Tote bei Granatenbeschuss nahe Residenz des Republikchefs von Donezk Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/#ixzz3Rk6NUYsI

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Bei Granateinschlag nahe der Residenz des Chefs der „Volksrepublik Donezk“, Alexander Sachartschenko, sind am Samstag drei Zivilisten getötet worden, teilte ein Milizsprecher RIA Novosti mit.

Bei dem Granatwerferbeschuss durch die ukrainische Armee wurden zwei Menschen an einer O-Bus-Haltestelle getötet. Ein weiterer kam in seiner Wohnung durch Splitter ums Leben.

Die Granate explodierte etwa 100 Meter von Journalisten entfernt, die auf den Beginn einer Pressekonferenz mit dem Republikchef warteten, hieß es.

http://de.sputniknews.com/politik/20150214/301119775.html#ixzz3Rk6danAG

RT blickt hinter die Kulissen von Minsk: Wodkashots, Todesstoß für Merkels Handy und Putins Bleistift

Von schlafwandelnden Journalisten im Regierungs-Palast über “Sowjet-Champagner”, „eimerweise Kaffee“ für die Regierenden bis zu angeblich zerbrochenen Bleistiften sowie zwischen Staatspräsidenten weggezogenen Stühlen – RT hat die interessantesten Momente hinter den Kulissen der epischen nächtlichen Ukraine-Friedensverhandlungen dokumentiert.

Quelle: RT

Versteckspiel im Palast

Selbstmitleid kommt bei Journalisten nie zu kurz – nach 16 Stunden Warten hat sich die Presse als das wahre Opfer des Ukrainekonflikts dargestellt. Einige trösteten sich mit einer Auswahl an Leckerbissen und Getränken, die persönlich vom früheren Leiter einer Kolchose, genehmigt wurden.

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(Bald werden sie wohl auch Betten brauchen. Die Gespräche gehen weiter. @ASLuhn: Wenigstens gibt es Wodka und sowjetischen Champagner für die Journalisten)

Während die einen vom Schlaf übermannt wurden, haben andere Fotos gemacht.

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talks go on more than 15hrs, floor in palace heated http://on.rt.com/g2wgi1  @Anna_Iva_RT

Der Räuberbaron

Michail Chodorkowski und der Westen – Von MATTHIAS RUDE, 13. Februar 2015 – 

Michail Chodorkowski Im Jahr 1992 erschien in Russland das Buch Der Mann mit dem Rubel. Der Titel kam nicht von ungefähr: Der Mann mit dem Gewehr war ein berühmter sowjetischer Film von 1938 über Lenin; die Verfasser der daran angelehnten Schrift verkündeten nun: „Wir haben lange genug nach Lenin gelebt! Unser Kompass ist der Profit, erzielt unter strenger Einhaltung der Gesetze. Unser Idol ist Seine Finanzielle Hoheit, das Kapital, denn das Kapital und nur das Kapital führt zu Reichtum als Normalzustand. Schluss mit dem Leben in der Utopie, Bahn frei für das Geschäft, das reich macht.“(1) Reich ist Michail Chodorkowski, einer der beiden Autoren des Buches, geworden – mit der Einhaltung der Gesetze nahm er es dabei allerdings nicht so genau. Nach einem Jahrzehnt in Haft kehrt er nun zurück auf die Bühne der russischen Politik – mit Präsidentschaftsambitionen. Als pro-westliche Alternative zu Putin wird er gestützt von europäischen und US-amerikanischen Eliten, denen er sich angedient hat.

Gesetz des Dschungels

In der Sowjetunion gehörte Chodorkowski zu jenen Kadern des Parteinachwuchses, die schnell begriffen, wie man die Phase der beginnenden Privatisierung zum eigenen Vorteil nutzen konnte. 1987 übernahm er, mit 24 Jahren, die Leitung eines Komsomol-Unternehmens – Komsomol hieß die Jugendorganisation der KPdSU –, das unter anderem mit dem Import von Computern sein Geld machte. Gewinn pro Rechner: 3000 Prozent.(2) Parallel begann er, eine Privatbank aufzubauen – bevor überhaupt ein Gesetz erlassen wurde, das dies erlaubte. „Hier herrschte in den Übergangszeiten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion das Gesetz des Dschungels. Keiner wusste genau, welche Vorschriften noch galten – ich nutzte das aus“, erzählte der Milliardär 2002 und bezeichnete sich als „Räuberbaron“.(3) Chodorkowskis Verteidiger rechtfertigte die Gesetzesverstöße seines Mandanten, nachdem dieser 2003 wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden war, mit den Worten: „Ich wage zu behaupten, dass die Erstanhäufung von Kapital auf der ganzen Welt und zu allen Zeiten mit Gesetzesverstößen verbunden war und ist.“ Das Gesetz sei eben „eine Bremse für den Fortschritt“.(4) Als die Bank Menatep im Zuge der Rubel-Krise 1998 pleite ging, ließ Chodorkowski Kreditgeber, Anleger und Aktionäre leer ausgehen – nicht ohne sich vorher die Aktiva gesichert zu haben.(5) „Die Krise von ’98 war ,die Krise Chodorkowski‘, sie war von ihm provoziert und brachte ihm fabelhafte Dividenden ein“, schrieb zehn Jahre später ein russischer Journalist.(6)

Die Macht der Medien erkannte Chodorkowski spätestens bei den Präsidentschaftswahlen 1996, als er sich mit anderen Oligarchen zusammentat, um den prognostizierten Wahlsieg des kommunistischen Kandidaten Gennadij Sjuganow zu verhindern. Der Zeitpunkt, an dem damalige Großunternehmer beschlossen, von da an Jelzin zu unterstützen, sei das Weltwirtschaftsforum in Davos gewesen; Chodorkowski berichtet von einem Gespräch zwischen dem Oligarchen Boris Beresowski und George Soros – jenem US-Milliardär, der mit seinem Geld nicht wenig zum Ende der Sowjetunion und zu den „bunten“ Revolutionen beigetragen hat und der bis heute pro-westliche Kräfte in Osteuropa finanziert.(7) 140 Millionen US-Dollar sollen die Oligarchen in die Wahlkampagne Jelzins gepumpt haben, 46 Mal mehr als erlaubt.(8) Sjuganow wurde mit einer beispiellosen Schmutzkampagne überzogen. „Etliche Millionen-Dollar-Investitionen und die Maschinerie von endlosen Manipulationen der öffentlichen Meinung“, so beschreibt Chodorkowski später das Vorgehen und gibt zu: „Zweifellos war das ein autoritäres Szenario.“ Doch der Zweck heilige die Mittel.(9) Das weitere Geschehen fasst der russische Journalist Waleri Panjuschkin folgendermaßen zusammen: „Jelzin wurde Präsident. Michail Chodorkowski erhielt auf der Pfandauktion den Zuschlag für die Firma Jukos. Alle anderen Finanzexperten, die Jelzin unterstützten, bekamen auch etwas ab.“(10) Weit unter Wert konnte Chodorkowski so den Ölkonzern erwerben und zum reichsten Mann Russlands aufsteigen.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts hatten der Oligarch und sein Firmenimperium in Russland wie auch im Westen einen schmutzigen, geradezu mörderischen Ruf.(11) Der in Deutschland wirkende ukrainische Journalist Viktor Timtschenko spricht von Sprengsätzen und Maschinengewehrsalven gegen Menschen, die „keine Fehde mit den Killern persönlich, sondern die mit Menatep, mit Jukos, mit Chodorkowskis Reich Ärger hatten“.(12) Trotzdem wurde, wie eine britische Zeitung vor zehn Jahren bemerkte, ausgerechnet jener Oligarch, der „eine Spur von betrogenen westlichen Investoren und verdächtigen Todesfällen“ hinterlassen habe, auf einmal zum „Liebling der amerikanischen politischen Elite“.(13) Wie kam es dazu?

Zirkel der Macht

Vom Elitarismus ist Chodorkowskis Denken durchdrungen. In seinem im Gefängnis verfassten „politischen Bekenntnis“ Mein Weg schreibt er: „Eine Führungsrolle können zehn bis fünfzehn, vielleicht auch zwanzig Prozent einer Bevölkerung übernehmen.“ Jeder Fortschritt sei „das Ergebnis bewusster Anstrengungen einer verantwortungsvollen Elite, ihres ordnenden und erzieherisch wirkenden Einflusses auf die Gesellschaft.“(14) Sobald es ihm möglich war, erkaufte er sich nicht nur positive Schlagzeilen in der (West-)Presse, sondern auch den Eintritt zu elitären Zirkeln der Macht.

Kasten Zunächst engagierte Jukos Dutzende von westlichen Managern, damit sie den Konzern repräsentieren und ihre Beziehungen für ihn spielen ließen, darunter politische Schwergewichte wie den ehemaligen britischen Außenminister Lord David Owen. 2002 wurde zudem die weltweit bekannte Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PWC) damit beauftragt, Unternehmensbilanzen nach Vorgaben von strengen US-amerikanischen Standards zu veröffentlichen. Russland und der Westen staunten nicht schlecht. Als russische Behörden PWC später verklagten – wegen „Beihilfe zur Steuerhinterziehung“ –, zog das Unternehmen seine Prüfberichte, die bis heute den Mythos um die „Transparenz“ bei Jukos nähren, für die Jahre 1996 bis 2004 allerdings wieder zurück.(15)

Als 2001 ein von Chodorkowski gewünschtes Treffen mit Condoleezza Rice, der Sicherheitsberaterin des damaligen US-Präsidenten George W. Bush, zunächst abgelehnt wurde, wurde mit Geld nachgeholfen. Allein die Bibliothek des Kongresses erhielt eine Spende von einer Million Dollar, eine halbe Million ging an den US Think Tank Carnegie Endowment for International Peace, 100.000 Dollar ans „National Book Festival“ – ein Lieblingsprojekt der Präsidenten-Gattin Laura Bush. Die Investitionen zahlten sich aus: „To Mikhail Khodorkovsky with best wishes. George Bush, Laura Bush“ – so signierte das Präsidentenpaar ein Foto, auf dem der Milliardär mit beiden posiert.(16) Der Ölmagnat hat also, wie die New York Times feststellt, „mächtig viel ausgegeben, um den inneren Kreis des Capitol-Hügels zu umwerben.“(17) Genauer: 50 Millionen US-Dollar jährlich zwischen 2001 und 2003.(18)

Auf diese Weise gelang es ihm, Berater der Carlyle Group zu werden, ein mit Prominenten gespicktes Risiko-Kapital-Unternehmen im Umfeld des Weißen Hauses, als der er beispielsweise auf George Bush senior, den ehemaligen Außenminister James Baker und den britischen Ex-Premier John Major traf(19), außerdem auf Frank Carlucci, der als ehemaliger US-Verteidigungsminister und CIA-Vizedirektor enge Beziehungen zu Dick Cheney pflegte. Als Vorstandsmitglied der International Crisis Group besprach Chodorkowski sich mit Militäranalytikern und Geheimdienstlern sowie mit der Elite der Geostrategen und „Demokratieförderer“ weltweit, unter anderem mit Zbigniew Brzezinski und George Soros.(20) In Deutschland wurde der inzwischen verstorbene ehemalige FDP-Vorsitzende und Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff engagiert, PR für den Milliardär zu machen. Dieser wurde Zeit seines Lebens nicht müde, das Verfahren gegen Chodorkowski zu diskreditieren – als „Schauprozess“.(21) Dass der Europarat mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ausgerechnet eine Partei-Freundin Lambsdorffs zur Berichterstatterin im Chodorkowski-Fall gemacht hatte, zeuge nicht gerade von Fingerspitzengefühl, meint der deutsche Richter Wolfgang Hirth. In einem Artikel in den Mitteilungen des Hamburgischen Richtervereins weist er darauf hin, dass Chodorkowski vor seiner Inhaftierung im Westen bestens vernetzt war, und urteilt: „Die öffentliche Empörung über die Chodorkowski-Verfahren und die ungerechtfertigte Stilisierung von Chodorkowski zum Menschenrechtshelden sind durch eine Vielzahl von Interessen beeinflusst.“(22)

Am 25. Oktober 2003 stürmten Männer der Spezialeinheit Alfa auf dem Flughafen von Nowosibirsk den Privatjet des Ölmagnaten: „Geheimdienst! Hände hoch! Dokumentenkontrolle!“ Chodorkowski soll nur gesagt haben: „Gut, gehen wir.“ Die Verhaftung kam nicht überraschend: Bereits am 19. Juni war Alexej Pitschugin, der Sicherheitschef des Konzerns, wegen mehrfachen Mordverdachts in Untersuchungshaft gekommen, am 3. Juli war ihm der Jukos-Aktionär Platon Lebedew gefolgt, dem ebenfalls Verwicklung in ein Kapitalverbrechen sowie Privatisierungsbetrug vorgeworfen wurde.(23)

Im Fokus der Staatsanwaltschaft befand Chodorkowski sich schon seit den 1990er Jahren. Es ist aber wahrscheinlich, dass seine Geschäfte mit dem Westen den Zeitpunkt seiner Verhaftung mit bestimmt haben. Denn im Frühjahr 2003 stand der Verkauf großer Teile des Jukos-Imperiums an US-amerikanische Öl-Multis kurz bevor. Bestandteil der Verhandlungen war auch der Bau eines eigenen Pipeline-Netzes, mit dem in Russland das staatliche Monopol gebrochen werden sollte, um Öl am russischen Fiskus vorbei auf den Weltmarkt lenken zu können.(24) „Chodorkowski war der Mann, der Amerika Zutritt zum Rohstoffparadies Russland versprach“, so Der Spiegel.(25) Indem ihm nun der Prozess gemacht wurde, habe der Kreml sich der Kontrolle durch Oligarchen entzogen und die Weichen für eine unabhängige makroökonomische Politik gestellt, vermutet Timtschenko.(26)

Für diese Vermutung spricht auch, dass, nachdem Chodorkowski und Lebedew in Straßburg auf eine Entschädigung von 38 Milliarden Dollar geklagt hatten, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ihnen Mitte November diesen Jahres immerhin 1,9 Milliarden Dollar tatsächlich zusprach. Die Kläger warfen Russland eine „versteckte Verstaatlichung“ des Konzerns vor, der nach 2003 zerschlagen und zu großen Teilen vom staatlichen Mineralölunternehmen Rosneft aufgekauft worden war. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und Russland hat angekündigt, es anzufechten.(27) 2011 hatte das Gericht eine Klage Chodorkowskis noch abgewiesen und die Verurteilung als „nicht politisch motiviert“ eingestuft.(28)

„Russischer Soros“

In politischer Hinsicht bezeichnet Chodorkowski sich selbst mit dem Oxymoron „Liberal-Etatist“. Vor 2003 finanzierte er in erster Linie die beiden liberalen Parteien Jabloko und die „Union der Rechten Kräfte“ SPS. Außerdem korrumpierte er Abgeordnete verschiedenster Fraktionen. Irina Jassina, Programmdirektorin der 2001 gegründeten Chodorkowski-Stiftung Offenes Russland, verteidigte ihren Freund und Arbeitgeber 2005 in einem Interview wenig überzeugend mit den Worten: „Es gab auch Abgeordneten-Listen. Aber ich möchte betonen: Die Papiere stammen aus dem Jahr 2002. Wir lebten damals in einem anderen Land. Vor drei Jahren war es real, sich die Aufgabe zu stellen, Abgeordnete aufzukaufen.“(29)

Für Offenes Russland warb der Milliardär illustres Personal an: Henry Kissinger, Gerald Ford, Lord Jacob Rothschild. Die Stiftung, die offiziell der „Förderung der russischen Zivilgesellschaft“ dienen sollte, stellte für Chodorkowski das wohl wichtigste Instrument zur Erlangung politischer Macht dar.

In einem internen Protokoll aus dem Jahr 2002, das später publik wurde, werden als Ziele der Stiftung die „Anpassung der Bevölkerung an das neue wirtschaftliche Umfeld“ unter Zuhilfenahme von „informationsaggressiven Methoden“ sowie „das Schaffen eines positiven Informationsumfeldes um Offenes Russland und ihre Führer“ genannt. Chodorkowski wird als „geistiger Anführer der russischen Jugend“ bezeichnet. Weiterhin schildert das Papier Strategien der Irreführung und der Machterlangung. So ist davon die Rede, „eine überzeugende ,Nebelwand‘ zu schaffen und so die wahren politischen Ambitionen von Offenes Russland und ihrer Führer zu verschleiern. Die wichtigsten Kernaussagen des Programms: Russische Unternehmer haben ihre soziale Verantwortung gegenüber den Menschen erkannt und möchten den Mitbürgern helfen, eine Ausbildung zu bekommen, gute Arbeit zu finden, viel in Russland und für Russland zu verdienen.“ Eine Strategie nennt sich „russischer Soros“; sie hat zwei Phasen: Zunächst solle in der russischen Bevölkerung das Bild Chodorkowskis als „Wohltäter“ gefestigt werden, aber noch nicht als Politiker; nach diesem „Branding“ begänne Chodorkowski dann, auch politische Ideen zu verbreiten.

„Wenn diese Ideen nicht von den ,Oligarchen‘ kommen werden, sondern von dem ,russischen Soros‘, so werden sie für die Bevölkerung legitimer aussehen“, heißt es im Protokoll. Aus dem Vermerk, dass schon Kinder mit zwölf Jahren, „deren Weltanschauung noch im Entstehen begriffen ist“, als Teil der Zielgruppe von Offenes Russland gelten, wird klar, dass das Projekt nicht nur die Präsidentschaftswahlen 2004 im Auge hatte.(30) Das System, das es anstrebe, sei, so Timtschenko, „ein strammer Kapitalismus ohne Auswüchse einer (lästigen) Zivilgesellschaft“, in dem der Staat „vor allem dazu da ist, oligarchische Reichtümer zu schützen“.(31)

Präsidentschaftsambitionen

Kurz vor Weihnachten 2013 wurde Chodorkowski überraschend begnadigt und freigelassen. Interessanterweise flog er danach direkt nach Berlin, wo ihn Hans-Dietrich Genscher persönlich am Flughafen empfing. Wie sich herausstellte, hatte der frühere deutsche Außenminister sich „auf Bitte der Anwälte Chodorkowskis“ – und mit Rückendeckung des Kanzleramtes – „über Geheimkanäle zwischen Deutschland und Russland, die noch existieren“, zweieinhalb Jahre lang um die Freilassung des Oligarchen bemüht und dabei auch zweimal Putin persönlich getroffen. Der Spiegel feierte das Ereignis als einen „Triumph der deutschen Geheimdiplomatie“.(32) Gleich am ersten Tag nach seiner Freilassung vermeldete die Presse: „Menschenrechtler haben Chodorkowski bereits eine führende Rolle beim Aufbau der Zivilgesellschaft in Russland angeboten.“(33)

Am 9. März 2014 besuchte er die Ukraine, erklärte sich mit der vom Westen finanzierten und protegierten(34) Euromaidan-Bewegung solidarisch und kritisierte die „russische Invasion auf der Krim“.(35) Im September schließlich kündigte er seine Rückkehr in die russische Politik sowie die Wiedereröffnung der Stiftung Offenes Russland an. „Chodorkowski hat eine proeuropäische Oppositionsbewegung gestartet“, meldete Die Zeit und sprach von „Ambitionen auf das Präsidentenamt“ bei dem Milliardär.(36) Ein kritischer Kommentar auf der Website des Springer-Blattes Die Welt warf ihm vor, er stilisiere sich schon wieder zum „Führer Russlands“ – dessen Patriotismus sich „von imperialistischen Träumen nicht lösen“ könne.(37)

Im Jahr 2006 schrieb der Journalist Waleri Panjuschkin in seinem Buch überAufstieg und Fall des russischen Ölmilliardärs: „Sollte Chodorkowski im Jahr 2003 tatsächlich den Plan gehabt haben, die Gesellschaftsstruktur in Russland zu verändern, so ist dieser Plan auf der ganzen Linie gescheitert.“(38) Sollte man inzwischen hinzufügen: Vorerst?


# Dieser Text erschien zuerst in der Printausgabe 1/2015 von Hintergrund. Zu bestellen gibt es den gedruckten Hintergrund hier.

Anmerkungen
(1)    Michail Chodorkowski mit Natalia Geworkjan: Mein Weg. Ein politisches Bekenntnis. Aus dem Russischen von Steffen Beilich, München 2012, S. 232.
(2)    Waleri Panjuschkin: Michail Chodorkowski. Vom JUKOS-Chefsessel ins sibirische Arbeitslager. Aufstieg und Fall des russischen Ölmilliardärs. Aus dem Russischen von Vera Baumgärtner, München 2006, S. 55.
(3)    Erich Follath: Wer ist Michail Chodorkowski?, in: Michail Chodorkowski: Briefe aus dem Gefängnis. Mit einem Essay von Erich Follath. Aus dem Russischen von Birgit Veit und Ganna-Maria Braungardt, München 2011, S. 23-58, S. 31f.
(4)     Waleri Panjuschkin: Michail Chodorkowski (Anm. 2), S. 239.
(5)    Später wurden die geschädigten Anleger mit Jukos-Aktien ausgezahlt. Vgl. Katja Tichomirowa: Reicher als Rockefeller, Berliner Zeitung, 21.6.2002 –http://www.berliner-zeitung.de/archiv/reicher-als-rockefeller,10810590,10005728.html –.
(6)    „Кризис 98-го был «дефолтом Ходорковского», дефолтом, спровоцированным им и принесшим ему баснословные дивиденды.“ – Александр Третьяченко: Личный дефолт Ходорковского, Век, 25.11.2008 –

(7)    Vgl. Matthias Rude: „Russland sagt ja zum Faschismus“. Wie „Starinvestor“ George Soros Einfluss auf die Ukraine nimmt, Hintergrund 3/2014, S. 24-27.

(8)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij. Legenden, Mythen und andere Wahrheiten, München 2012, S. 202.
(9)    Ebd., S. 237.
(10)    Waleri Panjuschkin (Anm. 2), S. 81.
(11)    „Yukos once had a distinctly dirty, even murderous reputation“. – Anne Applebaum: This man is now the people’s billionaire. The Telegraph, 13.6.2004 –http://www.telegraph.co.uk/comment/personal-view/3607189/This-man-is-now-the-peoples-billionaire.html –.
(12)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 22.
(13)    „As Khodorkovsky got richer and richer, he left a longer and longer trail of defrauded Western investors, and the odd dead body, in his wake“; „A man who had been virtually a pariah a scant few years before was suddenly the darling of the American political elite.“ – The roublemaker. The Sunday Telegraph, 25.7.2004 – http://www.telegraph.co.uk/comment/personal-view/3608862/The-roublemaker.html –.
(14)    Michail Chodorkowski mit Natalia Geworkjan: Mein Weg (Anm. 1), S. 532.
(15)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 242f.
(16)    Ebd., 244f.
(17)    „Mr. Khodorkovsky spent heavily in Washington to court the Capitol’s inner circle.“ – Timothy L. O᾽Brien: How Russian Oil Tycoon Courted Friends in U.S., New York Times, 5.11.2003 –http://www.nytimes.com/2003/11/05/world/how-russian-oil-tycoon-courted-friends-in-us.html –.
(18)    Kai Ehlers: Entschieden ist nichts, Der Freitag, 3.6.2005 –https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/entschieden-ist-nichts –.
(19)    Gernot Erler: Der Fall Chodorkowskij – Zur Tomographie eines politischen Konflikts, in: Gabriele Gorzka, Peter W. Schulze (Hg.): Wohin steuert Russland unter Putin? Der autoritäre Weg in die Demokratie, Frankfurt/New York 2004, S301-325, S. 305.
(20)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 289f.
(21)    Lambsdorff kritisiert Russlandpolitik, Handelsblatt, 1.6.2005 –http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/handelsblatt-interview-lambsdorff-kritisiert-russlandpolitik/2508802.html –.
(22)    Wolfgang Hirth: Chodorkowski und der Westen, in: Mitteilungen des Hamburgischen Richtervereins 2/2011, S. 13-22, S. 22. – Der Text ist unterhttp://www.richterverein.de/mhr/mhr112/m11209.htm auch online einsehbar.
(23)     Gernot Erler: Der Fall Chodorkowskij (Anm. 19), S. 301f.
(24)    Der Fall Chodorkowski oder Russlands neue Rolle im aktualisierten „Great game“, 9.1.2006 – http://russland.ru/chodorkowski/morenews.php?iditem=52–.
(25)    Walter Mayr: Triumph der Doppelmoral, Der Spiegel, 10.11.2003 –http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29136670.html –.
(26)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 286.
(27)    Gericht spricht Yukos-Eignern 1,9 Milliarden Dollar zu, Bild, 15.11.2014 –http://www.bild.de/politik/ausland/michail-chodorkowski/russland-yukos-urteil-37049688.bild.html –.
(28)    European Court of Human Rights: Case of Khodorkovskiy v. Russia (Application no. 5829/04). Judgement, Strasbourg, 31.5.2011 –http://hudoc.echr.coe.int/sites/eng/pages/search.aspx#{%22dmdocnumber%22:[%22885884%22],%22itemid%22:[%22001-104983%22]} –.
(29)    Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 197.
(30)    Unter http://stringer-news.com/Publication.mhtml?PubID=4632&Part=37 findet sich das Protokoll in russischer Sprache. Die Übersetzung ist hier zitiert nach: Viktor Timtschenko: Chodorkowskij (Anm. 8), S. 272ff.
(31)    Ebd., S. 228.
(32)    Benjamin Bidder: Chodorkowskis Freilassung: „Triumph der deutschen Geheimdiplomatie“, Interview mit Alexander Rahr, Der Spiegel, 21.12.2013 –http://www.spiegel.de/politik/ausland/chodorkowski-freilassung-triumph-der-geheimdiplomatie-a-940462.html –.
(33)    Z.B.: Chodorkowski erwartet seine Familie in Berlin, Die Welt, 21.12.2013 – http://www.welt.de/politik/ausland/article123194531/Chodorkowski-erwartet-seine-Familie-in-Berlin.html –.
(34)    Vgl. Matthias Rude: Die gekaufte Revolution. Einflussnahme von Geheimdiensten, NGOs und Stiftungen, in: Ronald Thoden, Sabine Schiffer (Hg.): Ukraine im Visier. Russlands Nachbar als Zielscheibe geostrategischer Interessen, Frankfurt am Main 2014, S. 108-120.
(35)    Michail Chodorkowski: Meine Mitgefangenen. Aus dem Russischen übersetzt von Vlada Philipp und Anselm Bühling, Berlin 2014, S. 105.
(36)    Chodorkowski gründet Protestbündnis gegen Putin, Die Zeit, 21.9.2014 –http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/russland-chodorkowski-protestbuendnis –.
(37)    Filipp Piatov: Chodorkowski stilisiert sich zum Führer Russlands, 30.10.2014 –http://www.welt.de/debatte/kommentare/article133778766/Chodorkowski-stilisiert-sich-zum-Fuehrer-Russlands.html –.
(38)    Waleri Panjuschkin: Michail Chodorkowski (Anm. 2), S. 234.

Hintergrund.de | Das Nachrichtenmagazin

Siehe dazu auch:

https://marbec14.wordpress.com/2014/10/25/position-putins-und-seiner-bestochenen-hardliner-durch-ussaudi-ol-preis-krieg-unmittelbar-bedroht-wahrend-rothschilds-chodorkowsky-sich-fur-die-prasidentschaft-klar-macht/

Menschenverstand → Das Geschäft mit der Frauenquote läuft

Der Aufruf richtet sich an alle Frauen, die einmal in einem Aufsichtsrat sitzen wollen, also ab 2016 wenn die Frauenquote für Unternehmen verpflichtend wird.

Er richtet sich zudem an alle Frauen, die derzeit in Aufsichtsräten oder anderen Kontrollgremien sitzen.

Taylor millErsteren soll das Wissen vermittelt werden, das notwendig ist, um in einen Aufsichtsrat berufen zu werden, Letzteren das Wissen, das sie, obwohl sie bereits in einem Aufsichtsrat sitzen, vermutlich als Quotenfrau von der Gewerkschaft, immer noch nicht haben.

Dieses Wissen beinhaltet:

  • “betriebswirtschaftliche und juristische [Grund]Kenntnisse”
  • und strategische Kompetenzen, “die benötigt werden, um sich zunächst in den Nominierungs- und später in den Entscheidungsprozessen der Kontrollgremien gleichberechtigt durchzusetzen”.

Das Adjektiv “gleichberechtigt” darf natürlich nicht fehlen, auch wenn es das Verb “durchsetzen” ad absurdum führt, denn wer sich durchsetzt, tut dies in der Regel gegenüber anderen, die sich entsprechend nicht durchsetzen und damit auch nicht gleichberechtigt sind.

Der zitierte Unsinn findet sich in einem Flyer des Harriet Taylor Mill Instituts der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die zu den ersten Institutionen gehört, die versuchen, aus der verpflichtenden Frauenquote Kapital zu schlagen.

3.150 Euro, um genau zu sein, denn so viel kostet die Teilnahme an der “Zertifizierten Hochschulweiterbildung 2015 ‘Strategische Kompetenz für Frauen in Aufsichtsräten’”.

Die Argumentation, nach der so viele kompetente und fähige Frauen mit dem Kopf an eine gläserne Decke stoßen, die weiße, privilegierte und Frauen diskriminierende Männer aufgerichtet haben, um die Massen kompetenter und fähiger Frauen von Aufsichtsrat und Vorstand fern zu halten, ist nun, da die Frauenquote für Aufsichtsräte zum Gesetz geworden ist, vergessen.
Noch nie wurde so deutlich zugegeben, dass der ganze Humbug mit Gläserner Decke und Frauendiskriminierung erstunken und erlogen war, dass es die Massen der kompetenten und fähigen Frauen eben nicht gibt und man sie nun in einem Crash Kurs schnell qualifizieren muss, sie von unfähigen und inkompetenten zu angelernten Quotenfrauen machen muss. Dies ist notwendig, weil die Schlange der kompetenten und fähigen Frauen, die nach Einführung der Frauenquote in die Aufsichtsräte drängen, wohl offensichtlich so kurz ist, dass sie die Aufsichtsratsplätze, die per Gesetz für sie geschaffen wurden, nicht besetzen können.

Und jetzt gilt es, den Reibach zu machen: 3.150 Euro pro inkompetenter und unfähiger Frau, die nunmehr nach den [Grund]Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Recht und Strategie sucht, die notwendig sind, um in Aufsichtsräten oder Vorständen bestehen zu können und zu wissen, was der CEO will, wenn er ständig Abkürzungen wie ROI oder ROA oder EBIT von sich gibt, gefolgt von Zahlen!

reibachJa, zahlen, 3.150 Euro sollen die Kandidatinnen für den oder bereits Mitglieder im Aufsichtsrat, um kompetent und fähig zu werden in: Human Resources, Change Management, in Gendered Organizations (darf natürlich nicht fehlen), in Umgang mit Macht, in Corporate Responsibility, Unternehmensstrategie, in Finanzierung und Bilanzierung (ein Samstag, nicht zuviel davon). Nach fünf Kamingesprächen, einer Begrüßung (“Get together”) einem “Expertinnengespräch ‘Blick in die Zukunft’” und fünf inhaltlich gefüllten Samstagen ist der ganze Zinnober vorbei und die kompetente, fähige Quotenfrau für den Aufsichtsrat ist erstellt.

Wer noch Fragen zum Weiterbildungsprogramm hat, kann diese an karin.reichel@hwr-berlin.de richten.

Harriet Taylor Mill war übrigens mit John Stuart Mill verheiratet, und irgendwie glauben wir nicht, dass sie glücklich wäre, wenn sie wüsste, wofür ihr Name heute herhalten muss.

http://sciencefiles.org/

Geheimdienste, Kinderschänder und eine verschwiegene Elite

Markus Gärtner

Können Sie sich vorstellen, dass mitten in Europa massenweise Kinder von Politikern missbraucht werden und Behörden und Geheimdienste alles unternehmen, um die Täter zu schützen? Nein? Das aber ist die bittere Realität.

Seit den 1980er-Jahren rätselt ganz Großbritannien über einen Ring von Kinderschändern, den die politische Elite über viele Jahre hinweg betrieben hat. Schon vor 32 Jahren (1983) hatte der konservative Parlamentarier Geoffrey Dickens dem damaligen Innenminister Leon Brittan Beweise über das umfangreiche kriminelle Treiben der Kinderschänder übergeben.

Doch die Dokumente verschwanden kurz darauf auf unerklärliche Weise. Brittan will sie weitergereicht, aber dann nichts mehr davon gehört haben.

Der ehemalige Innenminister, der ebenfalls dem mächtigen Pädophilennetzwerk angehört haben soll, starb vor wenigen Tagen. Die brisanten Unterlagen dürften für immer verschwunden sein. Doch jetzt nehmen die Forderungen nach der Aufarbeitung des Skandals massiv zu.

http://info.kopp-verlag.de/

Gegen den Dollar: Russland könnte Goldstandard einführen

Russland hat in den vergangenen Jahren seine Goldreserven deutlich aufgestockt. Das Land hat eine geringe Schuldenquote und ein niedriges Haushalts-Defizit. All dies sind Faktoren, die für die Einführung des Gold-Standards sprechen, der dem Dollar als Welt-Leitwährung ein Ende setzen würde, analysiert das renommierte Mises-Institut.

Mit der Einführung eine Golddeckung des Rubel könnten die Russen die Amerikaner in Bedrängnis bringen. (Foto: dpa)

Mit der Einführung eine Golddeckung des Rubel könnten die Russen die Amerikaner in Bedrängnis bringen. (Foto: dpa)

Video, im Original zu sehen

Der Autor James Rickards berichtet in seinem höchst lesenswerten Buch “Währungskrieg: Der Kampf um die monetäre Weltherrschaft” von einem interessanten War-Game, das die Amerikaner vor einigen Jahren durchgeführt hatten: Die Annahme des Spiels war, dass Russland versuchen könnte, die internationale Weltwirtschaft mit einer neuen, goldgedeckten Währung auf den Kopf zu stellen. Die teilnehmenden Militärs waren verwirrt, hielten den fiktiven Schachzug jedoch für geschickt gewählt und gaben ihm durchaus Chancen auf Erfolg.

Wenige Jahre später zeigt sich in verblüffender Weise, dass die Theorie der Amerikaner von der Praxis eingeholt zu werden scheint. Im vergangenen November gab die russische Notenbank Informationen über ihre großangelegten Goldkäufe bekannt. Für die traditionell schweigsamen Währungshüter in Moskau stand dieser Schritt in Kontrast zur bisherigen Öffentlichkeits-Politik. Sie machte keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mit dem Dollar als Leitwährung und erkannte die Möglichkeit, Gold als „Waffe in einem Währungskrieg“ einzusetzen. Das Timing ließ eine Abstimmung mit der Regierung in Moskau erahnen.

Russland ist mittlerweile bei den Ländern mit den größten Goldbeständen auf Rang 6. 1.208, 23 Tonnen Gold hält die russische Zentralbank nach den neuen Käufen der vergangenen Monate vor.

Obwohl Russlands Wirtschaft strukturell schwach ist, sind die monetären Grundlagen des Landes solide. Die Schuldenquote des Landes ist niedrig. Der Goldanteil an den Devisenreserven beträgt zehn Prozent. Das Haushaltsdefizit lag im November bei zehn Milliarden Dollar und damit deutlich unter ein Prozent des BIP, berichtet das Mises Institute. Die Armutsquote sank von 35 Prozent im Jahr 2001 auf zehn Prozent im Jahr 2010. Die Mittelschicht wird verschiedenen Schätzungen zufolge bis zum Jahr 2020 auf 86 Prozent der Bevölkerung anwachsen.

Der Verfall des Öl-Preises hat gleichzeitig zur Abwertung des Rubels geführt. Russland hat eine ressourcenbasierte Wirtschaft und versucht durch die Erhöhung seiner Goldreserven, den Rubel zu stützen. Die Einführung eines goldgedeckten Rubels ist zumindest nicht mehr unwahrscheinlich, sondern wäre die logische Konsequenz.

China würde diesem Trend folgen. Dieser Prozess würde dann eine Spaltung im Weltwährungs-System nach sich ziehen. Eine schwere Inflation in den USA wäre die Folge, weil große Mengen an unerwünschten Dollars über den Atlantik fließen und den US-Markt fluten würden.

„Ein Goldstandard wäre politisch attraktiv und würde den Rubel in eine gewaltige Währung transformieren. Die Mittelabflüsse würden sich deutlich verringern“, sagt der Wirtschaftsprofessor der Universität Turin, Enrico Colombatto.

Doch das Interesse am Goldstandard ist nicht neu. 1998 berichtete der Ökonom Jude Wanninski im Wall Street Journal, dass nur ein goldgedeckter Rubel Russland aus der damaligen Schuldenkrise befreien könnte. Zwei Jahre später wurde Wladimir Putin Präsident und startete eine großangelegte Kampagne für Goldankäufe. Damals kostete eine Unze Gold insgesamt 28 Barrel Rohöl. Russland konnte seine Auslandsschulden erfolgreich abbezahlen.

Während die USA in einer Welt, in der der Dollar die Leitwährung ist, ihre Interessen offensiv durchsetzen können, würde diese Option bei goldgedeckten Währungen wegfallen. Dann hätte Washington beispielsweise nicht die Möglichkeit, internationale Banken dafür abzustrafen, weil diese Handel mit Staaten betreiben, die wiederum von den Amerikanern als „Schurkenstaaten“ klassifiziert werden.

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/

Chemtrailbomber fliegen ohne Radarerkennung – Video von Conrebbi

Dieses Video ist schon einige Jahre alt. Ich bringe es hier dennoch, weil es sehr aussagekräftig ist und dazu beitragen kann, Menschen, die noch nicht ganz von der Existenz der Chemtrails überzeugt sind, einige Fakten zu liefern. Es gibt sehr viel Infomaterial dazu, ich halte Conrebbi für  Jemanden, der durch sein Wissen und seine Urteilskraft sehr glaubwürdig ist.

Der Betreiber des YT-Kanals InfokriegNews hatte die Gelegenheit genutzt, um mit dem Programm, Radarvirtuell, nachzuweisen, daß Chemtrailbomber auf dem Radar nicht zu erkennen sind.

Link zum Video von InfokriegNews
http://www.youtube.com/watch?v=wxYIPM…

Sensationsfund in Ägypten: »Stein von Rosetta«-Zwilling

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Der ägyptische Antikenministers Mamdouh el-Damaty gab am gestrigen Donnerstag einen Sensationsfund bekannt: Eine ähnliche Stele wie der berühmte »Stein von Rosetta«, jenem Fragment, dessen dreisprachige Inschrift aus dem Jahr 196 v. Chr. maßgeblich zur Übersetzung der ägyptischen Hieroglyphen beitrug.

Der Fund gelang einem Archäologenteam aus der Dominikanischen Republik in der altägyptischen Stadt Taposiris magna (»Grab des Osiris«), etwa 45 Kilometer südwestlich von Alexandria gelegen. Taposiris magna ist ein bedeutender Ausgra-bungsort der mindestens bis in die ptolemäische (griechische) Zeit (332 v. Chr. – 30 v. Chr.) zurückreicht und aus der auch der dem Osiris geweihte Tempel stammt.

Die jetzt dort entdeckte Steintafel aus der Regierungszeit von König Ptolemaios V. ist ca. 2.200 Jahre alt und hat eine Größe von 105 x 65 x 18 Zentimetern. Die auf ihr befindlichen Inschriften sind in zwei Abschnitte aufgeteilt, in denen zwei unterschiedliche Inhalte graviert wurden.

Der obere Abschnitt enthält über 20 Reihen mit hieroglyphischen Inschriften, welche die Kartuschen des König Ptolemaios V., seiner Schwester Prinzessin Kleopatra I., seiner Mutter Königin Arsinoe III. und seinem Vater König Ptolemaios IV. Philopator tragen.

Der untere Abschnitt enthält eine 5-zeilige demotische Schrift, die eine Übersetzung der hieroglyphischen Inschriften zu sein scheint. Die demotische Sprache wurde damals von gewöhnlichen Menschen genutzt, während Hieroglyphen von Königen, hohen Beamten, Priestern und der Elite der altägyptischen Gesellschaft verwendet wurde.

Der berühmte Stein von Rosetta, der derzeit im Britischen Museum in London ausgestellt wird, stammt zwar aus der gleichen Regierungszeit des griechischen Königs Ptolemaios V., wurde aber in Hieroglyphen, demotischer und griechischen Schriftzeichen geschrieben.

Die Archäologen arbeiten derzeit an der Transliteration des Textes.

Quelle: Fernando Calvo für terra-mystica.jimdo.com vom 13.02.2015

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