opposition kontrollierten Konservatorium und auf dem Balkon zeigen.

Der mutmaßliche Schütze selbst, der mit der BBC gesprochen hat, gab an, dass er von Männern, die Parubij zugeordnet werden könnten, mitten im Einsatz aus dem Gebäude eskortiert und mit einem Auto aus Kiew weggebracht worden wäre. Man habe ihn irgendwo außerhalb von Kiew ausgesetzt.

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Parubij, der im Zuge des Putschgeschehens auf dem Maidan eng mit rechtsextremen Banden des “Rechten Sektors“ und der “Swoboda” zusammengearbeitet hatte, ist heute Mitglied der Partei von Jazenjuk und stellvertretender Sprecher des ukrainischen Parlaments. Er selbst schwadroniert bis heute von angeblich “aus Russland eingeschleusten Scharfschützen”, die auf dem Maidan geschossen hätten.

Die nunmehrigen Enthüllungen der BBC und der Inhalt eines bereits damals abgefangenen Gesprächs der US-Sonderbeauftragten Victoria Nuland stützen die These, dass es sich bei den Maidan-Unruhen um einen gezielt mithilfe ausländische Kräfte herbeigeführten Putsch gegen eine gewählte Regierung gehandelt hat.

Video:

Parubij, der im Zuge des Putschgeschehens auf dem Maidan eng mit rechtsextremen Banden des “Rechten Sektors“ und der “Swoboda” zusammengearbeitet hatte, ist heute Mitglied der Partei von Jazenjuk und stellvertretender Sprecher des ukrainischen Parlaments. Er selbst schwadroniert bis heute von angeblich “aus Russland eingeschleusten Scharfschützen”, die auf dem Maidan geschossen hätten.

Die nunmehrigen Enthüllungen der BBC und der Inhalt eines bereits damals abgefangenen Gesprächs der US-Sonderbeauftragten Victoria Nuland stützen die These, dass es sich bei den Maidan-Unruhen um einen gezielt mithilfe ausländische Kräfte herbeigeführten Putsch gegen eine gewählte Regierung gehandelt hat.

Video:

Quellen: AFP/bbc.co.uk/rtdeutsch.com vom 13.02.2015

http://www.pravda-tv.com/

Heute vor 70 Jahren: Bomben auf Dresden

Eines der brutalsten Massaker der Menschheitsgeschichte war zweifellos die Bombardierung Dresdens zwischen dem 13. und 15. Februar 1945, als durch angloamerikanische Luftangriffe nach einigen Schätzungen bis zu 500’000 deutsche Zivilisten und Flüchtlinge ums Leben kamen.

Dresden-Bombing

“Dresden Bombing” Bild: Wikipedia
Autor: U.S. Airforce, Lizenz: public domain

Während sich die USA und Großbritannien heute medienwirksam als Verfechter der Menschenrechte in Afghanistan, Irak, Syrien und vielen anderen Ländern auf der ganzen Welt darstellen, wurden die mitunter größten Massaker der Menschheitsgeschichte von ebenjenen verübt. So wurden bis zu 500’000 deutsche Zivilisten und Flüchtlinge (s.u., “Opferzahlen”), zum großen Teil Frauen und Kinder, im Jahr 1945 bei einem mehrtägigen angloamerikanischen Flächenbombardement ermordet, was als eines der schlimmsten Bombardements aller Zeiten in die Geschichte eingehen sollte.

13. Februar 1945, gegen 21 Uhr ertönte der Fliegeralarm, niemand ahnte, welche Hölle den Menschen bevorstand und die meisten nahmen den Alarm auch nicht wirklich ernst, da Dresden vorher noch nie aus der Luft bedroht wurde. Der erste Luftangriff dauerte von 22:13 bis 22:28 Uhr, wodurch ca. drei Viertel der Dresdner Altstadt zerstört wurde mit dem Ziel, die gesamte Innenstadt zu zerstören. In der Nacht zum 14. Februar um 1:23 Uhr begann die zweite Angriffswelle, in der sich die britische und die kanadische Luftwaffe an den lodernden Feuern der vorangegangenen Bombardierungen orientierten, um den Aufenthalt der geflohenen Menschen festzustellen und dort weitere Bomben abzuwerfen. Um 12:23 Uhr wurde ein weiterer Angriff durchgeführt.

Wegen schlechten Wetters kamen zwei Bombergruppen vom Kurs ab undbombardierten versehentlich die tschechische Hauptstadt Prag, so offizielle Erklärungen, wodurch 701 Personen starben und 1’184 weitere verletzt wurden. Da die Bombardements jedoch monatelang gründlich vorbereitet wurden, ist diese Version nur bedingt glaubwürdig.

Am 15. Februar erfolgte zwischen 11:52 und 12:01 ein weiterer Luftangriff auf Dresden. Über 700’000 Brandbomben wurden auf 1,2 Millionen Bewohner und Flüchtlinge in Dresden (Bewohner + ca. 600’000 Flüchtlinge aus Ostdeutschland) auf Befehle von Großbritanniens damaligem Premierminister Winston Churchill und US-Präsident Franklin D. Roosevelt abgeworfen. Das Bombardement am 13. Februar 1945 war derart grausam, dass einige Historiker dieses Ereignis heute als den “Höhepunkt des Wahnsinns Churchills” bezeichnen. “Ich will keine Vorschläge hören, wie wir die Wirtschaft und die Kriegsmaschinerie außer Gefecht setzen können, sondern ich will deutsche Flüchtlinge auf ihrer Flucht aus Breslau braten”, soll Churchill einst gesagt haben.

Es kamen bei der Bombardierung verschiedene Brandbombentypen zum Einsatz. Unter anderem die Flammstrahlbombe, bestehend aus Magnesium, Benzin und Kautschuk, die beim Aufschlag eine meterhohe Stichflamme entzündete. Ebenfalls eingesetzt wurden Kanisterbomben mit einer extrem brennbaren Gummi-Phosphor-Mischung, welche durch die Detonation in alle Richtungen verspritzt wurde, sowie Flüssigbomben mit einer zähen Brandmasse aus Benzol und Gummi.

Auch 1,8 Tonnen schwere Luftminen kamen zum Einsatz, welche einen enormen Luftdruck entwickelten und damit Lungen und Trommelfelle in der nähe befindlicher Menschen zerrissen. Über 68.000 davon wurden während des Zweiten Weltkrieges über deutschen Städten abgeworfen. 650.000 Brandbomben wurden allein über Dresden abgeworfen insgesamt wurden laut einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens 83,433 Millionen Brandbomben gegen Deutschland eingesetzt.

Häufig wird das Massaker als eine Reaktion Großbritanniens auf die Bombardierung der Flugzeugwerke von Coventry dargestellt. Allerdings steht dies in keinerlei Verhältnis, zudem war der Angriff auf die Rüstungsfabriken im Gegensatz zur Bombardierung der Dresdner Zivilbevölkerung von militärisch-strategischer Bedeutung und seinerseits eine Reaktion auf die Bombardierung Berlins. Bei der Bombardierung der Industriestadt Coventry wurden gezielt Fabriken beschossen, wodurch je nach Quelle zwischen 380 und 554 Menschen ums Leben kamen.

Leichenberge nach den Luftangriffen Bundesarchiv, Bild 183-08778-0001 / Hahn / CC-BY-SA 3.0

Leichenberge nach den Luftangriffen, Bundesarchiv, Bild 183-08778-0001, Hahn, CC-BY-SA 3.0

Opferzahlen

Über die Opferzahlen scheiden sich unter Historikern die Geister, leider gibt es stark abweichende Angaben dazu. In deutschen Geschichtsbüchern liest man neuerdings Zahlen zwischen 18’000 bis 25’000 Toten, unabhängige internationale Schätzungen gehen von bis zu 500’000 Toten aus.

260’000 Leichen wurden nach den Bombardements der Royal Air Force (RAF) und der United States Army Air Force (USAAF) in Dresden gezählt. Da die Flächenbrände auf den Straßen Dresdens Temperaturen von bis zu 1600°C erreichten, verbrannten unzählige Menschen und hinterließen aufgrund der extremen Hitze keinerlei Überreste, weshalb keine genauen Angaben gemacht werden konnten.

Man schätzte jedoch, dass die sich Zahl der getöteten Stadtbewohner und Flüchtlinge aus Ostdeutschland auf rund 500’000 belief, die in weniger als drei Tagen allein in Dresden ums Leben kamen. Viele Jahrzehnte lang wurde der Commander-in-Chief der britischen Royal Air Force Arthur “Bomber” Harris dafür verunglimpft, für eine halbe Million Tote in Dresden verantwortlich zu sein.

“Die genauen Opferzahlen der angloamerikanischen Bombenangriffe auf Dresden können bis heute nur vermutet werden”, schrieb Hans-Joachim von Leesen im Jahr 2003. Das Dresdner Amt für Protokoll und Auslandsbeziehungen ging in einem Brief vom 31. Juli 1992 von insgesamt 202’040 Toten aus, überwiegend Frauen und Kinder, von denen nur etwa 30 Prozent identifiziert werden konnten. Am 30. April 1945 meldete der Erste Generalstabsoffizier von Dresden, Oberstleutnant i. G. Mathes, an das Führerhauptquartier 253’000 Todesopfer, andere Schätzungen gingen von 350’000 bis 400’000 Toten aus. Die deutsche Regierung ließ jedoch nur ein Zehntel davon verlauten, wohl um keine Unruhe in der Bevölkerung auszulösen.

1955 sagte Hans Loch, stellvertretender Vorsitzender des DDR-Ministerrates, es seien über 300’000 Dresdner durch die Luftangriffe ums Leben gekommen. Das “Referat für Fremdenverkehr beim Rat der Stadt Dresden” meldete in 1960/61 “35’000 identifizierte Leichen.” Erst eine viel spätere Untersuchung durch deutsche Historiker korrigierte die Zahl der ermordeten Zivilisten auf durch die Luftangriffe auf 18’000 bis 25’000.

Geht man also von der höchsten Schätzung (500’000 Tote) aus, kamen bei den Flächenbombardements 40% der Bewohner um. Glaubt man der am häufigsten geschätzten Zahl von 250’000,  starben im “Feuersturm über Dresden” rund 20% aller dort befindlichen Bürger.  Folgt man der offiziellen Zahl deutscher Historiker (18’000 – 25’000), starben nur 1,5 bis 2% der Dresdner Bevölkerung. Welche der Zahlen der Realität am nächsten kommt, darf der Leser selbst einschätzen.

90 Prozent der Stadt zerstört

Neunzig Prozent aller Gebäude in der Innenstadt wurden komplett zerstört, darunter mehr als 20 Krankenhäuser. Der verursachte Qualm stieg mehr als 4,5 Kilometer in die Höhe, 2’640 Tonnen an Bomben prasselten auf Dresden nieder, zwei Drittel davon waren Brandbomben. Doch nicht nur die Flächenbrände verursachten hunderttausende Tote, viele Menschen erstickten auch durch mangelnden Sauerstoff oder sprangen auf der Flucht vor dem Feuer in Wassertanks, in denen sie in vielen Fällen kochendes Wasser vorfanden, worin sie “zu Tode gekocht” wurden.

Die Brandbomben machten aus ganzen Familien mit Frauen und Kindern “menschliche Fackeln”, wie der damalige Kriegsgefangene und 1919 geborene Zeitzeuge Victor Gregg in einem Gastbeitrag im britischen Guardian schrieb. Die ganze Stadt habe wie eine Fackel gebrannt und muss “für die Piloten hunderte Meilen entfernt sichtbar gewesen sein.” Er hörte die Schreie derer, die lebendig verbrannt wurden wie auch die Schreie derer, die es noch nicht erwischt hatte. Dresden habe keinerlei militärische Verteidigung besessen, “nicht einmal Flakgeschütze oder Scheinwerfer, nichts.”

Ziel des “moralischen Bombardements“ (nach oben genanntem Arthur Harris) war die Demoralisierung der deutschen Zivilbevölkerung, um die Menschen gegen die eigene Regierung aufzubringen und somit den Krieg zu verkürzen. Die Demoralisierung der Bevölkerung hatte, wenn auch auf anderem Wege, laut verschiedenen Quellen bereits im Ersten Weltkrieg trotz enormer militärischer Stärke zu lähmenden Streiks und damit letztendlich zur Kapitulation Deutschlands geführt.

Beschlossen wurde die Zerstörung Dresdens und anderer ostdeutscher Städte laut einigen Berichten auf der “Jalta Konferenz” zur Unterstützung sowjetischer Truppen an der Ostfront, durch die USA, Großbritannien und die Sowjetunion vom 04. bis 11. Februar 1945, wo “die Erklärung über das befreite Europa” und “der Untergang Nazi-Deutschlands” festgelegt wurde.

Die Sowjetunion war zudem von einem baldigen Rückzug amerikanischer Truppen aus Europa überzeugt und fühlte sich Großbritannien überlegen, weshalb eine Stärkung Frankreichs nach dem Sieg über Deutschland zunächst abgelehnt wurde, da man dadurch russische Interessen in Gefahr sah. Weitere interessante Infos dazu hier. Die Schlüsselpunkte der Jalta Konferenz im Einzelnen:

  • Die bedingungslose Kapitulation Nazi-Deutschlands und die Aufteilung Deutschlands und Berlins in vier Besatzungszonen
  • Stalins Zustimmung zu einer vierten Besatzungszone unter der Kontrolle Frankreichs
  • Deutschlands Entmilitarisierung und Entnazifizierung (Umerziehung)
  • Reparationszahlungen und Zwangsarbeit deutscher Kriegsgefangener zur “Wiedergutmachung”
  • Der Status Polens und die Umwandlung der provisorischen kommunistischen Regierung in eine westlich-demokratische
  • Eine “territoriale Entschädigung Polens”
  • Die Überführung von “Einwohnern” der Sowjetunion und Jugoslawiens in ihre jeweiligen Länder, unabhängig von deren Zustimmung
  • Den Beitritt der Sowjetunion samt aller 16 Sowjetrepubliken in die Vereinten Nationen (14 Republiken wurde der Beitritt verweigert)
  • Stalins Zusage, innerhalb von 90 Tagen nach der Niederlage Deutschlands dem Krieg gegen Japan beizutreten (tatsächlich erfolgte die Kriegserklärung genau 90 Tage nach der Kapitulation der Wehrmacht)
  • Die Jagd auf Nazi-Kriegsverbrecher
  • Ein “Ausschuss für die Zerstückelung Deutschlands”, wo unter anderem auch vorgeschlagen wurde, Deutschland in sechs Nationen (Hannover, Preußen, Hessen, Sachsen, Bayern, Internationale Zone) zu unterteilen und Österreich unter alliierte Verwaltung zu stellen und von Deutschland abzuspalten

Die in Dresden befindlichen Flüchtlinge waren zuvor vor der vorrückenden Roten Armee geflohen, die sich zu diesem Zeitpunkt nur noch 60 Meilen (~knapp 100 Kilometer) vor Dresden befand. Die Häuser waren überfüllt von Flüchtlingen, Tausende sahen sich mangels Platz gezwungen, auf den Straßen in der bitteren Kälte zu zelten. Dresden war ein wichtiger Knotenpunkt mit Bahnverbindungen nach Berlin, Prag, Breslau, Warschau, Leipzig und Nürnberg. Die Bombardierung Dresdens war also kein Angriff auf das deutsche Militär, sondern auf die Zivilbevölkerung (“um den Durchhaltewillen der Deutschen endgültig zu brechen”) sowie die Infrastruktur.

Weitere deutsche Städte, in denen von Briten und Amerikanern gezielt Zivilisten bei Luftangriffen attackiert wurden, waren Kiel, Neumünster, Stralsund, Bremerhaven, Emden, Wilhelmshaven, Hamburg, Neubrandenburg, Neustrelitz, Prenzlau, Bremen, Hannover, Rheine, Osnabrück, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg, Berlin, Potsdam, Frankfurt/Oder, Bocholt, Münster, Kleve, Wesel, Dortmund, Hamm, Soest, Krefeld, Mönchengladbach, Düsseldorf , Aachen, Düren, Bonn, Köln, Siegen, Koblenz, Trier, Bingen, Bad Kreuznach, Mainz, Worms, Kaiserslautern, Pirmasens, Karlsruhe, Pforzheim, Stuttgart, Freiburg, Friedrichshafen, Ulm, München, Augsburg, Straubing, Heilbronn, Nürnberg, Ingolstadt, Bayreuth, Mannheim, Ludwigshafen, Darmstadt, Offenbach, Hanau, Frankfurt/Main, Gießen, Schweinfurt, Würzburg, Gießen, Kassel, Nordhausen, Merseburg, Leipzig, Chemnitz, Eilenburg, Halberstadt, Magdeburg, Gelsenkirchen, Oberhausen, Witten, Duisburg, Hagen, Wuppertal, Solingen, Neuss, Remscheid, Brilon, Aschaffenburg und Swinemünde.

“German Village”

Auf die Bombardierung deutscher Städte hatte sich das amerikanische Militär bereits ab 1943 akribisch vorbereitet. In der Wüste von Utah baute der deutsche Jude Erich Mendelsohn, nach dem heute in der Bundesrepublik Parks, Straßen und Denkmäler benannt sind, gemeinsam mit Technikern von Rockefellers Standard Oil, detailgetreu deutsche Stadtviertel nach (“German Village“), welche von der US-Luftwaffe zu Testzwecken bombardiert wurden. An genauen Duplikaten von Berlins dichtbesiedelten Arbeitervierteln in Wedding und Kreuzberg wurde der “Feuersturm in der Reichshauptstadt” erfolgreich getestet und später entsprechend durchgeführt.

Mendelsohn lieferte den USA detaillierte Informationen über die Dachkonstruktionen in den Wohngebieten, um die größtmögliche Wirkung mit den Brandbomben zu erreichen. Zudem wurde ein Experte für deutschen Holzrahmenbau von der Harvard Architecture School hinzugezogen. Um das nasskalte Wetter in Deutschland nachzustellen, begossen US-Soldaten die Testobjekte regelmäßig mit Wasser. Auch japanische Wohnviertel wurden aufgebaut und die Gebäude dann mit Hinoki-Holz und Strohmatten eingerichtet.

Zwischen Mai und September 1943 wurde “German Village” drei mal mit Brandbomben eingeäschert und wieder aufgebaut, um die geplanten Angriffe auf Deutschland genau durchzuspielen. Das US-Militär beteuerte später, dass man “ausschließlich militärische Ziele” zu treffen beabsichtigte. Die Engländer äußerten später hingegen, dass man mit den Bombardements ”dem deutschen Industriearbeiter sein Dach über dem Kopf nehmen wollte.”

Erfolge

Dass die europäischen Mächte der amerikanischen Führung ein Dorn im Auge waren, beweist folgende Aussage von Harry S. Truman, der am 23. Juni 1941 vor dem US-Senat sagte: “Wenn wir sehen, dass Deutschland gewinnt, sollten wir Russland helfen, und wenn Russland gewinnt, sollten wir Deutschland helfen. Auf diese Weise sterben so viele wie möglich.”

Die USA stiegen nach dem Zweiten Weltkrieg zur neuen globalen Supermacht auf. Das britische Empire lag in Scherben, die Sowjetunion hatte nach offiziellen Zahlen die größten menschlichen Verluste und der “Petrodollar” umspannte von nun an die Welt. Deutschland wurde in vier Teile gespalten: Ostdeutschland wurde ethnisch gesäubert und an Polen übergeben; die DDR, die BRD und Österreich waren als wirtschaftliche Konkurrenten komplett ausradiert bzw. standen unter Totalkontrolle und stellten für die wirtschaftliche Vorherrschaft der Westmächte von nun an keine Gefahr mehr dar.

Churchill wurde im Jahr 1953 von der britischen Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen und erhielt den Orden des blauen Hosenbandes, der exklusivste Orden des Vereinigten Königreichs und einer der angesehensten Europas.

Bis heute werden in verschiedenen deutschen Städten fast täglich britische und amerikanische Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und müssen aufwendig gesprengt oder entschärft werden.

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